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Herausforderung BZ
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am 26.10.2021 10:13:38 | IP (Hash): 1229265704
Helmuth hat recht: passt nicht zum Apfelessig.
@July
Alle Faktoren und Formeln haben nix von physiologischen Gesetzmäßigkeiten, sondern sind Versuche, Beobachtungen so wiederholbar zu generalisieren, dass sich damit häufig wiederkehrende Schritte einfach berechnen lassen. Und das kann nur im standardmäßig normalen Rahmen einigermaßen zutreffend funktionieren. Standardmäßig normal ist HBA1c 7-8. Und in dem funktioniert das ja auch bei Dir.
Nur brauchst und willst Du besser, und das geht halt nicht nach so generellen Formeln, sondern nur nach Deiner individuellen Beobachtung. Und dabei können Fachleute, die für den Standardrahmen hilfreich Beraten gelernt haben, durchaus hinderlich sein.
Das hat bei mir schon bei ner vergleichsweisen Kleinigkeit angefangen: So lange ich meinen BZ im Rahmen von HBA1c 7 gehalten hab, passte Messen+Spritzen+Essen für ab und zu mal ne leichte Hypo so um 50 mg/dl. Mit jedem Versuch einer weiteren 1c-Absenkung war ich dann schnell bei um 40 wenigstens einmal die Woche. Um die zu vermeiden, musste ich mich nicht am BZ vor dem Essen orientieren, sondern am Verlauf danach, also den Wirkauslauf beobachten und eben so dosieren, dass der nach Möglichkeit im Bereich von zu Anfang 80-100 blieb. Also Spritzen+Essen+Messen. Und mit dem Fingerpieks ein Gefühl für postprandiale Verläufe bekommen, macht schon ne Menge schwarze Kuppen und damals bei jeder Diskussion Ärger mit Beratung und Dok, denn nach dem Essen messen macht einen doch nur verrückt. - Lässt sich mit ner Libre-Kurve natürlich sehr viel einfacher machen, vor allem dann, wenn sie auch noch einigermaßen zuverlässig zu Pieksproben passt.
Einen großen Nachteil hatte mein Ansatz allerdings schon. Zwar bewahrte er mich vor dem zu tiefen Absinken meines BZ, aber die postprandialen Spitzen machten mit dem zunächst für mich normalen Essen gern den einen oder anderen deutlich höheren Ausflug. Und weil ich die Ausflüge auch begrenzen wollte, blieb mir nichts anderes übrig, als die KH-Portionen so weit zu verkleinern, dass sie eben in meinen BZ-Rahmen passten. Und Portionen verkleinern geht schon dann, wenn man die Gesamtmenge beibehält und nur z.B. in 2 Raten mit ner Stunde Pause dazwischen aufteilt, so wie erstes und zweites Frühstück. Also hab ich z.B. für 4 BE gespritzt und 2 sofort und 2 ne Stunde weiter gegessen und statt einer Spitze deutlich über meinen BZ-Rahmen hinaus eine Hochebene schön in meinem BZ-Rahmen gemessen.
Erstmal lang genug ;)
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 26.10.2021 12:48:13 | IP (Hash): 867159625
Hallo Jürgen, das Thema interessiert mich auch.
In einem anderen Tread hast du geschrieben das du täglich bis zu 10 Spritzen ansetzt.
Das kommt mir reichlich viel vor.
Es würde mich zum besseren Verständnis deiner Kurve interessieren wie die sich grafisch dar stellt.
Wenn du Notizen machst kannst du mal für einen Tag die Werte aufschreiben und ich mache dann eine Grafik dafür.
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am 26.10.2021 16:03:00 | IP (Hash): 1229265704
@Helmuth
Danke für das Angebot. Die schwatten Fingerkuppen hatte ich vor 20 Jahren. Heute passen 18 von 20 von meinen Essenskurven in diesen Rahmen https://static.wixstatic.com/media/32a606_6e1145fd5a2b4a49a89c381f48a68623~mv2.jpg/v1/fill/w_812,h_543,al_c,lg_1,q_85/NormalBGGraphs.webp und ich messe meistens auch nur noch 1mal pro Tag, wie ich im Fred "….an anderer Stelle als am Oberarm" schon geschrieben hatte.
Insulin spendier ich mir morgens und abends Basal, morgens, mittags, nachmittags, abends Bolus, sind 6mal. Wenn die Messung abends zu hoch ist, da dann #7, und sonst immer dann, wenn ich zwischendurch was esse, wie z.B. nen Apfel. Oder z.B. zum letzten Geburtstagskaffee die Tage erst für 1 Stück Torte und dann nach ner Weile noch für ein zweites Stück Torte usw. usw.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 26.10.2021 17:09:14 | IP (Hash): 867159625
Wenn das die Kurve ist, wie der BZ am Tage nach dem Frühstück steigt und dann langsam wieder abfällt, dann liege ich jetzt
genau in dem Schema. Das ist schon mal wichtig für mich.
Ich habe die ganze Zeit tagsüber kaum noch das Kurzzeit-Insulin gespritzt, nur wenn ich über 200 lag etwa 4-6 Einheiten.
Das habe ich ausgelassen damit ich den Erfolg vom HBA1C sehen kann.
Dafür aber Abends das Lantus.
Um noch besser zu werden denke ich daran ab dem 1.November auch bei Werten die zwischen 150-200 liegen 2-4 Einheiten zu spritzen. So kann ich bei 30/31 Tagen gut verfolgen welchen HBA1C Wert ich habe und kann dann darauf reagieren.
Bei dem Programm, das ich jeden empfehlen kann, wird einmal der HBA1C Wert für die ganzen Tage angezeigt, für einen Monat oder für einen Tag. Das bedeutet, wenn ich mir einen Monat anzeigen lasse dann wird der Wert für diese 30/31 angezeigt.
Dank der Hilfe von July und Tobias stehe ich nicht mehr so hilflos dar wie am Anfang als ich es gerade mal geschafft habe bei 9,1 zu stehen.
Also, ich gehe jetzt mal davon aus, das du bevor du ein Stück Torte und anderes isst, entsprechend vorher etwas Insulin spritzt.
Das wäre dann auch für mich eine Möglichkeit dagegen zu steuern.
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am 26.10.2021 20:13:10 | IP (Hash): 1229265704
Helmuth schrieb:
Also, ich gehe jetzt mal davon aus, das du bevor du ein Stück Torte und anderes isst, entsprechend vorher etwas Insulin spritzt.
Wenn ich vor dem Essen z.B. 80 mg/dl messe, spritze ich für das Essen nicht etwas, sondern möglichst genau passend so viel Insulin, dass ich 3 Stunden weiter, wenn Essen und Insulin ausgwirkt haben, wieder 80 messen kann. Wenn die 80 dann tatsächlich angezeigt werden, haben Essen und Insulin super zusammengepasst :)
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Bearbeitet von User am 26.10.2021 20:51:29. Grund: Ergänzung -
am 27.10.2021 12:15:08 | IP (Hash): 1627932301
Ich verstehe gerade nicht so wirklich, was dein Post mit meinem momentanen Problem zu tun hat.
Ich kenne die Grundlagen (Basalratentest, Mahlzeitenfaktor, Korrekturfaktor, SEA Bestimmung, Sportanpassung) und habe das individuell bei mir ausgetestet. Das ganze war bis vor wenigen Monaten ja auch noch sehr erfolgreich, mit einem HBA1C von 6,0.
Jetzt funktioniert aber nix mehr wirklich. Warum weiß ich nicht. -
am 27.10.2021 13:00:15 | IP (Hash): 368760344
Klar, Du kennst alle fachoffiziell richtigen Ansätze und kannst die locker alle jeden Tag durchführen und wiederholen - und die helfen Dir trotz alledem seit immer mehr Tagen nicht in Deine angestrebte Spur.
Deswegen meine ich, dass statt der Denke von den Voraussetzungen her das Ändern vom Ergebnis her vielleicht eher zum Ziel führt. Also nicht: Das sind schon X % plus zu meiner Basalrate, sondern die Basalrate passt, wenn der basale Verlauf passt, selbst wenn der Basalratentest was völlig anderes sagt.
Und genauso meine ich das auch mit BE- und Korrekturfaktor und SEA.
Wenn die erste Suche keine Erklärung bringt, hat bisher in allen Fällen, die ich so und ähnlich kenne, immer gefunzt, zuerst einmal den BZ wieder in den normal angestrebten Verlauf zu bringen. Manchmal haben die Betroffenen auf dem Weg auch eine Erklärung für den zwischenzeitlich so weit abweichenden gefunden und häufig auch nicht. Schließlich ist der persönliche Insulinbedarf nicht in Stein gemeißelt, sondern kann sich jederzeit auch mal wieder ändern.
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am 04.11.2021 19:31:47 | IP (Hash): 1721333726
Und? Funktioniert's wieder einigermaßen erträglich?
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