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Hallo zusammen, neu hier Diabetes Typ 3 c
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Elfe
Rang: Gastam 09.03.2019 19:21:34 | IP (Hash): 1853499897
Hallo July,
ist bei mir nun mal so, daß ich auf jedes Krümelchen Laktose reagiere.
Bei handelsüblichem Käse wäre ggfs. Parmesan per Reifung laktosefrei, Scheibenkäse oder andere Milchprodukte enthalten immer noch kleine Mengen Laktose, die bei weniger empfindlichen Personen durchaus ausreichen können, lt. Laktoseernährungsberatung.
Ich selber greife auf wirklich laktosefreie Milchprodukte zurück und achte auch sonst bei verarbeiteten Lebensmitteln auf Zutatenliste.
Fertigteige - Pizza, Keks, Blätterteig - können Laktose enthalten.
Mit selber erstellen, kann man sich die Zutaten zusammenstellen - Hefeteig dauert.
Eisenmangel ist keineswegs ein Schub.
Das passiert wirklich über längere Zeit, solch niedrige Werte und bei mir Eisenspeicher komplett zu leeren (hat auch was mit starker Monatsblutung zu tun).
Im weiteren Verlauf hat sich noch gezeigt, daß zur Blutbildung notwendige Vitamin-B12-Aufnahme nicht mehr funktioniert ~ brauche dieses per Spritze in Umgehung des Magens - kann dies nicht verwerten.
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 09.03.2019 19:25:07. Grund: + -
am 09.03.2019 21:15:42 | IP (Hash): 422697666
July95 schrieb:
Aber ich wollte halt auch einfach mal mitmachen und nicht immer sagen müssen, nein das darf ich nicht essen und das darf ich nicht essen. Und den anderen dann zuschauen...
Wie ich das lese, hast Du da grad mal Deine wesentliche Herausforderung angesprochen, dass Du was darfst oder nicht darfst. Das zieht sich so mehr oder weniger deutlich ausgeschrieben durch alle Deine bisherigen Beiträge, und wenn ich mit diesem Ansatz leben müsste, hätte ich bestenfalls HBA1c 10 statt 5,5 und besser.
Warm? - Weil ich chronisch dazu neige, meistens gerade das machen zu wollen, was ich nicht darf, und meistens nur das recht zuverlässig zu machen, was ich wirklich will.
Ich will meinen Blutzucker 24/7 jeweils die meisten von 24 Stunden im völlig gesunden Rahmen, und dafür will ich nach Möglichkeit immer nur so viel von dem essen und trinken, was für mich in diesen Rahmen passt.
Und genau: Nicht ich darf nicht, sondern ich will wirklich nicht, was da nicht hinein passt.
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 11.03.2019 20:28:08 | IP (Hash): 1853499897
@Jürgen
Da hast du nur Deine spezielle BZ-Brille auf der Nase.
BZ-Werte sind bei July gar nicht so hoch, daß externes Insulin gar nicht notwendig erscheint - ggfs. oral ausreichend ?
Du hast die Komplexität von Julies Bewerden nicht verstanden !
Kenne das sehr wohl auch, in Gesellschaft dieses und jenes nicht mitessen zu wollen.
Nur 3c und auf Laktose achtend (nicht mal Morbus Crohn, schon besonders):
- Wieviel KHs sind da drin ? - Insulindosierung
- Wieviel Fett ? - Kapsel Fettenzym
- Wieviel Milchzucker ? - Kapsel(n) Laktase
Drei Medikamente notwendig per pi x Auge = Da vergeht mir echt der Appetit.
Je nach Situation eben nur Kaffee schwarz, Essen auswärts per Buffet oder Speisekarte entsprechend auswählen. -
am 12.03.2019 13:19:25 | IP (Hash): 831207386
Elfe schrieb:
Eisenmangel ist keineswegs ein Schub.
Das passiert wirklich über längere Zeit, solch niedrige Werte und bei mir Eisenspeicher komplett zu leeren (hat auch was mit starker Monatsblutung zu tun).
Im weiteren Verlauf hat sich noch gezeigt, daß zur Blutbildung notwendige Vitamin-B12-Aufnahme nicht mehr funktioniert ~ brauche dieses per Spritze in Umgehung des Magens - kann dies nicht verwerten.
Ich hatte damals einen Schub und Eisenmangel. Bzw. der erste heftige Eisenmangel mit Anämie ist entstanden, dadurch dass ich drei Jahre unentdeckt Crohn hatte und der somit drei Jahre auch nicht behandelt worden ist. Beim zweiten Schub hatte ich auch einen leichten Eisenmangel. Wo sofort eine Infusion gegeben wurde. HB war da noch 12,2, aber sie wollten gleich sicher gehen.
B12 Wert passt bei mir noch. 330 (bei Ref. 211-960). -
am 12.03.2019 13:22:51 | IP (Hash): 831207386
hjt_Jürgen schrieb:
July95 schrieb:
Aber ich wollte halt auch einfach mal mitmachen und nicht immer sagen müssen, nein das darf ich nicht essen und das darf ich nicht essen. Und den anderen dann zuschauen...
Wie ich das lese, hast Du da grad mal Deine wesentliche Herausforderung angesprochen, dass Du was darfst oder nicht darfst. Das zieht sich so mehr oder weniger deutlich ausgeschrieben durch alle Deine bisherigen Beiträge, und wenn ich mit diesem Ansatz leben müsste, hätte ich bestenfalls HBA1c 10 statt 5,5 und besser.
Warm? - Weil ich chronisch dazu neige, meistens gerade das machen zu wollen, was ich nicht darf, und meistens nur das recht zuverlässig zu machen, was ich wirklich will.
Ich will meinen Blutzucker 24/7 jeweils die meisten von 24 Stunden im völlig gesunden Rahmen, und dafür will ich nach Möglichkeit immer nur so viel von dem essen und trinken, was für mich in diesen Rahmen passt.
Und genau: Nicht ich darf nicht, sondern ich will wirklich nicht, was da nicht hinein passt.
Ich finde es gut, wie du verzichtest.
Bei mir ist es nochmal etwas anderes. Ich bin ja noch relativ jung mit 23 und da spielt die Peer-Group noch eine große Rolle. Und ich muss dazu sagen, wie Elfe auch angedeutet hat, es geht bei mir ja auch nicht nur um den BZ. Sondern noch um vieles mehr. Und ich verzichte auf einiges. Und hab auch auf einiges verzichten müssen schon, nur als Beispiel mein Crohn wurde eine Woche nach den Abi-Prüfungen diagnostiziert. Heißt, alle anderen waren Abi feiern und ich lag im Krankenhaus für zwei Wochen... -
am 12.03.2019 13:33:32 | IP (Hash): 831207386
Elfe schrieb:
BZ-Werte sind bei July gar nicht so hoch, daß externes Insulin gar nicht notwendig erscheint - ggfs. oral ausreichend ?
Du hast die Komplexität von Julies Bewerden nicht verstanden !
Kenne das sehr wohl auch, in Gesellschaft dieses und jenes nicht mitessen zu wollen.
Nur 3c und auf Laktose achtend (nicht mal Morbus Crohn, schon besonders):
- Wieviel KHs sind da drin ? - Insulindosierung
- Wieviel Fett ? - Kapsel Fettenzym
- Wieviel Milchzucker ? - Kapsel(n) Laktase
Drei Medikamente notwendig per pi x Auge = Da vergeht mir echt der Appetit.
Je nach Situation eben nur Kaffee schwarz, Essen auswärts per Buffet oder Speisekarte entsprechend auswählen.
Das war zwar in dem Beispiel mit der Pizza nicht so. Da wollte ich einfach auch was essen, ohne Nachdenken zu müssen und nicht den anderen beim Pizza essen zuschauen wollen.
Aber was du erzählst, so geht es mir ständig. Ist da jetzt
Laktose drin - Tablette,
ist das essen Fettig - lieber nicht essen, mag besonders mein Magen nicht
zu viel Gemüse - mag mein Darm auch nicht, wird dann nicht aufgenommen..
zu viele KH - schlecht für den Zucker
Was soll ich dann noch essen??
Ich weiß nicht, ob man in meinem Fall irgendwelche Tabletten geben kann um den Zucker zu senken. Einige hemmen ja die Aufnahme der KH im Darm, die würde ich auf keinen Fall nehmen.
Irgendein Mittel, SGTL2-Hemmer, oder so, da scheidet man den Zucker eher durch Urin aus. Ab 140 statt 180 mg/dl. Vielleicht wäre sowas geeignet. Oder halt doch gleich Basal-Insulin..
Wenigstens weiß ich seit gestern, dass mein Darm momentan nicht entzündet ist. Der eine hohe Wert hat eine Lücke aufgezeigt, wo die Infusion nicht gewirkt hat, zwei Tage lang. Sonst fast 7 Wochen wirkt die Infusion. Von dem her, kann der gestiegene HbA1C nicht an einer Darm-Entzündung liegen.
Donnerstag habe ich ja endlich den Termin beim Diabetologen. Mal schauen was jetzt rauskommt. Ich will auf jeden Fall jetzt irgendwas nehmen, damit der BZ gesenkt wird. Ich kann so nicht mehr. -
Elfe
Rang: Gastam 12.03.2019 17:49:49 | IP (Hash): 1853499897
Liebe July,
schon gut, daß du bald einen Termin beim Diabetologen hast, was mögliche Medikamente zur BZ-Senkung angeht.
Meines Erachtens wäre Basalinsulin (nur 1 - 2 x in den Oberschenkel zu geben) am besten für Dich.
Gelangt direkt in den Kreislauf in Umgehung des Magen-/Darm-Traktes, der bei dir schon angegriffen ist.
Orale Medikamente greifen doch sehr ein und haben dort (selbst Metformin) ev. Nebenwirkungen und müssen 'eingeschlichen' werden.
Die SGTL2-Hemmer senken die Nierenschwelle und Zucker (der eigentlich in den Körper gehört) wird per Pippi ausgeschieden. Eine recht häufige Nebenwirkung besonders bei Frauen sind Entzündungen im Genitalbereich, die sehr unangenehm sein können, per Schmerz/Juck/Behandlung.
Hier eine Übersicht über Diabetes-Medikamente mit ganz unterschiedlichem Wirkprofil
https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/typ-2-diabetes/medikamente-gegen-typ-2-diabetes.html
zum Ansehen als Vorbereitung zum Arztgespräch.
Versuch macht klu'ch', ev. mal ausprobieren, möchte dir da nicht vorgreifen.
~
Ärzte haben lt. meiner Erfahrung nur wenig Zeit zu Ernährungs-/Verträglichkeits-Fragen.
Ev. bekommst du ein paar Einzeltermine bei der Ernährungsberaterin verschrieben.
Da kannst du mehr Fragen stellen, nicht nur so BZ-mäßig.
~
Vor deiner aktuellen Frage in Gegenüberstellung der empfohlen Ernährungsempfehlungen stand ich auch, da passte nichts zum anderem und war praktisch gar nichts übrig.
Viel ausprobieren per Verträglichkeit (bei mir Problem chronische Magenentzündung (eine Etage höher)):
- Mikrowelle ist mein bester Freund. Rohkost (Möhren, selbst Paprika mit schwerverdaulicher Haut in Stücke geschnitten) sind so per 1-2 min bei 600 Watt leicht erhitzt gut verträglich.
- Salatgurke, Eisberg- und grüner Salat sind roh geschnibbelt per Wasser-Gehalt mit selbst gerührtem Joghurt-Dressing auch o.k.
- Milch- und Ei-Eiweiß klappt auch ganz gut.
Fleisch so gut wie gar nicht - bekomme die Fasern schon nicht auseinander (nur Vermutung).
- Brotsorten habe ich durchprobiert und da ein Mischbrot, ein Vollkornbrot und sogar ein Knäckebrot gefunden
~
Auswärts essen ist ein Problem !
Aber per Speisekarte lässt sich auch beim Italiener ev. noch etwas finden.
Habe dann so prophylaktisch in kleinem Tablettenbehältnis Laktrase und Fettenzyme dabei.
Die Nebenwirkungen einer Event-Mahlzeit zeigen sich erst Stunden später, wenn man eh wieder allein daheim klarkommen muss.
~
July, du bist sooo tapfer per Morbus Crohn-Behandlung und Infusionen, so'n Basal-Insulin per feinem Nädelchen schaffst du locker !
Gruß Elfe -
am 12.03.2019 21:41:36 | IP (Hash): 1718229196
July95 schrieb:
Bei mir ist es nochmal etwas anderes. Ich bin ja noch relativ jung mit 23 und da spielt die Peer-Group noch eine große Rolle. Und ich muss dazu sagen, wie Elfe auch angedeutet hat, es geht bei mir ja auch nicht nur um den BZ. Sondern noch um vieles mehr. Und ich verzichte auf einiges. Und hab auch auf einiges verzichten müssen schon, nur als Beispiel mein Crohn wurde eine Woche nach den Abi-Prüfungen diagnostiziert. Heißt, alle anderen waren Abi feiern und ich lag im Krankenhaus für zwei Wochen...
In Deinem Alter war ich mit meinem Hadern mit meinem Schicksal gerade durch. Also nicht mehr alle paar Tage drüber nachgrübeln, was alles wg Polio als Baby zu kurz und teilweise gelähmten linken Beines nicht ging, sondern endlich mal aktiv zu schauen, was eben damit noch ging. Und nachdem ich so mit dem Teil des Nichtgehens abgeschlossen hatte, hat sich mir mit dem neuen und unbelasteten Ansatz ne erstaunliche Menge Nochgehen erschlossen, allem voran, was heute noch - 50 Jahre weiter - meine Frau ist ;)
Ok, ich hatte bis zu der Entscheidung fast Deine ganze Lebenslänge an Zeit verbrauchen können und zudem das Allesgehen nie erlebt, das ja wahrscheinlich bis in die Nähe vom Abi Deine Lebensperspektive bestimmt hatte. Also hatte ich auch anschließend mit dem Ausbau meines Nochgehens keinen Klotz vom Vergleich mit vorvorherigem Allesgehen am Hinkebein. Hatte es damals also schon gewissermaßen leichter als Du heute.
Und dazu kommt jetzt natürlich noch meine Opasammlung an Lebenserfahrung, aus der sich heute so schön locker formulieren lässt:
Lass, was nicht mehr geht, hinter Dir! Fokussiere einzig, was noch geht! Erhalte das FÜR DICH (nicht für Deine Ärzte!) und baue das nach Möglichkeit aus! Daumendrück :)
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 13.03.2019 18:02:51 | IP (Hash): 1853499897
Hallo July,
was ich noch unbedingt als Ergänzung zu deinem Termin morgen sagen möchte:
Weißt du, was in der Infusion an Wirkstoffen gegen die Darmentzündung drin ist !?
Ev. können auch diese für eine BZ-Erhöhung verantwortlich sein - ev. Kortison enthalten !?
Unbedingt vorlegen beim Arzt.
Wird sowieso abgefragt, was man als Medikamentation bekommt, eigentlich.
Per Tabletten hat man Packung und Beipackzettel zur Hand.
Was man als Infusion im Krankenhaus in die Vene bekommt, eher weniger Informationen, da muss man ggfs. nachfragen.
Gruß Elfe
und melde dich bitte, wie dein Termin verlaufen ist.
Bearbeitet von User am 15.03.2019 17:14:04. Grund: Löschen @ -
am 13.03.2019 23:15:04 | IP (Hash): 1169573473
Hallo July,
auch von mir für deinen Besuch bei der Diabetologin:
Wenn Frau Elfe dir den SGLT2-Hemmer verbietet, dann hat das keinen realistischen Hintergrund. Sie ist aus Prinzip Gegenerin von Diabetestabletten und beschimpft jeden, der es anders sieht. Dabei hat sie sich mit oralen AntiDiabetika überhaupt nicht beschäftigt, was sie für sich ja auch nicht muss. Es ist nicht so, dass ich dir die Tabletten besonders empfehlen will, aber wenn du mit deiner Ärztin darüber reden willst, dann kannst du unvoreingenommen an das Thema heran gehen.
Elfe redet davon, dass du dir den Pen bei Basalinsulin in den Oberschenkel hauen musst. Für mich wäre das eine unschöne Vorstellung. Bei dieser Frage kannst du beruhigt sein. Basalinsulin kann in den Bauch und wenn du das lieber möchtest, auch in den Oberschenkel gespritzt werden.
Alles Gute für den Termin bei der Diabetologin, Rainer