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Prädiabetes heilbar?

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    am 01.07.2020 08:03:45 | IP (Hash): 205157675
    Jetzt geht's schon wieder los. Ein hba1c von 5,3 passt sehr gut zu einem Prädiabetes, oh Gott. Ab welchem Wert passt er denn laut Deinen Forschungen nicht.
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    am 02.07.2020 00:03:47 | IP (Hash): 912338227
    DanielaW schrieb:
    Jetzt geht's schon wieder los. Ein hba1c von 5,3 passt sehr gut zu einem Prädiabetes, oh Gott. Ab welchem Wert passt er denn laut Deinen Forschungen nicht.



    Der beginnende, frühe Diabetes T2 wird natürlich nicht über den HbA1c sicher ausgeschlossen. Das ist technisch/physikalisch schon gar nicht möglich, da Blutzuckerspitzen unter 4 Stunden den HbA1c kaum beeinflussen. Mit anderen Worten - und das ist ja genau absolut typisch für den beginnenden T2 - reagiert die Bauchspeicheldrüse noch schnell genug und federt deutlich ungesunde Spitzen ab, bekommt man trotz offensichtlicher Störung einen "guten" HbA1c. Die Nerven und Blutgefäße interessiert das allerdings überhaupt nicht, die werden geschädigt. Rund ein Viertel der diabetischen Polyneuropathien ergeben sich im prädiabetischen Stadium.

    Das hatten wir hier schon alles hinlänglich und mehrfach erörtert.

    Ein Lebensstil mit möglichst pflanzenbasierter niedrig-glykemischer Ernährungsweise und Bewegung ist derzeit die sicherste und entscheidenste Waffe gegen Prädiabetes. Um die Chance auf diese Waffe zu erhalten, ist Früherkennung unerlässlich. Bei Prädiabetes T2 geht das bei Verdacht am zielsichersten mit dem oGTT.
    Bearbeitet von User am 02.07.2020 00:07:31. Grund: .
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    am 02.07.2020 07:52:29 | IP (Hash): 205157675
    Du verwechselst das was. DU hast es hinlänglich erörtert und bist dabei auf andere Ergebnisse als die DDG sowie die ADA bzw sämtliche Labore gekommen. Glückwunsch dazu.
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    am 02.07.2020 10:40:29 | IP (Hash): 1669035891
    There are no clear symptoms of prediabetes so you may have it and not know it. But before people develop type 2 diabetes, they almost always have prediabetes—blood sugar levels that are higher than normal but not yet high enough to be diagnosed as diabetes. You may have some of the symptoms of diabetes or even some of the complications.
    https://www.diabetes.org/diabetes-risk/prediabetes=ADA

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. Für bis wann gesund und ab wann Prä- oder Diabetes gibt es keine organisch "harten" Fakten.
    ALLE Grenzwerte befinden sich in dem Bereich, der für eine ordentliche Diabetes-Behandlung nach DDG als gut bis sehr gut und symptomfrei gilt.


    Bearbeitet von User am 02.07.2020 12:45:23. Grund: Ergänzung
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    am 02.07.2020 19:27:55 | IP (Hash): 1048436723
    Hallo purea,

    schön zu sehen, dass es dich hier noch gibt (oder auch nicht, denn das heißt ja, dass du noch Probleme hast)?

    Falls du dich noch erinnerst, ich war eine der Prädiabetikerinnen hier, damals mit auffällig hohen postprandialen Werten über 200 (ich hatte hier sogar Fotos als Nachweis gepostet) und hatte mich vor 4 oder 5 Jahren hier hilfesuchend ans Forum gewandt.

    Wir wurden hier ja ziemlich verspottet angesichts unserer Frühpraventions-Sorgen, anscheinend ist das hier immer noch so?

    Hba1c war bei mir damals 5.1, C-Peptid jedoch leicht unter Normalwert, der OGTT aber letztlich normal.

    Ich wollte mal nach 4 Jahren ein Update geben, da ich vor einigen Tagen mal wieder die Werte habe überprüfen lassen. Ich habe in den letzten Jahren nicht groß auf meine Ernährung geachtet, da ich sensibel auf low carb reagiert habe (ich gerate superschnell in Ketose --- es ging mir damit genauso schlecht wie mit Kohlenhydraten.)

    Der hba1c ist immer noch stabil bei 5.1
    Nüchernzucker 86 und
    C-Peptid bei 2,0 (Labor-Referenzwerte: 0,78 - 5,19).

    Wenn nach 4 Jahren immer noch kein niedrigerer C-Peptid-Wert gemessen wurde, scheint sich zumindest Gott sei Dank meine damalige Sorge Richtung Typ 1 LADA schonmal nicht bewahrheitet zu haben (Typ 1 war ja damals meine größte Angst).

    Ich habe immer noch teilweise hohe postprandiale Spitzen, aber es scheint zumindest seit 4 Jahren stabil bzw. nicht schlechter zu werden. Ich weiß nicht, wie lange eine "prädiabetische Phase" geht, bevor sich ein Diabetes manifestiert. Ich habe mal gelesen (finde den Link gerade nicht), dass bei 99% der Patienten, die einen erhöhten Nüchternblutzucker aufwiesen, 10 Jahre später ein Diabetes diagnostiziert worden war.

    Man sollte hier also nicht Nutzer abwerten, die sich in einem Frühstadium informieren und präventiv gegensteuern möchten, denn:

    "Polyneuropathie schon bei Prädiabetes
    PNP entwickelt sich bereits in prädiabetischen Stadien. Die Prävalenz ist hier schon ähnlich hoch wie bei frisch diagnostiziertem Diabetes. Ähnlich war dies bereits in einer deutschen Studie deutlich geworden."
    https://link.springer.com/article/10.1007/S15006-015-7613-y

    "Das kardiovaskuläre Risiko steigt aber nicht erst bei einem manifesten Diabetes, sondern schon im Stadium der gestörten Glucosetoleranz." http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=40897

    "Aus Studien der letzten Jahre weiß man, dass postprandiale Blutzuckerspitzen (postprandial = nach der Mahlzeit) in stärkerem Ausmaß zu diabetischen Folgeschäden wie Atherosklerose und Herzinfarkt beitragen als hoher Nüchtern-Blutzucker." https://www.diabetes-news.de/nachrichten/blutzuckeranstieg-nach-dem-essen-verhindern

    Aber eigentlich wollte ich eher fragen, wie es dir ergangen ist, purea? Was machen deine Werte - ist bei dir hoffentlich auch noch alles stabil?

    Viele Grüße,

    Joralo
    Bearbeitet von User am 02.07.2020 19:30:54. Grund: .
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    am 02.07.2020 20:46:45 | IP (Hash): 205157675
    Fast schon witzig, nach 5 Jahren noch die gleichen Werte mit normaler Ernährung. Gut dass du präventiv arbeitest. Der Beitrag war jetzt aber ironisch, oder?
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    am 02.07.2020 21:23:27 | IP (Hash): 912338227
    Hallo joralo,

    natürlich kann ich mich an dich erinnern :)

    Ich bin ebenfalls stabil mit HbA1c 5,1%, gemessen vor einer Woche. Nüchternwerte aber meist leicht erhöht um die 100. Bei schnellen KH gehe ich deutlich jenseits von 150. Gegenreaktion erfolgt aber im guten Rahmen, daher der gute (und trügerische) HbA1c.

    Habe vor einigen Wochen komplette Statuserhebung selbst mit Libre 2 vorgenommen. Käsekuchen schoss kurz auf über 170. Belastungstest mit 200g Vollkornnudeln (trocken) war dagegen gut, lange aber dafür flache Welle unter 140. War wieder ein sehr interessanter Test, der die Relevanz des glykemischen Index unterstrichen hat.

    Wegen des Risikos: Da gab es die schwedische Studie über Prädiabetes. Statistisch war es so, dass wer nach 5 Jahren aus dem prädiabetischen nicht in die Manifestation gerutscht ist, ein relativ geringes Risiko hatte im weiteren Verlauf.
    Bearbeitet von User am 02.07.2020 21:27:11. Grund: .
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    am 03.07.2020 09:09:50 | IP (Hash): 205442007
    joralo schrieb:
    "Aus Studien der letzten Jahre weiß man, dass postprandiale Blutzuckerspitzen (postprandial = nach der Mahlzeit) in stärkerem Ausmaß zu diabetischen Folgeschäden wie Atherosklerose und Herzinfarkt beitragen als hoher Nüchtern-Blutzucker." https://www.diabetes-news.de/nachrichten/blutzuckeranstieg-nach-dem-essen-verhindern

    Man weiss aber mittlerweile auch, daß bei "gesunden Menschen" nach einer reichhaltigen Portion Kohlehydrate die Werte auch sehr hoch steigen können. Also müssten auch diese "Nichtdiabetiker" diabetische Folgeschäden bekommen. Oder?
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    am 03.07.2020 10:17:42 | IP (Hash): 205157675
    Laut Studien sollen auch bei Angspatienten die Werte ansteigen, wenn sie in Stresssituationen geraten, sei es ein Arztbesuch, bzw. Prüfung etc. Ist dort dann auch eine Gefährdung?
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    am 04.07.2020 16:55:00 | IP (Hash): 1048436723
    r2d2 schrieb:
    Man weiss aber mittlerweile auch, daß bei "gesunden Menschen" nach einer reichhaltigen Portion Kohlehydrate die Werte auch sehr hoch steigen können. Also müssten auch diese "Nichtdiabetiker" diabetische Folgeschäden bekommen. Oder?



    Was heißt denn "sehr hoch"?

    Die Insulinausschüttung erfolgt biphasisch. Die erste Phase der Insulinsekretion ist sehr schnell, i.d.R. innerhalb von Minuten nach Mahlzeiteneinnahme.

    "Postprandial sieht man bei Stoffwechselgesunden einen biphasischen Verlauf der Insulinsekretion: Der erste Insulinwelle hat ihr Maximum nach 3-5 Minuten und dauert etwa 10 Minuten an. In dieser Sekretionswelle werden vor allem gespeicherte Insulinmoleküle freigesetzt. Danach folgt eine zweite Welle, die so lange anhält, wie eine Hyperglykämie besteht. Sie wird in erster Linie von neu gebildetem Insulin getragen." https://flexikon.doccheck.com/de/Insulinsekretion

    Diese erste Welle verhindert also, dass es überhaupt zu "sehr hohen" Werten kommt, d.h. solche "Blutzuckerspitzen" über 140 sind, wenn überhaupt, nur sehr kurz (Minutenbereich!). Dazu gibt es auch CGMS-Studien.

    Anders gesagt: die erste Phase verhindert Spitzen über 140, die zweite Phase dient dazu den Blutzucker innerhalb von 2 - 3 Stunden wieder auf Nüchternniveau zu bringen.

    Im prädiabetischen / diabetischen Bereich steigt der Blutzucker hingegen weitaus höher und es dauert Stunden, bis er wieder sinkt. Es ist diese erste Phase der Insulinsekretion, die bei Prädiabetikern und Diabetikern T2 gestört ist. Darin liegt die Gefährlichkeit bzw. Schädlichkeit.
    Bearbeitet von User am 04.07.2020 17:04:28. Grund: .