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Vorstellung und Fragen zu Diabestes und Fußsyndrom
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am 29.10.2021 21:12:56 | IP (Hash): 421883706
Übertragen auf Dein möglichst gesundes Zusammenleben mit Deinem Typ 2 könntest Du dir Deinen persönlich passenden Umgang mit Insulin doch genauso selbst erarbeiten, oder?
Essen vor allem von Kohlenhydraten ist wie Gasgeben und Insulinspritzen wie Bremsen. Was wann wie passt, kannst Du nur vorsichtig systematisch ausprobieren und nach und nach verbessern. - Und die unregelmäßigen Anforderungen Deiner Arbeit sind dann sowas wie das Gelände, in dem Du mal mit dem Fahren angefangen hast :)
Ah, so war das gemeint.
Ja, ich habe da schon etliche Probleme, manchmal schätze ich das falsch ein, und manchmal kommt die Unterzuckerung dermaßen unerwartet- selbt im Krankenhaus haben die keine Einstellung finden können- vielleicht i´st der körpereigene Rhythmus schon so umgemodelt durch die Lebensweise ?
Ich habe es mal, als ich die Kurzzeitspritze vergessen hatte, nur mit dem Langzeitzeugs probiert- da mußte ich die Dosis erhöhren, aber die Werte schwankten nicht so. Ich habe auch mal gelesen, daß es eigentlich keinen Grund für 2 Mittel gibt, außer dem Gewinn der Hersteller, das Langzeit- Zeug soll alleine schon reichen.
Aber es ist eben so von den Docs vorgeschrieben worden. Die gehen allerdings auch voin den Hersteller- Empfehlungen für die ANwendung aus- wie auch ich mit meinen Materialien.
Das werde ich wohl mit einem Diabetes- Spezi klären müssen. -
am 29.10.2021 21:23:16 | IP (Hash): 1515891051
Hallo Arbeitsnomade,
ich glaube nicht, dass Dich hier jetzt einer beleidigen wollte. Beim Test mit der Stimmgabel wird Deine Durchblutung in den Füßen gemessen, das Instrument heißt so, weil es eben aussieht wie eine Stimmgabel. Eine evtl. Minderdurchblutung kann man durchaus behandeln, aber Du darfst eben eine Untersuchung bei einem Diabetologen nicht auf die lange Bank schieben. Und wenn Du weiterhin arbeiten willst, würde ich mal so schnel wie möglich einen Termin machen.
Gruß,
Biggi -
am 29.10.2021 21:32:37 | IP (Hash): 421883706
"ich glaube nicht, dass Dich hier jetzt einer beleidigen wollte. "
Wollte ich auch nicht sagen. Aber Arbeit ist eben wichtig- heute ja sogar lebenswichtig.
Und nein- ich bin nicht arbeitsgeil- jeder einzelne Arbeitstag kotzt mich an.
Auf jeden Fall werde ich einen Termin beim Spezi machen.
Bearbeitet von User am 29.10.2021 21:34:04. Grund: . -
am 29.10.2021 21:40:19 | IP (Hash): 1541696286
Wenn Du nüchtern 6-8 mmol/l misst, passt Dein Langzeit.
Wenn Du vor dem Essen 6-8 gemessen und dann für's Essen PASSEND Kurzzeit gespritzt hast, müsstest Du um 3 Stunden weiter wieder 6-8 messen können. Wenn weniger, war's zuviel, wenn mehr war's zuwenig.
Wenn Du vor allem in der ersten Stunde nach der Kurzzeitspritze körperlich Bewegung hast, kann die Dosis locker mal wie ne doppelte wirken. Die Verstärkung also vor dem Spritzen berücksichtigen oder um ne Stunde nach dem Spritzen auffressen ;)
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 29.10.2021 21:50:16 | IP (Hash): 421883706
"Wenn Du vor dem Essen 6-8 gemessen und dann für's Essen PASSEND Kurzzeit gespritzt hast, müsstest Du um 3 Stunden weiter wieder 6-8 messen können. Wenn weniger, war's zuviel, wenn mehr war's zuwenig."
Habe ich versucht. Wenn ich DAS mache... nach 4 oder 5 Stunden ist der Wert dann aber so runter, daß es mir mies geht (Werte um 3), kurz vorm Abklappen !
Oder futtern wie 'ne Salatschnecke, nur Grünzeug und sonstigen gesunden Mist, dann wenig Spritze, und dann knallt der Wert nicht so runter. Aber damit soll man arbeiten ?
Bis jetzt kann ich Werte um 8- 10 gut einhalten, Langzeit- Zuckerwert 8. Aber die Doc rollt dann schon mit den Augen...
Bearbeitet von User am 29.10.2021 21:52:19. Grund: . -
am 29.10.2021 22:14:21 | IP (Hash): 1541696286
Arbeitsnomade schrieb:
Habe ich versucht. Wenn ich DAS mache... nach 4 oder 5 Stunden ist der Wert dann aber so runter, daß es mir mies geht (Werte um 3), kurz vorm Abklappen !
Und warum isst Du dann nicht rechtzeitig nach 3 Stunden nen passenden Bremshappen?
Wenn's bergab geht, trittst Du doch auch passend VOR der nächsten Kurve auf die Bremse, oder?
Nur mal zum Vergleich:
Bei Gesunden ist nüchterne Obergrenze 5,7 und 8 für ein paar Minuten in der Spitze ne Stunde nach dem Essen. Alles darüber kann(!) taube Zehen machen, je höher drüber, umso mehr. Behandlungsmäßig gut sind die genannten 6-8 nüchtern.
UND beim Runterkommen von Deinem insgesamt recht hohen BZ-Verlauf brauchst Du halt Zeit für's Gewöhnen. Wenn Du auf der Bahn mit 200 unterwegs bist, sind 100 schon wie Stehenbleiben, aber für die Ausfahrt noch ein bisschen viel ;)
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 29.10.2021 23:56:45 | IP (Hash): 421883706
"Und warum isst Du dann nicht rechtzeitig nach 3 Stunden nen passenden Bremshappen?
Wenn's bergab geht, trittst Du doch auch passend VOR der nächsten Kurve auf die Bremse, oder?"
Tja, wenn das eben immer so einfach ginge...
Als ich wegen der Knie zu Hause war, znd das ist ja erst einige Monate her, konnte ich die Dosierung so bemessen, daß ich recht gut über die Runden kam- 1,5 Jahre keine Arbeit, die so schlaucht, daß der Blutzuckerwert in den Keller geht, und keine Werte, die wie eine Rakete nach oben gehen.
Wenn ich nur zu Hause wäre, wäre es kein Thema. Aber dem ist eben nicht so.
Gibt wohl inzwischen Pumpen, die man eingepflanzt bekommt, die automatisch Werte abfragen und dementsprechend dosieren- aber das technische Zeug aim/ am Körper... nichts für Leute, die mehr tun, als zu Hause herumzuoxydieren.
Nein, ich bin nicht beratungsresistent- ich muß meine Linie finden- darum ja die Anfrage hier.
Bearbeitet von User am 30.10.2021 01:40:42. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 30.10.2021 08:57:04 | IP (Hash): 1008229720
Arbeitsnomade schrieb:
Gibt wohl inzwischen Pumpen, die man eingepflanzt bekommt, die automatisch Werte abfragen und dementsprechend dosieren- aber das technische Zeug aim/ am Körper... nichts für Leute, die mehr tun, als zu Hause herumzuoxydieren.
Moment... ich gehöre zu den Pumpies mit Sensor und inzwischen auch Loop. Bin Typ1erin und eine Pumpe habe ich fast mein gesamtes Arbeitsleben, der Rest kam in den letzten Jahren. Ich bin zwar derzeit meistens zu Hause - unfreiwilliges Homeoffice - aber herumoxidieren würde ich das jetzt nicht nennen... :(
Pumpe und Sensor sind bei mir immer so gesichert, dass ich absolut alles machen kann. Brav am Schreibtisch programmieren, hektisch nach einen Fehler im Kundensystem suchen, mit Kunden rumdiskutieren, aber auch mit der Kettensäge durch den Garten toben, spontan mit den Fahrrad ins Büro oder sonstwo hin fahren oder auch ins Auto springen und zum Kunden fahren...
Mein System fängt derzeit nahezu jede Schwankung - egal ob Stress, Bewegung oder Mampf in einer Art und Weise ab, mit der ich dann doch nicht gerechnet habe...
Aber die Krankenkassen genehmigen eine Insulinpumpe nur sehr selten bei Typ2ern und auch mit einer Insulinpumpe, Sensor und einer geeigneten Steuerung muss man immer beobachten und anpassen. Am Anfang mehr, im Laufe der Zeit dann weniger. Ein System regelt immer nur so gut, wie es die Eingangsparameter zulassen.
Ach ja, und implantiert ist da gar nichts... ist alles, bis auf Sensorfaden und Insulinkanüle extern...
Ergänzung: Ich kenne einige Typ1er mit Pumpe, Sensor und teilweise mit Loopsystemen in Pflegeberufen. Ist gerade im Schichtdienst mit wechselnder Überlastung sehr hilfreich.
Bearbeitet von User am 30.10.2021 09:36:54. Grund: Korrektur -
am 30.10.2021 09:48:39 | IP (Hash): 790592211
Pumpies... kannte ich noch nicht... tolle Bezeichnung.
:-)
Danke für die Einblicke ins "Pumpie- Leben" !
"Herumoxydieren" war auch nicht im Sinne von Arbeitsfaulheit gemeint, bitte nicht so auffassen.
Ich kannte allerdings Menschen in Familie und Umkreis, sogar recht nette Leute, die aufgaben, ihre Diabetes- Krankheit pflegten- und elende umkamen, nachdem Stück für Stück verfaulte und weggeschnippelt wurde.
Neee... da hab' ich keinen Bock drauf, da beweg' ich mich lieber, eigentlich will ich nach Erreichen der Rente regelmäßig Sport machen... wenn da noch was geht, jetzt geht das wegen der unregelmäßigen Lebensweise nicht. Also nur dahinvegetieren, und auf den Sensenmann warten... nix für mich. Lieber teste ich den ersten Warp- Antrieb, oder sowas.
Aufgrund meiner Arbeit fällt Pumpe für mich aus- garantiert würde mir in allerkürzester Zeit die Nadel rausrutschen, der Schlauch oder die Pumpe kaputtgehen- ich arbeite nicht am PC, Montage ist teilweise schon recht fordernde Arbeit,
Bearbeitet von User am 30.10.2021 09:54:12. Grund: . -
am 30.10.2021 09:58:22 | IP (Hash): 1515891051
Ja Mensch, gerade darum geht es doch, dass Dir nichts "weggeschnippelt" wird. Deine Taubheit in den Füßen ist doch der Anfang. Also lasse Dich testen, ich kann mir nicht vorstellen, dass Du nicht 2 Stunden für einen Diabetologen übrig hast. Aber es sind Deine Füße ...
Gruß,
Biggi