Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Hallo zusammen, neu hier Diabetes Typ 3 c
-
am 11.02.2019 22:51:35 | IP (Hash): 1156118018
Hallo zusammen
ich habe bisher nur im Onmeda-Forum für Diabetiker geschrieben. Dort bekam ich schon sehr viele wertvolle Tipps, jetzt habe ich zusätzlich dieses Forum entdeckt und hoffe, dass vielleicht jemanden noch die ein oder andere Idee einfällt.
Ich habe seit Oktober 2018 die Diagnose Diabetes mellitus Typ 3c, besser bekannt als pankreopriver Diabetes. Davor waren seit Dezember 2017 die Blutzuckerwerte im diabetischen Bereich erhöht. HbA1C bei 6,5 nüchtern bei 112; Bei anderem Facharzt im April Nüchtern BZ von 135. Laut Hausarzt beide Werte nicht schlimm. Leitlinien und die Leute im Onmeda Forum sagten jedoch was anderes. Ich muss dazu sagen, ich bin recht schlank, 23 Jahre alt, habe zudem noch Morbus Crohn und auch in der Vorgeschichte eine leichte Pankreatitis mit deutlichen Diabetes-Zeichen für zwei Wochen gehabt.
Beim Diabetologen zeigte sich dann im Ogtt nüchtern 140, nach zwei Std 215, HbA1C von 6,3 und Antikörper negativ. Darauf fiel die Diagnose auch dank Vorgeschichte auf pankreopriven Diabetes.
Das Hauptproblem ist, dass ich eine extreme Spritzenphobie habe. Das ist nicht so, ja ich hab etwas Angst. Sondern es ist wirklich was komplett anderes. Und ich kann mich überhaupt nicht selbst spritzen, auch Blutabnahmen verlaufen zum Teil mit extremen Panikattacken.
Meine Diabetologin hat dann nach den Werten gemeint, wir sehen jetzt mal weiter. Wahrscheinlich komme ich sowieso nicht wieder. Keine Schulung, nichts. Ich sollte nur etwas auf meine Ernährung achten. Was leider dank Morbus Crohn nicht wirklich geht. Und in drei Monaten zur erneuten Blutabnahme wiederkommen.
Heute war ich wieder beim Diabetologen um die Ergebnisse der erneuten Blutabnahme zu besprechen. Obwohl ich kaum noch was esse, HbA1c auf 6,7 gestiegen, nüchtern Zucker weiter bei 134. Zudem habe ich anscheinend auch eine Schilddrüsenunterfunktion. TSH bei 4,1 (Ref. 0,3-4.0). Ich habe jetzt einen Termin zur Ernährungsberatung am 14.3. Will auch eine medizinische Reha beantragen. Bin bloß grade ziemlich verzweifelt, was man jetzt noch tun sollte. Ich esse max zweimal, oft nur einmal am Tag etwas. Z. T. nur ca. 500 kcal. So kann es definitiv nicht weitergehen. Ich weiß selbst, dass ich viel zu wenig esse und ich eigentlich mehr essen müsste. Aber Insulinspritzen geht absolut nicht. Und ich bekomme auch immer wieder nach dem Essen Beschwerden. Und ich habe Angst, dass unbehandelt der Diabetes immer weiter steigt, wenn ich "normal" drei Mahlzeiten essen würde.
Vielleicht fällt noch jemanden einige Tipps ein. Bin für alle Vorschläge dankbar. -
Michael74
Rang: Gastam 12.02.2019 08:03:35 | IP (Hash): 1100796255
Hallo July
Gibt es in Deutschland nicht spezielle Diabeteskliniken in für welche man eine Überweisung bekommen sollte. Dein Fall klingt ja schon speziell und vielleicht könnten die dich top einstellen.
Alles Gute
Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung. -
am 12.02.2019 09:06:24 | IP (Hash): 1831099343
@Michael74
Interessanter Ansatz. Und wie stellst du dir eine top Einstellung vor? So ganz ohne Insulininjektion? Die Dame hat nach eigenem Bekunden eine "extreme Spritzenphobie"! 50 Shades of Grey? Fesseln, knebeln, ab dafür?2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 12.02.2019 09:22:14 | IP (Hash): 1899743091
Hi!
Wenn Insulin fehlt muss es per Injektion in den Körper...
Was bei Spritzenphobie durchaus schwierig ist.
Ein gute Hilfe sind die
Novofine Autocover Kanülen.
Hier ist die Nadeln nicht sichtbar, und der kleine Ring an der Kanülenspitze lenkt gut vom Einstich ab.
Bleibt nur noch die Hemmung, selbst die Injektion zu setzen... Hier kann man mit Entspannungsübungen gegenwirken.
Dauert vielleicht am Anfang länger... -
am 12.02.2019 10:17:19 | IP (Hash): 561241341
Nicht nur Spritz- sondern ganz generell ne Pieksphobie, also auch keine BZ-Tests - und da ist die Nadel verdeckt.
Und NEIN, ich kann mir ohne tägliche mehrfache Überwindung z.B. erstmal mit dem Testspiele keinerlei Möglichkeit zur Verbesserung der Situation vorstellen :(
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
am 12.02.2019 11:35:13 | IP (Hash): 1156118018
Erstmal ein großes Dankeschön, dass mir überhaupt jemand geantwortet hat.
Also mit der Klinik ist es so eine Sache. Habe in einer Klinik erst meine Spritzenphobie erworben und meide komplett jede stationäre Einweisung in ein Krankenhaus. Ich will ja jetzt eine medizinische Reha beantragen, in der Hoffnung, dass dort irgendwie eine Einstellung klappen könnte. Zusammen mit Psychologen, anderen Betroffenen und halt die Diabetesberater. Was ich aber auch sehr bezweifele. Meine Spritzenphobie, Pieksphobie trifft es wie Jürgen schon angemerkt hat, wohl besser, ist einfach wahnsinnig heftig. Mich muss bei jeder Blutabnahme/Infusion min. eine Person festhalten. Sobald ich die Nadel nur spüre, reiße ich eigentlich schon reflexartig meinen Arm weg. In der letzten Reha für Morbus Crohn haben sie mir mal einmal den Blutzucker gemessen, nachdem ich es eine Woche lang ständig verweigert habe. Dabei wurde ich von drei Leuten festgehalten. Wie soll ich das dann allein schaffen, wenn ich es nicht einmal so zulassen kann? Zudem falle ich um, wenn ich mein Blut sehe... Fürs blutige Messen sehr sehr unpraktisch :(
Deshalb sind auch verdeckte Kanülen, schön und gut für manche Leute, aber das behebt ja leider nicht das Problem bei mir. Ich denke kaum, dass ich die Kanülen nicht spüren werde. Vielleicht tuen sie ja nicht sehr weh, aber etwas merken wird man sicher. Und dann ist es aus. Besonders vielleicht würde ich es einmal schaffen mich zu pieksen, aber sobald ich dann die Nadel spüre zucke ich weg, oder ähnliches. Es dauert ja auch anscheinend einige Sekunden bis das Insulin verteilt ist.
Was sind da eure ehrlichen Erfahrungen? Man merkt schon was, bzw was ist das genau für ein Gefühl?
Ich habe jetzt viel über den FreeStyle Libre gelesen, wenigstens wegen der Blutzuckermessung wäre das vielleicht eine Alternative. Leider bekommt man den anscheinend erst, wenn man sich Insulin spritzt.
Wie sind da eure Erfahrungen damit, insb. wegen der Genauigkeit der gemessenen Werte? -
am 12.02.2019 11:59:44 | IP (Hash): 1899743091
Wenn Du irgendwann auf Insulingaben angewiesen bist, wird es nicht ohne pieksen gehen.
Selbst mit Insulinpumpe und Gewebezuckermessung ohne blutige Kalibrierung - die Setzhilfen sind Klasse, aber Dein Kopf macht nicht mit.
Alternative: Hohe BZ-Werte, Folgeschäden, etc.
Da hilft nur dauerhaft an der Phobie arbeiten.
Und: Es geht.
Erster Schritt: Nicht weiter nach nicht vorhandenen Alternativen suchen!
Bearbeitet von User am 12.02.2019 12:00:51. Grund: .3 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 12.02.2019 12:44:45 | IP (Hash): 561241341
Ohne täglichen Abgleich/Kalibrieren mit eher 2 als 1 Pieks geht auch der Sensor nicht annähernd verlässlich, den man nur 1mal pro Woche, alle 14 Tage oder im halben Jahr setzt.
Für's vollautomatische Spritzen gab's mal Diapens von Hasselmeier. Dosis einstellen, spannen, ohne Hautfalte auf die Spritzstelle setzen und am Klipp auslösen. Hatte sowas, als meine älteren Enkel gerade laufen konnten, und die haben beide gefeiert, wenn sie hier zu Besuch dem Opa den Schuss setzen durften - und Riesentheater veranstaltet, wenn ich das einfach so im Thran selbst gemacht hab.
Sorry, aber ich denke, dass da nur eine Selbstmach-Kur helfen kann, sone BZ-Testausrüstung und jeden Tag EIN SELBSTGEMACHTER Fingerpieks, erst einer, dann zwei und dann drei mit immer kürzeren Zeiten für den Überwindungskampf. Und mit dreien könnte dann vielleicht schon so viel Routine erreicht sein, dass auch die Injektion mit dem normalen Pen geht. Schließlich braucht man für die kurzen dünnen Kanülen heute keine Hautfalte mehr.
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
am 12.02.2019 13:32:03 | IP (Hash): 2142017618
hjt_Jürgen schrieb:
Sorry, aber ich denke, dass da nur eine Selbstmach-Kur helfen kann
Ich fürchte, das wird nichts. Wir reden hier nicht über "ich fürchte mich vorm Pieks" sondern nach der gegebenen Beschreibung über eine ausgewachsene Angststörung. Das ist eine psychische Erkrankung und gehört in die Hände eines Fachmanns, der sich mit der Therapie von Phobien auskennt. Und das möglichst rasch! Wenn der noch funktionierende Rest der Bauchspeicheldrüse erstmal den Geist aufgegeben hat, bleibt nicht mehr viel Zeit. Und auch die heute bei Phobien favorisierten Ansätze brauchen Zeit und funktionieren eben nicht von heut auf morgen. Auf eine durch absoluten Insulinmangel ausgelöste Ketoazidose zu warten und zu hoffen, dass der Schock über Verkabelung und permanente venöse Zugänge auf der Intensivstation das Problem löst, scheint mir da jedenfalls keine gute Lösung zu sein.
Bearbeitet von User am 12.02.2019 13:32:55. Grund: .3 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 12.02.2019 14:41:46 | IP (Hash): 1156118018
Ich bin seit einem Jahr wegen meiner Spritzenphobie und der damit verbundenen posttraumatischen Belastungsstörung in psychotherapeutischer Behandlung. Das Problem damals war, dass erst mehrfach im Krankenhaus die Nadeln daneben lagen und mir keiner glaubte, dass ich permantent dadurch starke Schmerzen hatte. Und als ich dann nicht mehr wollte, wurden die nächsten Zugänge gegen meinen Willen unter körperlicher Gewalt gelegt. Und das habe ich überhaupt nicht verarbeitet.
Ich bekomme so Panikattacken, dass ist mit einer normalen Angst nicht mehr gleichzusetzen. Ich hyperventiliere z. T. schon vorher so schlimm, bis ich (fast) ohnmächtig werde. Nach dem Stechen halte ich zum Teil solange die Luft unbewusst an, dass ich ohnmächtig werde. Selbst wenn ich liege, während der Blutabnahme. Vom Blutdruckabfall gar nicht zu reden. Einmal habe ich mich versehentlich beim Abspülen mit einem Messer geschnitten, ich habe es nicht rechtzeitig geschafft mich hinzusetzen, deshalb bin ich ohnmächtig geworden und böse gestürzt... Z. T. müssen mich auch mehrere Menschen festhalten, weil einer allein nicht die Kraft dazu hat...
@Jürgen: du schreibst von diesem vollautomatischen Pen. Hast du da irgendwas gespürt, beim Spritzen? Wenn ja, mit was war das vergleichbar?
Bei Insulinpumpe und Sensor gäbe es halt die Möglichkeit, dass ich die Stellen vorher mit einer speziellen Betäubungssalbe eincreme. Damit ich fast nichts spüre. Nehme ich auch für Blutabnahmen/Infusionen. Damit wäre es einfacher, aber ich könnte mich trotzdem nicht selbst spritzen, aber es wahrscheinlich besser/eher zulassen, wenn mich jemand spritzt. Weil ich lasse ja nicht einmal zu, dass mir jemand mit einer Nadel nahe kommt. Die Creme darf man aber nicht täglich nehmen, also nichts für tägliche Insulininjektion per Pen. Und für die blutige BZ-Messung scheitet sie auch komplett aus, weil da angeblich auch kein Blut rauskommen würde am Finger, da dadurch die Durchblutung herabgesetzt wird. -
am 12.02.2019 17:38:22 | IP (Hash): 561241341
Auch die beste psychologische Behandlung wird so eine massive Phobie nicht einfach irgendwann von jetzt auf gleich ausschalten können, sondern nur nach und nach immer mehr und hoffentlich in absehbarer Zeit ausreichend lindern können. Und auf die Linderung kann frau als akut Betroffene nicht warten, sondern der muss frau so schwer das auch fällt Tag um Tag Millimeter um Millimeter entgegen gehen.
Praktisch ist das ein vielschichtiger Lernprozess, mit dem das alte ungesunde Verhalten nicht abgelöst und ersetzt wird, sondern mit dem Du das alte ungesunde Verhalten UNBEDINGT MIT DEM GESUNDEN ABLÖSEN UND ERSETZEN WILLST!
Dazu gehört wesentlich das Video vom situativ völlig selbstverständlichen BZ-Test mehrmals am Tag auf dem inneren Monitor. Und ja, das fühlt sich zu Anfang ALLES ANDERE als gut und richtig an, aber in dem Maße, in dem Du das Video jedesmal mit der Gewissheit siehst, dass Du Deinen Diabetes damit eng bei Fuß halten und gesund mit ihm leben kannst, wird es sich mit Sicherheit ein Fitzelchen weniger schrecklich und mehr nützlich anfühlen. Daumendrück
Wie Du hier lesen kannst, gibt es den Diapen nicht mehr https://haselmeier.com/wp-content/uploads/2016/12/Haselmeier_DIAPEN_ausser_Vertrieb.pdf
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 12.02.2019 19:03:32 | IP (Hash): 1417489925
Hallo July,
so ein Insulinpen hat mit einer Medizinischen Spritze (Kanüle in Vene) weniger zu tun, auch wenn man das so begrifflich mit Insulinspritzen benennt.
Die Pennadeln sind sehr viel kürzer (ab 4 mm Länge schon erhältlich), fein geschliffene Spitze und beschichtet. Hautfalte bilden, muss nur ins Unterhautfettgewebe gegeben werden, nicht wirklich zu spüren.
Tapfer sein, tief durchatmen und unter Aufsicht versuchen, selber fühlen und am besten gar nicht so schlimm, wie befürchtet.
Blutzuckermessen per Lanzette ist auch nicht schlimm.
Auch hier sind die Spitzen fein und können per Andruck der Stechhilfe noch zusätzlich eingestellt werden.
Übrigens möchte ich die Spitze sehen und merke schon bei Antesten: Nö, da nicht - besser andere Stelle.
~
Deine BZ-Werte sind noch nicht so hoch und ev. heilt die leichte Bauchspeicheldrüsenentzündung noch aus.
Bei mir ist die Bauchspeicheldrüsenentzündung chronisch, schmerzfrei verlaufen und erst Jahre später diagnostiziert worden - wurde vorher als LADA = erwachsener 1er behandelt.
Überweisung an weit entfernte spezialisierte Gastro-Abteilung an Uni-Klinik war nicht zielführend.
Gegenteil: Trotz hochauflösendem Ultraschall und Enzymbestimmung in Stuhlproben wurde damals Pankreatitis ausgeschlossen. Kreon als Fettenzyme wurden sogar abgesetzt.
Nun ja, so langsam hat mein Internist/Diabetologe diese Fehleinschätzung ausbügeln können, mit geduldigem Herantasten (über andere leichtere Verdauungsenzyme) bis wieder zum Kreon.
Ist ein zweites Problem, wenn die Bauchspeicheldrüse insgesamt nicht funktioniert - Verdauungsenzyme bes. zur Fettverdauung fehlen. Nicht nur per Gewichtsabnahme zu sehen, sondern auch an Mangel per Blutwerte fettlöslicher Vitamine A, D, E, K.
Mittlerweile kann mein Arzt die geschrumpfte Bauchspeicheldrüse auch mit seinem Ultraschallgerät sehen und prophezeit: Insulin und Enzymdosis wird sich erhöhen. Und malte dann so einen Strich als graphische Darstellung auf einen Notizzettel.
Ambulant einen Arzt des Vertrauens zu finden, ist so meine Lebenserfahrung.
Überweisung an Spezialklinik mit Tunnelblick auf ein spezielles Fachgebiet, waren bei mir jedenfalls nicht hilfreich.
Bei einem anderen Klinikaufenthalt sollte ich auch so Psycho-Gespräche wahrnehmen.
Eh schon mal da, warum nicht ? War nix! Gebrieft durch Vorurteil von Prof. beeinflusst, ging's eher darum, als um meine Gedanken.
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 13.02.2019 15:36:38. Grund: Korrektur Schreibfehler -
am 13.02.2019 22:12:08 | IP (Hash): 1156118018
hjt_Jürgen schrieb:
Auch die beste psychologische Behandlung wird so eine massive Phobie nicht einfach irgendwann von jetzt auf gleich ausschalten können, sondern nur nach und nach immer mehr und hoffentlich in absehbarer Zeit ausreichend lindern können. Und auf die Linderung kann frau als akut Betroffene nicht warten, sondern der muss frau so schwer das auch fällt Tag um Tag Millimeter um Millimeter entgegen gehen.
Praktisch ist das ein vielschichtiger Lernprozess, mit dem das alte ungesunde Verhalten nicht abgelöst und ersetzt wird, sondern mit dem Du das alte ungesunde Verhalten UNBEDINGT MIT DEM GESUNDEN ABLÖSEN UND ERSETZEN WILLST!
Dazu gehört wesentlich das Video vom situativ völlig selbstverständlichen BZ-Test mehrmals am Tag auf dem inneren Monitor. Und ja, das fühlt sich zu Anfang ALLES ANDERE als gut und richtig an, aber in dem Maße, in dem Du das Video jedesmal mit der Gewissheit siehst, dass Du Deinen Diabetes damit eng bei Fuß halten und gesund mit ihm leben kannst, wird es sich mit Sicherheit ein Fitzelchen weniger schrecklich und mehr nützlich anfühlen. Daumendrück
Also ich bin jetzt wirklich ernsthaft am Überlegen, ob ich es hinbekommen würde einmal am Tag Verzögerungs-Insulin zu spritzen, als Unterstützung. Wurde mir im Onmeda-Forum empfohlen. Mit verdeckter Nadel und sehr geringer Nadellänge. Hab jetzt mal ein bisschen rumgegoogled. Die hier im Forum empfohlenen Nadeln sind ja 8mm. Es gibt anscheinend, sollte es die noch geben?, mylife Clickfine Autoprotect 5mm (31G) Nadeln. Ich weiß jetzt natürlich nicht, ob die auch verdeckt sind. Klingt aber so.
Aber BZ-messen funktioniert sicher nicht. Egal wie sehr ich mich bemühen würde. Schon allein, weil es ja dann blutet... Da kann wahrscheinlich nicht einmal der Psychologe mir helfen. Und selbst wenn ich so ein BZ-Messgerät mit Lazetten da hätte, würde ich mich nicht überwinden können, es auszuprobieren. -
am 13.02.2019 22:30:47 | IP (Hash): 1731633076
Wo wir jetzt so schön in 2 Foren spielen, hier die beinharte Verlängerung:
Mit "BZ-messen funktioniert sicher nicht" machst Du das Paradebeispiel von voll megatiefer Werbung :(
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
am 13.02.2019 22:32:22 | IP (Hash): 1156118018
Elfe schrieb:
Hallo July,
so ein Insulinpen hat mit einer Medizinischen Spritze (Kanüle in Vene) weniger zu tun, auch wenn man das so begrifflich mit Insulinspritzen benennt.
Die Pennadeln sind sehr viel kürzer (ab 4 mm Länge schon erhältlich), fein geschliffene Spitze und beschichtet. Hautfalte bilden, muss nur ins Unterhautfettgewebe gegeben werden, nicht wirklich zu spüren.
Tapfer sein, tief durchatmen und unter Aufsicht versuchen, selber fühlen und am besten gar nicht so schlimm, wie befürchtet.
Blutzuckermessen per Lanzette ist auch nicht schlimm.
Auch hier sind die Spitzen fein und können per Andruck der Stechhilfe noch zusätzlich eingestellt werden.
Übrigens möchte ich die Spitze sehen und merke schon bei Antesten: Nö, da nicht - besser andere Stelle.
~
Deine BZ-Werte sind noch nicht so hoch und ev. heilt die leichte Bauchspeicheldrüsenentzündung noch aus.
Bei mir ist die Bauchspeicheldrüsenentzündung chronisch, schmerzfrei verlaufen und erst Jahre später diagnostiziert worden - wurde vorher als LADA = erwachsener 1er behandelt.
Überweisung an weit entfernte spezialisierte Gastro-Abteilung an Uni-Klinik war nicht zielführend.
Gegenteil: Trotz hochauflösendem Ultraschall und Enzymbestimmung in Stuhlproben wurde damals Pankreatitis ausgeschlossen. Kreon als Fettenzyme wurden sogar abgesetzt.
Nun ja, so langsam hat mein Internist/Diabetologe diese Fehleinschätzung ausbügeln können, mit geduldigem Herantasten (über andere leichtere Verdauungsenzyme) bis wieder zum Kreon.
Ist ein zweites Problem, wenn die Bauchspeicheldrüse insgesamt nicht funktioniert - Verdauungsenzyme bes. zur Fettverdauung fehlen. Nicht nur per Gewichtsabnahme zu sehen, sondern auch an Mangel per Blutwerte fettlöslicher Vitamine A, D, E, K.
Mittlerweile kann mein Arzt die geschrumpfte Bauchspeicheldrüse auch mit seinem Ultraschallgerät sehen und prophezeit: Insulin und Enzymdosis wird sich erhöhen. Und malte dann so einen Strich als graphische Darstellung auf einen Notizzettel.
Ambulant einen Arzt des Vertrauens zu finden, ist so meine Lebenserfahrung.
Überweisung an Spezialklinik mit Tunnelblick auf ein spezielles Fachgebiet, waren bei mir jedenfalls nicht hilfreich.
Bei einem anderen Klinikaufenthalt sollte ich auch so Psycho-Gespräche wahrnehmen.
Eh schon mal da, warum nicht ? War nix! Gebrieft durch Vorurteil von Prof. beeinflusst, ging's eher darum, als um meine Gedanken.
Gruß Elfe
Das freut mich richtig, von jemanden zu hören, der ebenfalls Typ 3c hat.
Meine Bauchspeicheldrüsenentzündung ist schon längst ausgeheilt. Die hatte ich Nov 2016. Damals hatte ich wahnsinnig viel Harndrang und darauffolgend wahnsinnig viel Durst. Kam auf ca. 5 Liter am Tag. Dazu Übelkeit, sehr starke Bauchschmerzen, wobei ich damals dachte, die kommen vom Crohn. Und generell, extreme Schlappheit, Schwindel, Müdigkeit. Nach der Akutphase (ca. 2 Wochen) war ich dann beim Arzt. In der Blutabnahme sah man dann immer noch stark erhöhte Lipase und Amphlyase-Werte. Behandelt wurde es dann nicht mehr. Aber ich hatte dann auch keine Beschwerden mehr. Die Blutwerte gingen langsam runter. Wurde nochmal nach 2 Wochen, 6 Wochen und 2 Monaten kontrolliert. Nüchtern-Zucker blieb leicht erhöht, jedoch noch kein Diabetes-Grenze überschritten.
Aber in wenigen Fällen scheint dann nach der überstandenen Bauchspeicheldrüsenentzündung, ein Diabetes dauerhaft zu bleiben... Und so ein Fall bin anscheinend ich.
Dann neun Monate später HbA1C bei 6,5, wurde gemacht weil ich über Schwindel klagte und leicht vermehrten Harndrang/Durst, ... Und dann sind auch die Nüchternwerte ein viertel Jahr später hoch gegangen auf ca. 135. Dank nur noch zwei Mahlzeiten und wieder stärker zuckerreduziert, dann ein halbes Jahr später beim Diabetologe 140 nüchtern und HbA1C bei 6,3.
Dann habe ich weiter reduziert, zwei Mahlzeiten weniger Kohlenhydrate, kein Zucker mehr, außer mal selten eine Ausnahme, teilweise nur eine Mahlzeit am Tag insb. letzter Monat: HbA1c bei 6,7!!! Obwohl ich fast nichts mehr esse...
Wegen der anderen Verdauungsbeschwerden von der Pankreatitis. Ich nehme da nichts zusätzlich ein. Vertrage aber sehr sehr schlecht Fett, weiß nicht ob da ein Zusammenhang besteht. Habe auch Vitamin D Mangel und niedrige Triglyceride. Da will ich mal mit dem Hausarzt oder Gastroenterologen reden, wegen Elastasetests im Stuhl. Wo wurde denn bei dir schlussendlich die richtige Diabetes Diagnose gestellt? -
am 13.02.2019 22:32:46 | IP (Hash): 1929087186
July95 schrieb:
Also ich bin jetzt wirklich ernsthaft am Überlegen, ob ich es hinbekommen würde einmal am Tag Verzögerungs-Insulin zu spritzen, als Unterstützung.
Das ist eine sehr gute Überlegung.
Du solltest auch nicht mehr sehr lange warten und möglichst bald anfangen, deine BSD mit Basalinsulin zu unterstützen. Dass sich deine Werte trotz deiner sehr vorsichtigen Ernährung verschlechtert haben, lässt befürchten, dass es ohne Basalinsulin nicht mehr sehr lange funktioniert.
Alles Gute, Rainer
-
am 13.02.2019 22:47:55 | IP (Hash): 1156118018
Ich rede nächste Woche mal mit dem Hausarzt, was der zu dem ganzen Thema sagt.
Termin zur Ernährungsberatung beim Diabetologen habe ich erst am 14.3. Und ich glaube mittlerweile echt, dass ich selbst frage, ob es möglich ist, das dazuzunehmen. Dann könnte ich endlich wieder etwas mehr essen und hätte hoffentlich auch nicht mehr die starken BZ-Spitzen nach dem Essen und Beschwerden. Weil warten, bis sie selbst damit ankommt, wird wahrscheinlich zu lange dauern und dann muss ich komplett spritzen. Außer sie lenken sofort ein, wenn sie mein Ernährungsprotokoll sehen... -
am 13.02.2019 23:10:07 | IP (Hash): 1929087186
Wenn dein Hausarzt dich bei dem schwierigen Beginn besser unterstützt und deine Phobie dabei so gut wie möglich berücksichtigt, dann solltest du es mit ihm zusammen versuchen.
Deine Diabetologin handelt nicht besonders umsichtig, wenn sie nicht mal in Erwägung zieht, dass du deine Ernährung richtig beschrieben hast. Der Anstieg der Werte bei der von dir beschriebenen Ernährung hätte von ihr unverzügliches Handeln erfordert.
-
am 14.02.2019 11:21:21 | IP (Hash): 1010654315
Ist halt einfacher zu sagen, dass die Patientin spinnt, wenigstens solange sie kein plausibles Protokoll vorlegt.
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
am 14.02.2019 16:41:26 | IP (Hash): 1156118018
Ich war heute bei meiner Psychotherapeutin und wir haben das Thema selbst spritzen ausführlich besprochen.
Sie ist der Meinung, dass ich erstmal überhaupt die Diagnose Diabetes akzeptieren lernen muss. Bis dahin werde ich es sicher nicht schaffen mich zu spritzen, weil ich immer wieder neue Hoffnungen mir überlege. Also z. B. könnte ich ja doch Mody2 haben, da wären ja höhere BZ-Verläufe nicht ganz so schlimm.. oder ähnliches. Auch immer noch die Hoffnung, der Diabetes könnte wieder weggehen oder doch irgendwie durch die Ernährung gesteuert werden. Tief in mir weiß ich natürlich, dass es nicht funktioniert. Aber ich klammere mich weiter an diese Hoffnungen. Durch die Reha wird der hoffentlich besser werden, sollte sie genehmigt werden.
Zudem hat mir meine Therapeutin das bestätigt, was ich selbst auch schon vermutet habe. Ich werde es ggf schaffen mich selbst mit Pen zu spritzen. Unter der Vorraussetzung, dass man keine Nadel sieht, kein Blut/Verletzung und auch keine Schmerzen dabei hat. Weil diese drei Punkte triggern wieder das Trauma und es kommt zur Panikattacke. Ich hoffe, das trifft auf den Pen so zu. Jedoch funktioniert dadurch das blutige BZ-Messen nicht, wegen der Verletzung bzw das Blut. Sollten die drei Bedingungen beim Pen erfüllt sein, meint sie weiter, dass ich es dann schon gut schaffen würde, besonders weil ich selbst bestimmen kann, wann ich es mache und es nicht sozusagen über mich ergehen lassen muss.
Ich hoffe es stimmt so. Das einzige dumme ist, meine Therapeutin würde mich nicht bei einer ambulanten Einstellung unterstützen. Deshalb wäre dafür eine Reha mit Psychologen wichtig. -
am 14.02.2019 16:47:32 | IP (Hash): 1156118018
Mittlerweile denke ich, dass meine Diabetologin auch einfach Angst hat, bei mir jetzt Insulin-Spritzen anzusprechen. Nach der heftigsten Panikattacke bei der letzten Blutabnahme wundert es mich auch nicht. Die hat sie ja auch live miterlebt.
Das allerwichtigste ist, hatte sie beim ersten Gespräch gesagt, dass es unbedingt weiter kontrolliert wird, weil sie hat bei mir Angst, dass ich einfach es überhaupt nicht mehr kontrollieren lasse. Sondern dass ich es einfach verdränge und nie mehr zu ihr komme.
Und weil ihr Plan, dass es erstmal so funktioniert mit Ernährung, ohne Spritzen, ewige Diskussionen mit mir, etc, leider nicht klappt, war sie halt sauer.
Das könnte ich mir jetzt gut vorstellen. Leider kann ich die Ärztin noch überhaupt nicht gut einschätzen. -
am 14.02.2019 17:10:42 | IP (Hash): 1962595485
July95 schrieb:
Tief in mir weiß ich natürlich, dass es nicht funktioniert.
So ist es - alles bisherige spricht dagegen.
Alles Gute, Rainer
-
Elfe
Rang: Gastam 14.02.2019 17:56:33 | IP (Hash): 1417489925
Hallo July,
deine Beschwerden beschreiben eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung.
Morbus Crohn ist dazu noch eine weitere Schwierigkeit, kommt darauf an, wie stark die Entzündung ist. (Kenne das nur als Mitmensch einer betroffenen Person, die sich damit plagt und öfter Antibiotikum bekommen muss). Wie will man das auseinander halten °~°
Wie schon erzählt, war ich per Blutzuckerwerte schon vorher in Behandlung.
Bin aufgefallen mit BZ 400 ! und HbA1c von 8 und habe sofort Mahlzeiteninsulin zu jedem Essen spritzen müssen. Drei Monate später war ich schon bei LZ-Wert 6 angelangt, trotz großer Spannbreite der BZ-Werte. Ist weiter schwierig geblieben, aber mit dem kurzwirkenden Insulin kann man auch mal eine Einheit als Korrektur spritzen (überprüfe nach 3 h).
BZ war also bei mir gar nicht so das Problem, sondern weiterhin eine sehr starke Gewichtsabnahme mit bereits Wassereinlagerungen als Notbehelf des Organismus - Fett und Muskeln waren komplett futsch.
War erst ambulant beim Gastroenterologen (Zöliakie wurde ausgeschlossen) und dann haben sich die beiden Ärzte besprochen und mich in die 'beste' Uni-Klinik überwiesen.
Viele Untersuchungen (auch manches gefunden bzgl. Magen und Laktoseintoleranz aufgedeckt), aber ausgerechnet wurde die vermutete Pankreas-Erkrankung verneint.
War wohl auch mein Fehler, da ich die ambulant erstellten MRT-Bilder plus Diagnose in der Uni-Klinik vorgelegt habe. Dort wurde die Diagnose nicht bestätigt, hätte auf neues MRT mit deren wohl besseren Geräten bestehen sollen.
Die Enzymbestimmung in gesammelten Stuhlproben war voll daneben.
Wusste schon vom Diabetologen, daß Enzyme empfindlich sind und sich schnell zersetzen, Analytik schwierig.
Und das Stehenlassen über die kompletten Osterfeiertage in der Klinik war ein Fehler.
Die Verdauungsbeschwerden bei Pankreatitis ist auf Verminderung ! der Verdauungsenzyme begründet, besonders der Lipase zur Fettverdauung benötigt.
Eine häufige Frage der Ärzte dazu, ob man selber einen sogenannten Fettstuhl bemerkt.
War bei mir nicht der Fall, sondern anderes Aussehen mit Fettauflage (um das mal so allgemein zu beschreiben).
So manches wird allerdings durch andere chronische Sachen überdeckt, bei mir eben die Unverträglichkeit von Milchzucker und bei dir ggfs. der Morbus Crohn.
Gemessen hatte die Hausärztin den hohen BZ-Wert von 400.
Sie hat dann sofort telefonisch am selben Tag mir einen Termin als Notfall in hiesiger Schwerpunktpraxis vermittelt … und dann eben sofort Mahlzeiteninsulin.
Wurde erklärt warum/wieso/weshalb und musste sofort üben: Ampullenwechsel Pen und selbst spritzen mit entsprechendem Vorgehen. Da gab's kein Entrinnen …, verstehe deine Angst vor so spitzen Gegenständen.
Mit der richtigen Technik tut's wirklich nicht weh, wichtig gewusst wie ?
Wenn du selber BZ misst und Insulin per Pen gibst, bist du Frau des Handelns.
Zum BZ-messen wird in die Fingerbeere seitlich die Lanzette gesetzt und es wird heutzutage wirklich nur ein kleines Tröpfen benötigt. Per Andruckeinstellung der Stechhilfe kannst du das gut einstellen und ggfs. jedesmal die Lanzette wechseln.
Beim Insulindosis setzen, kannst du eine Hautfalte bilden, also mit Daumen und Zeigefinger die Haut/Unterhaut unter Spannung setzen, dann dringt die Kanüle ganz leicht ohne Schmerz ein.
Ist für einen selbst gut händelbar und hat so überhaupt nichts damit zu tun, was so Ärzte, Krankenschwestern und MFAs mit uns anstellen.
Solche ev. unschönen Erfahrungen wieder auszugraben und per Psychologen zu zerreden, ist nicht meins.
Tief abgespeichert und aus Kurzzeitgedächtnis verbannt, hat auch gesunde Vorteile.
Die Diabetes-Schwerpunktpraxis ist eine Internisten-Praxis mit entsprechender Fortbildung zum Diabetologen.
Die kümmern sich um alle internistischen Probleme und überweisen auch zu anderen Fachkollegen, wenn sie dies für nötig erachten. Sammeln die Befunde für mich per Einschätzung und Medikamentenverschreibung. Mittlerweile auch sozusagen 'Hausarzt'.
Ist eine große Erleichterung für mich, einen Ansprechpartner zu haben, der diese Facharzt-Gespräche insgesamt zur persönlichen Geschichte sortiert.
Rate dir deshalb auch, einen kompetenten Internisten zu suchen, der deine Gesamterkrankungen besser einschätzen kann.
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 14.02.2019 17:58:22. Grund: + -
am 14.02.2019 20:04:56 | IP (Hash): 1156118018
Elfe schrieb:
deine Beschwerden beschreiben eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung.
Morbus Crohn ist dazu noch eine weitere Schwierigkeit, kommt darauf an, wie stark die Entzündung ist. (Kenne das nur als Mitmensch einer betroffenen Person, die sich damit plagt und öfter Antibiotikum bekommen muss). Wie will man das auseinander halten °~°
Welche Beschwerden meinst du jetzt? Die damaligen von 2016 mit Bauchschmerzen, Übelkeit etc oder die jetzigen mit schlecht fettvertragen?
Ich habe neben Morbus Crohn, auch Laktoseintoleranz und Reizdarm. Also bei Verdauungsproblemen ist es echt schwierig herauszufinden, woran es liegen könnte.
Elfe schrieb:
Mit der richtigen Technik tut's wirklich nicht weh, wichtig gewusst wie ?
Beim Insulindosis setzen, kannst du eine Hautfalte bilden, also mit Daumen und Zeigefinger die Haut/Unterhaut unter Spannung setzen, dann dringt die Kanüle ganz leicht ohne Schmerz ein.
Danke für die genaue Beschreibung. Ich habe jetzt von drei Leuten gehört, dass es angeblich überhaupt nicht weh tun soll das Insulin spritzen. Wenn es wirklich stimmt, würde ich es schon schaffen, denke ich.
BZ messen ist nur leider eine komplett andere Geschichte. Aber sollte ich wirklich nur (erstmal) mit Verzögerungsinsulin auskommen, wäre es vllt auch gar nicht unbedingt nötig unbedingt zu messen.
Elfe schrieb:
Solche ev. unschönen Erfahrungen wieder auszugraben und per Psychologen zu zerreden, ist nicht meins.
Tief abgespeichert und aus Kurzzeitgedächtnis verbannt, hat auch gesunde Vorteile.
Meine Phobie war so stark, dass es ohne Psychologe nicht mehr gegangen wäre. Bei einer Infusion für Morbus Crohn 2 Std nur am Hyperventilieren. Ich war nicht zu beruhigen. Die nächste Infusion zweimal umsonst stechen, weil ich so extrem weggezogen habe, dass mich niemand mehr alleine festhalten kann, dann wurde die nächste Nadel gelegt, wo mich dann zwei Leute festgehalten haben und es hat auch nur mit viel Glück geklappt. Dann wollten sie mir eigentlich keine Infusionen mehr geben, gibt nur leider kaum noch Alternativen.. Und dann habe ich mit Therapie angefangen. Und schon gute Ergebnisse erzielt.
Elfe schrieb:
Die Diabetes-Schwerpunktpraxis ist eine Internisten-Praxis mit entsprechender Fortbildung zum Diabetologen.
Die kümmern sich um alle internistischen Probleme und überweisen auch zu anderen Fachkollegen, wenn sie dies für nötig erachten. Sammeln die Befunde für mich per Einschätzung und Medikamentenverschreibung. Mittlerweile auch sozusagen 'Hausarzt'.
Ist eine große Erleichterung für mich, einen Ansprechpartner zu haben, der diese Facharzt-Gespräche insgesamt zur persönlichen Geschichte sortiert.
Rate dir deshalb auch, einen kompetenten Internisten zu suchen, der deine Gesamterkrankungen besser einschätzen kann.
So ähnlich ist es bei mir auch. Diabetes-Schwerpunktpraxis DDG-zertifiziert, meine Ärztin Internistin, Diabetologin, Ernährungsmedizinerin, dann gibt es noch zwei weitere Internisten in der Praxis für Hausärztlich-internistische Betreuung.
So scheine ich schon gut dort aufgehoben zu sein. Bei mir ist es sowieso schwierig mit der Angst und meinen Erfahrungen überhaupt Vertrauen zu neuen Ärzten aufzubauen. Und das erschwert halt auch die Zusammenarbeit mit einem neuen Arzt, der mich auch noch nicht kennt und einschätzen kann. -
am 14.02.2019 21:11:26 | IP (Hash): 1156118018
Ich drehe mich irgendwie im Kreis. Denke quasi den ganzen Tag nur noch an Insulin. ja/nein, schaff ich das, welches, Vorteile/Nachteile, etc. Habe auch schon so viel gelesen, Bücher, in Foren, etc. Aber ich steige da nicht komplett durch. Wahrscheinlich ist es auch einfach viel zu viel. Mein Gehirn weigert sich bestimmte Sachen einfach zu verstehen. Sorry, dass ich immer wieder aufs neue gefragt habe.
Ich werde jetzt die nächsten Tage eine Google- und Forumpause machen. Bis ich Mittwoch beim Hausarzt war. Das wird sonst einfach viel zu viel. Und raus kommt ja doch nichts.
Entweder Insulinspritzen (+BZ messen) trotz Panik oder eben Folgeschäden, Koma und Tod zu riskieren. Eine andere Wahl habe ich nicht. Das muss ich nur einsehen.
Das einzige was es eigentlich nur noch zu bedenken gibt, falls ich mich für ersteres Möglichkeit entscheide, entweder Einstellung ambulant oder in der Reha oder in Bad Mergentheim in der Klinik. Aber darüber denke ich jetzt auch nicht mehr nach.
Kann grade einfach nicht mehr. Sorry, dass ich euch so mit meinen Problemen "genervt" habe. Es gibt keine andere Lösung, das muss ich akzeptieren. Sonst gab es immer irgendeine Alternative, aber in diesem Sinn ist es einfach aussichtslos. Ich habe Lösungen versucht zu finden, wo es keine gibt.
-
Elfe
Rang: Gastam 15.02.2019 17:17:01 | IP (Hash): 1417489925
Liebe July,
kann dich gut verstehen und stehe dir bei.
Googeln zu Krankheiten mag ich auch nicht mehr, was da so alles beschrieben wird - könnte …, macht mich ganz kirre. Frage da lieber die Ärzte in der Gegenwart.
Von ärztlicher Seite bist du gut aufgehoben, schon mal beruhigend, da dich ja mehrere internistische Probleme plagen.
Fettverdauungsprobleme bestehen bei dir bestimmt nicht aufgrund ausgestandener Pankreatis.
Morbus Crohn und Reizdarm ist ja auch schmerzhaft und mit allen möglichen Verdauungsproblemen behaftet.
Ich selber habe allein noch nicht mal die hochgradige Laktoseintoleranz feststellen können.
Die Beschwerden wurden z.T. erst am anderen Tag deutlich, mit etlichen Mahlzeiten dazwischen - was war also falsch ?
Manches hat bei mir auch etwas mit einer chronischen Magenentzündung zu tun.
Versuche also, Magen und Darm per Verdauung nicht zu überfordern und stelle danach die Mahlzeiten zusammen. Lieber leichtverdauliches warmes Essen, Brot + gekochte Kartoffel, Ei in jeglicher Form, Milchprodukte. Wurst und faseriges Fleisch (Eiweiß) bekomme ich kaum aufgeschlossen (sehe das an hohen BZ-Werten nach einigen Stunden, trotz abgestimmtes Insulin).
Deine Spritzenphobie beruht auf ärztlicher Behandlung mit Kanülensetzen tief in die Ader.
Je nachdem, wer's macht, habe ich da auch so einige schmerzhaften Erfahrungen.
Aber selber BZ messen und Insulindosis geben, hat damit so gut wie kaum was zu tun.
Wie schon beschrieben, sind Pennadeln sehr viel kürzer, fein geschliffen und beschichtet.
Auch die Lanzetten sind ebenso fein geschliffen und werden seitlich an der Fingerbeere angesetzt - bevorzuge dazu Mittel- und Ringfinger der rechten und linken Hand, nicht so schmerzempfindlich wie kleiner Finger (Daumen und Zeigefinger entfallen wg. Greifen im Alltag).
Pennadeln und Lanzetten können dazu jedesmal gewechselt werden, was schonender für die Haut ist.
Da deine BZ-Werte gar nicht so hoch sind, könnte Basalinsulin hilfreich sein.
Dieses wird nur 1 - 2 mal pro 24 h gegeben, in den Oberschenkel, da als Frau genügend Unterhautfett vorhanden und schmerzfrei.
Wurden eigentlich mit dir schon mal orale Medikamente besprochen ?
Da hat sich in den letzten Jahren eine Menge getan mit unterschiedlichen Wirkansätzen.
Ev. sprechen Morbus Crohn und Reizdarm dagegen - nachfragen.
Selber wurde ich per Diabetes ambulant behandelt.
War wegen anderer Dinge in Kliniken und kam mir vor, wie unter einer Glasglocke.
Von heut' auf morgen entlassen und sieh mal zu, wie du klar kommst.
Am gleichen Tag noch zum Hausarzt, wegen Rezept und Medikamente besorgen und dann in den Alltag geworfen °~°
Panik und sonstige dunklen Gedanken möglichst verbannen.
Hey, wir leben noch und wollen mit allen Sinnen genießen.
Es wird Frühling, die Tage werden heller mit viel Sonnenschein.
Ganz hilfreich finde ich im übrigen auch Musik als Stimmungsaufheller.
Takt macht fröhlich und lässt mich tanzen.
Mein aktueller Ohrwurm zur Zeit
https://www.youtube.com/watch?v=mOFvJVroAJE
Auch gut, auch zu Sport (in Endlosschleife)
https://www.youtube.com/watch?v=aee7AmC_CzY
Gruß Elfe -
am 22.02.2019 19:08:03 | IP (Hash): 1156118018
Ganz lieben Dank für deine Antwort Elfe.
Ich bin momentan irgendwie mit meiner Kraft am Ende, deshalb schreibe ich fast gar nichts. Jetzt habe ich anscheinend auch noch einen Schub beim Crohn. Jedenfalls sind die Entzündungswerte recht hoch.. Das könnte auch den Anstieg des HbA1Cs erklären.
Am Mittwoch war ich bei meiner Hausärztin wegen Reha-Antrag und sprechen, was sie zu Diabetes und Insulin spritzen, sowie zur Schilddrüsenunterfunktion sagt. Leider hat sich das Thema Hausarzt jetzt erledigt. Ich wurde so angeschrieen und fertiggemacht weil ein Befund nicht angekommen ist, dass ich dort erstmal nicht mehr hingehe. Dann muss Diabetologe den Reha-Antrag stellen. Hoffe sie macht es auch. Und wegen Insulin spritzen muss ich auch nur zum Diabetologe. Leider kennt die mich noch nicht so gut. Beim Hausarzt war Vertrauen da. Meine Hausärztin hätte sicher auch ehrlich gesagt, was sie vom sofortigen Insulin spritzen hält. Insbesondere ob sie denkt, dass ich es schaffe. Leider kam es gar nicht dazu. Vorher wurde ich ja schon angeschrieen.
Der Befund vom Diabetologen habe ich auch endlich bekommen. Dort steht drin, dass der Anstieg des HbA1Cs am ehesten auf die Schilddrüsenunterfunktion zurückzuführen ist. Und dass sie erstmal diätisch weiterbehandeln möchte. Was ich aber jetzt nicht mehr möchte. Ich bin am Ende. Vor jeder Mahlzeit bin ich am Grübeln, steigt jetzt der Zucker an oder bekomme ich jetzt Bauchschmerzen davon. Das ist nicht mehr schön.
Ich hätte noch eine andere Frage, insb. an die Diabetiker, die kein Insulin spritzen. War heute beim Sport eine Stunde. Hatte davor vor ca. 2,5 Std etwas gegessen (Nudeln). Das einzige an dem Tag. Im Sport selbst schon und auch nachher hatte ich total das Gefühl unterzuckert zu sein. Kann das überhaupt sein? Oder ist das nur so ein Gefühl, weil ich höhere BZ-Spiegel momentan gewohnt bin. Ich habe dann Traubenzucker genommen und es wurde besser. -
am 23.02.2019 11:00:58 | IP (Hash): 2077170506
bin nicht 11e ;)
Von Hausnummer 100 Menschen, die keine Zuckermedis nehmen und klagen, sich unterzuckert zu fühlen, haben wenigstens 96 den BZ im völlig normalen Bereich und nutzen die Rede einfach als gleichbedeutend mit schlapp und antriebslos. 1-2 machen das sogar mit hohem bis sehr hohem Blutzucker. Ohne konkreten aktuellen Messwert also keine Möglichkeit, tatsächlichen Unterzucker von allgemein schlapp oder z.B. auch niedrigem Blutdruck zu unterscheiden.
Und 1-2 haben tatsächlich ihren BZ um 50 oder 40 infolge einer reaktiven Unterzuckerung. Die gibt es nur bei Menschen mit noch funktionierender eigener Insulinproduktion. Dafür steigt der BZ nach dem Essen erst schön hoch an, weil die erste und größte der normal 2 Insulinantworten fehlt und dann setzt die zweite ein. Und weil die eigentlich nur noch einen kleinen Rest korrigieren soll und für die ganze Aufgabe praktisch unvorbereitet überreagiert und mehr Insulin ausschüttet, als tatsächlich notwendig ist, sinkt der BZ mit dieser Reaktion schneller und tiefer als normal ab. Diesen Effekt kann man mit physischer Aktivität verstärken.
Aber solcher Unterzucker dauert messbar immer nur 5-10 Minuten , weil die Alpha-Zellen im Pankreas schon auf dem Weg dahin reichlich Glukagon ausschütten, das die Leber zum sofortigen Ausschütten von mehr Glukose treibt. Das mies schlappe Gefühl kann allerdings noch ne halbe Stunde anhalten. Aber ne Stunde oder gar noch länger sogenannt unterzuckert Fühlen muss bei Menschen ohne Zuckermedis und mit normal normalem bis höherem Blutzucker andere Ursachen haben als tatsächlich Unterzucker.
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 23.02.2019 18:06:11 | IP (Hash): 334955150
Hallo July,
wer bitte, hat dich da angeschrien in der Praxis ?
Die Hausärztin oder so'ne 'Königin Mutter', die ihre Chefin abschirmt - ggfs. klären.
Kann ja wohl echt nicht sein - und was hast du bitte mit einem fehlenden Befund zu tun !?
Das eine Schilddrüsenunterfunktion für den Anstieg deines Langzeitzuckers verantwortlich sein soll, kann ich nicht nachvollziehen. Als Symptom wurde mir erklärt, daß man eher etwas träge/müde wird, mehr nicht. Hatte für mich jedenfalls keine offensichtliche Wirkung auf BZ, weder vor noch nach L-Thyroxin-Gabe (erst seit paar Jahren, sehr viel später als Diabetes-Diagnose).
Der Blutzucker steigt an bei essen von Kohlenhydraten. Dabei gibt es schnell- und langsam verdauliche.
Auch mit Eiweiß- und Fettanteil der Mahlzeit kannst du die Verdauungsgeschwindigkeit beeinflussen.
Und gar nichts oder nur 1 x am Tag etwas essen, ist da keine Lösung.
Schon gar nicht Nudeln - mit was dazu ?
Beim Sport werden dann die leicht verfügbaren Kohlenhydrate schnell verbraucht und je nach Anstrengung wird einem ganz schwummrig … . Wenn es dir mit Traubenzuckergabe danach besser geht, ist das voll in Ordnung.
Das passiert auch Nichtdiabetikern und ohne externe Insulingabe (sehe das ab und zu im persönlichen Umfeld).
Was das Essen angeht, ist es für dich bestimmt besser, verträgliches für deinen entzündeten empfindlichen Darm zu finden.
Steht gar nicht im Widerspruch zu BZ.
Gemüsegerichte mit Anteil Kartoffel/Nudeln/Reis sind so oder so ganz gut, Mischbrot (nicht unbedingt schwer verdauliches Schwarzbrot), Müsli auf Haferflockenbasis mit Milch/Jogurt als Frühstück z.B..
Habe ab und an bei starken Schmerzen, wenn ich echt nicht mehr wusste was essen, auf Baby-Gläschen-Nahrung zurückgegriffen, um irgendwie bei Kräften zu bleiben.
Na klar schaffst du die Insulingabe per Pen.
Wenn du unter Begleitung es wirklich einmal schaffst festzustellen, daß das nicht schmerzhaft und nicht so schlimm ist, wie von dir befürchtet, hast du gewonnen - und belastet deine Psyche nicht unnötig weiter.
Auf jeden Fall bist du mit deiner komplexen Krankheitsgeschichte in deiner Internistischen/DDG-Praxis besser aufgehoben als beim Allgemein-Mediziner.
Liebe Grüße Elfe -
am 23.02.2019 20:08:46 | IP (Hash): 1156118018
hjt_Jürgen schrieb:
Aber solcher Unterzucker dauert messbar immer nur 5-10 Minuten , weil die Alpha-Zellen im Pankreas schon auf dem Weg dahin reichlich Glukagon ausschütten, das die Leber zum sofortigen Ausschütten von mehr Glukose treibt. Das mies schlappe Gefühl kann allerdings noch ne halbe Stunde anhalten. Aber ne Stunde oder gar noch länger sogenannt unterzuckert Fühlen muss bei Menschen ohne Zuckermedis und mit normal normalem bis höherem Blutzucker andere Ursachen haben als tatsächlich Unterzucker.
eine halbe Stunde trifft es recht gut. Ich dachte es lag am Traubenzucker, aber vielleicht war es ja auch diese Glukagon Ausschüttung..
Man kann jetzt natürlich nur spekulieren, wollte nur wissen, ob es das überhaupt gibt. So eine Unterzuckerung ohne Insulin. -
am 23.02.2019 20:24:48 | IP (Hash): 1156118018
Es war die Hausärztin selbst. Die schreit gerne mal umeinander, ist schnell reizbar,...
Angeblich ist es meine Schuld, wenn der Befund nie ankommt. Mach ich absichtlich laut ihr, weil ich ja kein Vertrauen zu ihr habe und deshalb zum Facharzt gehe. Auch beim Crohn. Sie ist einfach eifersüchtig auf die Fachärzte. Ernsthaft. Das muss man, glaube ich, nicht verstehen. Das ist eine so verdrehte Logik vom Hausarzt, die versteht ein Normalsterblicher nicht. :)
Das mit der Schilddrüse verstehe ich auch nicht wirklich. Im Internet steht Unterfunktion eher Unterzuckerungen, Überfunktion eher höhere BZ-Werte... Da werde ich nochmal nachfragen müssen.
Das Problem mit dem Essen ist einfach, dass ich momentan dank leichten Schub vom Crohn und vllt Schilddrüsenunterfunktion, sowieso keinen großen Hunger habe. Und jetzt mag ich mich auch erst recht nicht zum Essen zwingen, weil ich weiß, dass dadurch auch wieder der BZ steigt. Nudeln esse ich immer im Schub, ist mein Lieblingsgericht :) Aber natürlich schon mit viel Gemüse, fettarmen Frischkäse, etc.
Babygläschen auch so ein Schub-Nahrungsmittel :) Momentan vertrage ich aber leider auch Fruktose anscheinend recht schlecht... Am 14.3. habe ich ja mal die Ernährungsberatung, mal schauen, was da rauskommt.
Mit dem Insulin spritzen schwanke ich jeden Tag. Oftmals denke ich schon, ich kann es schaffen. Und dann wird mir wieder alles zuviel. Nadeln, jeden Tag... :(
Bevor ich es nicht gezeigt bekommen habe und merke wie es wirklich ist, werde ich das ganzen wahrscheinlich nicht irgendwie lösen können. Sondern ich drehe mich nur weiter im Kreis.. -
Elfe
Rang: Gastam 25.02.2019 01:08:22 | IP (Hash): 334955150
Hallo July,
bei allem Verständnis, blicke bei dir nicht mehr durch.
Selbst wenn du versicherungstechnisch ohne Überweisung zu einem Facharzt gehen kannst, wird dennoch immer die Adresse des Hausarztes abgefragt, wohin der Befund dann geschickt wird ~ du gibst deine Hausärztin nicht an !?
Dank Dr. Google vermutest du auf einmal eine Fruktose-Unverträglichkeit !?
Ob da wirklich was dran ist, lässt sich leicht testen.
Was ist das für eine Ernährungsberatung am 14.3 !?!?
Auf dem Silbertablett wird dir jedenfalls nicht die einzig wahre Ernährung und Behandlung serviert.
Bei mir diabetesmäßig ist das so KH-Gehalt in Lebensmitteln (plus Insulindosierung), Laktose ist in Lebensmittel da drin und zu beachten, Magen/Darm sollte nicht überlastet werden und braucht Schonkost … und muss man da so übereinanderlegen und hinkriegen.
Zu lösen nicht alleine, sondern wirklich mit Hilfe eines Hausarztes deines Vertrauens: Allgemeinmediziner (auch Facharzt übrigens) oder Internist oder Internist/Diabetologe.
Falsch ist auf jeden Fall zuhause 'dat arme dier' zu kriegen.
Aufsetzen, Nase putzen, aufstehen und eins nach dem anderen in Angriff nehmen.
Gruß Elfe -
am 25.02.2019 21:08:18 | IP (Hash): 652703116
Hallo Elfe,
also es ist so, ich gehe, mit oder ohne Überweisung, zum Facharzt, sage, bitte einen Befund zum Hausarzt schicken. Macht jede Praxis auch. Aber es kommt oftmals kein Befund an. Was zum Teil auch daran liegt, dass der Hausarzt zwei Praxen hat und die Befunde dann in der anderen Praxis anscheinend rumliegen und nicht in die richtige kommen. Obwohl mir vom Hausarzt versichert wird, dass alles was in der falschen Praxis landet von ihr persönlich in die andere mitgenommen wird. Die haben aber auch ein Chaos überall.
Die Realität sieht so aus: Beispiel Rheumatologe Befund. Es wird ein Befund an die Hausarzt-Praxis geschickt. Es kommt keiner an. Soll ich mich darum kümmern. Was ja eigentlich nicht die Aufgabe des Patienten ist. Ich rufe beim Rheumatologen an, die versichern sie haben ihn geschickt, faxen ihn wieder. Es kommt wieder kein Befund an. Angeblich wurde die gesamte Praxis durchsucht. Ich rufe wieder beim Rheumatologen an, die faxen den Befund das dritte Mal. Komme ich auf die Idee in der zweiten Praxis vom Hausarzt anzurufen, dort liegt dreimal der Befund, sie wundern sich schon warum er jetzt zum dritten Mal gekommen ist.. Er wurde dann zur anderen Hausarztpraxis gefaxt. Plötzlich war er dann auch dreimal in der richtigen Praxis.
Am 14.3. habe ich die Ernährungsberatung bei der Diabetesberaterin, weil ja mein HbA1C weiter gestiegen ist und sie mir nicht glauben, dass ich auf meine Ernährung achte. Bis dahin führte ich auch brav Ernährungstagebuch.
Mein Plan ist jetzt, erst den Schub vom Crohn in Griff zu bekommen. Dann einen neuen Hausarzt zu suchen und bei dem Termin am 14.3. die Diabetologische Praxis fragen, ob die mir den Reha-Antrag ausfüllen. Zudem bei diesem Termin wegen Insulin spritzen und Libre fragen. Schritt für Schritt, auch wenn ich einfach nicht mehr kann. Aber irgendwie muss es weitergehen.
Lg July -
am 25.02.2019 23:17:15 | IP (Hash): 1575634986
Warum geht der Befund da nicht zuerst an Dich? In der Praxis, in der Deine HA Dich anraunzt, kannst Du ihr den dann direkt von Deinem Handy auf das Fax dort schicken oder auch als e-Mail ;)
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 27.02.2019 17:18:40 | IP (Hash): 334955150
Hallo July,
leider kenne ich diese Schwierigkeiten auch - gerade aktuell wieder.
War beim Gastroenterologen und hatte erwartet, daß histologischer Befund beim Hausarzt angekommen ist - nichts dergleichen, nach vier Wochen.
Den Vorabbericht hatte ich noch in die Hand gedrückt bekommen und habe diesen kopiert für meine Unterlagen und dann erst weitergeschickt.
Per Format ist schon zu sehen, daß die 'Sehr geehrten Kollegen' untereinander sich die Befunde schicken und trotz Bitte an mich Kopie zu senden seit Jahren nicht nachgekommen wird.
Manchmal bekomme ich einen Ausdruck vom Hausarzt oder kann auch persönlich beim Facharzt vorbeigehen und Kopie einfordern. Aktuell überlege ich noch, per Anruf nerven oder hingehen °~°
Wie dem auch sei, ich sammle jedenfalls alle Befunde in meiner persönlichen Ablage (und unverständliche Fachwörter bzw. Grenzbereiche von Blutwerten recherchiere im Internet nach).
WIR sind die Menschen, die mit ganz unterschiedlichen 'Empfehlungen' - die sich z. T. widersprechen, zurecht kommen müssen.
Dein gestiegener HbA1c-Wert kann auf deinem Morbus Crohn beruhen, Entzündung allgemein (selbst banale Erkältung) erhöhen den Blutzucker, geschweige denn so eine großflächige chronische Darmentzündung.
Das kannst du mit Ernährung auf KHs achten BZ-mäßig gar nicht in den Griff bekommen.
Ernährungstagebuch zu führen, ist dennoch sehr gut, was du so verträgst oder nicht.
~
Was mich in dem Zusammenhang verwundert hat, daß du Lactoseintoleranz als Indikation angibst und dann im Essen Frischkäse beschreibst.
Habe letztens wg. Akut-Erkrankung per Medikament ein kleines Tablettchen mit Laktose (gibt's nicht anders) einnehmen müssen und brauchte per Minimenge eine Laktrase-Tablette dazu.
Laktose oder auch bei dir vermuteter Fruchtzuckerunverträglichkeit gibt es ganz eindeutige Tests, ob und wie stark das ausgeprägt ist.
https://reizdarm.one/untersuchungen/h2-atemtest/
Habe selber bei Diabetesberaterinnen nur den Blickwinkel auf KH-Gehalt einzelner Lebensmittel erfahren (+ Insulindosierung).
Sonstige Schwierigkeiten blieben da außen vor.
Da gab's dann eher so Ermahnungen allgemeiner Natur vom Arzt - 'deftig' essen mit hohem Fettgehalt zum Zunehmen … Scherzkeks - bei 3c und Übelkeit …
Ist leider so.
Komme mir manchmal vor, als wäre ich mit einer Wünschelrute unterwegs, irgendwie durchkommen ohne klare Antworten zu bekommen.
Habe selbst in Klinik-Aufenthalten meine Diabetes-Utensilien mitgenommen mit anderen Medikamenten, die dann so übernommen worden sind - weil die fachspezifistisch ein enges Blickfeld haben. Und jedesmal mein Sprüchlein aufgesagt: Messe Blutzucker und spritze Insulin, wenn ich denn das Essen per BE einschätzen kann. Selbst ermittelte Ergebnisse wurden im Krankenhausessen nicht berücksichtigt …
War selbst nie ein einer Reha, mir reicht schon Erfahrung s.o..
Was soll dann so bitte ein Kochkurs a la Diabetes ?
Würden die wirklich neue Medikamente verordnen, wenn selbst eine Uni-Klinik das nicht tut, sondern eher per Arztbrief Empfehlungen an überweisenden Arzt schreibt ?
Überlege gut & pass' auf dich auf !
Liebe Grüße Elfe
Bearbeitet von User am 27.02.2019 17:22:51. Grund: + -
am 02.03.2019 18:54:08 | IP (Hash): 652703116
Danke Elfe für deine lange Antwort.
Es ist irgendwie beruhigend zu hören, dass andere auch Probleme mit ihren Ärzten haben und man selbst nicht alleine ist. So wie du es machst, mach ich es auch. Hab schon einen kompletten Ordner. Hausarzt hat mir immer alles kopiert was ich brauchte, und Labor gibt jeder Arzt sofort mit, weil sie wissen, wie schwierig die Blutabnahme generell bei mir ist und teilweise nur ein bis zwei Mal im Jahr überhaupt Blut abgenommen wird deswegen. Jetzt mit Diabetes ändert sich es ja..
War jetzt gestern nochmal beim Gastroenterologen, die nochmal alle Entzündungswerte überprüft haben, wenn ich mich schonmal freiwillig pieksen lasse :D
Es besteht jetzt der Verdacht, dass die hohen Werte beim letzen Mal einfach davon kamen, dass nur meine Antikörper-Infusion nicht so lange wirkt und ich ggf. doch keinen Schub habe.
Dann würde der gestiegene HbA1C Wert nicht durch die Entzündung erklärt werden können.
In zwei Wochen ist ja die Ernährungsberatung, da werde ich mal das Thema Insulin spritzen ansprechen, mal schauen, wie die Praxis darauf reagiert. Mach mir darüber schon ziemlich viele Gedanken. Auch weil ich es irgendwie nicht schaffe, irgendwo so eine Hautfalte zu bilden. Immer habe ich das Gefühl, dass ich da nicht nur Haut in der Hand habe, sondern auch Muskeln, ich habe auch nur wenig Fett generell am Körper. Da wäre es sicher einfacher.
Meine Laktoseintoleranz wurde per Atemtest nachgewiesen. Und körniger Frischkäse hat bspw. nur 1,5-2gr Laktose pro 100 gr. Da reicht mir eine Laktasetablette und fertig. Bei höheren Laktosemengen bekomme ich aber Beschwerden trotz Tablette, deshalb lasse ich bestimmte Produkte weg.
Fruktoseintoleranz ist nur eine Vermutung von mir. Ich werde beim Ernährungstagebuch mal ein Augenmerk darauf legen. Die beim Gastroenterologen sind leider momentan mit den Terminen für Atemtests bereits im August! Von dem her, will ich da erstmal selbst schauen, ob es überhaupt sein kann.
LG July
-
Elfe
Rang: Gastam 05.03.2019 23:13:03 | IP (Hash): 1853499897
Hallo July,
selber habe ich meine persönliche Ablage in zwei Ordnern dokumentiert:
1.) 'Arzt Befunde' mit Ausdrucken der jeweiligen Ärzte,
ergänzt durch zeitnahe eigene Gesprächsnotiz (da wird uns Patienten mehr gesagt/erklärt),
unterteilt in Unterablagepunkte der jeweiligen Fachgebiete (Diabetes, Gastro, Herz, Impfen, Augen, Zähne …)
2.) 'Arzt Infos' enthält selbe Unterteilung w. o.,
mit so allen Beipackzetteln von Medikamenten (beschriftet von/bis),
Broschüren … zum Thema.
~
Mein Laktose-Intertoleranz-Test hat sofort eine hochgradige Empfindlichkeit gegenüber Milchzucker angezeigt. Ist weiter fortgeschritten, so daß ich wirklich auf laktose-freie Milchprodukte zurückgreife.
Mittlerweile ist Laktose auf verarbeiteten Lebensmitteln bzw. 'Spuren von Milch' ausgewiesen (auch Brot, Wurst, Süßstofftabletten …, Medikamente) wo man dieses Zeugs nicht unbedingt erwartet).
Laktase habe ich so nur dabei bei unbekanntem Essen außer Haus oder wenn sich so unangenehme Anzeichen (Druck/Schmerzgefühl Magen/Darm) zeigen. Dann kann ich noch eine Laktase nachnehmen.
~
Hautfalte bilden ist wirklich nur Haut + Unterhautfettgewebe zu greifen.
Also nicht zu tief kneifen, daß spürst du !
Mit Daumen und Zeigefinger so ungefähr nur paar Zentimeter per Fläche zusammendrücken, Haut unter Spannung lässt feine Pennadel schmerzfrei eindringen.
Kannst du schon mal üben mit der Hautfalte ohne Einstechen - Gefühl entwickeln mit überstreichen von unterschiedlichen spitzen Gegenständen: Holz-Zahnstocher, Sticknadel …
~
Fruktose-Intoleranz lässt sich auch per Atemtest feststellen, wenn denn generell (bei mir negativ).
Habe mich dennoch generell mit Fruktose befasst, weil damit angereicherte Produkte (Diabetes) per künstlichem Zusatz das so und so nicht passte.
Fruktose in Obst ist da nicht so das Problem, mengenmäßig per künstlichem Zusatz dagegen schon.
~
Rate Dir nach wie vor, auf Verträglichkeit zu deiner Darmproblematik (bei mir schon ab Magen) zu achten.
Schale und Kerne von Gemüse und Obst entfernen, Kohlsorten und Hülsenfrüchte beobachten.
Liebe Grüße Elfe
Bearbeitet von User am 05.03.2019 23:23:09. Grund: Korrektur Text -
am 06.03.2019 08:24:05 | IP (Hash): 568833662
Manno, wer macht denn heute noch sone Injektionszeremonie mit Hautfalte und Desinfektion - und was kann man da vielleicht noch alles machen?
Die kurzen dünnen Kanülen heute kann frau/man mit leichtem Schwung mit einer Hand vollständig in die Spritzstelle versenken, abdrücken und gut. 4 oder 5 mm gelangen da schon nicht tiefer als bis in das Unterhautfettgewebe.
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 06.03.2019 17:21:45 | IP (Hash): 1853499897
@Jürgen, selber Manno, im wahrsten Sinne des Wortes.
Bei Frauen ist die gesamte Konstitution per Gewebe eben anders.
Vor allen Dingen bei schlanken Frauen, da ist Bauchfett kaum vorhanden.
Die Haut unter Spannung zu setzen, erleichtert das Eindringen der Pennadel, ohne auf Muskelgewebe zu stechen. Dann loslassen und Insulin injizieren.
MFAs machen das bei allen Spritzen so, falls du denn bei aktueller Grippeimpfung mal hingeschaut hättest.
Die 4/5-mm Kanülen sind mir in der Anwendung zu kurz, dringt nicht tief genug ein und so geschätzte eine Einheit läuft zurück aus Einstichstelle, viel zu viel zur Gesamtmenge.
Hatte letztens mal die 5mm-Kanülen als Test, weil sich blaue Flecken zeigten - kleines Blutgefäß getroffen.
Angefangen per Untergewicht habe ich mit 6mm-Kanülen, mittlerweile aber so einigermaßen auf Normalgewicht reicht sowohl per Bauch- und Oberschenkel-Spritzstellen 8mm x 0,3 mm.
Desinfektion ist nicht nötig - wer hat hier das kundgetan ?
Vor der Insulininjektion soll man eine Einheit abgeben, um sicher zu sein, daß keine Luftblase o.a. die Menge beeinträchtigt. Dieses Tröpfchen an der Spitze ist ausreichend - per weiteren Inhaltstoffe des Insulins - und man kann Alkoholtupfer getrost bleiben lassen.
Sowas wurde mir erklärt von Beginn an.
Irgendwie kannst du nicht Zuhören in der ärztlichen Therapie, abgestimmt nun auf zwei Insuline.
Hängst der Vergangenheit nach (hätte/wäre/wenn frühzeitig …), mit Irrungen und Wirrungen. -
am 06.03.2019 17:34:29 | IP (Hash): 568833662
Die Diapens, die's heute leider nicht mehr gibt, weil sie zu teuer und zu klobig waren, wurden vor allem für Kinder gegeben: gespannt mit etwas Druck auf die Haut setzen und auslösen. Keine Hautfalte/-Wulst, und Du willst mir bestimmt nicht erzählen, dass kleine Kinder dickeres Unterhautfettgewebe haben als schlanke erwachsene Frauen, oder?
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 06.03.2019 17:59:17 | IP (Hash): 1853499897
Manno, von Hölzken auf Stöcksen, 'Talent' jedes angefragte Thema per Internet jenseits eigener Erfahrung zu sabotieren. °~°
Du warst nicht Kind und musstest abnehmen … .
Ich habe einen sogenannten Kinderpen per Einstellung per 0,5 Einheiten, um fein dosiert Insulin abgeben zu können.
Und im übrigen, war ich zu Beginn nicht schlank, sondern nur noch Haut & Knochen, was jenseits deiner Vorstellungskraft liegt.
-
am 06.03.2019 18:09:04 | IP (Hash): 568833662
Wollte eigentlich nur schreiben, dass es mit den kurzen und feinen Kanülen überhaupt keine Notwendigkeit mehr für Hautfalte oder Wulst gibt, auch nicht für irgendwelches Strammziehen, sondern dass eine Hand für den winzigen Pieks völlig ausreicht :)
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 06.03.2019 18:31:43 | IP (Hash): 1853499897
Na denn, je nach dem eben doch zu berücksichtigen, liegt außerhalb deiner Vorstellungskraft,
'Wulst' ist echt ein garstig Wort.
Externes Insulin gehört dahin, wo es bestenfalls wirken soll. -
am 06.03.2019 18:45:20 | IP (Hash): 568833662
Elfe schrieb:
Externes Insulin gehört dahin, wo es bestenfalls wirken soll.
Wirken tut's am meisten in der Leber und an den Zellen, die sonst noch Glukose und zu deren Aufnahme Insulin brauchen, und dahin gelangt es via Blutkreislauf. Dafür am besten wäre ein Venenzugang ;)
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 06.03.2019 19:46:10 | IP (Hash): 1853499897
Merkst du selber, was du da für Unsinn schreibst !?!
Dein 'Lieblingsorgan' Leber schüttet Zuckerreserve aus und der Blutkreislauf (+ Lymphe) schafft es, auch extern gegebenes Insulin dahin zu transportieren, um auf KHs reagieren zu können.
Vene/Kanüle ist nicht lustig, sondern besonders unerträglich in Bezug auf Thema von July. -
am 06.03.2019 20:12:10 | IP (Hash): 568833662
Elfe schrieb:
Dein 'Lieblingsorgan' Leber schüttet Zuckerreserve aus und der Blutkreislauf (+ Lymphe) schafft es, auch extern gegebenes Insulin dahin zu transportieren, um auf KHs reagieren zu können.
Die Leber ist unser zentrales Stoffwechselorgan. U.a. reguliert sie auch, was an Zucker und Insulin in den Ganzkörperkreislauf geht: gesund immer genau so viel, wie gerade gebraucht wird - mit T2 halt immer mehr zuviel :(
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 07.03.2019 19:14:49 | IP (Hash): 1853499897
July95 schrieb:
also es ist so, ich gehe, mit oder ohne Überweisung, zum Facharzt, sage, bitte einen Befund zum Hausarzt schicken. Macht jede Praxis auch. Aber es kommt oftmals kein Befund an. Was zum Teil auch daran liegt, dass der Hausarzt zwei Praxen hat und die Befunde dann in der anderen Praxis anscheinend rumliegen und nicht in die richtige kommen. Obwohl mir vom Hausarzt versichert wird, dass alles was in der falschen Praxis landet von ihr persönlich in die andere mitgenommen wird. Die haben aber auch ein Chaos überall.
Die Realität sieht so aus: Beispiel Rheumatologe Befund. Es wird ein Befund an die Hausarzt-Praxis geschickt. Es kommt keiner an. Soll ich mich darum kümmern. Was ja eigentlich nicht die Aufgabe des Patienten ist. Ich rufe beim Rheumatologen an, die versichern sie haben ihn geschickt, faxen ihn wieder. Es kommt wieder kein Befund an. Angeblich wurde die gesamte Praxis durchsucht. Ich rufe wieder beim Rheumatologen an, die faxen den Befund das dritte Mal. Komme ich auf die Idee in der zweiten Praxis vom Hausarzt anzurufen, dort liegt dreimal der Befund, sie wundern sich schon warum er jetzt zum dritten Mal gekommen ist.. Er wurde dann zur anderen Hausarztpraxis gefaxt. Plötzlich war er dann auch dreimal in der richtigen Praxis.
Hallo July,
habe doch tatsächlich Kopie vom Facharzt per Post an mich gesendet bekommen :-).
Aufgrund eines Dreizeilers per E-Mail - kein Telefon, kein persönlicher Besuch, easy.
Hatte mein Hausarzt in seiner Ablage nicht gefunden, warum auch immer - Datumsmäßig hätte das passen müssen.
Auch egal, nehme Kopie mit zum nächsten Quartalstermin und hoffe dann, auf kompetente Besprechung (ggfs. zusätzliche Medikamente notwendig).
Ja, ist nicht unsere Patientenaufgabe, den Ärzten die Befunde hinterherzutragen …, was soll's Hauptsache wir als Patienten kommen klar und werden anständig beraten.
Gruß Elfe
@Jürgen: Du weißt schon, daß Insulin in den Inselzellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Und erst ermöglicht, daß Blutzucker aufgenommen werden kann - Gelle !? - siehe Thema 3c
'Zuviel' Insulin stimmt auch nicht - wirkt nicht so, wie es eigentlich soll.
Vielleicht tät's ja mal wirklich ein Buch zu lesen per Grundlagen (Biologie, Diabetes Typ 2). statt sich auf Internet zu verlassen. -
am 07.03.2019 20:03:16 | IP (Hash): 2135734174
@Elfe: Der optimale „Injekionsort“ für Insulin wäre die Pfortader und von da geht es direkt in die Leber. Da man da aber so schlecht hinkommt ist die nächstbeste Alternative, was die Wirksamkeit angeht, der Insulinport von Roche. Aber der wird nur in wenigen Ausnahmefällen eingesetzt.
Siehe auch:https://www.diabetologie-online.de/a/neuer-weg-bei-der-intraperitonealen-insulingabe-1773515
@Jürgen: Wenn ich denn mal mit Spritze Insulin gebe, mache ich auch eine Hautfalte und auch Stahlkatheter setze ich mit Hautfalte. Empfinde ich als angenehmer, wenn die Haut beim reinstechen nicht nachgibt.
@July: Lese jetzt schon länger in verschiedenen Foren von dir und finde es schlimm, wie mit dir von Ärzten und medizinischem Personal umgegangen wurde... Die mit der zwangsweisen Blutabnahme im Krankenhaus hätte ich angezeigt... geht gar nicht!
Die Vorstellung, sich mehrmals täglich spritzen zu müssen, erschreckt erstmal jeden und für dich ist es besonders schlimm. Beim selber Spritzen gibt es aber einige Möglichkeiten es schmerzfrei hinzubekommen: Emla-Creme, die Haut vorher mit nem kleinen Stein, Glasnugget oder ähnlichem kühlen (vorher in den Kühlschrank legen) und auch vor den Zustechen die Nadel ganz vorsichtig auf die Haut drücken hilft unangenehme Stellen zu vermeiden.
Ich kann es zum Beispiel überhaupt nicht leiden, wenn mir andere Spritzen verpassen. Lässt sich nicht immer vermeiden, aber ich bestimme die genaue Stelle und den richtigen Augenblick lieber selber.
Ich bin mir sicher, wenn du dich erst ein paar mal getraut hast, klappt das. Lass dich nicht drängen und hetzen und nimm dir gerade bei den ersten Versuchen die Zeit, die Du brauchst.
Du schaffst das!
Bearbeitet von User am 07.03.2019 20:17:24. Grund: Korrektur -
Elfe
Rang: Gastam 08.03.2019 01:16:51 | IP (Hash): 1853499897
@Heike
Dein Link ist deine Technik-Denke mit Pumpe eh schon, Zugang noch viel tiefer.
Gruselig.
Wenn das so nur wirklich möglich wäre, wäre alles ad absurdum in der Medizin per Medikament oral, Infusion, Injektion,
Blut-/Lymphe-Kreislauf verteilt das schon zur Wirkung.
Diabetes-speziell - die Verdauung dauert auch eine Weile bis zur Glukose, bis dahin ist auch externes Insulin im Kreislauf - und trifft sich.
Spritzen geben und Blutabnahme von Anderen ist je nach Talent unterschiedlich.
Kanüle setzen in Vene ist damit sowieso nicht gleichzusetzen.
Insulin wird in Unterhaut gegeben mit ganz feinen Nadeln.
Überwinden und wirklich mal selbst erleben, gar nicht so schlimm. -
am 08.03.2019 09:56:46 | IP (Hash): 512375175
Elfe schrieb:
Wenn das so nur wirklich möglich wäre, wäre alles ad absurdum in der Medizin per Medikament oral, Infusion, Injektion,
Was Heike beschrieben hat, ist nicht Technikdenke, sondern der normale natürliche Weg. Das Insulin gelangt aus dem Pankreas über die wenigen Zentimeter Pfortader direkt in die Leber - um ein großes Vielfaches konzentrierter als nachher im Ganzkörper-Blutkreislauf. Und das meiste vom natürlichen Insulin kommt über die Leber auch gar nicht hinaus, weil es da drin zuerst mal z.B. für das Auffüllen vom Glykogenspeicher und für die Umwandlung von Glukose zu Speicherfett verbraucht wird. In den Ganzkörperkreislauf geht dann gesund sehr exakt dosiert genau so viel an Glukose und Insulin, wie darin jeweils direkt gebraucht wird.
Unsere Art der Applikation durch die Injektion ins Unterhautfettgewebe ist lediglich ein armseliger Behelf, der den natürlichen Funktions- und Verteilprozess komplett auf den Kopf stellt, aber zum Glück meistens ausreichend gesund steuerbar funktioniert.
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
Bearbeitet von User am 08.03.2019 11:25:26. Grund: Ergänzung2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 08.03.2019 17:56:52 | IP (Hash): 1853499897
@Jürgen
Selbstverständlich ist Heike versiert in Technikdingen, falls dir das entgangen sein sollte.
Hast du ihren Link mal angesehen - für sie als langjährige Pumpenträgerin wohl eher weniger Berührungsängste mit OP und Katheter implantieren.
Glykogen wird eben nicht nur in der Leber gespeichert, sondern in erheblichem Maße auch in den Muskeln, jeweils mit unterschiedlicher Funktion.
https://flexikon.doccheck.com/de/Glykogenspeicher
Brauchen wir dann so Igelmäßig noch so paar Zugänge zu den Muskeln ?
Scherz ;-)
Armselig finde ich die Subkutane Gabe keineswegs,
im Gegenteil, mit den heutzutage verfügbaren dünnen Pennadeln.
Wirkt gut, wie manches andere auch, was wir oral an Tabletten einnehmen und verteilt sich über Blut/Lymphe. -
am 08.03.2019 18:55:57 | IP (Hash): 1994009015
Die Diskussion, wo Insulin am Besten wirkt, war mir irgendwie zu kompliziert und auch teilweise zu gruselig, dass ich es nur überflogen habe. Hoffe, ich habe dadurch jetzt nicht irgendwas wichtiges überlesen.
Ich habe es jetzt mehrmals probiert, am Bauch scheitere ich mit Hautfalte machen komplett. Wobei ich, denke ich, auch nicht in den Bauch spritzen könnte. Wo es gut geht mit der Falte und anscheinend auch nicht so schmerzhaft ist, ist die Stelle oberhalb der Hüfte. Da ist die einzige Stelle, wo ich etwas Fett habe. Ich bereite mich momentan innerlich darauf vor, indem ich Hautfalte machen übe und dann mit dem Fingernagel etwas drücke. So merke ich auch welche Stellen weniger empfindlich sind. Bauch wahnsinnig empfindlich bei mir. Oberschenkel außen, relativ weit oben dagegen weniger.
Wahrscheinlich würde ich echt die zwei Stellen, also Oberschenkel und Flanke hernehmen.
Am Montag oder Dienstag erfahre ich das Ergebnis der Entzündungswerte. Und sollten die in Ordnung sein, habe ich mir fest vorgenommen am Donnerstag beim Diabetologen wegen Insulin spritzen zu fragen. Weil ich kann einfach nicht mehr. Es kann natürlich sein, dass ich dann in der Praxis einen Rückzieher mache, aber eigentlich habe ich es vor...
Am Mittwoch Abend gab es bei uns Pizza selbst belegt und im Pizzaofen gebacken. Große Ausnahme, sonst würde ich sowas nie essen. Ich habe ca. 1/4 gegessen (Fertigteig) mit Champignons und 1/2 Scheibe Käse. Habe es irgendwie gar nicht vertragen und der Blutzucker hat sich auch sehr darüber gefreut. Durfte noch Nachts zweimal Aufstehen um aufs Klo zu gehen, vorher auch schon ständig. Das habe ich sonst nie mit der Nacht... Also definitiv keine Pizza mehr.
-
am 08.03.2019 19:14:18 | IP (Hash): 1994009015
HeikeOV schrieb:
@July: Lese jetzt schon länger in verschiedenen Foren von dir und finde es schlimm, wie mit dir von Ärzten und medizinischem Personal umgegangen wurde... Die mit der zwangsweisen Blutabnahme im Krankenhaus hätte ich angezeigt... geht gar nicht!
Die Vorstellung, sich mehrmals täglich spritzen zu müssen, erschreckt erstmal jeden und für dich ist es besonders schlimm. Beim selber Spritzen gibt es aber einige Möglichkeiten es schmerzfrei hinzubekommen: Emla-Creme, die Haut vorher mit nem kleinen Stein, Glasnugget oder ähnlichem kühlen (vorher in den Kühlschrank legen) und auch vor den Zustechen die Nadel ganz vorsichtig auf die Haut drücken hilft unangenehme Stellen zu vermeiden.
Ich kann es zum Beispiel überhaupt nicht leiden, wenn mir andere Spritzen verpassen. Lässt sich nicht immer vermeiden, aber ich bestimme die genaue Stelle und den richtigen Augenblick lieber selber.
Ich bin mir sicher, wenn du dich erst ein paar mal getraut hast, klappt das. Lass dich nicht drängen und hetzen und nimm dir gerade bei den ersten Versuchen die Zeit, die Du brauchst.
Du schaffst das!
Danke für deine Antwort. Es tut so gut, von jedem zu hören, dass es machbar ist.
Der Tipp mit dem Stein ist super. Das werde ich ausprobieren. Habe schon überlegt so Eisspray zu verwenden. Weiß aber nicht, ob man das dann in Kombination mit Insulin überhaupt machen darf. Nicht dass dadurch dann das Insulin nicht mehr wirkt?
Emla-Salbe nehme ich zu Blutabnahme/Infusionen her, aber der Apotheker hat gemeint, dass ich es nicht beim Insulin spritzen verwenden soll. Weil man die Creme nicht so häufig anwenden darf, besonders nicht täglich, weil irgendwelche Stoffe über die Haut aufgenommen werden können. Außerdem ist die ja auch sauteuer.
Was bringt es die Ärzte dort anzuzeigen, ich habe keine Beweise. Und im Zweifel für den Angeklagten...
Außerdem haben sie ja einen angeblichen "Grund" warum ich unbedingt zu dem Zeitpunkt (Mo) eine neue Zugangsnadel benötigt habe. Und sie mich deshalb auch zwingen konnten. Weil ich hatte ja Eisenmangelanämie (Hb bei 7) und ich brauchte ja angeblich dringend an diesem Tag eine Eiseninfusion. Nachdem sie erstmal tagelang gewartet hatten (Do zuvor Notfalleinweisung wegen diesem Hb-Wert), plötzlich ganz dringend brauchte ich die Infusion angeblich. Aber irgendwie habe ich dann die angeblich so dringend benötigte Infusion erst zwei Tage später am Mi bekommen (Eiseninfusionen erkennt man ja an der Farbe)... Das kann ich aber nicht beweisen. Ich vermute einfach sie wollten irgendeinen Grund warum jetzt genau in der Situation eine Nadel gelegt werden muss, wo es gar keinen Grund gab. Sie hatten nur keinen Bock darauf, dass ich mich geweigert habe. -
Elfe
Rang: Gastam 08.03.2019 19:42:29 | IP (Hash): 1853499897
Hallo July,
hatte selber HB kleiner 7 und Eisenspeicher leer.
Drama - Anruf auf der Arbeit, vollkommen verdattert.
Wurde erstmal überwiesen zum 'Blut'-Facharzt.
Statt empfohlener Bluttransfusion wurde wg. anderer Gefahren jedenfalls auf Eisen in Kapselform zurückgegriffen. 2 x pro Tag, später 1 x - dann so stetig über Wochen&Monate im Bereich angelangt.
~
Was dich total verunsichert sind unangenehme Erfahrungen mit Kanülensetzen in die Vene.
Hat aber kaum was mit Insulingeben per Pen zu tun, die Nadeln sind fein und wird in die Unterhaut gespritzt.
Und du machst das selber !
Hat auch mit normalen medizinischen Spritzen per Stärke und Länge nichts zu tun.
Andere Personen können die Schmerzempfindlichkeit ja nicht spüren, du selbst handelnd schon.
Sprühen erstmal viel Alkohol auf (kühlt auch) und setzen dann Kanüle.
Schau dann gar nicht hin, und tut auch weniger weh (Einbildung ;-))
Gruß Elfe -
am 08.03.2019 20:04:41 | IP (Hash): 512375175
July95 schrieb:
Die Diskussion, wo Insulin am Besten wirkt, war mir irgendwie zu kompliziert und auch teilweise zu gruselig, dass ich es nur überflogen habe. Hoffe, ich habe dadurch jetzt nicht irgendwas wichtiges überlesen.
Wenn ich verstehen kann, wie was bei mir nicht so recht funktioniert und wie’s richtig funktioniert, ist das für mich schon ein großer Schritt weg von Grusel hin zu normal. Und wenn sich mit diesem Verstehen dann auch noch ergibt, was ich selbst dafür tun kann, dass es wenigstens im Ergebnis besser funktioniert, ist das für mich sehr ent- statt be-lastend. Nicht zuletzt, weil ich z.B. beim Diabetes mit dem Verstehen der Abläufe im Zusammenhang mit höherem Blutzucker nicht fürchten müsste, für ne Viertel Pizza statt normal überhaupt nicht, bei der Nacht danach wg extremem Blutzucker praktisch als Beweis dafür sogar gleich 2mal raus gemusst zu haben ;)
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 09.03.2019 17:00:50 | IP (Hash): 1853499897
Das Wort 'gruselig' habe ich auch verwendet, für noch weiter gehenden Zugang innerlich per OP.
Klappt auch per Pen ganz gut,
weil sich das Insulin und der Blutzucker nach Aufschließen per benötigter Zeit eben im Organismus per Verteilung über den Kreislauf treffen.
Mahlzeiteninsulin wird abgestimmt über sogenannte IE/BE-Faktoren, bedeutet soundsoviel KHs brauchen soundsoviel Insulin (unterschiedlich per Tageszeit = Biorhythmus).
Basalinsulin (ev. bei July ausreichend) unterstützt den Grundkreislauf ohne Essen, da aufgrund verschiedener innerer Prozesse der BZ-Spiegel ansteigen kann.
Wie man an die richtige Dosis kommt, wird per Schulung erklärt mit Feintuning über Diabetologen.
Das ist nun wirklich kein Hexenwert, sondern logisch mit kleinem Einmaleins und wie man auch selbst z.B. einen Basalratentest durchführt oder die Faktoren anpassen kann.
Pizza wird bei July wegen Laktoseintoleranz (jedenfalls nicht Fertigpizza) wohl kaum vorkommen, zusätzlich zu ihren Darmbeschwerden.
Zumal Pizza ja eigentlich BZ-mäßig gar nicht so schlimm ist, wie gemeinhin gedacht.
Die Kohlenhydrate werden in Übergang durchaus gebremst durch Belag (je nach Sorte) plus Käse.
Im übrigen war in der Schulung die Pizza das Parade-Beispiel für Schwerverdaulich - dauert bis zu 7 h !.
Mahlzeiteninsulin teilen und ev. FPEs notwendig. -
am 09.03.2019 17:51:01 | IP (Hash): 422697666
@Elfe
July95 schrieb:
Am Mittwoch Abend gab es bei uns Pizza selbst belegt und im Pizzaofen gebacken. Große Ausnahme, sonst würde ich sowas nie essen. Ich habe ca. 1/4 gegessen (Fertigteig) mit Champignons und 1/2 Scheibe Käse. Habe es irgendwie gar nicht vertragen und der Blutzucker hat sich auch sehr darüber gefreut. Durfte noch Nachts zweimal Aufstehen um aufs Klo zu gehen, vorher auch schon ständig. Das habe ich sonst nie mit der Nacht... Also definitiv keine Pizza mehr.
darauf hab ich geantwortet - nicht zuletzt, weil sich das für mich so liest, als wenn da mehr Müssen etwas sehr kurzgeschlossen als Beweis für viel zu hohen BZ interpretiert wird.
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 09.03.2019 18:18:50 | IP (Hash): 1853499897
@Jürgen,
Sorry, ich bitte dich um Entschuldigung !
Julys Text zur Pizza habe ich überlesen.
Fertigteig käme mir so und so gar nicht in den Sinn und laktosefreier Käse selbstverständlich.
Gruß Elfe -
am 09.03.2019 18:40:04 | IP (Hash): 831207386
Elfe schrieb:
Hallo July,
hatte selber HB kleiner 7 und Eisenspeicher leer.
Drama - Anruf auf der Arbeit, vollkommen verdattert.
Wurde erstmal überwiesen zum 'Blut'-Facharzt.
Statt empfohlener Bluttransfusion wurde wg. anderer Gefahren jedenfalls auf Eisen in Kapselform zurückgegriffen. 2 x pro Tag, später 1 x - dann so stetig über Wochen&Monate im Bereich angelangt.
Bei mir wurden keine Tabletten im Krankenhaus gegeben. Grund wurde genannt, dass der Eisenmangel zu groß sei. Darum musste die Eiseninfusion sein. Und bei Entlassung dann Tabletten. Die meine Gastroenterologin aber sofort zwei Tage später wieder abgesetzt hat, weil man im akuten Schub keine Eisentabletten gibt. Nur Infusionen. Man hat ja Eisenmangel im Schub, weil der Darm kein Eisen aufnehmen kann, wie soll es dann mit Tabletten klappen...
Elfe schrieb:
Was dich total verunsichert sind unangenehme Erfahrungen mit Kanülensetzen in die Vene.
Hat aber kaum was mit Insulingeben per Pen zu tun, die Nadeln sind fein und wird in die Unterhaut gespritzt.
Und du machst das selber !
Hat auch mit normalen medizinischen Spritzen per Stärke und Länge nichts zu tun.
Andere Personen können die Schmerzempfindlichkeit ja nicht spüren, du selbst handelnd schon.
Sprühen erstmal viel Alkohol auf (kühlt auch) und setzen dann Kanüle.
Schau dann gar nicht hin, und tut auch weniger weh (Einbildung ;-))
Gruß Elfe
Sobald ich es einmal selbst schaffe, bzw. erstmal mit Hilfe, werde ich merken, ob es machbar ist oder nicht. Meine Therapeutin vermutet auch, dass es klappen kann, weil ich es selbst mache und nicht irgendjemand mir was "tun" will.
-
am 09.03.2019 18:49:35 | IP (Hash): 831207386
Bei der Pizza war es das erste Mal, dass ich so lange mit Toilettengängen und Durst zu kämpfen hatte. Das waren mindestens sechs Stunden. Ich weiß nicht, ob es mit der Pizza zu tun hat. Mir ist es halt aufgefallen. Und beim Googlen scheint Pizza ja zuckertechnisch relativ schwierig zu sein. Obwohl sie ja bei mir zumindest vom Belag her relativ fettarm war, Tomaten passiert und Champignons haben kein Fett und eine halbe Scheibe Käse ca. 4 gr Fett. Keine Ahnung, wie jetzt die Pizza BZ-technisch gewirkt hat, mir ist halt dieser Zusammenhang aufgefallen. Und wenn ich nicht messe, gibt es halt nur einige wenige Anhaltspunkte, wo ich vermuten kann, dass der BZ zu hoch ist.
Es war eine große Ausnahme, die ich sonst nie machen würde. Habe auch mit ziemlichen Bauchschmerzen, Übelkeit, Sodbrennen, etc pp dafür bezahlt. Aber ich wollte halt auch einfach mal mitmachen und nicht immer sagen müssen, nein das darf ich nicht essen und das darf ich nicht essen. Und den anderen dann zuschauen...
Hartkäse ist doch sowieso laktosefrei, KH 0gr pro 100 gr, warum schreibst du dann extra von laktosefreien Käse? Fertigteig ist auch laktosefrei, also wegen der Laktoseintoleranz wäre es sicher kein Problem gewesen. -
Elfe
Rang: Gastam 09.03.2019 19:21:34 | IP (Hash): 1853499897
Hallo July,
ist bei mir nun mal so, daß ich auf jedes Krümelchen Laktose reagiere.
Bei handelsüblichem Käse wäre ggfs. Parmesan per Reifung laktosefrei, Scheibenkäse oder andere Milchprodukte enthalten immer noch kleine Mengen Laktose, die bei weniger empfindlichen Personen durchaus ausreichen können, lt. Laktoseernährungsberatung.
Ich selber greife auf wirklich laktosefreie Milchprodukte zurück und achte auch sonst bei verarbeiteten Lebensmitteln auf Zutatenliste.
Fertigteige - Pizza, Keks, Blätterteig - können Laktose enthalten.
Mit selber erstellen, kann man sich die Zutaten zusammenstellen - Hefeteig dauert.
Eisenmangel ist keineswegs ein Schub.
Das passiert wirklich über längere Zeit, solch niedrige Werte und bei mir Eisenspeicher komplett zu leeren (hat auch was mit starker Monatsblutung zu tun).
Im weiteren Verlauf hat sich noch gezeigt, daß zur Blutbildung notwendige Vitamin-B12-Aufnahme nicht mehr funktioniert ~ brauche dieses per Spritze in Umgehung des Magens - kann dies nicht verwerten.
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 09.03.2019 19:25:07. Grund: + -
am 09.03.2019 21:15:42 | IP (Hash): 422697666
July95 schrieb:
Aber ich wollte halt auch einfach mal mitmachen und nicht immer sagen müssen, nein das darf ich nicht essen und das darf ich nicht essen. Und den anderen dann zuschauen...
Wie ich das lese, hast Du da grad mal Deine wesentliche Herausforderung angesprochen, dass Du was darfst oder nicht darfst. Das zieht sich so mehr oder weniger deutlich ausgeschrieben durch alle Deine bisherigen Beiträge, und wenn ich mit diesem Ansatz leben müsste, hätte ich bestenfalls HBA1c 10 statt 5,5 und besser.
Warm? - Weil ich chronisch dazu neige, meistens gerade das machen zu wollen, was ich nicht darf, und meistens nur das recht zuverlässig zu machen, was ich wirklich will.
Ich will meinen Blutzucker 24/7 jeweils die meisten von 24 Stunden im völlig gesunden Rahmen, und dafür will ich nach Möglichkeit immer nur so viel von dem essen und trinken, was für mich in diesen Rahmen passt.
Und genau: Nicht ich darf nicht, sondern ich will wirklich nicht, was da nicht hinein passt.
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 11.03.2019 20:28:08 | IP (Hash): 1853499897
@Jürgen
Da hast du nur Deine spezielle BZ-Brille auf der Nase.
BZ-Werte sind bei July gar nicht so hoch, daß externes Insulin gar nicht notwendig erscheint - ggfs. oral ausreichend ?
Du hast die Komplexität von Julies Bewerden nicht verstanden !
Kenne das sehr wohl auch, in Gesellschaft dieses und jenes nicht mitessen zu wollen.
Nur 3c und auf Laktose achtend (nicht mal Morbus Crohn, schon besonders):
- Wieviel KHs sind da drin ? - Insulindosierung
- Wieviel Fett ? - Kapsel Fettenzym
- Wieviel Milchzucker ? - Kapsel(n) Laktase
Drei Medikamente notwendig per pi x Auge = Da vergeht mir echt der Appetit.
Je nach Situation eben nur Kaffee schwarz, Essen auswärts per Buffet oder Speisekarte entsprechend auswählen. -
am 12.03.2019 13:19:25 | IP (Hash): 831207386
Elfe schrieb:
Eisenmangel ist keineswegs ein Schub.
Das passiert wirklich über längere Zeit, solch niedrige Werte und bei mir Eisenspeicher komplett zu leeren (hat auch was mit starker Monatsblutung zu tun).
Im weiteren Verlauf hat sich noch gezeigt, daß zur Blutbildung notwendige Vitamin-B12-Aufnahme nicht mehr funktioniert ~ brauche dieses per Spritze in Umgehung des Magens - kann dies nicht verwerten.
Ich hatte damals einen Schub und Eisenmangel. Bzw. der erste heftige Eisenmangel mit Anämie ist entstanden, dadurch dass ich drei Jahre unentdeckt Crohn hatte und der somit drei Jahre auch nicht behandelt worden ist. Beim zweiten Schub hatte ich auch einen leichten Eisenmangel. Wo sofort eine Infusion gegeben wurde. HB war da noch 12,2, aber sie wollten gleich sicher gehen.
B12 Wert passt bei mir noch. 330 (bei Ref. 211-960). -
am 12.03.2019 13:22:51 | IP (Hash): 831207386
hjt_Jürgen schrieb:
July95 schrieb:
Aber ich wollte halt auch einfach mal mitmachen und nicht immer sagen müssen, nein das darf ich nicht essen und das darf ich nicht essen. Und den anderen dann zuschauen...
Wie ich das lese, hast Du da grad mal Deine wesentliche Herausforderung angesprochen, dass Du was darfst oder nicht darfst. Das zieht sich so mehr oder weniger deutlich ausgeschrieben durch alle Deine bisherigen Beiträge, und wenn ich mit diesem Ansatz leben müsste, hätte ich bestenfalls HBA1c 10 statt 5,5 und besser.
Warm? - Weil ich chronisch dazu neige, meistens gerade das machen zu wollen, was ich nicht darf, und meistens nur das recht zuverlässig zu machen, was ich wirklich will.
Ich will meinen Blutzucker 24/7 jeweils die meisten von 24 Stunden im völlig gesunden Rahmen, und dafür will ich nach Möglichkeit immer nur so viel von dem essen und trinken, was für mich in diesen Rahmen passt.
Und genau: Nicht ich darf nicht, sondern ich will wirklich nicht, was da nicht hinein passt.
Ich finde es gut, wie du verzichtest.
Bei mir ist es nochmal etwas anderes. Ich bin ja noch relativ jung mit 23 und da spielt die Peer-Group noch eine große Rolle. Und ich muss dazu sagen, wie Elfe auch angedeutet hat, es geht bei mir ja auch nicht nur um den BZ. Sondern noch um vieles mehr. Und ich verzichte auf einiges. Und hab auch auf einiges verzichten müssen schon, nur als Beispiel mein Crohn wurde eine Woche nach den Abi-Prüfungen diagnostiziert. Heißt, alle anderen waren Abi feiern und ich lag im Krankenhaus für zwei Wochen... -
am 12.03.2019 13:33:32 | IP (Hash): 831207386
Elfe schrieb:
BZ-Werte sind bei July gar nicht so hoch, daß externes Insulin gar nicht notwendig erscheint - ggfs. oral ausreichend ?
Du hast die Komplexität von Julies Bewerden nicht verstanden !
Kenne das sehr wohl auch, in Gesellschaft dieses und jenes nicht mitessen zu wollen.
Nur 3c und auf Laktose achtend (nicht mal Morbus Crohn, schon besonders):
- Wieviel KHs sind da drin ? - Insulindosierung
- Wieviel Fett ? - Kapsel Fettenzym
- Wieviel Milchzucker ? - Kapsel(n) Laktase
Drei Medikamente notwendig per pi x Auge = Da vergeht mir echt der Appetit.
Je nach Situation eben nur Kaffee schwarz, Essen auswärts per Buffet oder Speisekarte entsprechend auswählen.
Das war zwar in dem Beispiel mit der Pizza nicht so. Da wollte ich einfach auch was essen, ohne Nachdenken zu müssen und nicht den anderen beim Pizza essen zuschauen wollen.
Aber was du erzählst, so geht es mir ständig. Ist da jetzt
Laktose drin - Tablette,
ist das essen Fettig - lieber nicht essen, mag besonders mein Magen nicht
zu viel Gemüse - mag mein Darm auch nicht, wird dann nicht aufgenommen..
zu viele KH - schlecht für den Zucker
Was soll ich dann noch essen??
Ich weiß nicht, ob man in meinem Fall irgendwelche Tabletten geben kann um den Zucker zu senken. Einige hemmen ja die Aufnahme der KH im Darm, die würde ich auf keinen Fall nehmen.
Irgendein Mittel, SGTL2-Hemmer, oder so, da scheidet man den Zucker eher durch Urin aus. Ab 140 statt 180 mg/dl. Vielleicht wäre sowas geeignet. Oder halt doch gleich Basal-Insulin..
Wenigstens weiß ich seit gestern, dass mein Darm momentan nicht entzündet ist. Der eine hohe Wert hat eine Lücke aufgezeigt, wo die Infusion nicht gewirkt hat, zwei Tage lang. Sonst fast 7 Wochen wirkt die Infusion. Von dem her, kann der gestiegene HbA1C nicht an einer Darm-Entzündung liegen.
Donnerstag habe ich ja endlich den Termin beim Diabetologen. Mal schauen was jetzt rauskommt. Ich will auf jeden Fall jetzt irgendwas nehmen, damit der BZ gesenkt wird. Ich kann so nicht mehr. -
Elfe
Rang: Gastam 12.03.2019 17:49:49 | IP (Hash): 1853499897
Liebe July,
schon gut, daß du bald einen Termin beim Diabetologen hast, was mögliche Medikamente zur BZ-Senkung angeht.
Meines Erachtens wäre Basalinsulin (nur 1 - 2 x in den Oberschenkel zu geben) am besten für Dich.
Gelangt direkt in den Kreislauf in Umgehung des Magen-/Darm-Traktes, der bei dir schon angegriffen ist.
Orale Medikamente greifen doch sehr ein und haben dort (selbst Metformin) ev. Nebenwirkungen und müssen 'eingeschlichen' werden.
Die SGTL2-Hemmer senken die Nierenschwelle und Zucker (der eigentlich in den Körper gehört) wird per Pippi ausgeschieden. Eine recht häufige Nebenwirkung besonders bei Frauen sind Entzündungen im Genitalbereich, die sehr unangenehm sein können, per Schmerz/Juck/Behandlung.
Hier eine Übersicht über Diabetes-Medikamente mit ganz unterschiedlichem Wirkprofil
https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/typ-2-diabetes/medikamente-gegen-typ-2-diabetes.html
zum Ansehen als Vorbereitung zum Arztgespräch.
Versuch macht klu'ch', ev. mal ausprobieren, möchte dir da nicht vorgreifen.
~
Ärzte haben lt. meiner Erfahrung nur wenig Zeit zu Ernährungs-/Verträglichkeits-Fragen.
Ev. bekommst du ein paar Einzeltermine bei der Ernährungsberaterin verschrieben.
Da kannst du mehr Fragen stellen, nicht nur so BZ-mäßig.
~
Vor deiner aktuellen Frage in Gegenüberstellung der empfohlen Ernährungsempfehlungen stand ich auch, da passte nichts zum anderem und war praktisch gar nichts übrig.
Viel ausprobieren per Verträglichkeit (bei mir Problem chronische Magenentzündung (eine Etage höher)):
- Mikrowelle ist mein bester Freund. Rohkost (Möhren, selbst Paprika mit schwerverdaulicher Haut in Stücke geschnitten) sind so per 1-2 min bei 600 Watt leicht erhitzt gut verträglich.
- Salatgurke, Eisberg- und grüner Salat sind roh geschnibbelt per Wasser-Gehalt mit selbst gerührtem Joghurt-Dressing auch o.k.
- Milch- und Ei-Eiweiß klappt auch ganz gut.
Fleisch so gut wie gar nicht - bekomme die Fasern schon nicht auseinander (nur Vermutung).
- Brotsorten habe ich durchprobiert und da ein Mischbrot, ein Vollkornbrot und sogar ein Knäckebrot gefunden
~
Auswärts essen ist ein Problem !
Aber per Speisekarte lässt sich auch beim Italiener ev. noch etwas finden.
Habe dann so prophylaktisch in kleinem Tablettenbehältnis Laktrase und Fettenzyme dabei.
Die Nebenwirkungen einer Event-Mahlzeit zeigen sich erst Stunden später, wenn man eh wieder allein daheim klarkommen muss.
~
July, du bist sooo tapfer per Morbus Crohn-Behandlung und Infusionen, so'n Basal-Insulin per feinem Nädelchen schaffst du locker !
Gruß Elfe -
am 12.03.2019 21:41:36 | IP (Hash): 1718229196
July95 schrieb:
Bei mir ist es nochmal etwas anderes. Ich bin ja noch relativ jung mit 23 und da spielt die Peer-Group noch eine große Rolle. Und ich muss dazu sagen, wie Elfe auch angedeutet hat, es geht bei mir ja auch nicht nur um den BZ. Sondern noch um vieles mehr. Und ich verzichte auf einiges. Und hab auch auf einiges verzichten müssen schon, nur als Beispiel mein Crohn wurde eine Woche nach den Abi-Prüfungen diagnostiziert. Heißt, alle anderen waren Abi feiern und ich lag im Krankenhaus für zwei Wochen...
In Deinem Alter war ich mit meinem Hadern mit meinem Schicksal gerade durch. Also nicht mehr alle paar Tage drüber nachgrübeln, was alles wg Polio als Baby zu kurz und teilweise gelähmten linken Beines nicht ging, sondern endlich mal aktiv zu schauen, was eben damit noch ging. Und nachdem ich so mit dem Teil des Nichtgehens abgeschlossen hatte, hat sich mir mit dem neuen und unbelasteten Ansatz ne erstaunliche Menge Nochgehen erschlossen, allem voran, was heute noch - 50 Jahre weiter - meine Frau ist ;)
Ok, ich hatte bis zu der Entscheidung fast Deine ganze Lebenslänge an Zeit verbrauchen können und zudem das Allesgehen nie erlebt, das ja wahrscheinlich bis in die Nähe vom Abi Deine Lebensperspektive bestimmt hatte. Also hatte ich auch anschließend mit dem Ausbau meines Nochgehens keinen Klotz vom Vergleich mit vorvorherigem Allesgehen am Hinkebein. Hatte es damals also schon gewissermaßen leichter als Du heute.
Und dazu kommt jetzt natürlich noch meine Opasammlung an Lebenserfahrung, aus der sich heute so schön locker formulieren lässt:
Lass, was nicht mehr geht, hinter Dir! Fokussiere einzig, was noch geht! Erhalte das FÜR DICH (nicht für Deine Ärzte!) und baue das nach Möglichkeit aus! Daumendrück :)
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 13.03.2019 18:02:51 | IP (Hash): 1853499897
Hallo July,
was ich noch unbedingt als Ergänzung zu deinem Termin morgen sagen möchte:
Weißt du, was in der Infusion an Wirkstoffen gegen die Darmentzündung drin ist !?
Ev. können auch diese für eine BZ-Erhöhung verantwortlich sein - ev. Kortison enthalten !?
Unbedingt vorlegen beim Arzt.
Wird sowieso abgefragt, was man als Medikamentation bekommt, eigentlich.
Per Tabletten hat man Packung und Beipackzettel zur Hand.
Was man als Infusion im Krankenhaus in die Vene bekommt, eher weniger Informationen, da muss man ggfs. nachfragen.
Gruß Elfe
und melde dich bitte, wie dein Termin verlaufen ist.
Bearbeitet von User am 15.03.2019 17:14:04. Grund: Löschen @ -
am 13.03.2019 23:15:04 | IP (Hash): 1169573473
Hallo July,
auch von mir für deinen Besuch bei der Diabetologin:
Wenn Frau Elfe dir den SGLT2-Hemmer verbietet, dann hat das keinen realistischen Hintergrund. Sie ist aus Prinzip Gegenerin von Diabetestabletten und beschimpft jeden, der es anders sieht. Dabei hat sie sich mit oralen AntiDiabetika überhaupt nicht beschäftigt, was sie für sich ja auch nicht muss. Es ist nicht so, dass ich dir die Tabletten besonders empfehlen will, aber wenn du mit deiner Ärztin darüber reden willst, dann kannst du unvoreingenommen an das Thema heran gehen.
Elfe redet davon, dass du dir den Pen bei Basalinsulin in den Oberschenkel hauen musst. Für mich wäre das eine unschöne Vorstellung. Bei dieser Frage kannst du beruhigt sein. Basalinsulin kann in den Bauch und wenn du das lieber möchtest, auch in den Oberschenkel gespritzt werden.
Alles Gute für den Termin bei der Diabetologin, Rainer -
am 14.03.2019 15:42:37 | IP (Hash): 831207386
Ganz lieben Dank euch allen für die Antworten. Ich habe sie noch gelesen, aber hatte keine Zeit mehr zum Antworten.
Also @Elfe meine Infusion, ich habe extra nachgeschaut, enthält Inflectra (ein Immunsuppressivum ohne Cortison) und als Zusätze zwei Salze, eine Zuckerart und ein Bindemittel, also alles kein Kortison. Und wird dann auf mit einer NaCl-Infusion verdünnt. Aber danke für den Hinweis.
@Rainer, ich habe orale Medikamente nie ausgeschlossen, es klang auch für mich bei Elfe nicht wirklich danach, als wäre sie generell komplett gegen diese Medikamente.
@Jürgen, das wusste ich nicht. Sorry. Dachte du hättest "nur" mit deinem Diabetes zu kämpfen. Umso mehr freut es mich zu lesen, wie gut du klar kommst.
So jetzt aber zu meinem Besuch beim Diabetologen.
Sie war wahnsinnig nett und hat sich 30 Minuten Zeit für ein Gespräch genommen, trotz vollem Wartezimmer. Weil sie auch einfach gespürt hat, wie verzweifelt ich momentan bin.
Ergebnis vom dem Gespräch:
1. Sie füllt mir meinen Reha-Antrag aus, ist für sie kein Problem :)
2. Für sie ist die Schilddrüsenunterfunktion ein möglicher Grund für den gestiegenen HbA1C Wert und diese sollte behandelt werden. es ist aber für sie in Ordnung, dass ich momentan erst noch die nächste Blutwerte abwarten möchte
3. Wenn Medikamente, dann wirklich Basal-Insulin, aber dass kann sie mir nur verschreiben, wenn ich mich selbst BZ messen kann. Vorher macht sie es nicht. Das ist momentan bei mir gar nicht drin. Wichtig ist halt die regelmäßige HbA1c-Kontrolle bis dahin.
4. Ich soll mir überlegen, ob ich zu ihr Vertrauen habe und dann auch das mache, was notwendig ist oder ob ich mir lieber einen anderen Arzt suchen möchte. Sie würde sich aber freuen, wenn ich mich entscheide, bei ihr bleibe. Aber ohne Vertrauen wird es halt schwierig. Hat sie komplett recht.
4. Zu meiner Ernährung hat sie gesagt, dass ich viel zu wenig esse (wusste ich ja selbst) und wir haben vereinbart, dass ich jetzt wenigstens zweimal am Tag esse und die zweite Mahlzeit erstmal nur ein Joghurt mit Obst ist, und dann später zu einer richtigen Mahlzeit wird und der Joghurt ggf. dann ne Zwischenmahlzeit wird, damit ich wieder auf meine notwendigen Kalorien komme. Sie hat auch mein Problem total verstanden, dass ich einfach Angst habe vor dem BZ-Anstieg und deshalb nichts esse. Sie hat mir probiert etwas die Angst zu nehmen, wirklich gelungen ist es ihr leider nicht.
5. Darum hat sie vorgeschlagen gleich den HbA1C zu messen per Blutabnahme. (Normal wäre es Mitte April geplant). Dann hätte ich Gewissheit, dass er nicht drastisch gestiegen ist und könnte wieder mehr essen. Hat mir aber komplett die Entscheidung überlassen. Ich wollte es dann auch.
Und dann :( :( :( :(
Die Arzthelferin war schon angepisst, dass sie jetzt bei mir schon wieder Blut abnehmen muss. Das letzte Mal war vor zwei Monaten, also so häufig ist es ja jetzt auch nicht. Ich habe schon voll die Angst gehabt. Die angenervten Kommentare haben es nicht besser gemacht. Erstes Mal habe ich total weggerissen, so dass die Nadel gleich wieder draußen war. Zweites Mal habe ich gezuckt, dann kam kein Blut weil sie nicht gescheid in die Vene kam. Beim Dritten Mal dasselbe. Vor zwei Wochen beim Gastroenterologen haben sie ohne größere Probleme Blut abgenommen, einmal stechen etwas gezuckt ja, aber es lief trotzdem.
Dann haben sie komplett entnervt ausgegeben, mit dem Kommentar, wenn die Ärztin unbedingt eine Blutabnahme braucht, soll sie es halt machen, sie haben keine Lust mehr. Ich habe dann noch versucht ihnen zu erklären, dass es psychologisch überhaupt nicht gut ist, hier jetzt abzubrechen. Weil ich dann beim nächsten Mal wahrscheinlich gar nicht mehr kommen werde. Dann hieß es von der einen, dann komme ich halt nicht mehr. Ich habe mich dann beruhigt. Beim Rausgehen habe ich noch gefragt, ob ich Tavor nehmen könnte das nächste Mal, weil es beim nächsten Mal nach der Aktion heute nur noch viel schlechter klappen würde. Dann hieß es, wenn es beim nächsten Mal nicht klappt, wird gar kein Blut mehr abgenommen. Und dann????
Das nächste Mal ist zum Scheitern verurteilt. Im Oktober Ogtt: 1. Blutabnahme funktionierte einigermaßen, 2. Blutabnahme mussten sie dreimal stechen, Im Januar Kontrolle 1 Stechen, aber dann machte die Vene nicht mehr mit und es kam viel zu wenig Blut und ich hatte davor ca. eine Std hyperventiliert, keiner hat es gemerkt, jetzt dreimal stechen ohne Erfolg.... Ich hatte in dieser Praxis noch nie ein Erfolgserlebnis. Jedes Mal ist es schlecht gelaufen.
Sorry, dass ich jetzt so viel schreibe, aber ich bin einfach so fertig. -
am 14.03.2019 17:23:40 | IP (Hash): 745799082
Hallo July,
das tut mir echt leid für dich. :=(
Die Schwestern gehören zur Praxis und wenn die nicht mitspielen wollen, dann nützt dir die verständnisvollste Ärztin nichts. Wenn du keinen anderen Weg findest, (z.B. dass dein Hausarzt das HbA1c bestimmt,) dann musst du wohl weiter nach einem geeigneten Diabetologen suchen.
Bitte höre auf, so wenig zu essen. So groß ist die akute Gefahr bestimmt nicht, dass dich eine ordentliche Mahlzeit gleich umschmeißt. Wenn du kein Übergewicht befürchten musst, dann wäre BZ-mäßig die Variante mit vielen kleinen Mahlzeiten bestimmt eine gute Alternative.
Alles Gute, Rainer -
am 14.03.2019 18:27:36 | IP (Hash): 1185466947
Weil Chefs das eher selten tun, sind Stiche von Ärztin oder Arzt meistens schmerzhafter.
Normal können die Personen in einer Praxis am erträglichsten stechen, die das meistens machen. Und auch bei denen funktioniert das nicht immer gleich gut, auch wenn sie sich immer die gleiche Mühe geben. Einmal, weil jeder Mensch anders als jeder andere Schmerz empfindet, und dann, weil sich in 100 verschiedenen Armen die Venen wenigstens 100mal verschieden finden und stechen lassen - WENN die betreffende Person STILL hält!
Wenn die plötzlich wegzieht, wie Du das offenbar machst, wird daraus für die Person, die stechen soll, das reine Glücksspiel und mit jeder Wiederholung ne immer größere Zumutung!
Und statt den Mitmenschen Fehlverhalten vorzuwerfen, denen Du mit Deinem Verhalten so ein völlig sinnfreies Glücksspiel aufzwingst, bei dem sie praktisch nur verlieren können, wäre schon lange erwachsene Zeit an Dir, ihnen für die Blutentnahme bei Dir ne mit Dir machbare Fixierung vorzuschlagen. Voll in dem Bewusstsein, dass die dann selbstverständlich bei Deiner Anspannung nur schmerzhafter sein kann, als wenn Du einfach locker lassen würdest. -
Aber so würdest Du den Menschen, denen Du den Auftrag für ihre professionelle Mithilfe zur Erhaltung Deiner Gesundheit erteilst, nicht beständig die absolut notwendige Grundlage für ihre Arbeit entziehen!
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 14.03.2019 22:31:14 | IP (Hash): 1853499897
Hallo July,
da hast du mich missverstanden, hatte dich übrigens auf Möglichkeit oraler Medikamente hingewiesen, da viele meiner Mitmenschen sehr gut damit klarkommen.
Ich selber nicht und wollte dir nur die Angst nehmen vor Insulingaben per Pen.
Blutabnahme aus der Vene ist für HbA1c-Bestimmung gar nicht notwendig.
In 'meiner' Diabetesschwerpunktpraxis genügt dazu eines Fingerpieks mit Gewinnung eines Bluttropfens.
Dann wird mittels zwei feinen Proberöhrchen das Blut aufgesogen und wandert sofort ins Messsystem (HPLC). 1 x für BZ-Wert und 1 x für Langzeitwert.
Deine Diabetes-Praxis ist scheinbar dazu Gerätemäßig nicht so gut ausgestattet, sondern ist auf Venenblut per Analyse extern angewiesen.
Nur 1 x pro Jahr wird mir in der Praxis per Vene Blut entnommen wegen großem Blutbild, 3 x sonst s.o.
MFAs sind da durchaus geübter als Ärzte, die für Infusionen verantwortlich sind.
So Kalorienmäßig wurde mir per Klinik empfohlen, sogenannte Aufbaunahrung zu probieren.
Gibt's im Tetrapack in Apotheken.
Ev. Alternative für dich ?
Gruß Elfe -
am 15.03.2019 21:17:03 | IP (Hash): 831207386
Rainer schrieb:
Hallo July,
das tut mir echt leid für dich. :=(
Die Schwestern gehören zur Praxis und wenn die nicht mitspielen wollen, dann nützt dir die verständnisvollste Ärztin nichts. Wenn du keinen anderen Weg findest, (z.B. dass dein Hausarzt das HbA1c bestimmt,) dann musst du wohl weiter nach einem geeigneten Diabetologen suchen.
Bitte höre auf, so wenig zu essen. So groß ist die akute Gefahr bestimmt nicht, dass dich eine ordentliche Mahlzeit gleich umschmeißt. Wenn du kein Übergewicht befürchten musst, dann wäre BZ-mäßig die Variante mit vielen kleinen Mahlzeiten bestimmt eine gute Alternative.
Alles Gute, Rainer
Danke Rainer.
Ich habe leider auch keine Hausarzt mehr, nachdem sie vor ca. 3 Wochen ausgetickt ist und mich dermaßen angeschrien hat wegen einem fehlenden Befund und dem Reha-Antrag. Deshalb keine Alternative in Sicht.
Habe aufgrund deiner Antwort mit dem Wechseln mal geschaut, bei uns in der Region gibt es absolut keine Praxis die noch für mich in Frage kommt.. :(
Also muss ich es irgendwie das nächste Mal mit den Arzthelferinnen hinbekommen.
Mit der Diabetologin haben wir ja vereinbart wie ich essen soll. Eine Hauptmahlzeit mit Kohlenhydrate und die zweite darf am Anfang ruhig mit weniger KH sein. Was habe ich heute gemacht, natürlich wieder nur einmal gegessen, gestern auch. Und dann stelle ich mich wieder auf die Waage und stelle entsetzt fest, dass ich wieder abgenommen habe, obwohl das ja klar ist.
Einfach das Wissen, wie zu hohe BZ Werte den Körper schaden... Ich weiß ja überhaupt nicht wie hoch ich tatsächlich nach der oder der Mahlzeit komme. :( -
am 15.03.2019 21:33:55 | IP (Hash): 831207386
hjt_Jürgen schrieb:
Weil Chefs das eher selten tun, sind Stiche von Ärztin oder Arzt meistens schmerzhafter.
Normal können die Personen in einer Praxis am erträglichsten stechen, die das meistens machen.
Da stimme ich dir zu. Ärzte lasse ich äußerst ungerne stechen. Das Problem in der Praxis ist, dass anscheinend immer die gleiche der Praxis im Labor ist. Und das ist eine junge frisch ausgelernte und die traut sich bei mir nicht. Deshalb macht es die Diabetesberaterin, die ich aber sonst noch nie im Labor gesehen habe.. Und die hat halt sehr wahrscheinlich wenig Übung.
hjt_Jürgen schrieb:
Und auch bei denen funktioniert das nicht immer gleich gut, auch wenn sie sich immer die gleiche Mühe geben. Einmal, weil jeder Mensch anders als jeder andere Schmerz empfindet, und dann, weil sich in 100 verschiedenen Armen die Venen wenigstens 100mal verschieden finden und stechen lassen - WENN die betreffende Person STILL hält!
Wenn die plötzlich wegzieht, wie Du das offenbar machst, wird daraus für die Person, die stechen soll, das reine Glücksspiel und mit jeder Wiederholung ne immer größere Zumutung!
Ich habe ihnen gezeigt, welche Vene sie hernehmen sollen. Wenn sie eine nehmen, wo ich sage, dass die nicht geht, dann kann ich auch nichts machen, wenn kein Blut kommt.
Ja, beim ersten Mal habe ich weggerissen, da hätte niemand geschafft mir Blut abzunehmen.
Aber beim zweiten und dritten Mal habe ich nur gezuckt. Und in Gastro-Praxis hätte es hingehauen.
hjt_Jürgen schrieb:
Und statt den Mitmenschen Fehlverhalten vorzuwerfen, denen Du mit Deinem Verhalten so ein völlig sinnfreies Glücksspiel aufzwingst, bei dem sie praktisch nur verlieren können, wäre schon lange erwachsene Zeit an Dir, ihnen für die Blutentnahme bei Dir ne mit Dir machbare Fixierung vorzuschlagen. Voll in dem Bewusstsein, dass die dann selbstverständlich bei Deiner Anspannung nur schmerzhafter sein kann, als wenn Du einfach locker lassen würdest. -
Aber so würdest Du den Menschen, denen Du den Auftrag für ihre professionelle Mithilfe zur Erhaltung Deiner Gesundheit erteilst, nicht beständig die absolut notwendige Grundlage für ihre Arbeit entziehen!
Wenn ich sage, sie sollen mich stark festhalten, es aber nicht machen, was soll ich noch machen. Es wird ja bei jeder Blutabnahme festgehalten und das sage ich auch klar und deutlich, dass es ohne nicht funktioniert. Aber wenn dann nur so alibimäßig festgehalten wird, kann es nicht klappen. Es müsste viel fester sein, dass ich nicht wegziehen kann. Aber das wollen die anscheinend nicht. Ich habe jetzt nochmal eine Seite geschrieben, wie es klappen könnte. Hoffe sie beachten es mal, die Ärztin hat es beim ersten Mal ja wenig bis gar nicht interessiert.
Ich kann ihnen ja auch nicht vorschreiben, wie sie es machen müssen. Nur Vorschläge machen, wenn sie die dann nicht umsetzen, was soll ich tun.
Das nächste Mal ist die letzte Chance, schaffe ich es überhaupt hinzugehen. Wenn es wieder schief geht, kann ich nicht mehr. Überlege momentan ob ich frage, ob es mal wer anderes machen könnte. Aber die anderen Arzthelferinnen kenne ich halt überhaupt nicht.. -
am 15.03.2019 21:44:18 | IP (Hash): 831207386
Elfe schrieb:
Hallo July,
da hast du mich missverstanden, hatte dich übrigens auf Möglichkeit oraler Medikamente hingewiesen, da viele meiner Mitmenschen sehr gut damit klarkommen.
Ich selber nicht und wollte dir nur die Angst nehmen vor Insulingaben per Pen.
Blutabnahme aus der Vene ist für HbA1c-Bestimmung gar nicht notwendig.
In 'meiner' Diabetesschwerpunktpraxis genügt dazu eines Fingerpieks mit Gewinnung eines Bluttropfens.
Dann wird mittels zwei feinen Proberöhrchen das Blut aufgesogen und wandert sofort ins Messsystem (HPLC). 1 x für BZ-Wert und 1 x für Langzeitwert.
Deine Diabetes-Praxis ist scheinbar dazu Gerätemäßig nicht so gut ausgestattet, sondern ist auf Venenblut per Analyse extern angewiesen.
Nur 1 x pro Jahr wird mir in der Praxis per Vene Blut entnommen wegen großem Blutbild, 3 x sonst s.o.
MFAs sind da durchaus geübter als Ärzte, die für Infusionen verantwortlich sind.
So Kalorienmäßig wurde mir per Klinik empfohlen, sogenannte Aufbaunahrung zu probieren.
Gibt's im Tetrapack in Apotheken.
Ev. Alternative für dich ?
Gruß Elfe
Ja, die brauchen immer richtige Blutabnahme. Es wird dann aber auch mehr bestimmt als nur der HbA1c. Ich wäre auch so froh drüber, wenn jedes Quartal Blutbild mitgemacht wird, auch um zu sehen, ob sonst alles passt. Aber wenn es nicht funktioniert, ist es so eine Sache.
Also ich bekomme ja meine Infusionen immer ambulant in meiner Gastro-Praxis. Und dort legen immer die Arzthelferinnen die Kanülen. Das funktioniert mittlerweile seit über einen Jahr wieder super, bis auf mal eine Ausnahme - klar immer mit starken Festhalten, Ablenken, Betäubungscreme und auch dort zucke ich mal weg. Aber es funktioniert. Und die können echt stechen, da merkt man bei einer Blutabnahme gar nichts. Z. T. auch bei den Zugangsnadeln kaum. Weil sie es können, ich darauf vertrauen kann, dass es klappt und siehe es klappt auch.
Solche Nahrungsergänzungsdrinks möchte ich eigentlich nicht. Bin ja auch nicht im Untergewicht oder so. Habe zwar ein paar Kilo verloren, aber bin immer noch beim BMI 20. Und ich hoffe, jetzt wenn das Studium wieder anfängt, dass ich dann auch wieder mehr essen werde. Mittags in der Mensa mit anderen. Ob Abends dann nochmal, weiß ich nicht.
-
am 12.04.2019 22:22:42 | IP (Hash): 23347864
So ich gebe mal ein Update von meinem letzten Arztbesuch:
Also ich war heute mal wieder bei meiner Diabetologin. Sie hat mir meinen Reha-Antrag ausgefüllt zurückgegeben und gemeint bei meiner Kombi Diabetes, Crohn und Angststörung würde sicher eine Reha genehmigt. :) ich hoffe es so sehr.
Was sie mit Freude registriert hat, dass ich jetzt das BZ messen wenigstens versuchen möchte, bzw. wenigstens schon mal ein Messgerät daheim haben möchte ohne Messgerät komme ich ja nie einen Schritt weiter. Sie hat mir dann gleich ein Starterpaket mitgeben wollen. Es war aber von Beuer?? oder so und das wollte ich nicht, wollte das Akku Chek Guide. Weil ich über das Gerät und speziell über die FastClix Stechhilfe viel positives gelesen habe. Dann hat sie gemeint, dass ich mir online bei Akku-Chek ein kostenloses Messgerät bestellen kann. Dann gäbe es auch keine Probleme mit der Krankenkasse, sollte ich das Messen nicht schaffen. So kann ich es unverbindlich erstmal ausprobieren.
Ich habe jetzt heute nachmittag auf der Website eins bestellt. Bin mal gespannt, wenn es ankommt.
Eine Frage hätte ich jedoch, wurde euch vom Diabetologen/Diabetesberater erklärt oder gezeigt, wie genau das Stechen und Messen geht oder ist das wirklich so einfach, dass man das einfach so machen kann ohne groß Fehler zu machen??
Und dann wurde noch Blut abgenommen, auch Schilddrüsenwerte also TSH, T4 und Antikörper auf Hashimoto. Im Gespräch hat sie es vorsichtig angesprochen, dass es unbedingt klappen sollte und sie die Werte unbedingt braucht. Wusste ich ja auch.
Das Blutabnehmen hat dieses Mal das erste Mal in der DiaPraxis echt gut hingehauen. Sie lernen dazu anscheinend. :D
Ich musste überhaupt nicht wirklich warten, damit ich mich nicht wieder in Panik reinsteigern kann. Und dann hat mich dieses Mal auch eine andere Arzthelferin festgehalten. Eine ältere/erfahrene, die es echt super gemacht hat, so fest, dass ich nicht wegziehen konnte und die mich auch die ganze Zeit abgelenkt hat. Sonst hat es ja eine sehr junge versucht, die aber einfach nicht die Kraft hatte meinen Arm wirklich festzuhalten und sich auch nicht getraut hat. Und da ich wusste, dass sie es nicht schafft mich richtig festzuhalten, hatte ich dann noch mehr Angst.
Nächste Woche muss ich nochmal hin um die Blutergebnisse zu besprechen. Dann muss ich aber lange Warten, weil ich natürlich dafür keinen Termin mehr habe. Der heutige wäre ja dafür gewesen, mit der Voraussetzung eigentlich davor zum Blutabnehmen zu kommen, war ich aber nicht. Und sie haben jetzt keine freien Termine mehr die nächsten Zeit. Und dann erfahre ich auch, wie es jetzt bei mir weitergeht mit Medikamenten oder ob doch eine Möglichkeit besteht neben dem blutigen Messen auch ein Libre zu bekommen. Will ich unbedingt fragen.
-
am 13.04.2019 11:58:38 | IP (Hash): 658874989
Hallo July,
schön, dass das dieses Mal so gut geklappt hat :)
Sogar ohne Elma? Warst ja nicht drauf vorbereitet, oder?
Und den Rest schaffst Du auch...
Ob mir das mit dem Messen jemals erklärt wurde, kann ich gar nicht mehr sagen, vermute aber schon. Bei den Messgeräten und Stechhilfen sind meistens gut Anleitungen mit Bildern dabei. Und Videos findet man im Netz auch. -
am 13.04.2019 12:03:56 | IP (Hash): 364432743
HeikeOV schrieb:
Und den Rest schaffst Du auch...
Ich schließe mich Heike an und drücke dir fest die Daumen, dass es für dich weiter so gut läuft.
Beste Grüße, Rainer -
am 15.04.2019 09:55:04 | IP (Hash): 890854493
HeikeOV schrieb:
Hallo July,
schön, dass das dieses Mal so gut geklappt hat :)
Sogar ohne Elma? Warst ja nicht drauf vorbereitet, oder?
Und den Rest schaffst Du auch...
Ob mir das mit dem Messen jemals erklärt wurde, kann ich gar nicht mehr sagen, vermute aber schon. Bei den Messgeräten und Stechhilfen sind meistens gut Anleitungen mit Bildern dabei. Und Videos findet man im Netz auch.
Danke dir.
Es war mit Emla. Ich habe mir schon denken können, dass sie pieksen wollen. Aber trotzdem ist es super gelaufen. :)
Ich bin mal gespannt wann mein Blutzuckermessgerät ankommt. Dann zeigt sich, ob ich es mit dem Messen schaffe oder nicht..
Danke auch dir Rainer. -
am 18.04.2019 15:42:38 | IP (Hash): 23347864
So ich war jetzt nochmal beim Diabetologen mit meinem neuen BZ Messgerät.
HbA1C ist wieder auf 6,3 gesunken. Es sind aber auch die Werte, wo ich fast nichts gegessen habe mit darunter. Deshalb ist er wenig aussagekräftig.. Bin jetzt im DMP eingetragen, habe ein Rezept mit 50 Streifen und eins mit 204 Lanzetten bekommen und ein Blutzucker-Tagebuch.
Ich habe jetzt mit der Diabetesberaterin das erste Mal gemessen bzw. sie hat gemessen. Am Vortag habe ich mit der Stechhilfe OHNE Nadel schonmal geübt. Es hat schon ohne Nadel 3 Std gedauert bis ich mich getraut habe, den Auslöser zu drücken :( Als das aber geschafft war, habe ich ca. 200 Mal einfach so probiert und die Angst etwas verloren.
Heute in der DiaPraxis wurde es mir genau erklärt und dann einfach gepiekst. Stufe 3 :( :( Aber es ging ich hatte keine Panik, aber es war schon sehr unangenehm, jedoch nicht wirklich schmerzhaft.
Ergebnis nüchtern 147 mg/dl ca. 8 Uhr :( also doch deutlich zu hoch. Die Ärztin will jetzt erstmal drei-vier Wochen ein Tagebuch geführt haben mit BZ-Werten 4x am Tag (nüchtern und jeweils 2 Std nach der Mahlzeit). Wenn nicht geht, dann weniger. Da soll ich mir nicht so einen Stress machen.
Jetzt habe ich daheim gemessen, nach ca. 2 Stunden nach dem Essen. Erster Versuch FastClix 0,5 kam gar nichts. :( Zweiter Versuch mit 1,5 kam ein kleiner Tropfen. Ich habe dann vorsichtig so ausgestrichen, dass ein größerer Tropfen kommt, nicht gedrückt oder so, hofffe das ist okay?
Dabei ist aber das Messgerät ausgegangen, ich nicht gemerkt, aufgetragen. Wieder eingeschalten, Ergebnis: zu frühe Blut Auftragung...
Zum Glück war das Blut noch vorhanden. Deshalb mit einem zweiten Streifen gemessen. Ergebnis 124. Das kann jetzt entweder nicht hinhauen. Oder mein Darm braucht einfach länger um das Essen zu verdauen?? Weil von 147 auf 124 und dazwischen zwei Std vorher Mittag. Da fehlt mir entschieden der Anstieg. Der Wert müsste viel höher sein. Würde es Sinn machen, einfach später zu messen als nach zwei Stunden? Ich soll eigentlich nach zwei Stunden messen, aber das bringt ja echt nichts..
-
am 18.04.2019 15:48:02 | IP (Hash): 1929087270
Es kann schon passen, der Wert muss nicht höher sein.
Bevor du dir ernsthaft Gedanken machst, sammle erst mal ein paar Werte um den typischen BZ-Verlauf heraus zu kriegen.
Das machst du toll - weiter viel Erfolg,
Rainer -
Elfe
Rang: Gastam 18.04.2019 18:42:27 | IP (Hash): 804374119
Hallo July,
super und tapfer, daß du dir dieses BZ-Messen nun zutraust :-)
Blöd, daß dein Messgerät sich einfach ausschaltet und nicht warten kann.
Bei meinem Messgerät zählt das von 5 runter und zeigt ggfs. eine Fehlermeldung an.
Mit selben Messstreifen kann ich dann noch ein wenig Blut hineinziehen lassen und Ergebnis wird angezeigt.
'Noch genügend Blut vorhanden' nach zeitkostendem Wechsel zum neuen Teststreifen würde ich nicht nehmen, sondern an anderem Finger erneut Blutprobe durch neues Pieksen gewinnen (Blut verändert sich durch Kontakt mit Luft sehr schnell durch Gerinnung).
Genügende Blutmenge sollte durch Stechhilfe schon da sein, nicht zu wenig.
Wenn per Augenmaß nicht erfolgreich, besser nochmal an anderer Stelle.
Eingestellte Eindringtiefe an der Stechhilfe ist das eine, aber auch wie du diese auf der Fingerbeere seitlich aufsetzt. Die gesamte runde Auflagefläche sollte auf der Hautstelle liegen, nicht zu schwach und nicht zu stark aufgedrückt (per Delle).
Dein Nüchternwert ist schon recht hoch, mit 8:00 morgens aber zeitlich auch recht spät.
Die Beeinflussung des Zuckerspiegels per Gegenhormone zum Insulin findet ab ca. 2/3 Uhr in der Nacht statt, was ich am frühen Morgen ca. 6 Uhr auf der Bettkante messen und gegenregulieren musste.
Wenn dein Morgenwert mit Mittagessen sinkt, ist das ein sehr gutes Anzeichen, daß dein Organismus die BZ-Regulierung gut hinbekommt.
Was hast du für ein Tagebuch bekommen - nur Aufzeichnungen von Uhrzeit und Messwert ?
Ggfs. notierst du dir noch, was du gegessen hast in Zusammenstellung der Mahlzeit - KH-Schätzung mit anderen Bestandteilen wie Fett, Eiweiß, Ballaststoffe vorhanden ?
Jenseits des propagierten 2 h-Wertes kann auch späteres Messen nach 3 h einen weiteren Hinweis geben. wie der BZ in deinen Organismus hinein tröpfelt.
Du hattest das doch selbst aktuell unter anderem Thema sehr gut erklärt :-) und weißt die Grundlagen.
Gruß Elfe -
am 18.04.2019 21:24:48 | IP (Hash): 23347864
So ich habe es jetzt mit den 10 bzw. 8 Teststreifen alle Stunde gemessen, weil die Werte nicht stimmig waren. Auch wenn es sehr schwer gefallen ist. Aber so habe ich jetzt einmal einen vermutliche klassischen Verlauf von mir, nur leider im höchsten Anstieg habe ich fast eine Stunde Sport gemacht, sonst hätte ich sicher gesehen, wie es normal weitergeht, weil die typischen Symptome sind gekommen. Bloß normalerweise bleiben sie viel viel länger erhalten.
Also ich gebe jetzt mal chronologisch meine Werte: mySugr sei Dank, das Blutzuckertagebuch führe ich gerade nicht, weil ich nicht weiß, wie es machen soll. Hat sechs Spalten, für je Mahlzeit 2 und davon eine vor und eine 2-Stunden Wert, für besondere Bemerkungen gibt es für die ganze Seite, reicht für immer eine Woche, gerade mal zwei Zeilen, da ist mir MySugr lieber.
12.30 Uhr 1 Teller Nudeln (nicht Vollkorn) mit Tomatensauce, wenig Fett, 1 TL körniger Frischkäse, Dauer vom Essen ca. 1/2 Stunde
15.15 Uhr also ca. 2 Stunden später 126
16.15 Uhr also ca. 3 Stunden später 143
17.15 Uhr also ca. 4 Stunden später 171!
so wäre es weiter gegangen, habe dann auch starken Harndrang bekommen. Also nach ca. 4 Stunden war das Essen dort, wo es ins Blut kommt, irgendwie komisch...
ab 17.45 Uhr- 18.30 Uhr Sport, erste halbe Stunde geringe Belastung, Zunahme Beschwerden, hab da aber nicht gemessen
letzte 15 Min extremes Ausdauer/Krafttraining, danach ich würde das jetzt mal als leichte Hyposymptome einschätzen, Zittern, Müdigkeit, Schlappheit, Frieren, etc.
18.30 Gemessen nach dem Training 131
19.30 stärkere "Hyposymptome" 115
Frage an euch, können trotz der gemessenen normalen 131 und 115 wirklich Hyposymptome auftreten, oder ist das von irgendwas anderem?
Kann es sein, wenn ich wirklich weiter gestiegen bin auf über 200 und dann plötzlich wahnsinnig Sport mache, dass ich dann schnell runterkrache und deshalb die Hyposymptome habe?
-
am 18.04.2019 21:30:09 | IP (Hash): 23347864
Ach so, noch als Zusatz: ich benutze das Accu Chek Guide, da dauert der Wechsel für einen neuen Teststreifen wenigen Sekunden, max. 2 würde ich sagen. Das ist komplett unkompliziert. Ich denke das geht noch von der Länge.
Stechtiefe nehme ich jetzt 1,5. Die passt. So klein wie nur möglich. Mit 0,5 und 1 kommt leider kein Blut. Bei 1,5 klappt es nach den ersten Anlaufschwierigkeiten einigermaßen. Zweimal hatte ich zuwenig Blut auf dem Teststreifen. Jedes Mal wo ich geschwitzt hatte, direkt nach dem Sport und 1 Stunde danach.
Was macht ihr gegen schwitzige Finger? Ich habe sie erst abgewaschen, dann vor dem Stechen noch einmal mit Tempo getrocknet. Gepiekst, alles schweißig. Erster Tropfen abgewischt. Auf den zweiten gewartet, der war dann zu wenig für den Teststreifen. Der dritte ging dann.. Aber mit etwas vorsichtigen Ausstreichen. Nochmal pieksen ist mir zuviel. -
am 25.04.2019 15:44:26 | IP (Hash): 1487893266
Puh, ich hab jetzt mal einige Beiträge in deinem Thread gelesen - die Mitte aber überflogen. Ich denke du kannst echt stolz auf dich sein, dass du das mit dem Pieksen mittlerweile so gut hinbekommst. Langfristig kannst du dann bestimmt einschätzen, wann der Blutstropfen groß genug für die Messung ist.
Was deine Werte angeht: Ich musste auch erstmal akzeptieren lernen, dass die Werte oft seltsam sind und gar nicht so wie man es erwarten würde. Meine Werte sind nach dem Essen oft deutlich besser als nüchtern. Den größten "negativen" Einfluss haben bei mir zwei Dinge: Krankheit und Stress. Ich hatte meine Werte fast wieder im Normbereich und bei einer Erkältung mit Husten (vermutlich leichte Bronchitis, Gliederschmerzen aber kein Fieber) stiegen meine Werte nüchtern wie nach dem Essen aus dem fast gesunden Bereich auf bis zu 160mg/dl an. Sobald ich im Urlaub bin liegen meine Nüchternwerte - selbst wenn ich sie erst früh um 8 messe i.d.R. mittlerweile knapp unter 100. Wenn ich arbeiten muss sieht das ganz anders aus. Messe ich sofort nach dem Weckerklingeln (5:50 Uhr), dann bin ich auch noch in diesem Bereich. Messe ich aber erst später (auch wenn ich liegen bleibe, weil ich mal später los muss), dann steigt der Nüchternwert gerne mal auf bis zu 135 an. Träume ich schlecht oder wache nachts mehrfach auf, oder schlafe schlecht ein weil mir die Arbeit im Kopf rumgeht - dann ist mein Nüchternwert immer erhöht. Mich würde es nicht verwundern, wenn deine Angst vor dem Stich deinen Nüchternwert auch kurzfristig nochmal nach oben schießen lässt. Wann misst du denn? Hast du mal versucht direkt nach dem Aufwachen noch im Liegen den Blutzucker zu messen? Probier das mal aus!
Auch beim Sport (insbesondere Krafftraining) steigt mein Blutzucker auf ca 120 an - ohne dass ich vorher etwas esse. Zum Ausgleich sinkt er dann in den Stunden danach aber entsprechend ab. Am positivsten wirkt sich bei mir ein ausgiebiger (mind. 1h) aber sehr langsamer, nicht anstrengender Spaziergang auf den Blutzucker aus - für mich nicht nachvollziehbar aber ich akzeptiere es mittlerweile.
Und falls Insulin doch mal Thema für dich wird: Kopf hoch, wenn du das mit dem Pieksen hinbekommen hast, dann auch das Spritzen mit dem Pen. Ich habe in meiner Schwagerschaft gespritzt und fand das Pieksen im Finger schlimmer als das Insulinspritzen, weil die Nadeln wirklich kurz sind und viel dünner als Lanzetten. Ich habe eher mal das Insulin selbst (als leichtes Brennen) gespürt - die Nadel nur an wenigen Stellen, und das merkt man eigentlich schon beim Ansetzen, ob man gerade eine empfindliche Stelle erwischt oder nicht. -
am 08.05.2019 16:28:33 | IP (Hash): 890854493
Danke für deine lange Antwort. Habe sie leider erst jetzt gesehen. Deshalb erst jetzt die Antwort.
Ich habe auch mal vermutet, dass mein Nüchtern-Blutzucker durchs Aufstehen, etc. steigt. Oder dieses Dawn-Syndrom. Jedoch habe ich mal - jedoch bisher nur einmal - um 3 Uhr in der Nacht Wecker gestellt und gemessen, da war er bei 150. Und morgens war er nüchtern auch bei 144, beides im Liegen.. Also scheint es echt so zu sein, dass ich die ganze Nacht so hoch bin, noch vom Abendessen her. Vorm Bettgehen war ich bei ca. 180. :(
Ja ich bin wahnsinnig stolz auf mich, dass ich es geschafft habe mit dem BZ messen - auch wenn man sowas eigentlich ja nicht offen sagen sollte. Meine Ärztin hat mich auch ziemlich gelobt.
Wenn es wirklich sein muss, denke ich mittlerweile schon, dass ich das Insulin spritzen hinbekommen könnte. Danke für dein Mutmachen. -
am 08.05.2019 16:33:55 | IP (Hash): 890854493
So ich war heute beim Diabetologen.
Sie hat mich total gelobt, dass ich jetzt messe :D Und das mein Essverhalten wieder viel besser ist. (Meisens zwei Mahlzeiten am Tag)
Insgesamt ist aber nicht viel rausgekommen.
Nüchternwerte findet sie total in Ordnung. Ich weiß ja nicht. 130-150er Werte. Höchster 156. Sie meint, bis 126 sein normal?? Ich hätte da ja gute Werte.
Dann meinte sie auch, die Spitzen nach dem essen (bis 180) sind super.
Kein einziger Wert, egal wann, unter 120, erst recht nicht unter 100.. Stundenlang auf 150er Niveau..
Als ich sie darauf angesprochen habe, dass mir die Werte zu hoch sind, meinte sie, in der Praxis haben sie mal alle einen Selbstversuch gemacht mit CGMs. Und auch sie hatten nach dem Pizza essen kurzfristig Werte bis 200 als gesunde??
Ich weiß jetzt nicht, wie ich das ganze beurteilen soll. Hatte so das Gefühl sie will sich rausreden irgendwie. Keine Medikamente, weil nicht so hoch.
Als ich immer weiter gebohrt habe, hat sie dann doch zugegeben, dass es einfach momentan keine Möglichkeit der Behandlung gibt in meiner konkreten Situation. Hat alle OADs aufgezählt und immer die Begründung, warum sie für mich nicht geeignet sind. Einzige Möglichkeit irgendwann ist Insulin.
Dann zu Insulin detailliert hat sie gesagt, dass ich da zuverlässig messen muss und nicht mal eine Stunde mit Stechhilfe in der Hand dasitzen kann und mich nicht überwinden kann zu pieksen im Falle einer Hypo. Sie kann es mir so nicht verschreiben.
Außerdem meint sie, dass eine mögliche Unterzuckerung für meinen Körper (Crohn, etc) viel mehr Stress bedeuten würde, als generell etwas höhere Werte.. Deshalb findet sie meine Kurve und auch den HbA1c von 6,3 total in Ordnung. (HbA1C-Ziel ist laut ihr 6,0-6,5)
Wie beurteilt ihr die Aussage?
Und was ich gar nicht verstanden habe, ich soll generell nur und ausschließlich nach 2 Stunden messen, alles andere würde der HbA1C zeigen.
Hat mir dann noch eine Kurve gemalt. Nüchtern, dann der höchster Anstieg nach 1 Stunde, 2. Stunde-Wert ist die Kurve bereits gesunken, auf fast den Ausgangswert... Auf meinen Einwand, dass bei mir nicht nach 1 Stunde der Höchstwert ist, ist sie nicht eingegangen. Ich wisse es doch gar nicht, ob der Wert nicht zwischenzeitlich doch gestiegen und wieder gesunken ist..
Wenn ich mir so meine Werte anschaue ein Bsp: vor dem Essen 123 dann Nudeln, nach 1 Stunde 125, nach 2 Stunden 126, also scheinbar wirklich kein Anstieg! erst nach 3 Stunden langsamer Anstieg bis zu 6. Stunde auf 180..
Ihr habt es mir ja auch anders erklärt, was auch verständlich war, mit Nahrungsmittelzusammensetzung etc. Weiß sowas ein Diabetologe nicht??
Gibt es noch andere Gründe, warum ich nach 2 Stunden unbedingt und ausschließlich messen soll?
Bin jetzt echt verwirrt, wie ich jetzt messen soll. Und was ich generell von dem Gespräch halten soll.
Wir haben vereinbart, nächster HbA1C Juni/Juli, sollten 200er-Spitzen auftreten sofort melden oder ich irgendwelche Probleme bekomme.
-
Elfe
Rang: Gastam 09.05.2019 19:20:28 | IP (Hash): 2137331243
Hallo July,
ist doch insgesamt sehr gut, auch bzgl. deiner Diabetologin.
Diagnosegrenze Diabetes liegt bei Langzeitwert 6,5 - deshalb drunter bleiben.
Der 2 h-Stunden-Wert entspricht der üblichen Zusammensetzung von Hauptmahlzeiten und Reaktion der eigenen körperlichen Insulinreaktion.
Du könntest mal versuchen zu beurteilen, wie viele Nudeln mit was du an anderen Zutaten denn isst.
Deine beschriebenen BZ-Werte bis zu 180 liegen knapp an der Nierenschwelle, also gut.
Falls du wirklich jemals Insulin bekommen solltest, gilt bei körperlichen Unterzuckersymptomen - werden erklärt - erst zuckerhaltiges trinken/essen mit ca. 10 - 20 g Zucker, dann messen - genügend Zeit.
Gruß Elfe -
am 22.06.2019 19:11:41 | IP (Hash): 1994006807
Sorry, @Elfe dass ich deinen Beitrag nicht gesehen habe. Irgendwie funktioniert das nicht. Obwohl ich bereits den Thread als Favoriten markiert habe..
Also bei mir ist in der Zwischenzeit viel passiert. Reha abgelehnt, Widerspruch eingelegt, mal schauen, was kommt.
Wegen wahnsinnig viel Sport (wegen Sportprüfung) bis 18 Std/Woche habe ich eine Messpause gemacht. Zweimal in dieser Zeit lagen die Werte echt super. Nach dem Essen 2 Stunden Wert ca. 140...
Ja, kaum hatte ich die Prüfung bestanden, Sportniveau runter gefahren.
Dann doch wegen Symptomen wieder angefangen zu messen. Nüchtern um die 150-160 (früher waren es ja bessere Werte). Und die Spitzen sind auch höher bzw. gehen kaum mehr runter. Einmal 230 über Stunden dann über 200, auch Harnzucker gehabt, waren aber keine vorgekochten Nudeln. Mit vorgekochten Nudeln/weniger KH "nur" Anstieg auf ca. 190, aber dafür auch über Stunden bei 180-190 und auch hier Harnzucker. Dann nur noch sehr kohlenhydratreduziert bis zum "Notfalltermin" beim Diabetologen.
Einmal eine Marmeladen-Semmel gegessen zum Frühstück, was ich sonst nie mache. Eine Stunde später ging es mir ganz komisch. Schwindlig/Müde/Zittrig, schwer zu beschreiben. Gemessen: so einen Schock bekommen 325.. :(
Ja, jetzt war ich Mittwoch beim Diabetologen. Wurde komplett Blut überprüft, einschließlich Entzündungswerte, Schilddrüse. Da ist absolut nichts zu finden, als Ursache für die hohen Werte. Es muss vom Diabetes selbst kommen.
Also jetzt nächste Woche Mittwoch einen Termin bei der Diabetesberaterin zum Insulin einstellen.
Ich habe wahnsinnig Angst, aber ich kann auch einfach nicht mehr. -
am 22.06.2019 19:46:58 | IP (Hash): 1675178952
July95 schrieb:
Ja, jetzt war ich Mittwoch beim Diabetologen. Wurde komplett Blut überprüft, einschließlich Entzündungswerte, Schilddrüse. Da ist absolut nichts zu finden, als Ursache für die hohen Werte. Es muss vom Diabetes selbst kommen.
Der höher als gesunde BZ IST DER DIABETES. Diabetes ist hoher Blutzucker. Was den macht, hätte ne umfassende Blutuntersuchung auch ergeben müssen, also z.B. nen hohen HOMA Wert der sagt, dass die Regelung für die Glukose-Ausgabe defekt ist und mehr Glukose als normal ausgegeben wird, oder nen niedrigen, der sagt, dass deutlich weniger als normal an Insulin ausgegeben wird.
Wo Du schwindlich usw schon praktisch mit jedem BZ von u50-ü300 angegeben hast, kann das eindeutig nix mit dem BZ und damit auch nix mit Diabetes zu tun haben.
Glückwunsch zur bestandenen Sportprüfung!!!
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
am 24.06.2019 11:57:20 | IP (Hash): 890854493
hjt_Jürgen schrieb:
July95 schrieb:
Ja, jetzt war ich Mittwoch beim Diabetologen. Wurde komplett Blut überprüft, einschließlich Entzündungswerte, Schilddrüse. Da ist absolut nichts zu finden, als Ursache für die hohen Werte. Es muss vom Diabetes selbst kommen.
Der höher als gesunde BZ IST DER DIABETES. Diabetes ist hoher Blutzucker. Was den macht, hätte ne umfassende Blutuntersuchung auch ergeben müssen, also z.B. nen hohen HOMA Wert der sagt, dass die Regelung für die Glukose-Ausgabe defekt ist und mehr Glukose als normal ausgegeben wird, oder nen niedrigen, der sagt, dass deutlich weniger als normal an Insulin ausgegeben wird.
Wo Du schwindlich usw schon praktisch mit jedem BZ von u50-ü300 angegeben hast, kann das eindeutig nix mit dem BZ und damit auch nix mit Diabetes zu tun haben.
Glückwunsch zur bestandenen Sportprüfung!!!
Danke.
Vielleicht habe ich mich etwas falsch ausgedrückt, klar ist ein hoher BZ immer Diabetes. Aber wir wollten schauen, ob es eine Ursache gibt, warum plötzlich der BZ sich so verschlimmert hat, (Früher Bereich 120-max. 180 egal wann gemessen , jetzt 160-200 meistens, aber auch Werte Ü200 und ein Wert Ü300) Entzündung, wieder die Schilddrüse... Das war alles negativ, deshalb muss sich der Diabetes selbst verschlechtert haben. -
am 24.06.2019 14:53:43 | IP (Hash): 182730528
Wenn der Blutzucker einmal das immer höhere Ansteigen über den gesunden Bereich angefangen hat, pflegt sich diese Entwicklung in den allermeisten Fällen selbst zu verstärken und auch bei 600 oder 700mg/dl nicht von selbst aufzuhören. Die Entwicklung ist ebenso wie der langsame Anfang überhaupt nichts besonderes. Verwundert ist Deine Ärztin wahrscheinlich, weil sie Deinen Diabetes auf Grund Deiner Vorerkrankung(en) und Deiner sportlichen Konstitution in einer anderen Schublade vermutet hatte, in der ganz seltene Fälle wohnen, die über viele Jahre kaum oder gar nicht ansteigen.
Das Begrenzen des immer höheren Anssteigens ist also angesagt. Und wer dafür einen großzügigen Rahmen wählt, kann damit auch wieder in den meisten Fällen über die Jahre immer mehr Insulin brauchen. Aber mit Deinem Anfang die Tage hast Du ja noch alle Möglichkeiten, Daumendrück :)
----------------------------------------------
Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 24.06.2019 20:23:07 | IP (Hash): 1497761095
Liebe July,
erstmal Herzlichen Glückwunsch zum Bestehen deiner Sportprüfung.
Gräme dich nicht wg. abgesagter Reha, brauchst du nicht.
Viel wichtiger ist im Alltag klarzukommen, das geht auch ambulant (wie beschrieben).
Was dir so Angst macht, ist ggfs. Insulin spritzen zu müssen und deine selbst gemessenen Blutzuckerwerte.
Dafür gibt's keinen Grund, da du dich schon sehr gut überwunden hast bzgl. was Spitzes, den BZ messen zu können.
Ev. werden dir ein paar Einheiten Basalinsulin verschrieben, eine Spritze per feiner Kanüle sind weniger zu merken als die Lanzette, glaube mir bitte.
Deine gemessenen Blutzuckerwerte sind gar nicht so übel, wie du meinst.
Trotz zwei Insulinen (Kurz & Lang / Bolus & Basal) habe ich ab und an auch solche Werte.
Sobald man mit Insulin umgehen muss, kommt immer die Warnung vom Arzt, auf Unterzucker zu achten. Und deshalb wird Insulin vorsichtig eingesetzt mit eher höheren BZ-Werten eingestellt, als so allgemein üblich zu lesen.
Harnzucker - also Zucker über die Nieren auszuscheiden, ist grundsätzlich nichts Übles - ist dann eben so (solange Nieren o.k.).
Per Ernährung = Zusammenstellung deiner Mahlzeiten kannst du eine Menge tun (muss das trotz Insuline auch beachten).
Um nicht so einen hohen BZ-Wert nach Marmelade auf Weißmehl zu haben, könntest du eine Schicht Quark oder Frischkäse dazwischen schieben - Eiweiß bremst den BZ-Anstieg.
Nudeln als Sportlernahrung ;-) kannst per BZ-Anstieg auch bremsen bzgl. Fleisch-/Käsesoße oder auch einen Beilagensalat - mischt sich im Verdauungstrakt.
:-) Gruß Elfe
P.S.: Der Nüchternblutzuckerwert macht dir Kummer.
Für mein Verständnis ist das eher EIN Wert als Parameter (neben HbA1c = Langzeitwert) zur Vorsorge und Diagnose.
Zeigt an, daß der eigene Organismus nicht so alles an Kohlenhydraten verträgt.
Einfluss auf Nüchternwert hat die Abendmahlzeit und eigene Veranlagung per Hormonausschüttung gegen Morgen. -
am 25.06.2019 14:26:50 | IP (Hash): 890854493
hjt_Jürgen schrieb:
Verwundert ist Deine Ärztin wahrscheinlich, weil sie Deinen Diabetes auf Grund Deiner Vorerkrankung(en) und Deiner sportlichen Konstitution in einer anderen Schublade vermutet hatte, in der ganz seltene Fälle wohnen, die über viele Jahre kaum oder gar nicht ansteigen.
Also die Diagnose ist pankreopriver Diabetes, Differenzialdiagnose ist Typ 1 LADA.. Da aber keine Antikörper und Vorgeschichte mit Pankreatitis kam es zu pankreopriven Diabetes.
Aber ich weiß ja nicht, wie die letzten HbA1c Werte/gemessenen Werte durch Sport und extremes Fasten verbessert worden sind. Vielleicht wären die gemessenen Werte damals auch so hoch gewesen ohne diese Faktoren. -
am 25.06.2019 14:33:09 | IP (Hash): 890854493
Danke Elfe
für mich sind die gemessenen Werte einfach zu hoch. Du hast die Möglichkeit einen 300er Wert zu korrigieren, das kann ich bisher nicht. Deshalb machen mir die Werte Angst. Insb. wenn ich stundenlang nach dem Essen auf dem Niveau 180-200 bleibe und nicht runtergehe
Und weil ich noch recht jung bin und mit meinen anderen Krankheiten schon genug Probleme habe, will ich wenigstens so gut wie möglich mögliche Folgeschäden des Diabetes verhindern.
Ich bin irgendwie extrem empfindlich was Blutzuckerschwankungen und hohen Blutzucker angeht. Ich bemerke das überschreiten der Nierenschwelle schon bei 180mg/dl. Deshalb möchte ich auch meinen Zucker soweit es geht in einem akzeptaplen Bereich halten, damit die Symptome - nicht schlimm, aber belastend für mich - aufhören.
Der Nüchternwert bereitet mir besonders dann Sorge, dass ich nicht bei einem 160mg/dl Zucker essen anfangen möchte, weil meine Grenzwerte NACH dem Essen auf 160mg/dl festgelegt worden sind. Und die knacke ich z.T. ja schon nüchtern. Ich bezweifel dass das so super ist hinsichtlich Folgeschäden.
Morgen habe ich meinen Termin. Werde euch berichten, wie es weiter läuft bei mir. -
Elfe
Rang: Gastam 25.06.2019 17:19:59 | IP (Hash): 1497761095
July95 schrieb:
Also die Diagnose ist pankreopriver Diabetes, Differenzialdiagnose ist Typ 1 LADA.. Da aber keine Antikörper und Vorgeschichte mit Pankreatitis kam es zu pankreopriven Diabetes.
Aber ich weiß ja nicht, wie die letzten HbA1c Werte/gemessenen Werte durch Sport und extremes Fasten verbessert worden sind. Vielleicht wären die gemessenen Werte damals auch so hoch gewesen ohne diese Faktoren.
Hallo July,
ist das so ärztlich bestätigt ?
Meine Geschichte hatte ich dir ja schon erzählt, wie langwierig die Diagnosen waren.
Zu Anfang standen eher Ausschlusskriterien (Typ 2 trotz Familienlinie).
Und bei BZ 400 mg/dl und Konstitution gab's da keine Option zum Insulin - habe mit Mahlzeiteninsulin angefangen, da muss man echt aufpassen per Dosierung.
Hatte damit echt genug zu tun, die Ärzte wollten es aber genauer wissen und dann LADA nachgewiesen (Typ 1 beim Erwachsenen).
Diagnose 3c kam zwei/drei Jahre später, aber nur aufgrund weiterhin starker Gewichtsabnahme, die trotz Kohlenhydrat-Verwertung per externem Insulin nicht erklären konnte.
Eine andere Diagnose Gastritis A (chronische Magenentzündung auch autoimmun) ist nach 15 Jahren 'ausgeheilt', weder per Histologie noch durch Antikörper nachweisbar ~ nun ja ~.
Als Patient kann ich mich da nur wundern, was über die Jahre so Fachärzte 'felsenfest' behaupten, jeder für sich in seinem Fachgebiet.
Auch wenn du das ziemlich doof findest, ist Sensitivität zu Blutzuckerwerten ein gutes Signal deines Organismus.
Für mich sind BZ-Werte um die 200 mg/dl nach Mahlzeiten (bes. außer Haus) ganz o.k., meine persönliche Grenze bzgl. Spätschädenvermeidung.
Mein Diabetologe sieht das völlig anders und ermahnt mich ständig, nicht so streng zu korrigieren wg. Hypo-Gefahr.
Aber du hast natürlich recht, daß ich per Mahlzeiteninsulin BZ-Werte korrigieren kann.
Auch hast du recht, daß man hohe Morgenwerte praktisch über den Tag mitschleppt, habe zeitweilig morgens 1-2 Einheiten Korrekturinsulin gespritzt, eingestellt auf Arbeitstag - am WE dann auch 6 Uhr Wecker, messen und entscheiden.
Gar nicht so einfach, in dem Dschungel da noch durchzublicken.
Auf jeden Fall achte ich mehr auf mein Bauchgefühl, bes. wenn sich so manche Mahlzeit per Schmerzen u.a. zeigt. Lasse so manches - trotz Gruppenzwang -, verstehen die nicht, aber müssen's auch nicht ausbaden.
Bis morgen und Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 26.06.2019 16:33:03. Grund: minus PS -
am 26.06.2019 13:25:23 | IP (Hash): 890854493
So, ich war jetzt bei der Diabetesberaterin.
Früh nochmal brav gemessen, falls sie fragt, 152.
Dann wollte sie direkt nochmal BZ messen. Ich hatte auch noch mein Messgerät daheim vergessen Wollte eigentlich das Messgerät noch auslesen, das ging dann nicht.. Also hatte sie dann ein anderes Gerät genommen. Aber ich habe so Panik bekommen und wollte nicht. Immer wieder die Hand weggerissen. Sie hat dann gemeint, wenn es nicht geht, bekomme ich auch kein Insulin. Irgendwie indem sie die Hand recht festgehalten hat, ging es dann doch. BZ 135 (hatte auch eine halbstündige Radfahrt zur Praxis)
Als Insulin habe ich jetzt nur Basal Abasaglar bekommen. Im Fertigpen. Notfalls kann ich dann immer noch wechseln, aber erstmal soll ich das versuchen. Aber ich soll nur 2 IE pro Tag spritzen erstmals. Und dann weiterschauen. Nächster Termin in 2 Wochen, außer es geht gar nicht so.
Sie hat es dann auf so einen Kissen vorgemacht, und ich dann auch im Kissen. Mit dem Druck müsste ich klar kommen. Sie wollte es dann bei mir versuchen, aber hatte keine Autocover Nadeln da (wurden aber von Mylife 5mm verschrieben). Da habe ich so Panik bekommen, dass sie es sein gelassen hat. Ich solle es alleine daheim versuchen oder mit meiner Therapeutin.
Spritzen soll ich eigentlich früh, aber auf Nachfrage darf ich auch Abends spritzen, damit ich da in Ruhe Zeit habe.
Habe dann noch ein Libre als Testgerät geklebt bekommen. Das tat gar nicht weh. Jedoch meinte sie, dass ein Libre nur bei ICT von Krankenkasse übernommen wird. Aber ich soll nochmal bei der Kasse nachfragen wegen Spritzenphobie. Sagen sie ja, bekomme ich es von der Praxis sofort.
Angerufen habe ich die Krankenkasse später, ja meine Kasse übernimmt es sobald man Insulin spritzt. Egal ob ICT oder Basal gernell. Auch ein grünes Rezept würden sie übernehmen. Aber nur für Libre 1.
DiaPraxis nochmal angerufen, sie schicken gleich das Rezept zu Abbott.
Nur der momentane Libre Sensor spinnt total bei mir. Erste Messung 1 Stunde nach den blutigen 135, 95 gleich bleibend. Ca. 10 Minuten 76 Pfeil stark sinkend nach unten. Da kann was nicht stimmen. Wieder 10 Minuten später 85 gleich bleibend?? Die Werte stimmen überhaupt nicht. Pendelt das sich noch ein?? Ich bin nüchtern min. bei 120-130 durch die Stunde Rad fahren, sonst wäre ich noch höher. Das sind extreme Abweichungen..
Jetzt ewig nach dem Essen gleichbleibend bei 85. Dann 5 Minuten später 100 gleichbleibend.. Hoffe echt, das wird noch. 91 Libre gleichbleibend, 140 Blutig... Ich weiß ja nicht -
am 26.06.2019 13:29:34 | IP (Hash): 890854493
Elfe schrieb:
July95 schrieb:
Also die Diagnose ist pankreopriver Diabetes, Differenzialdiagnose ist Typ 1 LADA.. Da aber keine Antikörper und Vorgeschichte mit Pankreatitis kam es zu pankreopriven Diabetes.
Aber ich weiß ja nicht, wie die letzten HbA1c Werte/gemessenen Werte durch Sport und extremes Fasten verbessert worden sind. Vielleicht wären die gemessenen Werte damals auch so hoch gewesen ohne diese Faktoren.
Hallo July,
ist das so ärztlich bestätigt ?
Also Hausarzt hat 2017 schon mal gemeint wegen Pankreatitis sollte man bei meiner Müdigkeit (kann dann vom Vitamin D Mangel) schon mal den Zucker anschauen. Aber dann der HbA1C von 6,5 war nicht auffällig laut ihr...
Diabetologe hat es wie oben geschrieben begründet. Es wurden damals OGTT (nur mit nüchtern und Stunde 2) mit Insulin und C-Peptid und alle Antikörper abgenommen.
Gastroenterologin war von der Diagnose nicht wirklich überrascht, wegen meiner Vorgeschichte... Also ich denke schon, dass es pankreopriver Diabetes ist (hatte während der Pankreatits auch typische Diabetes Symptome)