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Verordnung von Teststreifen
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am 04.11.2018 22:37:38 | IP (Hash): 840858297
EH schrieb:
Ich mache meine Buchführung nicht wegen des Essens, das wäre bei mir vollkommen sinnlos, denn ich kenne nach 40 Jahren genau, wie die einzelnen Lebensmittel bei mir wirken. Ich habe Gründe meine BZ Werte genau zu verfolgen, denn ohne dieses Wissen könnte ich keinen einigermaßen stabilen BZ bei mir führen.....
So is das nun mal. Als erstes das Festmachen am Essen. Und wenn das nicht weiter hilft, geben die einen auf und erklären ihre Situation für unberechenbar - und Menschen wie Du erkunden systematisch weiter und finden raus, dass die Geschichte mit dem Essen noch lange nicht zuende ist, sondern eigentlich da erst anfängt :)
Aber wo soll jemand anfangen, der gerade erst anfängt, wenn nicht mit dem Essen?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 05.11.2018 00:51:50 | IP (Hash): 1843283752
hjt_Jürgen schrieb:
EH schrieb:
Ich mache meine Buchführung nicht wegen des Essens, das wäre bei mir vollkommen sinnlos, denn ich kenne nach 40 Jahren genau, wie die einzelnen Lebensmittel bei mir wirken. Ich habe Gründe meine BZ Werte genau zu verfolgen, denn ohne dieses Wissen könnte ich keinen einigermaßen stabilen BZ bei mir führen.....
So is das nun mal. Als erstes das Festmachen am Essen. Und wenn das nicht weiter hilft, geben die einen auf und erklären ihre Situation für unberechenbar - und Menschen wie Du erkunden systematisch weiter und finden raus, dass die Geschichte mit dem Essen noch lange nicht zuende ist, sondern eigentlich da erst anfängt :)
Aber wo soll jemand anfangen, der gerade erst anfängt, wenn nicht mit dem Essen?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Natürlich bleibt einem Neuling nicht viel anderes übrig als sich mit dem Essen zu befassen und das ist ja bestimmt nicht verkehrt, denn ein Diabetiker sollte schon über Ernährung Bescheid wissen.
Diese sture Sicht auf das Essen müßte aus der anderen Ecke kommen, nämlich von den Ärzten. Aber da liegt einiges im Argen. Viel zu viele Ärzte sind nämlich immer noch zu nachlässig, zu wenig interessiert an ihren Patienten oder mit ihren Kenntissen schlichtweg noch in den Siebzigern des vorigen Jahrhunderts. Sie sind immer noch der Ansicht, Diabetes Typ2 sei keine Krankheit, sondern ein Lifestyleproblem. Das bringt vielen Menschen großen und völlig unnötigen Kummer.
Unsere Fragerin hier im Forum hat ja noch andere Krankheiten und würde gerne mehr Erfahrungen sammeln - jedenfalls sehe ich das so - aber man verweigert ihr die nötigen Teststreifen dafür.
Ich versteh das einfach nicht. -
am 05.11.2018 10:59:06 | IP (Hash): 1878263413
Das ist wohl etwas falsch rüber gekommen. Ich bin schon bereit, Insulin zu spritzen, natürlich wäre mir ohne lieber....
Ich habe es früher oft so gehalten, dass ich bei z.B. Kuchen direkt vor dem Essen gespritzt habe, dann ging der Zucker gar nicht so hoch und fiel dann auch nicht so stark wieder ab.
Aber das Risiko der Unterzuckerungen ist eben leider noch größer....
Gestern hatte ich 2 Stunden nach einem Stück Sahnetorte einen BZ von 247, nach 4 Stunden lag er dann plötzlich bei 49! -
am 05.11.2018 11:25:26 | IP (Hash): 1240382597
chrissi41 schrieb:
Ich habe es früher oft so gehalten, dass ich bei z.B. Kuchen direkt vor dem Essen gespritzt habe, dann ging der Zucker gar nicht so hoch und fiel dann auch nicht so stark wieder ab.
Aber das Risiko der Unterzuckerungen ist eben leider noch größer....
Gestern hatte ich 2 Stunden nach einem Stück Sahnetorte einen BZ von 247, nach 4 Stunden lag er dann plötzlich bei 49!
Widersprichst Du dir da nicht mit Deinen eigenen Erfahrungen?
Ohne Spritzen ist Dein BZ gestern munter zum Gipfel gestürmt und anschließend praktisch ins Unterzuckertal gestürzt.
Wenn Du passend gespritzt hast, ist Dein BZ nicht so hoch angestiegen und anschließend auch nicht so tief gesunken.
Sagt mir, dass Du mit passend Insulin weniger Unterzuckerung(en) erlebst als ohne Insulin, oder?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 05.11.2018 11:39:46 | IP (Hash): 1843283752
chrissi41 schrieb:
Das ist wohl etwas falsch rüber gekommen. Ich bin schon bereit, Insulin zu spritzen, natürlich wäre mir ohne lieber....
Ich habe es früher oft so gehalten, dass ich bei z.B. Kuchen direkt vor dem Essen gespritzt habe, dann ging der Zucker gar nicht so hoch und fiel dann auch nicht so stark wieder ab.
Aber das Risiko der Unterzuckerungen ist eben leider noch größer....
Gestern hatte ich 2 Stunden nach einem Stück Sahnetorte einen BZ von 247, nach 4 Stunden lag er dann plötzlich bei 49!
Die Sahne bremst natürlich den BZ-Anstieg und der kommt aber irgendwann mit Sicherheit zum Tragen.
Ich kenne Unterzuckerungen sehr gut, besonders solche, die in der Nacht auftreten. Ich wache allerdings immer auf und trinke dann ein Glas Cola. Das empfinde ich als weniger unangenehm als das Essen von Traubenzucker. Ich schlafe dann sofort wieder ein und mein BZ ist morgens im normalen Bereich.
Tagsüber kommt es auch zu UZ, aber dann spüre ich, daß eine kommen wird und kann etwas dagegen unternehmen, deshalb habe ich keine Angst vor Unterzuckerungen. Die sind bei Insulin natürlich nicht auszuschließen.
Spürst du bei dir diese Unterzuckerungen? Wenn nicht, dann gibt es meines Wissens Möglichkeiten, diese Wahrnehmung zu erlernen und das gibt Sicherheit. -
am 06.11.2018 21:54:19 | IP (Hash): 902729317
Dann würde ich vorschlagen, den Arzt zu wechseln. Habe ich selbst vor etlichen Jahren gemacht. Wobei ich schon damals spritzen musste, war mein Hausarzt zu geizig und mein Diabetologie empfahl mir einen neuen.
Ich empfinde es als unverantwortlich, wenn Ärzte wegen dem kurzfristigen "Spareffekt" Folgekosten provozieren, die viel höher sind, als die vermeintliche Einsparung.
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 07.11.2018 11:55:06 | IP (Hash): 228848675
Gerry01 schrieb:
Dann würde ich vorschlagen, den Arzt zu wechseln. Habe ich selbst vor etlichen Jahren gemacht. Wobei ich schon damals spritzen musste, war mein Hausarzt zu geizig und mein Diabetologie empfahl mir einen neuen.
Ich empfinde es als unverantwortlich, wenn Ärzte wegen dem kurzfristigen "Spareffekt" Folgekosten provozieren, die viel höher sind, als die vermeintliche Einsparung.
Da rennst du bei mir offene Türen ein. Ich bin schon seit langem der Ansicht, daß die ständige Angstmache vor Insulin in erster Linien dem Budget von Ärzten geschuldet ist. Die Behauptungen, die über Insulin gemacht werden, konnte ich nie bestätigen. Im Gegenteil, ich habe abgenommern, weil ich keine Zwischenmahlzeiten mehr brauchte. Gegen UZ kann man sehr viel tun, man muß sich halt einige Zeit mit diesem Problem beschäftigen, dann kann man das sehr gut in den Griff kriegen. Selbstbeobachtung ist das A und O bei Diabetes.
Ich habe lange (fast 20 Jahre lang) nach einem guten Diabetesarzt gesucht, letztendlich hat sich das gelohnt, denn ich habe einen gefunden, mit dem ich sehr gut reden kann und der keine Probleme damit hat, mir das zu verschreiben was ich brauche.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 07.11.2018 18:43:29 | IP (Hash): 1849978488
chrissi41 schrieb:
Ich bin eigentlich froh, dass ich momentan kein Insulin spritze, da ich da dann noch mehr in die Regulation des Körpers eingreife. Andererseits funktioniert die ja sowieso nicht mehr...
Aber die Schwankungen sind schon auch blöd und immer Stress für den Körper.
Ich habe die starken BZ-Schwankungen vermutlich durch meine Autoimmunerkrankungen/Polyglanduläres Autoimmunsyndrom, mein Darm arbeitet auch nicht so normal (habe ein Stoma) und vermutlich ein Dumping-Syndrom.
Hallo Chrissi,
deine zusätzlichen Erkrankungen sind schon recht heftig
https://deximed.de/home/b/endokrinologie-stoffwechsel/patienteninformationen/nebennieren/polyglandulaeres-autoimmunsyndrom-pas/
https://www.netdoktor.de/symptome/dumping-syndrom/
Beim 1. wird ein Zusammenhang mit Diabetes Typ 1 beschrieben, damit wärst du auf alle Fälle Insulinpflichtig.
Beim 2. wird von sehr schneller bzw. langsamer Magenentleerung gesprochen, was die Sache bzgl. BZ-Einstellung/Einschätzung nicht einfacher macht.
Die hier beschriebenen Ernährungsregeln sind dem zu Diabetes sehr ähnlich.
Also die Sahnetorte dann besser weglassen.
Ist jedenfalls so meine Devise.
Habe lieber Essen und Insulin angepasst an verminderter Verdauungsleistung (schon ab Magen) und Laktoseintoleranz.
Abgesehen davon, werden die Blutzuckerwerte vom Diabetologen ganz stur als Einzelrisiko eingeschätzt, muss man dann irgendwie hinkriegen.
Deine 250 mg/dl sind jedenfalls zu hoch - oberhalb der Nierenschwelle.
Und 50 mg/dl sind schon Unterzucker, aber nicht so dramatisch, wie teilweise eingeredet wird.
Vielleicht überlegst du dir, doch wieder Insulin zu spritzen.
Können auch nur kleine Mengen sein. Ich selber habe vom Arzt 1/2-Schritt-Pens erhalten.
Im Zweifelsfall Insulinmenge abrunden, um Hypos vorzubeugen bzw. genügend Puffer zu tiefen Werten zu haben.
~
Meine, daß das Verschreiben nicht unbedingt ein Problem der Ärzte ist, sondern die Kostenübernahme der Krankenkassen.
Könnte aber gut sein, daß die eigene Krankenkasse trotz Pauschalannahme (des Arztes) dennoch die Kosten übernehmen könnte.
Das Bewusstsein ist dort auch mittlerweile hin gelangt, Diabetes gut zu behandeln (Hilfsmittel unterstützen), anstatt für Folgeerkrankungen noch mehr Geld auszugeben zu müssen (sorry, leider zynisch).
Erst geziert und dann doch Kosten übernommen wurden für z.B. Insulinanaloga für Erwachsene oder auch Libre-Sensoren.
Zu eigener Krankenkasse Homepage aufrufen und schauen, was die so für Diabetiker an DMPs anbieten
https://www.kvb.de/praxis/alternative-versorgungsformen/dmp/diabetesvereinbarungen/
und ggfs. bei speziellen Fragen per Service-Telefonnummer nachfragen.
Gruß Elfe -
am 08.11.2018 12:21:01 | IP (Hash): 1878263413
Danke, das mit der Krankenkasse werde ich machen!
Ich habe festgestellt, dass ich bei den UZ zuverlässiger mit dem Pieksen messe, denn der FreeStyle Libre hinkt hinterher. Leider hatte ich die letzten Nächte immer ziemlich niedrige Werte, einmal 47 mg/dl, einmal 58 mg/dl.
Dafür geht er aber tagsüber auch immer über 200 mg/dl.
Klar, die Sahnetorte oder auch sonst der Kuchen ist natürlich nicht unbedingt gut.....auch sonst habe ich versucht, abends keine schnellen KH mehr zu mir zu nehmen, also gestern abend nur Tomatensalat, wenig Kartoffeln und Schnitzel. Trotzdem bin ich nachts in die UZ gerutscht.....
Bei mir liegt es eben auch an den Hormonen, an Kortison und der Schilddrüse. Das müsste erstmal richtig eingestellt werden. Ich arbeite noch dran..... -
am 08.11.2018 14:10:07 | IP (Hash): 746089708
Für das Leben ohne BZ-senkende Mittel gilt 50 mg/dl als Grenzwert zum Unterzucker.
Für die Behandlung mit BZ-senkenden Mitteln gilt ab 70 für etwas mehr Puffer und weil die meisten Betroffenen 24/7 sehr viel höheren als normalen BZ haben und deswegen schon im unteren Normalbereich, manche schon ab 90, Unterzuckerbeschwerden beobachten.
Ernsthafte Ausfälle gibt es generell erst unter 30 und vorübergehend Lichtaus meistens erst unter 20. Unter 20mg/dl habe ich noch nirgendwo ohne BZ-senkende Mittel gefunden.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.