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Diabetes Schwangerschaft

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    am 07.02.2019 10:36:41 | IP (Hash): 1047466537
    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier, da ich gerade irgendwie nach ner Lösung für mein Problem suche. Ich bin im Grunde so ein komischer Diabetes-Typ. Nicht übergewichtig, keine typischen Anzeichen, nur etwas zu hohe Werte. Damals dann die Diagnose Typ 2. Hatte es mit Metformin aber sehr gut im Griff. Bin nun aber schwanger. Metformin verboten. Man hat es bis zu der 20. Woche so im Griff gehabt. Ist aber mit meinen Werten nicht ganz soooo streng. Nun wollen Sie, dass der nüchtern auf unter 92 geht. Das schaffe ich natürlich so nicht. Dafür spritze ich mir nun abends levemir. Hatte davor Lantus und hatte üble Nebenwirkungen, so dass ich froh bin, dass ich Levemir vertrage und möchte auch nichts Neues mehr testen. Ich hab Angst davor. Spritze abends nun 4 Einheiten. Gehe ins Bett mit einem Zucker zwischen 120 und 140. Morgens um vier ist er bei 103 - Hoffnung, dass es dann gegen halb sieben ein top wert ist. Nix da. Er liegt dann bei 115. An was liegt das? Kriege ich das irgendwie hin, dass der Wert weiter sinkt und morgens dann gut ist? hab auch schon versucht später zu spritzen, aber 21 Uhr war bis dato das Beste. Wenn das zwischen 4 und 6 Uhr nicht wäre :-(
    Es macht mich traurig gerade und es schlaucht mich. Ich möchte mal wieder einen etwas normalen Tag haben und mich auf die Schwangerschaft einlassen. Der nicht erfüllte Nüchternwert schlaucht mich dann.
    Habt ihr Erfahrungen oder Tipps??

    Vielen Dank vorab und liebe Grüße
    Sarah
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    am 07.02.2019 11:36:14 | IP (Hash): 14562200
    Hallo Sarah,

    abends die 120 ... 140 sind in der SS, falls sie nicht kurz nach dem Essen sind, zu hoch. Da kann am Morgen kein Wert unter 92 rauskommen.

    Das Levimir wirkt nicht über 24 Stunden. Rede mal mit deiner Ärztin darüber, dass du evtl. zweimal Levimir spritzt, damit auch abends noch Basalinsulin da ist. Wenn das nicht ausreicht, dann wirst du zusätzlich Mahlzeitnsulin spritzen müssen. Die Zielwerte für die SS sind im Interesse deines Babys mit nüchtern 92 und 1 Stunde nach der Mahlzeit 140 sehr streng und nicht leicht einzhalten.

    Falls du mit deinem Diabetes nicht bei einem Diabetologen in Behandlung bist, dann solltest du das in der SS vielleicht machen. Mit dem zusammen kriegst du auf jeden Fall deinen BZ besser hin. Außerdem kann er wahrscheinlich besser beurteilen, ob du eine besondere Diabetesform hast. Für die SS macht das allerdings (außer bei MODY 2) keinen Unterschied. Da ist sind nur Insuline zugelassen und nicht einmal alle.

    Alles Gute für dich und dein Baby, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 07.02.2019 12:09:38. Grund: .
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    am 07.02.2019 12:02:35 | IP (Hash): 1047466537
    Hallo Rainer,

    danke dir für deine Antwort. Ich bin ganz deiner Meinung, dass die Werte stimmen müssen und dass ich eingestellt werden muss. Ich hoffe einfach nur, dass das Levemir vorerst seine Dienste macht, ohne dass ich noch auf ein Kurzzeitinsulin müsste.
    Wann müsste ich denn Levemir noch spritzen? Morgens gleich und dann einfach abends wieder?
    Das wäre für mich echt ne Option.
    Aber was mich echt noch interessieren würde: Warum sinkt der Wert bis um vier so rapide und geht dann wieder so hoch? Wenn ich dann mit einem weniger hohen Wert ins Bett gehe, umgehe ich das damit dann auch? ich verstehe es halt nicht, dass der Anstieg ab vier wieder ist und dann aber wieder das Abbauen beginnt? Hast du hierfür auch eine Antwort :-)??
    Auf jeden Fall werde ich es in Erwägung ziehen, dass Levemir 2x zu spritzen, um keine so hohen Werte zu bekommen.

    Danke dir nochmal für die Info und Erfahrung. Bin da einfach zu neu.

    Liebe Grüße
    Sarah
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    am 07.02.2019 12:55:14 | IP (Hash): 14562200
    Wie weit sinnkt denn dein BZ nachts um 4 Uhr ab?

    Du musst auf jeden Fall berücksichtigen, dass er nicht zu weit absinkt. Allerdings wäre es kein Problem, wenn er bis 70 oder sogar bis 60 runter geht.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 07.02.2019 12:56:07. Grund: .
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    am 07.02.2019 13:57:00 | IP (Hash): 1252419294
    Er sinkt nur bis auf 103 und dann fängt er plötzlich wieder das steigen an. Er ist dann gegen sechs bei ca 115.
    Das verstehe ich nicht.

    Beste Grüße
    Sarah
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    am 07.02.2019 14:36:27 | IP (Hash): 1331121799
    Erstmal Glückwunsch zum begonnenen Familienprojekt!

    Bei der Dosierung ist ausschließlich Dein BZ wichtig. Wenn dafür mehr Einheiten notwendig sind, brauchst Du dich um Dein Kind nicht zu sorgen, denn das ist von Deinem Kreislauf durch eine sehr wirksame Hormonsperre getrennt.
    Und noch etwas für gegen Sorgen machen: noch vor 20 gut Jahren hat der zuckerfreie Urin das Maß für eine gute Schwangerschafts-Einstellung, also in den Spitzen nicht über 160-180. Und die Statistiken haben seit der Einführung der engeren Messwerte keine nennenswerten zahlenmäßigen Verbesserungen bei Müttern und Kindern gebracht. Also können wenigstens kurzzeitig leicht höhere als die heute vorgeschriebenen Werte nicht wirklich schaden und beunruhigen.

    Vom Abend zur Nacht sinkt der Insulinbedarf auf sein Minimum irgendwo so zwischen Mitternacht und 2 Uhr. Dann fängt er wieder an zu steigen und mit ihm auch der BZ, wenn Insulin aus dem Pen dafür nötig ist. Deswegen dosieren wir Penner unser Lantus oder Levemir am späten Abend so, dass wir z.B. um 1 Uhr um 70 mg/dl messen. Damit bleibt ein bisschen Luft für den Morgenanstieg, das häufig reicht.

    Also mit Ruhe zu Werke gehen und systematisch und immer nur 1 Sache ändern. Wenn der BZ nur bis auf 103 sinkt, brauchst Du mehr Insulin. Also nimmst Du heute 2 Einheiten mehr und schaust in Ruhe(!), was morgen um 6 auf Deiner Anzeige steht. Daumendrück :)

    ----------------------------------------------
    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
  • Elfe

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    am 07.02.2019 17:46:02 | IP (Hash): 1227328848
    Hallo Sarah,

    habe selber auch Levemir seit vielen Jahren in der Anwendung.
    Levemir wirkt wesentlich kürzer als das Lantus.
    Wenn sonst deine Tages-BZ-Werte o.k. sind, brauchst du keine Morgenspritze.

    Der nächtliche Überprüfungszeitpunkt der abendlichen Basal-Dosis ist früher als 4 Uhr, schon um 2 bis 3 Uhr.
    Dann werden in den Körper Gegenhormone zum Insulin abgegeben, die sich mehr oder weniger im Nüchternwert zeigen.

    Die so allgemein übliche Abendspritzzeit für Basalinsulin ist eigentlich so um die 22 Uhr (was mir eigentlich noch zu früh ist).
    Dein Abend-Levemir senkt deinen Schlafengehen-BZ von 140 weiter, was eigentlich nicht sein soll.
    Fragen:
    Wie lange ist deine Mahlzeit her ?
    Blutzucker durchaus noch einmal später zusätzlich vor Zubettgehen messen.
    Levemir ev. ggfs. um 22 Uhr spritzen.
    ~ Ev. Dosis erhöhen mit 0,5 Einheiten, per sogenannten Halbschritt-Pen (habe als bes. insulinempfindlich auch solche vom Arzt bekommen). ~

    Gruß Elfe
    Bearbeitet von User am 07.02.2019 17:50:07. Grund: +
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    am 07.02.2019 19:31:47 | IP (Hash): 1331121799
    Elfe schrieb:
    Dein Abend-Levemir senkt deinen Schlafengehen-BZ von 140 weiter, was eigentlich nicht sein soll.


    In der Spitze nach dem Essen sind in der Schwangerschaft MAXIMAL 140 angesagt, bei manchen Doks nur 120, und der Nüchtern-BZ MUSS morgens und zwischen den Mahlzeiten, also postabsorptiv, fachoffiziell unter 90. Da ist als unteres Ziel 70 dringend angesagt und wenn verträglich, dann auch noch gut 10 darunter.

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    am 07.02.2019 21:53:20 | IP (Hash): 1176515208
    Sarah-Anna1984 schrieb:
    Er sinkt nur bis auf 103 und dann fängt er plötzlich wieder das steigen an. Er ist dann gegen sechs bei ca 115.

    Hallo Sarah,

    dass der BZ am Morgen ansteigt , ist normal. Am Morgen werden Hormone ausgeschüttet, die dafür sorgen, dass wir wach werden. Dadurch wird auch der BZ erhöht. Dein Anstieg von 103 auf 115mg/dl ist relativ moderat, bei so manchem Diabetiker ist der morgendliche BZ-Anstieg stärker.

    Wenn du als tiefsten Wert 80 akzeptierst, dann könnte das mit dem Nüchternwert von 92 ja noch klappen und mit 75 hättest du sogar noch Reserven. Rede mal mit deiner Ärztin, ob du die Levimirdosis vorsichtig steigern darfst, so wie Jürgen es vorgeschlagen hat.

    Alles Gute, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 08.02.2019 23:21:54. Grund: .
  • Elfe

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    am 08.02.2019 16:54:43 | IP (Hash): 1417489925
    hjt_Jürgen schrieb:
    Elfe schrieb:
    Dein Abend-Levemir senkt deinen Schlafengehen-BZ von 140 weiter, was eigentlich nicht sein soll.


    In der Spitze nach dem Essen sind in der Schwangerschaft MAXIMAL 140 angesagt, bei manchen Doks nur 120, und der Nüchtern-BZ MUSS morgens und zwischen den Mahlzeiten, also postabsorptiv, fachoffiziell unter 90. Da ist als unteres Ziel 70 dringend angesagt und wenn verträglich, dann auch noch gut 10 darunter.


    Darum geht's mir nicht, was angeblich in SS so normal ist.
    Sondern was das Levemir eigentlich soll und wie das dosiert werden kann.
    So wie ich das kenne, soll das den Grundstoffwechsel unterstützen und ggfs. den morgendlichen Anstieg durch die 'Wachwerd'horme abfangen.
    Den morgendlichen Anstieg kann ich mittlerweile gut händeln mit nächtlicher 2ter Dosis und sehe das schon am Nüchternwert, ob 's gepasst hat oder nicht.
    - Meine Frage an Sarah lautet deshalb, wann wurde der Nach-Essen-BZ-Wert wirklich gemessen ?
    Ich weiß, der 2 h-Wert wird normalerweise gemessen, aber meine Erfahrung ist, daß durchaus später - je nach Mahlzeitzusammenstellung durchaus noch weitere KHs in Form von BZ angedackelt kommen.
    Da Sarah eigenes Insulin hat, wäre m.E. wichtig zu sehen, was schafft das eigene Insulin noch zur Senkung des BZ aufgrund der Mahlzeit und was muss das gespritzte Levemir leisten.
    Deshalb mein Rat an Sarah
    - ca. mindestens 4 h vor Schlafengehen Abendmahlzeit einnehmen und nochmal BZ messen
    - gegen 2/3 Uhr BZ messen, wenn o.k. und trotzdem Anstieg am Morgen, ist das auf den Morgeneffekt zurückzuführen.
    Lässt sich kaum mit mehr Levemir optimieren, zumal der Morgenanstieg auf 115 m.E. moderat ist (ist aber Sache ihres Arztes).

    Absolut fahrlässig der Altherren-Riege BZ-Werte zwischen 60 - 70 zu akzeptieren !
    Da würde ich vom Arzt eine Standpauke mit Satz roter Ohren bekommen
    (1er, mit Zielwert 100 mg/dl, 60 mg/dl gilt als Unterzucker).
    Bearbeitet von User am 08.02.2019 16:57:46. Grund: )
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    am 08.02.2019 17:10:43 | IP (Hash): 807428415
    Elfe schrieb:

    Absolut fahrlässig der Altherren-Riege BZ-Werte zwischen 60 - 70 zu akzeptieren !
    Da würde ich vom Arzt eine Standpauke mit Satz roter Ohren bekommen
    (1er, mit Zielwert 100 mg/dl, 60 mg/dl gilt als Unterzucker).



    Auch wenn es bei mir schon `ne Weile her ist... aber solche Werte waren während meiner Schwangerschaft durchaus erwünscht. Zielbereich war 70-120mg/dl... Für eine Typ1 ein Balancieren am Abgrund...
    Die Hypogrenze war damals und ist für mich heute noch bei 50mg/dl. Bei unter 60mg/dl greife ich aktiv ein... aber mir ist schon bekannt, dass die inzwischen auf 60 manchmal sogar 70mg/dl angehoben wurde.
    Bearbeitet von User am 08.02.2019 17:23:04. Grund: Ergänzung
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    am 08.02.2019 17:48:55 | IP (Hash): 1328348549
    Elfe schrieb:
    hjt_Jürgen schrieb:
    Darum geht's mir nicht, was angeblich in SS so normal ist.
    Sondern was das Levemir eigentlich soll und wie das dosiert werden kann.
    So wie ich das kenne, soll das den Grundstoffwechsel unterstützen und ggfs. den morgendlichen Anstieg durch die 'Wachwerd'horme abfangen.
    Den morgendlichen Anstieg kann ich mittlerweile gut händeln mit nächtlicher 2ter Dosis und sehe das schon am Nüchternwert, ob 's gepasst hat oder nicht.
    - Meine Frage an Sarah lautet deshalb, wann wurde der Nach-Essen-BZ-Wert wirklich gemessen ?


    Und was hat so eine Abhandlung in nem Fred zu suchen, in dem eine werdende Mutter Infos zu ihrer Situation sucht und Anleitung für ihren Umgang mit ihrem völlig ungewohnten neuen Diabetes? In dem sich der Insulinbedarf auch schon mal alle paar Tage und manchmal sogar von einem auf den anderen Tag ändern kann?

    http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Evidenzbasierte_Leitlinien/Gestationsdiabetes_EbLL_Endfassung_2011_08_11_.pdf Seite 31 zu den Zielwerten mit SS
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  • Elfe

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    am 09.02.2019 16:32:05 | IP (Hash): 1417489925
    @Jürgen
    Du hast anscheinend Sarahs Ausgangsfragen nicht verstanden:
    - morgendliche Nüchternwerte lt. ärztlicher Anweisung auf 92 mg/dl zu senken zu sollen, von z. Zt. 115 mg/dl
    - Umgang mit Levemir, was sie abends spritzt (hatte a. m. E. vorgeschlagen, Spritze später zu setzen)

    In deinem Zitat steht übrigens auf Seite 31 auch der für Schwangere angestrebte Nüchternwert von bis zu 95 mg/dl !!

    Und statt auf diese, fast unlesbare 'evidenzbasierte' aufgeblähte 89 Seiten-Datei zu verweisen,
    gibt es für Schwangere dieses Dokument 9-Seiten-Dokument mit Empfehlungen zum Nüchternwert (auf Seite 6) und auch zu anderen Fragen
    https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Patientenleitlinien/GDM_Patienten_LL_END_2012_04_17.pdf
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    am 09.02.2019 16:53:18 | IP (Hash): 294175566
    Elfe schrieb:

    Absolut fahrlässig der Altherren-Riege BZ-Werte zwischen 60 - 70 zu akzeptieren !
    Da würde ich vom Arzt eine Standpauke mit Satz roter Ohren bekommen
    (1er, mit Zielwert 100 mg/dl, 60 mg/dl gilt als Unterzucker).


    Aber Du hast schon gelesen, dass da eine Nüchternbandbreite von 95-75 empfohlen ist und dass die bei größerem Kindswachstum auch weiter zu senken ist?

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 09.02.2019 17:22:05 | IP (Hash): 1417489925
    @Jürgen
    Wie nervig und überflüssig, diese Zankerei mit 'Elfe' °~°

    Selbst bei nicht Schwangeren wird Wert darauf gelegt, eben besonders nachts nicht in den Unterzucker zu geraten - Rainer kann aufgrund seiner persönlichen Diabetesgeschichte das nicht kennen (kleiner 60), aber du Jürgen mit ICT schon.
    70 mg/dl ist bei Überprüfung um 2/3 Uhr (nicht 1 Uhr) zu niedrig.
    Hörst du eigentlich mal deinem Arzt und in der Hyposchulung, die du absolvierst hast, überhaupt mal zu !?! (Bezweifle das, mit so manchem, was du hier zum Besten gibst).

    Willst du der fragenden Sarah wirklich zumuten, nachts schweißgebadet mit Unwohlsein langsam aufzuwachen, um dann irgendwie gegensteuern zu können ?
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    am 09.02.2019 17:31:52 | IP (Hash): 1896373424
    Hallo Sarah,
    das meiste wurde ja schon geschrieben. Ich musste bei meiner Schwangerschaftsdiabetes damals nüchtern (d.h. nicht nur morgens sondern vor jeder Mahlzeit) bei unter 95 liegen und nach dem Essen maximal bei 120mg/dl.

    Abgesehen von den Stresshormonen wirken am Morgen wohl auch bestimmte Plazentahormone stärker, meinte meine Diabetologin damals. Ich weiß nicht mehr wie das Insulin hieß (die Diabetologin bezeichnete es nur als Humaninsulin, andere seien nicht zugelassen) aber ich musste deutlich mehr spritzen als du. Der Bedarf ändert sich auch im verlauf der Schwangerschaft. Bis ca. zur Schwangerschaftsmitte musste ich gar nicht spritzen, später waren es (hab gerade in meinem Dokuheft nachgeschaut, das habe ich nämlich immer noch) 10 Einheiten langwirksames Insulin am Abend und vor einer Mahlzeit (mit wenig! Kohlehydraten) bis zu 36 Einheiten! In den letzten Wochen ist der Bedarf dann wieder deutlich gesunken und ein paar Monate nach der Schwangerschaft war kein Diabetes mehr nachweisbar (Hba1c bei 4,8 und normale Werte im OGTT).

    Lass die Werte dringend besser einstellen und zwar nicht in ein paar Tagen sondern sofort.
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    am 09.02.2019 18:12:35 | IP (Hash): 294175566
    Elfe schrieb:
    @Jürgen
    Wie nervig und überflüssig, diese Zankerei mit 'Elfe' °~°

    Selbst bei nicht Schwangeren wird Wert darauf gelegt, eben besonders nachts nicht in den Unterzucker zu geraten - Rainer kann aufgrund seiner persönlichen Diabetesgeschichte das nicht kennen (kleiner 60), aber du Jürgen mit ICT schon.
    70 mg/dl ist bei Überprüfung um 2/3 Uhr (nicht 1 Uhr) zu niedrig.
    Hörst du eigentlich mal deinem Arzt und in der Hyposchulung, die du absolvierst hast, überhaupt mal zu !?! (Bezweifle das, mit so manchem, was du hier zum Besten gibst).

    Willst du der fragenden Sarah wirklich zumuten, nachts schweißgebadet mit Unwohlsein langsam aufzuwachen, um dann irgendwie gegensteuern zu können ?


    Wer sich mit seinem BZ wesentlich im Bereich von 70-140 aufhält, hat weder bei 60 noch bei 50 großes Unterzucker-Schwitzen, sondern vielleicht ab 40, und nein, da geht noch lange kein Licht aus. Und bei Neugborenen und entsprechend auch den noch nicht Geschlüpften beginnt der Unterzucker erst bei 36mg/dl. Also auch unter 50 keine Gefahr für das Kind, sondern vielleicht unwohles Gefühl bei der Mutter.

    UND wer sich angewöhnt hat, den BZ nach dem Essen zu beobachten und entsprechend direkt zu handeln und nicht erst beim Dok nachzufragen, wie das in der Schwangerschaft ja allein schon wg der beständig möglichen größeren Bedarfsveränderungen notwendig ist, läuft wenig Gefahr, unverhofft plötzlich niedriger als beabsichtigt zu landen.
    Zudem sind plötzliche BZ-Abstürze nur mit Basal in der Nacht mehrere Stunden nach der Injektion bei T2 und dem damit vergleichbaren Schwangerschaftsdiabetes unbekannt.

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    am 09.02.2019 18:35:00 | IP (Hash): 294175566
    @Viola82 interessanter Artikel zu dem Thema
    https://aeon.co/essays/why-pregnancy-is-a-biological-war-between-mother-and-baby

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  • Elfe

    Rang: Gast
    am 09.02.2019 19:42:51 | IP (Hash): 1417489925
    @Jürgen
    Persönlich halte ich mich bei diesem Thema jetzt 'raus.
    Finde besser, wenn sich Viola und Sarah persönlich austauschen würden, da beide der Behandlung während der Schwangerschaft unterliegen/lagen und sich speziell daran halten sollten.

    Mag deine Wortwahl 'Nicht Geschlüpften' für zu erwartendes Kind nicht, und verharmlosendes Unwohlsein der werdenden Mutter auch nicht.
    Denn diese macht sich Sorgen und trägt die Verantwortung für ihr Kind und sich.
    (Der zitierte Artikel an Viola ist echt überflüssig !)
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    am 09.02.2019 22:34:19 | IP (Hash): 294175566
    Ich finde den verlinkten Artikel allein schon deswegen super beruhigend, weil er zeigt, wie Schwangerschaftsdiabetes auch völlig ohne Anlage zum Typ2 allein auf die Schwangerschaft begrenzt funktionieren kann :)

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