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Hallo zusammen, neu hier Diabetes Typ 3 c
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am 11.02.2019 22:51:35 | IP (Hash): 1156118018
Hallo zusammen
ich habe bisher nur im Onmeda-Forum für Diabetiker geschrieben. Dort bekam ich schon sehr viele wertvolle Tipps, jetzt habe ich zusätzlich dieses Forum entdeckt und hoffe, dass vielleicht jemanden noch die ein oder andere Idee einfällt.
Ich habe seit Oktober 2018 die Diagnose Diabetes mellitus Typ 3c, besser bekannt als pankreopriver Diabetes. Davor waren seit Dezember 2017 die Blutzuckerwerte im diabetischen Bereich erhöht. HbA1C bei 6,5 nüchtern bei 112; Bei anderem Facharzt im April Nüchtern BZ von 135. Laut Hausarzt beide Werte nicht schlimm. Leitlinien und die Leute im Onmeda Forum sagten jedoch was anderes. Ich muss dazu sagen, ich bin recht schlank, 23 Jahre alt, habe zudem noch Morbus Crohn und auch in der Vorgeschichte eine leichte Pankreatitis mit deutlichen Diabetes-Zeichen für zwei Wochen gehabt.
Beim Diabetologen zeigte sich dann im Ogtt nüchtern 140, nach zwei Std 215, HbA1C von 6,3 und Antikörper negativ. Darauf fiel die Diagnose auch dank Vorgeschichte auf pankreopriven Diabetes.
Das Hauptproblem ist, dass ich eine extreme Spritzenphobie habe. Das ist nicht so, ja ich hab etwas Angst. Sondern es ist wirklich was komplett anderes. Und ich kann mich überhaupt nicht selbst spritzen, auch Blutabnahmen verlaufen zum Teil mit extremen Panikattacken.
Meine Diabetologin hat dann nach den Werten gemeint, wir sehen jetzt mal weiter. Wahrscheinlich komme ich sowieso nicht wieder. Keine Schulung, nichts. Ich sollte nur etwas auf meine Ernährung achten. Was leider dank Morbus Crohn nicht wirklich geht. Und in drei Monaten zur erneuten Blutabnahme wiederkommen.
Heute war ich wieder beim Diabetologen um die Ergebnisse der erneuten Blutabnahme zu besprechen. Obwohl ich kaum noch was esse, HbA1c auf 6,7 gestiegen, nüchtern Zucker weiter bei 134. Zudem habe ich anscheinend auch eine Schilddrüsenunterfunktion. TSH bei 4,1 (Ref. 0,3-4.0). Ich habe jetzt einen Termin zur Ernährungsberatung am 14.3. Will auch eine medizinische Reha beantragen. Bin bloß grade ziemlich verzweifelt, was man jetzt noch tun sollte. Ich esse max zweimal, oft nur einmal am Tag etwas. Z. T. nur ca. 500 kcal. So kann es definitiv nicht weitergehen. Ich weiß selbst, dass ich viel zu wenig esse und ich eigentlich mehr essen müsste. Aber Insulinspritzen geht absolut nicht. Und ich bekomme auch immer wieder nach dem Essen Beschwerden. Und ich habe Angst, dass unbehandelt der Diabetes immer weiter steigt, wenn ich "normal" drei Mahlzeiten essen würde.
Vielleicht fällt noch jemanden einige Tipps ein. Bin für alle Vorschläge dankbar. -
Michael74
Rang: Gastam 12.02.2019 08:03:35 | IP (Hash): 1100796255
Hallo July
Gibt es in Deutschland nicht spezielle Diabeteskliniken in für welche man eine Überweisung bekommen sollte. Dein Fall klingt ja schon speziell und vielleicht könnten die dich top einstellen.
Alles Gute
Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung. -
am 12.02.2019 09:06:24 | IP (Hash): 1831099343
@Michael74
Interessanter Ansatz. Und wie stellst du dir eine top Einstellung vor? So ganz ohne Insulininjektion? Die Dame hat nach eigenem Bekunden eine "extreme Spritzenphobie"! 50 Shades of Grey? Fesseln, knebeln, ab dafür?2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 12.02.2019 09:22:14 | IP (Hash): 1899743091
Hi!
Wenn Insulin fehlt muss es per Injektion in den Körper...
Was bei Spritzenphobie durchaus schwierig ist.
Ein gute Hilfe sind die
Novofine Autocover Kanülen.
Hier ist die Nadeln nicht sichtbar, und der kleine Ring an der Kanülenspitze lenkt gut vom Einstich ab.
Bleibt nur noch die Hemmung, selbst die Injektion zu setzen... Hier kann man mit Entspannungsübungen gegenwirken.
Dauert vielleicht am Anfang länger... -
am 12.02.2019 10:17:19 | IP (Hash): 561241341
Nicht nur Spritz- sondern ganz generell ne Pieksphobie, also auch keine BZ-Tests - und da ist die Nadel verdeckt.
Und NEIN, ich kann mir ohne tägliche mehrfache Überwindung z.B. erstmal mit dem Testspiele keinerlei Möglichkeit zur Verbesserung der Situation vorstellen :(
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
am 12.02.2019 11:35:13 | IP (Hash): 1156118018
Erstmal ein großes Dankeschön, dass mir überhaupt jemand geantwortet hat.
Also mit der Klinik ist es so eine Sache. Habe in einer Klinik erst meine Spritzenphobie erworben und meide komplett jede stationäre Einweisung in ein Krankenhaus. Ich will ja jetzt eine medizinische Reha beantragen, in der Hoffnung, dass dort irgendwie eine Einstellung klappen könnte. Zusammen mit Psychologen, anderen Betroffenen und halt die Diabetesberater. Was ich aber auch sehr bezweifele. Meine Spritzenphobie, Pieksphobie trifft es wie Jürgen schon angemerkt hat, wohl besser, ist einfach wahnsinnig heftig. Mich muss bei jeder Blutabnahme/Infusion min. eine Person festhalten. Sobald ich die Nadel nur spüre, reiße ich eigentlich schon reflexartig meinen Arm weg. In der letzten Reha für Morbus Crohn haben sie mir mal einmal den Blutzucker gemessen, nachdem ich es eine Woche lang ständig verweigert habe. Dabei wurde ich von drei Leuten festgehalten. Wie soll ich das dann allein schaffen, wenn ich es nicht einmal so zulassen kann? Zudem falle ich um, wenn ich mein Blut sehe... Fürs blutige Messen sehr sehr unpraktisch :(
Deshalb sind auch verdeckte Kanülen, schön und gut für manche Leute, aber das behebt ja leider nicht das Problem bei mir. Ich denke kaum, dass ich die Kanülen nicht spüren werde. Vielleicht tuen sie ja nicht sehr weh, aber etwas merken wird man sicher. Und dann ist es aus. Besonders vielleicht würde ich es einmal schaffen mich zu pieksen, aber sobald ich dann die Nadel spüre zucke ich weg, oder ähnliches. Es dauert ja auch anscheinend einige Sekunden bis das Insulin verteilt ist.
Was sind da eure ehrlichen Erfahrungen? Man merkt schon was, bzw was ist das genau für ein Gefühl?
Ich habe jetzt viel über den FreeStyle Libre gelesen, wenigstens wegen der Blutzuckermessung wäre das vielleicht eine Alternative. Leider bekommt man den anscheinend erst, wenn man sich Insulin spritzt.
Wie sind da eure Erfahrungen damit, insb. wegen der Genauigkeit der gemessenen Werte? -
am 12.02.2019 11:59:44 | IP (Hash): 1899743091
Wenn Du irgendwann auf Insulingaben angewiesen bist, wird es nicht ohne pieksen gehen.
Selbst mit Insulinpumpe und Gewebezuckermessung ohne blutige Kalibrierung - die Setzhilfen sind Klasse, aber Dein Kopf macht nicht mit.
Alternative: Hohe BZ-Werte, Folgeschäden, etc.
Da hilft nur dauerhaft an der Phobie arbeiten.
Und: Es geht.
Erster Schritt: Nicht weiter nach nicht vorhandenen Alternativen suchen!
Bearbeitet von User am 12.02.2019 12:00:51. Grund: .3 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 12.02.2019 12:44:45 | IP (Hash): 561241341
Ohne täglichen Abgleich/Kalibrieren mit eher 2 als 1 Pieks geht auch der Sensor nicht annähernd verlässlich, den man nur 1mal pro Woche, alle 14 Tage oder im halben Jahr setzt.
Für's vollautomatische Spritzen gab's mal Diapens von Hasselmeier. Dosis einstellen, spannen, ohne Hautfalte auf die Spritzstelle setzen und am Klipp auslösen. Hatte sowas, als meine älteren Enkel gerade laufen konnten, und die haben beide gefeiert, wenn sie hier zu Besuch dem Opa den Schuss setzen durften - und Riesentheater veranstaltet, wenn ich das einfach so im Thran selbst gemacht hab.
Sorry, aber ich denke, dass da nur eine Selbstmach-Kur helfen kann, sone BZ-Testausrüstung und jeden Tag EIN SELBSTGEMACHTER Fingerpieks, erst einer, dann zwei und dann drei mit immer kürzeren Zeiten für den Überwindungskampf. Und mit dreien könnte dann vielleicht schon so viel Routine erreicht sein, dass auch die Injektion mit dem normalen Pen geht. Schließlich braucht man für die kurzen dünnen Kanülen heute keine Hautfalte mehr.
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
am 12.02.2019 13:32:03 | IP (Hash): 2142017618
hjt_Jürgen schrieb:
Sorry, aber ich denke, dass da nur eine Selbstmach-Kur helfen kann
Ich fürchte, das wird nichts. Wir reden hier nicht über "ich fürchte mich vorm Pieks" sondern nach der gegebenen Beschreibung über eine ausgewachsene Angststörung. Das ist eine psychische Erkrankung und gehört in die Hände eines Fachmanns, der sich mit der Therapie von Phobien auskennt. Und das möglichst rasch! Wenn der noch funktionierende Rest der Bauchspeicheldrüse erstmal den Geist aufgegeben hat, bleibt nicht mehr viel Zeit. Und auch die heute bei Phobien favorisierten Ansätze brauchen Zeit und funktionieren eben nicht von heut auf morgen. Auf eine durch absoluten Insulinmangel ausgelöste Ketoazidose zu warten und zu hoffen, dass der Schock über Verkabelung und permanente venöse Zugänge auf der Intensivstation das Problem löst, scheint mir da jedenfalls keine gute Lösung zu sein.
Bearbeitet von User am 12.02.2019 13:32:55. Grund: .3 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 12.02.2019 14:41:46 | IP (Hash): 1156118018
Ich bin seit einem Jahr wegen meiner Spritzenphobie und der damit verbundenen posttraumatischen Belastungsstörung in psychotherapeutischer Behandlung. Das Problem damals war, dass erst mehrfach im Krankenhaus die Nadeln daneben lagen und mir keiner glaubte, dass ich permantent dadurch starke Schmerzen hatte. Und als ich dann nicht mehr wollte, wurden die nächsten Zugänge gegen meinen Willen unter körperlicher Gewalt gelegt. Und das habe ich überhaupt nicht verarbeitet.
Ich bekomme so Panikattacken, dass ist mit einer normalen Angst nicht mehr gleichzusetzen. Ich hyperventiliere z. T. schon vorher so schlimm, bis ich (fast) ohnmächtig werde. Nach dem Stechen halte ich zum Teil solange die Luft unbewusst an, dass ich ohnmächtig werde. Selbst wenn ich liege, während der Blutabnahme. Vom Blutdruckabfall gar nicht zu reden. Einmal habe ich mich versehentlich beim Abspülen mit einem Messer geschnitten, ich habe es nicht rechtzeitig geschafft mich hinzusetzen, deshalb bin ich ohnmächtig geworden und böse gestürzt... Z. T. müssen mich auch mehrere Menschen festhalten, weil einer allein nicht die Kraft dazu hat...
@Jürgen: du schreibst von diesem vollautomatischen Pen. Hast du da irgendwas gespürt, beim Spritzen? Wenn ja, mit was war das vergleichbar?
Bei Insulinpumpe und Sensor gäbe es halt die Möglichkeit, dass ich die Stellen vorher mit einer speziellen Betäubungssalbe eincreme. Damit ich fast nichts spüre. Nehme ich auch für Blutabnahmen/Infusionen. Damit wäre es einfacher, aber ich könnte mich trotzdem nicht selbst spritzen, aber es wahrscheinlich besser/eher zulassen, wenn mich jemand spritzt. Weil ich lasse ja nicht einmal zu, dass mir jemand mit einer Nadel nahe kommt. Die Creme darf man aber nicht täglich nehmen, also nichts für tägliche Insulininjektion per Pen. Und für die blutige BZ-Messung scheitet sie auch komplett aus, weil da angeblich auch kein Blut rauskommen würde am Finger, da dadurch die Durchblutung herabgesetzt wird. -
am 12.02.2019 17:38:22 | IP (Hash): 561241341
Auch die beste psychologische Behandlung wird so eine massive Phobie nicht einfach irgendwann von jetzt auf gleich ausschalten können, sondern nur nach und nach immer mehr und hoffentlich in absehbarer Zeit ausreichend lindern können. Und auf die Linderung kann frau als akut Betroffene nicht warten, sondern der muss frau so schwer das auch fällt Tag um Tag Millimeter um Millimeter entgegen gehen.
Praktisch ist das ein vielschichtiger Lernprozess, mit dem das alte ungesunde Verhalten nicht abgelöst und ersetzt wird, sondern mit dem Du das alte ungesunde Verhalten UNBEDINGT MIT DEM GESUNDEN ABLÖSEN UND ERSETZEN WILLST!
Dazu gehört wesentlich das Video vom situativ völlig selbstverständlichen BZ-Test mehrmals am Tag auf dem inneren Monitor. Und ja, das fühlt sich zu Anfang ALLES ANDERE als gut und richtig an, aber in dem Maße, in dem Du das Video jedesmal mit der Gewissheit siehst, dass Du Deinen Diabetes damit eng bei Fuß halten und gesund mit ihm leben kannst, wird es sich mit Sicherheit ein Fitzelchen weniger schrecklich und mehr nützlich anfühlen. Daumendrück
Wie Du hier lesen kannst, gibt es den Diapen nicht mehr https://haselmeier.com/wp-content/uploads/2016/12/Haselmeier_DIAPEN_ausser_Vertrieb.pdf
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 12.02.2019 19:03:32 | IP (Hash): 1417489925
Hallo July,
so ein Insulinpen hat mit einer Medizinischen Spritze (Kanüle in Vene) weniger zu tun, auch wenn man das so begrifflich mit Insulinspritzen benennt.
Die Pennadeln sind sehr viel kürzer (ab 4 mm Länge schon erhältlich), fein geschliffene Spitze und beschichtet. Hautfalte bilden, muss nur ins Unterhautfettgewebe gegeben werden, nicht wirklich zu spüren.
Tapfer sein, tief durchatmen und unter Aufsicht versuchen, selber fühlen und am besten gar nicht so schlimm, wie befürchtet.
Blutzuckermessen per Lanzette ist auch nicht schlimm.
Auch hier sind die Spitzen fein und können per Andruck der Stechhilfe noch zusätzlich eingestellt werden.
Übrigens möchte ich die Spitze sehen und merke schon bei Antesten: Nö, da nicht - besser andere Stelle.
~
Deine BZ-Werte sind noch nicht so hoch und ev. heilt die leichte Bauchspeicheldrüsenentzündung noch aus.
Bei mir ist die Bauchspeicheldrüsenentzündung chronisch, schmerzfrei verlaufen und erst Jahre später diagnostiziert worden - wurde vorher als LADA = erwachsener 1er behandelt.
Überweisung an weit entfernte spezialisierte Gastro-Abteilung an Uni-Klinik war nicht zielführend.
Gegenteil: Trotz hochauflösendem Ultraschall und Enzymbestimmung in Stuhlproben wurde damals Pankreatitis ausgeschlossen. Kreon als Fettenzyme wurden sogar abgesetzt.
Nun ja, so langsam hat mein Internist/Diabetologe diese Fehleinschätzung ausbügeln können, mit geduldigem Herantasten (über andere leichtere Verdauungsenzyme) bis wieder zum Kreon.
Ist ein zweites Problem, wenn die Bauchspeicheldrüse insgesamt nicht funktioniert - Verdauungsenzyme bes. zur Fettverdauung fehlen. Nicht nur per Gewichtsabnahme zu sehen, sondern auch an Mangel per Blutwerte fettlöslicher Vitamine A, D, E, K.
Mittlerweile kann mein Arzt die geschrumpfte Bauchspeicheldrüse auch mit seinem Ultraschallgerät sehen und prophezeit: Insulin und Enzymdosis wird sich erhöhen. Und malte dann so einen Strich als graphische Darstellung auf einen Notizzettel.
Ambulant einen Arzt des Vertrauens zu finden, ist so meine Lebenserfahrung.
Überweisung an Spezialklinik mit Tunnelblick auf ein spezielles Fachgebiet, waren bei mir jedenfalls nicht hilfreich.
Bei einem anderen Klinikaufenthalt sollte ich auch so Psycho-Gespräche wahrnehmen.
Eh schon mal da, warum nicht ? War nix! Gebrieft durch Vorurteil von Prof. beeinflusst, ging's eher darum, als um meine Gedanken.
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 13.02.2019 15:36:38. Grund: Korrektur Schreibfehler -
am 13.02.2019 22:12:08 | IP (Hash): 1156118018
hjt_Jürgen schrieb:
Auch die beste psychologische Behandlung wird so eine massive Phobie nicht einfach irgendwann von jetzt auf gleich ausschalten können, sondern nur nach und nach immer mehr und hoffentlich in absehbarer Zeit ausreichend lindern können. Und auf die Linderung kann frau als akut Betroffene nicht warten, sondern der muss frau so schwer das auch fällt Tag um Tag Millimeter um Millimeter entgegen gehen.
Praktisch ist das ein vielschichtiger Lernprozess, mit dem das alte ungesunde Verhalten nicht abgelöst und ersetzt wird, sondern mit dem Du das alte ungesunde Verhalten UNBEDINGT MIT DEM GESUNDEN ABLÖSEN UND ERSETZEN WILLST!
Dazu gehört wesentlich das Video vom situativ völlig selbstverständlichen BZ-Test mehrmals am Tag auf dem inneren Monitor. Und ja, das fühlt sich zu Anfang ALLES ANDERE als gut und richtig an, aber in dem Maße, in dem Du das Video jedesmal mit der Gewissheit siehst, dass Du Deinen Diabetes damit eng bei Fuß halten und gesund mit ihm leben kannst, wird es sich mit Sicherheit ein Fitzelchen weniger schrecklich und mehr nützlich anfühlen. Daumendrück
Also ich bin jetzt wirklich ernsthaft am Überlegen, ob ich es hinbekommen würde einmal am Tag Verzögerungs-Insulin zu spritzen, als Unterstützung. Wurde mir im Onmeda-Forum empfohlen. Mit verdeckter Nadel und sehr geringer Nadellänge. Hab jetzt mal ein bisschen rumgegoogled. Die hier im Forum empfohlenen Nadeln sind ja 8mm. Es gibt anscheinend, sollte es die noch geben?, mylife Clickfine Autoprotect 5mm (31G) Nadeln. Ich weiß jetzt natürlich nicht, ob die auch verdeckt sind. Klingt aber so.
Aber BZ-messen funktioniert sicher nicht. Egal wie sehr ich mich bemühen würde. Schon allein, weil es ja dann blutet... Da kann wahrscheinlich nicht einmal der Psychologe mir helfen. Und selbst wenn ich so ein BZ-Messgerät mit Lazetten da hätte, würde ich mich nicht überwinden können, es auszuprobieren. -
am 13.02.2019 22:30:47 | IP (Hash): 1731633076
Wo wir jetzt so schön in 2 Foren spielen, hier die beinharte Verlängerung:
Mit "BZ-messen funktioniert sicher nicht" machst Du das Paradebeispiel von voll megatiefer Werbung :(
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
am 13.02.2019 22:32:22 | IP (Hash): 1156118018
Elfe schrieb:
Hallo July,
so ein Insulinpen hat mit einer Medizinischen Spritze (Kanüle in Vene) weniger zu tun, auch wenn man das so begrifflich mit Insulinspritzen benennt.
Die Pennadeln sind sehr viel kürzer (ab 4 mm Länge schon erhältlich), fein geschliffene Spitze und beschichtet. Hautfalte bilden, muss nur ins Unterhautfettgewebe gegeben werden, nicht wirklich zu spüren.
Tapfer sein, tief durchatmen und unter Aufsicht versuchen, selber fühlen und am besten gar nicht so schlimm, wie befürchtet.
Blutzuckermessen per Lanzette ist auch nicht schlimm.
Auch hier sind die Spitzen fein und können per Andruck der Stechhilfe noch zusätzlich eingestellt werden.
Übrigens möchte ich die Spitze sehen und merke schon bei Antesten: Nö, da nicht - besser andere Stelle.
~
Deine BZ-Werte sind noch nicht so hoch und ev. heilt die leichte Bauchspeicheldrüsenentzündung noch aus.
Bei mir ist die Bauchspeicheldrüsenentzündung chronisch, schmerzfrei verlaufen und erst Jahre später diagnostiziert worden - wurde vorher als LADA = erwachsener 1er behandelt.
Überweisung an weit entfernte spezialisierte Gastro-Abteilung an Uni-Klinik war nicht zielführend.
Gegenteil: Trotz hochauflösendem Ultraschall und Enzymbestimmung in Stuhlproben wurde damals Pankreatitis ausgeschlossen. Kreon als Fettenzyme wurden sogar abgesetzt.
Nun ja, so langsam hat mein Internist/Diabetologe diese Fehleinschätzung ausbügeln können, mit geduldigem Herantasten (über andere leichtere Verdauungsenzyme) bis wieder zum Kreon.
Ist ein zweites Problem, wenn die Bauchspeicheldrüse insgesamt nicht funktioniert - Verdauungsenzyme bes. zur Fettverdauung fehlen. Nicht nur per Gewichtsabnahme zu sehen, sondern auch an Mangel per Blutwerte fettlöslicher Vitamine A, D, E, K.
Mittlerweile kann mein Arzt die geschrumpfte Bauchspeicheldrüse auch mit seinem Ultraschallgerät sehen und prophezeit: Insulin und Enzymdosis wird sich erhöhen. Und malte dann so einen Strich als graphische Darstellung auf einen Notizzettel.
Ambulant einen Arzt des Vertrauens zu finden, ist so meine Lebenserfahrung.
Überweisung an Spezialklinik mit Tunnelblick auf ein spezielles Fachgebiet, waren bei mir jedenfalls nicht hilfreich.
Bei einem anderen Klinikaufenthalt sollte ich auch so Psycho-Gespräche wahrnehmen.
Eh schon mal da, warum nicht ? War nix! Gebrieft durch Vorurteil von Prof. beeinflusst, ging's eher darum, als um meine Gedanken.
Gruß Elfe
Das freut mich richtig, von jemanden zu hören, der ebenfalls Typ 3c hat.
Meine Bauchspeicheldrüsenentzündung ist schon längst ausgeheilt. Die hatte ich Nov 2016. Damals hatte ich wahnsinnig viel Harndrang und darauffolgend wahnsinnig viel Durst. Kam auf ca. 5 Liter am Tag. Dazu Übelkeit, sehr starke Bauchschmerzen, wobei ich damals dachte, die kommen vom Crohn. Und generell, extreme Schlappheit, Schwindel, Müdigkeit. Nach der Akutphase (ca. 2 Wochen) war ich dann beim Arzt. In der Blutabnahme sah man dann immer noch stark erhöhte Lipase und Amphlyase-Werte. Behandelt wurde es dann nicht mehr. Aber ich hatte dann auch keine Beschwerden mehr. Die Blutwerte gingen langsam runter. Wurde nochmal nach 2 Wochen, 6 Wochen und 2 Monaten kontrolliert. Nüchtern-Zucker blieb leicht erhöht, jedoch noch kein Diabetes-Grenze überschritten.
Aber in wenigen Fällen scheint dann nach der überstandenen Bauchspeicheldrüsenentzündung, ein Diabetes dauerhaft zu bleiben... Und so ein Fall bin anscheinend ich.
Dann neun Monate später HbA1C bei 6,5, wurde gemacht weil ich über Schwindel klagte und leicht vermehrten Harndrang/Durst, ... Und dann sind auch die Nüchternwerte ein viertel Jahr später hoch gegangen auf ca. 135. Dank nur noch zwei Mahlzeiten und wieder stärker zuckerreduziert, dann ein halbes Jahr später beim Diabetologe 140 nüchtern und HbA1C bei 6,3.
Dann habe ich weiter reduziert, zwei Mahlzeiten weniger Kohlenhydrate, kein Zucker mehr, außer mal selten eine Ausnahme, teilweise nur eine Mahlzeit am Tag insb. letzter Monat: HbA1c bei 6,7!!! Obwohl ich fast nichts mehr esse...
Wegen der anderen Verdauungsbeschwerden von der Pankreatitis. Ich nehme da nichts zusätzlich ein. Vertrage aber sehr sehr schlecht Fett, weiß nicht ob da ein Zusammenhang besteht. Habe auch Vitamin D Mangel und niedrige Triglyceride. Da will ich mal mit dem Hausarzt oder Gastroenterologen reden, wegen Elastasetests im Stuhl. Wo wurde denn bei dir schlussendlich die richtige Diabetes Diagnose gestellt? -
am 13.02.2019 22:32:46 | IP (Hash): 1929087186
July95 schrieb:
Also ich bin jetzt wirklich ernsthaft am Überlegen, ob ich es hinbekommen würde einmal am Tag Verzögerungs-Insulin zu spritzen, als Unterstützung.
Das ist eine sehr gute Überlegung.
Du solltest auch nicht mehr sehr lange warten und möglichst bald anfangen, deine BSD mit Basalinsulin zu unterstützen. Dass sich deine Werte trotz deiner sehr vorsichtigen Ernährung verschlechtert haben, lässt befürchten, dass es ohne Basalinsulin nicht mehr sehr lange funktioniert.
Alles Gute, Rainer
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am 13.02.2019 22:47:55 | IP (Hash): 1156118018
Ich rede nächste Woche mal mit dem Hausarzt, was der zu dem ganzen Thema sagt.
Termin zur Ernährungsberatung beim Diabetologen habe ich erst am 14.3. Und ich glaube mittlerweile echt, dass ich selbst frage, ob es möglich ist, das dazuzunehmen. Dann könnte ich endlich wieder etwas mehr essen und hätte hoffentlich auch nicht mehr die starken BZ-Spitzen nach dem Essen und Beschwerden. Weil warten, bis sie selbst damit ankommt, wird wahrscheinlich zu lange dauern und dann muss ich komplett spritzen. Außer sie lenken sofort ein, wenn sie mein Ernährungsprotokoll sehen... -
am 13.02.2019 23:10:07 | IP (Hash): 1929087186
Wenn dein Hausarzt dich bei dem schwierigen Beginn besser unterstützt und deine Phobie dabei so gut wie möglich berücksichtigt, dann solltest du es mit ihm zusammen versuchen.
Deine Diabetologin handelt nicht besonders umsichtig, wenn sie nicht mal in Erwägung zieht, dass du deine Ernährung richtig beschrieben hast. Der Anstieg der Werte bei der von dir beschriebenen Ernährung hätte von ihr unverzügliches Handeln erfordert.
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am 14.02.2019 11:21:21 | IP (Hash): 1010654315
Ist halt einfacher zu sagen, dass die Patientin spinnt, wenigstens solange sie kein plausibles Protokoll vorlegt.
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
am 14.02.2019 16:41:26 | IP (Hash): 1156118018
Ich war heute bei meiner Psychotherapeutin und wir haben das Thema selbst spritzen ausführlich besprochen.
Sie ist der Meinung, dass ich erstmal überhaupt die Diagnose Diabetes akzeptieren lernen muss. Bis dahin werde ich es sicher nicht schaffen mich zu spritzen, weil ich immer wieder neue Hoffnungen mir überlege. Also z. B. könnte ich ja doch Mody2 haben, da wären ja höhere BZ-Verläufe nicht ganz so schlimm.. oder ähnliches. Auch immer noch die Hoffnung, der Diabetes könnte wieder weggehen oder doch irgendwie durch die Ernährung gesteuert werden. Tief in mir weiß ich natürlich, dass es nicht funktioniert. Aber ich klammere mich weiter an diese Hoffnungen. Durch die Reha wird der hoffentlich besser werden, sollte sie genehmigt werden.
Zudem hat mir meine Therapeutin das bestätigt, was ich selbst auch schon vermutet habe. Ich werde es ggf schaffen mich selbst mit Pen zu spritzen. Unter der Vorraussetzung, dass man keine Nadel sieht, kein Blut/Verletzung und auch keine Schmerzen dabei hat. Weil diese drei Punkte triggern wieder das Trauma und es kommt zur Panikattacke. Ich hoffe, das trifft auf den Pen so zu. Jedoch funktioniert dadurch das blutige BZ-Messen nicht, wegen der Verletzung bzw das Blut. Sollten die drei Bedingungen beim Pen erfüllt sein, meint sie weiter, dass ich es dann schon gut schaffen würde, besonders weil ich selbst bestimmen kann, wann ich es mache und es nicht sozusagen über mich ergehen lassen muss.
Ich hoffe es stimmt so. Das einzige dumme ist, meine Therapeutin würde mich nicht bei einer ambulanten Einstellung unterstützen. Deshalb wäre dafür eine Reha mit Psychologen wichtig. -
am 14.02.2019 16:47:32 | IP (Hash): 1156118018
Mittlerweile denke ich, dass meine Diabetologin auch einfach Angst hat, bei mir jetzt Insulin-Spritzen anzusprechen. Nach der heftigsten Panikattacke bei der letzten Blutabnahme wundert es mich auch nicht. Die hat sie ja auch live miterlebt.
Das allerwichtigste ist, hatte sie beim ersten Gespräch gesagt, dass es unbedingt weiter kontrolliert wird, weil sie hat bei mir Angst, dass ich einfach es überhaupt nicht mehr kontrollieren lasse. Sondern dass ich es einfach verdränge und nie mehr zu ihr komme.
Und weil ihr Plan, dass es erstmal so funktioniert mit Ernährung, ohne Spritzen, ewige Diskussionen mit mir, etc, leider nicht klappt, war sie halt sauer.
Das könnte ich mir jetzt gut vorstellen. Leider kann ich die Ärztin noch überhaupt nicht gut einschätzen. -
am 14.02.2019 17:10:42 | IP (Hash): 1962595485
July95 schrieb:
Tief in mir weiß ich natürlich, dass es nicht funktioniert.
So ist es - alles bisherige spricht dagegen.
Alles Gute, Rainer
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Elfe
Rang: Gastam 14.02.2019 17:56:33 | IP (Hash): 1417489925
Hallo July,
deine Beschwerden beschreiben eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung.
Morbus Crohn ist dazu noch eine weitere Schwierigkeit, kommt darauf an, wie stark die Entzündung ist. (Kenne das nur als Mitmensch einer betroffenen Person, die sich damit plagt und öfter Antibiotikum bekommen muss). Wie will man das auseinander halten °~°
Wie schon erzählt, war ich per Blutzuckerwerte schon vorher in Behandlung.
Bin aufgefallen mit BZ 400 ! und HbA1c von 8 und habe sofort Mahlzeiteninsulin zu jedem Essen spritzen müssen. Drei Monate später war ich schon bei LZ-Wert 6 angelangt, trotz großer Spannbreite der BZ-Werte. Ist weiter schwierig geblieben, aber mit dem kurzwirkenden Insulin kann man auch mal eine Einheit als Korrektur spritzen (überprüfe nach 3 h).
BZ war also bei mir gar nicht so das Problem, sondern weiterhin eine sehr starke Gewichtsabnahme mit bereits Wassereinlagerungen als Notbehelf des Organismus - Fett und Muskeln waren komplett futsch.
War erst ambulant beim Gastroenterologen (Zöliakie wurde ausgeschlossen) und dann haben sich die beiden Ärzte besprochen und mich in die 'beste' Uni-Klinik überwiesen.
Viele Untersuchungen (auch manches gefunden bzgl. Magen und Laktoseintoleranz aufgedeckt), aber ausgerechnet wurde die vermutete Pankreas-Erkrankung verneint.
War wohl auch mein Fehler, da ich die ambulant erstellten MRT-Bilder plus Diagnose in der Uni-Klinik vorgelegt habe. Dort wurde die Diagnose nicht bestätigt, hätte auf neues MRT mit deren wohl besseren Geräten bestehen sollen.
Die Enzymbestimmung in gesammelten Stuhlproben war voll daneben.
Wusste schon vom Diabetologen, daß Enzyme empfindlich sind und sich schnell zersetzen, Analytik schwierig.
Und das Stehenlassen über die kompletten Osterfeiertage in der Klinik war ein Fehler.
Die Verdauungsbeschwerden bei Pankreatitis ist auf Verminderung ! der Verdauungsenzyme begründet, besonders der Lipase zur Fettverdauung benötigt.
Eine häufige Frage der Ärzte dazu, ob man selber einen sogenannten Fettstuhl bemerkt.
War bei mir nicht der Fall, sondern anderes Aussehen mit Fettauflage (um das mal so allgemein zu beschreiben).
So manches wird allerdings durch andere chronische Sachen überdeckt, bei mir eben die Unverträglichkeit von Milchzucker und bei dir ggfs. der Morbus Crohn.
Gemessen hatte die Hausärztin den hohen BZ-Wert von 400.
Sie hat dann sofort telefonisch am selben Tag mir einen Termin als Notfall in hiesiger Schwerpunktpraxis vermittelt … und dann eben sofort Mahlzeiteninsulin.
Wurde erklärt warum/wieso/weshalb und musste sofort üben: Ampullenwechsel Pen und selbst spritzen mit entsprechendem Vorgehen. Da gab's kein Entrinnen …, verstehe deine Angst vor so spitzen Gegenständen.
Mit der richtigen Technik tut's wirklich nicht weh, wichtig gewusst wie ?
Wenn du selber BZ misst und Insulin per Pen gibst, bist du Frau des Handelns.
Zum BZ-messen wird in die Fingerbeere seitlich die Lanzette gesetzt und es wird heutzutage wirklich nur ein kleines Tröpfen benötigt. Per Andruckeinstellung der Stechhilfe kannst du das gut einstellen und ggfs. jedesmal die Lanzette wechseln.
Beim Insulindosis setzen, kannst du eine Hautfalte bilden, also mit Daumen und Zeigefinger die Haut/Unterhaut unter Spannung setzen, dann dringt die Kanüle ganz leicht ohne Schmerz ein.
Ist für einen selbst gut händelbar und hat so überhaupt nichts damit zu tun, was so Ärzte, Krankenschwestern und MFAs mit uns anstellen.
Solche ev. unschönen Erfahrungen wieder auszugraben und per Psychologen zu zerreden, ist nicht meins.
Tief abgespeichert und aus Kurzzeitgedächtnis verbannt, hat auch gesunde Vorteile.
Die Diabetes-Schwerpunktpraxis ist eine Internisten-Praxis mit entsprechender Fortbildung zum Diabetologen.
Die kümmern sich um alle internistischen Probleme und überweisen auch zu anderen Fachkollegen, wenn sie dies für nötig erachten. Sammeln die Befunde für mich per Einschätzung und Medikamentenverschreibung. Mittlerweile auch sozusagen 'Hausarzt'.
Ist eine große Erleichterung für mich, einen Ansprechpartner zu haben, der diese Facharzt-Gespräche insgesamt zur persönlichen Geschichte sortiert.
Rate dir deshalb auch, einen kompetenten Internisten zu suchen, der deine Gesamterkrankungen besser einschätzen kann.
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 14.02.2019 17:58:22. Grund: + -
am 14.02.2019 20:04:56 | IP (Hash): 1156118018
Elfe schrieb:
deine Beschwerden beschreiben eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung.
Morbus Crohn ist dazu noch eine weitere Schwierigkeit, kommt darauf an, wie stark die Entzündung ist. (Kenne das nur als Mitmensch einer betroffenen Person, die sich damit plagt und öfter Antibiotikum bekommen muss). Wie will man das auseinander halten °~°
Welche Beschwerden meinst du jetzt? Die damaligen von 2016 mit Bauchschmerzen, Übelkeit etc oder die jetzigen mit schlecht fettvertragen?
Ich habe neben Morbus Crohn, auch Laktoseintoleranz und Reizdarm. Also bei Verdauungsproblemen ist es echt schwierig herauszufinden, woran es liegen könnte.
Elfe schrieb:
Mit der richtigen Technik tut's wirklich nicht weh, wichtig gewusst wie ?
Beim Insulindosis setzen, kannst du eine Hautfalte bilden, also mit Daumen und Zeigefinger die Haut/Unterhaut unter Spannung setzen, dann dringt die Kanüle ganz leicht ohne Schmerz ein.
Danke für die genaue Beschreibung. Ich habe jetzt von drei Leuten gehört, dass es angeblich überhaupt nicht weh tun soll das Insulin spritzen. Wenn es wirklich stimmt, würde ich es schon schaffen, denke ich.
BZ messen ist nur leider eine komplett andere Geschichte. Aber sollte ich wirklich nur (erstmal) mit Verzögerungsinsulin auskommen, wäre es vllt auch gar nicht unbedingt nötig unbedingt zu messen.
Elfe schrieb:
Solche ev. unschönen Erfahrungen wieder auszugraben und per Psychologen zu zerreden, ist nicht meins.
Tief abgespeichert und aus Kurzzeitgedächtnis verbannt, hat auch gesunde Vorteile.
Meine Phobie war so stark, dass es ohne Psychologe nicht mehr gegangen wäre. Bei einer Infusion für Morbus Crohn 2 Std nur am Hyperventilieren. Ich war nicht zu beruhigen. Die nächste Infusion zweimal umsonst stechen, weil ich so extrem weggezogen habe, dass mich niemand mehr alleine festhalten kann, dann wurde die nächste Nadel gelegt, wo mich dann zwei Leute festgehalten haben und es hat auch nur mit viel Glück geklappt. Dann wollten sie mir eigentlich keine Infusionen mehr geben, gibt nur leider kaum noch Alternativen.. Und dann habe ich mit Therapie angefangen. Und schon gute Ergebnisse erzielt.
Elfe schrieb:
Die Diabetes-Schwerpunktpraxis ist eine Internisten-Praxis mit entsprechender Fortbildung zum Diabetologen.
Die kümmern sich um alle internistischen Probleme und überweisen auch zu anderen Fachkollegen, wenn sie dies für nötig erachten. Sammeln die Befunde für mich per Einschätzung und Medikamentenverschreibung. Mittlerweile auch sozusagen 'Hausarzt'.
Ist eine große Erleichterung für mich, einen Ansprechpartner zu haben, der diese Facharzt-Gespräche insgesamt zur persönlichen Geschichte sortiert.
Rate dir deshalb auch, einen kompetenten Internisten zu suchen, der deine Gesamterkrankungen besser einschätzen kann.
So ähnlich ist es bei mir auch. Diabetes-Schwerpunktpraxis DDG-zertifiziert, meine Ärztin Internistin, Diabetologin, Ernährungsmedizinerin, dann gibt es noch zwei weitere Internisten in der Praxis für Hausärztlich-internistische Betreuung.
So scheine ich schon gut dort aufgehoben zu sein. Bei mir ist es sowieso schwierig mit der Angst und meinen Erfahrungen überhaupt Vertrauen zu neuen Ärzten aufzubauen. Und das erschwert halt auch die Zusammenarbeit mit einem neuen Arzt, der mich auch noch nicht kennt und einschätzen kann. -
am 14.02.2019 21:11:26 | IP (Hash): 1156118018
Ich drehe mich irgendwie im Kreis. Denke quasi den ganzen Tag nur noch an Insulin. ja/nein, schaff ich das, welches, Vorteile/Nachteile, etc. Habe auch schon so viel gelesen, Bücher, in Foren, etc. Aber ich steige da nicht komplett durch. Wahrscheinlich ist es auch einfach viel zu viel. Mein Gehirn weigert sich bestimmte Sachen einfach zu verstehen. Sorry, dass ich immer wieder aufs neue gefragt habe.
Ich werde jetzt die nächsten Tage eine Google- und Forumpause machen. Bis ich Mittwoch beim Hausarzt war. Das wird sonst einfach viel zu viel. Und raus kommt ja doch nichts.
Entweder Insulinspritzen (+BZ messen) trotz Panik oder eben Folgeschäden, Koma und Tod zu riskieren. Eine andere Wahl habe ich nicht. Das muss ich nur einsehen.
Das einzige was es eigentlich nur noch zu bedenken gibt, falls ich mich für ersteres Möglichkeit entscheide, entweder Einstellung ambulant oder in der Reha oder in Bad Mergentheim in der Klinik. Aber darüber denke ich jetzt auch nicht mehr nach.
Kann grade einfach nicht mehr. Sorry, dass ich euch so mit meinen Problemen "genervt" habe. Es gibt keine andere Lösung, das muss ich akzeptieren. Sonst gab es immer irgendeine Alternative, aber in diesem Sinn ist es einfach aussichtslos. Ich habe Lösungen versucht zu finden, wo es keine gibt.