Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Fragen zu oGTT Werten
-
am 15.08.2020 17:53:56 | IP (Hash): 408232373
Hallo!
Ich bin neu hier 👋
Da ich schon seit Monaten trotz Sport und Kaloriendefizit kein Gramm abnehme, wurde bei mir ein oGTT Test gemacht!
Ich hatte schon oft Unterzuckersymptome - vor allem nach dem Essen!
Meine Werte:
Blutzucker:
Nüchtern: 66
1 Stunde: 74
2 Stunden: 48
Insulin:
Nüchtern: 12,5
1 Stunde: 150
2 Stunden: 45
Mir wurde jetzt aufgrund Insulinresistenz Metformin verschrieben.
Allerdings mache ich mir trotzdem so meine Gedanken?
Ist es normal dass der Blutzuckerspiegel so weit runter fällt?
Mir war nach 2 Stunden beim Arzt schon komisch...aber der Fahrt nach Hause (ca. 15 Minuten) dachte ich, ich komme nicht mehr heim. Zittern, schwarz vor Augen usw. - deshalb denke ich, dass der Blutzucker sogar noch weiter runter ging!
Hab dann 2 Vollkornbötchen gegessen (schaffe sonst nur 1) und es ging mir besser.
Denkt Ihr dass das normal ist bei einer Insulinresistenz?
Was ich so komisch finde, ist dass ja der Zucker bei mir gar nicht im Blut ankommt- der Wert steigt ja gar nicht 🤔
Danke und Liebe Grüße
Melanie
-
am 15.08.2020 18:41:48 | IP (Hash): 487841813
Zum Gewicht:
Kaloriendefizit ist NIE das rechnerische, sondern IMMER das tatsächlich an Lebendgewicht auf der Waage ablesbare.
Es gibt halt verschiedene Futterverwerter: Die einen können jeden Tag Mengen verdrücken und bleiben schlank bis hager, während gleich alte andere gleichen Geschlechts bei gleichen Tagesabläufen schon mit der Hälfte vom Futter der einen munter zunehmen :(
Doch doch, der Zucker kommt bei Dir schon im Blut an, was Du schön an der großen Insulinantwort sehen kannst. Und die sorgt dafür, dass das meiste vom Zucker schon in der Leber in Speicherfett umgewandelt und wahrscheinlich zum Teil da auch schon verbleibt. Der Rest wandert in die Schwimmhilfen ;(
Zum Bluzucker:
Wenn die Blutzucker-Automatik nicht mehr so recht funktioniert, zeigt sich das unangenehm meistens daran, dass der BLutzucker 2-3 Stunden nach dem Einfüllen von zu vielen KHs einen unangenehmen Ausflug in den Keller macht. Er sinkt also deutlich unter den Ausgangswert von vor dem Einfüllen und deutlich unter die normale Wohlfühlgrenze ab.
Einfache Abhilfe:
PASSEND weniger KHs einfüllen oder/und die Menge auf mehrere Portionen mit ner halben bis ner Stunde Pause dazwischen aufteilen, so dass kein tiefes Absinken provoziert wird.
Weil die Menge jeweils individuell ist, geht das nur ganz persönlich auszuprobieren, was eben bei einer selbst PASSEND ist.
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 15.08.2020 19:40:43 | IP (Hash): 408232373
Danke für Ihre Antwort 🙏
Ich muss gestehen, soviel ich auch lese, so wirklich verstehen tue ich nicht was da im Körper genau abläuft! Deshalb ist es auch schwierig zu verstehen was da bei mir genau los ist!
Denken Sie dass es tatsächlich eine Insulinresistenz ist und dass mir das Metformin hier hilft?
Also ich habe letztes Jahr schon 20 Kilo abgenommen und da ging es eigentlich ganz gut! Hab ja keine Diät gemacht sondern meine Ernährung komplett umgestellt! Ich esse ca. 1500 Kalorien am Tag und da müsste der Körper ja an seine Reserven gehen oder nicht?
Danke -
am 15.08.2020 20:22:09 | IP (Hash): 487841813
Wir schreiben uns hier alle per Du :)
20 kg weniger sind schon ne Hausnummer! Gratuliere!
https://www.med4you.at/laborbefunde/lbef2/lbef_insulin.htm hat zwar einige sachliche Unzulänglichkeiten, aber erklärt erstmal recht anschaulich, was da mit Insulin und Blutzucker usw abläuft.
Und wie hast Du Deine Ernährung umgestellt?
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 15.08.2020 20:42:59 | IP (Hash): 408232373
Ok :) dann danke ich dir :)
Ich mache viel Sport...Krafttraining um auch Muskeln aufzubauen und viel an der frischen Luft! Wandern, Fahrrad fahren, Walken usw.!
Ernährung:
kein Weizen mehr
Dinkel bzw. Vollkorn
viel Eiweiß
Keine Süßigkeiten usw.
Allgemein wenig Kohlenhydrate
Das alles hat letztes Jahr wunderbar funktioniert!
Aber seit Dezember 2019 steht mein Gewicht...und ich hab immer noch 20 Kilo Zuviel!
Da ich echt ausgewogen und gesund esse, war ich schon irritiert, dass meine Werte beim oGTT so schlecht waren....
-
am 15.08.2020 21:50:48 | IP (Hash): 766285711
Hallo Wuzlmama,
Metformin könnte deine Situation weiter verschlimmern. Als eine Wirkung verringert es die Glukoseausgabe der Leber. Das macht es nicht BZ-abhängig, also nur bei zu hohem BZ, sondern generell. Wenn du einen BZ-Wert unter 59 hast und dann noch die Leber davon abhälst, mit Ausgabe von Glukose gegenzuwirken, könnte dein BZ noch weiter absinken, eventuell sogar gefährlich tief. Wenn du also feststellst, dass sich deine Probleme mit Metformin verschärfen, dann setze es lieber wieder ab.
Deine BZ-Werte sind tatsächlich sehr niedrig und deine In Insulinwerte, falls sie in mIU/l angegeben sind, sehr hoch. Der Spezialist für solche Fälle ist der Endokrinologe. Versuche einen kompetenten Endokrinologen zu finden und lass dir bei ihm einen Termin geben - der kann dir vielleicht helfen.
Das was Jürgen beschreibt, wären "alimentäre Hypoglykämien", verspätete und dann überschießende Insulinantwort auf die Mahlzeiten. Danach sieht es für mich bei diesen Werten nicht aus.
Beste Grüße, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 16.08.2020 10:55:51. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 15.08.2020 22:02:40 | IP (Hash): 408232373
Hallo Rainer,
ich vermute mal, dass meine Probleme morgens schlimmer sind als Abends. Denn ich bin gerade beim einschleichen von Metformin...und Abends habe ich gar keine Nebenwirkungen. Aber morgens nach dem Frühstück geht gar nicht :-( ich musste es wieder weglassen. Den ganzen Tag eine extreme Übelkeit und auch Unterzuckersymptome...
Meinst du damit dass man Metformin nur dann nehmen sollte wenn nicht nur die Insulin sondern auch die BZ Werte erhöht sind?
Danke -
am 15.08.2020 22:06:40 | IP (Hash): 487841813
Die Werte waren nicht schlecht, sondern auffällig.
Auffällig der BZ nach 1 Stunde mit 74, wo 100-140 unauffällig wäre und bis 170 noch als gesunder Bereich gilt.
Noch auffälliger nach 2 Stunden mit 48, wo unauffällig 66-90 gewesen wäre.
Noch auffälliger die um 40 nach 3 Stunden, die Du nicht mehr gemessen, aber als Verschlimmerung des Unterzuckers beschrieben hast.
Sehr auffällig in dem Zusammenhang auch, dass bei dem 2 Stunden BZ mit 48 mg/dl ein erhebliches Vielfaches vom Insulin bei nüchtern 66 gemessen wurde. Hätte Dein Dok eigentlich deutlich zu sprechen müssen!!!
Passt so weder zu beginnendem Typ 2, was das Metformin rechtfertigen würde, noch zum Insulinom, was nen deutlich niedrigeren Nüchternwert machen würde, also in keine der üblichen Schubladen.
Deswegen mein Vorschlag, die KH-Portionen und damit die Insulinspitzen möglichst klein zu halten, z.B. vielleicht auch mal wenigstens zum Ausprobieren ein paar Wochen LCHF?
Mit weniger Insulin in Umlauf könntest Du ja vielleicht zu schlechteren Futterverwerter werden und der Waage noch das eine oder andere Kilo abluchsen?
Rainers Rat zum Endo ist sicher gut. Aber die Spezies ist chronisch überlastet, und Du hast ja normal keinerlei krankhafte Beschwerden, die die sofortige ärztliche Aufmerksamkeit erfordern (Nein, ich bin kein Arzt und schreibe das unter genau diesem Vorbehalt!). Deswegen würde ich an Deiner Stelle erst einmal in der vorgeschlagenen Ernährungsrichtung probieren. Daumendrück :)
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Bearbeitet von User am 15.08.2020 22:13:03. Grund: Ergänzung1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 15.08.2020 22:18:06 | IP (Hash): 408232373
Deshalb habe ich versucht mich im Internet etwas schlau zu machen! Denn das Gespräch hatte ich gar nicht mit meinen Doc - sondern mit der Arzthelferin! Die kommt schon aus einer Diabetes - Schwerpunktpraxis! Aber irgendwie hab ich kein gutes Gefühl dabei. Sie sagte halt nur mit der Ernährung würde ich das nicht - oder nur schwer in den Griff bekommen und dass ich eine Insulinresistenz habe und Metformin nehmen soll!
Soll ich es deiner Meinung nach auch nicht nehmen? -
am 15.08.2020 22:36:44 | IP (Hash): 487841813
Erste einfache und schnelle Antwort: Auch in den Fällen, in denen Metformin erwiesen TOP wirkt, passiert das nächste Quartal absolut NIX, wenn jemand drauf verzichtet.
Du hast nicht mal beim OGTT einen auch nur annähernd erhöhten BZ, der den Einsatz der Pille rechtfertigen könnte. Normaler Einsatz bei Nüchternwerten über 100, die damit dann wieder unter 100 gedrückt werden. Die Einnahme ist wie Rainer schon schreibt eher kontraproduktief.
Die Herausforderung besteht in der Interpretation/Deutung des auffällig hohen Insulinumsatzes infolge KH-Stimulation. Aber die kannst Du ganz praktisch ernährungsmäßig vermeiden. Und zum "Rest", so weit ich den sehen kann, schreib ich Dir morgen mehr. N8 ;)
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 16.08.2020 10:53:46 | IP (Hash): 1257585248
Wuzlmama schrieb:
Hallo Rainer, ich vermute mal, dass meine Probleme morgens schlimmer sind als Abends. Denn ich bin gerade beim einschleichen von Metformin...und Abends habe ich gar keine Nebenwirkungen. Aber morgens nach dem Frühstück geht gar nicht :-( ich musste es wieder weglassen. Den ganzen Tag eine extreme Übelkeit und auch Unterzuckersymptome...
Hallo Wuzlmama,
Metformin baut seine Wirkung über mehrere Tage auf.Deshalb würde es keinen Sinn machen, es am Abend zu nehmen und am Morgen nicht. Wenn die Unterzuckerungssymptome am Morgen so stark sind, dann lasse Metformin versuchsweise weg und wenn es dir dann (möglicherweise erst nach ein paar Tagen) besser geht, dann nimm es lieber gar nicht mehr.
Noch mal ein paar Worte zu deinen BZ- und Insulin werten. Hier (aus Wikipedia: Insulin)
https://de.wikipedia.org/wiki/Insulin#/media/Datei:Glucose-insulin-day-german.svg
hast du erst mal den normalen Verlauf von Insulin nach einer Mahlzeit bzw. beim oGTT. Deine Werte, die sehr wahrscheinlich in mIU/l angegeben sind, musst du mal 7 nehmen, um sie mit der dort angegebenen Maßeinheit pmol/l vergleichen zu können. Du siehst dann, dass deinen Insulinwerte viel zu hoch sind, so wie das bei einer normalen Insulinresistenz der Fall ist. Bei einer Insulinresistenz werden aber mit dem vielen Insulin die BZ-Werte nur auf den Normalwert abgesenkt oder sie sind zu hoch, wenn die BSD das nicht mehr ganz schafft. Bei dir wird der BZ mit dem vielen Insulin zu weit nach unten gedrückt, was dich von den normalen insulinresistenten Leute unterscheidet. Es ist durchaus möglich, dass das Abnehmen auch bei dir durch das viele Insulin erschwert wird. Du kannst aber nicht die gleichen Strategien wie die normalen insulinresistenten anwenden, wie z.B. Metformin.
Bei dir könnte durchaus helfen, wenn du den Insulinspiegel möglichst gering hältst. Das ist relativ einfach möglich, indem du die KH entweder moderat (z.B. LOGI) oder sogar stark (z.B. LCHF oder Paleo) absenkst. Sieh dir diese und andere Low Carb Ernährungen mal näher an. Vielleicht kannst du dich mit einer davon anfreunden und sie hilft dir beim Abnehmen. Eine Ernährungsberaterin, die dich bei LC unterstützt, dürfte nur schwer zu finden sein. Die meisten werden dich wie alle ihre insulinresistenten Patienten beraten wollen, was deine Probleme mit niedrigem BZ verschärfen dürfte.
Alles Gute, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 17.08.2020 11:29:42. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 16.08.2020 16:31:55 | IP (Hash): 1621794996
Hallo Rainer!
Ja du hast Recht - die Arzthelferin beim Hausarzt mit der ich das Gespräch hatte, meinte auf keinen Fall Low Carb oder Fasten!
Letztes Jahr als ich die 20 Kilo abgenommen habe, da hab ich eigentlich immer nur 2 Mahlzeiten am Tag gegessen - und wenn Abends dann ohne KH (oder fast ohne) halt kein Brot und sowas.
Ich hatte da auch diese Unterzuckersymptome nicht so ausgeprägt. Im Gegenteil - ich habe sogar oft morgens nüchtern Sport gemacht und hatte sogar da keine Probleme.
Was mir noch einfällt. Diese ganzen Unterzuckersymptome habe ich schon Jahrelang...nur ich dachte immer es wäre der Kreislauf. Ich denke dass das Problem schon länger besteht. Ich hatte nur nie daran gedacht, dass es am Zucker/Insulin liegen könnte.
Wäre evtl ein Termin beim Endokrinologen eine Option?
Danke und schönen Sonntag -
am 16.08.2020 17:48:09 | IP (Hash): 1405894044
Was sagt eigentlich dein hba1c, laut ddg sind bei unter 5,7 Störungen kaum möglich. -
am 16.08.2020 18:06:24 | IP (Hash): 109100247
DanielaW schrieb:
Was sagt eigentlich dein hba1c, laut ddg sind bei unter 5,7 Störungen kaum möglich.
kurze Bemerkung dazwischen:
DDG bezieht sich AUSSCHLIESSLICH auf Störungen mit höher als gesundem BZ. Der Themenstarter hier hat ganz eindeutig ne Störung im Rahmen vom unteren gesunden BZ-Bereich und darunter. Also nix, wozu die DDG irgendwelche Anhaltspunkte liefern könnte :(
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 16.08.2020 18:22:50 | IP (Hash): 1405894044
Also definiert die ddg nur hba1c Werte welche nicht mehr gesund sind und haben im gesunden Bereich keine Ahnung.....aha -
am 16.08.2020 18:23:57 | IP (Hash): 1405894044
hoffentlich lernen die durch dich dazu -
am 16.08.2020 18:50:13 | IP (Hash): 1621794996
Hallo!
Dieser HbA1c wurde nicht abgenommen.
Was sagt der denn aus?
Ich habe diesen Wert nur 2016 mal abgenommen bekommen und da lag er bei 5 % -
am 16.08.2020 19:54:06 | IP (Hash): 109100247
https://diabetesinfo.de/fortgeschrittene/grundlagen-fortgeschrittene/hba1c.html Zitat daraus:
"Ein schlechtes HbA1c zeigt eindeutig eine schlechte Einstellung, während ein normwertiges HbA1c noch kein Beweis für eine gute Einstellung ist. Von einer guten Einstellung kann man nämlich nur dann sprechen, wenn keine größeren Schwankungen aufgetreten sind. (BZ-Spitzen gelten als potentiell zytotoxisch und mitverantwortlich für Gefäßschädigungen)
Und da BZ-Spitzen nicht allzulange dauern, die Glykierung aber erst nach etwa 4 Stunden irreversibel wird tauchen diese Spitzen nicht im HbA1c auf."
Für Dich hat der HBA1c-Wert keinerlei Bedeutung. Wo Du selbst in der möglichen Spitze beim oGTT deutlich unter 100 mg/dl geblieben bist,
Und noch einmal für Frau Labor:
Jede Fachaussage, dass jemand unter einem Fachgrenzwert gesund sei, kann sich ausschließlich nur auf die jeweils mit diesem Grenzwert verbundenen möglichen Krankheiten beziehen!
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 16.08.2020 19:58:00 | IP (Hash): 1405894044
Danke, ich teile es meinem Chef mit. Dieser Spinner, hat sogar Medizin studiert, wo er in kürzerer Zeit doch einfach nur Deine Beiträge hätte lesen müssen. Aber ein, er verschwendet seine Zeit an der Uni. -
am 16.08.2020 20:10:26 | IP (Hash): 109100247
Ehrlich? Ich glaub einstweilen nicht, dass Du den Mumm dafür aufbringst, ihm allein den Sachverhalt aus diesem Thread zu zeigen und uns seine Bewertung mitzuteilen. - Wenn ich mich in Dir getäuscht haben sollte, will ich das gern zugeben.
Vielleicht als Zugabe: Hatte erst Anfang Juli meinen letzten Checkup mit HBA1c 5,0. Hab allerdings seit 1998 insulinpflichtigen Typ 2. Bin ich jetzt plötzlich auch gesund?
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 16.08.2020 21:00:24 | IP (Hash): 1405894044
Ich denke nicht, eher arrogant, unglaublich überheblich und unangenehm, aber ich denke, dass ich nicht der erste bin, der dir dies sagt, wenn ich alte Forenbeiträge lese. Ehrlich gesagt halte ich Dich für schizophren. Lass dies doch bitte mal untersuchen, oder lebe einfach deinen hochnäsigen Wahn als Diabetesoberlehrer im Netz weiter aus. Scheint ja seit Jahren Dein einziges Hobby zu sein. Viel Spass dabei. -
am 16.08.2020 21:05:55 | IP (Hash): 109100247
@Wuzlmama:
Du hattest beklagt, dass bei Deinem oGTT die Aufnahme der Glukose praktisch überhaupt nicht sichtbar geworden ist. Ist sie tatsächlich doch, aber um das bemerken zu können, muss man wissen, wie das Zuckerspiel abläuft
ALLE Glukose durch die Futterluke wird spätestens im Magen in einzelne Moleküle zerlegt. Die werden direkt hinterm Ausgang im Dünndarm durch die Darmwand aufgenommen und in die Pfortader gegeben. Die Pfortader ist die große Vene, die alle Zutaten aus dem Bauchraum sammelt, also auch alles aus der Bauchspeicheldrüse, und recht munter in die Leber spült.
Beim Übergang durch die Darmwand hat die Glukose dann jeweils immer die für sie mengenmäßig passende instantane Bestellung an Insulin ausgelöst und wird dann mit dem auf den gemeinsamen Zentimetern in der Pfortader in die Leber schon munter vermischt.
Die Leber ist dafür zuständig, was an Glukose in unseren Versorgungslogistiker Blutkreislauf gelangt.
Die Leber hat nur größere Ein- und größere Ausgänge. Kein größeres Gefäß geht direkt durch sie hindurch oder aus dem Bauchraum an ihr vorbei.
ALLES wird darin erst einmal verarbeitet, z.T. auch zwischengespeichert wie z.B. ein großer Teil jeder neuen Glukoselieferung (gesamt um 200g), und so aufbereitet, dass es dann am Ausgang dem großen Logistiker Blutkreislauf zur just-in-Time Belieferung überall in unserem Organismus in der just passenden Dosierung mitgegeben werden kann.
Bedeutet in einem Hausnummern-Beispiel konkret, dass Deine Leber bei Deinem oGTT Dein Blut vielleicht auf 67 mg/dl aufgeladen ausgegeben hat. Am Finger waren’s noch 66 und beim Rücklauf in die Leber noch 65, also 2 mg/dl pro Liter in den Organismus ausgeliefert. Mensch hat im Schnitt erwachsen 5 Liter, und die werden in Ruhe 1mal pro Minute umgepumpt, also 300 Liter pro Stunde. Und 300 mal 2 mg/dl=0,02 g/l sind 6 Gramm, die auf diese Weise pro Stunde verteilt werden können, ohne dass das bei einer BZ-Messung auffiele. Auch die doppelte Menge, 12g, würde eher nicht auffallen.
Klar muss noch deutlich mehr an die Muskeln geliefert werden, wenn die arbeiten müssen, und auch das erledigt unser Organismus eher nicht mit größeren BZ-Schwankungen, sondern mit der höheren Umlaufgeschwindigkeit unseres Kreislaufs: Da werden statt 5 Litern 20-25 pro Minute umgepumpt, die bei völlig gleichbleibendem Blutzucker praktisch "unsichtbar" 4-5mal so viel Glukose pro Stunde ausliefern können, also 48-60 Gramm.
Allein dieser kleine Ausschnitt vom großen Zuckerspiel verdeutlicht, dass der Glukose-Umsatz nahezu völlig unabhängig vom jeweils aktuell messbaren Blutzucker abläuft.
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Bearbeitet von User am 16.08.2020 21:16:19. Grund: Korrektur1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 16.08.2020 21:49:28 | IP (Hash): 1621794996
Hallo Jürgen,
Danke für deine Antwort.
Allerdings muss ich gestehen - dass ich da nicht wirklich verstehe was gemeint ist.
Da bin ich leider zu wenig drin in dieser Materie 🙈 ich würde mich aber wirklich sehr freuen, wenn du noch eine Idee hast warum mein BZ so stark fällt bei KH Zufuhr.
@Daniela
Ich will mich in euren Streit nicht einmischen.
Aber ich kann schon nachvollziehen, dass dieser eine Wert bei mir nicht auffällig ist, weil meine Werte nicht zu hoch sondern zu niedrig sind.
-
am 16.08.2020 22:22:57 | IP (Hash): 109100247
Du hattest in Deinem ersten Beitrag geschrieben:
"Was ich so komisch finde, ist dass ja der Zucker bei mir gar nicht im Blut ankommt- der Wert steigt ja gar nicht"
Tatsächlich ist der Wert aber doch auf 74 gestiegen!
Aber mal zurück:
Du hast 75g Glukose getrunken. Wenn die direkt ins Blut gegangen wären, hättest Du da übern Daumen in jedem Liter 15 Gramm haben müssen, also beim Piekstest 1500 mg/dl. Hast Du aber nicht, sondern in der Spitze mit 74 nur einen winzeligen Bruchteil davon.
Das heißt, dass die Glukose bei Dir beim Übergang aus dem Dünndarm soooo viel Insulin angefordert haben muss, dass das all die Glukose über 74 mg/dl in Deiner Leber gespeichert (und einen guten Teil davon schon in Triglyzeride umgeformt und ordentlich in die Schwimmhilfen exportiert) zurückbehalten hat.
Unter einer Bedingung:
Du hast in den 2 Stunden nach dem Einfüllen vom Zuckerwasser schön geduldig im Wartezimmer gesessen!
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 16.08.2020 22:37:12 | IP (Hash): 1621794996
Ja ich bin die ganzen 2 Stunden auf meinem Platz gesessen und hab gelesen! Bin nicht ein einziges Mal aufgestanden?
Würde das etwas ändern?
Oder meinst du wenn ich mich bewege wird die Glukose verbraucht?
Und dieser Vorgang den du oben beschreibst, der ist nicht normal? Ich meine bei ganz gesunden?