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Blutzuckerspitzen nach Mahlzeiten
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am 27.03.2021 20:24:47 | IP (Hash): 385273895
Hallo liebe Leute,
habe die letzten Tage 1 1/2 - 2 Std. nach der Abendmahlzeit (Hauptmahlzeit, koche abends) gemessen und bin erschrocken: heute 179. Gestern waren es 159 (wäre wohl okay), vorgestern 176.
Wie ist das bei Euch? Muss ich mir Sorgen machen?
Gruß,
Biggi -
am 27.03.2021 22:42:43 | IP (Hash): 437809737
Wenn Du Glück hast, bleibt das Dein Blutzuckerbereich für den großen Rest Deines hoffentlich noch langen Lebens mit Deinem normalen Essen und dem, was Du aktuell dafür tust. Wenn nicht, brauchst Du mit der Zeit dafür immer mehr an Medis. Aber hier in D werden die bei Bedarf ohne Schwierigkeiten verordnet. In jedem Falle könntest Du praktisch wie bisher weiter jeden Morgen fröhlich den neuen Tag genießen. Warum und wofür wolltest Du dir Sorgen machen?
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 28.03.2021 10:22:17 | IP (Hash): 385273895
Hallo Jürgen,
ich bin doch noch in der Einstellungsphase und will das Insulin los werden. Ich muss halt noch viel probieren. Ca. nach dem Frühstück (2 Std. später) hatte ich 141, das ist im Rahmen. Und heute Abend gibt es frische Schwarzwurzeln mit Frikadellen und Kartoffeln, da werde ich dann wieder 2 Std. später messen, bin gespannt. Kann durchaus sein, dass es an der Zusammensetzung der Mahlzeit liegt, z. B. merke ich, dass beim Reis (Vollkorn, 30 g roh) der BZ Kapriolen tanzt.
Gruß,
Biggi -
am 28.03.2021 11:17:44 | IP (Hash): 825693486
biggi119 schrieb:
Hallo Jürgen,
ich bin doch noch in der Einstellungsphase und will das Insulin los werden. Ich muss halt noch viel probieren. Ca. nach dem Frühstück (2 Std. später) hatte ich 141, das ist im Rahmen. Und heute Abend gibt es frische Schwarzwurzeln mit Frikadellen und Kartoffeln, da werde ich dann wieder 2 Std. später messen, bin gespannt. Kann durchaus sein, dass es an der Zusammensetzung der Mahlzeit liegt, z. B. merke ich, dass beim Reis (Vollkorn, 30 g roh) der BZ Kapriolen tanzt.
Gruß,
Biggi
Als in China lebender kann ich voll zustimmen. Reis wirft alles durcheinander. Ich meide ihn und alle Produkte daraus, wie der Teufel das Weihwasser...............Voellig egal, welche Sorte davon.
Freundlich gegrüßt und schönen Tag gewünscht!
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 28.03.2021 11:44:04 | IP (Hash): 385273895
Hi Himmelsstürmer,
es stört mich normalerweise nicht so arg, weil Reis nicht meine Lieblingsbeilage ist. Aber wissen muss man es, denn immer nur Nudeln und Kartoffeln wird langweilig. Pass auf Dich auf.
Gruß,
Biggi -
am 28.03.2021 18:35:16 | IP (Hash): 793805141
Wo Du kein Insulin aus dem Pen magst, müsste Dir eigentlich jede Möglichkeit recht kommen, Dein eigenes wieder intensiver zu nutzen, oder?
Eine solche Möglichkeit wäre z.B. regelmäßig einen Anteil an intensiverer Bewegung von um 20-30 Minuten direkt im Anschluss an jede Mahlzeit zu legen.
Mein Paradebeispiel:
Die Hunde-Oma, die mit Essen+Ruhen+20-30 Minuten Hunderunde einen HBA1c um 8 hatte und mit gleichem Essen+20-30 Minuten Hunderunde+Ruhen einen deutlich unter 6 völlig ohne Medis.
Nein, die Oma hat bei ihren Hunderunden keine Mengen an KHs verbraucht. Sie hat für die Zeiten dieser Runden nur ihren Kreislauf um wenigstens den Faktor 2 beschleunigt. Damit hat sie praktisch dafür gesorgt, dass die jeweils direkt nach den Mahlzeiten größte Menge vom eigenen Insulin in seiner Hauptwirkzeit (Halbwertzeit im Blut knapp 5 Minuten) gut doppelt so viele Kontaktmöglichkeiten mit Verbraucher- und Speicherzellen wie in Ruhe nutzen konnte. Und das hat für mehrere Jahre super funktioniert.
Ein Drucker im Familienkreis hat das Beispiel auf seine Art aufgegriffen und mit gutem BZ-Erfolg größere Papierbewegungen in seiner Werkstatt statt irgendwann am Tag nach Möglichkeit direkt im Anschluss an seine Mahlzeiten gelegt.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Bearbeitet von User am 28.03.2021 19:11:35. Grund: Ergänzung -
am 28.03.2021 19:48:40 | IP (Hash): 385273895
Hallo Jürgen,
ich bin oft unterwegs, Garten, laufen und heute z. B. 2 Stunden Fahrrad fahren.
Gruß,
Biggi -
am 28.03.2021 19:49:13 | IP (Hash): 385273895
Mir geht es auch nur um die Werte.
Gruß,
Biggi -
am 28.03.2021 20:26:37 | IP (Hash): 793805141
Mit Essen+Ruhen+Hunderunde hatte die Oma 1 Stunde nach dem Essen 250 mg/dl und mehr und noch ne Stunde weiter nach der Hunderunde um die 150.
Mit Essen+Hunderunde+Ruhen hatte die Oma nach der Hunderunde - alles in allem um 1 Stunde nach dem Essen - um 100 mg/dl und in der Folge morgens nüchtern auch max 100. Und zwar völlig ohne Medis und völlig ohne Änderung am Essen und völlig ohne Veränderung ihres alltäglichen Bewegungs-Budgets. NUR mit dem zeitlich zuckerwirksameren Einsatz der ganz normalen alltäglichen Bewegung.
Also bezogen auf Dich nicht irgendwann am Tag Garten, Laufen, Radfahren, sondern jeweils direkt nach den Mahlzeiten. Mir ist schon klar, dass das ne Umstellung ist, weil nicht einfach spontan. Aber wenn es vielleicht auch bei Dir den Unterschied zwischen krankhaft hohem und vielleicht auch völlig gesundem BZ macht?
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am 29.03.2021 11:51:14 | IP (Hash): 385273895
Guten Morgen,
leider ist meine Frage immer noch nicht beantwortet. wäre nett, wenn ich von Euch Infos über Eure Erfahrungen bekäme. Vielen Dank!
Gruß,
Biggi -
am 29.03.2021 20:13:33 | IP (Hash): 385273895
Soeben gemessen, 2 Stunden nach der Hauptmahlzeit: 125. Es ist verrückt.
Gruß,
Biggi1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 29.03.2021 20:23:07 | IP (Hash): 1010654154
Was empfindest Du an dem Wert bitte als verrückt?
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am 30.03.2021 16:51:53 | IP (Hash): 2063994044
Hallo Biggi.
Na das ist doch prima. Blutzucker Werte sind nicht jeden Tag gleich. Mach weiter so. 😊1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 30.03.2021 20:31:47 | IP (Hash): 385273895
Dankeschön Ana,
mir geht es im Moment darum, meine Werte 2 Std. nach den Mahlzeiten zu ermitteln. Musste das schon einmal machen für die Schulungen, wir sollte nicht über 160 kommen. Klappt meistens, aber nicht immer. Und darum wollte ich mal Werte von anderen hören. Vielleicht verrätst Du mir Deine, gerne auch per privater Nachricht.
Ich danke Dir.
Gruß,
Biggi -
am 30.03.2021 22:32:07 | IP (Hash): 901355248
Meine Zielwerte sind:
- max. 140 nach 1 Stunde und
- max. 120 nach 2 Stunden.
Wünschenswert wären noch Nüchternwerte unter 100. Hier komme ich aber mit vertretbarem Aufwand nur auf 110, was ich akzeptiere.
Mit diesen Zielwerten konnte ich meinen Diabetes knapp 2 Jahrzehnte so halten, dass er sich nicht weiter verschärft. Bei deinen Zielwerten wird das vermutlich passieren, aber das wird von den meisten Ärzten sowieso als normal und unabwendbar angesehen. Für die nächsten 10 ... 15 Jahre brauchst du dir bei deinen Zielwerten wahrscheinlich auch keine Gedanken zu machen.
Zielwerte sind Werte, die man so oft wie möglich zu erreichen versucht. Wenn einzelne Werte darüber hinaus schießen oder wenn man sich bewußt Ausnahmen erlaubt, dann ist das absolut kein Problem. Wichtig ist nur, dass die Ausnahmen nicht zur Regel werden.
Beste Grüße, Rainer2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 31.03.2021 11:13:45 | IP (Hash): 385273895
Hallo Rainer,
da warst du aber tapfer, finde ich toll, dass Du so konsequent warst. Will ich auch sein - lach. Unter 100 habe ich meist nur nachmittags. Ich habe allerdings die niedrigste Dosis Metformin (2 x 500). Gestern Abend habe ich mir nur 4 IE Basal gespritzt, hatte allerdings heute morgen nüchtern 120. Kann aber auch Zufall sein, ich probiere weiter.
Wenn meine Werte die nächsten 10 - 15 Jahre in der Wertskala so bleiben, wäre ich zufrieden, dann nehme ich sie nämlich mit ins Grab (grins). Ich bin 66.
Soderle, einen wunderschönen Tag bei diesem herrlichen Wetter.
Gruß,
Biggi -
am 31.03.2021 11:41:56 | IP (Hash): 385273895
Nochmals Rainer,
"... Bei deinen Zielwerten wird das vermutlich passieren, aber das wird von den meisten Ärzten sowieso als normal und unabwendbar angesehen. ..."
Was meintest Du damit? Dass ich meine Werte niedrig halten kann oder dass ich spritzen muss? Was ist für die Ärzte normal und unabwendbar?
Gruß,
Biggi -
am 01.04.2021 08:09:00 | IP (Hash): 1478233109
biggi119 schrieb:
Wenn meine Werte die nächsten 10 - 15 Jahre in der Wertskala so bleiben, wäre ich zufrieden, dann nehme ich sie nämlich mit ins Grab (grins). Ich bin 66.
Hallo Biggi,
bist du von Haus aus etwas pessimistisch oder hast du schon so viele Krankheiten angehäuft, dass du nur noch so wenige Jahre leben willst? Ich würde in deinem Alter zumindest mit weiteren 25 Jahren rechnen, die ich gerne bis zum Schluss möglichst gesund verbringen möchte. Das wird vermutlich nicht ganz klappen, aber zumindest dort wo ich es in der Hand habe, gebe ich mir Mühe.
Typ2-Diabetes wird von den Ärzten als sich selbst verschärfende Krankheit betrachtet. Du wirst in den 15 Jahren entweder immer stärkere Diabetesmedikamente nehmen müssen, um die BZ-Werte so zu halten, oder du akzeptierst immer höhere Werte. Die würden aber das Risiko für Folgeerkrankungen erhöhen, die dich, wenn du Glück hast, bis zu deinem so zeitig prognostizierten Ableben nicht mehr treffen können.
Du kannst aber auch deine Zielwerte ein bisschen niedriger wählen. So niedrig wie bei mir müssen sie nicht sein, aber die aus deiner Schulung sind nicht sehr ehrgeizig. Mit deinem Basalinsulin hast du ein gutes und einfaches Mittel, um bessere Werte zu erreichen. Mit niedrigeren Zielwerten kannst du den Prozess der laufenden Verschärfung stark verlangsamen. Damit könnte das Basalinsulin, wenn du es jetzt akzeptierst, vielleicht verhindern, dass du später mal eine Insulintherapie mit Basal- und Mahlzeitinsulin benötigst. Die Entscheidung liegt, solange dir dein Doc das Basalinsulin gönnt, allein bei dir - die möglichen Folgen aber auch.
Beste Grüße, Rainer -
am 01.04.2021 14:25:13 | IP (Hash): 385273895
Hi Rainer,
zunächst: ich bin totale Optimistin. Das heißt aber nicht, dass ich Scheuklappen tragen muss. 90 will ich nicht unbedingt werden, aber das bleibt abzuwarten.
Mein Zielwert ist 100, aber erst 3 Stunden nach der Mahlzeit. Bei den höheren Werten wie zwischen 140 - 160 handelt es sich um Werte 2 Stunden nach der Mahlzeit laut meinem Diabetologen. Man kann diese Werte aber auch im Internet und in der Fachliteratur nachlesen. Das Insulin total abzusetzen ist ärztliche Empfehlung, weil man später bei Bedarf mehr Möglichkeiten hat zur Aufstockung. Bei den meisten Diabetikern kommt ja irgendwann der Zeitpunkt der stetig steigenden Insulinresistenz.
Am 15.4. habe ich nächsten Termin und das warte ich jetzt mal ab. Übrigens bin ich das Basalinsulin demnächst los, habe inzwischen reduziert auf 4 IE.
Gruß,
Biggi -
am 01.04.2021 19:22:34 | IP (Hash): 512390287
Ordentlich wird ein Diabetes im Rahmen von nüchtern/3 Stunden und mehr nach dem letzten Essen um 100-140 behandelt. Dabei wird dann mit Tendenz unter 100 die Medikation verringert und über 140 erhöht.
In diesem Rahmen kommt vor, dass ein Typ 2 zunächst für Monate bis 1 oder 2 Jahre weniger Medikation als ganz zu Anfang braucht. Aber anschließend pflegt der Bedarf in den allermeisten Fällen in mehr oder weniger großen Schritten erheblich anzusteigen. So kann der Rahmen mit ner Perspektive von so um 10 Jahren schließlich nur noch mit Insulin und auch davon immer mehr (200 Einheiten pro Tag kommen häufig vor) gehalten werden.
Anders bei immer mehr Beispielen wie bei Rainer und mir, die ihren BZ alltäglich im nahezu bis völlig gesunden Rahmen halten: 1-2-3 Stunden nach dem Essen max 140-120-100 ist dazu mein Mantra. Der Medibedarf bleibt damit konstant niedrig (bis sogar NULL in manchen Fällen, die das in den ersten Jahren nach der Diagnosereife versuchen!), und das in den ältesten bisher veröffentlichten Fällen schon seit mehr als 15 Jahren!
Deine Wahl! Und nein, kein Druck: Beispiele bis um 8 Jahre bis auf NULL zeigen, dass das mit etwa Glück gelingen kann. Und Beispiele wie meins zeigen, dass sogar noch nach gut 20 Jahren möglich ist, den Insulinbedarf von ursprünglich 140-160 Einheiten pro Tag auf 30-50 zu verringern.
Und zum guten Schluss bin ich auch noch neugierig:
Mit zunehmendem Alter fallen immer mehr frühere Abgänge aus der Statistik, und die Lebenserwartung nimmt noch ein bisschen zu. Klar, nicht unendlich.
Und was stört Dich an 90 oder vielleicht sogar noch dem einen oder anderen Jahr mehr?
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 01.04.2021 20:07:31 | IP (Hash): 385273895
Hallo,
nachdem mein Diabetes erst 1/4 Jahr bekannt ist, ist Deine Bemerkung "Deine Wahl" ja wohl nicht so ganz passend. Gestehe bitte Neulingen ihre Lernphase zu, auch was die Ernährung betrifft. Und da liege ich sehr weit vorne und gut im Lernprozess. Ich muss ja erst einmal herausfinden, was für mich geeignet und was nicht so geeignet ist. Im übrigen wollte ich da eigentlich auch keine Diskussionen darüber, sondern nur vergleichende Werte wissen. Die habe ich jetzt und kann damit für mich arbeiten. Im übrigen kenne ich einige Diabetiker, die seit vielen Jahren (10 und 15 Jahre und mehr) mit ihren Tabletten zurechkommen und jetzt sogar hälftig reduzieren konnten. Es kommt halt darauf an, wie man sich hält. Und da liege ich gut im Rennen.
Gruß,
Biggi -
am 01.04.2021 22:58:41 | IP (Hash): 512390287
Daumendrück :)
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am 02.04.2021 20:16:09 | IP (Hash): 385273895
102 nach 2 Stunden und das mit Kartoffeln als Beilage. Nudeln erhöhen auch nicht großartig, scheint tatsächlich der Reis zu sein.
Gruß,
Biggi -
am 20.07.2022 21:14:35 | IP (Hash): 670742076
Hallo Rainer, aber wie kannst du deine Zielwert erreichen? kannst du biite Tipps geben? Vielen Dank! -
am 22.07.2022 21:29:03 | IP (Hash): 2010165129
Hallo maily,
gerne kann ich dir berichten, wie ich es mache. Ich muss aber vorweg sagen, dass es verschieden Wege gibt, seinen Diabetes im Griff zu behalten. Du machst es richtig, wenn du dir mehrere Weg ansiehst und dann versuchst, den zu nehmen, der am besten für dich passt.
Für mich ist am erfolgreichsten, wenn ich die KH reduziere. Die KH treiben den BZ stark in die Höhe, Eiweiß dagegen nur wenig und Fett fast gar nicht. Bei manchen hilft auch ein bisschen, wenn sie bei KH auf Vollkornprodukte achten. Bei mir bringt das wenig und außerdem hätte ich darauf nur wenig Appetit. Ich reduziere, weil es gut für mich passt, meine KH stark und esse dafür mehr Fett. Das nennt sich LCHF und wird von Nichtdiabetikern auch als Ernährung gewählt, um Übergewicht abzubauen. Letzteres ist für mich nicht nötig, mir geht es nur um einen guten BZ in einem möglichst gesunden Bereich. Es hat auch bei mir eine Weile gedauert, bis ich mich voll auf die LCHF-Ernährung eingestellt habe, aber jetzt ist es genau das, was ich gerne esse. Weil ich das mit der Ernährung alleine nicht schaffe, nehme ich unterstützend noch Diabetesmedikamente. Bei mir sind das 6 ... 8 Einheiten Basalinsulin Lantus.
Für dich ist so eine Ernährung wahrscheinlich nicht besonders attraktiv. Für einen guten BZ reicht in vielen Fällen auch moderate KH-Reduzierung aus. Passend könnte für dich vielleicht eine Ernährung nach LOGI sein, eine gemüsebetonte Ernährung mit moderater Reduzierung der KH. Wenn du dir dazu Anregungen und Rezepte ansehen willst, dann kannst du das hier:
https://forum.nicolai-worm.de/
Die Rezepte siehst du nur, wenn du dich dort anmeldest. Das dürfte aber kein Problem sein. Es gibt dort auch ein spezielles Thema für Diabetiker, das ist aber leider eingeschlafen. Vielleicht kannst du dir aus den älteren Beiträgen trotzdem einigen Anregungen holen.
Alles Gute, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 22.07.2022 21:33:22. Grund: BBCodes -
am 23.07.2022 00:09:08 | IP (Hash): 705993429
Also ich bin ja auch Neuling (allerdings LADA Typ I mit wohl noch vorhandener Restfunktion) und teste auch gerade kräftig die unterschiedliche Wirkung von Speisen und (alkoholischen) Getränken auf meine Blutzuckerwerte...
Die größte Spitze heute von knapp 200 hat MIR zum Beispiel ein reifer Pfirsich beschert, der mich gemäß Sensor von 73 mg/dl auf eben knapp 200 hochgebeamt hat. Daraus werde ich natürlich meine Lehren ziehen müssen, wobei in meiner Praxis zumindest Spitzen nicht so als das ganz große Problem angesehen werden...
Genauso Brot, egal ob Vollkorn oder Weißmehl, entfacht bei mir auch ein regelrechtes Zuckerfeuerwerk.
Ansonsten war ich heute in einer derzeit recht zufriedenstellenden Range zwischen 73 und 155, ohne zu hungern.
Werte die ich sehr sehr lange schon nicht mehr bei mir gesehen habe. Mein Gott, ich hätte bereits tot sein können, wenn ich mich auf meinen entweder ignoranten oder diesbezüglich total inkompetenten Hausarzt verlassen hätte...
Also, immer schön weiter testen und nicht gesünder sein wollen, als die gesündesten Gesunden! Das geht nämlich glaub' ich nicht!
______________________________________________________________________________________________
Diagnose: LADA Typ I, noch im Test mit dem Langzeitinsulin Toujeo.
Bearbeitet von User am 23.07.2022 00:14:38. Grund: Ergänzung -
am 23.07.2022 07:04:25 | IP (Hash): 1478242876
ThomaS1968 schrieb:
Die größte Spitze heute von knapp 200 hat MIR zum Beispiel ein reifer Pfirsich beschert, der mich gemäß Sensor von 73 mg/dl auf eben knapp 200 hochgebeamt hat. Daraus werde ich natürlich meine Lehren ziehen müssen, ...
Hallo Thomas,
hast du den Pfirsich auf leeren Magen gegessen? Dann haben solche Sachen eine ungeheure BZ-Wirkung. Probiere den Pfirsich einfach mal als Nachtisch nach einer Mahlzeit, vielleicht noch mit einer Pause von 20 ... 30 Minuten dazwischen. Dann passt er vielleicht in deinen Zielrahmen und wenn nicht, dann musst du es eben bei einem halben Pfirsich belassen.
Beste Grüße, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 23.07.2022 07:04:57. Grund: BBCodes -
am 24.07.2022 17:16:31 | IP (Hash): 1955220584
ThomaS1968 schrieb:
Also ich bin ja auch Neuling (allerdings LADA Typ I mit wohl noch vorhandener Restfunktion) und teste auch gerade kräftig die unterschiedliche Wirkung von Speisen und (alkoholischen) Getränken auf meine Blutzuckerwerte...
Die größte Spitze heute von knapp 200 hat MIR zum Beispiel ein reifer Pfirsich beschert, der mich gemäß Sensor von 73 mg/dl auf eben knapp 200 hochgebeamt hat. Daraus werde ich natürlich meine Lehren ziehen müssen, wobei in meiner Praxis zumindest Spitzen nicht so als das ganz große Problem angesehen werden...
Genauso Brot, egal ob Vollkorn oder Weißmehl, entfacht bei mir auch ein regelrechtes Zuckerfeuerwerk.
Ansonsten war ich heute in einer derzeit recht zufriedenstellenden Range zwischen 73 und 155, ohne zu hungern.
Werte die ich sehr sehr lange schon nicht mehr bei mir gesehen habe. Mein Gott, ich hätte bereits tot sein können, wenn ich mich auf meinen entweder ignoranten oder diesbezüglich total inkompetenten Hausarzt verlassen hätte...
Also, immer schön weiter testen und nicht gesünder sein wollen, als die gesündesten Gesunden! Das geht nämlich glaub' ich nicht!
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Diagnose: LADA Typ I, noch im Test mit dem Langzeitinsulin Toujeo.
Bezüglich meines Diabetes sage ich mir mittlerweile immer: Einmal ist keinmal.
Aus einem einzelnen Versuch kann man sehr schlecht Rückschlüsse ziehen. Dafür spielen zu viele Faktoren eine Rolle.
Ich esse häufig Obst, mit passender Insulindosis ist es auch kein Problem. Wenn ich einen perfekten SEA erwische, steigt mein Blutzucker vielleicht um 20-30mg/dl an. Vorgestern passierte es, dass mir mein Blutzucker auf über 230mg/dl stieg. Am nächsten Tag hat die exakt gleiche Menge Obst und gleiche Menge Insulin dazu geführt, dass ich erst von 108 auf 120 gestiegen bin und dann einige Stunden nur bei 80-90mg/dl lag und 4,5 KE extra gebraucht habe um nicht noch mehr abzusacken.
Jeder Tag ist anders, deshalb einfach nochmal versuchen. Wenn du mehrfach merkst, dein Blutzucker steigt zu stark an, dann sollltest du etwas ändern. Mir hilft es tatsächlich das Obst mit Joghurt oder Quark vermischt zu essen.