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Wofür Miaomiao und dgl. bei FSL2
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am 05.12.2020 20:58:22 | IP (Hash): 1751517416
Hallo,
ich bin neu hier und habe keine Suhfunktion nach Stichworten entdeckt. Deshalb habe ich ein neues Thema aufgemacht auf die Gefahr hin, daß es das schon gibt. Mich als Typ-2-Diabetiker mit extrem schankenden Blutzuckerwerten würde interessieren, wofür man zusätzlich zu einem FSL2 noch Zusatzgeräte wie Miaomiao und dgl. brauchen könnte. Nach anfänglichen - aus meiner Sicht chargenabhängigen - Problemen mit Sensoren im Frühsommer 2019 bin ich seit ca 1 1/2 Jahren mit dem FSL2 zufrieden, es macht, was es soll und alarmiert bei abweichenden Werten. Aber vielleicht kenne ich nur nicht die großen Vorteile der o.g. Geräte.
MfG
wrdc47 -
am 05.12.2020 21:11:53 | IP (Hash): 1976670685
Hallo,
das Miaomiao und ähnliche Geräte waren beim FreeStyle Libre 1 von sehr großer Interesse. Das FreeStyle Libre 1 hatte noch keine Alarmfunktion und mit dem MiaoMiao oder ähnlichen Transmittern konnte man mit dem Freestyle Libre 1 ein rtCGM (mit Alarmfunktion, etc.) bauen.
Mit dem FreeStyle Libre 2 laufen viele der Transmitter nicht mehr. Jedoch gibt es auch hier mittlerweile die Möglichkeit die Freestyle Libre Handyapp LibreLink zu patchen, damit diese die Daten an xdrip überträgt.
Wozu braucht man das:
- Möglichkeit jederzeit ohne Scannen den aktuellen Libre-Wert zu sehen
- Möglichkeit diese Werte auf einer geeigneten Smartwatch angezeigt zu bekommen
- Möglichkeit vielzähliger individueller Alarme (mehrere hoch/tief-Alarme, Dauerhoch/tief, Werte fällen schnell, bzw. steigen schnell,...)
- Möglichkeit die Freestyle Libre Werte zu kalibrieren
- Möglichkeit mit bestimmten Insulinpumpen und einer weiteren selbstgebauten App (AAPS) einen DIY-Loop zu bauen, wo die Pumpe entsprechend der aktuellen Werte, die Basalabgabe senkt oder erhöht.
All diese Dinge sind absolut DIY! Du selbst trägst die Haftung bei möglichen Fehlern. Es gibt keinerlei offiziellen Support bei Problemen, jedoch Hilfe in den entsprechenden Communities. Auch Der Diabetologe darf dir nicht bei der Erstellung/technischen Fragen bzw. der Apps helfen.
Die gepatched LibreLink App (ebenso die AAPS App, jedoch für dich uninteressant) kann man nicht einfach irgendwo downloaden, sondern man muss sie sich selbst erstellen.
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am 06.12.2020 10:30:52 | IP (Hash): 28342727
Hallo July95,
danke für die Antwort. Die Möglichkeit, so ein Gerät in Verbindung mir einer Insulinpumpe zu nutzen, ist sicher eine interessante Lösung, betrifft mich aber momentan nicht.
Den Vorteil in Verbindung mit Smartphone oder -watch sehe ich nicht so, denn da wird die Anzeige doch nur auf ein anderes Gerät verlagert, was ich dann anstelle des FSL2 hervorkramen müßte. Die Werte kann ich auch dort ablesen, sicher muß ich es für den aktuellen Wert an den Sensor halten, aber wenn ich es schon einmal in der Hand habe, ist das doch kein Problem.
Also für mich sehe ich da noch keinen Vorteil, aber vielleicht überzeugt mich ja noch jemand.
MfG
wrdc47 -
am 06.12.2020 18:17:14 | IP (Hash): 1976670685
Wenn du mit der normalen Lösung klar kommst, ist es ja kein Problem und möchte dich definitiv nicht zu so einer DIY-Lösung überreden.
Diese Lösung verwenden tatsächlich hauptsächlich Typ1er.
Ich persönlich käme mit der originalen Lösung nicht klar. Viele Sensoren messen bei mir 20mg/dl zu tief, heißt Libre kann als unterste Grenze bei 60mg/dl warnen, heißt aber offiziell ein BZ von 80mg/dl. Wo ich noch keine Kohlenhydrate essen würde. Bei wirklich tiefen Werten würde ich allerdings nicht mehr gewarnt werden. Dann bringt der Sensor nix.
Man kann natürlich auch einfach nach dem Sensorwerten gehen, dadurch verschlechtert sich allerdings der HbA1C. Wenn der Sensor wirklich 20mg/dl zu niedrig misst. Das ist bei vielen Anwendern - nicht bei allen - der Fall.
Ich persönlich möchte immer meine Werte im Blick haben, vor xdrip kam ich auf min. 20 Scans am Tag, bei bestimmten Situationen auch alle 5 min einen Scan um zu entscheiden, ob ich jetzt eingreifen muss, oder es so passt. Eben weil ich eine sehr hohe Time in Range (Zeit im Zielbereich) anstrebe. Heißt frühzeitig korrigieren sowie nicht unnötig schnell Traubenzucker einwerfen um dann nach einer Unterzuckerung zu hoch zu gehen.
Ich benutze mein Handy viel und habe somit ständig nebenbei meine Werte im Blick.