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Angst vor Spritzen überwinden
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am 16.06.2020 21:57:57 | IP (Hash): 1966406005
Heute morgen um 7 Uhr 111
gegen 12.45 Uhr 117
gegen 19.00 Uhr 103 -
am 16.06.2020 21:59:48 | IP (Hash): 1266447864
Fühl dich mal ganz fest virtuell umarmt.
Wichtig ist, dass du unbedingt dein Langzeitinsulin wie gewohnt spritzt. Das ist ganz ganz wichtig. Vielleicht hilft es dir, in eine Stelle zu spritzen, die du nicht so siehst, z.B. oberer Po-Bereich, da musst du dich nur etwas verrenken. Und wirklich nichts KH-haltiges mehr essen, solange du kein Mahlzeiteninsulin spritzt.
Ein Tag hungern bringt dich jetzt definitiv nicht um. Aber eine Ketoazidose kann heftig ausgehen.
Und schau bitte wirklich, dass du morgen unbedingt zum Arzt gehst.
Wenn dir die Autocovernadeln helfen würden, dann musst du halt erstmal die Mehrkosten selbst zahlen, wie ich dir erklärt habe. So kann es ja nicht weitergehen...
Ja, es gibt eine psychotherapeutische Behandlung bei Nadelphobie. Am besten ist hierfür eine Verhaltenstherapie geeignet. Jedoch nehmen viele Therapeuten durch die Corona-Krise momentan keine Neupatienten auf. Zudem liegt die durchschnittliche Wartezeit (außerhalb von Corona) auf einen Therapieplatz bei ca. 3 Monaten.. Notfallsprechstunden finden schneller statt, aber das sind max. 3 Stück, soweit ich das weiß.
Vllt wäre es möglich in einer psychiatrischen Ambulanz einer Klinik schneller Hilfe zu bekommen.
LG
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am 16.06.2020 22:05:42 | IP (Hash): 1266447864
hjt_Jürgen schrieb:
Sorry, T1 hatte ich nicht auf dem Schirm. Dafür ist allerdings die Behandlung allein mit Basal auch nicht ansatzweise optimal. Klar solltest Du Hilfe zur Behandlung Deiner Nadelphobie suchen. Aber gegenüber Deinem Diabetologen musst Du dich schon auf Deine Hinterbeine stellen und den massiv dazu bewegen, dass er Dir z.B. zu ner Pumpe verhilft, wie Julie eine nutzt.
Der Threadersteller spritzt 4 Mal täglich. Das kann nicht nur Basalinsulin sein.
Eine Pumpe kann erst verordnet werden, wenn man min. 6 Monaten eine ICT (Basal-Bolus-Therapie) durchgeführt hat und diese beherrscht. Es sei denn, man ist unter 3 oder 6 Jahre alt, dann gibt es sofort eine Pumpe. Das ist hier ja nicht der Fall.
Im Falle eines Pumpenausfalls muss jederzeit auf ICT ausgewichen werden..
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am 16.06.2020 22:08:47 | IP (Hash): 1089076249
GANZ WICHTIG: ÜBERALL, wo Du außer bei Deinem behandelnden Arzt um Hilfe anfragst, nimm bitte nen Nachweis für Diagnose T1 mit. Denn die glaubt Dir mit Deinen BZ-Werten sonst kein Mensch. Daumendrück!
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Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen (in der Spitze etwa ne Stunde danach max 140-160 mg/dl) passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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am 16.06.2020 22:10:08 | IP (Hash): 1266447864
Noch ein Tipp: ich habe damals anfangs an Obst das Spritzen geübt. Bevor ich mich getraut habe, mich selbst zu spritzen.
Vllt hast du irgendeinen Apfel, Zitrone, etc. da und dann spritzt du jetzt einfach mehrfach das Obst (dafür kannst du ruhig die ganze Zeit die gleiche Nadel hernehmen). Und dann nachdem du mehrfach das Obst gespritzt hast, wechselst du die Nadel und dann spritzt du dich einmal mit dem Insulin.
Vllt hilft dir das jetzt, dich wieder zu überwinden. Die letzten Tage hast du es ja auch hinbekommen.
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am 16.06.2020 22:15:50 | IP (Hash): 1966406005
Dabei spritze ich mir schon seit 3 Wochen selber.
Aber mit zunehmender dauer nimm meine Angst immer mehr zu.
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am 17.06.2020 23:45:08 | IP (Hash): 1266447864
Und hast du beim Arzt was erreicht?
Funktioniert es jetzt mit Spritzen oder was machst du jetzt?
LG -
am 18.06.2020 12:39:12 | IP (Hash): 1547518825
Gestern bekam ich noch einen sehr kurzfristigen Termin bei meinem Hausarzt, der hausinterne Diabetologe bei dem ich sonst bin bei Diabetis-Angelegenheiten ist in Urlaub.
Die Ärztin hat auf mein Anliegen mir Sicherheitsnadeln / Kanülen (darf man hier Produkte verlinken oder ist sowas als Werbung verboten? ) verschrieben, welche ich bei einer Apotheke sofort bekam.
Diese sind wie so eine Art Rohr das man auf die Haut setzt. Nach einem kleinen Druck schießt die Nadel, ohne das man das genau sieht in den Bauch / Oberschenkel. Man hört nur ein kleinen Klick, das die Nadel nun drinne ist und halt den kleinen Picks. Zudem ist durch die größere Aufsetzfläche als bei einer normalen Nadel auch das Risiko schräg ins Fleich zu gehen geringer.
Insgesamt sind diese Nadeln für mich eine immens größe Erleichterung. (nur musste ich statt 3 Euro pro 100 Stück Eigenanteil nun 5,20 Euro bezahlen, aber diese 30 Euro Mehrkosten pro Jahr wäre es mir eindeutig wert)
Ansonsten hat mir die Ärztin geraten, mir über die Nummer 116117 einen Termin bei einer Psychologin zu holen, um über meine Spritzenangst hinwegzukommen, mit einem Dringlichkeitscode.
Zufälligerweise bekam ich direkt für heute Nachmittag ersten Termin, also noch keine richtige Therapie oder so, eher einen ersten Beratungstermin.
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am 18.06.2020 15:23:11 | IP (Hash): 1552659776
SUPER! Daumendrück :)
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Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen (in der Spitze etwa ne Stunde danach max 140-160 mg/dl) passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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am 18.06.2020 16:05:31 | IP (Hash): 1266447864
Hey,
das klingt ja echt gut.
Hast du die Autocover Nadeln von Mylife oder von BD oder von NovoFine?
Die von Mylife sind die kleinsten, 5mm, geringster Durchmesser, jedoch lösen diese erst sehr spät aus bzw. benötigst du ziemlich viel Druck zum Auslösen.
Die von BD sind ein klein wenig dicker vom Durchmesser, auch 5mm, aber lösen schneller aus. Hatte erst die von Mylife, dann die von BD. Fand persönlich die von BD besser.
Die von NovoFine gibt es nur in 8 mm, deshalb habe ich diese nicht ausprobiert.
Das mit dem Termin beim Psychologen ist so eine Notfallsprechstunde, wie ich sie dir ja schon erzählt habe. Vllt hilft dir das schon. Häufig kann eine Nadelphobie in wenigen Sitzungen behandelt werden, zudem kann dir der Therapeut sicher helfen, wie es weitergeht. Wo könntest du schnell einen Therapieplatz bekommen, welche Tipps gibt es bis dahin, Ansprechpartner, ...
Der Ablauf bei einer normalen Verhaltenstherapie sieht dann so aus:
Bevor man eine reguläre Therapie macht, bekommt man erstmal 3 Sprechstunden, wo geschaut wird, ob überhaupt ein Bedarf an einer Therapie besteht. (Wenn du erst die Notfallsprechstunden hattest, werden diese Sprechstunden vllt entfallen) Dann folgen 4 Probesitzungen, wo erste Ziele erarbeitet werden und geschaut wird, ob die Chemie zwischen Therapeut und Patient stimmt. Das ist ganz wichtig, wenn die Chemie nicht stimmt, dann bringt die ganze Therapie nichts. Du kannst nach den Sprechstunden und auch während den Probesitzungen jederzeit den Therapeuten wechseln, dafür gibt es diese Probesitzungen.
Und dann wird die erste Kurzzeittherapie beantragt, 12 Stunden bei Verhaltenstherapie, das kann man theoretisch bei Bedarf nochmal verlängern um 12 Stunden. Und dann kann man Langzeittherapie beantragen, das sind dann 60 Stunden, wobei die 24 Stunden angerechnet werden, also somit "nur" 36 Stunden, da muss dann ein psychologisches Gutachten erstellt werden, warum eine weitere Therapie notwendig ist. Sobald die erste Kurzzeittherapie beantragt wurde, ist ein Therapeutenwechsel schwierig - jedoch nicht unmöglich, habe ich erst vor einem Jahr durchgezogen.
Wobei du mit einer eher "leichter" ausgeprägten Nadelphobie gute Chancen hast, dass das ganze mit wenigen Therapiestunden in den Griff zu bekommen ist. Ich bin schon seit fast 2 Jahren in Therapie, weil bei mir das ganze ziemlich verfahren und kompliziert ist, die Chemie mit der ersten Therapeutin stimmte auch nicht..
Aber im Schnitt sagen viele Info-Seiten, dass eine Nadelphobie innerhalb der ersten Kurzzeittherapie i.d.R. in den Griff zu bekommen ist.
Du kannst mir gerne auch über PN schreiben.
Wenn du magst, würde ich mich freuen, wenn du berichtest, wie es weitergeht bei dir.
LG July1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.