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Typ 2 Remission?
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am 22.01.2024 20:10:10 | IP (Hash): 46474283
Kelly schrieb:
Und da es ja immer Gründe gibt, die mit Essen zu tun haben, warum man dick geworden ist, wäre das doch eigentlich das Erste.
Bingo. Vielen Fällen von gestörtem Essverhalten liegt ein psychologisches Problem zugrunde, seien es Traumen wie sexuelle Übergriffe oder Essen als Ersatz für emotionale und persönliche Zuwendung. Auch nach dem Tod einer geliebten Person ist übermäßiges Essen (mit meist entsprechend fehlender Bewegung zum Ausgleich) für viele Patienten eine „beruhigende Maßnahme“. Das Problem ist aber auch jenes, das in Zusammenhang mit Übergewicht und Fettleibigkeit immer wieder thematisiert wird: Fehlende Bewegung. Denn Sport, wie bspw. Kraft- und Ausdauertraining, verbrennt - in Abhängigkeit von der Sportart, der Dauer und Intensität - viele Kalorien und wirkt sich sowohl auf das Herz-Kreislaufsystem, als auch auf den (Zucker)Stoffwechsel und die Psyche positiv aus.
Bearbeitet von User am 22.01.2024 20:12:00. Grund: . -
am 22.01.2024 20:39:10 | IP (Hash): 525338565
“Nowadays, average adult body weight in the UK increases by a pound every year between the ages of 20 and 60. Some people gain only a little and some gain much more but the person who weighed 156 pounds at the age of 25 will on average weigh 176 pounds by the time they are 45.”
…lese ich bei Taylor, und genau so wird das statistische Bundesamt den Zugewinn auch hier für D ausweisen. Sorry, aber das Phänomen erklärt kein individuelles psychologisches Problem von wg gestörtem Essverhalten.
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :) -
am 22.01.2024 20:41:58 | IP (Hash): 1688603062
Mitglied schrieb:
Das Problem ist aber auch jenes, das in Zusammenhang mit Übergewicht und Fettleibigkeit immer wieder thematisiert wird: Fehlende Bewegung. Denn Sport, wie bspw. Kraft- und Ausdauertraining, verbrennt - in Abhängigkeit von der Sportart, der Dauer und Intensität - viele Kalorien und wirkt sich sowohl auf das Herz-Kreislaufsystem, als auch auf den (Zucker)Stoffwechsel und die Psyche positiv aus.
Das stimmt natürlich generell, aber wie man auf Sport reagiert und was man davon hat, ist doch individuell sehr unterschiedlich. Ich kann beispielsweise durch Sport nicht abnehmen. Steht so in meinem Gentest und ist auch meine Erfahrung. Deshalb sind die verbrauchten Kalorien da für mich irrelevant. Bislang reagiert auch mein Zucker nicht auf Sport, aber ich mache das ja noch nicht so lange. Zwar scheint es bei anderen schneller zu gehen, aber vermutlich gehöre ich da - genau wie beim Abnehmen - wieder mal zu den Langsamen.
Herz-/Kreislauf weiß ich jetzt nicht. Ich hoffe, dass mir das Radfahren da jetzt was bringt. Kann ich aber auch noch nicht durch Erfahrung untermauern. In erster Linie erhoffe ich mir davon mehr Kondition, denn in der Beziehung bin ich noch sehr unterversorgt. Krafttraining mache ich schon länger, wenn auch zum Teil durch Krankheiten unterbrochen, und da habe ich immer viel gemerkt. Also auf Krafttraining spreche ich anscheinend besser an als auf Ausdauertraining. Aber wenn das jetzt mit dem Fahrrad gut läuft, kann sich das ja vielleicht auch noch mal ändern.
Bearbeitet von User am 22.01.2024 20:44:01. Grund: Ergänzung -
am 22.01.2024 20:50:02 | IP (Hash): 522677713
also mein Weg in das Übergewicht war viel einfacher: es schmeckte einfach so lecker und ich war zeitgleich faul und träge. Ein ständigen Riesenappetit, eine Vorliebe für Pasta, Pizza, Burger, Döner , Überbackenes und alle Arten von Fastfood. Von Gemüse hab ich nie viel gehalten, ich war derjenige der sein Gemüse lieber gegen eine Extra Portion Nudeln getauscht hat. Am Nachmittag gab es im Büro immer 2 oder 3 Mars, Snickers oder so (Zuckertief nach der Pizza will ja ausgeglichen werden). Eine Tüte Gummibärchen durfte auch nie fehlen, Lakritze liebe ich ebenso, gern diese Stafetten mit dem Zuckermantel. Von all dem und von der Milkaschokolade gab es einige Tüten bzw. Tafeln pro Woche. Oft auch abends beim Fernsehen, Nutella war so lecker !. Ganz wichtig: NO SPORTS !
Getränke waren Apfelsaftschorle, Cola (zero oder normal, war mir völlig egal). Zucker in den Kaffee natürlich. Wird wohl in der Summe kaum mal unter 3000 kcal gewesen sein, vermutlich weit, weit mehr.
So, ist euch nun schlecht? Mir schon, vom lesen des eigenen Textes-:)))
Ich hab mir meinen DM wirklich hart erarbeitet, hab Haribo, Katjes, Suchard und alle Fastfoodbuden reich gemacht und kann rein gar nichts auf ein Kindheitstrauma schieben. Dieser Lebenswandel fing erst in den 20ern langsam an und hat sich über die Jahre dann zu einer Gewohnheit entwickelt bis mit 50 die Quittung kam.
Ich muss eine gute Verbrennung haben das ich das über Jahrzehnte so aushalten konnte und nicht das Gewicht eines Panzers angenommen habe sondern den BMI von 35 oder 36 nie überschritten habe.
Bearbeitet von User am 22.01.2024 20:51:55. Grund: Korrektur1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 22.01.2024 20:55:16 | IP (Hash): 525338565
Kelly schrieb:
Ich kann beispielsweise durch Sport nicht abnehmen. Steht so in meinem Gentest
Sorry, aber das kann so nicht stimmen, denn dann müsste dein Organismus zaubern können ;)
Selbstverständlich verbraucht dein Organismus mit 8-10 km in einer halben Stunde auf dem E-Bike mehr Kalorien, als mit einer halben Stunde in Ruhe auf dem Sofa. Und wenn du diese Kalorien nicht zusätzlich isst und jeden Tag so ein kleines Kaloriendefizit addierst, dann kommt da auch nach und nach ein Kilo zusammen, das du dann schlicht abgenommen hast.
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 23.01.2024 00:08:04 | IP (Hash): 1904521947
@Kelly: mir war reiner Ausdauersport vor allem immer viel zu öde und langweilig.
Pfiff hat das durch die Mischung von beidem bekommen...nennt sich Zirkeltraining. Richtig angepackt baut der Körper gleichzeitig Muskeln auf, die nachts das Fett verbrennen ;-).
LG
Nada
Typ 2 - 2x1000mg Metformin
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am 23.01.2024 07:13:05 | IP (Hash): 1688603062
hjt_Jürgen schrieb:
Kelly schrieb:
Ich kann beispielsweise durch Sport nicht abnehmen. Steht so in meinem Gentest
Sorry, aber das kann so nicht stimmen, denn dann müsste dein Organismus zaubern können
Mein Körper kommt bei Sport nie in den Fettverbrennungsmodus, habe ich durch meinen Gentest gelernt. Er schaltet da einfach nicht um. Wie er das macht, weiß ich nicht. Er hat einfach nicht den "Schalter" dafür. Und das stimmt mit meiner Erfahrung überein. Wenn ich nur Sport mache, aber an meiner Ernährung nichts ändere, nehme ich nichts ab. Wenn ich etwas an meiner Ernährung ändere, weniger esse, andere Sachen esse, nehme ich sofort ab. Ohne Sport.
Ich kann auch kein pflanzliches Vitamin A verarbeiten, sagt mein Gentest. Ich kann also so viel Gemüse mit Vitamin A essen, wie ich will, das nützt mir gar nichts. So ist das eben. Die Gene geben vor, was funktioniert und was nicht. Ich habe beispielsweise auch das GST-Gen nicht, und wenn ich das nicht habe, kann ich das nicht ändern. Das hat jetzt allerdings wieder mit etwas anderem zu tun als Vitamin A. Das GST-Gen hat mit der Verarbeitung von Giftstoffen (bspw. aus der Umwelt) zu tun. Deshalb bin ich sehr anfällig dafür.
Die Auswertung des Gentests ist Dutzende von Seiten lang, das sind nur einige Beispiele. Aber für mich war das in vielerlei Hinsicht sehr erhellend. Weil das viele Sachen erklärt, die ich mir bisher nicht erklären konnte. Es gibt Leute, die können genetisch super Sport machen, und es gibt Leute, bei denen das nicht so gut funktioniert. Es ist nicht alles nur Faulheit, sondern es sind eben auch die Gene. Ich bekomme bei Sport keine Endorphine, da könnte ich machen, was ich wollte. Ich mache Sport, weil es gesund ist, weil ich dadurch kräftiger werde und hoffentlich ausdauernder. Für das Gewicht bringt mir das rein gar nichts. Da könnte ich mich einfach auf weniger essen beschränken, das ist wesentlich besser. -
am 23.01.2024 07:50:20 | IP (Hash): 72970431
Nada schrieb:
Richtig angepackt baut der Körper gleichzeitig Muskeln auf, die nachts das Fett verbrennen ;-).
Es ist zwar richtig, dass Muskelmasse Energie verbraucht, jedoch wird dieser "Bonus" zuweilen massiv (!) überschätzt. Häufig liest man an Sensationsjournalismus grenzende Schlagzeilen wie "Muskeln verbrennen sogar Nachts viel Fett".
In der Praxis sieht das anders aus: 1 kg Muskelmasse mehr verbrennt gerade einmal 13 kcal (!!!) zusätzlich. Um da einen nennenswerten Unterschied zum vorherigen Zustand zu erreichen, müssten 10, 20 kg Muskelmasse aufgebaut werden. Und das ist, je nach der Genetik UND vor allem den Zielen des Sportlers, vorausgesetztem "richtigen" Training mit kontinuierlichem Fortschritt und vielen anderen Faktoren, ein Projekt, das über einige, wenn nicht gar viele Jahre andauert. Und dieses Ziel des massiven Muskelaufbaus haben die meisten Hobby-Sportler unter uns ja gar nicht. Mehr noch muss bedacht werden, dass mit jedem Kilogramm Fett, das im Rahmen einer Abnehmkur flöten geht, auch 4 kcal weniger (!) im Ruhemodus verbrannt werden. Und dann wird natürlich auch während des Training mit zunehmender Abnahme (!) des Fetts weniger Energie verbraucht, weil ja immer weniger Masse versorgt werden muss. In diesem (!) Kontext ist der positive Effekt vom höheren Energieverbrauch durch mehr Muskeln also eher als Ausgleich für das weniger an Fettmasse zu sehen.
Den Bonus betreffend das gleichzeitige Verbrennen von Fett und dem Aufbau von Muskeln betrifft übrigens in erster Linie untrainierte (Kraft)Trainingsanfänger (die sehr viel schneller Ergebnisse sehen und spüren) und Personen mit einem höheren bis hohen Körperfettanteil.
Bearbeitet von User am 23.01.2024 07:54:03. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 23.01.2024 08:06:48 | IP (Hash): 72970431
Gunter21 schrieb:
also mein Weg in das Übergewicht war viel einfacher: es schmeckte einfach so lecker und ich war zeitgleich faul und träge. Ein ständigen Riesenappetit, eine Vorliebe für Pasta, Pizza, Burger, Döner , Überbackenes und alle Arten von Fastfood. Von Gemüse hab ich nie viel gehalten, ich war derjenige der sein Gemüse lieber gegen eine Extra Portion Nudeln getauscht hat. Am Nachmittag gab es im Büro immer 2 oder 3 Mars, Snickers oder so (Zuckertief nach der Pizza will ja ausgeglichen werden). Eine Tüte Gummibärchen durfte auch nie fehlen, Lakritze liebe ich ebenso, gern diese Stafetten mit dem Zuckermantel. Von all dem und von der Milkaschokolade gab es einige Tüten bzw. Tafeln pro Woche. Oft auch abends beim Fernsehen, Nutella war so lecker !. Ganz wichtig: NO SPORTS !
Getränke waren Apfelsaftschorle, Cola (zero oder normal, war mir völlig egal). Zucker in den Kaffee natürlich. Wird wohl in der Summe kaum mal unter 3000 kcal gewesen sein, vermutlich weit, weit mehr.
So, ist euch nun schlecht? Mir schon, vom lesen des eigenen Textes-:)))
Ich hab mir meinen DM wirklich hart erarbeitet, hab Haribo, Katjes, Suchard und alle Fastfoodbuden reich gemacht und kann rein gar nichts auf ein Kindheitstrauma schieben. Dieser Lebenswandel fing erst in den 20ern langsam an und hat sich über die Jahre dann zu einer Gewohnheit entwickelt bis mit 50 die Quittung kam.
Ich muss eine gute Verbrennung haben das ich das über Jahrzehnte so aushalten konnte und nicht das Gewicht eines Panzers angenommen habe sondern den BMI von 35 oder 36 nie überschritten habe.
Genauso erging es mir auch! :-) Ich schaufelte wahllos alles in mich rein, trieb keinen Sport und verbrachte jobbedingt auch meine Arbeitszeit überwiegend im Sitzen. Versäumte ich mal den Bus und musste 10 Minuten von der Straßenbahn nach Hause wandern, fühlte ich mich mit meinen damaligen 145 kg bei 1,83 Meter wie ein Ungläubiger im Inferno.
Im Mai 2019 begann ich meine Abnehmreise und wurde dank geeigneterer Lebensmittelauswahl, Bewegung und Sport binnen anderthalb Jahren sage und schreibe knapp 70 kg los. Seitdem habe ich ungefähr 10..12 kg Muskeln zugenommen, denn während meiner Abschmelzreise beging ich den Fehler kein Krafttraining zu betreiben und richtete meinen Fokus auf "Ausdauersport" á la Schwimmen, ausgiebige Spaziergänge und - mit abnehmendem Gewicht und zunehmender Fitness - immer mehr Einheiten auf dem Crosswalker.
Doch das größte Geschenk war wohl jenes, dass ich mich zunehmend wohler im eigenen Körper fühlte und an Selbstbewusstsein gewann. Das alleine war den gesamten Aufwand (den ich niemals als solchen im Sinne eines "schwierigen Weges" empfand) überaus wert. -
am 23.01.2024 08:44:08 | IP (Hash): 642710407
Es gibt da auch einen ganz großen Unterschied zwischen Männern und Frauen. Da Männer schon von Natur aus 30% mehr Muskelmasse haben als Frauen, läuft das etwas anders. Für uns Frauen ist es wesentlich schwerer, Muskeln aufzubauen. Jedenfalls, wenn man nicht der athletische Typ ist. Der bin ich nicht. 😀 Ich bin eine kleine Frau mit runden Schultern und breiten Hüften. Der größte Teil meines Gewichts sitzt unterhalb der Hüften an meinen Beinen. Der kleinste Teil sitzt am Bauch.
Dieser Mythos mit dem Ausdauersport betrifft meistens auch vor allem Frauen. Weil man denkt, Frauen haben keine Muskeln und wollen auch keine, wird uns Ausdauersport empfohlen. Oder Hanteln mit 500g Gewicht. In pink. 🙄 Völlig sinnlos. Selbst eine kleine Frau wie ich kann mehr heben als das.
Meine Trainerin hat glücklicherweise eine andere Vorgehensweise. Sie macht ein Training, bei dem Gewichte schon etwas schwerer sein dürfen. Meine Schultern waren vorher sehr schwach, wie üblich bei den meisten Frauen. Meine meiste Kraft saß in den Beinen. Aber nach ein paar Monaten Training bekam sogar ich dann so richtige Erhebungen auf den Schultern, wenn ich meine Muskeln anspannte. Das war ein tolles Gefühl! 😊