Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

neu diagnostiziert und nun totale Panik

  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 25
    Mitglied seit: 03.06.2020
    am 03.06.2020 15:16:45 | IP (Hash): 2120864078
    Hallo in die Runde,
    heute wurde ich (Mitte 40, adipös) ganz frisch mit der Diagnose Diabetes konfrontiert. Jetzt ist der Schock erstmal groß.
    Gestern Abend habe ich, weil ich seit 2 Wochen einen trockenen Mund habe, eigentlich spaßeshalber, einen Zuckertest meiner Oma ausprobiert und bekam einen Wert von 28 um die Ohren geknallt. Meine Oma wollte es gar nicht glauben. Ich habe dann etwas gelesen und bekam Panik. Ich habe dann 2 Liter Wasser getrunken und den Wert auf 16 runterbekommen und bin heute früh zum Hausarzt.
    Dort war der Wert auch wieder bei 16,5 (nüchtern). Meine Ärztin hat Blut/Urin genommen, Rücksprache mit einer Diabetologin gehalten und mich für übermorgen wieder einbestellt um die Blutwerte zu besprechen...Bis dahin soll ich abends 500 mg Metformin nehmen.

    Ich bin erstmal total überfordert und frage jetzt die erfahrenen Hasen nach Ihrer Meinung.
    Habe heute bislang 1 Kohlrabi, 1 Banane und 1 Ei gegessen aus Angst was falsch zu machen.
    Im Internet gibt ja sehr viele Informationen, aber die erschlagen mich gerade.
    Fest steht, dass ich drastisch Gewicht verlieren muss.

    Wie schnell kann man bei solchen Werten eine Blutzuckersenkung erhoffen...und kann ich trotz solcher hohen Werte auf eine Remission hoffen...

    Ich freue mich über Antworten - Beste Grüße
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5079
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 03.06.2020 15:49:48 | IP (Hash): 1169572383
    Neu_hier schrieb:
    Ich bin erstmal total überfordert und frage jetzt die erfahrenen Hasen nach Ihrer Meinung.
    Habe heute bislang 1 Kohlrabi, 1 Banane und 1 Ei gegessen aus Angst was falsch zu machen.

    Hallo Neue oder Neuer,

    dass du am Anfang total überfordert bist, ist ganz normal. Das ging uns allen mal so. Bleibe erst mal ruhig und versuche, dich in den nächsten 2... 3 Wochen ein bisschen an deinen Diabetes zu gewöhnen. Die Zeit hast du. Den hohen BZ hast du sehr wahrscheinlich schon eine ganze Weile, er wird dich auch nicht in den nächsten paar Wochen umwerfen.

    Die Erfahrung zeigt, dass schon ein bisschen Achtsamkeit beim Essen die BZ-Werte von neudiagnostizierten Diabetikern schnell nach unten gehen lässt. Wenn du etwas auf Menge und Qualität der KH achtest, kannst du nicht viel falsch machen. Dein Kolrabi und das Ei waren schon mal sehr gut. Die Banane ist es weniger, aber mit den anderen Sachen zusammen kannst du die dir leisten.

    Ich wünsche dir für den Anfang eine Portion Ruhe und Gelassenheit und danach dann viel Erfolg, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 03.06.2020 15:51:15. Grund: .
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 25
    Mitglied seit: 03.06.2020
    am 03.06.2020 16:42:46 | IP (Hash): 2120864078
    Hallo Rainer, ich bin eine Neue.

    Danke für deine netten Worte.
    Echt verrückt, dass ich bei solchen Werten außer der Mundtrockenheit keine Symptome habe.
    Da ich jetzt versuche viel zu trinken, muss ich logischerweise auch häufig Wasserlassen.
    Darf ich sofort mit einer strengen Diät beginnen, oder muss ich erst richtig eingestellt sein.
    Freitag erfahre ich um welche Form von Diabetes es sich handelt...
    Ich hoffe, die Diagnose in nächster Zeit besser annehmen zu können, was hab ich auch für eine Wahl.

    Habt ihr Tipps für eine rasche Gewichtsabnahme? (Spezielle Diät, Diättrinks...etc.)

    Grüße von der, die Gelassenheit lernen muss und noch viel mehr...

  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1430
    Mitglied seit: 11.02.2019
    am 03.06.2020 18:11:19 | IP (Hash): 1316966927
    [quote=Neu hier;105117]Hallo Rainer, ich bin eine Neue.

    Danke für deine netten Worte.
    Echt verrückt, dass ich bei solchen Werten außer der Mundtrockenheit keine Symptome habe.
    Da ich jetzt versuche viel zu trinken, muss ich logischerweise auch häufig Wasserlassen.
    Darf ich sofort mit einer strengen Diät beginnen, oder muss ich erst richtig eingestellt sein.
    Freitag erfahre ich um welche Form von Diabetes es sich handelt...
    Ich hoffe, die Diagnose in nächster Zeit besser annehmen zu können, was hab ich auch für eine Wahl.

    Habt ihr Tipps für eine rasche Gewichtsabnahme? (Spezielle Diät, Diättrinks...etc.)

    Grüße von der, die Gelassenheit lernen muss und noch viel mehr...

    [/quote]

    Hallo,
    Ich würde definitiv die Finger von einer schnellen Gewichtsabnahme lassen, sondern langsam dafür dauerhaft abnehmen. Mit Hunger-Kuren etc. ist die Gefahr des JoJo-Effektes groß. Lieber etwas langsamer, dafür dauerhaft abnehmen.
    Es gibt zahlreiche Möglichkeiten abzunehmen, du musst schauen, was zu dir passt (Low Carb, low Fat, Weight Watchers, Logi...)

    Wie kannst du dich ernähren:
    - Du solltest auf keinen Fall Softtrinks oder Fruchtsäfte zu dir nehmen. Da ist jede Menge Zucker drin. Lieber Wasser und ungesüßten Tee.
    - Hauptsächlich erhöhen Kohlenhydrate (KH) den Blutzucker (BZ), wobei manche schnell ins Blut gehen, andere langsamer. Die langsamen KH sind zu bevorzugen. Schnelle KH findet man bspw. in Reis, Nudeln, hellen Brötchen, etc. Besser ist hierbei die Vollkornvariante (wichtig dunkeles Brot muss kein Vollkorn sein, sondern wird häufig nur eingefärbt)
    - Eiweiß erhöht den BZ weniger und ist auch nicht so hoch kalorisch wie Fett. Bspw. könntest du essen: Mageres Fleisch/Fisch, Magerquark, fettarmen Naturjoghurt, Eier, Sojaprodukte, ...
    - Gemüse hat viele Ballaststoffe und eignet sich auch super für eine BZ günstige Ernährung. Einfach dort rumprobieren, was schmeckt; Ausnahme Mais hat viele KH, den lieber weglassen
    - Das gleiche gilt für Hülsenfrüchte, viele Ballaststoffe: Linsen, Bohnen, etc. sind gut geeignet
    - Obst hat Fruchtzucker, deshalb sollte man es nicht in Massen essen, aber natürlich sollte man es schon essen; wichtig hierbei es gibt Obstsorten, die viele KH besitzen (bspw. Weintrauben, Banane) und welche die wenig KH besitzen (bspw. Erdbeeren, Heidelbeeren). Hier lieber Obst wählen, was wenig KH hat.
    - Ich bin ein "Gegner" von Low Carb High Fat, deshalb schaue ich, dass ich Fett einspare. Hier im Forum gibt es jedoch auch diese Vertreter. Da muss jeder überlegen, was für ihn am besten passt.

    Ein Musterteller, so habe ich es damals nach meiner Diabetes-Diagnose gelesen, sollte 50% Gemüse enthalten, 25% langsame KH und 25% Eiweiß. Dazu noch das Öl (Fett), was zur Zubereitung benötigt wird.
    Das berücksichtige ich, soweit es geht.

    Wichtig ist generell die KH zu verpacken, bspw. ein Stück Obst pur nicht als Zwischenmahlzeit, sondern als Nachtisch. Oder für eine Zwischenmahlzeit das ganze mit Joghurt, Quark etc. essen.

    Lg
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 25
    Mitglied seit: 03.06.2020
    am 03.06.2020 18:27:38 | IP (Hash): 2120864078
    Vielen Dank für die Tipps. Ich werde mal schauen wo ich so eine Schulung machen kann.

    Viele Grüße zurück
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5079
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 03.06.2020 22:21:23 | IP (Hash): 1169572383
    Neu_hier schrieb:
    Darf ich sofort mit einer strengen Diät beginnen, oder muss ich erst richtig eingestellt sein.
    Habt ihr Tipps für eine rasche Gewichtsabnahme? (Spezielle Diät, Diättrinks...etc.)

    Hallo Neue,

    ja, du darfst sofort mit einer strengen Diät beginnen.

    Wenn du wirklich etwas strenges und sehr wirkungsvolles machen willst, dann sieh dir die Studien von Prof. Roy Taylor an, z.B. hier:
    https://www.pharmazeutische-zeitung.de/2017-12/direct-studie-radikale-diaet-heilt-typ-2-diabetes/
    Mit einer hypokalorischen Ernährung für 6 Wochen gelingt es einem großen Teil von Typ2-Diabetikern mit nicht allzu langer Diabetesdauer, den Diabetes sehr weit zurück zu drehen. Bei uns in D wäre z.B. Leberfasten (siehe https://www.leberfasten.com/ ) eine Möglichkeit dafür. Das ist alles sehr aufwändig, aber der Erfolg, den du möglicherweise erzielen kannst, wäre sehr groß.

    Ansonsten kann ich dir als Ernährungsumstellung, mit der du dein Gewicht und den Diabetes gut in den Griff bekommen kannst, LOGI ( https://forum.nicolai-worm.de/ ) mit moderater oder LCHF ( https://forum.lchf.de/ ) starker KH-Reduzierung empfehlen. Es gibt sicher noch viele andere Möglichkeiten, aber mit den beiden kenne ich mich aus und weiß, dass sie funktionieren können.

    Und auch hier noch mal den Rat: informiere dich ganz in Ruhe und nimm dir Zeit für so eine Entscheidung. Du musst nicht unbedingt schnell etwas tun, aber du musst es lange durchhalten.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 03.06.2020 22:27:24. Grund: .
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8878
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 03.06.2020 22:54:03 | IP (Hash): 1675192901
    Schließe mich Rainer voll an! Vor allem bei der aus Deiner Sicht vielleicht verrückten Vermahnung zur Ruhe. Aber was bei Dir jetzt diagnostiziert worden ist, hat sich über Jahre so entwickelt und würde auch nächstes Jahr bestimmt noch nicht abstürzen, wenn Du bis dahin nichts ändern würdest.
    Bevor Du also jetzt wie ein Pingpong Ball zwischen verschiedenen Infos und Empfehlungen hin und her springst, nimm Dir Zeit zur Info - und zum Überlegen, was am besten zu Dir und Deinem normalen Alltag passen könnte. Und das probierst Du dann "einfach" mal 4 Wochen aus und beobachtest dabei, was das mit Dir und Deinem Blutzucker macht. Daumendrück :)

    ----------------------------------------------
    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen (in der Spitze etwa ne Stunde danach max 140-160 mg/dl) passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 25
    Mitglied seit: 03.06.2020
    am 04.06.2020 07:38:11 | IP (Hash): 2120864078
    Hallo Rainer und Jürgen,
    danke für Eure Worte. Im Moment würde ich meinen Zustand als nervliches Wrack beschreiben. Klar bin ich schon viele Jahre übergewichtig, aber man will die Risiken ja immer nicht wahr haben, solange es einem gut geht. Vor zwei Jahren bei einem Krankenhausaufenthalt waren meine Werte wohl noch ok, aber bereits an der oberen Grenze... damals hat keiner reagiert...
    Eine Frage hab ich, kann ich auch Mahlzeiten auslassen oder muss ich regelmäßig kleine Portionen essen?oder sind lange Pausen zwischen den Mahlzeiten sogar gut...
    Im Moment bekomm ich aus Angst gar nix runter... und wie verhält es sich, wenn ich das Frühstück auslasse mit dem Blutzucker, mein Nüchternwert heute lag bei 11!!! (bin ja auch noch nicht eingestellt, hatte gestern Abend erstmals 500 mg Metformin...Ich weiß, dass jeder anders reagiert, aber vielleicht könnt ihr mir da trotzdem was dazu sagen/empfehlen...

    Fragen über Fragen

    Euch einen schönen Tag
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5079
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 04.06.2020 07:53:52 | IP (Hash): 363003244
    Hallo Neue,

    eindeutige Empfehlung bei Gewichtsproblemen: wenig Mahlzeiten und große Essenspausen. Nur zwei oder gar nur eine Mahlzeit am Tag wäre durchaus denkbar. Dazu kannst du dich mal unter dem Stichwort "Intervallfasten" Informieren. Die Essenpausen lassen sich übrigens mit weniger Hungerattacken durchhalten, wenn du wenig KH und viel Fett und Eiweiß isst.

    Kurzfristig brauchst du vor deinen BZ-Werten keine Angst zu haben, dein Körper hält das aus. Problematisch hohe BZ-Werte, wenn sie jahrelang vorliegen. Die führen dann zu den diabetischen Folgeerkrankungen.

    Die 500mg Metformin sind der erste Schritt zum einschleichen. Die Dosis wird vermutlich schrittweise auf 2*1000mg erhöht. Langsames Einschleichen von Metformin ist wichtig, damit du das Medikament gut verträgst. Die 500mg bringen noch nicht viel.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 04.06.2020 07:54:15. Grund: .
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 25
    Mitglied seit: 03.06.2020
    am 04.06.2020 08:18:46 | IP (Hash): 2120864078
    Danke für die Infos.
    Ich habe gerade wieder gemessen...um 5:00 war der Wert 11, jetzt um 8:00 liegt er bei 14,7 und ich habe nichts gegessen, nur 500 ml Wasser getrunken, ist das denn normal? Warum steigt er an?

    Meint Ihr bei den Werten reichen Tabletten, hattet ihr ähnliche Werte zum Diagnosezeitpunkt?

  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1430
    Mitglied seit: 11.02.2019
    am 04.06.2020 08:22:48 | IP (Hash): 1106647557
    Hallo,

    Ohne BZ-senkende Medikamente, die mahlzeitenabhängig wirken, kannst du auch ohne Probleme Mahlteiten auslassen. Wie z.B. Metformin, das wirkt eher den ganzen Tag. Bei Insulin z.B. wäre dies etwas schwieriger.

    Als Typ1er sollte man das theoretisch nicht machen. Funktioniert aber. Ich mache schon seit Jahren sozusagen Intervallfasten (kein Frühstück). Und das funktioniert jetzt auch mit Insulin gut.

    Lg
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 10
    Mitglied seit: 15.04.2020
    am 04.06.2020 08:24:34 | IP (Hash): 50128308
    Moin,

    ich schreib dir mal auf was ich so gemacht habe. Aber bitte beachten das es keine Beratung ist. Das hat bei mir funktioniert und jeder ist ein wenig anders (zu mir 186cm, 105kg, recht stämmig gebauter Kerl, 40 Jahre).

    1.4. Einlieferung mit 23,7mmol
    2.4. 17,7 (nüchtern)
    5.4. 14,4 (nüchtern)
    7.4. 10,9 (nüchtern)
    14.9 7,9 (nüchtern)
    28.4. 6,7 (nüchtern)
    jetzt immer so um die 6 zum Abend 5 oder drunter.

    hbac1 am 1.4. 11,9%
    hbac1 am 15.5. 8,1
    hbac1 geschätzt (14 Tage durchschnitt) 6, eher weniger da ich immer nach dem Essen messe.

    Triglyceride am 1.4. 40
    Triglyceride am 15.5 5
    keine Ahnung wie das gerechnet wird in jedem Fall ist 1,5 wohl normal.

    Diagnose: Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, Bauchspeicheldrüse, Leber und Blut völlig verfettet. Leber und Nierenwerte wohl sehr schlecht.

    Also erstmal einen Überblick verschaffen. Eigenes Blutbild mit Vitamin, Fett, Metalanalyse und noch ein paar andere Werte. Alles soweit Ok bis auf Vitamin D Mangel und Omega 3.

    Therapiestart, Hab das dann doch ein wenig weitergetrieben wie es hier angeraten wird

    Maßnahmen zum Blutzucker senken:
    Kohlenhydrate unter 10g am Tag. Mehr Eiweiß und gute hochwertige Fette.
    Viel Grüner Tee, Zimt, Apfelessig etc. alles was so landläufig hilft den Blutzucker zu senken.

    Ergebnis nach 8 Wochen: Blutzucker reagiert jetzt fast normal bzw. passend zur Ketodiät. Großes Softeis (lass das so 200 Gramm sein) Vanille/Schoko geht der Blutzucker bis auf 8,5 und fällt dann nach 2 stunden wieder auf 6.

    Maßnahme zum Leber, Blut und Bauspeicheldrüse entfetten
    7 Tage maximal 300kcal (gab größtenteils nur hochwertige Eiweißshaks), eigentlich wollte ich richtig fasten, da kam dann aber ein Harnwegsinfekt dazwischen.

    Letzte Woche war ich nochmal beim Sono und Blutbild. Nieren optisch ok. kein Fett mehr an der Leber und Bauchspeicheldrüse. Leberwerte sind Top. Nieren aber nicht. Also Leber regeneriert sich tatsächlich relativ schnell.

    Blutdruck hat sich von alleine normalisiert. 150-110 auf 110-75.

    Zum Bewegungsprofil: Bin eine faule Sau, nur am Wochenende fahren wir ein wenig Fahrrad sonst sitze ich im Büro. Bin von 111kg auf 105kg runter. Hab vor Diagnose aber schon 15kg abgenommen.

    Kurz und knapp:
    Leber und Bauspeicheldrüse entfetten und aufpeppeln.
    Kohlenhydrate als Gift ansehen
    Obst erstmal vermeiden (außer Beeren)

    Wichtig in der Angfangsphase ist meiner Meinung nach ein schnelle Blutzucker senkung und der komplette Versicht auf Zucker bzw. Kohlenhydrate. Du hast in der Bauchspeicheldrüße sogenannte Beta Zellen, die sorgen für Insulin, die "brennen" bei überlasst langsam aus und können schwer bis gar nicht widerhergestellt werden. Normalerweise müsste man direkt Insulin extern zuführen um die "Last" von der Bauchspeicheldrüse zu nehmen. Insulinresistenz abbauen: Fettige Organe reagieren nicht so gut auf Insulin daher schnellstmöglich alles entfetten. Das leben ein wenig aktiver gestallten, mal mit dem Rad fahren und laufen wo man sonst das Auto genommen hat.

    Zum Thema Ärzte: Also ich bin ja die Jahre eher selten da gewesen aber so grundsätzlich ist der Tenor das alles mit Tabletten geregelt wird. Je nach dem wann studiert wurde ist auch der Wissensstand.
    Für zum Beispiel den Diabetologen (Der findet auch den Hbac1 von 7 bei meiner Schwiegermutter völlig Ok) und Nephrologen mache ich alles falsch. Auf die guten Blutwewerte wird da nicht eingegangen. Ernährungsberatung war ich da, die Dame hat sich für meine Tipps bedankt ( Für so ziemlich jedes Produkt was sie mir empfohlen hat konnte ich ihr ein besseres nennen).

    Wie hier schon alle sagen, lass dich nicht verrückt machen. Das meiste bekommt man wieder hin bzw. so zurück gedreht das es das Leben kaum beeinflusst. Viel steht ja hier im Forum und Ich werde die Tage in meinen Thread auch nochmal ausführlicher berichten.

    Viele Grüße
    Ulf









     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 43
    Mitglied seit: 26.05.2020
    am 04.06.2020 08:31:38 | IP (Hash): 1976082430
    Hallo Neue :)

    Ich bin hier nach 13 Jahren "Zuckererfahrung" auch wieder mal eine Antwortsuchende, deshalb möchte ich dir unbekannterweise nur erst mal eine Umärmelung schicken...

    Aus seelischer Sicht hat es für mich Sinn gemacht, diesen "Riesenzuckerberg" in einzelne Steine aufzubrechen.

    Einer davon war mein Gewicht. Ich hatte bei 1,57m (die hab ich immer noch^^) 94 kg. Und ich war Alkoholikerin. Das schwerste kam zuerst: ich habe Alkohol entzogen. Dann fing ich an prustend, jammernd und schnaufend an, ein paar Meter mit Walkingstöcken zu gehen.

    Ich wollte unbedingt einen "Sport" (igitt! damals) der einfach ist.

    Heute (13 Jahre später) halte ich schon lange lange ein Gewicht von um die 70 kg. Weil ich VOR dem laufen mittlerweile weiß, dass es mir hinterher super geht :)) Die Beine tun weh, aber der Rücken ist entspannt, das Herz pumpt gleichmäßig und die Endorphine tanzen ein bisschen Lambada, lächel...

    Und wenn ich mich nicht raustraue (badhairday oder sonstiger Mist) dann steppe ich beim stricken oder laufe eine halbe Stunde vom Flur ins Wohnzimmer und zurück - wobei ich seit einiger Zeit auch ein Multifunktionslaufband (gebraucht, 70 Euro) habe. Mein bester Freund geworden, er heißt "Hirschi" ;)

    Ich schicke dir einen Eimer Zuversicht :)

    Netten Gruß, Ichso
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 25
    Mitglied seit: 03.06.2020
    am 04.06.2020 09:08:14 | IP (Hash): 2120864078
    Ihr alle seid so toll und eure Antworten helfen mir meine Panik in den Griff zu bekommen. Ich bedanke mich aufs Schärfste für Eure Tipps und euren Zuspruch!

    An Ulf habe ich noch eine Frage...Nimmst du gar keine Medikamente und hast diese Werte alleine über die Ernährung erzielt?
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8878
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 04.06.2020 10:26:57 | IP (Hash): 1078242125
    @Ulf
    Herzlichen Glückwunsch zum guten Gelingen :)

    ----------------------------------------------
    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen (in der Spitze etwa ne Stunde danach max 140-160 mg/dl) passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!

    Bearbeitet von User am 04.06.2020 10:27:48. Grund: Ergänzung
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5079
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 04.06.2020 11:40:01 | IP (Hash): 363003244
    moep0815 schrieb:
    Triglyceride am 1.4. 40
    Triglyceride am 15.5 5
    keine Ahnung wie das gerechnet wird in jedem Fall ist 1,5 wohl normal.
    Wichtig in der Angfangsphase ist meiner Meinung nach ein schnelle Blutzucker senkung

    @Ulf, das klingt bei dir sehr gut - Glückwunsch. :=)

    Deine TG sind von anfangs wahnsinnigen 3500mg/dl immerhin schon auf 440mg/dl zurück gegangen. Am Ende solltest du unter 150 oder unter 100 (sehr gut) kommen, aber bei deiner Ernährung klappt das bestimmt.

    Die schnelle Senkung des BZ am Anfang ist aus meiner Sicht nicht besonders wichtig, ich plädiere für stetige Senkung. Es gibt sogar Studien, nach denen eine zu schnelle Senkung nach der Diagnose das Risiko für PNP und Retinopathie erhöhen. Ich empfehle der Neuen deshalb eher, mit viel Ausdauer und Durchhaltevermögen ganz in Ruhe Schritt für Schritt zu gehen.

    Beste Grüße, Rainer
    Bearbeitet von User am 04.06.2020 17:03:32. Grund: .
     2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 10
    Mitglied seit: 15.04.2020
    am 04.06.2020 12:19:56 | IP (Hash): 157074327
    Vor 5 Wochen habe ich mir mal Metform 850 "besorgt".

    3 Tage mit 1 x am Abend 850 dann 4 Tage 1 x Abends und 1 x Früh. Unter Lowcarb entwickeln viele das Dawn-Phänomen (Unter dem Dawn-Phänomen versteht man bei Diabetikern einen Blutzuckeranstieg in den frühen Morgenstunden. Die Ursache dieses Anstieges ist ein relativer Insulinmangel, der durch die nächtliche Ausschüttung von Gegenspielern des Insulins bedingt ist.). Ich dachte das kriege ich damit in den Griff. Um 6 Uhr habe ich meistens 5,7-6 steigt bis 8-9Uhr auf 7-8mmol fällt dann gegen halb 12 wieder auf 5,5. Hab alles probiert (Frühsport, kaffee ohne milch, mit milch, nicht essen, schokolade essen, Gemüse essen,abends nicht gegessen, etc. ) wie festgenagelt die Kurve. Also Metform wieder abgesetzt. Mir waren die Nebenwirkungen auch zu heftig: extrem kalte Hände und Füße und der Magen hat ständig geblubbert.

    So im Allgemeinen hat Metform den Blutzucker anfangs so im 0,5-1mmol runtergedrückt (Bilde ich mir zumindest ein) und die spitzen nach dem Essen abgeflacht. Davon hab ich aber eh ehr weniger bzw. negative Spitzen (Kohl mit Hack zum Beispiel. Vor dem Essen 6, nach 2 Stunden 5,4). Es mag mehr wirken wenn man mehr Zucker im Blut hat bzw. isst. Am Anfang hab ich wie gesagt eine Änderung wahrgenommen nach dem Absetzen sind die Werte aber so niedrig geblieben.

    Bei vielen legt sich das mit den Morgenzucker auch nach einiger Zeit wenn sich das wieder eingespielt hat. Leber hat da sehr großen Einfluss drauf, deswegen ist es so wichtig die wieder aufzupeppeln bzw. zu entfetten.

    Noch was zu den Messungen. Die Geräte sind alle Schätzeisen. Alles was ich so an besseren oder schlechteren Werten gemessen habe liegt auch in der Fehlertoleranz des Messgerätes, daher auch sehr ungenau. Da ich zur Zeit einen festen Essensplan habe und fast den selben Tagesablauf kann man die kurven aber recht gut vergleichen. Infekt im Körper +1 mmol, Pollenallergie zur Zeit extrem +1mmol auf der Kurve.

    Ich habe 6 Wochen alles genaustens dokumentiert.
    Welche Nahrung (inkl Inhaltsstoffe), welche Uhrzeit, Aktivität und viel gemessen (teilweise 20 mal am Tag). Man braucht halt Daten um zu analysieren. Lebensmittelallergien, Darmflora, Antinahrung (Gluten etc.) auch ein ganz großes Thema um die Sache ohne Medis in den Griff zu bekommen. Hört sich jetzt alles mega kompliziert an, ist es aber nicht. Einfach alles was irgendwie industriell verarbeitet wurde meiden (Fertiggerichte oder Cola etc). So natürlich wie nur möglich ernähren. Mit dem alter kann der Körper halt den ganzen Müll den man in sich rein stopft nicht mehr ausgleichen. Jetzt wo du als betroffener quasi involviert bist musste einfach mal drauf achten was Kinder so den Tag von Ihren Eltern bekommen. Bei mir im Freundeskreis sind da welche bei die hätten einen Blutzucker von 50 würde Ihr Körper das nicht noch so gut ausgleichen (funktioniert halt nur nicht auf dauer).

    Zum Thema Remission:
    Blutzucker auf normal zurückdrehen geht relativ einfach, siehst ja bei mir.
    Wichtig ist die pflege der Leber und der Bauchspeicheldrüse. Zum Glück reparieren die sich ganz gut von alleine. Das der morgendliche Blutzuckeranstieg verschwindet kann durchaus Jahre dauern, hatte ich zumindest gelesen.

    Mittlerweilen finde ich die Diagnose Diabetes nicht so schlecht, es hat zumindest bewirkt das man bewusster mit sich umgeht. Die letzten 40 Jahre war mein Körper ein Rummelplatz und nun wird zum Tempel umgebaut :D Also sehe das eher als Chance

    @hjt_Jürgen
    Vielen Dank für die Blumen

    @Rainer
    Ja das hatte ich auch gelesen. Meine Ärztin hatte mir zu schnellen Senkung noch Fenofibrat mitgegeben. Hab Ihr erklärt, das ich das über die Ernährung in den Griff bekomme. Sollte ich aber unbedingt trotzdem nehmen. Hab die nach einer Woche dann sicherheitshalber wieder abgesetzt. Hab viel gegoogelt aber keine Studie zur Ketodiät und Fenofibrat gefunden. Beim Fettstoffwechsel brauchste ja mehr Cholesterin, was ja durch Fenofibrat gesenkt wird. Gott sei dank ist bei mir in der Firma nicht soviel los, das ich genug Zeit zum lesen habe. Meine Frau hat auch Myasthenia gravis (Autoimmun und unheilbar) und zieht bei meiner Ernährungsumstellung zwangsläufig mit. Ja, die konnte die Medikamente absetzen und alle Symptome sind kurioserweise verschwunden. Wieder die nächste Baustelle :D


  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8878
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 04.06.2020 12:28:59 | IP (Hash): 1078242125
    Rainer schrieb:
    Die schnelle Senkung am Anfang ist aus meiner Sicht nicht besonders wichtig, ich plädiere für stetige Senkung. Es gibt sogar Studien, nach denen eine zu schnelle Senkung nach der Diagnose das Risiko für PNP und Retinopathie erhöhen.


    Wenn die schnelle Senkung mehr PNP und Retinopathie machen würde, wären das Hauptpunkte in jeder Kritik an bariatrischen OPs. Denn da läuft die Normalisierung/Senkung in ganzen 6-8 Tagen. Und auch bei DiRECT müssten schon erste Auffälligkeiten in der Art verzeichnet werden. Oder hab ich da was übersehen? Hast Du dazu vielleicht sogar nen konkreten Link?

    ----------------------------------------------
    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen (in der Spitze etwa ne Stunde danach max 140-160 mg/dl) passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5079
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 04.06.2020 16:09:45 | IP (Hash): 363003244
    @Jürgen, deine Argumentation ist wieder mal "spitzenmäßig". Die bariatrisch operierten sind sowas von geschädigt, besonders was die Versorgung mit Mikronährstoffen betrifft, dass niemand so ein mögliches weiteres geringes Problem untersuchen wird. Außerdem lässt sich dafür überhaupt keine Vergleichsgruppe definieren. Das Problem einer Vergleichsgruppe dürfte auch bei den Patienten der DiRECT-Studie ein schwieriges Problem sein. Außerdem würden für eine Aussage darüber die nötigen Nachbeobachtungen fehlen. Hier der gewünschte Link, den du bisher wohl übersehen hast: https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Neuropathie-bei-schneller-HbA1c-Senkung-245333.html


    Hallo Neue,

    du brauchst jetzt keine Angst vor zu schneller Senkung des BZ zu haben. Du bekommst dadurch nicht automatisch PNP, es steigt lediglich das Risiko dafür ein wenig. Nimm es einfach als weiteres Argument dafür, alles in Ruhe und mit Umsicht anzugehen - die Zeit hast du.

    Alles Gute, Rainer
    Bearbeitet von User am 04.06.2020 17:04:02. Grund: .
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 269
    Mitglied seit: 23.05.2020
    am 04.06.2020 21:52:17 | IP (Hash): 1837692863
    Rainer schrieb:
    moep0815 schrieb:
    Triglyceride am 1.4. 40
    Triglyceride am 15.5 5
    keine Ahnung wie das gerechnet wird in jedem Fall ist 1,5 wohl normal.
    Wichtig in der Angfangsphase ist meiner Meinung nach ein schnelle Blutzucker senkung

    @Ulf, das klingt bei dir sehr gut - Glückwunsch. :=)

    Deine TG sind von anfangs wahnsinnigen 3500mg/dl immerhin schon auf 440mg/dl zurück gegangen. Am Ende solltest du unter 150 oder unter 100 (sehr gut) kommen, aber bei deiner Ernährung klappt das bestimmt.

    Die schnelle Senkung des BZ am Anfang ist aus meiner Sicht nicht besonders wichtig, ich plädiere für stetige Senkung. Es gibt sogar Studien, nach denen eine zu schnelle Senkung nach der Diagnose das Risiko für PNP und Retinopathie erhöhen. Ich empfehle der Neuen deshalb eher, mit viel Ausdauer und Durchhaltevermögen ganz in Ruhe Schritt für Schritt zu gehen.

    Beste Grüße, Rainer






    Danke Rainer
    Aber auch wirst Jürgen nicht stoppen können🤪
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8878
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 04.06.2020 22:30:10 | IP (Hash): 1078242125
    Rainer schrieb:
    /www.aerztezeitung.de/Medizin/Neuropathie-bei-schneller-HbA1c-Senkung-245333.html


    Hallo Neue,

    du brauchst jetzt keine Angst vor zu schneller Senkung des BZ zu haben. Du bekommst dadurch nicht automatisch PNP, es steigt lediglich das Risiko dafür ein wenig.


    Danke für den Link! In entsprecheden Fällen werde ich ab sofort drauf hinweisen.

    ----------------------------------------------
    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen (in der Spitze etwa ne Stunde danach max 140-160 mg/dl) passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 25
    Mitglied seit: 03.06.2020
    am 06.06.2020 07:51:31 | IP (Hash): 2120864078
    Hallo,
    ich bin ein sehr ungeduldiger Patient (heute Tag 4 nach Diagnose)...
    immerhin habe ich es geschafft meine Messwerte von über 20 auf einen einstelligen Bereich zu bekommen.
    2 Abende hab ich 500 mg Metformin genommen, gestern Abend war mir übel, da konnte ich es nicht nehmen. Heute mache ich weiter, soll auch erstmal nicht erhöhen, weil beim 2. Mal messen bei der Ärztin der Nüchternwert von Mittwoch 17 auf 8 am Freitag gefallen war.

    Nachts um 1:00 Uhr war ich bei 7,6 und heute morgen um 7:00 bei 8,0.
    Hatte gestern ab Mittag und Abend auch schon Werte von um die 6....

    Gestern war ich zur Besprechung meiner Blutwerte, die mir bei Diagnosestellung vor 4 Tagen abgenommen wurden:
    Blutzucker 17,1
    HBA1c 9,7%
    Gamma GT 1,45 Mikrokat/l
    GOT ASAT 0,86
    GPT ALAT 0,82
    c Peptid 1,3
    weitere Werte alle i,O.
    Blutdruck immer gut

    Wie schlimm sind die Leberwerte? Krieg ich das wieder hin oder bleibt ein Leberschaden? Und was sagt mein c Peptid-Wert?
    Könnt ihr mir da helfen? Die Ärztin meinte nur, dass die Werte schlecht sind...

    Muss ich davon ausgehen, dass der Nachts- und Nüchternzucker bis zum Erreichen meines Normalgewichtes so hoch bleibt, weil die Leber sich nachts von meinen Reserven bedient, oder wie funktioniert das?

    Ich danke euch schonmal, hoffe, dass ich nicht nerve.... Die Neue (Bea)




  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 25
    Mitglied seit: 03.06.2020
    am 06.06.2020 07:57:00 | IP (Hash): 2120864078
    Ach ja, ich wollte noch was ergänzen:
    vor 2 Jahren war ich im Krankenhaus, damals hatte ich einen Langzeitzucker von 6,1%.
    Kann ich jetzt davon ausgehen, dass ich damals noch kein Diabetes hatte oder er zumindest erst in der Entstehung war? Und was bedeutet das für eine Remission? Wunsch oder machbar?

    LG
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5079
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 06.06.2020 09:20:54 | IP (Hash): 1955652696
    Neu_hier schrieb:
    vor 2 Jahren war ich im Krankenhaus, damals hatte ich einen Langzeitzucker von 6,1%. Kann ich jetzt davon ausgehen, dass ich damals noch kein Diabetes hatte oder er zumindest erst in der Entstehung war? Und was bedeutet das für eine Remission? Wunsch oder machbar?

    Hall Neue,

    die Senkung der BZ-Werte klingt toll - Glückwunsch und weiter so. :=)

    Die 6,1% vor 2 Jahren lassen keine eindeutige Aussage in Bezug auf eine Diabtesdiagnose zu. Sie bedeuten aber, dass die Diabetesentwicklung schon damals im Gang war. Sowohl das Krankenhaus als auch deine Ärztin hätten bei diesem Wert (ab 5,7%) weitere Untersuchungen veranlassen müssen. Aber das lässt sich im Nachhinein leider nicht mehr ändern. Die Remission ist trotzdem gut möglich.

    C-Peptid spricht eindeutig für Typ2 und dafür, dass deine BSD noch einiges leisten kann. Zu den Leberwerten kannst du dir mal diesen Artikel ansehen und damit den Fett-Leber-Index (FLI) bestimmen.
    https://www.diabetes-online.de/a/fettleber-diabdialog-mit-dr-nicolai-worm-1703137
    (Achtung: Dazu musst du deine Werte Gamma GT und TG von den SI-Einheiten in die normal verwendeten Standardeinheiten umrechnen. Dein Gamma GT beträgt umgerechnet 87U/l, ein bisschen über 60, also leicht erhöht.)
    Wenn dein FLI hoch ist und du dann vermutlich eine starke nichtalkoholische Fettleber (NAFL) hast, dann geht es für die Remission in der Hauptsache um den Abbau der Fettleber. Dein eingeschlagener Weg führt auf jeden Fall in die richtige Richtung.

    Die Werte nachts und nüchtern gehen auch nach unten. Das das dauert aber länger, diese Werte sinken sozusagen erst im Nachgang zu den verbesserten Werten nach den Mahlzeiten.

    Weiter viel Erfolg, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 06.06.2020 10:18:46. Grund: .
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 25
    Mitglied seit: 03.06.2020
    am 06.06.2020 10:09:31 | IP (Hash): 2120864078
    Danke für deine Infos.
    Für die FLI-Bestimmung fehlen mir noch die Triglyceride. Das spreche ich beim nächsten Arztbesuch an.
    Kann ich denn normale Werte erreichen auch wenn ich noch weit weg vom Normalgewicht bin?
    Und was wäre denn ein guter c Peptid-Wert. Kann der auch wieder besser werden?

    Beste Grüße und ein schönes Wochenende für alle