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Blutzuckerabfall schon bei geringer Bewegung

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    am 30.09.2018 00:49:32 | IP (Hash): 1080785387
    Hallo alle miteinander.

    Danke im Voraus an diejenigen, die sich die Zeit nehmen meinen Beitrag zu lesen und evtl. zu kommentieren.

    Ich bin seit ca. 4 Jahren diagnostizierter Typ 1 Diabetiker und 29 Jahre alt. Für die Insulintherapie benutze ich einen normalen Pen und zum Messen FreeStyle Libre. Meine Langzeitwerte sind mit 5,9 - 6,1 im Schnitt ok denke ich.

    Aber leider ist da ein riesen Problem, was meinen Alltag zur Hölle macht.

    Mein Blutzucker rast bei physischer Bewegung schnell runter. Auch wenn ich nur mal 15 Minuten spazieren gehe sinkt der Wert zum Beispiel von 6,0 mmol auf 4,0 ab. Und das wenn gerade kein kurzzeitiges Insulin am Wirken ist. Im Falle, dass ich spazieren gehe und ich mich in dem Zeitraum befinde, in dem das Kurzzeitinsulin wirkt (0-4 Stunden) dann ist es schon fast lebensgefährlich für mich mal kurz in den Supermarkt zu gehen, ohne vorher ca. 30 gramm KH als "Puffer" aufgenommen zu haben oder eben bei der Mahlzeit 3 BE nicht ab zu decken.
    Es ist, als ob meine Muskeln extrem viel "Sprit" schlucken, also extrem viel Glucose für wenig Bewegung verbrauchen. Das ständige Saft trinken oder Dextro essen ist auch sehr nervig.

    Zum Glück bin ich freiberuflich tätig und kann von zu Hause aus arbeiten. Deswegen habe ich meine Werte ganz gut unter Kontrolle, aber dass jeder Schritt vor die Tür sich so gefährlich anfühlt vermiest mir schon sehr oft die Laune und die Lust überhaupt noch raus zu gehen. Ich sitze wirklich viel drinnen nebenbei gesagt.

    Hat jemand von euch ein ähnliches Problem? Wie kann ich den Energieverbrauch meines Körpers bei Bewegung reduzieren? Angenommen ich gehe jeden Tag 15 Minuten joggen, würde das etwas ändern?

    Ich würde mich über Hilfe freuen!
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    am 30.09.2018 01:30:15 | IP (Hash): 183638859
    Hallo erst mal,

    ich habe das FreeStyle Libre in die Tonne gekloppt. Es gab Situationen, in denen ich eigentlich nicht mehr lebensfähig gewesen wäre (aufgrund von Unterzucker).
    Nach dem Duschen und nachts.
    Nach dem Sport hat es auch zu wenig angezeigt, aber eben nicht extrem zu wenig.
    Machst Du Kontrollmessungen oder verlässt Du Dich auf die Werte des Libre Systems?

    Freundlich gegrüßt und schönen Tag gewünscht!

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    am 30.09.2018 01:48:42 | IP (Hash): 1080785387
    Hallo und danke für die Antwort!

    Also ich finde das Libre System hat meine Lebensqualität schon enorm erhöht, da ich, wie gesagt, wenn ich unterwegs bin extrem schnell abrutsche und mit dem Sensor kann ich einfach und oft messen. Als ich noch keinen Libre Sensor hatte war das mit dem raus gehen noch viel gruseliger als jetzt.

    Ich verlasse mich schon fast 100% auf den Sensor. Nur am ersten Tag nach dem Anbringen eines neuen Sensors, wenn der er sich noch kalibrieren muss, messe ich ein paar Mal blutig.

    Grundsätzlich hätte ich aber nichts dagegen ein paar mehr Teststreifen zur Verfügung zu haben. Als ich das FreeStyle Libre zum ersten Mal dran hatte wollte ich auch noch mehr Messtreifen verschrieben bekommen, um auf Nummer sicher zu gehen, aber meine Diabetologin hat mir (halb wütend) klar gemacht, dass ich entweder nur die eine ODER die andere Methode benutzen kann, weil die Krankenkasse nur eine Art der Messung auf einmal übernehmen würde. Seitdem bekomme ich trotzdem 50 Teststreifen pro Quartal für die ungenauen "Kalibrierungs-Tage".

    Allgemein finde ich, dass die Sensoren schon genau genug messen, nur leider immer ca. 10 Minuten dem realen Wert hinterherhinken. Aber wie gesagt, für meine Situation sind die Teile viel Besser als jedes Mal blutig messen zu müssen. Meine Unterzuckerungen haben sich extrem verringert, da ich sie fast immer abfangen kann, bevor der Blutzuckerwert zu niedrig wird.

    Bei mir zeigt das FreeStyle Libre übrigens keinerlei Veränderungen nach dem Duschen oder nachts.

    Grüße zurück!
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    am 02.10.2018 18:40:21 | IP (Hash): 1505651263
    Hallo,
    höchst unwahrscheinlich, daß ein 15 min-Spaziergang solch eine Auswirkung hat.
    Da ist im Vorfeld schon was bei der Insulingabe schief gelaufen - Zuviel.
    Bei Mahlzeiteninsulin (meins auch mit Wirkungsmaximum bei 3 h) unbedingt beachten.
    Mit Joggen würdest du den Insulinbedarf weiter senken - und müsstest du berücksichtigen (was insgesamt durchaus positiv zu betrachten ist).

    Kein Messgerät nimmt uns das Denken ab, was die Zusammenhänge angeht.
    Aktueller Wert - aber was ich gegessen, an Insulin gespritzt, an Tätigkeit vor, habe - ist dem Dings nicht bekannt.
    Dem Libre seitens des Arztes empfohlen, habe ich bisher widerstanden.
    Insgesamt ist mir dieses Dings unsympathisch - Vertrieb, Kostenübernahme KK u.a.m.
    Erfahrungsberichte hier im Forum sind auch alles andere als positiv.
    Wenn überhaupt würde ich den Trendpfeil zum Anlass nehmen, mal genauer mit dem bekannten Handgerät nachzumessen.

    Bei dir würden ev. beide Messmethoden hilfreich sein.
    Ob deine Krankenkasse Libre Sensor und Handgerät-Sensoren erstattet, kannst du selbst erfragen.
    Nicht unbedingt der Pauschalaussage deiner Ärztin folgen.

    Gruß Elfe
    P.S.: Hast du auch Basalinsulin ? Wichtig in Bezug auf Gesamtwirkung des BZs.
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    am 03.10.2018 11:27:47 | IP (Hash): 1837757013
    Wenn das Libre bei Dir einigermaßen akkurat funzt, hast Du ja ne super Beobachter-Position. Wenn Du ein Handy mit NFC hast, würde ich dazu noch die Glimp oder die Liapp App empfehlen, ganz einfach, weil damit der Kurvenverlauf noch sehr viel deutlicher angezeigt wird und so sehr viel deutlichere Info sichtbar wird als mit den Trendpfeilen.
    Und mit Deinem vergleichsweise gesund niedrigen HBA1c lässt Du Deinem BZ eh schon nicht ganz so viel Leine, wie wohl normal üblich ist.

    Meine Idee zur konstruktiven Bewältigung Deiner Herausforderung:
    Hol ihn für ein paar Wochen noch näher bei Fuß, denn je kleiner die Werte, desto kleiner und in Bezug auf Hypos ungefährlicher die möglichen Schwankungen. Also etwa generell zwischen 4 für die normale postabsorptive Talsohle etwa 3 Stunden und 8mmol/l für den normalen postprandialen Berggipfel etwa 1 Stunde nach dem Essen.

    Und dann geht’s um die möglichst systematische Beobachtung: Was macht Dein BZ, wenn Du im postabsorptiven Bereich losmarschierst, und wie anders verhält er sich womöglich wieviel weniger lange nach jeder Mahlzeit mit dem entsprechenden Bolus?

    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 04.10.2018 17:22:21 | IP (Hash): 1885107402
    Als ich noch keinen Libre Sensor hatte war das mit dem raus gehen noch viel gruseliger als jetzt.
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    am 09.10.2018 18:56:56 | IP (Hash): 1567036446
    @ Elfe
    Danke für deine Antwort.

    Vielleicht hast du Recht und ich spritze immer zu viel, aber ich kann es kaum glauben, da ich das Problem von plötzlichen Blutzuckertiefs bei Bewegung schon von Anfang an habe. Die BE-Faktoren und Langzeitinsulin habe ich schon oft verringert, um letztendlich fest zu stellen, dass ich doch mehr benötige.

    Heute schon wieder passiert: 3,5 Stunden nach Essen: 7,5 mmol, ging Einkaufen mit dem Fahrrad, in der Kaufhalle plötzlich 5,2 mmol mit stark sinkender Tendenz. Habe 1 BE Traubenzucker gegessen und bin zurück nach Hause nach dem Einkauf. Zu Hause angekommen war mein Wert 4,2 mit stark sinkender Tendenz. So ist das fast jedes Mal.
    Ich werde es wieder mit geringeren Faktoren testen, da ich wirklich nicht wahr haben will, dass das nur bei mir so sein kann.

    Danke für den Tipp mit der Krankenkasse, werde mal nachfragen.

    Ja, habe Basalinsulin. Es ist Toujeo, 24 Einheiten am Tag.


    Bearbeitet von User am 09.10.2018 18:57:32. Grund: @elfe
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    am 09.10.2018 19:18:02 | IP (Hash): 1567036446
    @Jürgen
    Danke auch an dich für die Antwort!

    8mmol nach dem Essen ist schon ziemlich schwer für mich. Zum Beispiel nach dem Aufstehen erhöht sich mein Zucker immer standardmäßig um ca. 6mmol, also wird mein 1-Stunde Werte immer so 12-16 mmol nach dem Frühstück.

    Aber generell, das mit den kleineren Werten und geringeren Schwankungen klingt nach einem guten Tip! Vielleicht passiert es wirklich wegen den hohen nach Essen-Werten. Neben dem Anstieg nach dem Aufwachen habe ich außerdem noch das Problem, dass Fett und Eiweiß meinen Blutzucker auch enorm erhöhen (4-6 Stunden nasch dem Essen). Das heißt, wenn ich normale Sachen esse habe ich ständig irgendwelche schwer kontrollierbaren Blutzucker Anstiege (meistens gegen Abend hin, je nach dem, was ich zum Mittag gegessen habe)

    Klingt für mich jetzt so, als ob ich nur mit einer strikten Fett und Eiweiß -armen Ernährung stabile Werte hinbekommen würde. Das wäre dann ein tristes Leben :/
    Habe immer gedacht als Typ1er kann man sich schon normal ernähren, ohne jetzt einen strikten Ernährungsplan zu haben.

    "Und dann geht’s um die möglichst systematische Beobachtung: Was macht Dein BZ, wenn Du im postabsorptiven Bereich losmarschierst, und wie anders verhält er sich womöglich wieviel weniger lange nach jeder Mahlzeit mit dem entsprechenden Bolus?"

    Die Beobachtungen habe ich schon oft gemacht. Meistens ist es so, dass die Unterzuckerung erst nach 2 Stunden oder später passiert. Wenn ich direkt nach dem Essen losgehe hält der Zucker sich meistens ganz gut an, da er sowieso immer erstmal ziemlich hoch schießt, aber meistens ist er dann trotzdem nicht ganz so hoch wie als wenn ich mich nicht bewege.
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    am 11.10.2018 01:41:40 | IP (Hash): 1505651263
    Hallo Antabaka,
    da hast du mich missverstanden, 'immer zuviel'.
    Bin selber von Hypo-Problematik betroffen und musste in Hypo-Schulung.
    Da wird so grundsätzliches wiederholt, aber eben auch, körperliche Symptome wahrnehmen zu können - verlasse mich persönlich eher darauf als auf Dings.

    Zum Zeitpunkt einer Hypo ist zuviel Insulin zur Regulierung des Blutzuckers vorhanden.
    Wir können nur annähernd mit Insulinspritzen den normalen Stoffwechsel nachbilden:
    Nahrungs-BEs und gespritztes Insulin müssen sich im Organismus treffen - ausgleichen!
    Fett und Eiweiß verzögern die Wirkung der Nahrungs-BEs und passen dann nicht unbedingt zum kurzwirkenden Mahlzeiteninsulin - Insulindosis teilen, ev. FPE-Einheiten notwendig - bei Anstieg nach 4-6 h.

    Neben der BE-Einschätzung ist bei Insulindosierung wichtig, wie ist die Verdauungszeit der eingenommenen Mahlzeit im Vergleich zur Wirkungszeit des Mahlzeiteninsulins.
    Meins wirkt in der Spitze bei 3 h, und dann messe ich auch - zum ggfs. korrigieren.

    Einen gewissen Puffer gibt auch der Spritzzeitraum des Insulins: Vor/Nach/Geteilt.
    Beispiel: Mein Werktags-Haferflockenmüsli spritze ich vor, Sonntagsfrühstück mit Brötchen/Ei/Bacon nach.

    Ganz wichtig, ev. unterschätzt, ist die Wirkung des Basalinsulins:
    Deine 24 Toujeo-Einheiten sind m. E. schon echt viel.
    Wurde als neues und angeblich gleichmäßig Wirkendes auch bei mir angesprochen.

    Komme besser mit Levemir (mo 5 + ab 4 z. Zt) zurecht, brauche nachts weniger als über für Tag, Dosisüberprüfung auch einfacher, schon am Nüchternwert zu sehen. (Tagesdosisüberprüfung mit auslassen Mahlzeit/Mahlzeitinsulin).

    Gruß Elfe
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    am 11.10.2018 09:20:20 | IP (Hash): 1027123048
    Antabaka schrieb:
    8mmol nach dem Essen ist schon ziemlich schwer für mich. Zum Beispiel nach dem Aufstehen erhöht sich mein Zucker immer standardmäßig um ca. 6mmol, also wird mein 1-Stunde Werte immer so 12-16 mmol nach dem Frühstück.


    Vielleicht fängst Du dann einfach mit dem Aufstehen an? So ein Aufsteh-Anstieg lässt sich mit passend (muss natürlich systematisch ausgetestet werden) Bolus noch auf der Bettkante ausgleichen, so dass anschließend das Frühstück nicht schon auf einen BZ-Berg aufsetzt.

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    am 12.10.2018 19:07:51 | IP (Hash): 1426550990
    Hallo zusammen,

    bei mir (Typ I seit 33 Jahren und seit 7 Jahren mit Insulinpumpe) ist es fast genauso. Bei bei gerinster körperlicher Belastung fällt mein Blutzucker bis auf 2,3 mmol/l ab.
    Um das z. B. bei Arbeiten in Haus und Garten oder Holz spalten zu vermeiden habe ich mir 3 abgesenkte Basalraten gespeichert. Beim Holz hacken oder Garten graben stelle ich die Basalrate auf 0% und beginne erst 2 h nach der Absenkung mit der Arbeit. Dann aber ist der BZ schon bei 12 oder 14. Nach 45 min höre ich freiwillig auf mit den Arbeiten da der BZ jetzt nur noch 3 mmol/l beträgt. Das ständige aufnehmen von Nahrung, an Tagen mit Arbeit manchmal das doppelte des BE-Plans hinterlässt auch Spuren beim Körpergewicht.

    1h vor einem leichten Spaziergang senke ich auf 30 % ab und wenn der Pfeil von Libre senkrecht nach unten zeigt dann esse ich sofort 2 BE. Der BZ Anstieg tritt ohne weitere Bewegung erst nach ca. 30 - 45 min ein.

    Das ist auch so wenn die BR auf 0% steht und 3,0 mmol/l erreicht sind, dann esse ich 3 oder 4 BE und warte min 45 Minuten bevor ich weiter machen kann.
    Ich war deshalb schon in der Diabetesklink Bad Lauterberg aber man konnte sich das dort auch nicht erklären und tippte auf eine defekte Insulinpumpe. Mit der neuen Pumpe ist es genauso.

    Reiner
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    am 13.10.2018 08:50:28 | IP (Hash): 157955789
    hat man in der Klinik denn auch mal getestet, wie zutreffend Dein Libre Sensor funzt? Bin nach meinem Libre nämlich z.B. heute morgen mit 2,4 aufgestanden, für die mein Standardfingerpieks 5 gesagt hat.

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    am 13.10.2018 11:32:00 | IP (Hash): 592355492
    Als ich in der Klink war hatte ich noch kein Libre, die Werte wurden damals mit Teststreifen festgestellt.

    Das Libre wurde mir erst danch verordnet, wegen des hohen Teststreifenverbrauchs und Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörungen. Letzteres hat sich jetzt etwas gebessert.

    Reiner
    Bearbeitet von User am 13.10.2018 11:32:56. Grund: Text hinzugefügt
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    am 13.10.2018 19:33:36 | IP (Hash): 1505651263
    Hallo Reiner,
    aus meiner Erfahrung könntest du eher versuchen, den Bolus zu senken (Basal lassen).
    Bin auf Pens mit zwei Insulinen eingestellt und LADA, also wohl später als du betroffen.

    Habe verhältnismäßig nur wenige Einheiten Basal - eben nur für den Grundstoffwechsel.
    Sobald man irgendetwas tut, denkt, fühlt (z.B. Stress) oder arbeitet/sportelt, ändert sich das und wird eher mit Bolus abgefangen.

    Wenn du mittlerweile weißt, um wieviel dein Blutzucker durch Holzhacken o.ä. gesenkt wird, dann berücksichtige dieses beim Weglassen der entsprechenden Einheiten beim Bolus - ev. kannst du die 3/4 BEs essen und statt per Insulin sozusagen abarbeiten.

    Besser, als Achterbahn mit 14 bis 3 mmol/l zu fahren und nur kurzfristig zu reagieren, besser vorausschauend handeln.
    Ist ja nicht nur der messbare Blutzucker, sondern auch das Befinden - diese unfassbare Schwäche bei niedrigem UZ.

    Bei Werten um die 3 mmol/l brauche ich für BZ-Anstieg nur 1 KE (5 Gummibärchen), bei kleiner 2 mmol/l (kommt leider vor) erstmal 200 ml Saftgetränk (2 KE), nach messen ev. noch eine KE dazu (macht sich per Körpergewicht wirklich nicht bemerkbar).
    Ist auch so ungefähr vergleichbar mit meinem Korrekturfaktor vom Insulin:
    1 Einheit Insulin senkt den BZ um 40 mg/dl; eine KE erhöht den Blutzucker um 50 mg/dl.

    Dieses Libre ist mir persönlich sehr suspekt - obwohl mein Arzt mich dazu überreden will, eben auch wg. Hypoproblematik.
    War in ambulanter Hyposchulung, wo eben diese Einrechnung von körperlicher Betätigung besprochen wurde, auch auf körperliche Hyposymptome zu achten, wenn die so typischen ev. verloren gegangen sind.

    Gruß Elfe
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    am 14.10.2018 22:31:20 | IP (Hash): 599703578
    Elfe schrieb:
    Wenn du mittlerweile weißt, um wieviel dein Blutzucker durch Holzhacken o.ä. gesenkt wird, dann berücksichtige dieses beim Weglassen der entsprechenden Einheiten beim Bolus - ev. kannst du die 3/4 BEs essen und statt per Insulin sozusagen abarbeiten.

    Hallo Reiner,

    Frau Elfe hat wahrscheinlich noch nie etwas von Insulinpumpen und deren Möglichkeit, die aktuelle Basalmenge damit fein abzustimmen, gehört - deshalb dieser "kluge" Rat.

    @Elfe,
    warum sollte Reiner denn seine Insulinreduzierung von irgend einer kurz oder lange davor stattfindenden Mahlzeit abhängig machen, wenn er das zeitgenau und mit der ihm bekannten Reduzierung ganz einfach mit einer Verminderung der Basaldosis an seine Pumpe erreichen kann. Schließlich kommt bei der Pumpe ja für Basis und Bolus das gleiche Insulin aus genau dem gleichen Behälter zum Einsatz.
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    am 15.10.2018 17:24:54 | IP (Hash): 65590865
    Ach Rainer °~°
    Lesen und verstehen !
    Die Basalrate auf Null setzen hat eben NICHT gereicht - absinken auf 3 mmol/l durch körperliche Arbeit, obwohl mit 14 mmol/l (wodurch wohl ?) begonnen wurde.
    Grundprinzip bei ICT bleibt gleich - ob Basal per Pen oder Basalrate per Pumpe.
    Und auch Bolusinsulin wird per Knopfdruck - zusätzlich - abgegeben.
    Abgleich zwischen Mahlzeit/Mahlzeiteninsulin und Einrechnung Senkung muss stimmen.
    Bei sehr anstrengendem Sport muss man sogar ggfs. bis in nächsten Tag beobachten - Muskelauffülleffekt.
    Hektisches Reagieren auf u.a. so einen sinkenden Libre Pfeil mit Zusatz-BEs zu handeln, ist nicht zielführend.
    Grundwissen zur Dosierung von Mahlzeiteninsulin wird in Schulung vermittelt, ausführlicher noch in Hyposchulung. Einstellung der Insulinpumpe noch zusätzlich obendrauf.
    Feinabstimmung findet zwischen 1er-Patient und behandelndem Arzt statt.

    Da kannst du als stolzer 2er und LCHF-/Butter-Verkäufer, der mit paar Einheiten Lantus auskommt, gar nicht mitreden. Persönliche Erfahrung zum Mahlzeiteninsulin hast du nicht.
    Googeln macht dich nicht zum wunschgemäßen Diabetes-Experten.
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    am 15.10.2018 19:13:15 | IP (Hash): 1815675981
    Reiner15 schrieb:
    und Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörungen. Letzteres hat sich jetzt etwas gebessert.


    Auch wenn ich mich selbst mal sehr intensiv darum gekümmert und meine Hypowahrnehmung erheblich verbessert habe, nützt die mir gar nichts für meine alltägliche BZ-Steuerung :(

    Denn wenn ich im Stress bin, bekomme ich meine ersten Anzeichen um 3,4-3,3 nicht mit, sondern erst deutliche und meine Leistungsfähigkeit beeinterächtigende Symptome bei BZ zwischen 1,5 und 2,5 mmol/l. Bis dann mein BZ wieder bei für mich ordentlichen 3-4 mmol/l angestiegen ist, ist schon ne halbe Stunde Leistungsloch rum, und das bleibt dann auch noch ne gute halbe Stunde, auch wenn mein BZ bis dahin schon bei 8 oder 10 spielt, weil ich halt mit dem Hypoauffressen nicht nach der halben oder einen BE aufgehört hab, die dafür eigentlich ausgereicht hätte. Aber in solchen Fällen sind Fühlen und Wissen halt nicht so recht kompatibel :(

    Deswegen beobachte ich meinen BZ auch zwischen den Mahlzeiten und kann eigentlich abhängig von der Höhe des letzten Bolus und Futters und der Zeit und dem, was ich seitdem gemacht hab, sehr gut einschätzen, ob das Unterschreiten von 6mmol/l jetzt normal ist und wie beabsichtigt zwischen 4 und 5 ausläuft, oder ob das Sinken Richtung 3 bis 2 geht. Und wenn zu tief droht, macht passendes Sinkbremsessen natürlich zwischen 6 und 5mmol/l mehr Sinn, als wenn man erst auf das Hypogefühl wartet.

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    Bearbeitet von User am 15.10.2018 19:15:21. Grund: ERgänzung
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    am 16.10.2018 20:03:26 | IP (Hash): 296194964
    Hallo zusammen,
    dass die "Achterbahnfahrt" nicht optimal ist das weiß ich selbst. Wenn ich die BR 2 h vor Leistungsabgabe, nach Mahlzeit ohne Bolus, abgesenkt habe kommen die 14 mmol/l zu stande. An manchen Tagen arrbeite ich die Nahrung so schnell ab und komme innerhalb einer Stunde runter auf 3 mmol/l.
    Weil ich das weiß messe ich zwischendurch (Libre hat dann den Pfeil senkrecht nach unten) und nehme BEs zu mir meist 3 - 4. Die Wirkung der BEs ist langsamer als der Blutzuckerabfall, selbst wenn ich Cola trinke. Der BZ sinkt dann ohne weiteres zu tun noch ca. 15 - 20 min weiter ab bevor in gleicher Linie der Anstieg erfolgt. Die Wartezeit liegt dann bei 30 - 45 min (hatte auch schon öfter 1h) bevor ich weiter arbeiten kann.

    Das Ganze hat dann nichts mehr mit Arbeit zu tun, wenn man die Hälfte der Zeit damit beschäftigt ist Nahrung aufzunehmen und warten bis der BZ wieder auf 6 oder 7 mmol/l angestiegen ist. Wenn ich mit 7 mmol/l die gleiche Tätigkeit weiter ausführe ist nach 30 min schon wieder Schluss (3 mmol/l). Beim 3. Arbeitsanlauf beim Start mit 7 mmol/l dauert es meist keine 30 min eher nur 20 bis ich dann wieder Nahrung aufnehmen muss.

    Wohl gemerkt das ganze ohne Insulin nur abgearbeitet.

    Meine Tagesration BE ist mit 16 festgelegt, an solchen Tagen wie oben brauche ich etwas mehr als das doppelte (32 - 35 BE).

    Die Basalrate ist so eingestellt, dass ich wenn ich mich im Haus aufhalte und nichts tue Werte zwischen 6 und 7,5 mmol habe. Der Bolus ist aus den Werten der Basalrate berechnet und wird wie diese ständig an Hand des postbrandialen Anstiegs geprüft. 4 mmol/l sind nach der Mahlzeit bei mir vorgesehen.


    Reiner
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    am 16.10.2018 20:21:33 | IP (Hash): 355381920
    Hast du Humaninsulin in der Pumpe, dass du nach 3, 4, 5 Stunden ohne Insulinzufuhr noch Insulinwirkung hast?
    Ich bemerke (mit Humalog) nach ca. 3 Stunden "Pumpe aus" die ersten Ketoazidose-Symptome und habe dann auch erhöhte Ketonwerte.
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    am 17.10.2018 00:58:28 | IP (Hash): 65590865
    Reiner15 schrieb:
    Hallo zusammen,
    dass die "Achterbahnfahrt" nicht optimal ist das weiß ich selbst. …

    Meine Tagesration BE ist mit 16 festgelegt, an solchen Tagen wie oben brauche ich etwas mehr als das doppelte (32 - 35 BE).

    Die Basalrate ist so eingestellt, dass ich wenn ich mich im Haus aufhalte und nichts tue Werte zwischen 6 und 7,5 mmol habe. Der Bolus ist aus den Werten der Basalrate berechnet und wird wie diese ständig an Hand des postbrandialen Anstiegs geprüft. 4 mmol/l sind nach der Mahlzeit bei mir vorgesehen.


    Hallo Reiner,
    will dir mit dem Begriff 'Achterbahn' nicht zu Nahe treten, bitte entschuldige.
    Mich verwundert deine ärztliche Diabeteseinstellung:
    Tagesration BEs ~ bei mir nur Mahlzeitenbezogen ~ bis zu 6 ganz gut zu händeln ~ zwei Hauptmahlzeiten sind dann max. 12 + ev. mal was zwischendurch
    4 mmol/l nach Mahlzeit entsprechend 70 mg/dl sind zu niedrig - knapp vor Unterzucker

    hjt_Jürgen schrieb:
    Reiner15 schrieb:
    und Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörungen. Letzteres hat sich jetzt etwas gebessert.


    Auch wenn ich mich selbst mal sehr intensiv darum gekümmert und meine Hypowahrnehmung erheblich verbessert habe, nützt die mir gar nichts für meine alltägliche BZ-Steuerung :(

    Denn wenn ich im Stress bin, bekomme ich meine ersten Anzeichen um 3,4-3,3 nicht mit, sondern erst deutliche und meine Leistungsfähigkeit beeinterächtigende Symptome bei BZ zwischen 1,5 und 2,5 mmol/l. ...


    Hallo Jürgen,
    wenn du den Hypokurs auch hattest, weißt du, daß körperliche Symptome schon vor 60 mg/dl wahrzunehmen sein können.
    Einig waren wir uns als Teilnehmer zu Sehveränderungen - bei mir u.a. Blendwirkung bei normalen Tageslicht von hellen Flächen.
    So Dinge wie Rückwärtszählen oder Rechnen als Denküberprüfung fa(i)nd ich eher albern.
    So offensichtliche UZ-Symptome wie Zittern (hatte ich nur zu Anfang) oder starkes Schwitzen (im Sommer sowieso) gehen verloren.
    Besonders, wenn man Blutzuckerwerte verhältnismäßig niedrig hält - mit 160 mg/dl (Nierenschwelle mit 180 mg/dl ist so meine persönliche Grenze).
    Per körperlicher Symptome nehmen wir jedoch mehr den Unterschied des BZ wahr, nicht absolute Werte.
    Als Hausaufgabe vom Arzt habe ich bekommen, morgens mit größer 100 mg/dl zu beginnen, da man erfahrungsgemäß den Morgen-BZ mitschleppt, stimmt. (Und natürlich nicht zu streng Korrektureinheiten zu spritzen).

    HeikeOV schrieb:
    Hast du Humaninsulin in der Pumpe, dass du nach 3, 4, 5 Stunden ohne Insulinzufuhr noch Insulinwirkung hast? ...


    Die Frage nach verwendetem Insulin ist wichtig!
    Auch bei weitaus schneller wirkendem Insulin ist zu beachten, daß wir vorausschauend handeln müssen.
    Abgleich mit Verdauungsgeschwindigkeit der Mahlzeit ist auch zu bedenken - Aufschluss von Stärke zu Zucker, mit begleitenden Inhaltsstoffen wie Ballaststoffe/Eiweiß/Fett.

    Bei körperlicher Betätigung ist Verbrauch durch Muskelaktivität durchaus zu beachten und einzurechnen - vorher Insulineinheiten senken/Zusatz-BEs ggfs.

    Das System der BZ-Einstellung reagiert relativiert träge - anders, als uns die elektronischen Messsysteme per Pfeil/Wert suggerieren.

    Gruß Elfe
    P.S.: Maßeinheit mg/dl ist mir persönlich geläufiger mit 60/100/180.
    Bei mmol/l-Anfragen schaue ich hier
    www.diabetiker-hannover.de/diab_hannover/mgdlmmol.htm#Umrechnungstabelle
    Bearbeitet von User am 17.10.2018 01:03:03. Grund: Format
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    am 17.10.2018 13:24:22 | IP (Hash): 1988546667
    Finde ne gute Übung in Achtung und Respekt, auf nen Forenbeitrag in der darin verwendeten Einheit zu Antworten.

    Und genau so visuelle Auffälligkeiten nehme ich auch als Ankündigung für Hypo. Hat sich bei mir in der Höhe allerdings noch nie verändert, obwohl ich die Grenze für um 2 Jahre Mal systematisch für meine morgendliche Grundeinstellung genutzt hab, als ich weniger Teststreifen bekam.

    Unabhängig davon, wie viele BEs am Tag man für normal hält, empfiehlt sich eigentlich bei allen Schwierigkeiten mit der BZ-Steuerung, auf ganz kleine KH- und Insulinmengen runter zu gehen und erst wenn die dann voll gut passen, vorsichtig zu erhöhen.

    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 17.10.2018 17:33:43 | IP (Hash): 1182650930
    hjt_Jürgen schrieb:
    Unabhängig davon, wie viele BEs am Tag man für normal hält, empfiehlt sich eigentlich bei allen Schwierigkeiten mit der BZ-Steuerung, auf ganz kleine KH- und Insulinmengen runter zu gehen und erst wenn die dann voll gut passen, vorsichtig zu erhöhen.


    Nicht unbedingt - zu kleine Mengen, sondern BE-Menge ausreichend, um entsprechenden IE/BE-Faktor anwenden zu können.
    Verwendet man den Faktor bei größeren BE-Mengen, wird der Fehler relativ größer mit ggfs. mehreren Einheiten zuviel an Insulin.
    So genau lässt sich mit Pen das Insulin nicht dosieren - habe vom Arzt allerdings wg. der Hypos zwei Halbschritt-Pens bekommen, d.h. ich kann per Auf-/Abrunden auf x,5 dosieren.
    Selbst bei Basal muss ich aktuell eine halbe Einheit wegnehmen, da morgens zu tief.
    Beim Bolus verändere ich den Faktor auch nur vorsichtig in 0,25-Schritten, was bei 4 BE eben auch einen Unterschied bis zu 1 Einheit ausmachen kann.
    Da ich bei 50 mg/dl nur eine BE zum Anheben brauche oder auch nur ca. 1 Einheit Insulin zum Senken, halten sich die Schwankungen im Normalfall in Grenzen.

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    am 17.10.2018 18:47:31 | IP (Hash): 1063663197
    Hallo zusammen,
    oben steht 4 mmol/l sind der postbrandiale Anstieg nach der Nahrungsaufnahme. Bsp: 6 mmol/l vor dem Essen und 10 mmol/l sollten es max nach dem Essen sein. Kann also niemals etwas im Hypo-Bereich sein.

    Ich wurde 1986 mit der Einheit mmol/l eingestellt und benutze diese bis heute ohne Probleme.

    Mein Insulin ist NovoRapid und auf dem Bolusrechner ist eine Wirkdauer von 4 h eingestellt.

    Bsp: Wenn ich frühs um 9:00 Uhr die Basalrate auf 0% stelle dann dürfte um 13:00 kein Insulin mehr am wirken sein.
    D. h. nachmittags um 16:00 dürfte nach o. g. BEs keine Hypo mehr auftreten, da ja den ganzen Tag über keine Boli gegeben wurden. Dem ist nicht so.


    Reiner
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    am 17.10.2018 20:17:16 | IP (Hash): 1182650930
    Hallo Reiner,
    NovoRapid ist auch mein Insulin, seit 2001, per Pen allerdings.
    Ich habe eine Zielvorgabe von 100 mg/dl entsprechend 5,6 mmol/l.
    Kann bei Vor-Mahlzeitmessung bedeuten - Zusatz BEs zum Anheben (paar Gummibärchen) oder Korrektureinheit(en) Insulin.

    Die Wirkungskurve des Insulins zeigt (auch dosisabhängig) einen Anstieg, Wirkungsgipfel, auslaufend.
    'Darf' eigentlich auch erst nach 4 h per Korrektur reagieren, habe jedoch festgestellt, daß nach 3 h nicht mehr viel passiert.
    So weit nur Insulinwirkung zur Mahlzeit.

    Aber eigentlich ist ja mehr Dein Problem, was bei körperlicher Anstrengung passiert.
    Da werden Kohlenhydrate verbraucht, wie bei jedem anderen Menschen auch.
    Bei Sportveranstaltungen gibt es deswegen die Versorgungsstationen mit Bananen und Getränken, im Profibereich nuckeln die heutzutage an irgendwelchen Isogetränken, nicht mehr so offensichtlich.

    Diese KH-'Verbrennung' müssen wir INSULINER im Vorfeld berücksichtigen.
    Schon Bolus-Anpassung vorher und unbedingt schnelle Zusatz-BEs dabei haben.

    Ob so ein programmiertes Dingsbums diese Gedankengänge wirklich leisten kann ?
    Mir fehlt der Glaube. Eben auch per persönlichem Austausch mit IT-lern - Auftrag, Module, Darstellung.

    Gruß Elfe
    Bearbeitet von User am 17.10.2018 20:34:29. Grund: Eränzung
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    am 17.10.2018 20:33:46 | IP (Hash): 758656419
    Elfe schrieb:

    Da werden Kohlenhydrate verbraucht, wie bei jedem anderen Menschen auch.



    Ähhhm, ist jetzt nicht dein Ernst, oder?
    Ohne Insulin werden keine Kohlenhydrate verbraucht.
    In `ner Keto - also dem Zustand bei absolutem längere Zeit andauerndem Insulinmangel - steigt der BZ bei Bewegung...

    Elfe schrieb:

    Ob so ein programmiertes Dingsbums diese Gedankengänge wirklich leisten kann ?
    Mir fehlt der Glaube. Eben auch per persönlichem Austausch mit IT-lern - Auftrag, Module, Darstellung.



    Du solltest dich mal mit Insulinpumpen allgemein und Close-Loop-Systemen im besonderen beschäftigen... der ICT um Welten überlegen, sagt die ITlerin.
    Und übrigens, die Gedankengänge kommen von der Person, die das "Dingsbums" parametriert hat...
    Bearbeitet von User am 17.10.2018 20:44:49. Grund: .