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Ernährungsberater /-in
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am 01.03.2021 16:14:02 | IP (Hash): 166197356
Termin bei meiner Ernährungsberaterin gehabt (das sind diese Diabetiker Schulungen, die wohl jeder durchmachen muss).
Anfürsich ne gute Sache, wenn man solche Schulungen wertschätzend, aktiv zuhörend und motivierend abhält als Coach.
Zu meiner Person kurz: Typ 2, im Okt. 2020 festgestellt, Langzeitzucker damals bei 12,94, habe den Wert heruntergepowert auf 5,75 aktuell. Für mich, für Euch, für meinen Doc ist das ein hervorragender Wert, meinen Coach hat das gar nicht interessiert, schon mal die erste große Differenz und absolut demotivierend, sie hat den Wert als "nett" abgetan, ich solle mich lieber auf die wirklichen To Do's konzentrieren..
Die wirklichen To Do's in ihren Augen ist die Gewichtsabnahme, die zugegebener Maßen etwas stockt in letzter Zeit. Dabei habe ich 2 Kg abgenommen (wiege aktuell 104kg, 1,73m groß, muskulös). In Ihren Augen ist das nicht viel, da ich ja auch Ozempic spritze und das soll ja laut Fachzeitschrift wahre Abnehmwunder bewirken...
Auf meinen Hinweis hin, dass ich lieber in kleinen Schritten und dafür konstant abnehmen will, hat sie abwertend reagiert, ich hätte schon mehr erreichen können und sie möchte (Achtung O- Ton!) beim nächsten Mal Erfolge sehen...
Musste mich schon ordentlich wundern über diese Oberlehrerattitüde und diese demotivierende Art und Weise. Zumal sie den Erfolg, den ich beim Langzeitzucker habe, so gar nicht wahrnehmen wollte. Für mich ein absolutes Unding.
Was ich Euch damit sagen will ist, dass Berater und Coachs immer motivierend sein sollten, gerade was Ernährung und Verhalten anbelangt. Ein Ernährungscoach, den man aufgrund von Diabetes aufsucht, sollte sich IMMER auch die BZ Werte anschauen, selbstverständlich. Ein Coach sollte Euch ernst nehmen und Euch aktiv zuhören, unterstützend sein und Euch niemals demotiviert das Zimmer verlassen.
Ich hab jetzt noch 3 Sitzungen bei der Beraterin vor mir. Mir jetzt jemand anderen zu suchen, ist mir ehrlichgesagt zu aufwendig. Ich zieh das jetzt durch - ich kenne meine Baustellen.
Allen anderen kleiner Tip, erkundigt Euch vorher im Netz über Erfahrungen mit solchen Beratern /-innen, und feiert Euch für jeden Erfolg, den Ihr verzeichnet, sei er auch noch so klein und für andere unbedeutend. Das Thema Diabetes ist kein einfaches, aber jeder Erfolg - ist ein Erfolg.
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am 01.03.2021 18:27:05 | IP (Hash): 1398849525
Hallo Brown Sugar,
Glückwunsch zu deinen Tollen Werten! Lass dich nicht runter ziehen den Langzeitwert so weit zu drücken ist schon ein großer Erfolg.
Schade das deine Beraterin da so unschön reagiert.
Eine positive Motivation bringt doch so viel mehr als so ein "Runterputzen", vielleicht war es auch gar nicht so schlimm gemeint aber zu manchen Menschen hat man einfach keinen Draht und dann klappt es mit der Kommunikation so gar nicht. Als Beraterin die viel mit Menschen arbeitet sollte sie das aber eigentlich können.
Ich bin in den letzten 4 Monaten einen ähnlichen Weg gegangen, zum Glück sagt mein HA solange ich das selbst so gut manage brauche ich nicht unbedingt eine Schulung.
Eine starke Gewichtsreduktion wird bei neu T2 inzwischen angestrebt weil dadurch in vielen Fällen eine Remission möglich ist, das heißt das du ohne (oder sehr wenigen) Medikamenten auskommen kannst.
Aber ich bin der Meinung da muss jeder seinen eigenen Weg finden, wenn ich lese das da teilweise eine 800kcl. Shake Diät empfohlen wird, eine Horror Vorstellung für mich.
Gruß Tobias
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am 01.03.2021 21:28:31 | IP (Hash): 336818234
Glückwunsch auch von mir :)
Von einer ordentlichen Diabetesberatung würde ich heute erwarten, dass sie mir beide heute mögliche grundsätzlich verschiedene Wege aufzeigt und mich auf die weite mögliche Bandbreite dazwischen hinweist.
Einmal also der bisher übliche Weg, der bis zum Überschreiten der Diagnose-Grenzwerte und danach noch einmal nachdrücklich zu Abnehmen und mehr Bewegung und gesünderer DGE-Ernährung vermahnt. Früher oder später steigt damit in aller Regel der Blutzucker mehr oder weniger munter weiter an und will über die Jahre mit imme mehr Medis am besten im Bereich der Diagnose-Grenzwerte gehalten werden.
Und dann ist da der neue (seit etwa 10 Jahren bekannt) Einstieg mit 6 Wochen Nahe-Fasten, VLCD=Very-Low-Caloric-Diet mit 600-800 kcal Tag den Blutzucker völlig ohne Medis schon nach um einer Woche in den völlig gesunden Bereich absenken, praktisch noch ohne JEDE nennenswerte Gewichtsabnahme, und dann mit weiterem schnellem oder auch langsamem Abnehmen darin halten. Die einfachste Möglichkeit ist der morgens-mittags-abends-Shake, aber geht natürlich auch mit völlig normalem Essen, und bei der geringen Menge ist DGE oder LC völlig unerheblich.
Hier ist Ziel vom ersten Schritt der völlig gesunde BZ, der dann mit dem folgenden verstärkt und abgesichert und vollständige Remission genannt wird.
Vorteil: gesunder BZ und keine Medis!
Nachteil: zuverlässig nur, wenn man im Rahmen der persönlichen BZ-Möglichkeiten bleibt, und das geht nun mal nur mit Messen und ggf. entsprechend Anpassen.
Und dann ist da ja noch das weite Feld zwischen diesen beiden Möglichkeiten mit meistens mehr gesundem BZ mit weniger Medis und mehr Lebensstiländerung und mit mehr Medis und höherem BZ und weniger Lebensstiländerung.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Bearbeitet von User am 01.03.2021 21:29:51. Grund: Ergänzung -
am 24.03.2021 07:06:29 | IP (Hash): 1338894344
Hallo brownsugar,
ich bin entsetzt. Was ist das denn für eine Ernährungsberaterin? Zuhören, Motivieren, Motivieren und Zeit geben ist das A und O. Schließlich hast du Diabetes nicht innerhalb weniger Tage bekommen, der Körper braucht Zeit. Du machst das schon richtig.
Viele Grüße
deinvitalesleben