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Diabetes - Rheuma - Wechseljahre - nur noch Chaos

  • Escheu Sieglinde

    Rang: Gast
    am 12.10.2010 00:57:45
    Hallo,

    ich bin die Siggy und hab im Moment riesen Probleme mit meinem Diabetes.

    Ich bin 2001 an Rheuma erkrankt und 2005, nach einer Hochdosis-Therapie mit Cortison habe ich auch noch Diabetes bekommen.

    Gegen das Rhema habe ich jahrelang MTX gespritzt, das Cortison wurde innerhalb von 3 J. ausgeschlichen.
    Nun bin ich seit 1 Jahr ohne Basismedi gegen das Rheuma, einige Versuche,ein neues Medikament für mich zu finden sind leider fehlgeschlagen.
    Ich reagiere aus ganz viele Medis sehr allergisch.

    Mein Problem nun : im Moment stecke ich in einem heftigen Rheumaschub und zudem habe ich echt Probleme mit den Wechseljahren (bin 47J).

    Vor 1 Wo. habe ich nun mit einer Hormon-Ersatz-Therapie begonnen - die Beschwerden von den Weschseljahren wie Schweissausbrüche, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen sind schon innerhalb von ein paar Tagen besser geworden - aaaaaaber
    mein BZ ist total daneben!!!!!!!!!!

    Ich stehe morgens schon mit einem BZ von 180 und mehr auf, spritze zum Frühstück 10 E Liprolog und habe nach 2 Std. immer noch 211!
    (Frühstück: 1 Semmel (ich habe eine Roggenallergie), etwas Butter und 1 Teel. Diabetikermarmelade, dazu 1 ltr. ungesüsster Tee).
    Mittags gibts dann 1 Semmel mit 2 Sch. Wurst oder Käse - nach 2 Std. war heute der BZ immer noch bei 176!
    Abend gibts dann warmes Essen, dazu 8 E Liprolog.
    Zur Nacht dann noch mal 12 E Levemir.

    Ich weiss, manche werden sagen, das sind doch keine hohen Werte - aber mich beunruhigt das schon sehr! Ich war immer so stolz darauf, dass mein BZ so gut eingestellt war, ich habe immer sehr darauf geachtet.
    Klar, ich sündige auch mal, das muss auch sein. Man kann sich nicht alles verkneifen.

    Aber auchmein Langzeitwert ist sehr angestiegen, im Juli hatte ich noch 6,5 - letzte Woche 7,53!

    Nun ist halt die Frage: ist der BZ so angestiegen wegen der Hormon-Ersatz-Therapie - oder wegen des momentan akuten Schubs vom Rheuma?

    Mit meine Rheumatologen habe ich heute tel., der meint, durch die aktuten Entzündungen würde mein Körper mehr Corisol produzieren und deswegen würde der BZ so ansteigen.

    Hat von Euch schon jemand dahingehend Erfahrungen gemacht? Gibs das wirklich,dass eine erhöhte Cortisolausschüttung den BZ dermassen ansteigen lässt?
    Oder kommt doch von der HET?
    (die habe ich jetzt abgesetzt und fange Ende der Woche mit einem Östrogen-Gel und Gestagentabl. an).

    Es wäre ganz lieb, wenn Ihr mir Eure Erfahrungen mitteilen würdet.

    Liebe Grüsse,
    Siggy von Escheu Sieglinde
  • peter

    Rang: Gast
    am 12.10.2010 11:10:55
    dein arzt hat schon recht , rheumaschübe sind entzündungen und entzündungen bewirken höhere bz werte genau wie kortison geschluckt oder gespritzt.
    dringens solltest du entweder selbst wenn du das kannst, oder gemeinsam mit dem diabetologen,
    deine insulinmengen anpassen, es ist auch ganz normal daß insulin bei 180 nicht sowirkt, wie es soll.
    wenn du bei normalem startwert zb 100 dein kz analog spritzt wirst du auch nicht so hoch kommen, ev noch einen sea einhalten.
    ob deine levemirdosis richtig ist kannst du auch nur feststellen wenn du mit normalem wert die basis spritzt, also 100-120, und dann sehn wie du morgens rauskommst.
    nicht zu vergessen bei gesundem bz überwindet der körper auch diese entzündungsschübe besser.
    wir haben gute erfahrung mit demöstrodil pflaster. von peter
  • Lilo

    Rang: Gast
    am 12.10.2010 11:52:51
    Liebe Siggy,

    darf ich dich fragen, bei wem du wegen des Rheumas in Behandlung bist? Hausarzt, Neurologe, Orthopäde?

    Oder bist du in einer speziellen Schmerzambulanz? (Das kann ich dir nur empfehlen, und möglichst einen, der Mitglied der Deutschen Schmerzliga" ist.)
    Die sind vermutlich sogar noch besser als Rheumaambulanzen..

    Roggenallergie? Ach du je, wie bekommt man denn SOWAS? Und da gibt es keine Sensibilisierung?*Laienhaftfrag*

    Aber ich denke, die KH liegen dann eher in der Semmel? Welche Brotalternativen hast du denn? Backst du Brot selbst aus anderen Getreidearten?

    Auf jeden Fall kann ich dir bestätigen, dass Schmerzen den BZ hübsch nach oben jagen... von Lilo
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 12.10.2010 13:21:09
    Was würdest Du von einem Autofahrer halten, der sich wie folgt beklagt:

    Was kann mit meinem Auto los sein? Ich mache alles so wie immer, und das dumme Ding fährt aber die letzte Zeit immer 30 km/h schneller und hält neuerdings auch immer erst hinter der Kreuzung mit der roten Ampel an.

    Würdest Du den Kläger nicht verständnislos anschauen und dich und vielleicht auch ihn fragen, warum er nicht einfach weniger Gas gibt und eher und ggf. fester auf die Bremse tritt?

    Ok, Dein Zucker-Gaspedal ist alles mit Stärke=Zucker, und Dein Zucker-Bremspedal ist Dein Insulin.

    Und jetzt Du: Warum gibst Du nicht weniger Gas? Und warum trittst Du nicht eher und ggf. fester auf die Bremse, wenn Dein Zucker-Tacho Dir wiederholt zu große Zahlen ausgibt? von Jürgen
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 12.10.2010 14:33:14
    Hallo Siggy,

    Cortison und Diabetes kann man relativ gut managen, es ist zwar nicht ganz einfach, aber es geht. Habe gerade eine allergische Reaktion auf ein Antibiotikum und bin am Freitag mit Cortison i.v. abholen gegangen - mit Dr. Teupes Cortison-Insulin-Schema konnte ich die BZ-Werte ganz gut im Griff halten.
    Schau mal auf www.chrostek.de/neuesalthausen/cortisonbehandlung-regelwerk.html nach. Zur Berechnung der Insulinmengen empfehle ich aber Dr. Teupe direkt zu kontaktieren und sich gegebenenfalls bei im einzufinden.

    LG, Daniela
  • Siggy

    Rang: Gast
    am 12.10.2010 14:44:28
    Hallo alle miteinander,

    lieben Dank erst mal für die schnellen Antworten!!!

    @ Peter: Du hast schon recht mit der Anpassung der Insulinmengen - nur, mein Hausarzt, der auch Diabetologe ist, kommt erst übernächste Woche von Urlaub zurück. Sein Vertreter ist nur Allgemeinarzt und hat mit Diabetes nicht wirklich viel Ahnung.
    Ich selber traue mich so gar nicht, da rumzuprobieren. Vor 2 Wo. hatte ich einen Magen-Darm-Virus eingefangen, der mich 3 Tage matt gelegt hat. Danach bin ich mehrmals aus den Pantienen gekippt -Unterzucker-, das waren meine ersten Erfahrungen damit und ich bin ganz schön erschrocken.
    Danke für den Tip mit den Pflastern!

    @ Lilo: Roggenallergie, tja, das ging auf einmal los, Durchfälle, Darmkrämpfe und Darmblutungen............. Lange wusste keiner, was los war, meine Schwester hat Mobus Chron und mein Vater Colitis Ulcerosa - also hat man vermutet, dass bei mir auch so was im Gang ist.
    Nach einem dann damals neu herausgekommenen Verfahren konnte die Roggenallergie dann mit einem Bluttest diagnostiziert werden.
    Zum Grossteil esse ich Weissmehlprodukte.
    Zudem backe ich selber Brot aus Dinkel-Korn-Mehl, allerdings wie gesagt, nur vom Korn,
    Schalenanteile,wie bei Vollkorn dürfen nicht dabei sein.
    Ich habe das Glück, in meiner Nähe eine Mühle zu haben, der Müller mahlt mir da extra das Mehl aus den Körnern.
    Wegen dem Rheuma bin ich sowohl bei einem orthopädischen Rheumatologen als auch bei einem internistischen Rheumatologen(der zudem noch Gastroenterologe ist).
    Somit habe ich die optimale Betreuung, allerdings, meine Docs habs es mit mir nicht grade leicht, da ich auf viele Medis halt allergisch reagiere.

    @ Jürgen: der Vergleich ist sehr gut!
    Weniger Gas geben, das wird schwierig, da ich zu den "schlechten Essern" gehöre und schon immer am kämpfen bin, meine regelmässigen Mahlzeiten einzunehmen! Mehr bremsen - o.k., aber ohne Rücksprache mit meinem Doc traue ich mir das nicht zu, da ich halt mit solchen Situationen so gar keine Erfahrung habe.

    Ich danke Euch allen noch mal sehr herzlich für Euer Schreiben, viell. gibts ja da und dort noch eine Frau, die Erfahrung mit den Hormonen hat.
    Ich werde auf jeden Fall jetzt erst mal das Gel versuchen - bei Pflastern hab ich eher ein wenig Bedenken - ich habe eine Pflasterallergie - wie kanns auch anders sein:)

    lg Siggy
  • Joa

    Rang: Gast
    am 13.10.2010 01:33:43
    Hallo Siggy,

    > Ich bin 2001 an Rheuma erkrankt und
    > 2005, nach einer Hochdosis-Therapie
    > mit Cortison habe ich auch noch
    > Diabetes bekommen.

    hast Du mit deinen Ärzten schon mal "Anakinra" als Medikation in Betracht gezogen?

    Das ist ein Entzündungshemmender Rezeptorenblocker, der bei Rheuma schon seit längerer Zeit zugelassen ist, bei Diabetes aber zur Zeit noch off-Lable wäre.

    Allerdings kann Anakinra auf beiden Baustellen erfolgreich wirken.

    Gruß
    Joa

  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 13.10.2010 11:26:53
    Moin Siggy,

    hab doch grade diese Antwort in einen anderen Fred geschrieben ;-(

    Im Gegensatz zu Dir kann Dein Dok nur schätzen, was Du vielleicht zu welchem Essen mehr an Insulin brauchen könntest. Er macht das, indem er Dich zunächst nach Hypos fragt. Wenn Du keine hast und er auch meint, dass Du weniger BZ haben solltest, erhöht er Deine BE-Faktoren um eine Einheit. Wenn Du in den nächsten Tagen dann die eine oder andere Hypo hast, nimmt er die Empfehlung wieder zurück. Wenn Du keine Hypo hast und bei Deinem nächsten Besuch in ein paar Wochen noch immer von BZs berichten kannst, die auch in seinen Augen zu hoch sind, erhöht er Deine BE-Faktoren wieder um eine Einheit usw.

    Dabei kannst Du selbst im Rahmen von ein paar Tagen sehr viel zutreffender herausfinden, zu welchen Tageszeiten Du wie viel weniger Gas geben - Fett und Eiweiß statt Stärke=Zucker essen - kannst oder wie viel mehr Bremsen - mehr IEs spritzen - musst, um dir einen gesünderen BZ-Verlauf zu machen. Dazu brauchst Du nur alles wie bisher zu machen, wie üblich Messen-Spritzen-Essen und dann aber in Halbstundenschritten nach dem Essen messen, wie der BZ ansteigt und wieder absinkt bis er nicht mehr weiter sinkt. Am besten nur jeweils immer zu einer Mahlzeit, weil der Insulinbedarf sich über den Tag ändern kann.

    Wenn er auf der selben Höhe zu sinken aufhört, auf der Du vor dem Essen gespritzt hast, haben BEs und IEs mengenmäßig zusammen gepasst. Wenn er niedriger als beim Spritzen absinkt, waren es weniger BEs oder mehr IEs als notwendig. Dann nimmt man bei der nächsten Mahlzeit zur selben Tageszeit das gleiche Futter und 1 IE weniger und schaut, wie der BZ dann anschließen verläuft. Und das macht man so lange, bis Futtermenge und Insulinmenge zueinander passen. Und umgedreht genau so, wenn der BZ mit der Messreihe nach dem Essen höher ausläuft. Dann erhöht man eben an den Folgetagen zur selben Tageszeit für das gleiche Futter die Insulinmenge um jeweils 1 Einheit, bis der BZ beim Wirkauslauf passt :-)

    Daumendrück, Jürgen
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 13.10.2010 12:40:48
    Alsooo. denke da muss ich noch mal nachlegen.

    Nur Messen, Spritzen, Essen ist es nicht. Nach Cortisongabe ist der kommenden Resistenz durch Cortison durch Insulingabe vorzubeugen , hat man dies versäumt, sitzt man in der Resistenzfalle(gut erkennbar an hoch schiessenden pp-Werten) - das wird wahrscheinlich hier der Fall sein. Aus dieser Stoffwechsellage muss man erst einmal heraus kommen, aber der Körper hat da eine Lösung, es kommt zu einer erhöhten Insulinempfindlichkeit (bei mir war das dann immer nachts ab 0 Uhr wenn ich morgens Cortison bekommen habe).
    Folge sind nächtliche Unterzuckerungen.

    Interessant wird das Ganze wenn die Cortisoneinnahmen unkoordiniert ablaufen und nach 3 Tagen dann die Eigenproduktion von Cortisol eingestellt wurde, dann sind die Erfahrungen der Tage zuvor hinfällig (auch wenn das eigene Cortisol im Vergleich zu den Cortsiongaben niedrig ist, es macht einen Unterschied) und man hat Unterzuckerungen.

    Ich würde die Wechseljahre hier einfach mal als nebensächlich betrachten und die meisten Schwankungen dem Cortison zuschreiben.
    Bei Rheuma werden m.W. nach recht hohe Dosen von Cortison verabreicht, man muss wissen welches Präparat wie und wann in welcher Dosierung gegeben wurde und kann dann handeln.
    Zuerst aber Resistenz durch Lipolyse einfangen, dann Cortsionresistenz vorbeugen und danach erst sieht man welche Auswirkungen die Wechseljahre wirklich haben.

    Wieviel Cortison und welches Präparat ist es denn?

    LG, Daniela
  • Korrektur Daniela

    Rang: Gast
    am 13.10.2010 12:43:54
    Upps, hab gerade gesehen, Cortsiongabe erfolgt derzeit nicht..

    OK. Dann muss erst die Lipolyse weg, danach zeigt sich welche Probleme durch Wechseljahre und Allergie wirklich da sind.

    Hast Du einen Spritz-Ess-Abstand?

    LG, Daniela von Korrektur Daniela
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 13.10.2010 13:00:40
    Moin Daniela,

    alles der Reihe nach: erst wenn die Insulinmenge passt, kann man dran gehen, sich um den Spritz-Ess-Abstand zu kümmern. Immer nur an einer Schraube drehen, bis die optimal sitzt, und dann die nächste.

    Einen guten Teil Deiner Schwierigkeiten hab ich immer darin gesehen, dass Du in meinen Augen dazu neigst, immer alles, was Dir grad in den Sinn kommt, auf einmal machen zu wollen ;-)

    Bisdann, Jürgen
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 13.10.2010 14:14:40
    "alles der Reihe nach: erst wenn die Insulinmenge passt, kann man dran gehen, sich um den Spritz-Ess-Abstand zu kümmern. Immer nur an einer Schraube drehen, bis die optimal sitzt, und dann die nächste. "

    Nicht wirklich, Jürgen. Denn wenn einer einzuhalten ist und man es nicht tut, sind hohe pp-Werte normal. C-Korrekturen dann darauf und das Chaos ist perfekt ^^

    LG, Daniela
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 13.10.2010 14:48:47
    Doch der Reihe nach, denn wenn jemand schon ne Messreihe nach dem Essen macht, ist die passende Menge ganz logisch die erste Größe. Und wenn die passt, lässt sich gezielt testen, ob und wie viel ein Vorziehen des Spritzzeitpunktes an der 1-Stunden-Spitze in der Verlaufskurve senkt.

    Generell ist die Frage nach einem SEA 2.rangig, weil die wenigsten Ärzte den überhaupt in ihrem Einstellrepertoire haben. von Jürgen
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 14.10.2010 02:29:57
    Ach Jürgen,

    da braucht man keine Messreihe für - man muss die Tagesmenge an Insulin und Bolusfaktor betrachten ^^
    SEA hängt vom Resistenzniveau ab.
    Und da meist von 0 SEA bei Analoginsulin (schnell) gesprochen wird, muss man da einfach mal nachfragen - denn es gibt kein Insulin mit SEA = 0 oder negativ, wenn überhaupt dann nur bei niedrigem GI..

    LG, Daniela
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 14.10.2010 08:57:01
    Moin Daniela,

    jetzt willst Du uns hier aber einen erzählen:

    Wie bitte kommt jemand auf seine passende Insulin-Menge und darauf, wie er die am besten auf seine BEs aufteilt, also seine Bolus-Faktoren, ohne systematische Messreihen.

    Und welcher Dok bestimmt mein Resistenzniveau, und an welchem Insulin steht dran, zu welcher Zeit ich damit welchen SEA brauchen kann?

    Bisdann, Jürgen
  • Siggy

    Rang: Gast
    am 15.10.2010 01:10:07
    Hallo alle miteinander!

    Sorry, dass ich mich erst jetzt wieder melde.
    Ich war die letzten Tage flach gelegen, das Rheuma hatte sehr heftig zugeschlagen!

    Mein Rheumatologe hat mir trotz der hohen BZ-Werte Cortison verschrieben.
    Nun nehme ich um 22.00 Uhr 2 mg Lodotra (die Wirkung dieses Cortisons setzt erst gegen 2.00 Uhr Nachts ein).
    Zudem muss ich noch 3x tägl. Ibuprofen 800 einnehmen.
    Erstaunlich nur, meine BZ-Werte am Morgen, die mich so beunruhigt haben, sind seit gestern wieder ganz o.k. Gestern Morgen hatte ich 130, heute Morgen122!
    Damit kann ich im Moment ganz gut leben.
    Das würde dann schon dafür sprechen, dass diese Entzündungen im Körper schuld an der BZ-Erhöhung waren.

    @Joa: Anakinra kenne ich vom Hörensagen, lese ich auch öfter im Rheuma-Forum. Ich werde mal meinen Rheumatologen darauf ansprechen!

    @Jürgen: danke für die Tips! Ich muss glaube ich da echt mal selber ein bissl rumprobieren.
    Das Problem bei mir ist auch, dass ich, bedingt durch die Entzündungen, an Bewegungsmangel leide - das tut den BZ-Werten natürlich auch nicht gut.
    Ich brauche oft bis Mittags, bis ich einigermassen grade laufen kann und etwas schmerzärmer bin. Da sinkt der BZ nach der Frühstückssemmel nur ganz langsam
    ab. Dagegen an guen Tagen,wenn ich schon Vormittags aktiver sein kann, sinken die Werte schneller.
    Es ist halt ein ewiger Teufelskreis - ich denke nicht, dass ich da viel ändern kann, solange ich kein Basismedi für mein Rheuma habe!

    @ Jürgen und Daniela: wenn Ihr Beide so fachsimpelt, verstehe ich bloss Bahnhof :)
    Kommt Euch doch meinetwegen bitte nicht in die Haare!!!!

    Ab morgen beginne ich wieder mit der HET,
    also mit Östrogen-Gel und Gestagen-Tabl.,
    hoffentl. klappt das dann wenigstens.

    Liebe Grüsse, Sieglinde von Siggy
  • Lilo

    Rang: Gast
    am 15.10.2010 09:30:11
    Wegen der Hormone, liebe Siggy, guck doch mal vielleicht noch in ein Gyn-Patientenforum?

    Oh, dass du flach gelegen hast, kann ich sehr gut nachvollziehen, denn ich bin nach einem Unfall Schmerzpatientin und habe nach laaanger Zeit seit vergangenem Freitag 4 Uhr morgens starke Phantomschmerzen gehabt, da haben noch alle gelacht, als ich sagte, die Temp. wird fallen, wir bekommen GANZ anderes Wetter.

    Und das mit: es dauert Stunden, bis ich richtig laufen kann, kenne ich auch..deshalb hatte ich dich gefragt, wie es mit Schmerzen und so aussieht.

    Hast du denn täglich Schmerzen trotz der Rheumamittel? Die Entzündungshemmung ist ja das eine, die chronischen Schmerzen noch mal die andere Seite..

    Kann man denn die Roggenalleregie wie eine andere Allergie sensibilisieren oder so? Laienfrage. von Lilo
  • btbghbz5

    Rang: Gast
    am 15.10.2010 23:54:41
    >>Such mal einen Endokrinologen u. Rhematologen auf oder und wechsel das Insulin -bei tierischem Insulin hast du nicht diese Probleme!<<
    Jetzt ist Anke sogar schon Ärztin und medizinisch ausgebildet.... Was weisst du denn von Insulin? Nix, absolut nix (und das ist gut so!) - eigenartig ist, dass die gleiche Problematik schon 1982 bei einer Bekannten mit Schweine- u. Rinderinsulin auftrat (kann aber nicht stimmen - Anke weiss es genau!).
  • Siggy

    Rang: Gast
    am 16.10.2010 00:07:48
    Hallo miteinander,

    @ Lilo: Na, dann kennst Du Dich ja mit Schmerzen aus :(
    Ich habe auch schon gedacht, ich mache mich mal als Wetterfrosch nützlich, Glas vors Haus und Eintritt verlagen :) Da würde ich ganz schön Geld verdienen.

    Also, Roggenallergie kann man nicht ändern -
    ist halt genau das Gegenteil von dieser Glutenunverträglichkeit, die dürfen ja nichts mit Weissmehl essen.

    Mein grösstes Problem im Moment : ich habe kein Basismittel gegen das Rheuma! Ich hatte 3,5 Jahre Metotrextat, dann ein Versuch mit Arava - musste wegen extremer Durchfälle abgesetzt werden. Danach kam Enbrel für 4 Wo. - neurologische Ausfälle, also weg damit. Dann noch Humira,das habe ich zwar gut vertragen, musste aber meist 1x im Monat abgesetzt werden - Gesichtsschwellung, Nasennebenhöhlenvereiterung-schlimme Blasenentzündung - nach 4 Monaten hats dann einfach nicht mehr gewirkt - also absetzen.
    Der letzte Versuch war Sulfasalazin - wegen extremer Migräneanfälle,Durchfall und neurol. Ausfällen abgesetzt nach nur 2 Wo.!!!!!!!

    Du siehst, innerhalb von dem letzten Jahr
    hatte ich 4 Basismedis - mit keinem hats geklappt!

    Mehr Cortison - geht auch nicht . Erst mal wegen dem Diabetes und zum zweiten, mir ist während der Corti-Therapie 2006 die Bauchdecke geplatzt - eine riesen Hernie! Diese wurde dann mit einem Netztimplantat von 30x30 cm repariert. War eine ganz schön heftige OP, die Docs hatten mit so einem grossen Bruch nicht gerechnet!

    Das Metotrextat wurde letztes Jahr in der Rheumafachklinik Oberammergau abgesetzt - ich habe am Montag gespritzt und hatte am Donnerstag immer noch mit Nebenwirkungen wie Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Schmerzen beim Atmen zu kämpfen - das kanns ja auch nicht sein.
    Auch hatten die Schmerzen unter MTX zugenommen, jahrelang hatte ich "nur" Probleme mit den grossen Gelenken und den Sehnenansätzen - dann kamen 2009 Handgelenke,Sprunggelenke, Finger und Zehen noch dazu.

    Schmerzmittel/Entzündungshemmer vertrage ich nur Ibuprofen, das auch nur so lala. Aber mir bleibt im Moment nichts anderes.
    Ich könnte in der Schmerztherapie bestimmt Opiate bekommen, aber davor habe ich einen riesen Bammel!

    @ anonym: Tja, die Beipackzettel dieser Rheuma-Medis liest man am besten überhaupt nicht durch! Sonst würde man sich das Zeug mit Sicherheit erst gar nicht spritzen!!!!!!!!
    Aber wenn man so krank ist - ist es einem echt wurscht - hauptsache, es wird einem irgendwann möglicherweise geholfen.
    Das Problem an der Sache ist ja nicht, dass man Schmerzen hat, die kann man ja auch mit Schmerzmitteln unterdrücken - zumindest weitestgehend.
    Der Hauptgrund für den Einsatz dieser Medikamente ist ja, den Krankheitsverlauf zu stoppen - sprich die damit verbundene Gelenkzerstörung!
    Dafür gibts leider keine anderen Mittelchen - keine Homöopathie,keine Akupunktur,keine Bioresonanztherapie,kein Scenar,keine Physio - das kann man zwar begleitend machen - aber helfen, den chronischen Verlauf zu stoppen - das machen alle diese Therapien nicht!

    Die Idee, mal auf ein anderes Insulin umzusteigen finde ich gar nicht schlecht!
    Endokrinologen - tja, die sind bei mir in der Gegend Mangelware. Ich fahre zum Rheumatologen schon einfach 84 km - das ist immer ein halber Tag Fahrerei für 1 Std. beim Doc! (muss alles über Land gefahren werden)

    Alles in Allem bin ich für mene Ärzte echt ein richtiger Problemfall, die tun mir langsam schon leid!!!!!
    Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass ich auch irgendwann mal das Glück habe, die passende Medikation zu finden!

    lg Siggy
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 16.10.2010 13:19:58
    Hallo Siggy,

    "Die Idee, mal auf ein anderes Insulin umzusteigen finde ich gar nicht schlecht!"

    Nun, da hast Du dann 2 Optionen, entweder die Welt ist heile und Dir geht es besser oder aber Du entwickelst eine Insulinallergie, bei der Du Dir dann 100 mg Prednisolon i.v. abholen darfst (täglich).
    Glaub mir, das willst Du ganz sicher nicht.
    Man stellt nicht einfach mal eben das Insulin um - das war bereits zu Zeiten bekannt, als es gentechn. hergestellte Insuline noch nicht gab.

    Das mit der Allergie kann dann tödlich enden - ich hab das durch exerziert, wobei ich sehr viel Glück hatte!
    CAP-Klasse 4 oberer Grenzbereich auf alle Insuline ist nicht witzig..

    LG, Daniela
  • Lilo

    Rang: Gast
    am 20.10.2010 16:15:40
    Liebe Siggi,

    Angst vor Opiaten? Warum? Im Gegensatz zu deinem Ibupropfen haben die keine Nebenwirkungen auf Leber und Nieren..

    Ich sehe es so, dass du zwei Wirkstoffe brauchst. Einen für dein Rheuma, entzündungshemmend und einen gegen die reinen Schmerzen. Und das möglichst in EINEM gut verträglichen Medikament, das auf Langzeitmedikation ausgerichtet ist.

    Es gibt moderne Medikamente, die das heute leisten können.

    Ich würde dir wirklich empfehlen, in eine richtige Schmerzambulanz zu gehen. In Deutschland erkennt man die speziellen Ärzte daran, dass sie Mitglied der Deutschen Schmerzliga sind.

    von Lilo
  • Jochen

    Rang: Gast
    am 20.10.2010 19:49:28
    "Angst vor Opiaten? Warum? Im Gegensatz zu deinem Ibupropfen haben die keine Nebenwirkungen auf Leber und Nieren.."

    Aber das kann es doch nicht sein ständig zugedröhnt rumzumachen.Die Gefahr der Anhängigkeit ist sehr groß.
    Schau mal bei GOOGLE nach unter Selbshilfe Wechseljahre/Rheuma/Diabetes.
    Das Hormone untereinander sich beeinflussen ist dir wohl bekannt.
    Das Cortison den Blutzucker beinflusst auch.
    Insulin ist auch noch ein Hormon.
    Schwankungen bei Sexualhormone tun ihr übriges.
    Den Rest kannst du wohl denken. von Jochen
  • peter

    Rang: Gast
    am 20.10.2010 20:51:41
    und weshalb schreibst du wenn du von schmerzpatienten keine ahnung hast.
    niemand der opiate gegen schmerzen nimmt ist zugedröhnt, und wenn sie nur gegen schmerzen genommen werden ist auch keine suchtgefahr.
    genau wie manche wechseljahresbeschwerden verniedlicht werden, besonders mehrmals täglich plötzliche schweißausbrüche nach denen die komplette wäsche gewechselt werden muß da sie auszuwringen ist.
    von peter
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 21.10.2010 00:10:14
    "Das Cortison den Blutzucker beinflusst auch."

    Wissen wir alle, nur kann man das relativ gut einfangen und man bekommt als Dauerlösung auch keine horrendend hohe Dosen. Wenn ich nicht irre, wird das wie bei MS auf Erhaltungsdosis runter geschraubt und da kann man mit Insulin umgehen, wenn man das Cortison zur rechten Zeit nimmt.
    Ich kenne den Akt mit Cortison ganz gut...
    Das letzte mal habe ich es jedenfalls ganz gut eingefangen, aber das konnte ich dann gut korrigieren. Es braucht aber einen kompetenten Arzt, der sich mit Insulingabe bei Cortison und Co gut auskennt und ich habe in meinem Leben nicht viele gute gesehen..

    Ich denke der Leidensdruck ist hier sehr hoch und wenn man nicht zumindest schmerzfrei ist, wird das ganze Leben zur Tortour, da sind dann Wechseljahresbeschwerden der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringen kann.

    Schmerzmittel können immer Nebenwirkungen haben, da muss man Nutzen und Schaden ins Verhältnis setzen, die Schmerztherapie setzt auch auf zusätzliche Anwendungen als Medikamente - da ist man in guten Händen.

    LG, Daniela
  • Siggy

    Rang: Gast
    am 22.10.2010 14:42:03
    Hallo miteinander,

    also ich bin sehr überrascht, habe nun mit dem Hormongel und den Gestagentabletten angefangen - und mein BZ verhält sich ganz ordentlich!
    Viell. hings doch daran, dass diese anderen Tabletten über die Leber verstoffwechselt wurden, keine Ahnung.

    Mit Schmerzmitteln stehe ich auf Kriegsfuss, ich weiss ja, es ist besser, welche zu nehmen, als ewig diese fiesen Schmerzen auszuhalten.

    Allerdings, ich war vor meiner Rheuma-Diagnose mal für 9 Wo. in einer psychosomatischen Klinik (klar, helfen konnte sie mir für meine Psyche, aber die Schmerzen konnten sie mir dort nicht nehmen. Allerdings kam da wenigstens das erste Mal zur Sprache, dass es sich um Rheuma handeln könnte)

    Ich habe da leider so viele liebe Menschen kennengelernt, die Schmerzmittelabhängig waren. Teil aus eigener Schuld - wenn man da von Schuld überhaupt reden kann, eher von Unwissenheit - andererseits sind die Leute auch abhängig durch Ärzte geworden, die diese Mittel verchrieben haben.
    Darum mein Argwohn gegen diese Medis!

    Ich habe in Laufe der Jahre mit Diabetes festgestellt, dass es viele Faktoren gibt, die den BZ verändern können.
    Schon eine simple Erkältung, Stress oder auch starke Schmerzen führen bei mir dazu, dass sich die Werte nach oben bewegen.

    Ich kann mich aber leider nicht so leicht damit abfinden und gegesteuern, da ich immer grosse Angst habe, durch den Diabetes andere Erkrankungen zu bekommen.

    Meine Grossmutter väterlicherseits hatte Diabetes, ich musste als Kind immer mithelfen, sie zu versorgen. Ihr musste dann ein Bein amputiert werden - 3 Tage später ist sie leider an einer Lungenembolie gestorben. Für mich schon als Kind ein schlimmes Erlebnis.

    So weit möchte ich es nicht kommen lassen.

    Danke für Eure Beiträge!

    lg Sieglinde von Siggy