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Evtl. bin ich auch eine Neue
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am 07.02.2019 16:56:27 | IP (Hash): 459879272
Tamiki schrieb:
Bei meiner Umstellung der Ernährung ist mir beim Gang durch die Märkte erst einmal aufgefallen und bewußt geworden, wo überall völlig sinnslos Zucker zugesetzt wird. [...] Ebenso bei der Wurst. Warum zum Henker ist da Zucker zugesetzt??
Aus dem gleichen Grund, warum in Kuchen- oder Keksteig eine Priese Salz kommt: Runderer Geschmack. Das war schon immer so. In Süßes eine kleine Prise Salz, in Herzhaftes eine kleine Prise Zucker, wenn kein Gemüse dabei war, dass von sich aus etwas Süße mitbrachte. Und gegen ein paar Krümel wäre ja auch nicht wirklich viel einzuwenden, doch dabei bleibt es ja nicht. Leider sind Viele heute bezüglich süßem Geschmack derart abgestumpft, dass sie es gar nicht bemerken, sondern für normal halten. Ich habe vor kurzem mal mehr zufällig ein Stück Hamburger-Brötchen probiert. Himmel, so süß war früher noch nicht einmal der Teig von Rosinenbrötchen. Aber was hilft's. Es wird offenbar gekauft. -
am 07.02.2019 22:29:30 | IP (Hash): 1176515208
Tamiki schrieb:
Ein bisschen kämpfe ich jetzt nach der "Entwarnung" mit meinem inneren Schweinehund, der mir immer wieder zuflüstert: "Siehste, ist gar nicht so wild und du kannst jetzt ruhig wieder futtern etc..." Aber mir ist bewußt, daß ich, wenn ich nicht dranbleibe und wieder in mein altes Verhalten zurückfalle, ich auf dem besten Weg bin, wieder hohe Werte zu bekommen und über kurz oder lang wahrscheinlich zum Typ2-Diabetiker zu werden.
Ich drück dir die Daumen, dass du den Warnschuss im Hinterkopf behältst und deinen bisher erfolgreichen Weg weiter gehst.
Ich habe in Foren schon öfter Leute erlebt, die beim ersten Mal den Diabetes so leicht abgewenden konnten, dass sie den Warnschuss nicht ernst genommen haben. Die Vorstellung, dass es das nächste Mal wieder so einfach geht, stimmt in den meisten Fällen nicht.
Alles Gute, Rainer
Bearbeitet von User am 07.02.2019 22:32:09. Grund: . -
am 08.02.2019 11:20:27 | IP (Hash): 1559597472
Danke, @Rainer.
Ich will den Warnschuss ernst nehmen, denn ich habe echt Bammel davor, daß es mir wie jemandem im Verwandtenkreis geht, wo die Sehkraft extrem gelitten hat und Lesen fast nicht mehr möglich ist.
Von all den anderen Begleiterkrankungen wie hohem Blutdruck usw. ganz zu schweigen.
Der Arzt sagte mir ja leider auch, daß die Blutfettwerte bzw. Cholesterin bei mir zu hoch wären. Dieser "böse" Wert jedenfalls. Er fragte, ob ich viel Fleisch esse. Das tue ich gar nicht. Nur etwas Wurst täglich. Da muss ich mich nun auch mehr am Riemen reißen ;-). Zum Glück habe ich aber noch einen völlig normalen, eher niedrigen Blutdruck.
Nein, nein, ich will keinesfalls unnötig Krankheit riskieren oder provozieren und will auf jeden Fall dranbleiben, wo ich mich doch jetzt schon so langsam an anderes Essverhalten gewöhnt habe. LG
"Man muss das Leben eben nehmen, wie das Leben eben ist." (Muttern) -
am 08.02.2019 11:46:36 | IP (Hash): 1559597472
@Carlos
Daß es doch aber auch ohne geht, im Gegensatz zum Salz, zeigt doch das Beispiel Bio-Vollkornbrot, welches ganz ohne Glucosesirup und dergleichen auskommt. Ich schmecke da keinen entscheidenden Unterschied. Und ich bin da mitunter echt empfindlich.
Ich bin ja in der "Zone" großgeworden. Das Essen dort war um Längen nicht derart verzuckert. Nach der Wende fand ich viele der neuen Lebensmittel, die es nun zu kaufen gab, wie z.B. Nutella, Milka, Eissorten wie Magnum extrem widerlich, weil es für mich viel zu süß war - ebenso viele Bäckerei-Produkte. Nach dreißig Jahren Bombardement mit solchen Lebensmitteln hatte sich mein Gaumen allerdings auch daran leider etwas gewöhnt, so daß ich diese Sachen in den letzten Jahren teilweise sogar gegessen habe.
Du hast vollkommen recht, gegen ein paar Krümel, die es oftmals wirklich schon tun würden, wäre wirklich gar nichts einzuwenden. Aber wenn ich mir viele Zutaten-Listen anschaue, steht der Zucker da oft an erster Stelle oder sehr weit oben - und wenn der Zucker an erster Stelle steht, bedeutet das ja nichts anderes, als das der Hauptbestandteil des Produktes der blanke Zucker oder gar Glucose-Fructose-Sirup ist. Bei Süßkram war mir, und vielen anderen Verbraucher wahrscheinlich auch, der hohe Zuckeranteil immer relativ bewußt, aber dass man mittlerweile kaum noch ein auch nur annähernd verarbeitetes Lebensmittel findet, dem kein Zucker zugesetzt wurde, war mir so nicht bewußt. Koche ich einen Eintopf oder ähnliches, gebe ich da nie Zucker hinzu und vermisse das auch auf keinen Fall in so einem Gericht; kaufe ich das als Tiefkühl- oder anderes Fertigprodukt, ist da aber so gut wie überall in irgendeiner Art Zucker/Glucose/Dextrose.... zugesetzt. Mir ist das absolut unverständlich. Das kommt schon einer Mästung gleich ;-)
"Man muss das Leben eben nehmen, wie das Leben eben ist." (Muttern)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 09.02.2019 08:10:54 | IP (Hash): 1709557935
Tamiki schrieb:
Koche ich einen Eintopf oder ähnliches, gebe ich da nie Zucker hinzu und vermisse das auch auf keinen Fall in so einem Gericht
Ich nehme mal an, wenn du eine gelbe Rübe oder eine Cherrytomate isst, dann bemerkst du, dass die durchaus süße Geschmacksanteile haben. Wer aber an das Industriefutter gewöhnt ist und für den Zuckerkick im Hirn die Vollmilchschokolade mit Cola runterspülen muss, dem erzähl mal, eine gelbe Rübe oder eine reife Tomate habe auch Süße. Viel mehr als verständnislose Blicke wird es da nicht geben.
Wenn ein Eintopf gut gekocht wurde, brauchts ,wie du schreibst, dafür auch keinen Zucker. Nicht mal die "akzeptablen" paar Krümel. Denn viele Gemüse wie z. B. eben Zwiebeln, gelbe Rüben oder Lauch, von denen in fast allen klassischen Eintöpfen etwas drin ist, bringen das nötige Quäntchen "Süße als Gewürz" von Natur aus mit. Da muss nun wirklich keiner mehr Nachhelfen.
Und da es gerade so schön passt: Ich habe in diesem Winter mal das Tütenrotkraut eines Discounters probiert. Hätte man da das Salz weg gelassen und die Gewürze mehr Richtung Vanillin verschoben, hätte das locker als Dessert durchgehen können. Was mich aber etwas erschreckt hat: Die ersten paar Bissen haben mir sogar geschmeckt. -
am 09.02.2019 09:47:10 | IP (Hash): 294175566
Hatten gestern aus ner vergessenen hinteren Ecke ein überfälliges Glas Rotkraut. War noch voll in Ordnung und hat mich mit dem ersten Bissen dran erinnert, dass unsere Kinder als Kinder kein frisches aus meiner Produktion gemocht hatten, sondern nur "glasiges".
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
am 09.02.2019 17:48:17 | IP (Hash): 1896373424
Tamiki schrieb:
... Der Arzt sagte mir ja leider auch, daß die Blutfettwerte bzw. Cholesterin bei mir zu hoch wären. Dieser "böse" Wert jedenfalls. Er fragte, ob ich viel Fleisch esse. Das tue ich gar nicht. Nur etwas Wurst täglich....
Verzeih, dass ich hier in dieses Thema einhake. Ich habe nun mehrfach gelesen, dass sich die Blutfette bei LowCarb-Ernährung und dadurch besseren Blutzuckerwerten automatisch normalisieren sollen und die Blutfette wenig mit der Aufnahme von Fett in der Nahrung zu tun haben.
Das klingt hier wieder ganz anders und macht mich gerade nachdenklich. Seit meiner Diagnose esse ich keinen Zucker und kaum Kohlehydrate. Ich esse jetzt keine Schweinehaxen, fetten Braten oder fette Würste (schon allein weil ich Gewicht verlieren möchte) aber insgesamt seit der Ernährungsumstellung fast mehr Fleisch und Fisch als davor (insbesondere Hühnerbrust oder auch mal ein Rindersteak). Gerne auch mal Quark (20% Fett - nicht mager) mit Beeren. Ist das bedenklich in Bezug auf die Triglyceride? Nicht dass meine Werte bis zur nächsten Kontrolle noch schlechter werden? -
am 09.02.2019 18:18:30 | IP (Hash): 563095829
Viola82 schrieb:
... aber insgesamt seit der Ernährungsumstellung fast mehr Fleisch und Fisch als davor (insbesondere Hühnerbrust oder auch mal ein Rindersteak). Gerne auch mal Quark (20% Fett - nicht mager) mit Beeren. Ist das bedenklich in Bezug auf die Triglyceride?
Nein auf gar keinen Fall. Deine Triglyceride werden mit weniger KH und mehr Fett (egal welcher Qualität) mit ziemlicher Sicherheit sinken und dein HDL-Cholesterin wird steigen. Damit hast du auf jeden Fall eine Verbesserung bei den TG und eine Verbesserung beim LDL-/HDL-Verhältnis.
Eventuell steigt auch dein LDL-Choleseterin ein beisschen an, was aber bei der Verbesserung des LDL-/HDL-Verhältnisses kein Problem ist. Wenn das bei dir der Fall ist und das deinem Doc nicht gefällt, dann frage am besten noch mal nach. Ich kann dir dann mehrere hilfreiche Links zusammenstellen, anhand von denen du dich selbst davon üerzeugen kannst.
Eines ist noch zu beachten: Bei so einer Ernährungsumstellung dauert es mehrere Wochen, bis sich die Lipide neu eingestellt haben. Die Empfehlung lautet deshalb, dass man bis zur ersten Neubestimmung der Werte nach so einer Ernährungsumstellung ca. 3 Monate abwarten soll.
Alles Gute, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 09.02.2019 18:19:59. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 09.02.2019 21:05:56 | IP (Hash): 1896373424
Danke Rainer, es ist nicht der Arzt der mich stutzig gemacht hat, sondern der Beitrag oben. Über Fett hat mein Arzt überhaupt nicht gesprochen. Ich hab mich hier im Forum, im LOGI-Forum und sonst im Internet informiert und für mich folgende Maßnahmen beschlossen: keinen Zucker, kein Brot/Mehl/Kartoffeln/Reis/etc. und deutlich mehr Bewegung (2x pro Woche Kraftsport im Rehasportzentrum und täglich ca. 5km zügiges Gehen);
Der Arzt ist mit der Entwicklung der Werte bisher (bis auf das Problem das ich diese Woche habe, siehe anderer Thread, aber davon weiß der Arzt ja noch nichts) sehr zufrieden und meinte ich würde alles richtig machen. Wie gesagt über Fette haben wir quasi gar nicht gesprochen.
Was die Kontrolle der Werte betrifft meinte er auch nur es mache keinen Sinn vor in ca. nem Vierteljahr ein neues Blutbild erstellen zu lassen.
Ich lese natürlich immer noch viel im Internet und bin gestern über einen Arzt gestolpert, der eine nahezu fettfreie und vegane Ernährung anpreist und dies als einzigen Weg zur Verbesserung eines Diabetes erachtet. Wenn man das liest, und danach den Kommentar oben (...Arzt, der hinter den schlechten Blutfetten einen hohen Fleischkonsum vermutet), dann wird man (ich) doch auch wieder stutzig. Es ist ja doch alles irgendwie Neuland für mich und ich möchte eigentlich nur alles richtig machen. -
am 09.02.2019 21:49:18 | IP (Hash): 294175566
Habe selbst wenigstens 10 Jahre LC gelebt und dann noch mal 3 LCHF und mir in der Zeit sowohl praktisch völlig gesunden BZ gemacht mit HBA1c 5,5 und besser und völlig gesunde sonstige Blutwerte. Für die 3 Jahre LCHF hatte ich zudem abgespeckt und damit meinen Insulinbedarf erheblich reduziert.
Während der ganzen Zeit waren alle Werte, auch Blutdruck und Blutfette, voll im grünen Bereich. Dann hab ich Dr. Neil Barnads Rezept ausprobiert, nach dem die Energieversorgung statt wie vorher aus Fett aus KHs ausprobiert, eigentlich weil ich's widerlegen wollte. Mach ich seit gut 2 Jahren, nicht nur mit allen Werten wie vorher im voll grünen Bereich, sondern auch mit wider allen Erwartens mit nicht mehr Insulin, als vorher.
Interessant finde ich vor dem Hintergrund dieser über die Jahre sehr engmaschig begleiteten Erfahrung, dass die theoretischen Begründungen für jeden der beiden Ansätze das Funktionieren des anderen kathegorisch ausschließen - und damit praktisch halt schlicht völlig an der Wirklichkeit vorbei gedacht sein müssen ;)
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)