Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Neuropathie und HbA1c
-
am 10.02.2020 18:04:05 | IP (Hash): 1461134734
Guten Tag,
Meine Freundin hat Diabetes Typ 1. In den letzten Jahren schlecht eingestellt.
Letztes Jahr hat sie ihren HbA1c mit ärztlicher Unterstützung stark gesenkt (zuvor war er sehr hoch) . Damit verbunden haben sich Symptome der Neuropathie gezeigt. Einige Monate ging es ihr damit ziemlich schlecht. Neben Schmerzen kamen (ab und zu) Sehstörungen und Schwindel dazu.
Das hat dazu geführt, dass sie den Diabetes wieder etwas hat schleifen lassen. Anschließend sind die Symptome vollständig verschwunden. Es ist aber auch nicht klar, inwieweit es sich dabei möglicherweise um Burnout handelte.
Nun steht die Befürchtung im Raum, dass mit erneutem Herabsenken des Werts (was unbedingt nötig ist) sich wieder Symptome zeigen.
Meine Frage ist im Wesentlichen: ist es üblich / schon bei jemandem vorgekommen, dass Symptome der Neuropathie mit höherem Zuckerspiegel abklingen? -
Elfe
Rang: Gastam 10.02.2020 19:08:34 | IP (Hash): 13924027
Hallo TypF,
Neuropathie ist bei 1ern nicht so wahrscheinlich, ev. andere Gründe zu Missempfindungen an Füßen und Fingern.
Sehstörungen und Schwindel zeigen eher stark schwankende Blutzuckerwerte an, worauf die Priorität liegen sollte, die in den Griff zu bekommen, mit guter regelmäßiger Diabetes-Arzt-Unterstützung,
Dann schafft man auch besser, den 'normalen' Alltag, was immer dieser zu einer Überforderung als Summe geführt haben könnte.
Wie schön, daß du dich so kümmerst :-)
-
am 10.02.2020 19:21:02 | IP (Hash): 1579509121
TypF ist wohl der schwierigste. Steigern lässt sich der einfache nur noch, wenn der F selbst Diabetes hat und mit dem eigenen aber sehr gesund auskommt. Manno, was fällt das schwer, die Füße still zu halten, wenn …
Anyway, es gibt nichts, was es nicht gibt. Wenn infolge PNP-Fortschritt Füße oder Hände taub werden, können die natürlich wieder anfangen zu kribbeln, wenn mit dem niedrigeren BZ an der PNP zurück gedreht wird. Und wenn die Augen an den hohen Blutzucker gewöhnt sind und dann niedrigerer die Optik des Linsenapparates verändert, ist das Sehen natürlich wenigstens so lange beeinträchtigt, bis sich im Rahmen von einigen Wochen dieser Apparat mit den Muskeln, die ihn steuern, an die neue Optik gewöhnt und darauf eingestellt hat. Und manchmal braucht’s schließlich für einen mehr oder weniger großen Rest an Einstellungsveränderung doch ne (neue) Brille.
Aber das sind eigentlich nur Nebensächlichkeiten. Denn wenn so eine Verbesserung immer nur vorübergehend gelingt, dann übersteigt der lästige Aufwand dafür schnell jedes Gefühl von Belohnung, wenn der Dok mal für nen deutlich besseren 1c lobt. Und dann steigt der halt wieder.
Deswegen sehe ich unsere Hauptaufgabe als TypF, unser Verhalten im Sinne einer gesunden Blutzucker-Steuerung vorzulegen. Nicht reden, sondern machen. Also z.B. selbst auch weniger große KH-Portionen einverleiben. Denn die machen beim Diabetes den großen Insulinbedarf und dann immer wieder die doofen Unterzuckerungen, wenn man sich mal vertan hat. Bei kleineren Portionen kann man sich mit den kleineren Insulindosen zwar auch vertun, aber das macht dann auch weniger steile Anstürze.
Apropos Abstürze und dafür Vorbeugen und Rechnen und Berücksichtigen: Wenn das Englisch reicht, ist das hier mit weitem Abstand die beste Anleitung und Begleitung, die ich für INSULINER kenne https://www.predictbgl.com/ Daumendrück!!!
----------------------------------------------
Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
-
am 11.02.2020 05:34:47 | IP (Hash): 2019630779
Moin TypF,
die Vergangenheit kann man nicht verändern. Nur die Zukunft ist veränderbar. Nervenprobleme bleiben in der Regel dem Erkrankten ein Leben lang.
Zu einer Diabetes-Begleitung gehört ein Diabetologe, ein Neurologe und ein Augenarzt. Wie im Fall Deiner Partnerin gehört ein Psychologe mit ins Boot. Burnout ist eine herrliche Wortschöpfung für eine Depression, die Erkrankungen häufig begleitet.
Deine Partnerin ist in einer doofen Situation. in der sie schlicht nicht gewinnen kann, wenn es so sein sollte, wie Du/Ihr vermutet, weil bei einem höheren Zuckerspiegel vielleicht momentan die Beschwerden, wie Schwindel usw. geringer sind aber die Beschwerden stehen in den Startlöchern.
Klärt die Symptome ab und meldet Euch erneut.
Liebe Grüße
Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. -
am 11.02.2020 09:47:48 | IP (Hash): 961813385
Danke für eure Antworten. Ich bin wirklich dankbar, andere Einschätzungen zu erhalten. Ich habe sonst niemanden, mit dem ich mich austauschen kann. Das Thema wurde von ihr bisher versucht, unter den Teppich zu kehren. Manchmal lief es gut, manchmal nicht. Oft wurde ich ausgeschlossen.
Zuletzt war ihr Hba1c auf 12, was mich entsetzt hat. Es wurde Eiweiß im Urin gefunden, wobei ich die Menge nicht kenne. Diabetologe, Nephrologie sind involviert, aber Termine bei letzterem noch ausstehend. Damit sind die Probleme schon da.
Wir haben uns darauf geeinigt, dass ich stärker mit einbezogen werde. Ich habe nun mehr Zeit, mich umdie Mahlzeiten zu kümmern.
Die Schmerzen, die sie mit niedrigem Wert hatte, waren größtenteils am ganzen Körper, nicht an den Händen oder Füßen. An den Füßen ist es nur etwas Taubheit bisher.
Der Diabetologe meinte auch, die Zellen müssen aufwachen und dass das keine Nervenschädigung sei. Ich habe nirgends etwas über Neuropathie gelesen, die vornehmlich am oberen Rücken und der Brust (symmetrisch) auftritt.
Kann mir jemand sagen, ob das typisch ist? Also dass der ganze Körper weh tut obwohl kein / kaum Nervenschaden an den Händen festzustellen ist?
Ich habe stundenlang gesucht, finde aber keinen anekdotischen Bericht darüber, dass Nervenschmerzen durch höheren Zucker gelindert werden. Daher hier nochmal die ftage: hat davon schon mal jemand gehört?
Sie ist der Mensch, mit dem ich alt werden möchte, ein wundervoller Mensch. Die Situation zerstört mich und ich bin verzweifelt.
Die Frage, deren Antwort ich fürchte... Sie ist Anfang 30. Gibt es denn Aussicht, dass sie alt werden kann, wenn sie schon jetzt diese Symptome hat?
Bearbeitet von User am 11.02.2020 10:04:17. Grund: Fehler korrigiert -
am 11.02.2020 11:59:27 | IP (Hash): 1102039480
Du brauchst das Buch nicht zu kaufen, aber lies den Text als Antwort auf Deine letzte Frage.
----------------------------------------------
Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
-
am 11.02.2020 12:05:07 | IP (Hash): 1461134734
Sorry, sehe bei deinem link nur eine app für Diabetes. Welchen Text meinst du? -
am 11.02.2020 12:45:25 | IP (Hash): 1102039480
http://www.diabetes-book.com/bernstein-life-with-diabetes/ sorry, hatte das wichtigste vergessen :(
----------------------------------------------
Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
-
am 11.02.2020 13:42:42 | IP (Hash): 1461134734
Vielen Dank dafür. Was für ein inspirierender Text. Im Gegensatz zu ihm hat meine Freundin es leider lange nicht ernst genommen. Dennoch gibt mir der Text immense Hoffnung. Das Gefühl, noch handlungsfähig zu sein. Für mehr input bin ich immer dankbar.
Ansonsten gebe ich Updates, wenn ich welche habe. In den nächsten Tagen folgen Gespräche mit Diabetesberater und anschließend nochmal Diabetologe.
Bearbeitet von User am 11.02.2020 14:24:34. Grund: Fehler korrigiert -
am 11.02.2020 15:39:12 | IP (Hash): 1102039480
Aber für die über 90 Jahre hast Du schon gelesen, dass Dir gelingen sollte, dass sie zuckermäßig zum Tier mutiert, oder? ;)
Apropos Beschwerden, z.B. NLP:
Die weitaus meisten NLP-Erkrankungen, vor allem die am ganzen Körper, gibt es völlig unabhängig vom Diabetes. Und die können dann durchaus auch anders auf tiefgreifendere BZ-Veränderungen ansprechen, als man das rein logisch erwartet.
----------------------------------------------
Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
-
Elfe
Rang: Gastam 11.02.2020 19:06:12 | IP (Hash): 13924027
Hallo TypF,
zu Deiner Beruhigung: Bei Typ 1 ist Neuropathie eher unwahrscheinlich, per 2er-Problematik mit Übergewicht + Metabolisches Syndrom z.B., die da eine zusätzliche Rolle spielen.
Als 1er, hat mir mein Diabetologe versichert, ausreichend auf gute BZ-Werte zu achten, die sich per Langzeitwert als Kontrollwert auch wirklich einschätzen lassen, wie wir mit Insulinen, ICT bei mir (? ihr ?), & Vorgaben so klarkommen.
Eiweiß im Urin zu bestimmen, gehört zum normalen DMP, zu Nierenprophylaxe, gleichermaßen für alle Diabetiker.
Was du im Netz und auch hier im Forum findest, ist auf Typ 2 bezogen.
Weißt du, wie lange deine Partnerin schon um Diagnose Typ 1 weiß !?
Schon als Kind oder bereits Erwachsene !? Durchaus ein Unterschied.
Die allgemein empfohlene vollwertige Ernährung
https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/fm/10-Regeln-der-DGE.pdf
gilt auch für Diabetiker - mit Anpassung ggfs. zu Obst zugunsten Gemüse und Insulindosierung sowieso.
:-) Gruß Elfe -
am 11.02.2020 20:07:37 | IP (Hash): 1461134734
Sie hat die Diagnose vor etwa 15 Jahren erhalten, als jugendliche. Ich weiß, dass sich vieles auf typ 2 bezieht. Das hat ja, wenn ich das richtig. Verstehe, den Grund, dass bei Typ 2 die kra jheit später entdeckt wird und daher lange ein hoher BZ besteht.
Genau das ist ja bei meiner Freundin der Fall. Sie hat sich oft nicht darum gekümmert. Manchmal war sie gut eingestellt und der BZ hatte eine Weile einen guten Wert.
Aber seit Jahren gibt es immer längere Phasen, in denen der Hba1c sehr, sehr hoch war. Wie gesagt, zeitweise bis 12. -
am 11.02.2020 22:28:45 | IP (Hash): 1102039480
Höher als gesunder BZ macht bei allen Betroffenen aller Typen den gleichen Scheiß, und der nimmt zu mit dem BZ über gesund und den Jahren, die man sich den leistet. Dummerweise nach System Lotto: Alle Schäden kann’s zwar in seltenen Fällen, aber schon nach wenigen Jahren mit dem BZ im diabetologisch sehr guten Behandlungsbereich geben, und dann gibt es genauso ab und zu mal jemanden mit seit Jahren HBA1c 10 und höher und nix an miesen Folgen. Dazwischen halt mit zunehmender Zeit und zunehmendem BZ immer mehr "Gewinner". Wo man als Betroffener selbst dazu gehört, kann einem auch der beste Dok erst am Schluss sagen - und dann sieht man’s ja auch längst selbst.
Wo wir alle Möglichkeiten dafür haben, unseren BZ so gesund zu steuern, wie wir wollen (im Gegensatz zu damals Doc Bernstein), geht es längst nicht mehr darum, wie viel gesund wir können, sondern wie viel gesund wir wollen. Und das richtet sich direkt danach, wie weit wir uns mit unserem alltäglichen Verhalten nach unserem BZ richten mögen.
Deswegen ist für uns als TypF alles am wichtigsten, was unsere Lieben mit Diabetes 24/7 dazu anhalten kann, ihren BZ möglichst gesund zu steuern. Und das sind garantiert keine Vorschriften und nix, was der Dok nicht auch schon gesagt haben könnte, oder was für tausend andere auch gilt. Also lass Dein Hirnschmalz bruzzeln. Daumendrück!!!
----------------------------------------------
Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
-
am 12.02.2020 04:43:50 | IP (Hash): 690706899
Moin, Moin,
Ich habe einen völlig anderen Eindruck von den Geschehnissen. Zum einen bist Du nicht persönlich betroffen, sondern Deine Freundin. Mir scheint, das Mädel muss erst einmal erwachsen werden und lernen Verantwortung für sich zu übernehmen. Wenn Sie so dumm reagiert, wie sie es tut, zeigt es mir, dass sie sich nicht mit der Krankheit beschäftigt hat.
Das Mädel braucht keinen Lakaien, der Ihr den Arsch hinterherträgt, sondern muss erwachsen werden. Die Schmerzen kannst Du Ihr nicht abnehmen. Emanzipiere Dich und lass sie Ihr Leben leben. Sie wird dafür belohnt oder bestraft.
LG Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
Bearbeitet von User am 12.02.2020 11:05:04. Grund: Schreibfehler1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 12.02.2020 08:50:12 | IP (Hash): 1461134734
Hallo Rolf,
Ich finde deinen Beitrag hochgradig unangemessen, unsensibel und weltfremd. Es ist vollkommen klar, dass deine Einschätzung unvereinbar ist mit der Sorge, die ich hier im Forum zum Ausdruck gebracht habe.
Ich möchte in aller Deutlichkeit sagen, dass ich an weiteren "Eindrücken" deinerseits nicht interessiert bin. -
am 12.02.2020 11:22:59 | IP (Hash): 690706899
Moin TypF,
das kann ich sehr, sehr gut nachvollziehen. Ich habe leider diese Erfahrung selber machen müssen, deren Schlussakkord den Tod einer Frau am 31.12.2000 nach sich zog. Auch, wenn Dich meine Einstellung schockiert ist sie weder unangemessen noch unsensibel oder weltfremd. Bitte denke intensiv über meine Zeilen nach.
Es gibt doch nur 2 Möglichkeiten. A) Du lehnst sie ab oder B) Du findest im Nachhinein, dass eine Meinung überdenkenswert ist.
Ich wollte Dir ganz bestimmt nicht weh tun. Manchmal muss man hart in seinen Entscheidungen sein.
Liebe Grüße
Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. -
Elfe
Rang: Gastam 12.02.2020 18:43:31 | IP (Hash): 13924027
TypF schrieb:
Sie hat die Diagnose vor etwa 15 Jahren erhalten, als jugendliche. Ich weiß, dass sich vieles auf typ 2 bezieht. Das hat ja, wenn ich das richtig. Verstehe, den Grund, dass bei Typ 2 die kra jheit später entdeckt wird und daher lange ein hoher BZ besteht.
Genau das ist ja bei meiner Freundin der Fall. Sie hat sich oft nicht darum gekümmert. Manchmal war sie gut eingestellt und der BZ hatte eine Weile einen guten Wert.
Aber seit Jahren gibt es immer längere Phasen, in denen der Hba1c sehr, sehr hoch war. Wie gesagt, zeitweise bis 12.
Hallo TypF,
die Einteilung Typ 2/Typ 1 per Alter ist schon lange überholt.
So jugendliche Diagnose ist bestimmt Typ 1, auch wenn ggfs. per Körpergewicht erstmal in Typ 2-Schublade gesteckt (war selber schon 40 mit LADA-Diagnose = Typ 1 bei Erwachsenen).
Grundproblem sind BZ-Werte, jedoch Grund und Medikamente per Behandlung sind unterschiedlich.
Bei 1ern ist Insulin das Mittel, irgendwelche Tabletten zur besseren Wirkung oder Förderung der eigenen Insulinproduktion macht da keinen Sinn.
Regelmäßiger Arztbesuch alle 3 Monate, sind da wichtig bzgl. Dosierungsanpassung und auch Ernährung-Tipps.
Dabei kommt es drauf an, Kohlenhydrate mit dem Insulin abzustimmen, was deine Partnerin erklärt bekommt.
Da du für dich für sie um Mahlzeiten kümmerst, nur beachten, was schnell an KHs im Kreislauf landet.
In Kombination mit Eiweiß, Fett, Ballaststoffen sind Hauptmahlzeiten gar nicht so problematisch.
Finde Dich einfach großartig, wie du dir Sorgen machst
:-) Gruß Elfe -
am 12.02.2020 19:31:04 | IP (Hash): 1345528919
Wie ich's verstehe, hat die Frau, um die es geht, alle Infos, die hier als wichtig angepriesen werden, schon X mal genossen und ebenso alle Warnungen vor Folgekrankheiten, und sie kennt alle empfohlenen und notwendigen Routinen. Einzig, sie nutzt all dieses Wissen nicht, setzt es nicht gesund um. Und was uns jetzt einfallen möchte, tatsächlich ja dem TypF, aber der hat uns ja hier um Rat gefragt, wie er sie dazu motivieren kann, ihr längst vorhandenes und wahrscheinlich zum Hals raushängendes Wissen 24/7 in gelebten gesünderen Alltag zu übersetzen.
Pistole auf Brust, wie der Leutturm rät, könnte locker nach hinten losgehen. Das Motiv muss was sein, wo primär sie dran hängt, und nicht er!
----------------------------------------------
Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
-
am 13.02.2020 05:30:30 | IP (Hash): 1990061889
Moin hit_Jürgen,
alle Beteiligten können Schreiben und empfehlen, was sie wollen. Wenn es nicht im Kopf der Patientin ankommt, hat niemand eine Chance. Ich als Patient wäre bedient, wenn sich Mitmenschen in mein Leben einmischen würden. Stell Dir vor ich würde Dir vorschreiben, wie Du Dich zu verhalten hast. Ab sofort spritzt Du nicht mehr 10 Einheiten Medikament A, sondern 20 Einheiten Medikament B.
Die Einsicht muss sie entwickeln, denn es ist Ihr Diabetes und es sind Ihre Folgeerkrankungen.
Liebe Grüße
Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. -
am 13.02.2020 10:26:11 | IP (Hash): 1982792627
Noch schlimmer. Im Kopf ist da schon längst alles doppelt und dreifach. Jetzt muss nur noch die Stelle geweckt werden, die's in alltägliches Verhalten übersetzen WILL.
----------------------------------------------
Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
-
am 13.02.2020 11:10:05 | IP (Hash): 1990061889
Hallo hit_Jürgen.
so ist es doch mit vielen Lebensdingen. Jeder Dicke weiß, dass es sinnvoll wäre abzuspecken, weil es gut für die Gelenke, den Rücken, die Psyche ist. Das wird jede bestätigen. Das Wissen wurde verinnerlicht aber nicht umgesetzt. Ich erlebte es doch bei mir. Dass ich Gewicht abbauen musste, wusste ich, setzte es aber nicht um. Am 3. September legte sich der Schalter in meinem Kopf um und seither habe ich 28,1 kg abgebaut, was mir körperlich sehr, sehr guttut. Ich will jetzt noch 8,8 kg weiter abbauen.
Wenn TypF mit seiner Partnerin spricht und ihr klipp und klar erklärt, dass er keine Lust hat Kindermädchen zu spielen wird sie sich bewegen, weil niemand gern untergeht und wenig klappt so gut wie mit Diabetes. Da zerlegt man sich scheibchenweise.
Liebe Grüße
Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. -
Elfe
Rang: Gastam 13.02.2020 17:45:01 | IP (Hash): 1570380433
Meine Herren,
ihr könnt überhaupt nicht nachvollziehen, was so eine Diagnose im Jugendlichen Alter mit einem macht !
Wir können auch gar nicht wissen, welchen Vorgaben sie damals unterlag, per Ärzte und Eltern.
Als Teenie gibt's ja auch andere Herausforderungen wie Schule …
Ich selbst konnte Typ 1-Diagnose auch nur schwer annehmen, obwohl erwachsen.
TypF hat seiner Partnerin eine großartige Liebeserklärung gemacht und möchte sie für ein langes gemeinsames Leben unterstützen :-)
Achtet ihr nicht auf eure Mitmenschen, um mit Rat & Tat beiseite zu stehen !?
Anschnauzen mit "Musste selber wissen", hat noch niemandem geholfen. -
am 14.02.2020 08:39:09 | IP (Hash): 763222982
Moin mein LieblingsElfchen,
ich bin aufgrund meiner narzisstischen Persönlichkeitsstörung sicherlich der empathischte Mensch und bin als Vater von 2 Mädchen "Pubertätsproblemen" durchaus bewusst. Dieses Mädel aber muss eine sehr, sehr, sehr lange Pubertät haben. Die junge Frau ist Anfang 30. Du kannst mit dem Begriff "Liebe" vieles zu kleistern, wie mit Make-up aber die junge Frau ist Anfang 30 und sollte wissen, was Sie will. Es ist Ihr Körper und Ihr Leben.
Mit dem Begriff "LIEBE" habe ich so meine Probleme Elfchen, was ist das und wie lange hält sie? Bei Pamela Anderson waren es genau 12 Tage, da sind viele grippale Infekte von längerer Dauer. In meinem Fall waren es drei Tage. Ein riesiger Blumenstrauß mit einer Karte, die ich bis heute aufbewahre. "Du bist die Liebe meines Lebens" - Liebesdauer 3 Tage. Lach!
LG Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. -
am 14.02.2020 11:17:11 | IP (Hash): 2104161081
Hallo TypF,
Deine wesentliche Frage betreffend:
Eine Neuropathie bedeutet Nervenschaedigungen. Und die koennen nicht repariert werden. Egal, was manche im Netz dazu schreiben :-) Jetzt ist eben wichtig zu wissen, ob die Nerven bereits geschaedigt sind oder nicht. Das kann ein Neurologe ziemlich gut feststellen. Er wird vielleicht mit einer Stimmgabel am Fuss hantieren und ggfs. die Nervenleitgeschwindigkeit messen.
So, wieso meinen viele, die Neuropathie sei ploetzlich geheilt? Weil es dann vermutlich nur Missempfindungen waren und diese koennen sich taeglich aendern!
Ich weiss, wovon ich rede, ich habe im zarten Alter von 56 Jahren bereits 56 Jahre Erfahrung mit einer ererbten Neuropathie gesammelt. Mir wurde auch mal gesagt, dass die Symptome in fast 100% der Faelle an den Extremitaeten auftreten. Bei mir trifft das zu. Selbst nach 56 Jahren habe ich am Stamm keinerlei Symptome.
Eine Neuropathie die bereits so ausgepraegt ist, dass die Muskeln betroffen sind, kriegst Du gar nicht wieder hin. Man kann das nur 'verlangsamen'.
Frage: wie hat sie denn den BZ so stark gesenkt und wurde mal der Vitamin B12 Spiegel gemessen????
Freundlich gegrüßt und schönen Tag gewünscht!
-
am 14.02.2020 14:56:55 | IP (Hash): 763222982
Moin Skytower,
Deine Zeilen kann ich nur bestätigen. Ich habe eine diabetische Polyneuropathie, diagnostiziert in 3 Krankenhäusern und von mehreren Neurologen. Meine PNP verläuft schmerzfrei, wogegen andere Patienten Opiate und Morphine schlucken müssen. Eine Hilfe bei Nervenschädigungen ist nicht zu erwarten.
HbA1c 5,6 und war nie schlechter als 6,2. Vitamin B12 wird i.v. zugeführt (fehlender Intrinsic factor) am 11.2.2020 war es 844.
LG Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.