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Hallo zusammen, neu hier Diabetes Typ 3 c

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    am 14.02.2019 16:47:32 | IP (Hash): 1156118018
    Mittlerweile denke ich, dass meine Diabetologin auch einfach Angst hat, bei mir jetzt Insulin-Spritzen anzusprechen. Nach der heftigsten Panikattacke bei der letzten Blutabnahme wundert es mich auch nicht. Die hat sie ja auch live miterlebt.
    Das allerwichtigste ist, hatte sie beim ersten Gespräch gesagt, dass es unbedingt weiter kontrolliert wird, weil sie hat bei mir Angst, dass ich einfach es überhaupt nicht mehr kontrollieren lasse. Sondern dass ich es einfach verdränge und nie mehr zu ihr komme.

    Und weil ihr Plan, dass es erstmal so funktioniert mit Ernährung, ohne Spritzen, ewige Diskussionen mit mir, etc, leider nicht klappt, war sie halt sauer.

    Das könnte ich mir jetzt gut vorstellen. Leider kann ich die Ärztin noch überhaupt nicht gut einschätzen.
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    am 14.02.2019 17:10:42 | IP (Hash): 1962595485
    July95 schrieb:
    Tief in mir weiß ich natürlich, dass es nicht funktioniert.

    So ist es - alles bisherige spricht dagegen.

    Alles Gute, Rainer
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 14.02.2019 17:56:33 | IP (Hash): 1417489925
    Hallo July,
    deine Beschwerden beschreiben eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung.
    Morbus Crohn ist dazu noch eine weitere Schwierigkeit, kommt darauf an, wie stark die Entzündung ist. (Kenne das nur als Mitmensch einer betroffenen Person, die sich damit plagt und öfter Antibiotikum bekommen muss). Wie will man das auseinander halten °~°

    Wie schon erzählt, war ich per Blutzuckerwerte schon vorher in Behandlung.
    Bin aufgefallen mit BZ 400 ! und HbA1c von 8 und habe sofort Mahlzeiteninsulin zu jedem Essen spritzen müssen. Drei Monate später war ich schon bei LZ-Wert 6 angelangt, trotz großer Spannbreite der BZ-Werte. Ist weiter schwierig geblieben, aber mit dem kurzwirkenden Insulin kann man auch mal eine Einheit als Korrektur spritzen (überprüfe nach 3 h).

    BZ war also bei mir gar nicht so das Problem, sondern weiterhin eine sehr starke Gewichtsabnahme mit bereits Wassereinlagerungen als Notbehelf des Organismus - Fett und Muskeln waren komplett futsch.
    War erst ambulant beim Gastroenterologen (Zöliakie wurde ausgeschlossen) und dann haben sich die beiden Ärzte besprochen und mich in die 'beste' Uni-Klinik überwiesen.
    Viele Untersuchungen (auch manches gefunden bzgl. Magen und Laktoseintoleranz aufgedeckt), aber ausgerechnet wurde die vermutete Pankreas-Erkrankung verneint.
    War wohl auch mein Fehler, da ich die ambulant erstellten MRT-Bilder plus Diagnose in der Uni-Klinik vorgelegt habe. Dort wurde die Diagnose nicht bestätigt, hätte auf neues MRT mit deren wohl besseren Geräten bestehen sollen.
    Die Enzymbestimmung in gesammelten Stuhlproben war voll daneben.
    Wusste schon vom Diabetologen, daß Enzyme empfindlich sind und sich schnell zersetzen, Analytik schwierig.
    Und das Stehenlassen über die kompletten Osterfeiertage in der Klinik war ein Fehler.

    Die Verdauungsbeschwerden bei Pankreatitis ist auf Verminderung ! der Verdauungsenzyme begründet, besonders der Lipase zur Fettverdauung benötigt.
    Eine häufige Frage der Ärzte dazu, ob man selber einen sogenannten Fettstuhl bemerkt.
    War bei mir nicht der Fall, sondern anderes Aussehen mit Fettauflage (um das mal so allgemein zu beschreiben).
    So manches wird allerdings durch andere chronische Sachen überdeckt, bei mir eben die Unverträglichkeit von Milchzucker und bei dir ggfs. der Morbus Crohn.

    Gemessen hatte die Hausärztin den hohen BZ-Wert von 400.
    Sie hat dann sofort telefonisch am selben Tag mir einen Termin als Notfall in hiesiger Schwerpunktpraxis vermittelt … und dann eben sofort Mahlzeiteninsulin.
    Wurde erklärt warum/wieso/weshalb und musste sofort üben: Ampullenwechsel Pen und selbst spritzen mit entsprechendem Vorgehen. Da gab's kein Entrinnen …, verstehe deine Angst vor so spitzen Gegenständen.

    Mit der richtigen Technik tut's wirklich nicht weh, wichtig gewusst wie ?
    Wenn du selber BZ misst und Insulin per Pen gibst, bist du Frau des Handelns.
    Zum BZ-messen wird in die Fingerbeere seitlich die Lanzette gesetzt und es wird heutzutage wirklich nur ein kleines Tröpfen benötigt. Per Andruckeinstellung der Stechhilfe kannst du das gut einstellen und ggfs. jedesmal die Lanzette wechseln.
    Beim Insulindosis setzen, kannst du eine Hautfalte bilden, also mit Daumen und Zeigefinger die Haut/Unterhaut unter Spannung setzen, dann dringt die Kanüle ganz leicht ohne Schmerz ein.

    Ist für einen selbst gut händelbar und hat so überhaupt nichts damit zu tun, was so Ärzte, Krankenschwestern und MFAs mit uns anstellen.
    Solche ev. unschönen Erfahrungen wieder auszugraben und per Psychologen zu zerreden, ist nicht meins.
    Tief abgespeichert und aus Kurzzeitgedächtnis verbannt, hat auch gesunde Vorteile.

    Die Diabetes-Schwerpunktpraxis ist eine Internisten-Praxis mit entsprechender Fortbildung zum Diabetologen.
    Die kümmern sich um alle internistischen Probleme und überweisen auch zu anderen Fachkollegen, wenn sie dies für nötig erachten. Sammeln die Befunde für mich per Einschätzung und Medikamentenverschreibung. Mittlerweile auch sozusagen 'Hausarzt'.
    Ist eine große Erleichterung für mich, einen Ansprechpartner zu haben, der diese Facharzt-Gespräche insgesamt zur persönlichen Geschichte sortiert.

    Rate dir deshalb auch, einen kompetenten Internisten zu suchen, der deine Gesamterkrankungen besser einschätzen kann.

    Gruß Elfe
    Bearbeitet von User am 14.02.2019 17:58:22. Grund: +
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    am 14.02.2019 20:04:56 | IP (Hash): 1156118018
    Elfe schrieb:

    deine Beschwerden beschreiben eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung.
    Morbus Crohn ist dazu noch eine weitere Schwierigkeit, kommt darauf an, wie stark die Entzündung ist. (Kenne das nur als Mitmensch einer betroffenen Person, die sich damit plagt und öfter Antibiotikum bekommen muss). Wie will man das auseinander halten °~°



    Welche Beschwerden meinst du jetzt? Die damaligen von 2016 mit Bauchschmerzen, Übelkeit etc oder die jetzigen mit schlecht fettvertragen?

    Ich habe neben Morbus Crohn, auch Laktoseintoleranz und Reizdarm. Also bei Verdauungsproblemen ist es echt schwierig herauszufinden, woran es liegen könnte.

    Elfe schrieb:

    Mit der richtigen Technik tut's wirklich nicht weh, wichtig gewusst wie ?

    Beim Insulindosis setzen, kannst du eine Hautfalte bilden, also mit Daumen und Zeigefinger die Haut/Unterhaut unter Spannung setzen, dann dringt die Kanüle ganz leicht ohne Schmerz ein.



    Danke für die genaue Beschreibung. Ich habe jetzt von drei Leuten gehört, dass es angeblich überhaupt nicht weh tun soll das Insulin spritzen. Wenn es wirklich stimmt, würde ich es schon schaffen, denke ich.

    BZ messen ist nur leider eine komplett andere Geschichte. Aber sollte ich wirklich nur (erstmal) mit Verzögerungsinsulin auskommen, wäre es vllt auch gar nicht unbedingt nötig unbedingt zu messen.

    Elfe schrieb:
    Solche ev. unschönen Erfahrungen wieder auszugraben und per Psychologen zu zerreden, ist nicht meins.
    Tief abgespeichert und aus Kurzzeitgedächtnis verbannt, hat auch gesunde Vorteile.



    Meine Phobie war so stark, dass es ohne Psychologe nicht mehr gegangen wäre. Bei einer Infusion für Morbus Crohn 2 Std nur am Hyperventilieren. Ich war nicht zu beruhigen. Die nächste Infusion zweimal umsonst stechen, weil ich so extrem weggezogen habe, dass mich niemand mehr alleine festhalten kann, dann wurde die nächste Nadel gelegt, wo mich dann zwei Leute festgehalten haben und es hat auch nur mit viel Glück geklappt. Dann wollten sie mir eigentlich keine Infusionen mehr geben, gibt nur leider kaum noch Alternativen.. Und dann habe ich mit Therapie angefangen. Und schon gute Ergebnisse erzielt.

    Elfe schrieb:
    Die Diabetes-Schwerpunktpraxis ist eine Internisten-Praxis mit entsprechender Fortbildung zum Diabetologen.
    Die kümmern sich um alle internistischen Probleme und überweisen auch zu anderen Fachkollegen, wenn sie dies für nötig erachten. Sammeln die Befunde für mich per Einschätzung und Medikamentenverschreibung. Mittlerweile auch sozusagen 'Hausarzt'.
    Ist eine große Erleichterung für mich, einen Ansprechpartner zu haben, der diese Facharzt-Gespräche insgesamt zur persönlichen Geschichte sortiert.

    Rate dir deshalb auch, einen kompetenten Internisten zu suchen, der deine Gesamterkrankungen besser einschätzen kann.


    So ähnlich ist es bei mir auch. Diabetes-Schwerpunktpraxis DDG-zertifiziert, meine Ärztin Internistin, Diabetologin, Ernährungsmedizinerin, dann gibt es noch zwei weitere Internisten in der Praxis für Hausärztlich-internistische Betreuung.

    So scheine ich schon gut dort aufgehoben zu sein. Bei mir ist es sowieso schwierig mit der Angst und meinen Erfahrungen überhaupt Vertrauen zu neuen Ärzten aufzubauen. Und das erschwert halt auch die Zusammenarbeit mit einem neuen Arzt, der mich auch noch nicht kennt und einschätzen kann.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 11.02.2019
    am 14.02.2019 21:11:26 | IP (Hash): 1156118018
    Ich drehe mich irgendwie im Kreis. Denke quasi den ganzen Tag nur noch an Insulin. ja/nein, schaff ich das, welches, Vorteile/Nachteile, etc. Habe auch schon so viel gelesen, Bücher, in Foren, etc. Aber ich steige da nicht komplett durch. Wahrscheinlich ist es auch einfach viel zu viel. Mein Gehirn weigert sich bestimmte Sachen einfach zu verstehen. Sorry, dass ich immer wieder aufs neue gefragt habe.

    Ich werde jetzt die nächsten Tage eine Google- und Forumpause machen. Bis ich Mittwoch beim Hausarzt war. Das wird sonst einfach viel zu viel. Und raus kommt ja doch nichts.

    Entweder Insulinspritzen (+BZ messen) trotz Panik oder eben Folgeschäden, Koma und Tod zu riskieren. Eine andere Wahl habe ich nicht. Das muss ich nur einsehen.
    Das einzige was es eigentlich nur noch zu bedenken gibt, falls ich mich für ersteres Möglichkeit entscheide, entweder Einstellung ambulant oder in der Reha oder in Bad Mergentheim in der Klinik. Aber darüber denke ich jetzt auch nicht mehr nach.

    Kann grade einfach nicht mehr. Sorry, dass ich euch so mit meinen Problemen "genervt" habe. Es gibt keine andere Lösung, das muss ich akzeptieren. Sonst gab es immer irgendeine Alternative, aber in diesem Sinn ist es einfach aussichtslos. Ich habe Lösungen versucht zu finden, wo es keine gibt.

  • Elfe

    Rang: Gast
    am 15.02.2019 17:17:01 | IP (Hash): 1417489925
    Liebe July,
    kann dich gut verstehen und stehe dir bei.
    Googeln zu Krankheiten mag ich auch nicht mehr, was da so alles beschrieben wird - könnte …, macht mich ganz kirre. Frage da lieber die Ärzte in der Gegenwart.

    Von ärztlicher Seite bist du gut aufgehoben, schon mal beruhigend, da dich ja mehrere internistische Probleme plagen.
    Fettverdauungsprobleme bestehen bei dir bestimmt nicht aufgrund ausgestandener Pankreatis.

    Morbus Crohn und Reizdarm ist ja auch schmerzhaft und mit allen möglichen Verdauungsproblemen behaftet.
    Ich selber habe allein noch nicht mal die hochgradige Laktoseintoleranz feststellen können.
    Die Beschwerden wurden z.T. erst am anderen Tag deutlich, mit etlichen Mahlzeiten dazwischen - was war also falsch ?

    Manches hat bei mir auch etwas mit einer chronischen Magenentzündung zu tun.
    Versuche also, Magen und Darm per Verdauung nicht zu überfordern und stelle danach die Mahlzeiten zusammen. Lieber leichtverdauliches warmes Essen, Brot + gekochte Kartoffel, Ei in jeglicher Form, Milchprodukte. Wurst und faseriges Fleisch (Eiweiß) bekomme ich kaum aufgeschlossen (sehe das an hohen BZ-Werten nach einigen Stunden, trotz abgestimmtes Insulin).

    Deine Spritzenphobie beruht auf ärztlicher Behandlung mit Kanülensetzen tief in die Ader.
    Je nachdem, wer's macht, habe ich da auch so einige schmerzhaften Erfahrungen.

    Aber selber BZ messen und Insulindosis geben, hat damit so gut wie kaum was zu tun.
    Wie schon beschrieben, sind Pennadeln sehr viel kürzer, fein geschliffen und beschichtet.
    Auch die Lanzetten sind ebenso fein geschliffen und werden seitlich an der Fingerbeere angesetzt - bevorzuge dazu Mittel- und Ringfinger der rechten und linken Hand, nicht so schmerzempfindlich wie kleiner Finger (Daumen und Zeigefinger entfallen wg. Greifen im Alltag).
    Pennadeln und Lanzetten können dazu jedesmal gewechselt werden, was schonender für die Haut ist.

    Da deine BZ-Werte gar nicht so hoch sind, könnte Basalinsulin hilfreich sein.
    Dieses wird nur 1 - 2 mal pro 24 h gegeben, in den Oberschenkel, da als Frau genügend Unterhautfett vorhanden und schmerzfrei.
    Wurden eigentlich mit dir schon mal orale Medikamente besprochen ?
    Da hat sich in den letzten Jahren eine Menge getan mit unterschiedlichen Wirkansätzen.
    Ev. sprechen Morbus Crohn und Reizdarm dagegen - nachfragen.

    Selber wurde ich per Diabetes ambulant behandelt.
    War wegen anderer Dinge in Kliniken und kam mir vor, wie unter einer Glasglocke.
    Von heut' auf morgen entlassen und sieh mal zu, wie du klar kommst.
    Am gleichen Tag noch zum Hausarzt, wegen Rezept und Medikamente besorgen und dann in den Alltag geworfen °~°

    Panik und sonstige dunklen Gedanken möglichst verbannen.
    Hey, wir leben noch und wollen mit allen Sinnen genießen.
    Es wird Frühling, die Tage werden heller mit viel Sonnenschein.

    Ganz hilfreich finde ich im übrigen auch Musik als Stimmungsaufheller.
    Takt macht fröhlich und lässt mich tanzen.
    Mein aktueller Ohrwurm zur Zeit
    https://www.youtube.com/watch?v=mOFvJVroAJE
    Auch gut, auch zu Sport (in Endlosschleife)
    https://www.youtube.com/watch?v=aee7AmC_CzY

    Gruß Elfe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1430
    Mitglied seit: 11.02.2019
    am 22.02.2019 19:08:03 | IP (Hash): 1156118018
    Ganz lieben Dank für deine Antwort Elfe.

    Ich bin momentan irgendwie mit meiner Kraft am Ende, deshalb schreibe ich fast gar nichts. Jetzt habe ich anscheinend auch noch einen Schub beim Crohn. Jedenfalls sind die Entzündungswerte recht hoch.. Das könnte auch den Anstieg des HbA1Cs erklären.

    Am Mittwoch war ich bei meiner Hausärztin wegen Reha-Antrag und sprechen, was sie zu Diabetes und Insulin spritzen, sowie zur Schilddrüsenunterfunktion sagt. Leider hat sich das Thema Hausarzt jetzt erledigt. Ich wurde so angeschrieen und fertiggemacht weil ein Befund nicht angekommen ist, dass ich dort erstmal nicht mehr hingehe. Dann muss Diabetologe den Reha-Antrag stellen. Hoffe sie macht es auch. Und wegen Insulin spritzen muss ich auch nur zum Diabetologe. Leider kennt die mich noch nicht so gut. Beim Hausarzt war Vertrauen da. Meine Hausärztin hätte sicher auch ehrlich gesagt, was sie vom sofortigen Insulin spritzen hält. Insbesondere ob sie denkt, dass ich es schaffe. Leider kam es gar nicht dazu. Vorher wurde ich ja schon angeschrieen.

    Der Befund vom Diabetologen habe ich auch endlich bekommen. Dort steht drin, dass der Anstieg des HbA1Cs am ehesten auf die Schilddrüsenunterfunktion zurückzuführen ist. Und dass sie erstmal diätisch weiterbehandeln möchte. Was ich aber jetzt nicht mehr möchte. Ich bin am Ende. Vor jeder Mahlzeit bin ich am Grübeln, steigt jetzt der Zucker an oder bekomme ich jetzt Bauchschmerzen davon. Das ist nicht mehr schön.

    Ich hätte noch eine andere Frage, insb. an die Diabetiker, die kein Insulin spritzen. War heute beim Sport eine Stunde. Hatte davor vor ca. 2,5 Std etwas gegessen (Nudeln). Das einzige an dem Tag. Im Sport selbst schon und auch nachher hatte ich total das Gefühl unterzuckert zu sein. Kann das überhaupt sein? Oder ist das nur so ein Gefühl, weil ich höhere BZ-Spiegel momentan gewohnt bin. Ich habe dann Traubenzucker genommen und es wurde besser.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 8855
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 23.02.2019 11:00:58 | IP (Hash): 2077170506
    bin nicht 11e ;)

    Von Hausnummer 100 Menschen, die keine Zuckermedis nehmen und klagen, sich unterzuckert zu fühlen, haben wenigstens 96 den BZ im völlig normalen Bereich und nutzen die Rede einfach als gleichbedeutend mit schlapp und antriebslos. 1-2 machen das sogar mit hohem bis sehr hohem Blutzucker. Ohne konkreten aktuellen Messwert also keine Möglichkeit, tatsächlichen Unterzucker von allgemein schlapp oder z.B. auch niedrigem Blutdruck zu unterscheiden.

    Und 1-2 haben tatsächlich ihren BZ um 50 oder 40 infolge einer reaktiven Unterzuckerung. Die gibt es nur bei Menschen mit noch funktionierender eigener Insulinproduktion. Dafür steigt der BZ nach dem Essen erst schön hoch an, weil die erste und größte der normal 2 Insulinantworten fehlt und dann setzt die zweite ein. Und weil die eigentlich nur noch einen kleinen Rest korrigieren soll und für die ganze Aufgabe praktisch unvorbereitet überreagiert und mehr Insulin ausschüttet, als tatsächlich notwendig ist, sinkt der BZ mit dieser Reaktion schneller und tiefer als normal ab. Diesen Effekt kann man mit physischer Aktivität verstärken.

    Aber solcher Unterzucker dauert messbar immer nur 5-10 Minuten , weil die Alpha-Zellen im Pankreas schon auf dem Weg dahin reichlich Glukagon ausschütten, das die Leber zum sofortigen Ausschütten von mehr Glukose treibt. Das mies schlappe Gefühl kann allerdings noch ne halbe Stunde anhalten. Aber ne Stunde oder gar noch länger sogenannt unterzuckert Fühlen muss bei Menschen ohne Zuckermedis und mit normal normalem bis höherem Blutzucker andere Ursachen haben als tatsächlich Unterzucker.

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 23.02.2019 18:06:11 | IP (Hash): 334955150
    Hallo July,

    wer bitte, hat dich da angeschrien in der Praxis ?
    Die Hausärztin oder so'ne 'Königin Mutter', die ihre Chefin abschirmt - ggfs. klären.
    Kann ja wohl echt nicht sein - und was hast du bitte mit einem fehlenden Befund zu tun !?

    Das eine Schilddrüsenunterfunktion für den Anstieg deines Langzeitzuckers verantwortlich sein soll, kann ich nicht nachvollziehen. Als Symptom wurde mir erklärt, daß man eher etwas träge/müde wird, mehr nicht. Hatte für mich jedenfalls keine offensichtliche Wirkung auf BZ, weder vor noch nach L-Thyroxin-Gabe (erst seit paar Jahren, sehr viel später als Diabetes-Diagnose).

    Der Blutzucker steigt an bei essen von Kohlenhydraten. Dabei gibt es schnell- und langsam verdauliche.
    Auch mit Eiweiß- und Fettanteil der Mahlzeit kannst du die Verdauungsgeschwindigkeit beeinflussen.
    Und gar nichts oder nur 1 x am Tag etwas essen, ist da keine Lösung.
    Schon gar nicht Nudeln - mit was dazu ?
    Beim Sport werden dann die leicht verfügbaren Kohlenhydrate schnell verbraucht und je nach Anstrengung wird einem ganz schwummrig … . Wenn es dir mit Traubenzuckergabe danach besser geht, ist das voll in Ordnung.
    Das passiert auch Nichtdiabetikern und ohne externe Insulingabe (sehe das ab und zu im persönlichen Umfeld).

    Was das Essen angeht, ist es für dich bestimmt besser, verträgliches für deinen entzündeten empfindlichen Darm zu finden.
    Steht gar nicht im Widerspruch zu BZ.
    Gemüsegerichte mit Anteil Kartoffel/Nudeln/Reis sind so oder so ganz gut, Mischbrot (nicht unbedingt schwer verdauliches Schwarzbrot), Müsli auf Haferflockenbasis mit Milch/Jogurt als Frühstück z.B..
    Habe ab und an bei starken Schmerzen, wenn ich echt nicht mehr wusste was essen, auf Baby-Gläschen-Nahrung zurückgegriffen, um irgendwie bei Kräften zu bleiben.

    Na klar schaffst du die Insulingabe per Pen.
    Wenn du unter Begleitung es wirklich einmal schaffst festzustellen, daß das nicht schmerzhaft und nicht so schlimm ist, wie von dir befürchtet, hast du gewonnen - und belastet deine Psyche nicht unnötig weiter.

    Auf jeden Fall bist du mit deiner komplexen Krankheitsgeschichte in deiner Internistischen/DDG-Praxis besser aufgehoben als beim Allgemein-Mediziner.

    Liebe Grüße Elfe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 11.02.2019
    am 23.02.2019 20:08:46 | IP (Hash): 1156118018
    hjt_Jürgen schrieb:

    Aber solcher Unterzucker dauert messbar immer nur 5-10 Minuten , weil die Alpha-Zellen im Pankreas schon auf dem Weg dahin reichlich Glukagon ausschütten, das die Leber zum sofortigen Ausschütten von mehr Glukose treibt. Das mies schlappe Gefühl kann allerdings noch ne halbe Stunde anhalten. Aber ne Stunde oder gar noch länger sogenannt unterzuckert Fühlen muss bei Menschen ohne Zuckermedis und mit normal normalem bis höherem Blutzucker andere Ursachen haben als tatsächlich Unterzucker.



    eine halbe Stunde trifft es recht gut. Ich dachte es lag am Traubenzucker, aber vielleicht war es ja auch diese Glukagon Ausschüttung..
    Man kann jetzt natürlich nur spekulieren, wollte nur wissen, ob es das überhaupt gibt. So eine Unterzuckerung ohne Insulin.