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Diabetes Typ 1 - Angst vor Unterzucker

  • klaekx

    Rang: Gast
    am 09.08.2008 13:22:27
    Hallo liebe/r Lesende/r,

    ich bin nun 22 Jahre alt und habe seit knapp 3 Jahren Diabetes.

    Mein Zucker stimmt überhaupt nicht.
    Letzter Langzeitwert 12,4.

    Aber das liegt nicht daran das ich zu blöd wäre oder keine Ahnung von BE hätte.

    Mein Problem - und da kann mir wohl auch kein Arzt helfen ist

    Ich habe riesige Angst vor Unterzucker

    Was kann ich tun?

    Wenn ich das nicht auf die Reihe kriege, wird das nicht mehr so lang gut gehen.

    Bin für jeden Ratschlag offen, solang ihr bitte versteht das es wirklich Angst ist, nicht Sorgen vor Unterzucker oder so. Angst!


    Danke! von klaekx
  • hut

    Rang: Gast
    am 09.08.2008 13:42:45
    Hallo Klaekx
    Dein Langzeitwert beinhaltet einige Risikos, welche mir persönlcih mehr Angst bereiten würden, als eine allfällige Unterzuckerung. Ich erlebe meine Unterzuckerungen, welche selten mal auftreten, überhaupt nicht als bedrohlich. Ich merkes es sehr gut, wenn sich ein Hypo anbahnt, so dass ich problemos darauf reagieren kann, ohne dass mein Bewusstsein eingeschränkt wird. Bei nächtlichen Unterzuckerungen erwache ich regelmässig, so dass ich handeln kann. Ich erachte es als wichtig, dass du trotz deiner Angst versuchst, deine Werte zu senken. Je besser du deinen Diabetes selbst kennst, um so höher sind die Chancen, Unterzuckerunegn frühzeitig festzustellen. Wichtig dazu ist, dass du deine Werte (nebst den üblichen Messungen) kontrollierst, sobald du merkst, dass etwas nicht stimmt. Fast sämtliche Diabetiker, welche sich mit dem Diabetes ausenandersetzen, haben höchst selten bedrohliche Hypos.
    Ich wünsche dir viel Erfolg, deine Angst anzugehen.
    hut
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 09.08.2008 15:52:01
    Die Angst kann Dir niemand nehmen, und es ist gut möglich, dass sie Dich immer begleiten wird. Aber nicht Die Angst begründet Deine viel zu hohen BZ-Verläufe, sondern die Tatsache, dass Du bisher offenbar nicht gelernt hast, Deinen BZ zuverlässig in einem enger begrenzten Rahmen z.B. zwischen 150 und 250 zu führen. Und damit meine ich jetzt nicht den Zielbereich vor dem Essen, sondern die Kurve, die Du bei kontinuierlicher Messeung von einer Mahlzeit bis zur nächsten ablesen könntest. Also zu KEINER Zeit unter 150 und zu KEINER Zeit (also auch nicht z.B. 1 Stunde nach dem Essen!) über 250!

    Wenn Du das 14 Tage bis 4 Wochen so gebracht hast, kannst Du Dein BZ-Band ohne Bedenken nach und nach auf den Bereich von 100-200 absenken.
    GAAAAAAAANZ WICHTIG! Für das Eingrenzen und nachher auch für das Absenken NICHT mehr Insulin spritzen! Mit zuverlässig niedrigerem BZ braucht man in aller Regel weniger IE/BE!
    Das erreicht man vielmehr so, wie ich das die Tage schon im anderen Fred für Bowi (PC-Daten oder so) skizziert hab, indem man Futter- und Insulinwirkung immer passender zur Deckung bringt.

    Ich würde erwarten, dass Du dann weniger Angst hast, wenn Du aus Deiner eigenen Erfahrung sicher sein kannst, dass Dein BZ nicht unversehens unter Die Untergrenze rutscht, die Du zuverlässig einhalten kannst. Vielleicht bis Weihnachten? Und dann würde ich mir an Deiner Stelle die restliche Eingrenzung und Absenkung für 2009 vornehmen :-) von Jürgen
  • Dm

    Rang: Gast
    am 09.08.2008 21:00:46
    Bei bez. unter Humaninsulin hatte ich auch Todesängste...zu Recht !
    Ich würde es an deiner Stelle mal mit tierischen Insulin ausprobieren:
    Dabei kannst du seelenruhig abwarten bis dein Bz abgesunken ist und dann gemütlich etwas essen.
    Bei Humaninsulin würde ich auf gar keinen Fall derartige Versuche unternehmen -das geht in die Hose und du landest schlimmstenfalls unter der Erde !

    von Dm
  • Günter

    Rang: Gast
    am 10.08.2008 19:33:48
    Hallo,

    mit Schweineinsulin hatte ich Unterzuckerungen, mit Human habe ich Unterzuckerungen.
    Aber abwarten und in Ruhe essen halte ich unter jedem Insulin für gefährlich.
    Ich bemerke Unterzuckerungen ca. ab 60 und greife dann sofort nach, meist Traubenzucker und Wasser, oder aber Cola, Fruchtsaft usw.. In 39 Jahren hatte ich aber noch keine Unterzuckerung bei der ich Fremdhilfe brauchte, oder war je in Lebensgefahr.
    Es werden Schulungen angeboten, bei denen die Warnehmmungsstörungen und Ängste vor Unterzuckerungen behoben / gemildert werden.
    Mal den Diabetologen fragen.

    Gruss Günter
  • Anti-Dm

    Rang: Gast
    am 11.08.2008 01:53:27
    Lass dir auf keinen Fall irgendwelchen Quatsch bezöglich des Insulin einreden. Wie mein "Vorschreiber" schon richtig erklärte, kann dir eine Hypoglykämie mit tierischem Insulin genau so passieren (wie dir "Dm" sicherlich bestätigen wird!). Die richtige Handhabung des Insulins ist das A und O einer gesunden Diabetesführung und nicht das Insulin selbst (werden dir 1000e bestätigen). Wie Jürgen schon schrieb, reden wir hier auch erst mal von Werten jenseits einer möglichen Hypo. Aber ich glaube, dir fehlt offensichtlich die Erfahrung bezüglich UZ, oder gar eine "gründliche" Schulung (ohne die geht nämlich gar nichts!). Übrigens macht mit UZ jeder seine "eigene" Erfahrung - hast du schon welche? Angst ist generell ein schlechter Lebensberater - mit richtiger Herangehensweise kann man sie aber sogar besiegen (mit Schweineinsuln wird das aber nicht klappen - habe ich noch nie gehört!!). Wie immer dAnke für die Beiträge, die helfen, mit "Vorurteilen" sinnvoll umzugehen.
    VG Andi von Anti-Dm
  • Dm

    Rang: Gast
    am 11.08.2008 08:16:43
    Generell und das habe ich nie bestritten : Insulin kann Hypos machen !

    Aber auf das drumherum kommt es an:

    Seit etwa der 80 'ziger Jahre ist es den Verantwortlichen (Mehnert,Schatz,Sawicki,Berger,Chantelau ,v.Kriegstein u.v.a.m.)bekannt ,das Humaninsulin "unbemerkte Hypoglykämien " verursacht sowie neurochem. Störungen (z.B.eine Demenz begünstigt).
    Es wurde aber erst in den 90'ziger Jahren im Beipackzettel drauf hingewiesen(...ein Beispiel von vielen : "Humalog" von Lilly u. "Actrapid"von NovoNordisk) !
    Bis dahin wurde der Tod zahlreicher DiabetikerInnen(weltweit) billigend in Kauf genommen !
    Meint ihr nicht das das kriminell ist???
    Diese lebensgefährlichen,unberechenbaren Nebenwirkungen gibt es bis heute und das Präperat wird nicht vom Markt genommen,anders zum Beispiel bei ,Contergan,Lipobay und Vioxx u.a.(...das wurde offensichtlich den Herstellern zu heiß-es laufen ja noch heute Millionen-Klagen gegen Bayer u.Co.! )

    Unter tierischem Insulin (und jetzt bitte genau lesen !) gibt es keine "unbemerkte Hypoglykämie" !
    Der Bz wird moderat gesenkt und daher ist ein "abwarten" durchaus möglich .
    Unter Humaninsulin ist kein vernünftiger Bz-Wert erreichbar,extreme Schwankungen nach unten und oben alltägliches Übel -es liegt keinesfalls an der "Einstellung" !
    Die Subtanz "Humaninsulin"(molekulare Struktur) ist dem menschl. Insulin NICHT ähnlich !

    Es macht mich ungemein traurig,das sich soviele DiabetikerInnen weiterhin doof reden lassen und nicht bemerken was für ein fieses Spiel mit ihnen betrieben wird ! von Dm
  • Tom

    Rang: Gast
    am 11.08.2008 11:50:35
    Dm, Anke oder Schnurzpiepe oder wie auch immer du heißen magst. Und uns geht das ständige Trollgehabe von dir tierisch auf den Sack! von Tom
  • Dm

    Rang: Gast
    am 11.08.2008 13:00:56
    @Tom:

    ...man könnte meinen dir fehlt etwas am Cortex - könnte am Humaninsulin liegen ! von Dm
  • baghira

    Rang: Gast
    am 11.08.2008 14:31:55
    wichtig wäre erst einmal die Angst vor Hypos zu
    beseitigen,wenn´s der Dia-Doc gesprächs-und
    beratungsrtechnisch nicht schafft, fachlich-psycho-
    logischen Rat einholen. Mir scheint aber bei dem
    Langzeit -Wert eine grundlegende Schulung eher
    notwendig. Hypo-Wahrnehmung kann man gut
    lernen, das ist wichtiger, als sich um die Art des
    Insulins zu streiten, das hilft dem armen Kerl nicht
    wesentlich weiter. Die Angst vor mikroangiopath.
    Langzeit-Schäden bei einer schlechten Dauerein-
    stellung würde mit persönlich aber mehr Schrecken einjagen als die Hypo-Angst, da gebe ich meinen
    Vorrednern völlig recht. Wie schon gesagt, alles
    schön langsam herunterregulieren, Tagebuch
    führen und bei Unsicherheit jeden Änderungsschritt
    mit ´nem Profi besprechen. Nie zwei Dinge auf
    einmal ändern ( jaja, ich weiß, die Profis sind da
    anderer Meinung...), aber ich glaube, in dem
    speziellen Fall sonst mehr Verwirrung zu stiften als
    Gutes zu tun! von baghira