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Prädiabetes - was tun?
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am 10.11.2021 09:34:26 | IP (Hash): 1620400239
Hallo und schönen guten Morgen in die Runde!
Genau das was ihr hier wohl diskutiert (ich blicke ehrlich gesagt nicht ganz durch was mir manche mit ihren Wortmeldungen sagen wollen) treibt mich ja um, für die Ärzte gelte ich als "(Blutzucker)gesund", für mich persönlich sind meine Werte aber doch beängstigend, weil ich die letzten Monate viel darüber gelesen habe und ich immer mehr der Meinung bin, dass meine Werte zu hoch sind.
Es geht mir nicht um medikamentöse Behandlung, im Gegenteil, genau das möchte ich ja vermeiden.
Befürchte aber wenn ich nichts mache wird mir genau das irgendwann drohen.
Bei der gestrigen Blutuntersuchung hatte ich 109 (vor vier Wochen noch 117) Nüchternblutzucker.
Und das obwohl ich kalorienreduziert ketogen gegessen habe und das auch noch intermittierend fastend.
Irgendwas passt da nicht.
Hba1c wurde gestern nicht gemessen, stand wohl nicht auf der Überweisung.
Im Jänner möchte ich neben BZ und Hba1c auch Insulin testen lassen.
Und dann auch dieses OGTT.
Ich habe noch eine private praktische Ärztin, denke die wird mir dafür auch eine Überweisung schreiben, sie war es auch die mich bei einem Wert von knapp über 100 schon darauf aufmerksam gemacht hat dass der BZ etwas hoch ist.
Weil hier die Fragen im Raum standen.
Waist to Heigh Ratio: 0,47
BMI schwankend zwischen 21 und 22
Fatty Liver Index: 6 (also Fettleber sehr unwahrscheinlich)
Vitamin D3 ~70
Um feststellen zu können wie mein Körper auf Nahrung reagiert werde ich mir jetzt so einen FreeStyle Libre besorgen.
Habt ihr Erfahrungen, kann man damit auch baden?
Bin vor allem gespannt was da nachts passiert und ob der Nüchternblutzucker die ganze Nacht so hoch ist.
Werde sehr oft zwischen 3 und 4 Uhr munter und schwitze auch öfter mal nachts. Tat das aber immer als Symptome der Menopause ab. Kann das vielleicht auch am Zucker liegen?
Mir ist bewusst, dass ich da von Seiten der Ärzte keine Unterstützung bekommen werde.
Da muss man sich selbst informieren und dann schauen wie man das alles am besten umsetzen kann. Finde ich schade, weil man da vielleicht vielen Menschen Medikamente und später Insulin ersparen könnte, aber das wäre ein anderes Thema.
Ich mache jetzt dann mal Leberfasten und ab 1.1. 10 bis 14 Tage Heilfasten.
Falls die Leber doch ein wenig verfettet sein sollte, müsste dies dem ja entgegenwirken.
Und sonst verzichte ich auf KHs wie es geht.
Der Glaube stirbt ja bekanntlich zu Letzt, ich hoffe doch auf etwas bessere Werte im Jännern.
Falls ihr Ideen und Anregungen für mich habt, bitte immer her damit.
Ich hoffe da sehr auf das Schwarmwissen aus dem Forum und bedanke mich an dieser Stelle ganz herzlich für eure vielen Antworten und Gedanken. -
am 10.11.2021 09:58:23 | IP (Hash): 773230692
Hallo Anna,
das weißt du wahrscheinlich, aber vorsichtshalber der Hinweis auf Libre 2 ein Sensor kostenlos;
https://fsl2.FreeStyle.abbott/de-de/datenschutz.html
Der Nüchternwert wird durch verschiedene Sachen beeinflusst,deshalb kann der - auch wenn es ein genauer Laborwert ist - schnell mal unterschiedlich ausfallen. Stress kann ihn z,B. erhöhen und vorher kräftige Bewegung kann ihn runter drücken. Deshalb ist dieser Wert alleine nicht besonders aussagekräftig.
Viel Erfolg mit deinen Maßnahmen, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 11.11.2021 04:51:27. Grund: BBCodes -
am 10.11.2021 10:19:36 | IP (Hash): 1620400239
Hallo Rainer,
danke für den Tipp.
Super!
So weit hatte ich mich mit dem Thema noch nicht beschäftigt, das kam jetzt erst weil ich einfach besser Bescheid wissen möchte.
Ich lebe allerdings nicht in Deutschland sondern in Österreich.
Ist der Libre3 schon auf dem Markt? Der soll ja kleiner sein und auch Ketone messen.
Ich denke Stress ist nicht das Thema bei mir, habe einen guten Job, genügend freie Zeit, keine/wenig Sorgen.
Dieser Nüchternblutzucker ist jetzt halt schon seit 2, 3 Jahren zu hoch und der Hba1c mit 5,7 ja ebenfalls.
Anfangs habe ich mir das auch als zufällig schlechten Wert schön geredet, jetzt kann ich das nicht mehr weil die Tendenz leider steigend ist. -
am 10.11.2021 10:48:42 | IP (Hash): 72970431
-anna- schrieb:
Ich lebe allerdings nicht in Deutschland sondern in Österreich.
Endlich bin ich nicht mehr der Einzige, liebe "Mitbewohnerin" :-)
Ist zwar Off-Topic, aber: Wo - wenn ich denn fragen darf - hast Du Dich denn genau niedergelassen? -
am 10.11.2021 10:58:11 | IP (Hash): 72970431
Die Leber schüttet unter akutem Stress fast augenblicklich Glukose aus. Also bist Du auch ohne chronischem sondern lediglich aktuellem Stress beim Arzt - was auch immer dafür die Ursache sein mag - dann quasi nicht mehr nüchtern.
Ich frage mich selbst häufig, wie denn die letzten beiden "normalen" NBZ-Ergebnisse (von 2019 u. 2020) tatsächlich ausgefallen wären, wenn ich vor lauter Aufregung vor dem Ergebnis nicht so stark "unter Strom gestanden" hätte. Tendenziell komme ich eher aus dem Lager jener Personen, die sich weniger vor dem Stich als vielmehr vor dem eigentlichen Ergebnis ängstigen.
Einen solch negativen Einfluss auf das Ergebnis durch Stress hast Du übrigens beim A1c - im Gegensatz zum NBZ und OGTT - nicht zu befürchten.
Bearbeitet von User am 11.11.2021 08:17:14. Grund: . -
am 10.11.2021 11:05:20 | IP (Hash): 773230692
-anna- schrieb:
Ist der Libre3 schon auf dem Markt? Der soll ja kleiner sein und auch Ketone messen.
Ja,das geht aber bisher nur erst mit einer iPhone-App.
Von Ketonmessung ist mir nichts bekannt. Ich wüsste auch nicht, wie das gehen soll, weil die nur direkt im Blut gemessen werden können.
Mit dem kostenlosen Libre 2 weiß ich, dass auch ein Österreicher mal Erfolg hatte, als er direkt angerufen hat.
Beste Grüße, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 11.11.2021 04:50:51. Grund: BBCodes -
am 10.11.2021 14:18:00 | IP (Hash): 1620400239
@Mitglied
Ich wohne im wunderschönen Wien
@Rainer
An einem iPhone würde es nicht scheitern, App ist schon installiert.
Habe jetzt mal wegen Infos gemailt und ob es den 3er schon in Österreich gibt und auch ob es eine Möglichkeit zu testen gibt.
Schwindeln mag ich sowieso nicht, da kaufe ich mir das Teil lieber.
Stress und Labor/Arzt
Ich denke ich bin da nicht gestresst, bei mir ist beim Arzt auch der Blutdruck wie zu Hause, kein "Weißkittel"
Ich denke wenn sich jemand gestresst fühlt dann ist das auch schwer in den Griff zu bekommen, wie auch? Da hilft der Kopf wenig (der beruhigend einwirken möchte) wenn man einfach gestresst ist.
Kurzer Nachtrag, meinen Hba1c hatte wohl das Labor vergessen, gerade kam der Wert rein:
5,5 (bei der letzten Messung war er noch 5,7) :-)
Ich sehe das für mich als kleinen Erfolg.
Sobald ich dann messen kann werde ich hoffentlich viele Erfahrungen machen worauf mein Körper mit wieviel Blutzucker reagiert.
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am 10.11.2021 23:57:14 | IP (Hash): 1831868515
Zwecks Libre: man kann damit duschen, baden und schwimmen, jedoch max. 30min.
Zudem nicht unmittelbar nach dem Setzen baden, sondern ich warte min. einen halben Tag, weil sich sonst der Kleber vorzeitig lösen kann. Nach einigen Stunden nach dem Setzen ist der Kleber fester und dann funktioniert es.
Libre 3 ist in Österreich noch nicht zugelassen, in Deutschland nur fürs Iphone.
Ketone-Teststreifen gibt es von Abbott, die nennt man FreeStyle Precision Ketone. Die kann man angeblich auch fürs Lesegerät von Libre 1 und 2 verwenden. Jedoch mit dem Libre 3 hat das nichts zu tun.
Ansonsten ein HbA1C von 5,5 oder 5,7 ist fast kein Unterschied. Sorry, wenn ich dich jetzt demotiviere. Aber kann einfach unter die die Toleranz fallen. Ich würde so weitermachen wie bisher, du bist ja schon auf einen guten Weg und dann schauen, ob sich der nächste HbA1c weiterverbessert. -
am 11.11.2021 08:15:40 | IP (Hash): 72970431
July95 schrieb:
Ansonsten ein HbA1C von 5,5 oder 5,7 ist fast kein Unterschied. Sorry, wenn ich dich jetzt demotiviere. Aber kann einfach unter die die Toleranz fallen.
Klar kann das sein, muss aber nicht. Der NBZ-Wert ist im Vergleich zu den vorangegangen Ergebnissen trotz Keto ja auch gesunken, also würde sich mein Blick - wenn ICH die liebe Anna wäre - auch eher in Richtung "Verbesserung der BZ-Situation" richten, denn eventuelle Messtoleranzen zu vermuten. -
am 11.11.2021 08:19:35 | IP (Hash): 72970431
-anna- schrieb:
@Mitglied
Ich wohne im wunderschönen Wien
In dem Fall: Hallo liebe Mitbewohnerin! :-) -
am 11.11.2021 08:49:57 | IP (Hash): 1103741578
July95 schrieb:
Libre 3 ist in Österreich noch nicht zugelassen, in Deutschland nur fürs Iphone.
Hallo Anna,
wenn du das Gerät sowieso selber bezahlen musst, dann spielt die fehlende Zulassung wahrscheinlich keine Rolle. Also könntest du dort anrufen und nachfragen.
Wenn alles andere passt, dann bekommst du schließlich mit dem Libre 3 bessere Leitung für das gleiche Geld.
Viel Erfolg, Rainer
____
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Bearbeitet von User am 11.11.2021 08:50:10. Grund: . -
am 11.11.2021 14:39:50 | IP (Hash): 2040582088
Wegen dem Libre habe ich gestern mal meine Fragen gemailt, mal schauen wie sie darauf reagieren dass ich als Österreicherin gerne einen FreeStyle Libre 3 hätte.
Sonst nehme ich halt den 2er.
Ich erhoffe mir mit dem Gerät meinen Körper etwas besser kennenzulernen und ich bin sicher, jeder Körper reagiert anders.
Dass KHs und ich keine Freunde sind, das ist mir schön länger klar. Brot usw. würde sofort auf Bauch und Hüften sesshaft werden.
Ich danke euch für die vielen Infos und Tipps zum Libre. Bin gespannt auf die Erkenntnisse.
Betreffend meiner Werte, klar, das ist wirklich nicht DIE WELT, aber ich macht LCHF (KHs unter 50 gr) erst seit ca. einem Monat und hoffe bei der nächsten Messung 2022 auf eine weitere Tendenz nach unten.
Zumindest habe ich die Kurve nach oben mal gestoppt und ich feiere gerne, auch die kleinen Erfolge.
Statt Sekt und Brötchen gibt es halt zur Feier des Tages einen Libre.
Auf meinem Plan stehen jetzt noch Leberfasten (zumindest einige Tage) und nach dem Jahreswechsel ein Heilfasten.
Ich glaube wenn ich die Sache mit der Insulinreststenz (gehe zumindest mal davon aus dass ich das habe) in den Griff bekomme, dann plage ich mich vielleicht auch weniger mit dem Gewicht.
Die Hoffnung stirbt zuletzt. -
am 11.11.2021 16:00:47 | IP (Hash): 1620400239
Mitglied schrieb:
Der NBZ-Wert ist im Vergleich zu den vorangegangen Ergebnissen trotz Keto ja …….
Hallo Mitglied! Ich bin jetzt beim Nachlesen an dem „trotz Keto“ hängen geblieben.
Habe ich da vielleicht einen Denkfehler?
Müsste der BZ in der Ketose nicht dauerhaft (viel) niedriger sein?
Der Körper ernährt sich dann ja hauptsächlich aus (auch körpereigenem - weil nur ~ 1.000 Kcal) Fett.
Ein wenig Glukose erzeugt er immer, aber nicht so viel. -
am 11.11.2021 17:40:36 | IP (Hash): 1103741578
-anna- schrieb:
Müsste der BZ in der Ketose nicht dauerhaft (viel) niedriger sein?
Ja, aber ...
... das ist einfach eine Erfahrung, die viele bei Low Carb und Very Low Carb machen, dass die Nüchternwerte etwas höher ausfallen. Es gibt auch haufenweise Erkärungsversuche dafür, überzeugt hat mich aber noch keiner. Also bleibt nur: es ist einfach so. In diesem Sinn akzeptiere ich auch meine Nüchternwerte um die 105...110 und mache mir nichts daraus.
Ansonsten, besonders nach den Mahlzeiten, ist der BZ in der Ketose selbstverständlich (viel) niedriger. Auch nachts und zwischen den Mahlzeiten ist er bei mir niedrig. es gehtlediglich um den morgendlichen Nüchtern-BZ, der ein wenig höher ausfällt, was vollkommen unproblematisch ist.
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Bearbeitet von User am 13.11.2021 20:17:19. Grund: BBCodes1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 11.11.2021 20:55:29 | IP (Hash): 2036670539
Guten abend anna,
3 Tage nach meiner Diagnose war mir klar, ich brauch ein Blutzuckermessgerät.
Weil ich wissen und testen will ob das mit der Ernährung und den Tabletten
funktioniert, habe ich mich in einer Apotheke über solche Geräte erkundigt. Die nette Apothekerin hat mir 2 Geräte gezeigt und mir das Contour next empfohlen,
weil die Ärzte auch damit arbeiten. Gut, ich habe der netten Dame geglaubt,
sie hat mir das Gerät praktisch geschenkt, ich musste mir nur noch Teststreifen
dazu kaufen.
Wenn Du wirklich wissen willst was passiert musst Du messen. Messen, essen, messen, messen und immer wieder messen. Ich versuch das jetzt wie es https://www.bloodsugar101.com/all-about-blood-sugar schreibt.
Messen, essen, messen und notieren.
https://a7582688-a1e5-4056-88a2-dfd422642832.filesusr.com/ugd/32a606_db20057cf9b5496ea94c7d7d2d6f0cde.pdf
Ich habe zur Zeit am Tag unter 140mg/dL
Jetzt meine Frage: Wer setzt oder implantiert dir den Sensor von Libre, und was soll das kosten ?
Bearbeitet von User am 11.11.2021 21:06:23. Grund: --- -
am 11.11.2021 21:14:54 | IP (Hash): 1103741578
Dex schrieb:
Jetzt meine Frage: Wer setzt oder implantiert dir den Sensor von Libre, und was soll das kosten ?
Den Sensor muss man selber setzen. Der Applikator ist dabei und lässt sich ganz gut bedienen. Ein Sensor kostet 59,90€ und hält 14 Tage.
Einen Sensor kannst du dir kostenlos (Libre 2 Testpaket) schicken lassen. Früher gab es auch das Lesegerät kostenlos dazu, heute müsstest du es falls du kein passendes Smartphone hast, selber kaufen.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 18.11.2021 18:44:57 | IP (Hash): 1620400239
Es gibt News
FreeStyle Libre 3 ist in Österreich nicht erhältlich
Es gibt in Österreich auch kein Testgerät
Habe jetzt mal 2 bestellt
Messe seit heute mal herkömmlich den BZ
Trotz Stärke 5 will da aber nur mit fest drücken ein Tropfen aus dem Finger.
Gibt es Tricks?
Wie hoch darf der BZ 1 Stunde nach dem Essen sein?
Wie hoch nach 2 Stunden?
Wann soll er wieder normal sein?
War heute zur Körperfettmessung.
Alles bestens.
Mein metabolisches Alter ist 15 Jahre jünger und wenig viszerales Fett. Auch genug Muskeln ins die Zellen arbeiten auch gut.
Bedeutet für mich ich mache etwas mehr Yoga und etwas Kraftübungen zu Hause, ums Fitnesscenter drücke ich mich noch.
Vielleicht bin ich doch gestresster als ich es wahrhaben möchte. Bin sehr perfektionistisch … vielleicht doch Meditation oder Ähnliches.
Mit den derzeitigen BZ-Werten will ich mich nicht anfreunden, die klopfen schon bei der Diabetes-Türe an.
Vielleicht habt ihr ja noch Ideen woran es liegen könnte? Vielleicht mal was gelesen?
Danke schon im Voraus. -
am 18.11.2021 19:45:18 | IP (Hash): 590329310
Hier hast Du ne bewährte Anleitung, ganz am Ende auch nen Link für nen Flyer auch German ;)
Nachtrag:
Sorry, dass ich den Link zwar versprochen aber nicht einkopiert hab. Hat Rainer (danke!) zum Glück nachgeholt!
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Bearbeitet von User am 19.11.2021 08:52:14. Grund: Nachtrag -
am 19.11.2021 06:54:49 | IP (Hash): 1042835279
-anna- schrieb:
Wie hoch darf der BZ 1 Stunde nach dem Essen sein?
Wie hoch nach 2 Stunden?
Wann soll er wieder normal sein?
Hallo Anna,
Hier hast du mal eine gute Anleitung zum Messen der BZ-Werte:
https://a7582688-a1e5-4056-88a2-dfd422642832.filesusr.com/ugd/32a606_db20057cf9b5496ea94c7d7d2d6f0cde.pdf
(Quelle: https://www.bloodsugar101.com/download-the-lower-your-blood-sugar )
Du brauchst natürlich nicht so oft zu messen. Besonders unsinnig wäre die tägliche Messung des Nüchternwertes. Der ändert sich nicht so schnell, du erfasst damit nur zufällige Schwankungen.
Wenn der Blutstropfen so schwer kommt, hilft eventuell vorheriges massieren, vom Unterarm beginnend. Warme Hände sind wichtig. Wenn die Hände kalt sind, habe sogar ich manchmal Probleme. Nicht in die Fingerkuppe stechen, sondern seitlich, aber das hast du dir bestimmt schon so rausgesucht.
Zur Diabetesart, die außer Typ2 noch denkbar wäre:
- MODY, dann hättest du allerdings sehr wahrscheinlich enge Verwandte mit dem gleichen Diabetes,
- LADA, ein sich langsam entwickelnder Typ1-Diabetes.
Ob etwas davon zutrifft, kann man von weitem natürlich nicht sagen. Du kannst dich aber schon mal dazu schlau machen und die weitere Entwicklung deiner BZ-Störung auch aus diesem Blickwinkel beobachten.
Alles Gute, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 19.11.2021 06:56:19. Grund: BBCodes -
am 24.11.2021 16:53:59 | IP (Hash): 1973298533
Rainer, danke für die Hinweise auf diese seltenen Arten.
Mütterlicherseits hat niemand Diabetes, väterlicherseits schwer zu sagen. Mein Vater ist früh verstorben, er und auch ich sind Einzelkinder.
Ich faste jetzt den 3. Tag (trinke nur Wasser und Tee)
Am Morgen 96
Und jetzt gerade 92
Da sollte ich ja längst so zwischen 60 und 80 sein.
Woher holt sich der Körper nur den Zucker?
Ich bin davon abgesehen seit Wochen in der Ketose.
Faste jetzt noch einige Tage und werde zur Kontrolle immer dreimal messen.
Habe auf YouTube einiges gesehen wie unterschiedlich Menschen auf die selben Nahrungsmittel reagieren.
Das Thema beginnt mich immer mehr zu interessieren, habe ja viel Zeit im Lockdown.
Ich bin nicht „der Typ“ für Typ2 und trotzdem geht die Tendenz in die Richtung. Würde ich nicht halbwegs gesund leben hätte ich wahrscheinlich schon Typ2.
Glaubt ihr es macht Sinn wenn ich mir einen Arzt (Spezialisten) suche den ich privat zahle? Oder kann der auch nicht mehr tun als ich schon mache? -
am 24.11.2021 18:21:40 | IP (Hash): 1652519281
-anna- schrieb:
Da sollte ich ja längst so zwischen 60 und 80 sein.
Woher holt sich der Körper nur den Zucker?
Ich bin davon abgesehen seit Wochen in der Ketose.
Woher Glukose, wenn ich keine esse? Aus Glukoneogenese, also der Gewinnung von Glukose aus Eiweiß in Nieren und Leber. Bei glukogener Ernährung locker bis zu deutlich über 100 g pro Tag, bei ketogener minimal um 40, aber mehr, wenn mehr Protein gegessen wird.
Bei ketogener Ernährung wird der BZ bei gesunden Menschen nüchtern und zwischen den Mahlzeiten eher im Bereich von 90-110 beobachtet, wo er bei glukogener Ernährung bei 70-90 verläuft.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 24.11.2021 19:42:17 | IP (Hash): 1189869622
hjt_Jürgen schrieb:
Bei ketogener Ernährung wird der BZ bei gesunden Menschen nüchtern und zwischen den Mahlzeiten eher im Bereich von 90-110 beobachtet, wo er bei glukogener Ernährung bei 70-90 verläuft.
Das kann ich nicht bestätigen. Die leichte Erhöhung betrifft nach meiner Erfahrung nur die Nüchternwerte. Zwischen den Mahlzeiten kann ich und andere, die sich ketogen ernähren, mit normalen 70 ... 90 rechnen. Es wäre denkbar, dass das in den ersten 6 Wochen der Umstellung anders ist, das kann ich aber nicht beurteilen.
@Anna,
dass der BZ bei ketogener Ernährung niedriger als normal ist, solltest du nicht erwarten, 70 ... 90 (und ein bisschen drüber wegen Messtoleranzen) sind in Ordnung. Deine BZ-Automatik sorgt mit Glukose aus der Leber für den Mindest-BZ. Wenn du sehr wenig KH isst, dann sorgt die Glukoneogenese für den notwendigen Nachschub. Hilfreich ist dabei auch, dass die Zellen nur wenig Glukose aus dem Blut raus fischen, weil viele Zellen die Energie direkt aus Fettsäuren und Ketonkörpern ziehen.
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 24.11.2021 19:55:51. Grund: BBCodes -
am 24.11.2021 20:03:11 | IP (Hash): 1652519281
Rainer schrieb:
Die leichte Erhöhung betrifft nach meiner Erfahrung nur die Nüchternwerte. Zwischen den Mahlzeiten kann ich und andere, die sich ketogen ernähren, mit normalen 70 ... 90 rechnen. Es wäre denkbar, dass das in den ersten 6 Wochen der Umstellung anders ist, das kann ich aber nicht beurteilen.
@anna
Ärzte haben alle Hände voll zu tun, sich um Patienten mit akut gefährlichem neuem Krankheitspotenzial, mit weiteren Akut-Fällen und mit voll entwickelten chronischen Krankheiten zu kümmern. Da bleibt praktisch keine Zeit für eine Patientin, die vielleicht einen Typ 2 hat, aber den mit ihrem alltäglichen Verhalten im insgesamt noch praktisch völlig gesunden BZ-Bereich hält.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 25.11.2021 19:14:41 | IP (Hash): 456149776
Das Wunderwerk Körper
Für mich noch ein spanisches Dorf ;-)
Wenn ich faste erstellt der Körper doch nurxeteas Zucker für das Gehirn und Muskeln.
Richtig?
Die Glukosespeicher sind ab Tag 3 doch vermutlich leer.
Richtig?
Also geht der Körper an das Fett und in die Ketose.
Woher dann doch relativ viel Zucker?
Deutet das nicht vielleicht darauf hin, dass ich zu wenig Insulin habe?
Vorhin 83 BZ
Besser, aber immer noch nicht optimal.
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am 25.11.2021 19:50:39 | IP (Hash): 871441051
-anna- schrieb:
Wenn ich faste erstellt der Körper doch nurxeteas Zucker für das Gehirn und Muskeln.
Richtig?
Nur ein winziger Teil des Gehirns kann sich nur mit Energie aus Glukose versorgen. Der größte Teil kann sich wenigstens genauso gut mit Energie aus Ketonen=Fett versorgen.
Die roten Blutkörperchen gehören zu den wenigen Teilen des Organismus, die sich nur mit Energie aus Glukose versorgen können.
ALLE Muskeln können sich genauso gut mit Energie aus Fett versorgen bis hin zu sportlicher Hochleistung.
-anna- schrieb:
Die Glukosespeicher sind ab Tag 3 doch vermutlich leer.
Richtig?
Also geht der Körper an das Fett und in die Ketose.
Nie ganz leer, und die Umstellung zu ketogen fängt wahrscheinlich schon mit dem 2. Tag an. Denn der Organismus ist bestrebt, zu seinem Antrieb nach Möglichkeit nur Reserven zu verbrauchen, wenn keine Glukose nachgeliefert wird.
Für die wenigen Verbraucher, die unbedingt auf Glukose angewiesen sind, haben wir die Glukoneogenese. So wird das Verfahren bezeichnet, mit dem der Organismus in Nieren und Leber aus 2 Teilen Eiweiß 1 Teil Glukose und 1 Teil Wärme macht. Die Glukose eben für die wenigen Verbraucher und die Wärme zur Erhaltung unserer warmblütigen Körpertemperatur.
-anna- schrieb:
Woher dann doch relativ viel Zucker?
Deutet das nicht vielleicht darauf hin, dass ich zu wenig Insulin habe?
Woher steht oben, und die wenigen Verbraucher, die unbedingt auf Glukose angewiesen sind, brauchen dafür kein Insulin.
Und was meinst Du mit relativ viel? Deine 83 mg/dl von vorhin sagen, dass in jedem Liter Deines Blutes da gerade 0,83 Gramm Glukose unterwegs waren. Bei durchschnittlich um 5 Litern insgesamt in Deinem ganzen Kreislauf zwischen 4 und 5 Gramm.
WICHTIG dabei: Die BZ-Höhe sagt ABSOLUT NICHTS über die z.B. pro Minute oder pro Stunde verteilte Menge an Glukose!
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Bearbeitet von User am 25.11.2021 21:15:33. Grund: .