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Wie meinen Diabetes behandeln?

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    am 13.09.2019 13:13:52 | IP (Hash): 1579799705
    Helge schrieb:
    Beim Insulin habe ich nur Angst vor Unterzuckerungen, aber da muss ich dann wohl durch.

    Hallo Helge,

    nur mit Basalinsulin brauchst du keine große Angst vor gefährlichen Unterzuckerungen zu haben. Dafür müsste die Dosis schon sehr falsch und viel zu hoch sein.

    Wenn du z.B. 12 IE Lantus spritzt, dann kommt innerhalb von 1 Stunde lediglich 1/2 ... 1 IE davon an. Das kontinuierlich ankommende Insulin wird auch gleich wieder mit einer kurzen Halbwertszeit von etwa 5 Minuten abgebaut, so dass sich - außer bei viel zu hoher Fehldosierung - nicht so viel Insulin ansammeln kann, dass dein BZ wirklich stark absinkt. Wenn der BZ leicht zu niedrig wird, dann wird deine BSD kein Eigeninsulin mehr dazu geben und die Leber wird zusätzliche Glukose ausgeben, um den BZ wieder anzuheben. Leichte Unterzuckerungen schaden übrigens nichts, vor denen brauchst du dich nicht zu fürchten.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 13.09.2019 15:44:43. Grund: .
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    am 13.09.2019 18:13:37 | IP (Hash): 1971336646
    Hallo Helge,

    hatte dir ja auch schon am 29. August geschrieben, daß mit langsam wirkenden Basalinsulin Unterzuckerung eher nicht gegeben ist.
    Ich selber benötige in Summe nur 6 Einheiten Basalinsulin (keineswegs 12 IE), aber ich habe auch eine andere Konstitution als du (und Rainer).
    Erfahrungsgemäß fängt man auch mit Basalinsulin mit kleinen Mengen an, der Arzt wird dir die Anfangsdosis des verschriebenen Insulin vorgeben.
    Dann überprüfst du den Blutzucker, besonders ist der Nüchternwert dein Anliegen, und kannst sehen, ob die Dosis ev. zu niedrig ist und mit deinem Arzt besprechen, ob Dosis erhöht werden soll.
    Das kann übrigens mehrere Wochen dauern, passiert nicht von heute auf morgen.

    Als Patient kannst du zwischen den Arztterminen auch selbst die Basaldosis überprüfen mit dem sogen. Basalratentest zu unterschiedlichen Tageszeiten.
    Dabei lässt man eine Mahlzeit weg, um ohne durch Mahlzeiten-Kohlenhydrate beeinflusst, die reine Wirkung des Basalinsulins anhand der BZ-Werte beurteilen zu können.
    Siehe Seite 2
    https://ifz-langen.de/files/uploads/dokumente/Basalratentest-CSII.pdf

    Gruß Elfe
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    am 27.10.2019 12:38:22 | IP (Hash): 120459247
    Hallo zusammen,

    nach einiger Zeit mal wieder ein Zwischenstand. Victoza nach nun rund 2 monatiger Testphase: kein positives Ergebnis. Im Gegenteil, meine morgendlichen Nüchternwerte sind leider in letzter Zeit nochmal wieder leicht angestiegen (um 160). Scheint also nix zu bewirken. Positiv: Langzeitwert ist immerhin auf 7,0 zurückgegangen. Noch nicht toll aber immerhin zeigt sich da meine erhöhte sportliche Aktivität. Überhaupt merke ich, dass Sport extrem förderlich wirkt - leider aber immer nur bis zum nächsten Morgen... Habe jetzt angefangen, abends einen Shake aus Erbsenprotein zu trinken, mal schauen ob das was bringt. Gruß Helge
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    am 27.10.2019 16:16:35 | IP (Hash): 1810388129
    Dein Pankreas gibt noch eigenes Insulin aus, vielleicht sogar immer noch mehr, als er für den Blutzucker im gesunden Rahmen brauchen würde.

    Aber allein der Dauerstress, den Du ihm mit wenigstens 20 von 24 Stunden über dem gesunden Höchstmaß von um 140 mg/dl bereitest, sorgt dafür, dass ein erheblicher Anteil vom Proinsulin bei der Ausgabe nicht mehr ordentlich in C-Peptid und Insulin geteilt und eben als Proinsulin ausgegeben wird. Auf diese Weise müssen 10 Teile Proinsulin für die BZ-Wirkung von einem ordentlich geteilten ausgegeben werden.

    Oder ohne Stress anders herum: im gesunden Bereich meistens deutlich unter 100 mg/dl wird am wenigsten ungeteiltes Proinsulin ausgegeben, und damit haben die Insulinmoleküle die 10fache ihrer Proinsulin-BZ-Wirkung :)

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 27.10.2019 22:11:39 | IP (Hash): 120459247
    Hallo Jürgen,
    was genau meinst du mit Stress? Und wie kann ich diesen Stress vermeiden ? Meine Ärzte bestätigen ja auch, dass eigentlich genug Insulin vorhanden ist.

    Gruß
    Helge
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    am 27.10.2019 22:46:36 | IP (Hash): 1810388129
    Dein BZ macht den Stress für Deine Beta-Zellen. Gesund im Leerlauf bei bis um 90 mg/dl zwischen den Mahlzeiten produzieren die Proinsulin vor sich hin und speichern das bis zur nächsten Ausgabeanforderung, BZ-mäßig spätestens ab 100 mit der Maximalanforderung in Höhe des größten gesunden BZ um 140 . Dann wird aus dem Speicher ausgegeben und dabei ordentlich geteilt in C-Peptid und Insulin.

    Auch in diesem gesunden Bereich wird bei uns Typ 2 schon ein bisschen ungeteiltes Proinsulin ausgegeben, aber bei normal gesundem BZ nur wenig. Allerdings mit ansteigendem BZ immer mehr und damit immer mehr Insulin mit nur 10% der normalen BZ-Senk-Wirkung.

    Für die Ausgabe von möglichst wenig ungeteiltem Proinsulin brauchst Du also möglichst viele Stunden von 24/7 gesunden BZ. Ist ohne Medis vielleicht noch mit vollständiger KH-Karenz = LCHF (wenigstens erstmal für ein paar Wochen) möglich, ansonsten rein technisch am einfachsten mit Insulin aus dem Pen.

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    am 28.10.2019 19:17:58 | IP (Hash): 1942165979
    Helge schrieb:

    nach einiger Zeit mal wieder ein Zwischenstand. Victoza nach nun rund 2 monatiger Testphase: kein positives Ergebnis. Im Gegenteil, meine morgendlichen Nüchternwerte sind leider in letzter Zeit nochmal wieder leicht angestiegen (um 160). Scheint also nix zu bewirken. Positiv: Langzeitwert ist immerhin auf 7,0 zurückgegangen. Noch nicht toll aber immerhin zeigt sich da meine erhöhte sportliche Aktivität. Überhaupt merke ich, dass Sport extrem förderlich wirkt - leider aber immer nur bis zum nächsten Morgen... Habe jetzt angefangen, abends einen Shake aus Erbsenprotein zu trinken, mal schauen ob das was bringt.


    Hallo Helge,
    was versprichst du dir von dem Erbsenprotein ?
    Hat jedenfalls keinen Einfluss auf BZ und enthält auch noch KHs.
    Verwertbarkeit ist auch noch bedenkenswert:
    https://www.akademie-sport-gesundheit.de/lexikon/biologische-wertigkeit.html

    Wirkliche Frage: Geduld hast du gehabt und das Medikament getestet.
    Da gibt's noch weitere, die so oder so die Wirkung der eigenen Insulinproduktion unterstützen können.
    Immer diese Möglichkeit beim Arzt ansprechen und auch offen sagen, welche BZ-Werte dir persönlich Kummer bereiten.
    Gruß Elfe
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    am 30.10.2019 14:14:31 | IP (Hash): 2007590016
    Hallo Elfe,

    Erbsenprotein wird speziell von meinem Diabetologen empfohlen, als Eiweislieferant und BZ Senker. Irgendwas muss doch mal bei mir wirken... aber mittlerweile habe ich fast die Hoffnung aufgegeben, dass es ohne Insulin geht.. gestern habe ich mir Nudeln mit Lachs und Tomatensahnesauce und ein Körnercroissant gegönnt, 4 Stunden danach Wert von 270... ich drehe mich im Kreis, nichts schlägt richtig an und ich verliere weiter Gewicht. Jede Kleinigkeit bestraft mein Stoffwechsel mit hohen Werten... Habe viel Appetit traue mich aber gar nicht mehr, irgendwas zu essen.
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    am 30.10.2019 15:29:58 | IP (Hash): 363002214
    Helge schrieb:
    Irgendwas muss doch mal bei mir wirken... aber mittlerweile habe ich fast die Hoffnung aufgegeben, dass es ohne Insulin geht.

    Gelöscht wegen offen zur Schau gestelltem Desinteresse an anderen Eonschätzungen.

    ...
    Bearbeitet von User am 09.11.2019 20:47:38. Grund: .
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    am 30.10.2019 15:53:57 | IP (Hash): 1942165979
    Hallo Helge,
    wäre mir neu, daß Erbsenprotein den Blutzucker senkt.
    Und nach einer einfachen Suche habe ich gesehen, daß in dem Pulver auch ca. 5 g Kohlenhydrate/100 g stecken.
    Außerdem ist so ein Shake flüssig, ist also ratzfatz in der Blutbahn.

    Zu deinem warmen Essen:
    Nudeln sind für mich z. B. ganz schwierig - 100 g Trocken enthalten schon 71 g KH und machen nicht wirklich satt, zumal ich abends mit Faktor 2,25 schon recht viel Einheiten Insulin spritzen müsste.
    Statt mit Sauce ist ein Nudelauflauf sehr viel sättigender mit Gemüse, Sahne und Käse überbacken.
    Habe auch ein Rezept, da wird statt Sahne Milch mit Eiern verquirlt zum Stocken und auch Käse obendrauf (reicht für 4 Portionen).

    Wie schon gesagt: Bei mir sind BZ-Regulierung und Gewichtsabnahme bzw. Zunahme ein eigenes Problem.
    Nachdem ich trotz optimalen BZ weiterhin abgenommen habe, wurde ich zum MRT der Bauchspeicheldrüse geschickt, wo diese Ärzte auch einen Grund für Bauchspeicheldrüsenproblem gesehen haben (Lage der Gänge der Bauchspeicheldrüse zur Ableitung der Verdauungsenzyme).
    Wurde zur weiteren Abklärung dann in die Gastro-Abteilung einer Uni-Klinik überwiesen (wenig erfolgreich, wie beschrieben).
    Problem ist (auch ambulant), daß in Stuhlproben die Menge an Verdauungsenzym Elastase gemessen wird, die Probenaufbereitung nicht so ganz einfach, weil sehr empfindlich gegenüber der Luft und man die nicht allzulang herumstehen lassen sollte (haben die in der Uni gemacht).
    Ist aber nur ein Marker-Enzym.
    Die Bauchspeicheldrüse produziert einen 'Verdauungssaft' aus mehreren Enzymen ins besonders zur Fett- und Eiweißverdauung - diese Moleküle müssen erst aufgespalten werden, daß der Körper diese auch verwerten kann. Sonst rutschen die durch und werden unverbraucht ausgeschieden.
    Mit dem Medikament Kreon 25000 aus Pankreas-Gewebe vom Schwein, nehme eine Kapsel zu 10 g Fett in der Nahrung (nicht so schwer zu dosieren wie Insulin), habe ich dann langsam wieder zugenommen.
    Ist dann Typ 3c und gehört zu den seltenen, gibt aber noch weitere in 3er-Gruppe, die die Diabetologen nicht unbedingt auf dem Schirm haben
    https://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/erkrankungsformen/seltene-formen/index.html

    Was deine Blutzucker-Regulation angeht, gibt es weitere Möglichkeiten der oralen Medikamente, die unterschiedliche Ansatzpunkte in der Wirkweise haben: Unterstützung der eigenen Insulinwirkung u.a.
    https://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/therapie/orale-antiDiabetika/index.html

    Dieser Schlammassel bzgl. Gewicht hat mehr als drei Jahre gedauert und Fett im Übermaß kann ich immer noch nicht gut vertragen trotz Kreon.
    Lieber Helge, wünsche dir, daß bei dir die Aufklärung wesentlich schneller passiert.
    Dennoch - Geduld wirst du brauchen.
    Gruß Elfe
    Bearbeitet von User am 30.10.2019 15:58:13. Grund: +