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Schwangerschaft mit Diabetes Typ 2
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am 21.03.2021 09:46:18 | IP (Hash): 1284853449
nise schrieb:
Der Nüchternwert geht trotz Basalinsulin nicht soweit runter wie er soll und ich erhöhe alle 3-4 Tage schon um zwei Einheiten, weil ich das machen soll bis ich im Zielbereich für Schwangere ankomme.
Das tolle Insulin zum Rollen oder Schwenken wirkt bei den meisten von uns 2ern eher 8 als 12 Stunden, und der Wirkverlauf sieht aus wie ein flacher Hügel. So um 3-4 Stunden nach dem Spritzen hast Du für 1-2 Stunden die maximale Wirkung, und dann flacht die langsam wieder ab, so wie sie zuvor langsam angestiegen war.
Bei allem Schielen auf den morgendlichen Nüchternwert haben viele von uns sich schon mal zu viele Einheiten für die allgemein insulinenpfindlichste Zeit so von Mitternacht bis 02.00 Uhr gespritzt. Also in der Gegend mal Wecker stellen oder weil sowieso Klogang dann auch mal eben messen.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 21.03.2021 10:06:34 | IP (Hash): 692555390
nise schrieb:
Oder sollte ich das einfach mal testen, indem ich nachdem spritzen nach 15 - 30 Minuten nochmal messe und dann erst ab einem bestimmten Wert anfange zu essen?
Hallo Nise,
ich vermute, dass du etwas falsch verstanden hast. Es ist richtig, dass das Insulin eine Weile braucht, ehe es in ausreichender Menge an die richtige Stelle kommt, wo es wirken kann. Aber auch das Essen und die darin enthaltenen KH brauchen ihre Zeit, ehe sie durch Magen und Darm als Glukose im Blut ankommen. Wenn du erst anfängst zu essen, wenn das Insulin seine volle Wirkung entfaltet, würdest du erst mal in eine Hypo kommen, ehe die Glukose aus der Mahlzeit da ist.
Du sollst nur versuchen, die Spritzzeit so zu verschieben, dass die Hauptwirkung des Insulins und die Hauptwirkung der Glukose möglichst nah zusammen kommen. Dazu musst du den Spritzzeitpunkt etwas verschieben, aber immer nur in kleinen Schritten. Nimm zum Ausprobieren, so wie Heike es vorschlägt, nur 5-Minuten Schritte.
Alles Gute, Rainer
Bearbeitet von User am 21.03.2021 10:06:58. Grund: . -
am 21.03.2021 11:21:49 | IP (Hash): 1284853449
Rainer schrieb:
Es ist richtig, dass das Insulin eine Weile braucht, ehe es in ausreichender Menge an die richtige Stelle kommt, wo es wirken kann. Aber auch das Essen und die darin enthaltenen KH brauchen ihre Zeit, ehe sie durch Magen und Darm als Glukose im Blut ankommen. Wenn du erst anfängst zu essen, wenn das Insulin seine volle Wirkung entfaltet, würdest du erst mal in eine Hypo kommen, ehe die Glukose aus der Mahlzeit da ist.
Wer einfach nur an dem Spritz-Ess-Abstand immer noch ein Stückchen weiter schiebt und auf die Spitze nach dem Essen schaut, kriegt normal gar nicht mit, wenn die Insulinwirkung vor dem Essen messbar einsetzt. Und das macht sie wenigstens bei uns 2ern wenigstens ne gute Stunde vor dem Erreichen ihres Maximums. Wer sich bei Hausnummer 100 mg/dl den Bolus gibt und vor die Mahlzeit setzt und dann in 5-Minuten-Schritten piekst und zu essen (nicht zu schlingen!) beginnt, wenn der BZ auf 90 oder 85 gesunken ist, braucht bestimmt keine Hypo zu fürchten. Und vielleicht passt dann ja sogar die komplette Mahlzeit in den Zielrahmen und muss für niedrigere Spitzen nicht áufgeteilt werden.
WICHTIG: Morgens+mittags+abends sind durchaus sehr verschiedene SEAs möglich. So hab ich z.B. morgens einen von 40-50 Minuten und mittags und abends 15-20 Minuten.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 21.03.2021 11:21:49 | IP (Hash): 1284853449
d
Bearbeitet von User am 21.03.2021 11:25:14. Grund: d -
am 21.03.2021 11:21:49 | IP (Hash): 1284853449
wieder mal doppelt
Bearbeitet von User am 21.03.2021 11:23:00. Grund: d -
am 21.03.2021 19:59:27 | IP (Hash): 493130703
Danke für den Austausch und die Tipps :)
Ich habe das Gefühl mein Körper reagiert extrem auf alle Kohlenhydrate die ich zu mir nehme. Sei es Kartoffeln, Vollkornnudeln, Naturreis oder auch Vollkornprodukte wie Brot, Brötchen oder so. Ich hatte nach beiden Mahlzeiten heute nach einer Stunde nachdem Essen von 160 mg/dl. Sobald ich aber nur Produkte mit Eiweiß zu mir nehme oder Hülsenfrüchte wie Kichererbsensalat mit Feta, Tomate und Zwiebel klappt es super, aber ich kann in der Schwangerschaft ja nicht komplett auf Kohlenhydrate verzichten und meine Diabetesberaterin versteht selber nicht wieso mein Körper auf das Essen was ich esse so reagiert, da es sehr gutes Essen ist und es daran nichts auszusetzen gibt. -
am 21.03.2021 20:57:21 | IP (Hash): 1284853449
Du hast in Deinem ersten Beitrag geschrieben, dass Du Übergewicht hast. Diese Kilos sind die kcals aus all den KHs, die Du in den vergangenen Jahren gegessen und nicht verbraucht hast. Die hält Dein Organismus tatsächlich sehr platzsparend und pflegeleicht in Deinen Schwimmhilfen gespeichert. Und darauf greift im Bedarfsfall nicht nur Dein Organismus zurück, sondern auch und besonders der neue in Dir. Denn während von Dir zu diesem Winzling praktisch keine Hormone durchkommen, auch kein Insulin aus dem Pen, weil da eine seeehr wirksame Sperre eingebaut ist, bestimmen die Hormone des heranwachsenden Menschleins längst sehr aktiv Deinen alltäglichen Haushalt. Aus dessen Richtung zu Dir gibt es nämlich keine Sperre.
Und wo Du Energie genug mit Dir rumschleppst, sind insgesammt eher wichtig SpurenElemente und Vitamine und Ballaststoffe. Denn die hast Du nicht so gespeichert. Spricht also nichts dagegen, dass Du die KHs auf die Mengen verringerst, die Du im gut vertretbaren BZ-Rahmen einverleiben kannst.
Was Deine Diabetesberaterin anbetrifft, so hat die HBA1c 6,5-7,5 als Zielbereich zu vertreten und zu beraten gelernt. Also ganz normale für Typ 1 und entsprechend Typ 2. Und da wird auch die bei weitem größte Erfahrung gesammelt und sicher auch mit einigem Erfolg vermittelt.
Aber in der Schwangerschaft ist mit den vorgegebenen Grenzwerten für den alltäglichen BZ HBA1c 5,5 und besser angesagt, und damit gibt es halt außer diesen vergleichsweise wenigen Fällen - wenn eine Beraterin davon 4 im Jahr erlebt, sind das schon viele - praktisch keine Erfahrungen. - Deine Beraterin kann also praktisch nur mit Dir zusammen lernen. - Daumendrück :)
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.