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Unterschiedliche Werte 1-2-3-Stunden nach Mahlzeit

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    Mitglied seit: 12.04.2019
    am 12.04.2019 06:52:34 | IP (Hash): 639196441
    Hallo liebe Forumsmitglieder,
    ich bin neu hier und beschreibe kurz meine Situation:
    Ich bin schlank (BMI 21), sportlich und es gibt keine bekannten Diabetesfälle in der Familie.
    Vor anderthalb Jahren hatte ich beim Arzt einen Nüchternwert von 130, der OGTT nach 2 Stunden lag bei 203. Diagnose: Diabetes Typ 2. Alle meine Blutwerte die Jahre davor waren immer ok. Hba1C übrigens 5,4!

    Ich habe darauf hin meine Ernährung etwas angepasst (kein Weizenbrot, weniger Süßigkeiten, Vollkornvarianten, weniger Kohlenhydrate etc.). Mein Nüchternzucker sank bis auf 90, der HbA1c auf 5,2!

    Ferner habe ich mir ein Messgerät besorgt, die Nüchternwerte lagen bei 103-114, beim Arzt auch wieder so bis 112. 1 Stunde nach dem Essen hatte ich durchaus Werte von 200, 2 Stunden danach aber wieder um die 120. Weiter habe ich nicht gemessen.

    Im Diabetes-Zentrum hat man mich weggeschickt, alle Blutwerte ok, Kurzzeitzucker 106 (nicht nüchtern), keine Bestätigung von Diabetes 1, Hba1c bei 5,4. Ich wurde mit großen Augen angeguckt, was ich dort als Schlanker mit diesem Langzeitwert dort überhaupt will.

    Wie auch immer, das hat mich alles kirre gemacht und ich habe ein Jahr lang aufgehört zu messen, habe mich gesund ernährt, bewegen tue ich mich sowieso.

    Jetzt habe ich mal wieder angefangen nachzumessen:
    Der erste gemessene Wert mehrere Stunden ohne Essen: 84. Nüchtern vor dem Essen: 86 usw.
    Nüchtern morgens unter 100 (95-97).
    Der 1-Stunden-Wert nach dem Essen max. 150, manchmal nur 120, der 2-Stundenwert dann niedriger. z.B. 120-105 oder 150-95 (da hatte ich vorher gejoggt, hatte wohl den Stoffwechsel angeregt).
    Klingt doch eigentlich super, oder?

    Aber, und das macht mich wieder etwas stutzig, es fällt mir auf, dass es immer wieder auch andersrum ist, d.h. der 1-Stundenwert ist niedrig, z.B. 105, der 2-Stundenwert dann ca. 20 höher, also z.B. 123, der 3-Stundenwert dann 126. Wenn ich mehr Kohlenhydrate esse, analog 120-149-143 oder ähnlich.

    Würde ich also nur den 2-Stundenwert messen, wäre alles super (95) ganz gut dabei (123 nach 105) oder eben nur solala (149 nach 119). Die Sprünge ohne mehrfaches Messen würde ich gar nicht mitkriegen, so schwankt der Wert zwischen der 2. und 3. Stunde dann auch noch um 20 hin und her, also 122 nach 2,5 Stunden, wieder 143 nach 3 Stunden.

    Was ist da los, kann da einer was zu sagen? Und was sagt ihr zu meiner Geschichte? Ich weiß immer noch nicht, ob ich wirklich Diabeteiker bin oder wie ich das bewerten soll. Danke für Eure Rückmeldungen.



    Bearbeitet von User am 12.04.2019 07:21:37. Grund: Schreibfehler
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    am 12.04.2019 12:04:03 | IP (Hash): 626136507

    Den hba1c Wert darfst du da nicht beachten in der diagnosestellung. Dieser wird nur noch Stiefmütterlich dort betrachtet. Glaube was die Ärzte sagen, oder warte auf die Diagnose von Rainer.


    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
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    am 12.04.2019 12:12:20 | IP (Hash): 766288796
    Hallo Paninaro,

    du gibst uns mal ein schönes Beispiel, dass auch der oGTT kein sicheres Diagnoseverfahren ist. Als Diabetiker brauchst du dich bei diesen Werten wirklich nicht zu sehen. Im Auge behalten würde ich den BZ an deiner Stelle aber trotzdem, entweder weiter quartalsweise das HbA1c bestimmen lassen (beim Hausarzt reicht) oder aller 2 ... 3 Monate selbst ein paar Werte messen.

    BZ-Werte von 150mg/dl in der Spitze sind kein Problem, egal ob sie nach 1 Stunde oder nach 3 Stunden nach dem Essen auftreten. Wichtig ist nur, dass sie nicht lange anhalte. Dass das bei dir nicht der Fall ist, kann man an dem guten HbA1c sehen. Egal ob es Messfehler sind oder ob dein BZ sich wirklich so bewegt brauchst du dir aus meiner Sicht bei solchen Werten keine großen Gedanken darüber zu machen. Ich würde an deiner Stelle mal testen, wie der BZ mit schnellen KH, z.B. mit einem trockenen Weizenbrötchen verläuft. Wenn du dabei die Spitze ganz normal nach 1 Stunde und danach fallende Werte hast, dann liegt es einfach nur an der Verzögerung der Verdauung durch Vollkorn, Eiweiß, ...

    Sollten deine Werte später mal weiter ansteigen, so dass du doch wieder zum Diabetiker wirst, dann kannst du vielleicht mal auf eine Untersuchung auf MODY drängen. Das wäre neben Typ 1 und 2 noch eine mögliche Variante. Wenn du keine Verwandten mit entdecktem Diabetes hast, dann könntest du im Fall von MODY aber auch mit einem harmlosen Verlauf rechnen.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 12.04.2019 12:13:57. Grund: .
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    am 12.04.2019 12:56:48 | IP (Hash): 639196441
    Hallo Rainer,
    vielen Dank für deine Rückmeldung. Für MODY dürfte ich eigentlich zu alt sein (55), aber das Diabeteszentrum hatte das auch mal evt. angeregt, aber würde mir diese Erkennntis überhaupt weiterhelfen?

    Meine höchste Spitze seit ich wieder messe war übrigens einmal 171, vor Schreck habe ich wenige Minuten sofort nochmal gemessen, da waren es dann nur noch 156, so viel zu den Messschwankungen, die es ja auch gibt.
    Aber das war die Ausnahme, gestern wie gesagt ging es nicht über 126.

    Ich werde mal wieder pausieren (es macht mich nämlich wieder kirre), und alle paar Monate nachmessen.
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    am 12.04.2019 15:08:25 | IP (Hash): 766288796
    Paninaro schrieb:
    Für MODY dürfte ich eigentlich zu alt sein (55), aber das Diabeteszentrum hatte das auch mal evt. angeregt, aber würde mir diese Erkennntis überhaupt weiterhelfen?

    Warum solltest du für MODY zu alt sein? Wenn der MODY sich relativ harmlos entwickelt, was bei den meisten MODY-Typen und einer einigermaßen gesunden Lebensführung durchaus der Fall sein kann, wäre auch eine noch spätere Entdeckung denkbar. Aber du hast Recht, viel bringen würde dir die Erkenntnis eigentlich nicht.

    Ich finde es richtig, dass du dich nicht mit viel Messen verrückt machen willst. Wenn du dir aller 3 Monate eine Überprüfung, z.B. mit einem Tagesprofil, vornimmst, genügt das auf jeden Fall.

    Alles Gute, Rainer
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    am 12.04.2019 17:49:49 | IP (Hash): 419473483
    Hallo Paninaro,
    du hinterfragst deine Messwerte, besonders die eigenen gemessenen nach Mahlzeit 1-2-3 h.

    Um sinnvoll die Werte beurteilen zu können, kommt es darauf an, was hattest du an Mahlzeit.
    Je nach Zusammenstellung macht es wenig Sinn, bereits nach 1 h zu messen.
    Die Kohlenhydrate aus Stärke u.a. brauchen per Verdauung Zeit, um sich im Magendarm-Trakt als Mehrfachzucker nach Aufspaltung in messbaren Einfachzucker im Blut zu zeigen
    (Eiweiß und Fette verlangsamen den Vorgang).
    Deine berichteten Werte zeigen jedenfalls, daß dein eigenes Insulin durchaus in Lage ist, die Kohlenhydrate zu verarbeiten und sind super :-)

    Der Nüchternwert ist als Diagnosewert beim Arzt kaum geeignet.
    Verschiedene Gegenhormone des Insulins (Stress z.B. wie pünktlich Termin wahrnehmen und Aufregung vor Diagnose) verfälschen diesen.
    Dein oGTT mit minimaler Überschreitung mit 3 mg/dl ist nix, da durchaus im Toleranzbereich der angewendeten Messmethode.
    Welcher Arzt/Praxis hat diese Aussage Typ 2 gesagt ?

    Ein Diabeteszentrum hat genauere Messsysteme und die Proben werden nicht noch umständlich durch die Gegend geschickt.
    Dein Langzeitwert ist auch super, weit weg von Diagnosegrenze 6,5 und selbst weit weg von 5,7, wo dann erst nur so Ermahnungen folgen bzgl. Lifestyle.
    Im übrigen zeigt der Langzeitwert, wie sich die Blutzuckerwerte gesamt wirklich auswirken, statt punktueller Messungen.
    Wenn du den jährlich bestimmen lässt, bist du auf der sicheren Seite.
    Sollte sich da wider Erwartung ein Anstieg zeigen, wird dann genauer nachgeforscht.
    Wir können nicht wissen, wie unsere Gene gebaut sind per Vererbung, die auch Generation(en) überspringen kann.

    Du sprichst deine Lebensjahre an mit 55.
    Durchaus bemerkenswert bzgl. Sonderformen des Diabetes, die sich m.E. früher zeigen müssten.
    Mit 40 war ich so an der Grenze zum späten Typ 1 (= LADA), vollkommen überraschend mit ausgeprägter 2er-Familienlinie, mit 2 irgendwann gerechnet,
    Auch schlank u.a. ~ dennoch - sofort Insulin.

    Gruß Elfe
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    am 13.04.2019 15:28:25 | IP (Hash): 801336707
    Hallo Elfe,
    in der Tat war es mir auch schleierhaft, wie ein einmalig gemessener Wert knapp über dem Grenzwert mit einem Handmessgerät zur Diagnosesicherung eines Diabetes Typ 2 reichen kann.
    Auf der anderen Seite ist der Wert von 203 natürlich trotzdem viel zu hoch gewesen, zusammen mit dem Nüchternwert von 130 am gleichen Tag.
    Solche Werte habe ich nie wieder erreicht, und anderhalb Jahre später sind sie eher noch niedriger als damals.

    Ein MODY, also ein Erwachsenendiabetes bei Kindern und Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit 55 Jahren kommt mir auch sehr abseitig vor, dass wäre die Rarität in der Rarität, also das glaube ich auch nicht.

    Mit den Kohlenhydraten und der verzögerten Antwort darauf kann natürlich sein, warum der Wert nach 2 und auch 3 Stunden manchmal noch steigt. Nur dann frage ich mich, warum es immer heißt, 2 Stunden nach einer Mahlzeit 140, besser 120. Ja, habe ich öfters, aber auch manchmal nicht. Was folgert man daraus? Mir ist da vieles unklar.

    Danke für deine Antwort.
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    am 13.04.2019 19:17:29 | IP (Hash): 804374119
    Hallo Paninaro,

    ist mir persönlich auch nicht wirklich verständlich, warum der 2 h-BZ-Messwert für Selbstmessung zuhause allgemein so toll sein soll.
    Ausnahme oGTT: Mit der Herausforderung einer Zuckerlösung wird getestet, wie dein eigener Organismus damit klar kommt - bei dir gut :-)

    Wie schon gesagt bin ich INSULINER (BZ 400 und HbA1c von 8), da war oGTT kein Thema mehr, eh schon klar.
    Per Insulinumgang in Schulungen (+ Arztgesprächen) erklärt,
    ist Essen in Zusammenstellung wichtig
    - schnelle Kohlenhydrate wie flüssig oder Traubenzucker sind ratzfatz in Minutenschnelle im Blut (nur 'erlaubt' auf Unterzuckerung, was bei Insulinern vorkommen kann).
    - schwer verdauliches mit viel Fett und Eiweiß dauern in der Verdauung wesentlich länger als 3 h um sich im Blutzucker zu zeigen; Paradebeispiel in Schulung war Pizza - dauert bis zu 7 h !
    Bei mir persönlich zeigt sich auch Mahlzeit mit Fleisch + Pommes zeitverzögert größer 3 h (Wirkungszeit externes Insulin), bis die KHs der Pommes sich wirklich zeigen.

    Und trotz aller BZ-Spitzen und -Tälern ist mein Langzeitzucker aktuell 5,6,
    wobei mich 180 mg/dl als Nierenschwelle echt verunsichern (aber nicht Arzt),
    und da liegst du mehr als deutlich drunter.

    :-) Gruß Elfe
    Bearbeitet von User am 13.04.2019 19:20:55. Grund: +
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    am 14.04.2019 09:01:32 | IP (Hash): 1265899599
    Hallo Elfe,

    da ist dein Langzeit aber gut eingestellt. 400 sind ja wirklich extrem.
    Mein oGTT war ja leider mit 203 leider nicht ok, aber als Diagnosewert m.E. dennoch etwas zweifelhaft angesichts der anderen Werte.

    Mir fällt allerdings auch auf, dass der Blutzucker sich bei gleicher Nahrung unterschiedlich verhält.
    Also 2 Vollkornbrote morgens 143,120, drei Vollkornbrote abends 105,123.
    An dem einen Brot mehr kann es ja wohl nicht liegen, und warum ist der 1-Stundenwert so unterschiedlich?
    Unterschiedliche Stoffwechselreaktonen je nach Tageszeit oder doch irgendwie ein Problem mit meiner Blutzuckerautomatik?

    Gruß
    Paninaro
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    am 14.04.2019 12:40:22 | IP (Hash): 626136507

    Du hast natürlich ein Problem mit der BZ Automatik; dass hast du doch selbst schon an deinen Werten bemerkt. Und über den Spruch der Ärzte, dass schlanke Menschen keinen Diabetes 2 haben könne, kann ich mich seit Jahren nur amüsieren. Deine 203 sind natürlich nicht okay, wie Elfe schreibt. Die Problematik bei ihr ist, dass sie die Texte von anderen meisst nicht richtig liest, sondern nur darauf aus ist, ihre Geschichte zum 100sten male zu erzählen.......gääääääähn


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    am 14.04.2019 15:49:58 | IP (Hash): 1202047915
    Aha, also liegen unterschiedliche Werte nach 1-3 Stunden nicht an dem, was gegessen wurde oder ob man sich bewegt hat oder nicht, sondern bei korrekter BZ-Automatik wären die Werte immer gleich?
    Und die 203 im ogtt sind natürlich zu viel, aber warum habe ich anderthalb Jahre später immer noch gute bis befriedigende Nüchtern- und postprandial Werte, die sich sogar noch etwas verbessert haben? Und auch der damalige Hba1c von 5,2-5.4 entsprach dem Wert zehn Jahre vorher, wo er mal routinemäßig erhoben wurde (5,3).
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    am 14.04.2019 17:39:18 | IP (Hash): 673744335
    Zwischen gesunder und defekter BZ-Automatik ist allermeistens kein sachlich substanzieller Unterschied zu finden, sondern nur graduellesr, eben höherer und mit der Zeit ungebremst immer höher ansteigender BZ, der dann nach Überschreiten eines der dafür definierten Grenzwerte Diabetes heißt. Es gibt bislang keine regelhaften Erkenntnisse dazu, in wie vielen Jahren das Ansteigen verläuft oder ob es sogar Verläufe gibt, die wieder umkehren. Denn ALLES unterhalb der jeweiligen Diagnose-Grenzwerte war bislang für die Diabetologie völlig uninteressant. Und ALLE bisher fachoffiziell geübte Diabetes-Behandlung ändert nichts an der Ursache dafür, dass der BZ höher ansteigen "will", sondern bremst immer nur allgemein das Ansteigen oder/und den jeweiligen Anstieg.

    https://static.wixstatic.com/media/32a606_6e1145fd5a2b4a49a89c381f48a68623~mv2.jpg/v1/fill/w_812,h_543,al_c,lg_1,q_85/NormalBGGraphs.webp zeigt, was als gesunder BZ-Verlauf nach dem Einfüllen von KHs=Glukose gilt, der blaue Verlauf als Mittelwert und die grauen Ränder, bis wo konkrete Werte locker streuen können. Und zu der Streubreite dürfen wir dann noch mal die bis zu plusminus 15% von unseren Taschentestern dazu berücksichtigen, wenn wir vor dem Hintergrund eigene Messwerte beurteilen.
    Mit Deinen Messwerten würde ich meine BZ-Automatik auch für gestört halten. Allerdings noch in einem Bereich, den jeder Arzt als super gesund bei jeder Diabetes-Behandlung auf dem Schirm hat, der also noch keine ärztliche Mithilfe erfordert. Wenn Du da was besser machen willst, kannst Du das also nur ausprobieren, was an Futter und Bewegung am besten für den BZ-Rahmen passt, den Du einhalten willst, und Dich dann meistens danach richten. Daumendrück :)

    ----------------------------------------------
    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 14.04.2019 19:32:37 | IP (Hash): 626136507
    So ist es und so bleibt es. Und höre doch bitte mag mit diesem hba1c zur Diagnose auf. Der Tür hat gerade erstmal wieder gezeigt dass der wert keine Berechtigung bzgl. Einer diagnose hat.

    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
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    am 15.04.2019 01:26:19 | IP (Hash): 804374119
    Hallo Paninaro,
    mein Langzeitwert gut einstellt !?
    Unter 6,5 zu bleiben, war erstes Ziel. Daß der seit letztem Jahr so niedrig liegt, findet mein Arzt eher bedenklich - mit externem Insulin achtet er eher auf Hypo-Vermeidung, als Sicherheitspuffer.
    Und dann blättert er in meinen Aufzeichnungen und versucht, irgendwo (m)einen System-Fehler zu finden.

    Bei gleicher Nahrung unterschiedliche Schwankungsbreite kenne ich auch, selbst zur selben Tageszeit mit zu Unterschied von über 50 mg/dl (Frühstück).
    Es gibt so viele unterschiedliche hormonelle Vorgänge im Körper, die Einfluss auf den BZ haben.
    In der Nacht gegen Morgen sind das Hormone zum Aufwachen, die Gegenhormone zum Insulin sind, Cortisol z.B..
    Um den Biorhythmus alleine schon zu berücksichtigen, wird das mit externem Insulin mit sogenannten IE/BE-Faktoren abgefangen
    Meine sind 2-1-2,25 (morgens, mittags, abends), das heißt: Für die gleiche Menge an Kohlenhydraten muss ich morgens und abends ca. doppelt soviel geben als mittags.
    Stresshormone wirken auch gegenteilig zum Insulin, was ja wohl eher unterbewusst abläuft.

    Bzgl. Vollkorn gibt's unterschiedliche Varianten - wirklich Schwarzbrot (wie man hier sagt) oder Vollkornmehl ?
    Unterscheidet sich der Belag auf Brot u.a. zu Morgen-/Abendmahlzeiten ?
    Hat alles Einfluss auf die Verdauungsgeschwindigkeit.

    Nach 1 h ist nur ein kleiner Teil der Kohlenhydrate der Mahlzeit zu messen, da kommen noch mehr.
    Und daß dein eigenes Insulin gut ausreicht, siehst du an der Senkung des BZ-Spiegels :-)

    Dein oGTT ist an der Grenze, mehr nicht.
    Und wie du hier in Abbildung 1 sehen kannst, ist Diagnose Diabetes bei dir nicht zutreffend
    https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Praxisempfehlungen/2018/DuS_S2_2018_Praxisempfehlungen_02_Diagnostik.pdf
    da dein Langzeitwert und Blutzuckerwerte weitaus niedriger sind (mal abgesehen von guten anderen Parametern wie 'schlank & sportlich'.

    Gruß Elfe

    @Michael: Der HbA1c-Wert dient mir, mit externem Insulin umgehen zu müssen, als Verlaufskontrolle der Therapie. Ist was logisches und verständliches.
    Warum hast du so Panik, allein vor der Diagnose ?
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    am 15.04.2019 09:04:39 | IP (Hash): 2133798342
    Hallo Elfe,
    wenn dein Hba1c Ausdruck von Hypos ist bzw. Hypos begünstigt, ist das sicher problematisch. Dennoch denke ich ja, je niedriger die Zuckerwerte sind desto besser.

    Aber dass das alles nicht so zusammen passt sieht man ja an dem Schaubild.
    Da hat man mit Nüchternglukose unter 100 und einem Hba1c unter 5, 7 keinen Diabetes.
    Ferner empfiehlt die DGG den Hba1c zur Diabetes-Diagnose.
    Danach hätte ich keinen Diabetes.

    Wie passt denn das dann mit einem ogtt von 203 zusammen?
    Huch, da haben wir doch einen Diabetes.

    Auch hier im Forum gibt es ja durchaus unterschiedliche Meinungen von alles ok bis zum Defekt der Blutzucker Automatik.

    Vielleicht sollte man auch nicht zu wertegläubig sein, man ist ja keine Maschine.
    Es sei denn, man hat definitiv einen Diabetes.

    Meine unterschiedlichen postprandialen Werte kann ich mir jedenfalls immer noch nicht erklären geschweige denn einordnen.
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    Mitglied seit: 11.02.2019
    am 15.04.2019 09:53:01 | IP (Hash): 890854493
    Paninaro schrieb:


    Aber dass das alles nicht so zusammen passt sieht man ja an dem Schaubild.
    Da hat man mit Nüchternglukose unter 100 und einem Hba1c unter 5, 7 keinen Diabetes.
    Ferner empfiehlt die DGG den Hba1c zur Diabetes-Diagnose.
    Danach hätte ich keinen Diabetes.

    Wie passt denn das dann mit einem ogtt von 203 zusammen?
    Huch, da haben wir doch einen Diabetes.




    Hallo Paninaro,

    wenn du schon bei der DDG liest, dann schau mal hier: https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/leitlinien/praxisempfehlungen.html die neue Empfehlung zur Diagnostik an. Seite 5 Überschrift: "Wie soll ein einzelner Messwert unter Berücksichtigung der Variabilität der Messergebnisse bewertet werden?"
    Dort steht, dass in deinem Fall (also ein Wert nahe der Diagnosegrenzen) entweder nochmal mit derselben Methode, also OGTT, die Diagnose innerhalb 14 Tagen bestätigt werden soll oder mit einer der anderen Messmethoden (HbA1C oder Nüchtern-Plasma). Bei unterschiedlichen Werten sollte der höherer also der OGTT ggf. nocheinmal bestätigt werden, um Messfehler auszuschließen. Im Graubereich wie bei dir sollte in ca. 3-6 Monaten nochmal eine Kontrolle erfolgen.

    Ich könnte mir vorstellen, dass dein Ogtt-Test verfälscht ist. Vllt hast du Prä-Diabetes anhand deiner selbstgemessenen Werte, aber wahrscheinlich kein Diabetes.
    Hast du denn vor dem Test drei Tage Kohlenhydrate-reich (ca. 150gr KH pro Tag) gegessen? Warst du zu dem Zeitpunkt oder kurz danach krank? Solltest du weiblich sein?, sorry bin mir da grade nicht sicher, ob du weiblich oder männlich bist, kann auch die Regelblutung die BZ-Werte in die Höhe treiben, etc. Und das führt alles zu einem falsch positiven Ogtt, genauso kann einfach ein Fehler bei der Durchführung des Testes passiert sein. Auch Stress kann, muss aber nicht, großen Einfluss auf den Test haben.
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    am 15.04.2019 11:01:38 | IP (Hash): 2133798342
    Hallo Juli95,

    der Test wurde einfach ohne irgendeine Vorbereitung gemacht.
    Stress hatte ich schon aufgrund der reinen Aufregung, ausserdem hatte ich damals einen Tag vorher Entzündungwerte im Urin. Und Zucker, das war ja dann der Auslöser. Bei ca. 100 Urinsticks zu Hause als Eigentest wie vom Arzt empfohlen über die nächsten Monate waren die Ergebnisse immer negativ. Was auch immer zu der Zeit mit mir los war....
    Und die Diagnose hat mich nur noch mehr aufgeregt seitdem....... Und meine selbst gemessenen Werte sprechen für einen Prädiabetes?
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    am 15.04.2019 11:13:04 | IP (Hash): 626136507

    Schon mal drann gedacht, dass deine gemessenen Ergebnisse alle vom stress kommen, den du dir selbst machst, denn hier stimmt ja irgenwie zumindest mit dem langzeitwert nix zusammen. In einem Fanderen forum hat jürgen und July beii solchen Messergebnissen und solch einem hba1c der Schreiberin lügerei vorgeworfen. Ich hoffe du gehörst jetzt nicht auf dazu.



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    am 15.04.2019 11:25:52 | IP (Hash): 2133798342
    Dass da nix zusammenpast ist klar, mein Arzt bleibt aber bei Diagnose Diabetes. Den Langzeitwert erklärte er so: Entweder Diabetes grade am Anfang oder ich habe auch so niedrige Werte, dass die hohen ausgeglichen werden. Wie schon geschrieben hatten die im Diabetes Zentrum auch nur Achselzucken übrig. Dennoch lässt sich der Wert nicht wegdiskutieren, auch nicht meine teilweise uneinheitlichen, wenngleich guten oder einigermaßen akzeptablen Werte heute. Und da diese 18 Monate später eher besser als schlechter geworden sind, kann da nix am Anfang sein, denke ich.
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    am 15.04.2019 12:10:26 | IP (Hash): 626136507

    https://www.onmeda.de/forum/diabetes/2919572-diagnose/page2
    Lies dir mal den Text durch. Kommt dir da was ähnlich zu dir vor; nur dass du das Glück hast hier bislang noch nicht härter engegangen worden zu sein als die Dame :(


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    am 15.04.2019 12:10:35 | IP (Hash): 626136507

    https://www.onmeda.de/forum/diabetes/2919572-diagnose/page2
    Lies dir mal den Text durch. Kommt dir da was ähnlich zu dir vor; nur dass du das Glück hast hier bislang noch nicht härter engegangen worden zu sein als die Dame :(


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    am 15.04.2019 12:11:56 | IP (Hash): 890854493
    Paninaro schrieb:
    Hallo Juli95,

    der Test wurde einfach ohne irgendeine Vorbereitung gemacht.
    Stress hatte ich schon aufgrund der reinen Aufregung, ausserdem hatte ich damals einen Tag vorher Entzündungwerte im Urin. Und Zucker, das war ja dann der Auslöser. Bei ca. 100 Urinsticks zu Hause als Eigentest wie vom Arzt empfohlen über die nächsten Monate waren die Ergebnisse immer negativ. Was auch immer zu der Zeit mit mir los war....
    Und die Diagnose hat mich nur noch mehr aufgeregt seitdem....... Und meine selbst gemessenen Werte sprechen für einen Prädiabetes?



    Hallo Paninaro,

    also dann könnte natürlich der Test schon allein durch die Entzündung erhöht sein und wäre falsch positiv. Entzündungen und einfache Infekte können großen Einfluss auf den BZ haben. Deshalb sollte man beim OGTT keinen akuten Infekt haben.

    Du hast jetzt zwei Möglichkeiten: entweder gehst du nochmal zu einem Arzt und fragst ob sie nochmal einen OGTT machen könnten, ob sie es machen, ist nochmal eine andere Sache. Dann hättest du sicher Gewissheit. Wäre er negativ, wirst du ggf. nicht mehr als Diabetiker erfasst, d. h. auch dass du keine weiteren Untersuchungen, regelmäßiges Labor, Schulung etc. erhälst wie ein Diabetiker.

    Oder du belässt es einfach. Beobachtest in Abständen mal deinen Blutzucker, ggf. auch HbA1C beim Arzt bestimmen lassen. Weißt aber, dass du momentan sehr wahrscheinlich keinen Diabetes hast, sondern nur der Test verfälscht ist.
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    am 15.04.2019 12:20:08 | IP (Hash): 890854493
    Michael74 schrieb:

    https://www.onmeda.de/forum/diabetes/2919572-diagnose/page2
    Lies dir mal den Text durch. Kommt dir da was ähnlich zu dir vor; nur dass du das Glück hast hier bislang noch nicht härter engegangen worden zu sein als die Dame :(
    .



    Nur mal so, zu den Unterschieden zwischen diesen zwei Threads:
    Hier es liegt ein positiver OGTT vor, jedoch negativer HbA1C: der Thread-Ersteller hält Messfehler etc. für potentiell möglich und möchte sich informieren.

    In Onmeda beharrt der Threadersteller dagegen stur, dass ihr OGTT richtig ist, ohne irgendwelche Argumente anzuhören, nimmt noch nicht einmal Fehlerquellen an, zweifelt zum Schluss sogar die Meinung des Experten im Forum (ein Diabetologen) an!!
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    am 15.04.2019 12:35:45 | IP (Hash): 2133798342
    Danke Juli95
    Wollte mich auf das Niveau von Michael74 gar nicht begeben und reagiere auch gar nicht drauf.

    Behandlung bekomme ich nicht, ernährungsseitig habe ich mich selbst schlau gemacht.
    Ich habe ja jetzt mal eine Woche lang meine Werte gemessen, siehe ersten Eintrag von mir. Die waren ja ok, meine Frage war ja, ob 2-3 Stundenwerte höher als der 1-Stundenwert normal sein können, zumal manche 2-Stundenwerte auch deutlich niedriger sind als der 1-Stundenwert. Aber ich sehe, dass es dazu keine klaren Aussagen gibt und vielleicht auch nicht geben kann.
    Ich behalte meine Werte einfach im Auge.
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    am 16.04.2019 07:40:32 | IP (Hash): 626136507
    Laut dem was ich gelesen hat, ist die threatstellerin von ihrem Arzt vor ort informiert worden. Aber natürlich unglaublich, dass sie auf die Ratschläge einer fachforistin mit spritzenphobie nicht eingeht und die Diagnose ihres Ärztes über die der Schreiber stellt

    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
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    am 16.04.2019 11:15:07 | IP (Hash): 890854493
    Paninaro schrieb:

    Die waren ja ok, meine Frage war ja, ob 2-3 Stundenwerte höher als der 1-Stundenwert normal sein können, zumal manche 2-Stundenwerte auch deutlich niedriger sind als der 1-Stundenwert. Aber ich sehe, dass es dazu keine klaren Aussagen gibt und vielleicht auch nicht geben kann.
    Ich behalte meine Werte einfach im Auge.



    Wurde ja schon erklärt, der Mensch ist keine Maschine.
    Vielleicht ist das ja noch mal verständlicher so. Die anderen haben es ja auch schon ähnlich erklärt.

    Der Blutzucker steigt am meisten, wenn die Nahrung im Dünndarm angekommen ist und dort die KH gespalten wurden, dass sie aufgenommen werden. Kleinere Mengen werden schon im Mund aufgenommen und steigern den BZ etwas. Aber der große Anstieg kommt im Dünndarm.
    Je nachdem was du isst, dauert es länger, bis die Nahrung im Dünndarm ankommt. Viel Essen, genauso wie ballaststoffreiche Nahrungsmittel (z. B. Vollkorn) aber auch Fett benötigt länger in den Dünndarm zu kommen. Auch länger als 1-2 Std. Deshalb steigt der BZ erst später stark an.

    Die Richtwerte mit 140 bzw. 120 mg/dl beziehen sich auf Lebensmittel, die den BZ schnell ansteigen lassen. Z. B. Trockenes Weizenbrötchen, Nudeln ohne Soße, ...

    Normalerweise steigt der BZ an und fällt dann, wenn man Stoffwechselgesund ist, "relativ" schnell wieder auf ein normales Niveau, eine Kurve also mit Höchstpunkt (normal bei schnell wirksamen KH bei 1 Std, 2 Std Wert ist bereits niedriger). Wie schnell der BZ jedoch steigt, hängt davon ab, was man isst. Und ist der Höchstpunkt durch die Lebensmittel nicht nach 1 Std. sondern zeitverzögert nach 2-3 Std oder noch länger, steigt halt dann erst der BZ richtig an (1 Std. Wert niedrig, 2 oder 3 Std Wert höher), sinkt dann aber auch nach dieser Zeit wieder ab. (dann vllt erst nach 4-5 Std) Wie beim der Normalenkurve, jedoch zeitverzögert. Das ist normal.

    Vllt ist das so besser verständlich?
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    am 16.04.2019 11:37:59 | IP (Hash): 1360641936
    Heisst auf "gut deutsch" z.B.:

    Wenn ich Nudeln (solo) esse erreiche ich den "Höchstpunkt" nach 1h.
    Esse ich Nudeln mit Tomatensauce dann erst nach 2h.
    Pack ich noch Käse drauf und überbacke das ganze, dann erst nach 3h.

    Wie soll man da dann den "richtigen" Zeitpunkt abpassen können?
    Ohne ein CGM (oder wie der Krams heisst) System sehe ich da schwarz und kann dann eigentlich nur nach 3Monaten über den HbA1c-Wert erkennen ob ich mich essenstechnisch "gut" oder "schlecht" verhalten habe.
    Bearbeitet von User am 16.04.2019 11:38:55. Grund: .
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    am 16.04.2019 12:17:47 | IP (Hash): 1591107190
    Hallo July95,

    das ist durchaus verständlich, steht aber so nirgendwo, wenn es um die 2 Stundenwerte geht.
    Und wenn ein anderer Forumsteilnehmer von einer defekten Blutzuckerautomatik spricht und auf ein Diagramm verweist, nach dem max. nach 1 Stunde der Höhepunkt erreicht ist (bei Stoffwechselgesunden), kann man das jetzt so oder so sehen.

    Also macht es danach wenig Sinn, 2-Stundenwerte zu messen, am besten also nüchtern, mal so zwischendurch und ggf. mal den Hba1c.
    Bearbeitet von User am 16.04.2019 12:18:10. Grund: .
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    am 16.04.2019 12:18:15 | IP (Hash): 1992541837
    Deine Nudelreihe sieht doch schon ganz brauchbar aus, wenn sie denn nicht nur hingeschrieben, sondern auch getestet ist. Für's Austesten hab ich halt so Testreihen in 30-Min-Schritten gemacht und eifrig protiokolliert. Hat sich in den 2 Jahren mit der kontinuierlichen Anzeige mit dem Libre für mich voll bestätigt - sagt mir, dass "son Kram" nicht notwendig ist und stattdessen ein bisschen Fließarbeit reicht ;)

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 19.04.2019 15:45:52 | IP (Hash): 567314702
    Hallo,
    Ich gehöre zum Typ b oder 2.
    Ich mache halbjährlichen Kontrollen beim Hausarzt. Die Woche davor mache ich 4x Tag den Blut Test. Meine Frage: nach wieviel Zeit nach der Mahlzeit sollte man den Test machen?
    Danke
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    ca. 1,5 bis 2 Stunden nach dem ersten Bissen...