Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Vorstellung und Fragen zu Diabestes und Fußsyndrom

  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 30.10.2021 10:10:52 | IP (Hash): 512393456
    Arbeitsnomade schrieb:
    "Und warum isst Du dann nicht rechtzeitig nach 3 Stunden nen passenden Bremshappen?
    Wenn's bergab geht, trittst Du doch auch passend VOR der nächsten Kurve auf die Bremse, oder?"

    Tja, wenn das eben immer so einfach ginge...
    Als ich wegen der Knie zu Hause war, znd das ist ja erst einige Monate her, konnte ich die Dosierung so bemessen, daß ich recht gut über die Runden kam- 1,5 Jahre keine Arbeit, die so schlaucht, daß der Blutzuckerwert in den Keller geht, und keine Werte, die wie eine Rakete nach oben gehen.


    Hier hat mal ein Bundespolizist mitgeschrieben, mit Mitte 30 mit Leib und Seele im aktiven Außendienst. Recht plötzlich hatte er Diabetes Typ 1, brauchte also Insulin und wurde damit praktisch automatisch an den Schreibtisch versetzt. Weil man ja als INSULINER regelmäßig messen und essen muss und der BZ dann bei unregelmäßigem Wechsel zwischen normaler und großer körperlicher Belastung gewaltig schwanken kann.
    Der Mann hat 2 Jahre dafür gebraucht, sich mit seinem Blutzucker so zusammenzuraufen, dass er den in seinem normalen völlig unregelmäßigen Arbeitstag mit einigen Stunden Laufen im Gelände mit vollem Gepäck und ohne regelmäßige Mess- und Essenspausen im Rahmen von HBA1c 6-7 Halten konnte, zuverlässig frei von Unterzuckerungen! Ein halbes von den 2 Jahren hat er normalen Dienst mit durchgängig enger Beobachtung von Vorgesetzten gemacht, dann hatte er seinen alten Job mit allen Führer- und Waffenscheinen wieder.

    Für so ein Ergebnis gibt es keine Beratung. So ein Ergebnis kann man sich nur selbst erarbeiten. Aber nicht, indem man sich hinsetzt und jammert, dass der BZ jetzt wieder so hoch oder wieder so tief ist, sondern indem man systematisch beobachtet, wann und wodurch er das macht und dann systematisch ausprobiert, wie man das am besten verhindert und ihn dahin steuert, wo man ihn haben will.

    Also mal ein konkretes Beispiel: Der BZ ist überraschend von 10 auf 3 gefallen, und Du fühlst dich mies.
    Wie lange nach dem Spritzen sind die 3 aufgefallen? Wie viele Einheiten hast Du wann gespritzt? Was an KHs hast Du dann wann gegessen? Was hast Du wann anschließend und wie lange gemacht?
    Dann praktisch den gleichen Ablauf herstellen mit gleichem Essen und gleicher körperlicher Belastung und dafür aber nur die Hälfte vom Insulin spritzen und nach der gleichen Zeit schauen, wieviel höher als 3 der BZ bleibt.
    Kann gut sein, dass Du da dann 7 misst, wo Du eigentlich 5 haben wolltest. Dann brauchst Du also bei nächsten Versuch nicht die Hälfte vom ursprünglichen, sondern etwas mehr Insulin. Und das probierst Du so lange durch, bis Du in der Art Situation recht zuverlässig Deine 5 mmol/l erreichst.

    Wenn das ein Frühstück war, kommen dann noch Mittag- und Abendessen in ähnlicher Weise. Das wäre dann in einem ersten Schritt schon mal ne brauchbare Grundlage für gegen zu niedrige Überraschungen.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 25
    Mitglied seit: 29.10.2021
    am 30.10.2021 10:30:52 | IP (Hash): 790592211
    "ich kann mir nicht vorstellen, dass Du nicht 2 Stunden für einen Diabetologen übrig hast"
    Ich habe doch geschrieben, ich werd' mich kümmern.

    Aber Arbeitsnomaden sind eben immer unterwegs, und zwar wochentags, und so ist ein fester Termin nur bedingt möglich- das können sich viele Leute, die einen festen Job in einer Firma haben, immer nicht vorstellen.
    Ganz früher hatte ich eine solche Arbeit, und das ging auch mit den öffentlichen Verlkehrsmitteln der Stadt.
    Da ging was NACH der Arbeit.
    Das ist 32 Jahre her.
    Wenn ich heute nach der Arbeit nach Hause fahre, ist meist alles geschlossen, rien ne va plus.

    Und ja, Urlaub, Frei- Tage... aber das kann ich auch nur sehr dosiert erinsetzen.
    Ich könnte eine andere Arbeit annehmen- aber was man hier in der Gegend verdient... da kann ich auch arbeitslos werden, oder krank. Und damit will ich gar nicht erst anfangen.

    Nein, keine Märchen. Realität in Teilen von DE. Inzwischen in vielen Teilen.
    Wer's nicht glaubt- kann gern herkommen.
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 25
    Mitglied seit: 29.10.2021
    am 30.10.2021 10:44:37 | IP (Hash): 790592211
    "Für so ein Ergebnis gibt es keine Beratung. So ein Ergebnis kann man sich nur selbst erarbeiten. Aber nicht, indem man sich hinsetzt und jammert, dass der BZ jetzt wieder so hoch oder wieder so tief ist, sondern indem man systematisch beobachtet, wann und wodurch er das macht und dann systematisch ausprobiert, wie man das am besten verhindert und ihn dahin steuert, wo man ihn haben will."

    Habe ich mich irgendwo hingesetzt und gejammert ? Ich denke nicht.

    "Dann praktisch den gleichen Ablauf herstellen mit gleichem Essen und gleicher körperlicher Belastung"

    Das ist es eben: Ich habe NIEMALS immer den gleichen Tagesablauf- offensichtlich schwer vorstellbar für Sie.
    Da kann es sein, daß ich "im Eifer des Gefechts" unbemerkt jede Menge Kalorien verbrate, und der Zucker unterirdisch niedrig ist, oder ich mach' was, wo ich DENKE, daß ich Kalorien verbrenne, und beim Messen "wickelt sich der Zeiger um den Anschlag".

    Meine Frau brachte mal einen Salat mit 'nem Löffel Dressing und veganem Zeugs drumherum mit- sah sooo "zum Kotzen gesund" aus, die Angaben eigentlich ok- aber der Zuckerwert schoß wie eine Rakete hoch.
    Ein anderes Mal Heißhunger, eine Riesenportion Frikassee mit Reis, eigentlich eher "nicht so der Burner"- der Zuckerwert bewegte sich gar nicht.
    Ich schrieb ja schon- selbst als ich wegen Einstellung auf Spritzen im Krankenhaus war, lieiß sich das nur schwer einstellen, ein Wert um 8 war der beste Durchschnitt.

    Ja, ich weiß... man kann weiter probieren, mach' ich ja auch.
    Und- das mit dem Fußsyndrom... war mir neu- darum frage ich ja hier an, und, wie geschrieben, ich werde eine/n Spezi aufsuchen.


  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 30.10.2021 11:01:46 | IP (Hash): 512393456
    Arbeitsnomade schrieb:
    Das ist es eben: Ich habe NIEMALS immer den gleichen Tagesablauf- offensichtlich schwer vorstellbar für Sie.
    Da kann es sein, daß ich "im Eifer des Gefechts" unbemerkt jede Menge Kalorien verbrate, und der Zucker unterirdisch niedrig ist, oder ich mach' was, wo ich DENKE, daß ich Kalorien verbrenne, und beim Messen "wickelt sich der Zeiger um den Anschlag".


    Hier immer per Du! Und ich hab extra das Beispiel mit dem Bundespolizisten gebracht. Der HAT(TE) alles andere als einen regelmäßigen Tagesablauf. Aber zum Austesten von seinem Blutzucker und dessen Eigenarten hat er sich den über Wochen und Monate gemacht!
    Wir alle hier, die wir mit unserem Blutzucker in dem Bereich auskommen, den wir haben wollen, haben immer wieder gleiche Situationen hergestellt(!), damit wir unseren BZ da eben beobachten und entsprechendes Steuern ausprobieren konnten.
    WICHTIG dafür: Fortlaufend IMMER ALLES Aufschreiben. Denn im Gegensatz zum Autofahren erfolgen die Reaktionen auf Deine Aktionen nicht sofort, sondern mit 1-2 und manchmal auch noch mehr Stunden Nachlauf. Da hat man ohne Aufschrieb längst nicht mehr auf dem Schirm, was man eben vor 1,2 oder 3 Stunden konkret gemacht hat(!) - nicht haben könnte.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Bearbeitet von User am 30.10.2021 11:03:49. Grund: Korrektur
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5074
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 30.10.2021 11:16:08 | IP (Hash): 389568829
    @Nomade,

    nochmal: Wenn du deinen Doc (oder einen neuen Arzt) dazu bringen kannst, einen GLP1-RA (Trulicity, Ozempic, ...) auszuprobieren und wenn es bei dir (evtl. mit Unterstützung von Basalinsulin) ausreichend wirkt, wird dein Leben um ein Vielfaches einfacher und deine BZ-Verläufe werden wahrscheinlich auch ein ganzes Stück besser. Deine Bekannten die mit ihrem Diabetes jämmerlich zugrunde gegangen sind, hatten so eine Chance nicht. Diese wirkungsvollen Diabetesmedikamente, mit denen es auch keine Unterzuckerungen mehr gibt, stehen erst seit wenigen Jahren zur Verfügung. Neben den GLP1-RA gibt auch noch andere moderne und gute Diabetesmedikamente. Die wirken allerdings bei dir wahrscheinlich nicht mehr stark genug.

    Nur wenn das nicht mehr funktioniert, weil unterdessen bereits der Großteil deiner Betazellen untergegangen ist, musst du dich hier im Forum von den INSULINERn beraten und vielleicht auch vollpflaumen lassen.

    Eine geeignete Ernährung kann übrigens jede Diabetestherapie gut unterstützen. Bei der Insulintherapie hast du das ja bereits bemerkt. Allerdings beschränkt sich eine diabetesgeeignete Ernährung keinesfalls auf Salatblätter kauen und Möhren mümmeln. Wenn du die KH moderat reduzierst, kannst du unter Beachtung der Gesamtkalorien eine Menge gute Sachen mit viel Eiweiß und/oder Fett in deine Ernährung einbauen. Die liefern dir die erforderliche Energie, lassen den BZ weniger ansteigen und machen auch noch besser und anhaltender satt.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 30.10.2021 11:19:12. Grund: BBCodes
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 25
    Mitglied seit: 29.10.2021
    am 30.10.2021 14:02:11 | IP (Hash): 790592211
    "nochmal: Wenn du deinen Doc (oder einen neuen Arzt) dazu bringen kannst, einen GLP1-RA (Trulicity, Ozempic, ...) auszuprobieren und wenn es bei dir (evtl. mit Unterstützung von Basalinsulin) ausreichend wirkt, wird dein Leben um ein Vielfaches einfacher und deine BZ-Verläufe werden wahrscheinlich auch ein ganzes Stück besser. "

    Ich werde das notieren, und auf jeden Fall ansprechen.
    Wie geschrieben- ich muß einen Termin machen- ich wohne auf dem Lande, und bin wochentags immer unterwegs, Montag an einam anderem Ort, als ich letzte Woche war ! Ich muß also die Sache mit der Arbeit unter einen Hut bringen- auch wenn da offensichtlich wenig Verständnis vorhanden ist: Mit Gewalt ist kein Bulle zu melken.
    Bearbeitet von User am 30.10.2021 14:02:44. Grund: .
  • specki

    Rang: Gast
    am 30.10.2021 20:50:26 | IP (Hash): 1487376100
    "Was mir dabei besonders Sorgen bereitet, weil das als Anfang vom Ende beschrieben wird:
    Beide Zehenreihen fühlen sich IMMER taub und/ oder "kribbelnd" an. Fühlen sich an, als ob man festgewordenen Klebstoff innen an den Zehen hat.
    Egal, ab Tag oder Nacht, egal, welche Zuckerwerte oder Blutdruck, die Taubheit ist immer da.

    Wer kann dazu was schreiben ? Ist das mit der Taubheit übertrieben, gibt es Spezis, die ich kontaktieren könnte, bestimmte Medis, usw. ?"


    DU hast diabetes
    DU hast schon beschwerden in den füßen

    und hoffst jetzt hier auf ein wundermittel gegen diabetischen fuß?
    (das auch noch in deinen arbeitsplan paßt)

    und dafür muß man hier jetzt verständniss haben?

    sei mir nicht böse, aber es sind doch DEINE füße
    wenn du nicht sonderlich an ihnen hängst mach weiter so.

    spätestens wenn du an deinen nägeln rumschnibbelst und es sich mal richtig schön entzündet
    und nicht wieder zugeht oder deine füße so schlimm sind das du diabetikerschuhe tragen mußt
    (sehr sexy) mußt du dir zwangsläufig zeit nehmen bzw die hast du dann zwangsläufig
    weil du nicht mehr arbeiten gehen kannst.

    aaaaaaaber, das ist ganz alleine DEINE entscheidung und dafür habe ich vollstes verständniss.

  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 30.10.2021 21:51:21 | IP (Hash): 512393456
    Ich hatte in einem meiner früheren Leben mal nen Ingenieur in der SHG mit Typ 1 und häufig äußerst miesen BZs. Er hat komplexe technische Systeme erfunden und entwickelt und seinen BZ immer lückenlos protokolliert: Spätestens ne Woche nach seiner neuen Einstellung in ner renommierten Diabetesklinik fing sein BZ das Ansteigen an, und spätestens nach 6 Wochen war er nüchtern wieder bei 200. Gab er auch noch zum besten! "Ich muss mal wieder in die Klinik. Professor X ist wirklich eine Koryphäe für die Einstellung.”
    Klar hat(te?) der mehr auf dem Kasten als mancher Typ 1 Normalo, der sich ganz selbstverständlich seinen alltäglich BZ im Rahmen von HBA1c 7 und besser macht und dafür nix weiter braucht als ausreichend einigermaßen verlässliche Testmedien und Insulin, weil er sich den passenden Umgang damit selbst angeknobelt hat und den auch immer wieder anpasst, wenn sich aus welchen Gründen auch immer daran was ändert.

    Unser Nomade erinnert mich an den, denn der Nomade hat sich selbst beigebracht, wie er mit nem einfachen Auto wie nem Golf durch ne "Pfütze” fährt, in der Normalo mit Allradstern locker stecken bleibt. Und die Arbeiten, für die er da beständig auf der Achse ist, werden auch ne gut trainierte aktive Zwischenohrmasse voraussetzen. Und der will uns erzählen, dass er ein bisschen systematische Arbeit in der Größenordnung von max 15 Minuten pro Tag mit seinem BZ aus Zeitgründen nicht gebacken kriegt?

    Eigentlich wollte ich Rainer einfach nur zustimmen. Am einfachsten, der Typ kriegt jetzt ne Medi, mit der sein BZ ohne Nachdenken und Zutun vielleicht noch 2-3 Jahre oder sogar länger im erträglichen Rahmen bleibt. Aber danach kommt dann doch auch Insulin, eben ein paar Jahre und ein paar weniger graue Zellen weiter!
    Wäre nicht viel vernünftiger, der würde einsetzen, was er jetzt noch hat, und die Mittel, die er jetzt schon kriegt, und seinen BZ die meisten von 24 Stunden möglichst völlig gesund steuern? Und mit dem gesunden BZ die einzige Möglichkeit nutzen, ne vom zu hohen BZ ausgehende Nervenschädigung zu stoppen und vielleicht noch den einen oder anderen Tick zurück zu drehen?

    Klar könnte der auch mal das einfach nur Fleischessen probieren, aber erstens würd’s mir nicht schmecken (kein objektiver Grund, ich weiß) und zweitens könnte er dann immer noch schauen, wie viel von seinem normalen Insulin er mit nur Fleisch einsparen könnte, wenn er denn wollte ;)

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1430
    Mitglied seit: 11.02.2019
    am 30.10.2021 22:40:28 | IP (Hash): 1107150118
    Der richtige Facharzt für deine Fuß-Beschwerden ist erst Der Diabetologe, kann aber sein, dass dieser dich dann zum Neurologen weiterverweist.

    Die Fuß-Beschwerden können mit deiner Blutzuckereinstellung zusammenhängen.

    Was spritzt du denn für Insulin? Also welche Arten genau?
    Du schreibst, du bist häufiger mal unterzuckert. Hast du denn ein Sensormesssystem, wie bspw. den FreeStyle Libre? Damit würdest du rechtzeitig gewarnt werden und könntest rechtzeitig etwas essen bevor du in eine Unterzuckerung kommst.

    Ich hatte bspw. bei Lantus als Langzeitinsulin auch immer wieder Probleme, dass ich dort bei Bewegung unterzuckert bin, auch wenn kein Mahlzeiteninsulin aktiv war. Nach der Umstellung auf Toujeo trat dies damals dann nicht mehr auf.

    Wenn du nach 5 Stunden unterzuckerst, kann es sein, dass dein Mahlzeiteninsulin (welches? und welche Menge?) so lange wirkt. Normalinsuline wirken länger als Analoginsuline (Novorapid, Humalog, Lispolog oder Fiasp). Aber auch Analoginsuline mit hoher Dosierung wirken länger als die angegebenen 3-4 Stunden. Die Zeitdauer verlängert sich je größer die Insulinmenge ist.

  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 608
    Mitglied seit: 01.08.2021
    am 30.10.2021 23:09:16 | IP (Hash): 701139008
    Specki hat es schon leise angedeutet und ich sage dazu:

    Nichts auf der Welt ist wertvoller als die eigenen Gesundheit.

    Wenn der Nomade schreibt in seiner Nähe sind Leute verstorben die mit ihrer Diabetes recht schlampig umgegangen sind, dann trifft das auch auf ihn zu.
    Scheiß auf die Kohle und kümmere dich mehr um dich.
    Gehe in Frührente um dich um deine Krankheit zu kümmern. Suche dir eine Beschäftigung wie Gemüse züchten bei einem eigenen Garten, oder einen Schrebergarten.

    Was jetzt mit deinen Füssen passieren sollte:
    Vermeide es Strümpfe zu tragen die oben ein Gummibund besitzen.
    Diese können die Haut so einschnüren das der Blutfluss behindert wird.
    Meist entstehen dadurch auch Eindrücke an den Beinen die deutlich sichtbar sind und erst nach einiger Zeit verschwinden.
    Hast du nachts kalte Füße, wie viele Männer mit Diabetes, verzichte darauf die Nacht über Strümpfe zu tragen. Die Haut kann nicht richtig atmen.

    Zuerst sollte ein Dopplertest an den Füssen vorgenommen werden. Dort lässt sich schon feststellen wie der Blutfluss im allgemeinen ist.
    Dann beim Arzt einen Test für die Stellen der Taubheit feststellen lassen.
    Der Arzt hat so einen kleinen runden Sensor der an verschiedenen Stellen am Fuß angesetzt wird.
    Der Patient muss dann sagen ob es dort kalt oder warm ist. So findet der Arzt heraus wie es mit der Taubheit des Fußes steht.

    Ist das Problem mit der Durchblutung doch schlimmer als erwartet muss eine Überprüfung der Arterien
    in dieser Röhre gemacht werden.
    Finden sich dort verengte Arterien dann ist eine OP notwendig in der ein Bypass, Stint oder Ballon gesetzt wird.

    Du solltest alles dafür tun deine Füße nicht zu verlieren.


    Bearbeitet von User am 31.10.2021 08:59:16. Grund: Berichtigung
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.