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Zucker im urin - Kind erkrankt
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am 13.12.2018 07:53:43 | IP (Hash): 1987658099
Hallo, ich hab da mal ne Frage an alle Mütter, deren Kinder an Diabetes Typ 1 erkrankt sind... Ich hatte in der ersten Schwangerschaft fast immer Zucker im Urin, die Zuckerbluttests waren aber unauffällig... Jetzt bin ich wieder schwanger mit den selben Ergebnissen. Ich befürchte einen Zusammenhang zur Erkrankung meines Sohnes und habe nun Angst, dass auch das zweite Kind erkranken könnte. Hattet ihr auch Zucker im Urin? Freue mich über jede Antwort, danke... -
am 13.12.2018 09:20:25 | IP (Hash): 234962149
Gratuliere zum Start eines weiteren Familienprojektes! Zeitlich näher dran als die meisten hier sind die Eltern auf diabeteskids.de.
Als Opa denke ich, dass so ein Zusammenhang vor 30 und mehr Jahren lockerer als heute aufgefallen wäre, weil da halt der Urintest voll Standard war. Und dann denke ich, dass Dein Gyn Dich wenigstens auf die Möglichkeit so eines Zusammenhangs hinweisen würde, wenn es so eine Vermutung gäbe.
Aber ich gebe zu bedenken:
T1 ist eine Fehlfunktion des Pankreas. Mit Deinen Test stellst Du bei Dir bei voll funktionierendem Pankreas (Blutzucker in Ordnung) eine auffällige Funktion der NIeren fest: Die herabsetzung der Schwelle über der sie die Glukose nicht mehr in den Kreislauf zurück geben, sondern in die Blase entsorgen. Dafür gibt es auch ne Menge Beobachtungen, wie Du hier sehen kannst https://www.diabetes-ratgeber.net/Niere/Nierenschwelle-27458.html
Und ich bin mir sicher, dass da längst ein Zusammenhang zum nachfolgenden T1 des Kindes aufgedeckt worden wäre, wenn es den gäbe. Trotzdem sprich getrost auch mal mit der ärztlichen Fachkraft Deines Vertrauens darüber, denn Deinem Kind hilft jetzt am meisten, wenn Du nicht schon vor seinem Stapellauf Panik schiebst. Daumendrück :)
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 13.12.2018 16:25:41 | IP (Hash): 1651450962
hjt_Jürgen schrieb:
T1 ist eine Fehlfunktion des Pankreas. Mit Deinen Test stellst Du bei Dir bei voll funktionierendem Pankreas (Blutzucker in Ordnung) eine auffällige Funktion der NIeren fest
T1 ist KEINE Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse.
Sondern ist eine Autoimmunkrankheit, wobei das eigene Immunsystem die eigenen insulinbildenden Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört.
Das daraufhin fehlende Eigeninsulin muss dann von außen zugegeben werden, um den Blutzucker in die Körperzellen einschleusen zu können.
Ansonsten wird der Zucker ab der Nierenschwelle ca. 180 mg/ml über den Urin ausgeschieden auch Urinteststreifen reagieren erst bei dieser Menge, Bestimmung ist also viel zu ungenau.
Die verschiedenen Diabetestypen zeigen sich alle in hohen Blutzuckerwerten.
Die Ursache ist jedoch völlig unterschiedlich.
Cali, du bist selbst nicht Diabetikerin und wurdest auch nicht per Schwangerschaftsdiabetes behandelt.
Obwohl du das mit deinem Gynäkologen mal ansprechen solltest, grundsätzlich für einen guten Verlauf der Schwangerschaft.
Hat mit dem Typ 1-Risiko für dein Kind aber nichts zu tun.
Selbst die genetische Veranlagung durch Vorfahren spielt bei Typ 1 nur eine geringe Rolle.
https://www.diabetes-ratgeber.net/Diabetes-Typ-1/Autoimmunerkrankung-50670.html
http://www.diabetes-deutschland.de/typ1diabetes.html
https://www.limbachgruppe.com/fuer-aerzte/alle-informationen/gestationsdiabetes/ -
am 13.12.2018 17:26:02 | IP (Hash): 559294563
Elfe schrieb:
T1 ist KEINE Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse. Sondern ist eine Autoimmunkrankheit, wobei das eigene Immunsystem die eigenen insulinbildenden Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört.
... woraus sich eine Fehlfunktion der BSD ergibt - die kann dann nämlich kein Insulin mehr ausgeben. Die so entstandene Krankheit nennt man dann auf der ganzen Welt Diabetes Typ 1.
Bearbeitet von User am 13.12.2018 18:19:05. Grund: . -
Elfe
Rang: Gastam 13.12.2018 17:56:05 | IP (Hash): 1651450962
Vollkommen überflüssiger Kommentar!
'Fehlfunktion' ist ein übergeordneter Begriff, Grund bzw. Ursache lässt sich wesentlich genauer definieren.
Warum das Immunsystem überschießt, ist da die Frage.
Zeigt sich nicht nur durch Anstieg von Typ 1, sondern auch in anderen Bereichen wie z.B. in Zunahme von Allergien. Umweltbedingungen der heutigen Lebensumstände werden da diskutiert. -
am 13.12.2018 19:19:26 | IP (Hash): 234962149
Ich glaub schon, dass ne Mutter von nem T1 Kind die Autoimmungeschichte nicht zum tausendundeinsten mal lesen muss, und dass es HIER nur darauf ankam, zur Beruhigung darzustellen, dass der Zucker im Urin keine Pankreasangelegenheit ist, sondern durch ne gesunkene Nierenschwelle ne Nierenangelegenheit, und wahrscheinlich sogar für viele Frauen in der Schwangerschaft ne normale.
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
am 13.12.2018 23:17:32 | IP (Hash): 559294563
Elfe schrieb:
Vollkommen überflüssiger Kommentar!
Sorry, ich halte deine Versuch, Jürgen zu korrigieren, für vollkommen überflüssig - zumal deine "Korrektur" (siehe oben) auch noch sachlich falsch ist. -
Elfe
Rang: Gastam 14.12.2018 16:22:11 | IP (Hash): 1651450962
hjt_Jürgen schrieb:
Ich glaub schon, dass ne Mutter von nem T1 Kind die Autoimmungeschichte nicht zum tausendundeinsten mal lesen muss, und dass es HIER nur darauf ankam, zur Beruhigung darzustellen, dass der Zucker im Urin keine Pankreasangelegenheit ist, sondern durch ne gesunkene Nierenschwelle ne Nierenangelegenheit, und wahrscheinlich sogar für viele Frauen in der Schwangerschaft ne normale.
@Jürgen
Glaubst du wirklich, daß ihr das so klar ist ?
Mir jedenfalls nicht so eindeutig, habe ihr deshalb die mehreren Links angegeben.
Bestürzt hat mich, daß der Zucker im Urin bei ihr nur mit Urinteststreifen bestimmt wird - ab ca. 160 - 180 mg/dl funktionieren die erst.
Noch nicht mal ein Handmessgerät wurde in der Praxis angewendet.
Was an Werten im Blut bestimmt wurde, wissen wir nicht, wurde nicht beschrieben.
Auf jeden Fall sollen BZ-Werte in der Schwangerschaft weit niedriger liegen.
Zu messen zuhause mit einem eigenen Blutzuckermessgerät.
https://diabetesinformationsdienst.de/behandlungsmoeglichkeiten-des-schwangerschaftsdiabetes/
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 14.12.2018 16:26:07. Grund: Korrektur Schreibfehler -
am 14.12.2018 19:09:43 | IP (Hash): 348792317
Elfe schrieb:
Bestürzt hat mich, daß der Zucker im Urin bei ihr nur mit Urinteststreifen bestimmt wird - ab ca. 160 - 180 mg/dl funktionieren die erst.
Die Urintest richten sich ausschließlich nach der Glukose im Urin. Hatte mal jemanden in der Selbsthilfegruppe mit ner krankhaft niedrigen Nierenschwelle bei um 50mg/dl im Blut. Bei 90-100mg/dl mit X Gläsern Cola konnte der jeden Urinteststreifen zutiefst einfärben.
Was Du da verlinkt hast, bezieht sich auf die Standardnierenschwelle bei 180mg/dl UND normaler Flüssikeitsaufnahme um 2 Liter am Tag.
Was dabei dann ne erste Verfärbung anzeigt, kann bei 4 Litern am Tag und GLEICHEM BZ-Verlauf schon keine Glukose mehr anzeigen, weil die selbe Glukosemenge in der doppelten Pipimenge unter der Reaktionsschwelle vom Pipistreifen bleibt.
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 16.12.2018 01:51:19 | IP (Hash): 1651450962
@Jürgen
Ein Papierteststreifen reagiert lediglich auf einen bestimmten Indikator - Urinteststreifen auf Zucker (gibt auch andere) eben nur auf Glukose: Ja oder Nein
Rückschlüsse, warum/wieso ist eine weitere Frage.
Deine Vermutung bzw. Interpretation:
Herabsetzung der Nierenschwelle auf 50 mg/dl ~ 'krankhaft' oder ev. so eine Zuckerausscheidungspille beim 2er-Kumpel
https://www.diabetes-ratgeber.net/Medikamente/Medikamente-gegen-Typ-2-Diabetes-SGLT-2-Hemmer-213575.html
Urinteststreifenbestimmung könntest du vor Ort so einigermaßen gegenmessen mit deinem Blutzuckermesshandgerät statt Hörensagen.
Trinkmenge 2 oder 4 l spielt dabei keine Rolle, ein Mensch ist nicht wirklich genau definiert als Gefäß/Motor/Versuchsanordnung'.
Urinteststreifen auf Zucker bei Calis Frage ist jedenfalls besonders zu beantworten - hoffentlich von ihr gelesen mit den Links. -
am 16.12.2018 09:43:50 | IP (Hash): 1248232204
Elfe schrieb:
Rückschlüsse, warum/wieso ist eine weitere Frage.
Deine Vermutung bzw. Interpretation:
Herabsetzung der Nierenschwelle auf 50 mg/dl ~ 'krankhaft' oder ev. so eine Zuckerausscheidungspille beim 2er-Kumpel
Hallo Cali,
ich hoffe, dass du diese überflüssigen Beiträge alle nicht mehr liest und dich unterdessen anders schlau gemacht hast. Die Vermutung, du würdest einfach Pillen von anderen einnehmen, und das sogar noch in der SS, ist so haaarsträubend, dass man nur noch den Kopf schütteln kann.
Die Lösung hat Jürgen dir übrigens bereits im Link in seinem ersten Beitrag angeboten: in der SS ist die Nierenschwelle oft deutlich herabgesetzt. Durch googeln findest du etliche Beiträge, die dir das bestätigen. Sehr schön findest du es hier in diesem Interview mit einer Diabetologin:
"Unter der Schwangerschaft ist diese Nierenschwelle oft deutlich herabgesetzt, und der Harnzucker ist dann unbedenklich."
(Quelle: https://www.diabsite.de/infos/experten/interviews/000731-semmler.html, etwa in der Mitte des Interviews)
Alles Gute für dich und dein Baby, Rainer -
Elfe
Rang: Gastam 17.12.2018 03:15:51 | IP (Hash): 1651450962
Wie fasse ich nun meine Empörung der Netiquette entsprechend in Worte °~°
Natürlich habe ich Cali NICHT unterstellt, daß sie eine Zuckerausscheidungspille einnimmt.
Impliziert schon Ausgangsfrage: Zucker im Urin in der Schwangerschaft und Angst in Bezug auf Diabetes Typ 1-Risiko, wie ihr erstes Kind daran erkrankt ist (habe dazu Links angegeben).
Die Antwort war an Jürgen, der aus seiner 2er Selbsthilfegruppe berichtet hat.
Jürgen hat - noch ? - nicht geantwortet, bestimmt am Advent wohl besseres innerhalb der Familie zu erleben.
Auf jeden Fall ist in einer Schwangerschaft Glukosebestimmung nur per Urinstreifen vollkommen unzureichend - dafür gibt es etliche Quellen im Netz zu finden.
Z.B. Zitate aus 20 Seiten umfassendes PDF-Dokument
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=2&ved=2ahUKEwjPh53UyqXfAhWGtIsKHVHiBRUQFjABegQICRAC&url=http%3A%2F%2Fwww.menariniDiagnostics.at%2Fcontent%2Fdownload%2F8162%2F42971%2Ffile%2FSchwangerschaftsdiabetes.pdf&usg=AOvVaw3Ahgz58Sgx9dT2ZiW23sEx
"Während der Schwangerschaft ändert sich die Nierenschwelle für Glukose. Bei den meisten Schwangerschaften ist deshalb bereits bei normalen Blutzuckerwerten eine Glukosurie nachweisbar. Aus diesem Grunde hat die Harnzuckerbestimmung während der Schwangerschaft keine diagnostische
Bedeutung für die Entdeckung eines Diabetes"
"Nach neuesten Untersuchungen lässt sich ein Schwangerschaftsdiabetes bei über 10% aller Schwangeren diagnostizieren. Aus diesem Grunde empfehlen die Fachgesellschaften eine generelle Vorsorgeuntersuchung, eine sog. Screening-Untersuchung, zur Entdeckung eines Schwangerschaftsdiabetes mittels einer aussagefähigen Blutzuckerbestimmung bei allen Schwangeren."
"Wie sollte der Blutzucker gemessen werden?
Der Blutzucker sollte morgens nüchtern und vor den Hauptmahlzeiten unter 90/95 mg/dl liegen. Nach der Mahlzeit steigt der Blutzucker gewöhnlich an. Er sollte aber eine Stunde nach dem Essen einen Wert von 140 mg/dl und zwei Stunden danach 120 mg/dl nicht überschreiten"
~
Wie kann man den übereifrigen 'Rainer', in mehreren Foren angemeldet, durchschauen ?
https://www.lchf.de/rainer-alias-rainer
Pech, so große Fußstapfen im Netz zu hinterlassen, daß selbst IT-Laien das nachverfolgen können.
Definitiv männlich, kann gar nicht schwanger werden.
Weiß noch nicht mal, welcher Typ Diabetiker er ist, Mody nur Vermutung - auch da gibt's Unterschiede.
Ist nur ein LCHF-Promoter, sonst nix.
Kann bei ihm persönlich ja durchaus funktionieren, für andere aber eben auch nicht.
Hat ev. irgendwie ein psychisches Problem: Reales Leben ist leer und sammelt stattdessen 'Dankeschöns'/'Daumen hoch' ???
Vieles, was er postet, ist eindeutig nur aufgrund von www. Selbst zu sinnvoller Suche sind da Lücken.
Ist stolzer Anwender von nur LCHF und Lantus als Basalinsulin, kein vermeintliches Allheilmittel.
Dennoch ständige Einmischung in Anwendung von Mahlzeiteninsulin und Tablettenerklärer, die der definitiv nicht selber nutzt und auch noch Schwangerschafts-Ratgeber (:-(
@Rainer
Du kannst mir jedenfalls nichts vormachen und hänge dir an der Backe, wenn du mal wieder so betulich angebliches Wissen verbreitest !
Bearbeitet von User am 17.12.2018 03:45:46. Grund: + -