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Prädiabetes heilbar?
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am 17.06.2020 19:54:31 | IP (Hash): 1354019676
Hallo ihr Lieben,
bei mir wurde letztens Prädiabetes diagnostiziert und ich suche nach Informationen. Ich hatte bei der Untersuchung einen Nüchternblutzuckerwert von 111 und einen Langzeitblutzuckerwert von 5,3. Ist Prädiabetes heilbar oder kann ich "nur" in eine Remission geraten, in der ich normale Blutzuckerwerte eines Gesunden habe, aber trotzdem für immer Diabetes habe? Vielen Dank für eure Hilfe.
Gruß
Andi -
am 17.06.2020 21:27:50 | IP (Hash): 1786638964
In sone nach Möglichkeit lebenslange Remission kannst Du eher nicht geraten, sondern die will erarbeitet und 24/7 gelebt werden.
Heilen geht einstweilen aus 2 Gründen nicht:
1. Viel ist inzwischen dazu bekannt, was den Typ 2 fördert, aber niemand weiß bis jetzt, was den Typ 2 ursächlich auslöst.
2. Weil ein Auslöser nicht bekannt ist, weiß bis jetzt niemand, welche Intervention ihn ausschalten könnte.
Bleibt einstweilen also nur, das Fördern abstellen und die defekte BZ-Automatik gezielt mit der Auswahl und Portionierung vom Essen und ggf. dem gezielten Einsatz von Bewegungsanteilen 24/7 so unterstützen, dass der BZ im völlig gesunden Rahmen verläuft. Daumendrück!
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Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen (in der Spitze etwa ne Stunde danach max 140-160 mg/dl) passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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am 17.06.2020 21:42:22 | IP (Hash): 1354019676
Also verstehe ich es richtig, das es eigentlich keinen Unterschied zwischen Prädiabetes und Diabetes Typ 2 gibt? Ich habe also schon Diabetes Typ 2 nur im unteren Bereich? Das ist echt schade, okay. Dann muss ich mein Bestes geben in Remission zu gelangen und mir einen guten Diabetologen suchen. Ich studiere gerade Lehramt. Das bedeutet wohl, dass ich eine Verbeamtung vergessen kann, oder? -
am 17.06.2020 21:49:47 | IP (Hash): 799797200
LeUnknown schrieb:
... Ist Prädiabetes heilbar ...i
Na klar - allerdings musst du ein bisschen was dafür tun.
Jürgens Einwand, dass man nicht jede Diabetesentwicklung aufhalten kann, ist richtig. Aber den ganz normalen Typ2-Diabetes, der mit Insulinresistenz beginnt, kannst du in dieser Phase gut zurückdrehen. Wie dieser Diabetes entsteht und wie er sich entwickelt, ist übrigens allen - außer Jürgen - bestens bekannt. Deshalb kann man auch sehr gut etwas dagegen unternehmen.
Prädiabetes ist noch kein Diabetres und daraus muss auch nicht unbedingt ein Diabetes entstehen. Nimm es als Weckruf, dich ab sofort mehr um eine gesunde Lebensweise zu kümmern und lass dir keine Angst einjagen.
Virl Erfolg, Rainer1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 17.06.2020 21:53:45 | IP (Hash): 1354019676
Hey Rainer,
danke für deine Nachricht, aber ich bin total verwirrt. In kurz: bin ich jetzt bereits unheilbar an Diabetes erkrankt, auch wenn ich noch keinen Diabetes Typ 2 habe, oder kann ich noch geheilt werden durch eine gesunde Lebensweise, wie es vorher war? Das verunsichert mich sehr. Ich werde nach einem Diabetologen suchen und ihn mal fragen. -
am 17.06.2020 23:00:57 | IP (Hash): 1786638964
Was daran ist verwirrend? Wenn der BZ immer höher über gesund ansteigt und immer höher verläuft, heißt das Kind erst Prädiabetes. Das ist in D noch keine offizielle Bezeichnung und gilt vor allem auch offiziell noch nicht als Krankheit. Und wenn der BZ weiter immer höher ansteigt, übersteigt er irgendwann einen für die Diagnose definierten Grenzwert und heißt von da an Diabetes.
Über den gesamten Anstieg vom Start im gesunden Bereich durch den des Prädiabetes und dann in den des Diabetes und darüber hinaus bis 1.000 und mehr mg/dl ist das ein und derselbe Defekt in zahlenmäßig verschiedener Ausprägung.
Wo ich Rainer zustimme und Du ne echte Chance hast:
Wenn Du Deinen Prädiabetes zügig auf gesund zurück drehst, wirst Du wahrscheinlich jeden Belastungstest (oGTT) zur Feststellung, ob Diabetes oder nicht, mit dem Prädikat "gesund" bestehen. Denn mit dem Zurückdrehen bewahrst Du Deine Blutzuckerautomatik vor weiterer Schädigung, und bislang reicht die ja nur bis in den Bereich von Prädiabetes. Also keine Gefahr für ne Verbeamtung!
Und dazu als Sahnehäubchen die Erfahrung von allen von uns, die den gesunden Bereich 24/7 nutzen, dass ne angeschlagene BZ-Automatik umso größere seltene Überlastungen gesund ausgleichen kann, je zuverlässiger wir unseren BZ eben 24/7 im gesunden Bereich halten. Könnte also bedeuten, dass in nem halben Jahr bei nem Test ALLE Deine Werte im völlig gesunden Bereich liegen könnten und außer Dir und Deinem Dok und allen, denen Du davon erzählt hast, wissen müssten, dass Du schon mal auf dem Weg zum Diabetes warst.
Und was daran ist so schlimm, dass Du weißt, dass der Kurs auf Diabetes sofort wieder anliegt, wenn Du Ausnahme-Belastungen zur täglichen Gewohnheit werden lässt?
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Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen (in der Spitze etwa ne Stunde danach max 140-160 mg/dl) passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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am 18.06.2020 10:14:31 | IP (Hash): 94786231
LeUnknown schrieb:
bin ich jetzt bereits unheilbar an Diabetes erkrankt, auch wenn ich noch keinen Diabetes Typ 2 habe, oder kann ich noch geheilt werden durch eine gesunde Lebensweise, wie es vorher war? Das verunsichert mich sehr. Ich werde nach einem Diabetologen suchen und ihn mal fragen.
Hallo Andy,
zunächst erst mal eine dringende Bitte: Wenn du nicht gerade in einem Ballungsgebiet wohnst, wo es so viel Diabetologen gibt, dass einige Däumchen drehen müssen, dann unterlasse den Besuch bei einem Diabetologen. Die kommen oft nicht mal mit der Behandlung der echten Diabetiker hinter her und bei deinem einmaligen ganz leicht erhöhtem Nüchternwert gibt es auch überhaupt keine Grund dazu. Deine eher philosophische Frage, wird dir wahrscheinlich auch jed-er Diabetologe anders beantworten, so wie auch hier im Forum: Manche wollen dir Angst einjagen, damit du dich endlich bewegst und andere werden dich beruhigen und dir zu freiwilligen Änderungen raten.
Du bist weder an Diabetes erkrankt, noch bist du es unheilbar. Selbst Diabetes lässt sich in einigen Fällen bei nicht allzu langer Diabetesdauer heilen. Bei Prädiabetes und sogar noch wie bei dir allenfalls im Anfangsstadium, ist das keine große Zauberkunst. Wobei es eigentlich auch keinen Unterschied macht, ob du dich geeignet ernährst und regelmäßig bewegst, um gesund zu bleiben oder ob du das tust, um eine Remission zu halten. Machen musst du es in beiden Fällen. Wenn du auf die Ausnahmen anspielst, die du dir von Zeit zu Zeit erlaubst und wo du richtig über die Stränge hauen willst, dann tue das mit ruhigem Gewissen. Solche gelegentlichen Ausnahmen sind selbst für Diabetiker kein Problem.
Bearbeitet von User am 18.06.2020 10:17:26. Grund: . -
am 18.06.2020 11:01:09 | IP (Hash): 205157675
Hallo Rainer, dir ist mal ein großes Lob und Dank dafür, wie Du Leuten in ängstlichen Situationen hier sachlich und ruhig die Dinge erläutert und keine Schreckenszenarien aufbaust, wie eine andere Person.
Lieber Fragender, wir haben im Labor häufiger nüchterne Blutproben von Personen jenseits der 110, welche jahrelang diese Werte haben, ohne Diabetiker zu sein, welche sogar höhere hba1c Werte als 5,3 haben. Zu sagen, dass aus einem Prädiabetes automatisch ein Diabetes wird ist schlichtweg gelogen. -
am 18.06.2020 12:01:22 | IP (Hash): 1552659776
DanielaW schrieb:
und keine Schreckenszenarien aufbaust, wie eine andere Person.
Lieber Fragender, wir haben im Labor häufiger nüchterne Blutproben von Personen jenseits der 110, welche jahrelang diese Werte haben, ohne Diabetiker zu sein, welche sogar höhere hba1c Werte als 5,3 haben. Zu sagen, dass aus einem Prädiabetes automatisch ein Diabetes wird ist schlichtweg gelogen.
Eine alltäglich leicht völlig gesund ausgleichbare Behinderung als angstmachendes Schreckensszenario? - Ich bitte Dich ;)
Und mal ehrlich: die weitaus meisten Fälle mit nüchtern 110-120 in Deinem Laboralltag bleiben über Jahre auf diesem Stand?
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Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen (in der Spitze etwa ne Stunde danach max 140-160 mg/dl) passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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am 01.07.2020 00:13:42 | IP (Hash): 912338227
Hallo Andi,
der erhöhte Nüchternwert passt sehr gut zum noch normalen, aber bereits leicht erhöhten, HbA1c.
Wenn du heilen definierst als "ich habe gesunde Werte", dann ist der T2 Prä heilbar. Allerdings hat Jürgen insofern recht, als dass du bei unveränderter Lebens- und Ernährungsgewohnheit auch weiterhin ungesunde Werte haben würdest und ungesunde Werte auch wieder zurückkommen würden, wenn du nach einer guten Phase wieder in alte Verhaltensweisen zurückfällst.
Der Goldstandard bei Prä T2: Ernährung nach niedrigem glykemischen Index so pflanzenbasiert wie möglich sowie sehr regelmäßige Bewegung, am besten im Leistungsbereich bzw. im Muskel aufbauenden Bereich. Bei Übergewicht hat eine Reduktion in der Regel eine sehr starken positiven Effekt. Dann hast du sehr gute Chancen, dich dauerhaft zu stabilisieren. Ein guter Vitamin D Spiegel kann ebenfalls dazu beitragen, einen Diabetes zu verhindern, darauf gibt es bei einigen Studien Hinweise.
Bearbeitet von User am 01.07.2020 23:51:16. Grund: . -
am 01.07.2020 08:03:45 | IP (Hash): 205157675
Jetzt geht's schon wieder los. Ein hba1c von 5,3 passt sehr gut zu einem Prädiabetes, oh Gott. Ab welchem Wert passt er denn laut Deinen Forschungen nicht. -
am 02.07.2020 00:03:47 | IP (Hash): 912338227
DanielaW schrieb:
Jetzt geht's schon wieder los. Ein hba1c von 5,3 passt sehr gut zu einem Prädiabetes, oh Gott. Ab welchem Wert passt er denn laut Deinen Forschungen nicht.
Der beginnende, frühe Diabetes T2 wird natürlich nicht über den HbA1c sicher ausgeschlossen. Das ist technisch/physikalisch schon gar nicht möglich, da Blutzuckerspitzen unter 4 Stunden den HbA1c kaum beeinflussen. Mit anderen Worten - und das ist ja genau absolut typisch für den beginnenden T2 - reagiert die Bauchspeicheldrüse noch schnell genug und federt deutlich ungesunde Spitzen ab, bekommt man trotz offensichtlicher Störung einen "guten" HbA1c. Die Nerven und Blutgefäße interessiert das allerdings überhaupt nicht, die werden geschädigt. Rund ein Viertel der diabetischen Polyneuropathien ergeben sich im prädiabetischen Stadium.
Das hatten wir hier schon alles hinlänglich und mehrfach erörtert.
Ein Lebensstil mit möglichst pflanzenbasierter niedrig-glykemischer Ernährungsweise und Bewegung ist derzeit die sicherste und entscheidenste Waffe gegen Prädiabetes. Um die Chance auf diese Waffe zu erhalten, ist Früherkennung unerlässlich. Bei Prädiabetes T2 geht das bei Verdacht am zielsichersten mit dem oGTT.
Bearbeitet von User am 02.07.2020 00:07:31. Grund: . -
am 02.07.2020 07:52:29 | IP (Hash): 205157675
Du verwechselst das was. DU hast es hinlänglich erörtert und bist dabei auf andere Ergebnisse als die DDG sowie die ADA bzw sämtliche Labore gekommen. Glückwunsch dazu. -
am 02.07.2020 10:40:29 | IP (Hash): 1669035891
There are no clear symptoms of prediabetes so you may have it and not know it. But before people develop type 2 diabetes, they almost always have prediabetes—blood sugar levels that are higher than normal but not yet high enough to be diagnosed as diabetes. You may have some of the symptoms of diabetes or even some of the complications.
https://www.diabetes.org/diabetes-risk/prediabetes=ADA
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. Für bis wann gesund und ab wann Prä- oder Diabetes gibt es keine organisch "harten" Fakten.
ALLE Grenzwerte befinden sich in dem Bereich, der für eine ordentliche Diabetes-Behandlung nach DDG als gut bis sehr gut und symptomfrei gilt.
Bearbeitet von User am 02.07.2020 12:45:23. Grund: Ergänzung -
am 02.07.2020 19:27:55 | IP (Hash): 1048436723
Hallo purea,
schön zu sehen, dass es dich hier noch gibt (oder auch nicht, denn das heißt ja, dass du noch Probleme hast)?
Falls du dich noch erinnerst, ich war eine der Prädiabetikerinnen hier, damals mit auffällig hohen postprandialen Werten über 200 (ich hatte hier sogar Fotos als Nachweis gepostet) und hatte mich vor 4 oder 5 Jahren hier hilfesuchend ans Forum gewandt.
Wir wurden hier ja ziemlich verspottet angesichts unserer Frühpraventions-Sorgen, anscheinend ist das hier immer noch so?
Hba1c war bei mir damals 5.1, C-Peptid jedoch leicht unter Normalwert, der OGTT aber letztlich normal.
Ich wollte mal nach 4 Jahren ein Update geben, da ich vor einigen Tagen mal wieder die Werte habe überprüfen lassen. Ich habe in den letzten Jahren nicht groß auf meine Ernährung geachtet, da ich sensibel auf low carb reagiert habe (ich gerate superschnell in Ketose --- es ging mir damit genauso schlecht wie mit Kohlenhydraten.)
Der hba1c ist immer noch stabil bei 5.1
Nüchernzucker 86 und
C-Peptid bei 2,0 (Labor-Referenzwerte: 0,78 - 5,19).
Wenn nach 4 Jahren immer noch kein niedrigerer C-Peptid-Wert gemessen wurde, scheint sich zumindest Gott sei Dank meine damalige Sorge Richtung Typ 1 LADA schonmal nicht bewahrheitet zu haben (Typ 1 war ja damals meine größte Angst).
Ich habe immer noch teilweise hohe postprandiale Spitzen, aber es scheint zumindest seit 4 Jahren stabil bzw. nicht schlechter zu werden. Ich weiß nicht, wie lange eine "prädiabetische Phase" geht, bevor sich ein Diabetes manifestiert. Ich habe mal gelesen (finde den Link gerade nicht), dass bei 99% der Patienten, die einen erhöhten Nüchternblutzucker aufwiesen, 10 Jahre später ein Diabetes diagnostiziert worden war.
Man sollte hier also nicht Nutzer abwerten, die sich in einem Frühstadium informieren und präventiv gegensteuern möchten, denn:
"Polyneuropathie schon bei Prädiabetes
PNP entwickelt sich bereits in prädiabetischen Stadien. Die Prävalenz ist hier schon ähnlich hoch wie bei frisch diagnostiziertem Diabetes. Ähnlich war dies bereits in einer deutschen Studie deutlich geworden."
https://link.springer.com/article/10.1007/S15006-015-7613-y
"Das kardiovaskuläre Risiko steigt aber nicht erst bei einem manifesten Diabetes, sondern schon im Stadium der gestörten Glucosetoleranz." http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=40897
"Aus Studien der letzten Jahre weiß man, dass postprandiale Blutzuckerspitzen (postprandial = nach der Mahlzeit) in stärkerem Ausmaß zu diabetischen Folgeschäden wie Atherosklerose und Herzinfarkt beitragen als hoher Nüchtern-Blutzucker." https://www.diabetes-news.de/nachrichten/blutzuckeranstieg-nach-dem-essen-verhindern
Aber eigentlich wollte ich eher fragen, wie es dir ergangen ist, purea? Was machen deine Werte - ist bei dir hoffentlich auch noch alles stabil?
Viele Grüße,
Joralo
Bearbeitet von User am 02.07.2020 19:30:54. Grund: . -
am 02.07.2020 20:46:45 | IP (Hash): 205157675
Fast schon witzig, nach 5 Jahren noch die gleichen Werte mit normaler Ernährung. Gut dass du präventiv arbeitest. Der Beitrag war jetzt aber ironisch, oder? -
am 02.07.2020 21:23:27 | IP (Hash): 912338227
Hallo joralo,
natürlich kann ich mich an dich erinnern :)
Ich bin ebenfalls stabil mit HbA1c 5,1%, gemessen vor einer Woche. Nüchternwerte aber meist leicht erhöht um die 100. Bei schnellen KH gehe ich deutlich jenseits von 150. Gegenreaktion erfolgt aber im guten Rahmen, daher der gute (und trügerische) HbA1c.
Habe vor einigen Wochen komplette Statuserhebung selbst mit Libre 2 vorgenommen. Käsekuchen schoss kurz auf über 170. Belastungstest mit 200g Vollkornnudeln (trocken) war dagegen gut, lange aber dafür flache Welle unter 140. War wieder ein sehr interessanter Test, der die Relevanz des glykemischen Index unterstrichen hat.
Wegen des Risikos: Da gab es die schwedische Studie über Prädiabetes. Statistisch war es so, dass wer nach 5 Jahren aus dem prädiabetischen nicht in die Manifestation gerutscht ist, ein relativ geringes Risiko hatte im weiteren Verlauf.
Bearbeitet von User am 02.07.2020 21:27:11. Grund: . -
am 03.07.2020 09:09:50 | IP (Hash): 205442007
joralo schrieb:
"Aus Studien der letzten Jahre weiß man, dass postprandiale Blutzuckerspitzen (postprandial = nach der Mahlzeit) in stärkerem Ausmaß zu diabetischen Folgeschäden wie Atherosklerose und Herzinfarkt beitragen als hoher Nüchtern-Blutzucker." https://www.diabetes-news.de/nachrichten/blutzuckeranstieg-nach-dem-essen-verhindern
Man weiss aber mittlerweile auch, daß bei "gesunden Menschen" nach einer reichhaltigen Portion Kohlehydrate die Werte auch sehr hoch steigen können. Also müssten auch diese "Nichtdiabetiker" diabetische Folgeschäden bekommen. Oder? -
am 03.07.2020 10:17:42 | IP (Hash): 205157675
Laut Studien sollen auch bei Angspatienten die Werte ansteigen, wenn sie in Stresssituationen geraten, sei es ein Arztbesuch, bzw. Prüfung etc. Ist dort dann auch eine Gefährdung? -
am 04.07.2020 16:55:00 | IP (Hash): 1048436723
r2d2 schrieb:
Man weiss aber mittlerweile auch, daß bei "gesunden Menschen" nach einer reichhaltigen Portion Kohlehydrate die Werte auch sehr hoch steigen können. Also müssten auch diese "Nichtdiabetiker" diabetische Folgeschäden bekommen. Oder?
Was heißt denn "sehr hoch"?
Die Insulinausschüttung erfolgt biphasisch. Die erste Phase der Insulinsekretion ist sehr schnell, i.d.R. innerhalb von Minuten nach Mahlzeiteneinnahme.
"Postprandial sieht man bei Stoffwechselgesunden einen biphasischen Verlauf der Insulinsekretion: Der erste Insulinwelle hat ihr Maximum nach 3-5 Minuten und dauert etwa 10 Minuten an. In dieser Sekretionswelle werden vor allem gespeicherte Insulinmoleküle freigesetzt. Danach folgt eine zweite Welle, die so lange anhält, wie eine Hyperglykämie besteht. Sie wird in erster Linie von neu gebildetem Insulin getragen." https://flexikon.doccheck.com/de/Insulinsekretion
Diese erste Welle verhindert also, dass es überhaupt zu "sehr hohen" Werten kommt, d.h. solche "Blutzuckerspitzen" über 140 sind, wenn überhaupt, nur sehr kurz (Minutenbereich!). Dazu gibt es auch CGMS-Studien.
Anders gesagt: die erste Phase verhindert Spitzen über 140, die zweite Phase dient dazu den Blutzucker innerhalb von 2 - 3 Stunden wieder auf Nüchternniveau zu bringen.
Im prädiabetischen / diabetischen Bereich steigt der Blutzucker hingegen weitaus höher und es dauert Stunden, bis er wieder sinkt. Es ist diese erste Phase der Insulinsekretion, die bei Prädiabetikern und Diabetikern T2 gestört ist. Darin liegt die Gefährlichkeit bzw. Schädlichkeit.
Bearbeitet von User am 04.07.2020 17:04:28. Grund: . -
am 10.09.2020 08:24:35 | IP (Hash): 72970431
Sorry, wenn ich das so schreibe, aber der Beitrag kommt mir doch etwas seltsam vor. Ein Prädiabetes bei bei einem Langzeitwert von 5,3 %????
Riecht nach einer Purea/Tatjana-Aktion. Vor allem die übliche Schreibweise und dramatischen Fragen á la "Ist Prädiabetes heilbar oder kann ich "nur" in eine Remission geraten, in der ich normale Blutzuckerwerte eines Gesunden habe, aber trotzdem für immer Diabetes habe?" lassen diesen Schluss zu.
Bin zwar kein Diabetologe, aber ich hätte gerade im Hinblick auf den sehr guten Langzeitwert die Nüchternglukose-Messung wiederholt.