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Hallo zusammen, neu hier Diabetes Typ 3 c

  • Elfe

    Rang: Gast
    am 08.03.2019 17:56:52 | IP (Hash): 1853499897
    @Jürgen
    Selbstverständlich ist Heike versiert in Technikdingen, falls dir das entgangen sein sollte.
    Hast du ihren Link mal angesehen - für sie als langjährige Pumpenträgerin wohl eher weniger Berührungsängste mit OP und Katheter implantieren.

    Glykogen wird eben nicht nur in der Leber gespeichert, sondern in erheblichem Maße auch in den Muskeln, jeweils mit unterschiedlicher Funktion.
    https://flexikon.doccheck.com/de/Glykogenspeicher

    Brauchen wir dann so Igelmäßig noch so paar Zugänge zu den Muskeln ?
    Scherz ;-)

    Armselig finde ich die Subkutane Gabe keineswegs,
    im Gegenteil, mit den heutzutage verfügbaren dünnen Pennadeln.
    Wirkt gut, wie manches andere auch, was wir oral an Tabletten einnehmen und verteilt sich über Blut/Lymphe.
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    am 08.03.2019 18:55:57 | IP (Hash): 1994009015
    Die Diskussion, wo Insulin am Besten wirkt, war mir irgendwie zu kompliziert und auch teilweise zu gruselig, dass ich es nur überflogen habe. Hoffe, ich habe dadurch jetzt nicht irgendwas wichtiges überlesen.

    Ich habe es jetzt mehrmals probiert, am Bauch scheitere ich mit Hautfalte machen komplett. Wobei ich, denke ich, auch nicht in den Bauch spritzen könnte. Wo es gut geht mit der Falte und anscheinend auch nicht so schmerzhaft ist, ist die Stelle oberhalb der Hüfte. Da ist die einzige Stelle, wo ich etwas Fett habe. Ich bereite mich momentan innerlich darauf vor, indem ich Hautfalte machen übe und dann mit dem Fingernagel etwas drücke. So merke ich auch welche Stellen weniger empfindlich sind. Bauch wahnsinnig empfindlich bei mir. Oberschenkel außen, relativ weit oben dagegen weniger.
    Wahrscheinlich würde ich echt die zwei Stellen, also Oberschenkel und Flanke hernehmen.

    Am Montag oder Dienstag erfahre ich das Ergebnis der Entzündungswerte. Und sollten die in Ordnung sein, habe ich mir fest vorgenommen am Donnerstag beim Diabetologen wegen Insulin spritzen zu fragen. Weil ich kann einfach nicht mehr. Es kann natürlich sein, dass ich dann in der Praxis einen Rückzieher mache, aber eigentlich habe ich es vor...
    Am Mittwoch Abend gab es bei uns Pizza selbst belegt und im Pizzaofen gebacken. Große Ausnahme, sonst würde ich sowas nie essen. Ich habe ca. 1/4 gegessen (Fertigteig) mit Champignons und 1/2 Scheibe Käse. Habe es irgendwie gar nicht vertragen und der Blutzucker hat sich auch sehr darüber gefreut. Durfte noch Nachts zweimal Aufstehen um aufs Klo zu gehen, vorher auch schon ständig. Das habe ich sonst nie mit der Nacht... Also definitiv keine Pizza mehr.

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    am 08.03.2019 19:14:18 | IP (Hash): 1994009015
    HeikeOV schrieb:


    @July: Lese jetzt schon länger in verschiedenen Foren von dir und finde es schlimm, wie mit dir von Ärzten und medizinischem Personal umgegangen wurde... Die mit der zwangsweisen Blutabnahme im Krankenhaus hätte ich angezeigt... geht gar nicht!
    Die Vorstellung, sich mehrmals täglich spritzen zu müssen, erschreckt erstmal jeden und für dich ist es besonders schlimm. Beim selber Spritzen gibt es aber einige Möglichkeiten es schmerzfrei hinzubekommen: Emla-Creme, die Haut vorher mit nem kleinen Stein, Glasnugget oder ähnlichem kühlen (vorher in den Kühlschrank legen) und auch vor den Zustechen die Nadel ganz vorsichtig auf die Haut drücken hilft unangenehme Stellen zu vermeiden.

    Ich kann es zum Beispiel überhaupt nicht leiden, wenn mir andere Spritzen verpassen. Lässt sich nicht immer vermeiden, aber ich bestimme die genaue Stelle und den richtigen Augenblick lieber selber.

    Ich bin mir sicher, wenn du dich erst ein paar mal getraut hast, klappt das. Lass dich nicht drängen und hetzen und nimm dir gerade bei den ersten Versuchen die Zeit, die Du brauchst.

    Du schaffst das!



    Danke für deine Antwort. Es tut so gut, von jedem zu hören, dass es machbar ist.
    Der Tipp mit dem Stein ist super. Das werde ich ausprobieren. Habe schon überlegt so Eisspray zu verwenden. Weiß aber nicht, ob man das dann in Kombination mit Insulin überhaupt machen darf. Nicht dass dadurch dann das Insulin nicht mehr wirkt?
    Emla-Salbe nehme ich zu Blutabnahme/Infusionen her, aber der Apotheker hat gemeint, dass ich es nicht beim Insulin spritzen verwenden soll. Weil man die Creme nicht so häufig anwenden darf, besonders nicht täglich, weil irgendwelche Stoffe über die Haut aufgenommen werden können. Außerdem ist die ja auch sauteuer.

    Was bringt es die Ärzte dort anzuzeigen, ich habe keine Beweise. Und im Zweifel für den Angeklagten...
    Außerdem haben sie ja einen angeblichen "Grund" warum ich unbedingt zu dem Zeitpunkt (Mo) eine neue Zugangsnadel benötigt habe. Und sie mich deshalb auch zwingen konnten. Weil ich hatte ja Eisenmangelanämie (Hb bei 7) und ich brauchte ja angeblich dringend an diesem Tag eine Eiseninfusion. Nachdem sie erstmal tagelang gewartet hatten (Do zuvor Notfalleinweisung wegen diesem Hb-Wert), plötzlich ganz dringend brauchte ich die Infusion angeblich. Aber irgendwie habe ich dann die angeblich so dringend benötigte Infusion erst zwei Tage später am Mi bekommen (Eiseninfusionen erkennt man ja an der Farbe)... Das kann ich aber nicht beweisen. Ich vermute einfach sie wollten irgendeinen Grund warum jetzt genau in der Situation eine Nadel gelegt werden muss, wo es gar keinen Grund gab. Sie hatten nur keinen Bock darauf, dass ich mich geweigert habe.
  • Elfe

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    am 08.03.2019 19:42:29 | IP (Hash): 1853499897
    Hallo July,
    hatte selber HB kleiner 7 und Eisenspeicher leer.
    Drama - Anruf auf der Arbeit, vollkommen verdattert.
    Wurde erstmal überwiesen zum 'Blut'-Facharzt.
    Statt empfohlener Bluttransfusion wurde wg. anderer Gefahren jedenfalls auf Eisen in Kapselform zurückgegriffen. 2 x pro Tag, später 1 x - dann so stetig über Wochen&Monate im Bereich angelangt.
    ~
    Was dich total verunsichert sind unangenehme Erfahrungen mit Kanülensetzen in die Vene.
    Hat aber kaum was mit Insulingeben per Pen zu tun, die Nadeln sind fein und wird in die Unterhaut gespritzt.
    Und du machst das selber !
    Hat auch mit normalen medizinischen Spritzen per Stärke und Länge nichts zu tun.
    Andere Personen können die Schmerzempfindlichkeit ja nicht spüren, du selbst handelnd schon.

    Sprühen erstmal viel Alkohol auf (kühlt auch) und setzen dann Kanüle.
    Schau dann gar nicht hin, und tut auch weniger weh (Einbildung ;-))

    Gruß Elfe
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    am 08.03.2019 20:04:41 | IP (Hash): 512375175
    July95 schrieb:
    Die Diskussion, wo Insulin am Besten wirkt, war mir irgendwie zu kompliziert und auch teilweise zu gruselig, dass ich es nur überflogen habe. Hoffe, ich habe dadurch jetzt nicht irgendwas wichtiges überlesen.


    Wenn ich verstehen kann, wie was bei mir nicht so recht funktioniert und wie’s richtig funktioniert, ist das für mich schon ein großer Schritt weg von Grusel hin zu normal. Und wenn sich mit diesem Verstehen dann auch noch ergibt, was ich selbst dafür tun kann, dass es wenigstens im Ergebnis besser funktioniert, ist das für mich sehr ent- statt be-lastend. Nicht zuletzt, weil ich z.B. beim Diabetes mit dem Verstehen der Abläufe im Zusammenhang mit höherem Blutzucker nicht fürchten müsste, für ne Viertel Pizza statt normal überhaupt nicht, bei der Nacht danach wg extremem Blutzucker praktisch als Beweis dafür sogar gleich 2mal raus gemusst zu haben ;)

    ----------------------------------------------
    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
  • Elfe

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    am 09.03.2019 17:00:50 | IP (Hash): 1853499897
    Das Wort 'gruselig' habe ich auch verwendet, für noch weiter gehenden Zugang innerlich per OP.

    Klappt auch per Pen ganz gut,
    weil sich das Insulin und der Blutzucker nach Aufschließen per benötigter Zeit eben im Organismus per Verteilung über den Kreislauf treffen.
    Mahlzeiteninsulin wird abgestimmt über sogenannte IE/BE-Faktoren, bedeutet soundsoviel KHs brauchen soundsoviel Insulin (unterschiedlich per Tageszeit = Biorhythmus).
    Basalinsulin (ev. bei July ausreichend) unterstützt den Grundkreislauf ohne Essen, da aufgrund verschiedener innerer Prozesse der BZ-Spiegel ansteigen kann.
    Wie man an die richtige Dosis kommt, wird per Schulung erklärt mit Feintuning über Diabetologen.
    Das ist nun wirklich kein Hexenwert, sondern logisch mit kleinem Einmaleins und wie man auch selbst z.B. einen Basalratentest durchführt oder die Faktoren anpassen kann.

    Pizza wird bei July wegen Laktoseintoleranz (jedenfalls nicht Fertigpizza) wohl kaum vorkommen, zusätzlich zu ihren Darmbeschwerden.

    Zumal Pizza ja eigentlich BZ-mäßig gar nicht so schlimm ist, wie gemeinhin gedacht.
    Die Kohlenhydrate werden in Übergang durchaus gebremst durch Belag (je nach Sorte) plus Käse.
    Im übrigen war in der Schulung die Pizza das Parade-Beispiel für Schwerverdaulich - dauert bis zu 7 h !.
    Mahlzeiteninsulin teilen und ev. FPEs notwendig.
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    am 09.03.2019 17:51:01 | IP (Hash): 422697666
    @Elfe
    July95 schrieb:
    Am Mittwoch Abend gab es bei uns Pizza selbst belegt und im Pizzaofen gebacken. Große Ausnahme, sonst würde ich sowas nie essen. Ich habe ca. 1/4 gegessen (Fertigteig) mit Champignons und 1/2 Scheibe Käse. Habe es irgendwie gar nicht vertragen und der Blutzucker hat sich auch sehr darüber gefreut. Durfte noch Nachts zweimal Aufstehen um aufs Klo zu gehen, vorher auch schon ständig. Das habe ich sonst nie mit der Nacht... Also definitiv keine Pizza mehr.


    darauf hab ich geantwortet - nicht zuletzt, weil sich das für mich so liest, als wenn da mehr Müssen etwas sehr kurzgeschlossen als Beweis für viel zu hohen BZ interpretiert wird.

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  • Elfe

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    am 09.03.2019 18:18:50 | IP (Hash): 1853499897
    @Jürgen,
    Sorry, ich bitte dich um Entschuldigung !
    Julys Text zur Pizza habe ich überlesen.
    Fertigteig käme mir so und so gar nicht in den Sinn und laktosefreier Käse selbstverständlich.
    Gruß Elfe
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    am 09.03.2019 18:40:04 | IP (Hash): 831207386
    Elfe schrieb:
    Hallo July,
    hatte selber HB kleiner 7 und Eisenspeicher leer.
    Drama - Anruf auf der Arbeit, vollkommen verdattert.
    Wurde erstmal überwiesen zum 'Blut'-Facharzt.
    Statt empfohlener Bluttransfusion wurde wg. anderer Gefahren jedenfalls auf Eisen in Kapselform zurückgegriffen. 2 x pro Tag, später 1 x - dann so stetig über Wochen&Monate im Bereich angelangt.



    Bei mir wurden keine Tabletten im Krankenhaus gegeben. Grund wurde genannt, dass der Eisenmangel zu groß sei. Darum musste die Eiseninfusion sein. Und bei Entlassung dann Tabletten. Die meine Gastroenterologin aber sofort zwei Tage später wieder abgesetzt hat, weil man im akuten Schub keine Eisentabletten gibt. Nur Infusionen. Man hat ja Eisenmangel im Schub, weil der Darm kein Eisen aufnehmen kann, wie soll es dann mit Tabletten klappen...


    Elfe schrieb:

    Was dich total verunsichert sind unangenehme Erfahrungen mit Kanülensetzen in die Vene.
    Hat aber kaum was mit Insulingeben per Pen zu tun, die Nadeln sind fein und wird in die Unterhaut gespritzt.
    Und du machst das selber !
    Hat auch mit normalen medizinischen Spritzen per Stärke und Länge nichts zu tun.
    Andere Personen können die Schmerzempfindlichkeit ja nicht spüren, du selbst handelnd schon.

    Sprühen erstmal viel Alkohol auf (kühlt auch) und setzen dann Kanüle.
    Schau dann gar nicht hin, und tut auch weniger weh (Einbildung ;-))

    Gruß Elfe



    Sobald ich es einmal selbst schaffe, bzw. erstmal mit Hilfe, werde ich merken, ob es machbar ist oder nicht. Meine Therapeutin vermutet auch, dass es klappen kann, weil ich es selbst mache und nicht irgendjemand mir was "tun" will.
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    am 09.03.2019 18:49:35 | IP (Hash): 831207386
    Bei der Pizza war es das erste Mal, dass ich so lange mit Toilettengängen und Durst zu kämpfen hatte. Das waren mindestens sechs Stunden. Ich weiß nicht, ob es mit der Pizza zu tun hat. Mir ist es halt aufgefallen. Und beim Googlen scheint Pizza ja zuckertechnisch relativ schwierig zu sein. Obwohl sie ja bei mir zumindest vom Belag her relativ fettarm war, Tomaten passiert und Champignons haben kein Fett und eine halbe Scheibe Käse ca. 4 gr Fett. Keine Ahnung, wie jetzt die Pizza BZ-technisch gewirkt hat, mir ist halt dieser Zusammenhang aufgefallen. Und wenn ich nicht messe, gibt es halt nur einige wenige Anhaltspunkte, wo ich vermuten kann, dass der BZ zu hoch ist.

    Es war eine große Ausnahme, die ich sonst nie machen würde. Habe auch mit ziemlichen Bauchschmerzen, Übelkeit, Sodbrennen, etc pp dafür bezahlt. Aber ich wollte halt auch einfach mal mitmachen und nicht immer sagen müssen, nein das darf ich nicht essen und das darf ich nicht essen. Und den anderen dann zuschauen...

    Hartkäse ist doch sowieso laktosefrei, KH 0gr pro 100 gr, warum schreibst du dann extra von laktosefreien Käse? Fertigteig ist auch laktosefrei, also wegen der Laktoseintoleranz wäre es sicher kein Problem gewesen.
  • Elfe

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    am 09.03.2019 19:21:34 | IP (Hash): 1853499897
    Hallo July,
    ist bei mir nun mal so, daß ich auf jedes Krümelchen Laktose reagiere.
    Bei handelsüblichem Käse wäre ggfs. Parmesan per Reifung laktosefrei, Scheibenkäse oder andere Milchprodukte enthalten immer noch kleine Mengen Laktose, die bei weniger empfindlichen Personen durchaus ausreichen können, lt. Laktoseernährungsberatung.

    Ich selber greife auf wirklich laktosefreie Milchprodukte zurück und achte auch sonst bei verarbeiteten Lebensmitteln auf Zutatenliste.
    Fertigteige - Pizza, Keks, Blätterteig - können Laktose enthalten.
    Mit selber erstellen, kann man sich die Zutaten zusammenstellen - Hefeteig dauert.

    Eisenmangel ist keineswegs ein Schub.
    Das passiert wirklich über längere Zeit, solch niedrige Werte und bei mir Eisenspeicher komplett zu leeren (hat auch was mit starker Monatsblutung zu tun).

    Im weiteren Verlauf hat sich noch gezeigt, daß zur Blutbildung notwendige Vitamin-B12-Aufnahme nicht mehr funktioniert ~ brauche dieses per Spritze in Umgehung des Magens - kann dies nicht verwerten.

    Gruß Elfe
    Bearbeitet von User am 09.03.2019 19:25:07. Grund: +
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    am 09.03.2019 21:15:42 | IP (Hash): 422697666
    July95 schrieb:
    Aber ich wollte halt auch einfach mal mitmachen und nicht immer sagen müssen, nein das darf ich nicht essen und das darf ich nicht essen. Und den anderen dann zuschauen...


    Wie ich das lese, hast Du da grad mal Deine wesentliche Herausforderung angesprochen, dass Du was darfst oder nicht darfst. Das zieht sich so mehr oder weniger deutlich ausgeschrieben durch alle Deine bisherigen Beiträge, und wenn ich mit diesem Ansatz leben müsste, hätte ich bestenfalls HBA1c 10 statt 5,5 und besser.

    Warm? - Weil ich chronisch dazu neige, meistens gerade das machen zu wollen, was ich nicht darf, und meistens nur das recht zuverlässig zu machen, was ich wirklich will.

    Ich will meinen Blutzucker 24/7 jeweils die meisten von 24 Stunden im völlig gesunden Rahmen, und dafür will ich nach Möglichkeit immer nur so viel von dem essen und trinken, was für mich in diesen Rahmen passt.
    Und genau: Nicht ich darf nicht, sondern ich will wirklich nicht, was da nicht hinein passt.

    ----------------------------------------------
    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
  • Elfe

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    am 11.03.2019 20:28:08 | IP (Hash): 1853499897
    @Jürgen
    Da hast du nur Deine spezielle BZ-Brille auf der Nase.

    BZ-Werte sind bei July gar nicht so hoch, daß externes Insulin gar nicht notwendig erscheint - ggfs. oral ausreichend ?

    Du hast die Komplexität von Julies Bewerden nicht verstanden !
    Kenne das sehr wohl auch, in Gesellschaft dieses und jenes nicht mitessen zu wollen.
    Nur 3c und auf Laktose achtend (nicht mal Morbus Crohn, schon besonders):
    - Wieviel KHs sind da drin ? - Insulindosierung
    - Wieviel Fett ? - Kapsel Fettenzym
    - Wieviel Milchzucker ? - Kapsel(n) Laktase
    Drei Medikamente notwendig per pi x Auge = Da vergeht mir echt der Appetit.

    Je nach Situation eben nur Kaffee schwarz, Essen auswärts per Buffet oder Speisekarte entsprechend auswählen.
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    am 12.03.2019 13:19:25 | IP (Hash): 831207386
    Elfe schrieb:


    Eisenmangel ist keineswegs ein Schub.
    Das passiert wirklich über längere Zeit, solch niedrige Werte und bei mir Eisenspeicher komplett zu leeren (hat auch was mit starker Monatsblutung zu tun).

    Im weiteren Verlauf hat sich noch gezeigt, daß zur Blutbildung notwendige Vitamin-B12-Aufnahme nicht mehr funktioniert ~ brauche dieses per Spritze in Umgehung des Magens - kann dies nicht verwerten.




    Ich hatte damals einen Schub und Eisenmangel. Bzw. der erste heftige Eisenmangel mit Anämie ist entstanden, dadurch dass ich drei Jahre unentdeckt Crohn hatte und der somit drei Jahre auch nicht behandelt worden ist. Beim zweiten Schub hatte ich auch einen leichten Eisenmangel. Wo sofort eine Infusion gegeben wurde. HB war da noch 12,2, aber sie wollten gleich sicher gehen.

    B12 Wert passt bei mir noch. 330 (bei Ref. 211-960).
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    am 12.03.2019 13:22:51 | IP (Hash): 831207386
    hjt_Jürgen schrieb:
    July95 schrieb:
    Aber ich wollte halt auch einfach mal mitmachen und nicht immer sagen müssen, nein das darf ich nicht essen und das darf ich nicht essen. Und den anderen dann zuschauen...


    Wie ich das lese, hast Du da grad mal Deine wesentliche Herausforderung angesprochen, dass Du was darfst oder nicht darfst. Das zieht sich so mehr oder weniger deutlich ausgeschrieben durch alle Deine bisherigen Beiträge, und wenn ich mit diesem Ansatz leben müsste, hätte ich bestenfalls HBA1c 10 statt 5,5 und besser.

    Warm? - Weil ich chronisch dazu neige, meistens gerade das machen zu wollen, was ich nicht darf, und meistens nur das recht zuverlässig zu machen, was ich wirklich will.

    Ich will meinen Blutzucker 24/7 jeweils die meisten von 24 Stunden im völlig gesunden Rahmen, und dafür will ich nach Möglichkeit immer nur so viel von dem essen und trinken, was für mich in diesen Rahmen passt.
    Und genau: Nicht ich darf nicht, sondern ich will wirklich nicht, was da nicht hinein passt.



    Ich finde es gut, wie du verzichtest.
    Bei mir ist es nochmal etwas anderes. Ich bin ja noch relativ jung mit 23 und da spielt die Peer-Group noch eine große Rolle. Und ich muss dazu sagen, wie Elfe auch angedeutet hat, es geht bei mir ja auch nicht nur um den BZ. Sondern noch um vieles mehr. Und ich verzichte auf einiges. Und hab auch auf einiges verzichten müssen schon, nur als Beispiel mein Crohn wurde eine Woche nach den Abi-Prüfungen diagnostiziert. Heißt, alle anderen waren Abi feiern und ich lag im Krankenhaus für zwei Wochen...
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    am 12.03.2019 13:33:32 | IP (Hash): 831207386
    Elfe schrieb:

    BZ-Werte sind bei July gar nicht so hoch, daß externes Insulin gar nicht notwendig erscheint - ggfs. oral ausreichend ?

    Du hast die Komplexität von Julies Bewerden nicht verstanden !
    Kenne das sehr wohl auch, in Gesellschaft dieses und jenes nicht mitessen zu wollen.
    Nur 3c und auf Laktose achtend (nicht mal Morbus Crohn, schon besonders):
    - Wieviel KHs sind da drin ? - Insulindosierung
    - Wieviel Fett ? - Kapsel Fettenzym
    - Wieviel Milchzucker ? - Kapsel(n) Laktase
    Drei Medikamente notwendig per pi x Auge = Da vergeht mir echt der Appetit.

    Je nach Situation eben nur Kaffee schwarz, Essen auswärts per Buffet oder Speisekarte entsprechend auswählen.



    Das war zwar in dem Beispiel mit der Pizza nicht so. Da wollte ich einfach auch was essen, ohne Nachdenken zu müssen und nicht den anderen beim Pizza essen zuschauen wollen.

    Aber was du erzählst, so geht es mir ständig. Ist da jetzt
    Laktose drin - Tablette,
    ist das essen Fettig - lieber nicht essen, mag besonders mein Magen nicht
    zu viel Gemüse - mag mein Darm auch nicht, wird dann nicht aufgenommen..
    zu viele KH - schlecht für den Zucker
    Was soll ich dann noch essen??

    Ich weiß nicht, ob man in meinem Fall irgendwelche Tabletten geben kann um den Zucker zu senken. Einige hemmen ja die Aufnahme der KH im Darm, die würde ich auf keinen Fall nehmen.
    Irgendein Mittel, SGTL2-Hemmer, oder so, da scheidet man den Zucker eher durch Urin aus. Ab 140 statt 180 mg/dl. Vielleicht wäre sowas geeignet. Oder halt doch gleich Basal-Insulin..

    Wenigstens weiß ich seit gestern, dass mein Darm momentan nicht entzündet ist. Der eine hohe Wert hat eine Lücke aufgezeigt, wo die Infusion nicht gewirkt hat, zwei Tage lang. Sonst fast 7 Wochen wirkt die Infusion. Von dem her, kann der gestiegene HbA1C nicht an einer Darm-Entzündung liegen.

    Donnerstag habe ich ja endlich den Termin beim Diabetologen. Mal schauen was jetzt rauskommt. Ich will auf jeden Fall jetzt irgendwas nehmen, damit der BZ gesenkt wird. Ich kann so nicht mehr.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 12.03.2019 17:49:49 | IP (Hash): 1853499897
    Liebe July,

    schon gut, daß du bald einen Termin beim Diabetologen hast, was mögliche Medikamente zur BZ-Senkung angeht.

    Meines Erachtens wäre Basalinsulin (nur 1 - 2 x in den Oberschenkel zu geben) am besten für Dich.
    Gelangt direkt in den Kreislauf in Umgehung des Magen-/Darm-Traktes, der bei dir schon angegriffen ist.
    Orale Medikamente greifen doch sehr ein und haben dort (selbst Metformin) ev. Nebenwirkungen und müssen 'eingeschlichen' werden.
    Die SGTL2-Hemmer senken die Nierenschwelle und Zucker (der eigentlich in den Körper gehört) wird per Pippi ausgeschieden. Eine recht häufige Nebenwirkung besonders bei Frauen sind Entzündungen im Genitalbereich, die sehr unangenehm sein können, per Schmerz/Juck/Behandlung.

    Hier eine Übersicht über Diabetes-Medikamente mit ganz unterschiedlichem Wirkprofil
    https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/typ-2-diabetes/medikamente-gegen-typ-2-diabetes.html
    zum Ansehen als Vorbereitung zum Arztgespräch.
    Versuch macht klu'ch', ev. mal ausprobieren, möchte dir da nicht vorgreifen.
    ~
    Ärzte haben lt. meiner Erfahrung nur wenig Zeit zu Ernährungs-/Verträglichkeits-Fragen.
    Ev. bekommst du ein paar Einzeltermine bei der Ernährungsberaterin verschrieben.
    Da kannst du mehr Fragen stellen, nicht nur so BZ-mäßig.
    ~
    Vor deiner aktuellen Frage in Gegenüberstellung der empfohlen Ernährungsempfehlungen stand ich auch, da passte nichts zum anderem und war praktisch gar nichts übrig.
    Viel ausprobieren per Verträglichkeit (bei mir Problem chronische Magenentzündung (eine Etage höher)):
    - Mikrowelle ist mein bester Freund. Rohkost (Möhren, selbst Paprika mit schwerverdaulicher Haut in Stücke geschnitten) sind so per 1-2 min bei 600 Watt leicht erhitzt gut verträglich.
    - Salatgurke, Eisberg- und grüner Salat sind roh geschnibbelt per Wasser-Gehalt mit selbst gerührtem Joghurt-Dressing auch o.k.
    - Milch- und Ei-Eiweiß klappt auch ganz gut.
    Fleisch so gut wie gar nicht - bekomme die Fasern schon nicht auseinander (nur Vermutung).
    - Brotsorten habe ich durchprobiert und da ein Mischbrot, ein Vollkornbrot und sogar ein Knäckebrot gefunden
    ~
    Auswärts essen ist ein Problem !
    Aber per Speisekarte lässt sich auch beim Italiener ev. noch etwas finden.
    Habe dann so prophylaktisch in kleinem Tablettenbehältnis Laktrase und Fettenzyme dabei.
    Die Nebenwirkungen einer Event-Mahlzeit zeigen sich erst Stunden später, wenn man eh wieder allein daheim klarkommen muss.
    ~
    July, du bist sooo tapfer per Morbus Crohn-Behandlung und Infusionen, so'n Basal-Insulin per feinem Nädelchen schaffst du locker !
    Gruß Elfe
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 12.03.2019 21:41:36 | IP (Hash): 1718229196
    July95 schrieb:
    Bei mir ist es nochmal etwas anderes. Ich bin ja noch relativ jung mit 23 und da spielt die Peer-Group noch eine große Rolle. Und ich muss dazu sagen, wie Elfe auch angedeutet hat, es geht bei mir ja auch nicht nur um den BZ. Sondern noch um vieles mehr. Und ich verzichte auf einiges. Und hab auch auf einiges verzichten müssen schon, nur als Beispiel mein Crohn wurde eine Woche nach den Abi-Prüfungen diagnostiziert. Heißt, alle anderen waren Abi feiern und ich lag im Krankenhaus für zwei Wochen...


    In Deinem Alter war ich mit meinem Hadern mit meinem Schicksal gerade durch. Also nicht mehr alle paar Tage drüber nachgrübeln, was alles wg Polio als Baby zu kurz und teilweise gelähmten linken Beines nicht ging, sondern endlich mal aktiv zu schauen, was eben damit noch ging. Und nachdem ich so mit dem Teil des Nichtgehens abgeschlossen hatte, hat sich mir mit dem neuen und unbelasteten Ansatz ne erstaunliche Menge Nochgehen erschlossen, allem voran, was heute noch - 50 Jahre weiter - meine Frau ist ;)

    Ok, ich hatte bis zu der Entscheidung fast Deine ganze Lebenslänge an Zeit verbrauchen können und zudem das Allesgehen nie erlebt, das ja wahrscheinlich bis in die Nähe vom Abi Deine Lebensperspektive bestimmt hatte. Also hatte ich auch anschließend mit dem Ausbau meines Nochgehens keinen Klotz vom Vergleich mit vorvorherigem Allesgehen am Hinkebein. Hatte es damals also schon gewissermaßen leichter als Du heute.
    Und dazu kommt jetzt natürlich noch meine Opasammlung an Lebenserfahrung, aus der sich heute so schön locker formulieren lässt:
    Lass, was nicht mehr geht, hinter Dir! Fokussiere einzig, was noch geht! Erhalte das FÜR DICH (nicht für Deine Ärzte!) und baue das nach Möglichkeit aus! Daumendrück :)

    ----------------------------------------------
    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 13.03.2019 18:02:51 | IP (Hash): 1853499897
    Hallo July,
    was ich noch unbedingt als Ergänzung zu deinem Termin morgen sagen möchte:
    Weißt du, was in der Infusion an Wirkstoffen gegen die Darmentzündung drin ist !?
    Ev. können auch diese für eine BZ-Erhöhung verantwortlich sein - ev. Kortison enthalten !?

    Unbedingt vorlegen beim Arzt.
    Wird sowieso abgefragt, was man als Medikamentation bekommt, eigentlich.
    Per Tabletten hat man Packung und Beipackzettel zur Hand.
    Was man als Infusion im Krankenhaus in die Vene bekommt, eher weniger Informationen, da muss man ggfs. nachfragen.

    Gruß Elfe
    und melde dich bitte, wie dein Termin verlaufen ist.
    Bearbeitet von User am 15.03.2019 17:14:04. Grund: Löschen @
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    am 13.03.2019 23:15:04 | IP (Hash): 1169573473
    Hallo July,

    auch von mir für deinen Besuch bei der Diabetologin:

    Wenn Frau Elfe dir den SGLT2-Hemmer verbietet, dann hat das keinen realistischen Hintergrund. Sie ist aus Prinzip Gegenerin von Diabetestabletten und beschimpft jeden, der es anders sieht. Dabei hat sie sich mit oralen AntiDiabetika überhaupt nicht beschäftigt, was sie für sich ja auch nicht muss. Es ist nicht so, dass ich dir die Tabletten besonders empfehlen will, aber wenn du mit deiner Ärztin darüber reden willst, dann kannst du unvoreingenommen an das Thema heran gehen.

    Elfe redet davon, dass du dir den Pen bei Basalinsulin in den Oberschenkel hauen musst. Für mich wäre das eine unschöne Vorstellung. Bei dieser Frage kannst du beruhigt sein. Basalinsulin kann in den Bauch und wenn du das lieber möchtest, auch in den Oberschenkel gespritzt werden.

    Alles Gute für den Termin bei der Diabetologin, Rainer
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    am 14.03.2019 15:42:37 | IP (Hash): 831207386
    Ganz lieben Dank euch allen für die Antworten. Ich habe sie noch gelesen, aber hatte keine Zeit mehr zum Antworten.

    Also @Elfe meine Infusion, ich habe extra nachgeschaut, enthält Inflectra (ein Immunsuppressivum ohne Cortison) und als Zusätze zwei Salze, eine Zuckerart und ein Bindemittel, also alles kein Kortison. Und wird dann auf mit einer NaCl-Infusion verdünnt. Aber danke für den Hinweis.

    @Rainer, ich habe orale Medikamente nie ausgeschlossen, es klang auch für mich bei Elfe nicht wirklich danach, als wäre sie generell komplett gegen diese Medikamente.

    @Jürgen, das wusste ich nicht. Sorry. Dachte du hättest "nur" mit deinem Diabetes zu kämpfen. Umso mehr freut es mich zu lesen, wie gut du klar kommst.


    So jetzt aber zu meinem Besuch beim Diabetologen.
    Sie war wahnsinnig nett und hat sich 30 Minuten Zeit für ein Gespräch genommen, trotz vollem Wartezimmer. Weil sie auch einfach gespürt hat, wie verzweifelt ich momentan bin.
    Ergebnis vom dem Gespräch:
    1. Sie füllt mir meinen Reha-Antrag aus, ist für sie kein Problem :)
    2. Für sie ist die Schilddrüsenunterfunktion ein möglicher Grund für den gestiegenen HbA1C Wert und diese sollte behandelt werden. es ist aber für sie in Ordnung, dass ich momentan erst noch die nächste Blutwerte abwarten möchte
    3. Wenn Medikamente, dann wirklich Basal-Insulin, aber dass kann sie mir nur verschreiben, wenn ich mich selbst BZ messen kann. Vorher macht sie es nicht. Das ist momentan bei mir gar nicht drin. Wichtig ist halt die regelmäßige HbA1c-Kontrolle bis dahin.
    4. Ich soll mir überlegen, ob ich zu ihr Vertrauen habe und dann auch das mache, was notwendig ist oder ob ich mir lieber einen anderen Arzt suchen möchte. Sie würde sich aber freuen, wenn ich mich entscheide, bei ihr bleibe. Aber ohne Vertrauen wird es halt schwierig. Hat sie komplett recht.
    4. Zu meiner Ernährung hat sie gesagt, dass ich viel zu wenig esse (wusste ich ja selbst) und wir haben vereinbart, dass ich jetzt wenigstens zweimal am Tag esse und die zweite Mahlzeit erstmal nur ein Joghurt mit Obst ist, und dann später zu einer richtigen Mahlzeit wird und der Joghurt ggf. dann ne Zwischenmahlzeit wird, damit ich wieder auf meine notwendigen Kalorien komme. Sie hat auch mein Problem total verstanden, dass ich einfach Angst habe vor dem BZ-Anstieg und deshalb nichts esse. Sie hat mir probiert etwas die Angst zu nehmen, wirklich gelungen ist es ihr leider nicht.
    5. Darum hat sie vorgeschlagen gleich den HbA1C zu messen per Blutabnahme. (Normal wäre es Mitte April geplant). Dann hätte ich Gewissheit, dass er nicht drastisch gestiegen ist und könnte wieder mehr essen. Hat mir aber komplett die Entscheidung überlassen. Ich wollte es dann auch.

    Und dann :( :( :( :(
    Die Arzthelferin war schon angepisst, dass sie jetzt bei mir schon wieder Blut abnehmen muss. Das letzte Mal war vor zwei Monaten, also so häufig ist es ja jetzt auch nicht. Ich habe schon voll die Angst gehabt. Die angenervten Kommentare haben es nicht besser gemacht. Erstes Mal habe ich total weggerissen, so dass die Nadel gleich wieder draußen war. Zweites Mal habe ich gezuckt, dann kam kein Blut weil sie nicht gescheid in die Vene kam. Beim Dritten Mal dasselbe. Vor zwei Wochen beim Gastroenterologen haben sie ohne größere Probleme Blut abgenommen, einmal stechen etwas gezuckt ja, aber es lief trotzdem.
    Dann haben sie komplett entnervt ausgegeben, mit dem Kommentar, wenn die Ärztin unbedingt eine Blutabnahme braucht, soll sie es halt machen, sie haben keine Lust mehr. Ich habe dann noch versucht ihnen zu erklären, dass es psychologisch überhaupt nicht gut ist, hier jetzt abzubrechen. Weil ich dann beim nächsten Mal wahrscheinlich gar nicht mehr kommen werde. Dann hieß es von der einen, dann komme ich halt nicht mehr. Ich habe mich dann beruhigt. Beim Rausgehen habe ich noch gefragt, ob ich Tavor nehmen könnte das nächste Mal, weil es beim nächsten Mal nach der Aktion heute nur noch viel schlechter klappen würde. Dann hieß es, wenn es beim nächsten Mal nicht klappt, wird gar kein Blut mehr abgenommen. Und dann????

    Das nächste Mal ist zum Scheitern verurteilt. Im Oktober Ogtt: 1. Blutabnahme funktionierte einigermaßen, 2. Blutabnahme mussten sie dreimal stechen, Im Januar Kontrolle 1 Stechen, aber dann machte die Vene nicht mehr mit und es kam viel zu wenig Blut und ich hatte davor ca. eine Std hyperventiliert, keiner hat es gemerkt, jetzt dreimal stechen ohne Erfolg.... Ich hatte in dieser Praxis noch nie ein Erfolgserlebnis. Jedes Mal ist es schlecht gelaufen.

    Sorry, dass ich jetzt so viel schreibe, aber ich bin einfach so fertig.
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    am 14.03.2019 17:23:40 | IP (Hash): 745799082
    Hallo July,

    das tut mir echt leid für dich. :=(

    Die Schwestern gehören zur Praxis und wenn die nicht mitspielen wollen, dann nützt dir die verständnisvollste Ärztin nichts. Wenn du keinen anderen Weg findest, (z.B. dass dein Hausarzt das HbA1c bestimmt,) dann musst du wohl weiter nach einem geeigneten Diabetologen suchen.

    Bitte höre auf, so wenig zu essen. So groß ist die akute Gefahr bestimmt nicht, dass dich eine ordentliche Mahlzeit gleich umschmeißt. Wenn du kein Übergewicht befürchten musst, dann wäre BZ-mäßig die Variante mit vielen kleinen Mahlzeiten bestimmt eine gute Alternative.

    Alles Gute, Rainer
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    am 14.03.2019 18:27:36 | IP (Hash): 1185466947
    Weil Chefs das eher selten tun, sind Stiche von Ärztin oder Arzt meistens schmerzhafter.

    Normal können die Personen in einer Praxis am erträglichsten stechen, die das meistens machen. Und auch bei denen funktioniert das nicht immer gleich gut, auch wenn sie sich immer die gleiche Mühe geben. Einmal, weil jeder Mensch anders als jeder andere Schmerz empfindet, und dann, weil sich in 100 verschiedenen Armen die Venen wenigstens 100mal verschieden finden und stechen lassen - WENN die betreffende Person STILL hält!
    Wenn die plötzlich wegzieht, wie Du das offenbar machst, wird daraus für die Person, die stechen soll, das reine Glücksspiel und mit jeder Wiederholung ne immer größere Zumutung!

    Und statt den Mitmenschen Fehlverhalten vorzuwerfen, denen Du mit Deinem Verhalten so ein völlig sinnfreies Glücksspiel aufzwingst, bei dem sie praktisch nur verlieren können, wäre schon lange erwachsene Zeit an Dir, ihnen für die Blutentnahme bei Dir ne mit Dir machbare Fixierung vorzuschlagen. Voll in dem Bewusstsein, dass die dann selbstverständlich bei Deiner Anspannung nur schmerzhafter sein kann, als wenn Du einfach locker lassen würdest. -
    Aber so würdest Du den Menschen, denen Du den Auftrag für ihre professionelle Mithilfe zur Erhaltung Deiner Gesundheit erteilst, nicht beständig die absolut notwendige Grundlage für ihre Arbeit entziehen!

    ----------------------------------------------
    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 14.03.2019 22:31:14 | IP (Hash): 1853499897
    Hallo July,

    da hast du mich missverstanden, hatte dich übrigens auf Möglichkeit oraler Medikamente hingewiesen, da viele meiner Mitmenschen sehr gut damit klarkommen.
    Ich selber nicht und wollte dir nur die Angst nehmen vor Insulingaben per Pen.

    Blutabnahme aus der Vene ist für HbA1c-Bestimmung gar nicht notwendig.
    In 'meiner' Diabetesschwerpunktpraxis genügt dazu eines Fingerpieks mit Gewinnung eines Bluttropfens.
    Dann wird mittels zwei feinen Proberöhrchen das Blut aufgesogen und wandert sofort ins Messsystem (HPLC). 1 x für BZ-Wert und 1 x für Langzeitwert.

    Deine Diabetes-Praxis ist scheinbar dazu Gerätemäßig nicht so gut ausgestattet, sondern ist auf Venenblut per Analyse extern angewiesen.
    Nur 1 x pro Jahr wird mir in der Praxis per Vene Blut entnommen wegen großem Blutbild, 3 x sonst s.o.
    MFAs sind da durchaus geübter als Ärzte, die für Infusionen verantwortlich sind.

    So Kalorienmäßig wurde mir per Klinik empfohlen, sogenannte Aufbaunahrung zu probieren.
    Gibt's im Tetrapack in Apotheken.
    Ev. Alternative für dich ?

    Gruß Elfe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 11.02.2019
    am 15.03.2019 21:17:03 | IP (Hash): 831207386
    Rainer schrieb:
    Hallo July,

    das tut mir echt leid für dich. :=(

    Die Schwestern gehören zur Praxis und wenn die nicht mitspielen wollen, dann nützt dir die verständnisvollste Ärztin nichts. Wenn du keinen anderen Weg findest, (z.B. dass dein Hausarzt das HbA1c bestimmt,) dann musst du wohl weiter nach einem geeigneten Diabetologen suchen.

    Bitte höre auf, so wenig zu essen. So groß ist die akute Gefahr bestimmt nicht, dass dich eine ordentliche Mahlzeit gleich umschmeißt. Wenn du kein Übergewicht befürchten musst, dann wäre BZ-mäßig die Variante mit vielen kleinen Mahlzeiten bestimmt eine gute Alternative.

    Alles Gute, Rainer



    Danke Rainer.

    Ich habe leider auch keine Hausarzt mehr, nachdem sie vor ca. 3 Wochen ausgetickt ist und mich dermaßen angeschrien hat wegen einem fehlenden Befund und dem Reha-Antrag. Deshalb keine Alternative in Sicht.
    Habe aufgrund deiner Antwort mit dem Wechseln mal geschaut, bei uns in der Region gibt es absolut keine Praxis die noch für mich in Frage kommt.. :(
    Also muss ich es irgendwie das nächste Mal mit den Arzthelferinnen hinbekommen.

    Mit der Diabetologin haben wir ja vereinbart wie ich essen soll. Eine Hauptmahlzeit mit Kohlenhydrate und die zweite darf am Anfang ruhig mit weniger KH sein. Was habe ich heute gemacht, natürlich wieder nur einmal gegessen, gestern auch. Und dann stelle ich mich wieder auf die Waage und stelle entsetzt fest, dass ich wieder abgenommen habe, obwohl das ja klar ist.
    Einfach das Wissen, wie zu hohe BZ Werte den Körper schaden... Ich weiß ja überhaupt nicht wie hoch ich tatsächlich nach der oder der Mahlzeit komme. :(