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Abendliche Spritzmenge, nächtliche Schwankungen und Morgenwerte
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am 18.11.2020 09:36:38 | IP (Hash): 426263130
Hallo zusammen,
ich bin neu und grüße alle Mitstreiter.
Ich esse abends um ca. 18h und spritze um 22h je nach BZ-Wert eine diesem dann gemessenen Wert entsprechende Menge Lantus.
Mein Problem:
Ich trage ein Eversense (mit dem ich nicht zufrieden bin) und sehe morgens, dass meine nächtlichen Werte teilweise extrem schwanken, ebenso meine morgendlichen Werte.
Meine Frage:
Welche Mengen spritzt Ihr Abends bei welchem Wert?
Oder spritzt Ihr immer die selbe Menge gleich bei welchem Wert?
Und wie sind dabei Eure Werte morgens ?
Freu mich auf Eure Info und Grüße Euch -
am 18.11.2020 10:05:53 | IP (Hash): 2125378493
Hallo Fips,
die Menge Basalinsulin in Abhängigkeit von einem einzelnen Momentanwert zu spritzen, macht keinen Sinn. Du kannst nicht den augenblicklichen BZ mit Langzeitinsulin korrigieren. Wenn du so etwas machen willst, dann müsstest du mit Kurzzeitinsulin auf eine bestimmten Ausgangswert korrigieren und dann das Langzeitinsulin spritzen.
Normal wird das Langzeitinsulin Lantus in einer festen Dosis gespritzt. Die Dosis am Abend wird so angepasst, dass die Nüchternwerte möglichst in deinen Zielbereich kommen, ohne dass nachts Unterzuckerungen auftreten.
Beste Grüße, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 18.11.2020 10:08:04. Grund: . -
am 18.11.2020 10:27:31 | IP (Hash): 294186328
Bin neugierig:
Was stört Dich am Eversense?
Von wo bis wo schwankt Dein BZ bei der Nacht?
Was für ein Arzt hat Dir das Lantus abhängig vom BZ zum Spritzzeitpunkt zu dosieren verordnet?
Was nimmst Du sonst noch an Medi fü Deinen Zucker?
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 19.11.2020 09:33:50 | IP (Hash): 514819079
Hallo Rainer,
zuerst DANKE für Deine Rückmeldung!
Um das etwas zu präzisieren, bevor ich um ca. 18h Esse, spritze ich die von mir dafür errechnete Menge Fiaps.
Um 22 messe ich (Blut) und aufgrund dieses Wertes spritze ich die jeweilige (von mir errechnete Menge) Lantus. Früher kam ich mit dieser eigenen Berechnung morgens immer bei 100 raus,
Meine nächtlichen Werte schlagen teilweise extrem nach oben und unten aus. Kurzfristig Z.B. mal von 80 nach 150 und morgens liege ich bei ca. 130
Ich werde ab sofort mal versuchen, eine konstante Menge Lantus über einen gewissen Zeitraum zu spritzen. An die Menge muss ich mich langsam herantasten.
Wobei mir dabei nicht klar ist, dass wenn ich bei verschiedenen 22Uhr-Werten, (egal ob Z.B. 100 oder 150) bei gleicher Lantus-Spritz-Menge, dann morgens zu einem ordentlichen Wert, ohne Unterzuckerung zu gelangen
Herzlichen Gruß
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am 19.11.2020 09:54:14 | IP (Hash): 514819079
Hallo Jürgen,
auch Dir DANKE für die Rückmeldung!
Das ist nun mein 3. Eversense. Davon alles Reklamationen.
Die bzw. meine Haupt-Probleme dabei sind/waren z.B. eine kurze Laufzeit von 2-3Monaten. Die Werte zu den Blut-Messungen gehen teilweise extrem auseinander oder bleiben über einen langen Zeitraum gleich. U.a. werde ich nachts zu einem Hypo geweckt und liege bei einer Blut-Messung weit darüber.
Auch die Platzierung fällt mir schwer und werde permanent nachts geweckt da der Sensor nicht gefunden wird
Roche´s Meinung dazu war, dass ich wohl nicht geeignet wäre....
Ein Diabetologe hat mir abends 10IE Lantus verordnet, aber mit diesen komme ich nicht zu einem guten morgendlichen Wert, so dass ich mir meine eigene IE-Rechnung aufgemacht habe und so wie beschrieben immer verschiedene Mengen gespritzt habe.
Morgens zum Frühstück gibt eine 500er Metformin und im Moment noch etwas Fiaps dazu.
P.S. Ich bin sehr sportlich und wiege 70Kg bei 165cm
Herzlichen Gruß
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am 19.11.2020 11:15:25 | IP (Hash): 766287869
Hallo Fips,
wenn es mit der festen Menge Basalinsulin nicht oder nur sehr schlecht funktioniert, dann kannst du um 20 Uhr mit Fiasp auf eine geeigneten Ausgangswert korrigieren und dann um 22 Uhr die feste Dosis Lantus spritzen.
Dien Weg kann nicht funktionieren. Nach deinen Angaben hast du noch eine Menge Eigeninsulin. Wenn du um 22 Uhr einen hohen BZ hast, dann wird der mit deinem Eigeninsulin und ein bisschen mit dem gespritzten Basalinsulin gesenkt. Das kann lange dauern, aber nach ein paar Stunden ist es durch. Danach wirkt dein zu viel gespritztes Basalinsulin und senkt den BZ zu weit ab. Durch dein Eigeninsulin wirkt das ganze nicht sehr stark, weil damit Spritzfehler weitgehend ausgeglichen werden. Aber fehlerhaft ist das Verfahren, das du dir ausgedacht hast, auf jeden Fall.
Alles Gute, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 19.11.2020 11:16:10. Grund: . -
am 19.11.2020 11:30:55 | IP (Hash): 514819079
Hallo Rainer,
auf welchen "geeigneten Ausgangswert" soll ich denn kommen um eine konstankte IE zu spritzen?
Oder ist es egal ob ich einen AW von 100 oder 150 oder 200 habe. Die Spritzmenge soll/ist immer die selbe?
Und in welchen (Tages-) Abständen soll/kann die Dosis (IE Lantus) angepasst werden bis der richtige
Morgenwert gefunden ist ?
Gruß Rudolf
Bearbeitet von User am 19.11.2020 11:56:21. Grund: Zusatz -
am 19.11.2020 11:57:40 | IP (Hash): 766287869
Das was du normal zwischen den Mahlzeiten haben willst, 100mg/dl wäre für dich wahrscheinlich ein vernünftiger Wert. Die Spritzmenge zum Korrigieren mit Kurzeitinsulin musst du natürlich an den momentanen BZ-Wert anpassen. Die Spritzmenge für das Basalinsulin soll prinzipiell konstant sein, wobei es bestimmte Situationen gibt, bei denen du auch die erneut anpassen musst.
Wie weit hast du dich denn bisher mit Insulin - Basal- und Mahlzeit - und dessen Wirkung beschäftigt? Viele gute Infos kannst du dir hier abholen:
https://www.diabetesinfo.de/fortgeschrittene/grundlagen-fortgeschrittene/vorwort.html -
am 19.11.2020 12:24:57 | IP (Hash): 514819079
Soweit klar. 100 wäre erstrebenswert. Allerding wenn ich vor dem Essen Fiasp spritze, dann komme ich erst ca. 2-3 Stunden danach auf diesen Wert.
D.h. Mit Fiasp versuche ich tagsüber, auf einen erträglichen Wert zu kommen.
Die Frage war, wie hoch soll/sollte der Ausgangswert um 22h sein, damit ich konstant die selbe Menge Lantus spritze um auf einen guten Morgenwert zu kommen.
Und in welchen Zeitabsständen (Tagen) kann diese Menge angepasst werden. -
am 19.11.2020 13:18:22 | IP (Hash): 766287869
Wenn du dich mit Korrektur nicht auskennst, dann kannst du dich z.B. hier einlesen:
https://www.diabetesinfo.de/fortgeschrittene/therapie/korrekturinsulin/korrekturbolus-test.html
Meine Antwort sollte genau deine Frage beantworten. Schau dir dort vielleicht auch mal die Infos zur Basalrate an.
Mein Eindruck ist, dass du dir viele gute Gedanken machst. Allerdings auch, dass dir die Grundlagen fehlen. Ohne die richtigen Grundlagen kommst du nie auf einen grünen Zweig.
Für die Anpassung der Basalrate lässt man sich normal 3 Tage Zeit, wobei die Änderung jeweils nicht mehr 2IE betragen sollte. -
am 19.11.2020 14:07:30 | IP (Hash): 514819079
Danke für Deine leider richtige Einschätzung!
Dann werde ich mal von vorne beginnen und meine Basalrate versuchen zu berechnen.
Dazu die Frage, wo finde ich eine -verständliche- Info mit Berechnug?
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am 19.11.2020 15:23:21 | IP (Hash): 182730532
Zur Ergänzung von Rainer:
Wie viel Lantus zur Zeit für Dich am besten passt, kann niemand rechnen, sondern das kannst Du nur systematisch ausprobieren. Also wie z.B. bisher um 22.00 abends spritzen und um ne feste Zeit am nächsten Morgen testen. Die Menge hat gepasst, wenn Du morgens mit etwa demselben BZ ankommst, mit dem Du am Abend gespritzt hast.
Stören kann dabei, dass der BZ bei der passenden Menge für z.B. morgens 100 irgendwann so um 01.00 Uhr rum deutlich tiefer als 70 mg/dl sinkt. Die zwei Stunden nach Mitternacht sind nämlich meistens die mit dem geringsten Insulinbedarf und dem niedrigsten BZ.
Und stören kann dabei auch ein BZ, der meistens so ab 3-4 Uhr munter und ohne zu Essen bis in den Vormittag hinein ansteigt mit 100 schon wieder um 05.00 und 180 um 10.00.
Da gilt es, halt den aktuell erträglichsten Kompromiss zu nutzen. Und dabei im Hinterkopf behalten, dass Lantus eigentlich 24 Stunden gleichmäßig wirken soll. Ich weiß von Usern, bei denen das mit 10 IE tatsächlich so ist, während bei anderen 10 IE nur die halbe Tagesdosis oder noch weniger sind.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 19.11.2020 16:16:56 | IP (Hash): 514819079
und genau das habe ich bislang praktiziert.
Ich habe entsprechendf meinem Wert um 22:00 Uhr meine Lantus IE angepasst.
Die Fragen für mich bleiben offen:
Welchen Wert soll ich um 22h haben? (Diesen kann ich einigermaßne steuern indem ich zum Abendesssen mein Fiasp spritze). Aber die Basalrate besagt ja, dass ich abends um 22h immer die selben IE spritzen soll, egal ob ich einen BZ vonn 100 oder 200 habe.
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am 19.11.2020 17:10:54 | IP (Hash): 1175618501
Fips schrieb:
Die Fragen für mich bleiben offen:
Welchen Wert soll ich um 22h haben? (Diesen kann ich einigermaßne steuern indem ich zum Abendesssen mein Fiasp spritze).
Ich verstehe nicht ganz, wie eine Frage für dich nach mehrfacher Beantwortung immer noch offen sein kann. Hier noch mal meine Empfehlungen:
- 100mg/dl anpeilen.
- Dosis Lantus auf keinen Fall vom BZ-Wert um 22.00 Uhr abhängig machen.
- Theorie gut erklärt hier https://www.diabetesinfo.de/fortgeschrittene/grundlagen-fortgeschrittene/vorwort.html , du musst natürlich die vielen Folgeseiten auch lesen.
Bearbeitet von User am 19.11.2020 17:14:57. Grund: . -
am 19.11.2020 18:20:43 | IP (Hash): 182730532
Fips schrieb:
Welchen Wert soll ich um 22h haben? (Diesen kann ich einigermaßne steuern indem ich zum Abendesssen mein Fiasp spritze)
Und warum machst Du dann nicht einfach um 100 statt Dir nen Kopf um 150 oder 200 zu machen?
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am 19.11.2020 21:03:19 | IP (Hash): 182730532
Sorry, war vorhin vielleicht ein bisschen flapsig. - Wer neu dazu kommt, braucht häufig ein weilchen, sich an die Denke der Diabetologie und damit an die der meisten Menschen mit Diabetes zu gewöhnen. Das gilt vor allem erstmal für die BZ-Werte.
Während ein völlig gesunder Mensch https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar nüchtern und vor den Mahlzeiten meistens im Rahmen von 60-90 mg/dl misst und in der Spitze etwa ne Stunde nach dem Essen für ein paar Minuten maximal 140-160, ist der behandlungsmäßig angestrebte Zielbereich mit Diabetes nüchtern und zwischen den Mahlzeiten 100-140 ohne jede Rücksicht auf die Spitzen zwischendurch locker bei 200-300. Als sehr scharfe Einstellung gilt nüchtern 80-120 und in den Spitzen nach dem Essen maximal 200. Und mit den immer häufigeren CGMs/kontinuierliche Messung beginnt sich von minimal 70 bis maximal 170 als neuer idealer Maßstab einzuführen, als die Range. Und die Qualität der Einstellung wird dann in % von 24 Stunden in dieser Range ausgedrückt, als % TIR. 100% TIR gelten als selten mögliche Ausnahme.
Wer 100% TIR oder noch mehr gesund haben will (gesund schwankt der BZ im normalen Alltag um maximal 50 mg/dl zwischen Tälern und Spitzen), der ist dafür außer in einer Schwangerschaft völlig auf sich selbst angewiesen. Und auch die werdenden Mütter bekommen sehr zuverlässig nur das Insulin (allerdings meistens nur Humaninsulin, sehr langsam für die Spitzen nach dem Essen, und mit eher 8-12 Stunden Wirksamkeit bei der Basal-Variante, nix 18-24) und den Druck, beim Leben ihres Babys ja die Werte einzuhalten, aber kaum brauchbare Anleitung, weil’s einfach kaum brauchbare ärztliche gibt.
Soviel erstmal zum Rahmen, in den Du nun mal hereingeraten bist ;)
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 21.11.2020 09:14:08 | IP (Hash): 514819079
Recht herzlichen Dank für Eure konstruktiven Ausführungen, Hilfen und Anleitungen!
Werde mich jetzt mal an meine Basalrate machen.
P.S. Zum HbA1c. Mein Eversense zeigt mir bei 7/14 und 30 Tage-Verlauf, (bei meiner Zieleinstellung 70-120, die sicherlich anspruchvoll gesetzt ist) folgendes an:
Innerhalb der Zielwerte 55% Unter 1% und Über 49% - Wie bitte ist Eure Meinung zu diesen Werten? -
am 21.11.2020 10:06:14 | IP (Hash): 1744940336
Für Dich ist nicht unsere Bewertung wichtig, sondern Deine. Wenn völlig gesund Dein Ziel ist, sind die Hälfte von 24 Stunden über 120 deutlich zu viel, wenn Du mal mit dem Musterverlauf aus dem Gesund-Link vergleichst. Aber wenn Dein Ziel der diabetologisch ordentliche Behandlungsrahmen ist, liegst Du da im sehr guten Bereich drin. Unter der Voraussetzung, dass die Eversense Werte nicht allzu weit von den vergleichbaren Fingerpieksen um 10-20 Minuten vorher abweichen.
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am 21.11.2020 10:24:28 | IP (Hash): 1579799547
Für mich wären ca. 50% 'time out of range' mies.
Warum stellt du dir mit dem Range von 70 ... 120 ein so hohes Ziel, das nicht erreichbar ist. Ein normaler Range wäre 70 ... 160 und mindestens 80% TIR. Du kannst dir natürlich auch anspruchsvollere Ziele stellen, z.B. 80% im Range 70 ... 140, aber realistisch und erreichbar muss es bleiben.
Bearbeitet von User am 21.11.2020 12:02:40. Grund: . -
am 22.11.2020 12:01:14 | IP (Hash): 514819079
Der Unterschied ist mir leider nicht klar.
Ich habe bei 70-120 - 50%. Der Grund dafür ist für mich, dass ab 120 statt eionem grünen ein gelbes Licht aufgeht und nicht erst bei 180 o.ä. Wert
Wenn ich die Einstellung auf 70-140 ändere liege ich innerhalb von 30 Tagen bei 86% und bei 70-160 bei 95%.
Warum also ist bei 70-120 50% mieß? Ich kann von diesen Werten leider nicht ableiten, welcher der bessere ist oder sein soll und warum. -
am 22.11.2020 12:29:04 | IP (Hash): 1846063717
Mit den weiteren Erläuterungen würd ich das auch für mich akzeptieren, und Du weist, ich steh auf gesund ;)
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am 24.11.2020 16:44:30 | IP (Hash): 348257371
Fips schrieb:
und genau das habe ich bislang praktiziert.
Ich habe entsprechendf meinem Wert um 22:00 Uhr meine Lantus IE angepasst.
Die Fragen für mich bleiben offen:
Welchen Wert soll ich um 22h haben? (Diesen kann ich einigermaßne steuern indem ich zum Abendesssen mein Fiasp spritze). Aber die Basalrate besagt ja, dass ich abends um 22h immer die selben IE spritzen soll, egal ob ich einen BZ vonn 100 oder 200 habe.
Hallo,
das ganze ist theoretisch ganz einfach.
Als erstes musst du deinen Blutzucker auf deinen Zielwert bringen. Bei mir war das am Anfang 120, später mit Alarmfunktion des Libre 2 Zielwert 100. Solltest du zum Bettgehen zu tief sein, entsprechend BEs essen, solltest du zu hoch sein, Korrekturinsulin (kurzwirksames Insulin spritzen).
Dann die normale Menge Lantus spritzen. Diese ist jeden Tag gleich, selten Ausnahmen ggf. durch Muskelauffülleffekt, oder ähnliches.
Passt die Menge an Lantus bleibt der BZ einigermaßen stabil über die gesamte Nacht, heißt keine starken Anstiege, keine starken Abfälle.
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am 24.11.2020 16:52:58 | IP (Hash): 348257371
Fips schrieb:
Der Unterschied ist mir leider nicht klar.
Ich habe bei 70-120 - 50%. Der Grund dafür ist für mich, dass ab 120 statt eionem grünen ein gelbes Licht aufgeht und nicht erst bei 180 o.ä. Wert
Wenn ich die Einstellung auf 70-140 ändere liege ich innerhalb von 30 Tagen bei 86% und bei 70-160 bei 95%.
Warum also ist bei 70-120 50% mieß? Ich kann von diesen Werten leider nicht ableiten, welcher der bessere ist oder sein soll und warum.
Man sollte sich realistische Ziele setzen.
Es ist einfach fakt, dass der Blutzucker nach der Mahlzeit ansteigt und dadurch höher läuft als 120. In Bad Mergentheim hieß es in der Schulung nach dem Essen sind Anstiege +60-80mg/dl vom Ausgangswert komplett normal und können durch die Trägheit des Insulins kaum vermieden werden.
Wenn du jetzt einen Ausgangswert von 100 hast, sind Spitzen von 160-180 komplett normal. Mit SEA, weniger Kohlenhydrate etc kann man die Spitzen etwas absenken. Aber selbst komplett Stoffwechselgesunde haben Spitzen von 140-160. Die sind definitiv nicht ständig unter 120.
Ich persönlich habe meinen TIR bei 80-140 eingestellt. Wobei ich mir hierbei anschaue, wie hoch meine Werte zwischen den Mahlzeiten sind. Über 80% ist mir hier wichtig. Dann schalte ich kurz auf 80-160 um zu schauen, wie es mit den kurzfristigen Spitzen aussieht. Da sollten mind. 90% drin sein. Und dann schaue ich mir hierbei an, welche Werte drüber liegen, welche Ursache dies hat, bspw. Katheterprobleme, bestimmte Nahrungsmittel, etc.
Schon mit 80-140 werde ich bei meiner DiaPraxis immer dumm angeschaut. Als Insulinpflichtiger Diabetiker gilt standardmäßig TIR 70-180. Wobei ich hier der Meinung bin, habe ich hier über 95%, dann kann man die Ziele etwas enger setzen. Also 70-160, oder 80-160. Wenn man da auch über 90% hat, kann man ja noch einen Zielwert von 70-140 oder 80-140 anstreben. Aber alles andere ist nicht mehr sinnvoll. -
am 03.12.2020 11:33:42 | IP (Hash): 1731968798
Zu TiR:
- Welcher %-Satz ist denn mit welchen Werten realistisch erstrebenswert?
- Warum ist alles außer 80/140 nicht mehr sinnvoll, denn ab 125mg/dl liegen wir ja bereits bei 7% und dies sollte nicht unsere Zielsetzung sein.
Meine persönliche Zielsetzung dazu ist 80/125 mit 70%
P.S.
Ich bin auf der Suche nach einer (guten) Online-Schulung. Kann mir da jemand etwas empfehlen?
Wegen einer Schulung oder einem Klinikaufenthalt hatte ich bereits die Klinik in Bad Mergentheim – leider ohne jegliche Rückmeldung - angeschrieben. -
am 03.12.2020 13:21:27 | IP (Hash): 1480313380
Du siehst, der Lennard will Dir helfen. Ne super App gibt's allerdings schon mit managegbl
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 03.12.2020 15:20:44 | IP (Hash): 1731968798
SORRY, aber ich versteht leider nur Bahnhof -
am 03.12.2020 17:46:31 | IP (Hash): 1480313380
Was daran ist Bahnhof?
Lennard will ne Diabetes-App machen und sich dabei genau nach dem richten, was wir brauchen. Wäre doch gut, wenn er Deine Herausforderung berücksichtigen und Dir dann eine liefern könnte, die Deine Fragen beantwortet, oder?
Und ich kenne keine App/kein Programm, die/das die jeweils aktuelle Insulindosis zutreffender angeben könnte, als https://www.managebgl.com/api.html , und ich kenne auch keine besseren Tutorials.
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am 03.12.2020 19:55:40 | IP (Hash): 1731968798
DANKE jetzt war es verständlich.
Das wäre natürlich super gut ! -
am 05.12.2020 21:01:45 | IP (Hash): 1976670685
Fips schrieb:
Wegen einer Schulung oder einem Klinikaufenthalt hatte ich bereits die Klinik in Bad Mergentheim – leider ohne jegliche Rückmeldung - angeschrieben.
In Bad Mergentheim gibt es bestimmte Aufnahmeindikationen. Siehe hier:
https://www.diabetes-klinik-mergentheim.de/klinik-information/aufnahmegruende
Nur dafür wird ein stationärer Klinikaufenthalt von der Krankenkasse bezahlt.
Frage doch mal bei allen Diabetologen in deiner Region nach. Ggf. bietet ja eine Praxis eine Online-Schulung bzw. eine Schulung in einer Kleingruppe an.