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Neue junge Diabetikerin *31

  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 3
    Mitglied seit: 07.10.2021
    am 07.10.2021 15:39:53 | IP (Hash): 1309178061
    Hallo liebe Forumsgenossen,

    bei mir wurde mit 27 Jahren eine IR festgestellt, die in meinen 2 Schwangerschaften direkt zum insulinpflichtigen Gestationsdiabetes wurde. Jetzt habe ich vor 3 Monaten entbunden und mein Kontroll OGTT zeigt nun, dass der Diabetes dieses Mal leider geblieben ist 😞.
    11,2 mmol nach 2h. HbA1c 5,5%.

    Ich habe selber lange in einer Diabetologie gearbeitet und weiß, die Diagnose ist kein Weltuntergang. Zumal ich bisher auch nur eine Zehenspitze in den roten Bereich setze.. Doch mit 31 Jahren das große DM T2 eingetragen zu bekommen ist schon bitter und eine Ansage an meinen bisher geführten Lebensstil.. Ich will da ja nichts schönreden, ich lebe nicht wirklich gesund und mein BMI fällt dementsprechend aus. Da muss sich nun etwas ändern.

    Ich wurde nun mit Metformin 1000mg eingestellt.

    Ich merke meine IR schon länger. Ich werde nach dem Genuss von schnellen KH komatös müde. Ich bin dann direkt zu nichts zu gebrauchen und steige so auch nicht ins Auto. Sobald mein BZ über 7 klettert, scheint mein Körper an der Produktion der nötigen Menge Insulin alle Energie zu verbrauchen.

    Ich hoffe, dass Metformin mir vor allem diese Müdigkeit nimmt und wollte mal nach Erfahrenen suchen.. Wann habt ihr Besserung bemerkt? Da ich ja vom Fach bin, verpacke ich meine KH schon echt gut, setze auf VK und spare ein. Und doch möchte man ja mal einfach eine Pizza essen oder 2 Brötchen zum Frühstück. Ich bin 31 und kann kein Leben lang auf Weizen und Zucker immer und überall verzichten. In Maßen sollte das ab und zu mal möglich sein.. Aber diese Müdigkeit versaut mir meinen Alltag.

    Vielen Dank für eure Erfahrungen :)

    Ginny
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 07.10.2021 16:49:08 | IP (Hash): 1881518722
    Hallo Ginny,

    man könnte sagen: Pech gehabt oder man sagt: Gut, dass dein Diabetes so zeitig entdeckt wurde und du gegensteuern kannst. Schließlich willst du ja noch 50 ... 60 Jahre möglichst gesund leben.

    Deine Müdigkeit nach schnellen KH müsste eigentlich schon genug Anreiz sein, um diese sein zu lassen. Vollkorn ist eine Möglichkeit, bei manchen hilft es auch schon viel. Besser und eigentlich auch bei vielen sehr hilfreich ist moderate KH-Reduzierung, so wie es z.B. bei der LOGI-Ernährung gemacht wird. Wenn du damit ohne die bleierne Müdigkeit durchkommst, wirst du von ganz alleine auf die ganze Pizza oder die 2 Brötchen verzichten. Eine halbe Pizza oder ein Brötchen von Zeit zu Zeit tut es auch. Du wirst sehen, mit der Zeit vergeht der große Appetit auf solche Sachen. Wenn du dich traust, unter Beachtung der Gesamtkalorien mehr Fett und Eiweiß in deine Ernährung aufzunehmen, kannst du dir dein Essen auch sehr schmackhaft gestalten.

    Von dem Metformin darfst du dir nicht zu viel versprechen, schon gar nicht in der kleinen Dosis von 1000mg. Das wird ein bisschen die BZ-Spitzen brechen und die Nüchternwerte verbessern, aber um den BZ in der Spitze möglichst unter 7,8mmol/l {140mg/dl} zu halten, wirst du um eine Ernährungsumstellung oder um stärkere Diabetesmedikamente nicht herum kommen. Ich persönlich würde die Ernährungsumstellung für den besseren Weg halten. Bewegung hast du ja mit deinem Baby ganz bestimmt ausreichend den ganzen Tag und die halbe Nacht.

    Übrigens ist der oGTT bekannt dafür, dass er schlecht reproduzierbar ist. Vielleicht hast du Glück und beim nächsten Test kommt kein Diabetes mehr raus. Ein Prädiabetes wird dir aber wahrscheinlich erhalten bleiben, deshalb macht das Gegensteuern und auch die Überwachung, die du durch die Diagnose erhältst, in jeden Fall Sinn.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 07.10.2021 16:59:32. Grund: BBCodes
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    am 07.10.2021 18:36:41 | IP (Hash): 281481309
    [quote=Miss Ginny;111038]Hallo liebe Forumsgenossen,

    Ich bin 31 und kann kein Leben lang auf Weizen und Zucker immer und überall verzichten. [/quote]

    Warum nicht ?
    Es ist eine Umstellung.
    Aber genau das wird ja bei Diabetes auch empfohlen.
    Wie Jeder seine Ernährung seinem Diabtes anpasst bleibt jedoch Jedem selbst überlassen.
    Bin selbst noch Anfängerin und könnte nur das weiter empehlen was mir empfohlen wurde.
    Messen, messen und nochmals messen wie die einzelnen Nahrungsmittel auf den eigenen BZ reagieren.
    Ich hab mich daraufhin entschieden auf Kartoffeln, Nudeln, Reis zu verzichten.
    Wenn Brot, dann nur ein gutes Eiweißbrot.
    Und auf den Verzicht von zugesetztem Zucker,von Süßstoffen und Zuckeraustauschstoffen.
    Gewöhnungsbedürftig, aber nicht unmöglich.

    Wie weit und wie intensiv jeder seine Ernährung umstellen will , bleibt wie gesagt, jedem selbst überalassen. Und was ihm da gut tut und Rückfälle in alte Gewonheiten
    oder Heißhungerattacken bescheren kann oder ein Sättigungsefühl lahm legen.
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    am 07.10.2021 18:50:00 | IP (Hash): 1881518722
    Hallo Maddi,
    dieses Forum verkraftet beim Zitat kein Leerzeichen im Namen. Ersetze das einfach mal durch ein anderes Zeichen oder lasse es weg, z.B. 'quote=Miss_Ginny' oder 'quote=MissGinny', dann erscheint das Zitat richtig.
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    am 07.10.2021 19:32:31 | IP (Hash): 1472859329
    Zu Eiweißbrot kann ich was beitragen

    Ich bin auch noch am Anfang - etwas mehr wie 1 Jahr und messe auch noch sehr viel.

    Daher kann ich den Unterschied von Brotmenge und Brotart gut aufzeigen.
    Belag war immer das selbe wie Schinken, Käsescheiben, Salami, Streichkäse, Wurst.
    Beilage auch, wie Ei, Tomate, Gewürzgurke, Paprika, Oliven
    Gemessen immer 1:45 nach Ende des Essens.

    Im Schnitt 147 mg/dL mit 2 Scheiben Mischbrot
    Im Schnitt 127 mg/dL mit 1 Scheibe Mischbrot
    Im Schnitt 116 mg/dL mit 2 Scheiben Eiweißbrot
    Im Schnitt 110 mg/dL mit 1 Scheibe Eiweißbrot

    Ich habe für mich ein gutes Eiweißbrot gefunden.
    Recht neutral im Geschmack und sieht noch halbwegs wie ein normales Brot aus.


    ______________
    —————————————-
    Typ 2 - Medikation: Siofor 1x1000 - LZW zZ 6,3 Stand 09/21 (ich arbeite weiter daran)
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    am 07.10.2021 19:44:09 | IP (Hash): 1790512073
    Na dann auch noch meine 2 Cents: Meine Erfahrung direkt nach meiner Diagnose in 91 mit HBA1c über 15% und Nüchtern-BZ über 22 mmol/l habe ich mit Essen nach dem BZ gestartet, etwa in dieser Art https://a7582688-a1e5-4056-88a2-dfd422642832.filesusr.com/ugd/32a606_b02597c39b5c4f6e9b6f2291ca6c9d08.pdf

    6 Monate weiter brauchte ich für meinen BZ in diesem völlig gesunden Rahmen keine Medis mehr und konnte sogar wieder deutlich größere KH-Portionen essen als zu Anfang, ohne dass mein BZ in den Spitzen danach darüber hinaus anstieg.
    Wenn ich das seit damals so beibehalten hätte, bräuchte ich noch heute kein Medikament und erst recht kein Insulin für meinen BZ 24/7 im völlig gesunden Rahmen. Davon bin ich heute fest überzeugt. Und deswegen halte ich die verlinkte Anleitung für eine von den 2 besten Möglichkeiten, mit denen sich ein Typ 2 Diabetes beliebig viele Jahre in der vollständigen Remission halten lässt, und erst recht ein werdender.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 07.10.2021 19:55:37 | IP (Hash): 1398987493
    Hba1c 5,5 und trotzdem diabetes...warum gibt's den eert in der diagnose
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    am 07.10.2021 20:09:50 | IP (Hash): 1309178061
    Tatsächlich habe ich in beiden Schwangerschaften durchgehend täglich nach jeder Mahlzeit nach 1h und nach 2h gemessen. Ich weiß also genau, welche Dinge ich meiden sollte... und trotzdem möchte ich mir an Geburtstagen oder im Urlaub auch mal etwas erlauben dürfen. Immerhin zeigt mein HbA1c, dass mein BZ Konto noch nicht furchtbar überzogen ist. Einen 11er Wert habe ich zu Hause allerdings auch noch niemals gemessen gehabt.. 😳😳😳

    Ich hoffe einfach, wenn meine Ernährung nun langsam und dafür dauerhaft besser wird (und dank der Müdigkeit gehe ich im Alltag an Weizen sowieso nicht ran..) und ich meine 10kg abgenommen habe und wieder deutlich mehr Bewegung durch die Arbeit habe, dass ich meinen HbA1c wieder unter 5 bekomme. Letztes Jahr, zu Beginn meiner Schwangerschaft, war dieser bei 4,8%... Also vollkommen in Ordnung.

    Und soviel, wie ich Dank Metformin auf dem Topf sitze, werde ich mein Gewicht sicher schnell reduziert haben 😓🙄😉

    Danke für eure Antworten❣
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    am 07.10.2021 20:11:02 | IP (Hash): 1309178061
    ... wie bitte? 🙃
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    am 07.10.2021 20:41:28 | IP (Hash): 1881518722
    Miss_Ginny schrieb:
    ... und trotzdem möchte ich mir an Geburtstagen oder im Urlaub auch mal etwas erlauben dürfen.

    Das kannst du auf jeden Fall machen. Ausnahmen sind kein Problem, wenn sie Ausnahmen bleiben.

    Wenn du so große Probleme mit Metformin hast, dann gehe noch mal zurück auf Null und schleiche ganz langsam ein. Das könnte helfen, damit du das Medikament besser verträgst.

    Alles Gute, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 07.10.2021 20:42:16. Grund: BBCodes