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Schon wieder Fragen
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am 16.11.2021 07:48:31 | IP (Hash): 341629603
Liebe Forummitglieder,
ich schon wieder und mit einer Frage.
Und zwar messe ich zu Hause wenn ich aufgewacht bin einen Blutzucker um die 95. Und es ist meistens 6:00-6:30.
Gestern war ich beim Diabetologen. Um 6:30 aufgestanden und Kinder fertig gemacht für Kita.
Bin nach etwa 30 Minuten mit Sbahn gefahren und gelaufen vielleicht insgesamt 10-15 Minuten. Und Blut abgenommen im Praxis wurde um 8:40 mit einem Ergebnis von 109.
Das letzte mal gegessen habe ich um 18:40
am vorigen Abend. Also bis etwa 19:10 noch gegessen. Danach nichts mehr. Nur bisschen Wasser getrunken.
Warum ist der Wert beim Arzt höher? Hat jemand von euch auch diese Erfahrung gemacht?
Vielen Dank!
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am 16.11.2021 08:29:28 | IP (Hash): 417082428
Das ist ganz normal.
Am Morgen bereitet sich sein Körper auf den Tag vor und dafür braucht er Energie. Also wird aus der Leber Glucose ausgeschüttet. Falls in der Leber keine Glucose Reserven mehr vorhanden sind beinnt der Körper sogar damit fettreserven in Glucose umzuwandeln.
Stress, also allein der Gedanke an den Arztbesuch oder das fertig machen der Kinder ( Das ist Streß!!) kommt noch hinzu.
Dabei kann der Wert sogar weit über das normale steigen wenn die BZ Regulierung nicht funktioniert.
Dein Anstieg des BZ ist da weitgehend im grünen Bereich. -
am 16.11.2021 09:38:50 | IP (Hash): 143530734
Wie Turbotobi schrieb ist das ganz normal
Letztens bei einer kompletten Tagesmessung jede Stunde:
7:00 - 115
8:00 - 138
9:00 - 143, dann Frühstück
Im Tagesverlauf viel er dann wieder auf für mich normale Werte um 110.
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Typ 2 - Medikation: Siofor 1x1000 - LZW zZ 6,3 Stand 09/21 (ich arbeite weiter daran) -
am 16.11.2021 11:36:26 | IP (Hash): 421142277
Die Leber hat den einzigen Puffer-Speicher für Glukose im ganzen Körper, ca 200-250g. Wenn mehr Glukose geliefert als gebraucht wird, packt sie die da rein, und wenn weniger Glukose geliefert als gebraucht wird, gibt sie davon aus. Das gilt auch für die Glukose, die die Nieren und sie selbst im Wege der Glukoneogenese fortlaufend aus Eiweiß herstellen.
Etwa 1,5 Liter Blut kommen pro Minute im Rücklauf aus dem Kreislauf durch den Körper in Ruhe durch die Pfortader in die Leber. Jeder Tropfen davon mit so viel weniger Glukose, wie die Verbraucherzellen auf dem Weg durch den Organismus davon abgenommen haben. Und jeder Tropfen, der nach dem Durchlauf durch die Leber wieder auf seine nächste Runde durch den Kreislauf geschickt wird, ist dann wieder bis zum persönlich normalen Nüchternwert aufgeladen. Das reicht ohne Schwankungen, die am Fingerpieks messbar sind, für jeden Betriebszustand, egal ob schlafen, aufstehen oder ne Stunde Joggen.
Mehr Aufladung als bis zum gesund persönlich normalen Nüchternwert gibt es nur kurzzeitig nach größerer direkter und indirekter Glukose-Aufnahme durch die Futterluke, und mit gestörter Ausgabeautomatik. Und die gilt dann bis zu einer als auffällig definierten Höhe immer noch gesund, darüber halt als Prädiabetes oder Insulinresistenz, und ab Überschreiten der dafür definierten Messhöhe der Ausgabe heißt das Ding dann Diabetes Typ 2.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Bearbeitet von User am 16.11.2021 11:37:29. Grund: . -
am 16.11.2021 11:41:00 | IP (Hash): 634278695
Hallo Hugin,
bei deinen Messwerten stelle ich mir die Frage ob du für die Nacht kein Langzeitinsulin wie Lantus spritzt.
Warum? Bei mir sieht das mit den Werten durch Lantus anders aus.
Gewöhnlich nehme ich immer nach der morgentlichen 1.Messung mein Frühstück ein, wobei der BZ auch immer ansteigt.
Manchmal habe ich aber keine Lust auf Frühstück, außer Kaffee, und esse erst etwas gegen Mittag.
Dann zeigt sich noch die Wirkung von Lantus und der BZ sinkt weiter.
In der Aufzeichnung vom 2.November habe ich um 2:00 Uhr noch einen kleinen Imbiss genommen
und erst um 12:30 etwas gegessen.
https://abload.de/img/mit-lantuskvk0h.jpg
Gruß -
am 16.11.2021 12:07:19 | IP (Hash): 341629603
Ich danke allen sehr für die Antwort!
Gestern wurde bei mir auch auf Gad-Antikörper untersucht. Bzw. C-Peptide und Insulin (Nüchtern) wurde bestimmt.
Soeben habe ich erfahren dass C-Peptide bei 2 lag. Also nüchtern. Ärztin meinte dieser Wert würde in den meisten Fällen nicht auf Lada hindeuten weil das Ergebnis von Gad-Antikörper sich noch warten lässt.
Wie ist Ihre Meinung dazu?
Ärztin hat die Untersuchungen veranlasst weil mein Nüchternzucker von 80 auf 109 gestiegen ist (80 wurde in der Schwangerschaft gemessen, im Juli 2020 und im November 2020 dann 99 und jetzt eben 109). Obwohl ich schon sehr auf Ernährung und Sport achte.
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am 16.11.2021 15:59:37 | IP (Hash): 421142277
Bei allen Deinen Überlegungen bitte berücksichtigen:
1. Bislang gibt es KEINE Möglichkeit, einen Diabetes mellitus zu heilen, auch wenn man noch so früh damit anfängt.
2. In der gesündesten Variante, zu der angeleitet werden kann, wenn die Betroffenen engagiert mitmachen, gibt es einen Nüchternbereich von 80 bis 120 mg/dl und die Begrenzung der Spitzen meistens um ne Stunde nach dem Essen auf 200.
So lange diese gesündeste Variante ohne Medikation eingehalten wird, wird in aller Regel auch kein Medikament verordnet.
ALLES, was Du besser machen willst, musst Du in Deiner eigenen Regie besser machen, und dafür ist völlig egal, ob Du jetzt bei Deinem normalen Ess- und Bewegungs-Verhalten einen Diabetes entwickelst oder nicht.
Wenn Dein Blutzucker höher ansteigt, als Du den haben willst, ist das folglich bis nüchtern 120 mg/dl und bei vielen Ärzten sogar bis 140 voll Dein Ding.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 16.11.2021 16:47:33 | IP (Hash): 341629603
Vielen Dank Jürgen!
Wenn ich richtig verstanden habe, würde dann bei einem Nüchternwert ab 120 bzw. 140 Medikamente verordnet?
Ich sollte erstmals weiter auf Essen und Bewegung achten ( Nüchtern 109 und Langzeit 5,7). Im August war Langzeit 5,6. -
am 16.11.2021 17:47:45 | IP (Hash): 421142277
So isses. Wenn Du ein paar Kilos abzugeben hättest, würde vielleicht schon eher an Metformin gedacht, weil das die Glukoseausgabe der Leber bremst und dazu als Abnehmhilfe gilt.
Wenn ich heute mit meiner Erfahrung an Deiner Stelle wäre, wüsste ich ja, dass der Nüchternwert häufig mit höheren Spitzen um ne Stunde nach den Mahlzeiten ansteigt.
Ich würde also meine Blutzuckerspitzen nach meinen normalen Mahlzeiten erkunden und beobachten, was mein Nüchternwert macht, wenn ich dafür sorge, dass die Spitzen zunächst einmal z.B. für 3 bis 4 Wochen deutlich weniger hoch ansteigen.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 16.11.2021 18:39:06 | IP (Hash): 341629603
Vielen Dank! Genau in dieser Hinsicht bin ich nicht schlauer geworden. Beim selben Essen habe ich mal eine Spitze von 165 nach einer Stunde, nach zwei Stunden dann so 125. Aber dann nach einer Stunde 115 und nach zwei Stunden dann 135. wirklich beim selben Essen.
Ich habe an Verdauung gedacht. Wohl manchmal schneller manchmal langsamer.
Ach erst mit dem Blutzucker habe ich gelernt wie kompliziert unser Körper ist:) -
am 16.11.2021 19:32:23 | IP (Hash): 421142277
nachfrag: Beim selben Essen zur selben Tageszeit oder zu verschiedenen Tageszeiten?
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 17.11.2021 14:50:44 | IP (Hash): 341629603
Habe eigentlich beides erlebt. Zur selben Tageszeit oder jeweils zu Mittag und zu Abend.
Ich habe nun wieder bisschen im Internet durchgelesen und habe nun erfahren dass die Werte im Kapillarblut um so 10% niedriger liegt wie die vom venösen Blut.
Heißt das eigentlich dass ich immer 10% weniger messe? Weil man zu Hause kein venöses Blut nimmt. Sorry wenn die Frage sehr absurd klingt -
am 17.11.2021 15:42:47 | IP (Hash): 1579799638
Wunsch2021 schrieb:
Ich habe nun wieder bisschen im Internet durchgelesen und habe nun erfahren dass die Werte im Kapillarblut um so 10% niedriger liegt wie die vom venösen Blut.
Hallo Wunsch,
sieh dir mal das Datum von dem Artikel an, der muss uralt sein.
Heute rechnen die Handmessgeräte das um und zeigen - bis auf die Messungenauigkeiten - den Wert an, den du bei Blutentnahme aus der Vene in der Arztpraxis vom Labor bekommen würdest.
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 17.11.2021 15:43:15. Grund: BBCodes -
am 17.11.2021 16:11:23 | IP (Hash): 19222007
Ah super! Ich habe echt einen Schock bekommen und dachte oh Gott wenn ich zu meinem 95 den ich zu Hause messe noch 10% dazu rechne.. -
am 17.11.2021 18:23:35 | IP (Hash): 1916321308
Wunsch2021 schrieb:
Beim selben Essen habe ich mal eine Spitze von 165 nach einer Stunde, nach zwei Stunden dann so 125. Aber dann nach einer Stunde 115 und nach zwei Stunden dann 135. wirklich beim selben Essen.
Ich habe an Verdauung gedacht. Wohl manchmal schneller manchmal langsamer.
Ach erst mit dem Blutzucker habe ich gelernt wie kompliziert unser Körper ist:)
Mit meinem Blutzucker bewege ich mich häufig in Deinem Bereich. Dafür brauche ich Insulin, weil’s halt sonst immer deutlich höher wäre.
Wenn ich auf 140 als Spitze nach dem Essen ziele, finde ich natürlich toll, wenn ich die dann auch tatsächlich messen kann. Aber wenn da dann stattdessen bis 120 oder bis 160 angezeigt werden, halte ich Abweichungen in dem Rahmen für normal.
Wenn mir dann zu den 120 einfällt, dass ich ja da direkt nach dem Essen ein paar kleine Wege zusätzlich gemacht hab, oder zu den 160, dass ich doch von den Bratkartoffeln noch nen "kleinen" Löffel nachgenommen hatte, gefällt’s mir im Rückblick natürlich ne ganze Nummer besser ;)
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 18.11.2021 07:33:37 | IP (Hash): 341629603
Vielen Dank lieber Jürgen.
Ich habe nun seit etwa 1,5 Jahren erfahren dass ich erhöhte Blutzuckerwerte habe.
Oft bin ich mal frustriert weil ich wirklich sehr bemüht bin. Esse sehr gesund (ok, das einzige was nicht so gesund ist dass ich zu viele Nüsse esse), und achte auf genug Bewegung. Aber die Werte sind kontinuierlich gestiegen. Nüchternwert ist in einem Jahr von 99 auf 109 gestiegen (beides Mal
bei Diabetologen).
Hast du/ habt ihr auch diese Phase gehabt? Ich weiß dass Diabetes nicht heilbar ist und wohl auch nicht immer aufzuhalten. Aber innerhalb von einem Jahr von 99 auf 109, ist dies nicht sehr schnell?
Allerdings muss ich sagen dass meine Blutfettwerte besser geworden sind (trotz Low carb, na ja ich weiß nicht ob wirklich low carb, so 130 g KH am Tag).
Und Harnsäure auch. Nicht nur die Werte (bis auf die Zuckerwerte), sondern fühle ich mich auch richtig fit. Habe nun wieder mein Gewicht wie vor den zwei Schwangerschaften und bin nicht müde auch wenn ich den ganzen Tag mit beiden Kindern unterwegs bin.
Mich interessiert sehr wie es euch ging, so damals noch als Frischling. Auch mal frustriert? -
am 18.11.2021 08:51:45 | IP (Hash): 1249076687
Geschockt bei Diagnose - frustriert seither nicht.
Bin jetzt 15 Monate dabei und sehe von Quartal zu Quartal leichte Verbesserungen.
Manchmal sind mir die KH egal - leider
aber meistens halte ich mich - so um die 80 KH am Tag. Manchmal sogar nur 60.
Ich bin kein großer Koch.
Meine Diabetologin hat mich letzten gefragt ob das Essen Spaß macht.
Ich habe ihr mit einem verzerrtem Gesichtsausdruck geantwortet.
Bin gespannt wann bei mir der Punkt zum Frust überschritten wird - ich hoffe nie.
Gruß
Peter
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Typ 2 - Medikation: Siofor 1x1000 - LZW zZ 6,3 Stand 09/21 (ich arbeite weiter daran)