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Beinamputation steht bevor

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 12.11.2018
    am 12.11.2018 23:26:48 | IP (Hash): 903125164
    Hallo liebes Forum,

    ich (w, 44 jahre alt, übergewichtig) hatte vor 10 Jahren den ersten Gefäßverschluß im rechten Bein. Während des Krankenaufenhalts damals wurde festgestellt, daß ich Diabetes Typ 2 habe. Nachdem ich damals gut 5 Jahre nicht beim Arzt war, weiß ich nicht, wie lange ich vorher schon Diabetikerin war.
    Ich wurde zunächst mit Tabletten behandelt und spritze seit rund 3 Jahren zusätzlich Insulin. Die Werte hatte ich leider nicht immer im Griff gehabt.

    Die Durchblutungssituation in meinem rechten Bein hat sich kontinuierlich verschlechtert und ich habe immer weider Gefäßverschlüsse gehabt. Von drei Schlagadern ist nur noch eine halbwegs durchgängig und auch schon angegriffen. Leider sind die Gefäßverschlüsse auf lange Strecken in unterschiedlicher Höhe, so daß ich nach mehreren Gefäßoperationen jetzt austherapiert bin. Die Schmerzen kann ich nur mit Schmerzmitteln (Tilidin, Lyrica, Tramadol) ertragen.

    Beim letzten Krankenhausaufenthalt wurde mir nahegelegt, mir das Bein oberhalb des Knies abnehmen zu lassen, in der Hoffnung, die Schmerzen los zu sein. Wenn sich die Durchblutung weiter verschlechtert, womit ich rechnen muß, wird eine Amputation sowieso auf mich zukommen.

    Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich habe tierische Angst vor der Amputation und dem was danach kommt, und ich habe die bittere Wahrheit, daß mir nichts anderes übrig bleiben wird.

    Liebe Grüße,
    Anne

    P.S.: Ich bin in einem Krankenhaus mit Gefäßchirurgie und Diabetologie in Behandlung.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8853
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 13.11.2018 08:48:00 | IP (Hash): 1546975480
    Was sollen wir da schreiben? Hokuspokus funktioniert nicht wirklich :(

    Klar hätte ich auch Angst vorm Abschneiden. Ab ist schließlich ab. Aber wenn da eh kein Weg dran vorbei geht und wenn die Beschwerden schon jetzt praktisch unerträglich sind und jeden Tag noch unerträglicher werden, würde ich mich möglichst bald davon trennen wollen.

    Der klausdn in https://www.onmeda.de/forum/diabetes hat schon ein paar Jahre hinter sich, was Du da gerade vor Dir hast, und kann Dir sicher mehr dazu schreiben, als wir alle hier zusammen. Daumendrück

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 13.11.2018 18:07:08 | IP (Hash): 452780156
    Hallo Anne,
    eine Amputation ist eine sehr schwierige Entscheidung.
    Unbedingt eine zweite oder sogar dritte Fachärztliche Begutachtung einholen !

    Habe aktuell im direkten Umfeld einen ähnlichen Fall.
    Auch Typ 2, BZ eigentlich ganz gut, trotzdem Gefäßverschlüsse.
    Da wurden Gefäße aus den Armen in Beine verpflanzt, für bessere Durchblutung.
    Hat so einigermaßen geklappt, daß mit Spezialschuhen, ohne Zehen, wenigstens zeitweises Gehen möglich ist.

    Bei Amputation ist nicht nur die Unbeweglichkeit ein Problem, sondern auch ev. auftretende Phantomschmerzen.
    Dann schmerzt das Bein, obwohl gar nicht mehr da.
    Kenne dieses nur aufgrund einer Kriegsverletzung eines Angehörigen.
    Die Medizin war damals noch nicht so weit bzgl. Schmerzbehandlung, ist augenscheinlich auch nach Jahrzehnten nicht viel weiter.
    https://flexikon.doccheck.com/de/Phantomschmerz

    Alles Gute !