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Insulin richtig berechnet
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am 20.11.2019 08:30:26 | IP (Hash): 692719744
Hallo melde mich auch Mal wieder zurück nach langer Zeit. Kann mir jemand erklären so das ich es auch verstehe wie ich meinen Insulin bedarf bestimme. Mein Arzt ist leider sehr kurz angebunden und ich hab's immer noch nicht gerafft. Zum Beispiel vor dem Essen hab ich einen Wert von 155 dann müsste ich Korrektur Insulin spritzen und dann nochmal für die Mahlzeit. Oder spritze ich alles zusammen. Wie viel Korrektur müsste ich spritze. Alles so fragen wovon ich keine Ahnung hab. Was ist mit der Resistenz gegen das Insulin wie kalkuliere ich das mit ein haue mir immer einfach 30 Einheiten rein. Denke aber das das falsch ist weil irgendwie sind die Messungen Scheisse. Glaube auch das ich das Insulin falsch spritze benutze fisap sollte ich vllt erst nach dem Essen spritzen vllt kann mir ja jemand helfen. -
am 20.11.2019 09:20:37 | IP (Hash): 2077798010
https://www.diabetesinfo.de/component/search/?searchword=bolus&searchphrase=all&Itemid=0 einfach mal in Ruhe durchlesen. Ok, sind mehrere Punkte, aber ist wirklich die umfassendste und dabei verständlichste Form, die ich kenne.
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Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegunngsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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Elfe
Rang: Gastam 21.11.2019 00:09:23 | IP (Hash): 998462630
Hallo Sven,
wirklich nicht so einfach, mit externem Insulin umzugehen.
1.) Korrektur immer vorher spritzen - senkt den hohen BZ
2.) Für Mahlzeit spritzen, kann passen, wenn normal übliche Mahlzeit.
Pauschal 30 Einheiten (auwei ~ Beule).
Mahlzeiteninsulin ist grundsätzlich auf Kohlenhydrate (BE/KE) bezogen.
Aber dazu kommt: IE/BE tageszeitlich. Für die gleiche Menge KH werden morgens & abends mehr Einheiten benötigt, als mittags & nachts.
Mit Novorapid bei mir: 2 - 1 - 2,5
Fiasp würde zu mir nicht passen per Wirkungskurve - zu schnell.
Gruß Elfe -
am 21.11.2019 08:03:36 | IP (Hash): 1798985521
Das Problem ich weiss immer noch nicht wie viel Einheiten ich mir spritzen müsste. Du schreibst 30 Einheiten auweia gestern z.b 155 morgens 30 Einheiten gespritzt 4 Stunden später 110 gehabt. Wäre das dann in Ordnung oder müsste ich nochmal korrigieren auf 80 zum Beispiel. Wie kommt es auch zum Beispiel das ich keine Kohlenhydrate aufnehme und mittags zum Beispiel 110 hatte vor dem Essen dann aber 130.. oder spritze ich zuviel so das der Körper dagegen arbeiten muss.
Was ich auf jedenfall machen muss das ich rausfinde wann der Blutzucker nach einer Mahlzeit den höchsten Punkt hat. Weil es bringt ja nichts wenn die wirkphase des Insulins schon vorbei wäre wenn das Essen noch nicht Mal gewirkt hat.
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am 21.11.2019 09:05:05 | IP (Hash): 890854493
Sven3dfx schrieb:
Das Problem ich weiss immer noch nicht wie viel Einheiten ich mir spritzen müsste. Du schreibst 30 Einheiten auweia gestern z.b 155 morgens 30 Einheiten gespritzt 4 Stunden später 110 gehabt. Wäre das dann in Ordnung oder müsste ich nochmal korrigieren auf 80 zum Beispiel. Wie kommt es auch zum Beispiel das ich keine Kohlenhydrate aufnehme und mittags zum Beispiel 110 hatte vor dem Essen dann aber 130.. oder spritze ich zuviel so das der Körper dagegen arbeiten muss.
Was ich auf jedenfall machen muss das ich rausfinde wann der Blutzucker nach einer Mahlzeit den höchsten Punkt hat. Weil es bringt ja nichts wenn die wirkphase des Insulins schon vorbei wäre wenn das Essen noch nicht Mal gewirkt hat.
Du brauchst dringend eine Diabetes-Schulung. Rede bitte mit deinem behandelnden Arzt darüber.
Nur soviel:
- Man spritzt Kurzzeitinsulin zur Korrektur und zur Mahlzeit
- Mahlzeiteninsulin je nachdem wie viele Kohlenhydrate im Essen sind, zu jeder Mahlzeit gibt es einen anderen Faktor: z.B. 2-1-1,5 Diesen sollte man am Anfang mit seinem Arzt gemeinsam festlegen, später kann man ihn selbst ändern. Diesen Faktor multiplizierst du dann mit den aufgenommenen Kohlenhydrate (KE=10gr KH oder BE=12gr KH).
- Korrekturinsulin: Du legst mit deinem Arzt zusammen einen bestimmten Zielwert fest: z.B. 100 und dann bekommst du noch einen Korrekturfaktor z.B. bei mir 1 Einheit Insulin senkt den BZ um ca. 40mg/dl. (muss man ggf. auch wieder anpassen). Deshalb habe ich z.B. einen Korrekturfaktor von 40. Und dann kannst du das ganze zusammenrechnen: Mahlzeiteninsulin plus Korrekturinsulin. Bei sehr hohen BZ Werten vor der Mahlzeit würde ich allerdings erst korrigieren und erst wenn der Wert unten ist essen und dafür spritzen. Solltest du recht niedrig sein, kann man nach dem gleichen Schema entsprechend weniger Insulin spritzen. Bei keinen KH in der Mahlzeit nur ggf. Korrekturinsulin, wenn zu hoch, jedoch kein Mahlzeiteninsulin
- Die meisten Kurzzeitanaloga haben ein Wirkdauer von ca. 4 Stunden, Fiasp eher 3 Stunden, Normalinsulin ca. 6 Stunden. Normale Mahlzeiten (schnelle KH, wenig Fett/Eiweiß/Ballaststoffe) haben im Schnitt ihren Höhepunkt nach ca. 1 Stunde.
- wenn man zu viel spritzt, kann man in eine Unterzuckerung kommen und der Körper kann mit Gegenregulierung den Blutzucker von selbst wieder ansteigen lassen. Jedoch meist höher als nötig..
Wenn du noch mehr Fragen hast, einfach fragen
Und schau wirklich, dass du eine Schulung beim Diabetologen bekommst.
LG July -
am 21.11.2019 09:47:48 | IP (Hash): 1929087178
Hallo Sven,
lass dich nicht von den Faktoren verunsichern, die von den beiden genannt werden. Bei dir als Typ 2er können die sehr viel höher sein.
Mit deinen eigenen - wahrscheinlich viel höheren Faktoren - kannst du mit Julys Erklärung schon viel anfangen. Versuche mal, dich an deine eigenen Faktoren für die einzelnen Mahlzeiten und für die Korrektur so gut wie möglich ran zu tasten.
Viel Erfolg, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 21.11.2019 09:48:05. Grund: . -
am 21.11.2019 11:44:41 | IP (Hash): 1050874275
kann mich Rainer nur anschließen und ein bisschen konkreter verlängern:
Bist Du sicher, dass die 110 nach 4 Stunden der Auslauf waren? Also dass Du da nicht noch ne Stunde weiter 90 oder 80 hättest messen können?
Solche Fragen kann Dir niemand anderer beantworten, als Du selbst. Dein Dok auch nicht. Du musst halt probieren und testen und bei so nem 110-Beispiel dann schon ne Stunde weiter testen, ob das dann da so geblieben oder vielleicht sogar wieder gestiegen ist. Dann war das da der Wirkauslauf. Oder vielleicht noch weiter gesunken? Dann wäre der Wert noch ne Stunde weiter interessant für die Frage, ob geblieben oder angestiegen oder noch weiter gesunken?
Und auf genau die selbe etwas zeit- und schreibaufwändige Art kannst wieder nur Du für Dich (für alle andern kann das ganz anders sein) herausfinden, wann nach dem Essen meistens Deine Spitze ist, und ebenso, wann bei Dir das Fiasp seine Wirkspitze erreicht. Wobei da wahrscheinlich wenigstens morgens eher interessant sein wird, wann spo 30 IEs überhaupt messbar zu wirken beginnen.
Die Herausforderung für uns 2er ist im Prinzip recht einfach: Alle Tests für die allgemeinen Angaben werden mit 1ern gemacht. Wir 2er brauchen meistens mehr bis sehr viel mehr von dem guten Zeug und sehen damit meistens sehr viel längere und flachere Wirkkurven.
Daumendrück für geduldige Fleißarbeit!
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Elfe
Rang: Gastam 21.11.2019 18:55:52 | IP (Hash): 998462630
Hallo Sven,
July hat das Prinzip ja schon sehr gut beschrieben :-)
Du bist Typ 2 ? Hatte ich nicht so im Gedächtnis wie Rainer und Jürgen.
Die Faktoren mögen dann ggfs. höher sein (auch andere Konstitution als wir Frauen), aber das Grundprinzip bleibt m. E. gleich: Wie bestimmt man die richtige Dosis des Kurzzeitinsulins
Habe wie July auch einen BZ-Zielwert von 100 mg/dl.
Drunter bleiben eher nicht, da vorsichtshalber ein Puffer eingerechnet wird, da bei zuviel Kurzzeit Hypo-Gefahr besteht. Grenzwert Unterzucker ist 70/60 und bei 50 "nur noch ein kurzes Zeitfenster zum Handeln", soweit die Panik-Mache in meiner Praxis °~° und mir ist in all den Jahren nix passiert :-)
Bei 80 mg/dl kommen die MFAs schon mit Traubenzucker an, also bei 80 mg/dl NICHT korrigieren !
Bei Beginn mit Kurzzeitinsulin wird vorsichtig angefangen:
Meine Anfangs-Korrekturregel war 50 = 1 Einheit Insulin senkt den Blutzucker um 50 mg/dl.
Ist seit nun mehr vielen Jahren stabil bei 40.
Das findet man heraus, indem man bei hohem Blutzucker ohne Essen Insulin spritzt (z.B. 2 Einheiten bei 200 würde dann theoretisch 100 erreicht) und wenn der BZ-Wert höher bleibt, dann mit 40 versuchen.
Wird der BZ zu stark gesenkt, erhöhen.
Berechnet wird die Dosis zu den Kohlenhydraten der Mahlzeit, rechne mit KE (Kohlenhydrat-Einheit) mit 10 g, da muss man bei Nährwertangaben nur eine Stelle abstreichen.
Habe angefangen mit 1 : 1 = 1 Einheit Novorapid zu 10 g Kohlenhydraten
Erhöht wird dann, wenn man sieht, daß die BZ-Werte zu stark ansteigen wie theoretisch berechnet.
Das wird in Schulungen und auch vom Arzt erklärt, wie man dann selbstständig umgehen kann, denn drei Monate können dann schon lang werden.
Die Faktoren nimmt man deshalb als Hilfsmittel, um den natürlichen Biorhythmus per Insulinwirkung abbilden zu können: Morgens und abends braucht man mehr Insulin (Morgendliche Aufwachhormone z.B.), Mittags und Mitternacht ist man am Insulin-empfindlichsten.
Meine Faktoren sind morgens 2, mittags und nachts nur 1, abends 2,5.
Für die gleiche Menge Kohlenhydrate muss ich morgens das doppelte spritzen und abends sogar das 2,5-fache (limitiert die KH-Menge).
Das richtige Insulin zu finden ist auch sehr wichtig (s. a. July).
Das muss auch zum eigenen Stoffwechsel passen.
Das Novorapid wirkt bis zu 5 Stunden (auslaufend), Wirkungspeak ist bei ca. 3 Stunden und dann messe ich und korrigiere ggfs.
Bei meiner persönlich langsamen Verdauung ist mir das Fiasp beispielsweise zu schnell.
Außerdem ist zusätzlich einzuschätzen, wie verdaulich die Mahlzeit ist durch Fett- und Eiweiß-Anteilen.
Was ohne externes Insulin mal geklappt mit solchen Anteilen, kann dann mit Kurzzeitinsulin nicht mehr unbedingt gegeben sein, da sich Insulin und Zucker in der Wirkung treffen müssen.
Mahlzeiten mit Fett und bes. Fleisch spritze ich erst nach der Mahlzeit (ggfs. auch teilen oder plus), ansonsten vor der Mahlzeit.
Habe eine Vorgabe zum sogenannten Spritz-Essabstand:
Unter 80 mg/dl - erst Traubenzucker, dann essen, dann spritzen
100 - 250 - Spritzen und sofort essen.
Dabei gebe ich dann die Korrektureinheiten dazu, in meinem Fall dann plus 3,5 Einheiten.
Du schreibst von einem Aufwachwert von 155 mg/dl.
Erfahrungsgemäß schleppt den Morgenwert, ob tief oder hoch, den ganzen Tag mit.
Mit einem Basalinsulin könntest du das in den Griff bekommen, das nur den Grundstoffwechsel reguliert. Hast du kein Basal ?
Ein Anstieg des Blutzuckers auch ohne Kohlenhydrate ist durchaus möglich.
Wenn der Organismus nichts zu essen bekommt, werden die Körperreserven zur Energiegewinnung genommen und da entsteht auch Zucker bzw. wird ausgeschüttet.
Sehe das besonders deutlich, wenn ich nüchtern zur Blutabnahme muss und der BZ dann auf über 200 mg/dl ansteigt (alle Jahre wieder).
Hoffe mal, daß ich dich durch den langen Text nicht verschreckt habe.
Wie eingangs beschrieben, da wächst man rein ;-)
Gruß Elfe
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am 21.11.2019 20:14:22 | IP (Hash): 942794855
Also ich danke euch allen für die antworten.
Gut dann weiss ich wenigstens was ich zu tun habe. Zur Zeit sind meine FreeStyle libre alle aber wenn die neuen kommen kann ich diese ganzen Werte sicher sehr gut auswerten weil ich ja ne Kurve von 8 Stunden habe.
Worauf ich immer noch nicht klar komme. Ihr spritzt so nur ein paar Einheiten Insulin. Ich baller mir so 30 Rein und der Zucker erreicht gerade mal 110. Wo bleibt der Rest vom Insulin und wieso passiert halt mal garnichts. Ich bin froh wenn ich mal die 100 erreichen würde. meistens bewege ich mich zwischen 110 und 150 tagsüber egal wieviel ich mir reinballer.
Mein Arzt wirkt auf jedenfall Wunder ironie off... Faktoren morgens abend unterschiedliche wirkzeiten von insulin hammer sowas gibs ^^ .... Herr Doktor ich hab gelesen Fisap senkt schnell den Blutzucker kann ich das haben aber klar doch alles was du willst. Victosa Jardiance und noch paar andere Dinge kannst dir auch noch einwerfen wenn du magst. Ok von Victosa bekomme ich bauchweh egal dann lassen wir das wieder weg.... also so läuft es ungefähr ab und das problem ist alle ärzte hier sind gleich scheisse. der eine ach typ 2 hauen sie sich bisschen metformin rein wird schon reichen. ich so ok blutzucker von 400 wirklich kein insulin ... ach ist bei typ 2 nicht zwingend notwendig essens halt bisschen weniger xD..
würde gerne das halt einfach mal verstehen und das vernüpftig. wie ich schon schrieb durch das freestyle wirds um einiges vereinfachen. Aber wie zur hölle finde ich das richtig insulin.
und sollte ich auch noch nen zweites haben fisap und den bz schnell zu senken und noch eins für mahlzeiten was dann länger wirkt. Fragen über fragen mit denen ich leider überfordert bin. und naja die ärzte sind halt doof... -
am 21.11.2019 20:49:27 | IP (Hash): 1050874275
Hab zu Anfang meiner INSULINER Zeit für HBA1c 7-8 140-160 Einheiten Insulin pro Tag gebraucht, weiß von vielen 2ern und auch von ner ganzen Reihe 1er, die sich 200und Einheiten pro Tag einverleiben, ok, meisten Basal und Bolus zusammen. Etwa zur Hälfte Basal dafür, dass der BZ ohne Essen in dem Grundbereich bleibt, den man haben will, dafür also gleichmäßiger und länger wirkendes wie z.B. Levemir, und für's Essen dann das kürzer wirkende Fiasp.
Aber mal ne ganz andere Frage: hättest Du vielleicht noch ein paar Kilos von Deinem Lebendgewicht abzugeben, oder bist Du eh schon klapperdürr?
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am 21.11.2019 21:12:15 | IP (Hash): 120459247
Mir geht es im Moment ähnlich. Bin auch eine Art ärztliches Versuchskaninchen... Seit einer Woche spritze ich nun Levemir als Basal abends und morgens je 6E. Und siehe da, es wirkt und meine Morgenwerte sind auf für mich gute 110-120 gesunken und laufen stabil bei +\-100 durch die Nacht. Problem ist im Moment noch der Vormittag, wo das Frühstück durchschlägt und das Basal seine Wirkung verliert und die Werte an die 200 rankratzen (obwohl ich nur Haferflocken mit Quark/Skyr, eine paar Himbeeren und Leinöl esse). Mittags und abends bin ich wieder im akzeptablen Bereich und komme durch Sport an die 110-120. Mir hilft das FreeStyle sehr nur dadurch lerne ich meine Verläufe kennen und jetzt brauche ich noch eine Lösung für den Vormittag. -
am 21.11.2019 21:50:27 | IP (Hash): 942794855
Du kannst gerne 50 kg abhaben.. 150 kg sind leider real life. OK ich werde mich Mal ranmachen an den speck und schauen was sich so ergibt
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am 21.11.2019 22:27:17 | IP (Hash): 1050874275
Heheh, hab selbst mal vor inzwischen wohl schon 7? Jahren 25 verloren, und 5 davon haben mich inzwischen wiedergefunden :(
Weswegen ich gefragt hab: Ich hab das damals mit 600 kcal fast Fasten pro Tag nach ner Woche von einem Tag auf den anderen auf einen Bruchteil meines Basalinsulin-Bedarfs geschafft, Leberentfettung, und son Erfolg, wo ich schon weit über 10 Jahre auf Insulin war! Wer damit gerade erst anfängt, hat nach allem, was ich bis jetzt gesehen habe, gute Chancen auf völlig gesunden BZ völlig ohne oder mit nur wenig Medi. Und ich bin mir sehr sicher, dass ich heute noch kein Insulin bräuchte, wenn ich meine Leberentfettung https://www.leberfasten.com/ einfach 10 Jahre eher gemacht hätte. Hatte nur 10 Jahre eher noch niemand aufm Schirm :(
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Elfe
Rang: Gastam 22.11.2019 01:55:22 | IP (Hash): 998462630
Hallo Sven,
ja, die Insuline tun was sie sollen* bzw. wofür sie konzipiert wurden (*hatte letztens sogar uns Jürgen geschrieben).
Wer noch andere Medikamente einnehmen muss zu anderem als Thema Diabetes, verlässt sich ja auch auf Arzt/Beipackzettel, vor/zum/nach Essen einnehmen.
Mit den Insulinen ist das m.E. genauso: Hat Gründe per Wirkungsweise … und dann irgendwie auch logisch :-)
Leider etwas schwieriger, herauszufinden - sowohl per Insulin als auch Dosis.
Wichtig ist dabei selber messen und Kontextdaten aufschreiben:
Eine perfekte grafische Kurve sagt ja nun mal nix zu den weiteren Umständen aus:
Was gegessen: schwer oder leicht verdaulich
Entsprechend: Spritzzeitpunkt - vor/nach ?
Weiteren Einfluss haben andere Einflüsse: Stress (Stresshormone sind Gegenhormone zum Insulin und erhöhen den BZ), Sport senkt.
Für mich sogar entscheidend die Jahreszeit.
Brauche weniger Basalinsulin in der Sommerzeit als jetzt in Herbst/Winter, auch den Abendfaktor habe ich gerade erhöhen müssen von 2,25 auf 2,5.
Führe immer noch ein handschriftliches Tagebuch mit Vorgaben: BZ, BE, IE/BE, NI, VI.
ABER: Zu jedem Tag ist auch Platz für Bemerkung, wo ich eben - wie oben beschrieben - zusätzlich alles mögliche notieren kann.
Denn der behandelnde Arzt fragt mich beim Quartalstermin: Was haben Sie an dem Tag gemacht, um solche BZ-Werte zu messen ?
Als wenn ich mich daran erinnern könnte nach Wochen. Deshalb eben meine zusätzlichen Infos und kann dann auch antworten warum/wieso/weshalb.
Das technische Helferlein Libre gab's zu meiner Anfangszeit noch nicht.
Musste mich auf Wirkung des Insulins einstellen: Sofort kurzwirkendes Novorapid (dabei geblieben).
Mit hohen Nüchternwerten später erst Wecker stellen - messen - je nach dem 1-2 Korrektureinheiten spritzen.
Im Verlauf wurde dann aber klar, Basalinsulin muss sein.
Davon hatte ich drei: 1.) Protaphan - Suspension, da muss man erst mal den Pen schwenken °~° 2.) Levemir als erste klare Lösung 3.) Tresiba, damals beworben als Superlang wirkendes Basalinsulin über 42 h, was man aber trotzdem 1/d spritzen muss. 3.a) Superlästig im Gebrauch, da man erst frühestens nach 3 d per Depot-Aufbau an der Dosis was ändern darf, dauert viele Wochen. 3.b) Hat sich für mich dann sowieso erledigt: Oberschenkel waren stark geschwollen, so'n Klumpen hat mein Organismus nicht gemocht. Termin beim Arzt: Sofort absetzen !
Bin dann reumütig zum Basal Levemir zurückgekehrt.
Das wirkt nicht so lange, gibt mir aber die Möglichkeit, das besser überblicken zu können mit Abend- und Morgendosis, sofort erkennbar.
"Eine Spritze weniger am Tag" ist mir da echt egal, bei eh schon Mahlzeiteninsulin spritzen.
Und da du sowieso schon schnell wirkendes Insulin spritzt, ist es an der Zeit, Basalinsulin bei deinem Arzt anzusprechen.
Das Vorurteil, Typ 2er scheuen sich vor Insulinspritzen, ist bei dir ja nun wirklich nicht gegeben.
Tabletten wirken auch auf BZ, was sich aber nicht so einfach überblicken lässt und zusätzlich noch Nebenwirkungen verursachen kann.
Insuline hingegen, umgehen den Magen/DarMTRakt und wirken direkt.
Wie schon gesagt, Libre und Software ist nicht so meins, bes. im privaten Gebrauch.
Schon beruflich hat mich enorm genervt: Pflichtfelder und bitte bitte ein freies Text-Feld.
'Feld' nennen die ITler 'Entitäten' (als Test-User im Team)
https://de.wikipedia.org/wiki/Entität_(Informatik)
Das Novorapid darf ich lt. Arzt erst nach 4 h korrigieren, tue das aber schon nach 3 h (wie beschrieben).
BZ-Werte steigen an, ist so.
An ggfs. Zwischen-BZ-Werten kann/darf ich sowieso nix ändern.
Könnte dann BZ minütlich messen, in Kissen heulen per Sorge, was aber eigentlich nix bringt außer Stress.
Nein, die Ärzte sind NICHT doof, sondern angewiesen auf ausführliche Aufzeichnung der Patienten, da jeder anders reagiert und Ärzte keine Hellseher sind.
Mein Arzt spricht mir gegenüber auch die neuen Insuline an.
Hätte auch noch zusätzlich ein drittes Insulin verschrieben bekommen können.
Danke Dok, noch ein drittes austesten zu müssen, danke nein.
Schon wieder langer Text.
Spät bzw. früh messe ich noch BZ und gebe Basaldosis.
Gute Nacht und Gruß Elfe
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am 22.11.2019 07:48:00 | IP (Hash): 942794855
Danke dir Elfe für deine ausführlichen Berichte vllt hilft es mir ja ein wenig. Zur Zeit spritze ich basal vor dem Schlafen gehen. könnte es auch vllt sein das die Dosis nicht reicht bzw ich 2x am Tag spritzen sollte. gestern 23 Uhr gemessen BZ von 100 denke perfekt kommste morgen sicher nur mit 120-140 raus Pustekuchen 190 gemessen.
Was mir halt am meisten auf den Keks geht istnicht zu wissen welche Mengen ich brauch von dem Zeug. Einfach rein und wird schon so wie jetzt die hau drauf methode find ich ziemlich kacke.
Genau die Faktoren die du ansprichst morgen 2x Abend 2,5 kp woher weiss ich das ? -
am 22.11.2019 09:21:27 | IP (Hash): 1444029908
Sven3dfx schrieb:
Was mir halt am meisten auf den Keks geht istnicht zu wissen welche Mengen ich brauch von dem Zeug. Einfach rein und wird schon so wie jetzt die hau drauf methode find ich ziemlich kacke.
Was an Elfes Schreibe, dass die passenden Mengen nur jeder selbst mit systematischem Austesten finden kann, war so unverständlich?
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am 22.11.2019 12:17:46 | IP (Hash): 1589431811
Sven3dfx schrieb:
Danke dir Elfe für deine ausführlichen Berichte vllt hilft es mir ja ein wenig. Zur Zeit spritze ich basal vor dem Schlafen gehen. könnte es auch vllt sein das die Dosis nicht reicht bzw ich 2x am Tag spritzen sollte. gestern 23 Uhr gemessen BZ von 100 denke perfekt kommste morgen sicher nur mit 120-140 raus Pustekuchen 190 gemessen.
Was mir halt am meisten auf den Keks geht istnicht zu wissen welche Mengen ich brauch von dem Zeug. Einfach rein und wird schon so wie jetzt die hau drauf methode find ich ziemlich kacke.
Genau die Faktoren die du ansprichst morgen 2x Abend 2,5 kp woher weiss ich das ?
Es gibt auch beim Basalinsulin verschiedene Insuline.
- Levemir wirkt nur ca. 12 Stunden, deshalb wird es 2x, bei einigen sogar 3x täglich gespritzt, hat einen Wirkgipfel, wenn man den geschickt platziert, dann kann man damit einem Morgenanstieg oder ähnliches entgegenwirken.
- Lantus/Abasaglar wirkt ca. 20 Stunden, es wird in der Regel nur einmal gespritzt. Hat einen geringer ausgeprägten Wirkgipfel.
- Toujeo ist auch eine Art Lantus nur in der 3fachen Konzentration, das wirkt ca. 24 Stunden, wird einmal am Tag gespritzt. Es braucht ca. 3 Tage bis sich die Wirkung komplett aufbaut, dann wirkt es relativ gleichmäßig.
- Tresiba ist ein Ultralangzeitinsulin. Wirkt mindestens 48 Stunden. Wird trotzdem einmal am Tag gespritzt. Hierbei braucht der Körper mehrere Tage, ca. 5 Tage bis sich eine sehr stabile Dosis (stabiler als Toujeo) aufbaut. Nachteil es dauert genauso lange, bis sich dann man Dosiskorrekturen bemerkbar machen.
So jetzt zu deiner Frage wie findet man seine richtige Dosis.
Ich erzähle dir, wie ich zusammen mit DiaPraxis und Reha die richtige Dosis gefunden habe. Ich habe allerdings keinen Typ2, deshalb nicht wundern über meine so geringen Faktoren.
Also angefangen habe ich Juni mit Abasaglar. Beginn 2 IE. Das wurde bis August langsam weiter gesteigt bis auf 8 IE. Das hat einigermaßen gepasst, wenn ich nichts gegessen habe, mit Nahrung waren die Spitzen einfach viel zu stark ausgeprägt und bis zur nächsten Mahlzeit lag ich auch noch zu hoch.
Deshalb wurde im September in der Reha Bolusinsulin dazugenommen. Erstmal für die Hauptmahlzeit Mittag 2 IE Fiasp fest. Ich habe zu der Zeit immer Mittag und Abends das gleiche gegessen. Da habe ich dann gesehen, dass ich Abends natürlich weiter hoch steige ohne Insulin und habe Abends mit der gleichen Dosis begonnen. Die führt jedoch zu einer höheren Spitze und schlechteren 2Stunden-Werte. Also habe ich dort die Dosis auf 3 IE gesteigert. Somit Mittag 2 IE, Abends 3 IE fest. War es eine verhältnismäßig größere KE Menge 3 IE Mittag und 4 IE Abends.
Beim nächsten Diabetologen-Gespräch in der Reha wurde dann auf die KE- oder BE-Faktoren umgestellt. Die Berechnung erfolgte bei mir wie folgt: (weiß nicht, ob die auch für Typ2er gilt) ich wiege 60 Kilo, also hätte ein Typ1 einen kompletten Bedarf von ca. 60 Einheiten am Tag, da ich pankreopriven Diabetes habe, benötige ich nur die Hälfte also 30 Einheiten. Mit meiner guten Restfunktion haben wir nochmal die Menge halbiert, so dass die Gesamtinsulinmenge auf ca. 15 IE pro Tag liegt. Darauf entfallen ca. 50% Basal und 50% Bolus. Das passte auch super mit meinen Basalbedarf, den wir ja durch langsames Erhöhen herausgefunden hatten. Also 7 Basal, 8 Bolus am Tag ungefähr. Und dann hat sich der Arzt meine gegessenen KE pro Tag sowie die Werte vor und 2-Stunden nach der Mahlzeit angeschaut. Und dann kam die Faktoren 0,5-0,7-1 raus (man soll ca. 12 KE pro Tag essen, dann waren es genau 9 Einheiten). Sowie 7 IE Basal (Toujeo) wurde da umgestellt, weil ich unter Lantus so starke UZ beim Sport immer hatte. 9 Bolus und 7 Basal macht 16 IE insgesamt.
Dann habe ich mit den Faktoren versucht zu essen, das hat nicht hundertprozentig hingehauen. Hatte zwei Unterzuckerungen darum hat eine Ärztin (kein Diabetologe) einfach die Faktoren und Basalmenge reduziert auf 5 IE Basal und Faktoren 0,5-0,5-0,5.. Das habe ich nicht gemacht, sondern meine Faktoren mit ihren kombiniert. Daraus wurde dann Basal 6 IE und Faktoren 0,5-0,5-0,7 (mit 1-Schritt Pen natürlich sehr schwierig..) und das hat in der Reha dann super hingehauen, auch durch den vielen Sport.
Daheim habe ich dann die Faktoren und Basal noch etwas angepasst. Basal um 1 erhöht und Faktoren auf 0,75-0,5-0,75 gesteigert. (Pen mit halben Einheiten bekommen). Sollte jetzt wegen Unterzuckerungen das Basal wieder auf 6 IE senken, das hatte zur Folge, dass die Werte wieder stark gestiegen sind, in der Nacht 200er Werte, früh, mittag, abend und vorm Schlafengehen Korrektur trotzdem nicht unter 130. Deshalb habe ich wieder die Dosis um 1 IE erhöht. Momentan funktioniert es ohne Unterzuckerungen, wer weiß, was das war. Und mal schauen, wie lange es funktioniert.
Also du siehst, es steckt zwar auch Theorie dahinter, wie viel man brauchen kann. Jedoch ist es letztendlich doch ein ausprobieren.
Noch einen Tipp, wenn Typ1er eine große Menge Bolus spritzen (über 10-15 IE) splitten es viele örtlich auf 2 Stellen. Also auf eine Stelle bei deinem Beispiel 15 und auf einer anderen Stelle nochmal 15 IE.
Das hat zur Folge, dass das Insulin wieder schneller aufgenommen werden kann. Du musst dir das Insulin vorstellen wie einen Schneeball und es wird nur an der Oberfläche Insulin aufgenommen. Hast du einen riesen Ball dauert es viel länger bis alles aufgenommen wurde, als hast du zwei kleinere. Das müsste genauso für Typ2 gelten.
LG July
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am 22.11.2019 12:58:36 | IP (Hash): 1444029908
An der Darstellung hab ich nur die 12 KEs auszusetzen, die "man essen soll". Das mag zutreffen, wenn Fett oder Eiweiß auf Grund von anderen Defekten nicht vertragen werden. Aber so ganz generell kann jeder Mensch auch längere Zeit völlig gesund sogar völlig ohne KEs auskommen. Und wenigstens für die Zeit des großen Ausprobierens können weniger KEs die Arbeit ganz gewaltig erleichtern.
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Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegunngsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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Elfe
Rang: Gastam 22.11.2019 19:38:38 | IP (Hash): 385616494
Sven3dfx schrieb:
Zur Zeit spritze ich basal vor dem Schlafen gehen. könnte es auch vllt sein das die Dosis nicht reicht bzw ich 2x am Tag spritzen sollte. gestern 23 Uhr gemessen BZ von 100 denke perfekt kommste morgen sicher nur mit 120-140 raus Pustekuchen 190 gemessen.
Was mir halt am meisten auf den Keks geht istnicht zu wissen welche Mengen ich brauch von dem Zeug. Einfach rein und wird schon so wie jetzt die hau drauf methode find ich ziemlich kacke.
Genau die Faktoren die du ansprichst morgen 2x Abend 2,5 kp woher weiss ich das ?
Hallo Sven,
was hast du denn nun an Insulinen: Schnelles ? (s. Korrektur, nur dafür, nicht mit Basal, weil zu langsam)
Oder ist Basal vor Schlafengehen für dich neu ?
Mit Basal habe ich mich bisher auch nicht wirklich angefreundet.
Hatte zu Anfang schnelles Insulin - verstehe ich, zeitnah zu sehen.
Klares Insulin Levemir habe ich auch verstanden, aber …
Basalratentest (siehe Beispiel-Link) eine Mahlzeit auslassen, klappt bei mir nicht so wirklich.
Sehe passende Morgendosierung erst mit Frühstück/Mittag bleiben lassen, wenn dann nachmittags das Basal den BZ-Wert senkt, ist die Dosis zu hoch. So weit, die Theorie.
https://ifz-langen.de/files/uploads/dokumente/Basalratentest-CSII.pdf
Aber wusste schon durch morgendliche Korrektureinheiten, daß ich morgens einen sogen. Dawn habe
https://de.wikipedia.org/wiki/Dawn-Phänomen
Also bei mir ist Grundstoffwechsel nicht so gleichmäßig, wie das die Ärzte/Hersteller per 24 h-Insulin versprechen.
Brauche morgens mehr Basal für langen Tag als abends kurze Nacht (6 : 3).
Sehe also morgens schon am Nüchternwert, ob kleine Abend-Menge Basal gepasst hat - ggfs. vorsichtig erhöhen.
Die Morgendosis erhöhe ich so pi x Daumen, wenn ich nach Frühstück mittags 1 Korrektureinheit benötige, dann auch vorsichtig erhöhen.
Basalratentest mit 3/4 des Tages nix essen dürfen, mache ich nur, wenn Arzt das ausdrücklich verlangt.
Levemir passt zu meinem 'ungleichmäßigen' Stoffwechsel.
Lantus als erstes 24 h-Insulin, habe ich ausgelassen.
Toujeo als 3fach konzentriertes Insulin macht bei dir ev. Sinn, wenn du so viele Einheiten brauchst.
Schreib' doch mal, welche Insuline du benutzt.
Ev. kann ich dir dann mehr zur Anwendung raten :-)
Gruß Elfe -
am 23.11.2019 22:51:42 | IP (Hash): 942794855
Hallo Elfe aktuell spritze ich tagsüber fisap und abends vor dem zu Bett gehen Protaphane morgens und abends halt noch Metformin das war es so im großen und ganzen. Ich bin fasziniert das du anscheinend 3 Insuline benutzt. Meinst du ich sollte mir für die Mahlzeiten Mal ein anderes besorgen. -
am 23.11.2019 23:15:31 | IP (Hash): 1480313393
Prpotaphane funz ausschließlich, wenn es wirklich milchig ist, also gut gemischt. Das klare Zeug in der Ampulle ist praktisch nur die Trägerflüssigkeit.
Um 24 Stunden einigermaßen gleichmäßige Basalwirkung damit zu schaffen, hab ich das in 8-Stunden-Schritten spritzen müssen.
Und mit der Umstellung auf Lantus hab ich für den selben Blutzuckerverlauf 20% weniger Einheiten spritzen können.
Deine Herausforderung ist im Prinzip(!) ganz einfach: Du brauchst auch tagsüber völlig ohne Essen Insulin. Und darüber solltest Du dringend mit Deinem Dok sprechen.
Weil Du das nicht spritzt, muss ein Teil vom Fiasp praktisch als Ersatz dafür herhalten und praktisch erstmal die BZ-Höhe herstellen, auf der der Anteil fürs Essen wirken kann. Deswegen brauchst Du so viel mehr davon, als man eigentlich erwarten würde.
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Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegunngsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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am 24.11.2019 08:32:52 | IP (Hash): 408938733
hjt_Jürgen schrieb:
Und darüber solltest Du dringend mit Deinem Dok sprechen.
Anderer Vorschlag:
Darüber solltest du dringend mit einem Arzt sprechen, der sich mit Diabtes auskennt. Suche dir unbedingt einen kompetenten Diabetologen. Mit dem kannst du dann eine funktionierende Therapie aushandeln und kannst dich auch vernünftig schulen lassen.
Alles Gute, Rainer
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Elfe
Rang: Gastam 25.11.2019 01:34:11 | IP (Hash): 385616494
Sven3dfx schrieb:
Hallo Elfe aktuell spritze ich tagsüber fisap und abends vor dem zu Bett gehen Protaphane morgens und abends halt noch Metformin das war es so im großen und ganzen. Ich bin fasziniert das du anscheinend 3 Insuline benutzt. Meinst du ich sollte mir für die Mahlzeiten Mal ein anderes besorgen.
Hallo Sven,
nein, da hast du mich missverstanden.
Das 3te Insulin wäre ein 2tes Bolus/Mahlzeiten-Insulin gewesen, da ich bei Mahlzeiten bes. mit Fleisch erhebliche Probleme habe und da ein länger Wirkendes brauchen täten würde.
Eher Ausnahme und will noch nicht was 3tes testen, per Aufwand.
Mit Tipps & Tricks (nach der Mahlzeit spritzen; teilen; plus FPE) geht's auch mit Novorapid.
Novorapid und neue Abwandlung Fiasp - selbes Insulinmolekül, andere Zusatzstoffe - verspricht per Werbung - superschnell.
So wirklich aber nicht:
Siehe Grafik Seite 15 hier
https://www.ema.europa.eu/en/documents/product-information/fiasp-epar-product-information_de.pdf
So ganz banales wie langsam essen, schmecken sind auch beachtenswert, da sind mir 9 Minuten egal.
Zu Protaphan kann ich dir ganz klar sagen: Nein!
Das ist ein erstes Basal-Insulin, als Suspension, was man resuspendieren muss, durch schwenken.
Da sind feste Bestandteile drin, die man mit Flüssigkeit mischt, um nur einigermaßen eine Dosis mit allen Bestandteilen hinzubekommen.
Hatte auch Protaphan zu Anfang als Basal.
Aber 2005 wurde ich auf klares Insulin Levemir umgestellt - echt lang her.
Bei einer Lösung entfällt dies Schwenken ~ fand das echt lästig bes. abends.
Weitere Basal-Insulin-Entwicklungen sind Lantus, Tresiba, Toujeo - alles klare Flüssigkeiten.
Protaphan ist echt super-alt und Fiasp neustes.
Metformin dazu braucht's nicht.
Wen hast du als Arzt gegenüber ?
Erlaube mir schon, beim Arzt auch mal um Bedenkzeit zu bitten, wenn Wechsel auf neueste Insulin angesprochen werden ~ in drei Monaten besprechen wird das dann ~
Gruß Elfe