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Charcot Fuß
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am 14.08.2021 11:13:07 | IP (Hash): 1477233968
Hallo liebe Leute,
Ich bin 40 Jahre alt und mein Diabetes ist 33 Jahre alt. Im Februar diesen Jahres bin ich eine Treppe runtergerutscht, nach vielen MRT Untersuchungen steht jetzt die Diagnose Charcot Fuß. Ich habe seit April einen Vacoped Diabetic den ich Tagsüber trage für lange Strecken einen Rollstuhl, jedoch hilft das alles nix es wird nicht besser. Letzte Woche war ich beim Arzt, da ich das Gefühl hatte es ist besser und ich könnte jetzt endlich anfangen wieder ohne Ohrthese mit Einlagen zu laufen. Das MRT ist hat sich zum vorherigen nicht verändert. Alle Knochen sind noch dort wo sie hingehören, aber jetzt schwillt der Fuß wieder an und ist auch wärmer als der andere. Ich würde gerne von euch wissen wollen, ob jemand schon wegen der Diagnose in der Kurzzeit Pflege war, denn ich möchte den Fuß ja nicht belasten jedoch ist es in meiner Wohnung nicht möglich mit Krücken zu laufen, geschweige denn mit einem Rollstuhl zu fahren da Sie zu klein ist. Ich bin auch alleinerziehende Mutter eines 9 jährigen Sohns, den ich ja auch nicht sich selbst überlassen kann. Ich habe jetzt wieder eine Einweisung ins Krankenhaus aber nur 1 Woche im Rollstuhl bringt dem Fuß ja auch nix.
Ich bin verzweifelt und hoffe auf einen guten Rat oder jemanden dem es ähnlich erging.
Allen ein schönes Wochenende -
am 14.08.2021 18:07:16 | IP (Hash): 471073176
Liest sich wie Pech ohne absehbares Ende. Das möglichst normale Leben eher Monate als Wochen ohne Belastung des lädierten Fußes funktionieren, und das in einer kleinen Wohnung.
Persönlich war ich mit nachlassenden Beinfunktionen infolge Polio so lange am besten mobil in engen Räumen, solange ich noch wenigstens einige Minuten stehen und an Krücken gehen - eher schleichen - konnte. Deswegen kann ich nicht so recht nachvollziehen, wieso Du mit Krücken in der Wohnung nicht zurecht kommen kannst und brauche da erstmal ne Schilderung von 2 oder 3 häufigen Situationen, wo's in Deiner Wohnung eben nicht funktioniert.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 15.08.2021 11:38:41 | IP (Hash): 1066488143
Hallo Jürgen,
Ich fühle mich nicht sicher auf den Krücken, da es hier so eng ist, dass ich sie nicht neben mir aufstellen kann, so läuft man ja mit Krücken. Gleichzeitig schmerzt auch meine Schulter noch von dem damaligen Treppensturz. Ich will hier auch nicht jammern. Würde ich alleine Leben könnte ich mich schon damit abfinden nur noch zur Toilette zu gehen und fast Food zu Essen. Dann mach ich mir Sorgen wegen meiner Arbeit. Ist ja nicht für jeden verständlich dieses Krankheitsbild. Auf die Frage wie lange es noch dauert kann ich halt keine Antwort geben.
Danke für deine Nachfrage und natürlich gibt es Menschen denen es noch schlechter geht. -
am 15.08.2021 15:56:41 | IP (Hash): 55648040
Wenn du schon eine Einweisung ins Krankenhaus hast, dann schau, ob du nach Bad Mergentheim kannst. Die haben eine Fußabteilung für diabetische Fußerkrankungen. Der Charcot Fuß müsste ja dazu zählen. Dort bleiben die Patienten in der Regel länger als 1 Woche. Schau mal hier:
https://www.diabetes-klinik-mergentheim.de/klinik-information/diabetische-fusssyndrom
Anschließend vielleicht eine stationäre AHB.
Zwecks deines Sohnes wäre die Frage wegen Begleitkind, ob das in deiner Situation noch geht. Vielleicht kann er ja auch zu Verwandten in dieser Zeit? Ggf. Haushaltshilfe, wenn du daheim bist nach dem Krankenhaus-Aufenthalt, die sich auch um deinen Sohn (essen kochen, Wäsche waschen, etc) kümmert. Da findet sich sicher eine Möglichkeit.
Vielleicht fragst du bzgl. deines Sohnes mal bei www.rehakids.de. Die Eltern dort kennen sich sehr gut mit rechtlichen Regelungen aus, wenn sie bspw. mit ihrem kranken Kind mit ins Krankenhaus müssen und noch ein Geschwisterkind haben, stehen sie ja vor einer ähnlichen Situation wie du.
Gute Besserung.
Bearbeitet von User am 15.08.2021 15:57:54. Grund: + -
am 15.08.2021 17:12:18 | IP (Hash): 508375522
Klar gibt es immer jemanden, dem es schlechter geht, als einem selbst. Aber das ist hier nicht unser Thema, sondern das ist die Frage danach, wo Du besondere Schwierigkeiten hast, und da hast Du mir schon ein bisschen weitergeholfen.
Wenn die Vorderfüße Arbeit von den Hinterfüßen übernehmen müssen, bedeutet das auch mehr Last für die Gelenke, besonders die der Schultern. Meine haben damit über Jahre geschmerzt, vor allem auch bei der Nacht, wenn sie ja gar nichts auszuhalten brauchten. Das hab ich mir mit vielen großen Tuben "neue Oma" (Werbung) Salbe erträglich geschmiert. Und mit der Zeit haben sie sich dran gewöhnt, einen guten Teil der Beinarbeit bei meinem gebückten Gang zu übernehmen. So wie ich mich an den Gebrauch dieses Hilfsmittels so gewöhnt hatte, dass ich damit auch mehrstündige Wanderungen machen konnte.
Langer Schreibe kurzer Sinn: Die Bewegungsmöglichkeiten mit Unterarmstützen gibt’s nicht vollautomatisch mit den Krücken in die Hand, sondern die wollen schon mit einigem alltäglichem Einsatz antrainiert werden. Davon, dass ich ne Krücke neben mich stelle, hab ich absolut noch keine Hilfe. Vor allem, wenn ich sie in dem Moment passender vor oder hinter mir aufgesetzt hätte.
Ich schreib das hier vor allem auch deswegen so ausführlich, weil ich seit 3 Jahren auf meinen Beinen nicht mehr stehen und deswegen auch keine Krücken mehr nutzen kann. In der Wohnung nutze ich nun diesen Rollator als Gehwagen, in dem ich praktisch auf meinen Armen stehe und mit den Beinen nur noch in die angestrebte Richtung schiebe https://www.saljol.de/de/rollator-page-fussbremse/p-28/?utm_source=shopping&utm_medium=cpc&utm_campaign=6442540768&nw=u&ap=&utm_term=&fiid=&dvc=c&tid=pla-293946777986&gclid=CjwKCAjw9uKIBhA8EiwAYPUS3If5hPsNDGCVOWtG2LiRJkUW9ebTA_83QaNQ2p4_wa-JR3gC21M-ZBoCfSIQAvD_BwEp-28/ Wenn ich in dem Ding stehe, kann ich mich damit auch in einer 70 cm breiten normalen Tür auf der Stelle drehen. Aber schon nicht mehr auf ner nur 60 cm breiten freien Fläche, und bei 50 cm Raum zwischen Möbeln o.ä. muss ich auch damit heute "draußen" bleiben, wo ich früher mit den Krücken noch locker durchgekommen bin.
Julie hat Dir einige Möglichkeiten aufgezeigt, wo Du vielleicht auch noch Hilfe bekommen kannst. Daumendrück!
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.