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Ernährungsumstellung

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    am 21.12.2021 18:22:25 | IP (Hash): 74849238
    Hallo, ich bin neu hier.
    Letzte Woche hat man bei mir einen hohen HBA1C - Wert festgestellt.
    Als alleinstehender Nicht-Koch stehe ich vor einer Ernährungsumstellung.
    Das überfordert mich.
    Zzt. nehme ich Tabletten und hoffe, eine Insulingabe per Spritze noch eine Weile vermeiden zu können.
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    am 21.12.2021 19:08:04 | IP (Hash): 1059157330
    Wie sieht denn dein bisheriger Speiseplan so aus?

    Ohne große Kochkünste kann man dennoch Salat machen (Achtung beim Dressing zwecks Zucker) oder hier verwenden einige gerne TK Gemüsemischungen. Das sind zwei gute Grundlagen. Deine Ernährung sollte aus viel Gemüse bestehen, zudem Eiweiß (bspw. in Quark, Fisch, Fleisch, Eiern, ...) und Fett, das erhöht den Blutzucker wenig.
    Hingegen Kohlenhydrate insb. in Reis, Nudeln, Brot, Kartoffeln, Mehl, aber auch in vielen Obstsorten oder Süßigkeiten erhöhen den Blutzucker und diese sollte man deswegen reduzieren. Wie viel du davon reduzieren musst/magst/kannst, ist eine sehr persönliche Entscheidung.
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    am 21.12.2021 19:18:59 | IP (Hash): 1510108991
    [quote=Sour Rudi;113760]
    Letzte Woche hat man bei mir einen hohen HBA1C - Wert festgestellt.
    Als alleinstehender Nicht-Koch stehe ich vor einer Ernährungsumstellung.
    Das überfordert mich.
    Zzt. nehme ich Tabletten und hoffe, eine Insulingabe per Spritze noch eine Weile vermeiden zu können.[/quote]

    Wie hoch war der HbA1c-Wert?
    Welche Tabletten?
    Merformin?
    Welche Dosierung?
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    am 21.12.2021 19:32:31 | IP (Hash): 1510108991
    Leider sind nicht nur die üblichen Verdächtigen, also Süßigkeiten, Schokolade, zuckerhaltige Getränke, Säfte und Kuchen zu vermeiden oder zu reduzieren, sondern leider bestehen auch die vier "Grundnahrungsmittel" weitgehend aus Kohlenhydraten, als da sind: Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis.
    Folgende sehr umfangreiche Liste gibt einen Überblick über den Kohlenhydratgehalt pro 100g:
    https://gesunderezepte.me/wp-content/uploads/2015/11/grosse-kohlenhydrate-tabelle.pdf
    In Sachen Kohlenhydrate sind z.B. Fleisch, Fisch, Wurst, Käse und Eier kohlenhydratfrei.
    Bearbeitet von User am 22.12.2021 00:55:10. Grund: Ergänzung
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    am 21.12.2021 19:56:24 | IP (Hash): 1973523618
    [quote=Sour Rudi;113760]Hallo, ich bin neu hier.
    Letzte Woche hat man bei mir einen hohen HBA1C - Wert festgestellt.
    Als alleinstehender Nicht-Koch stehe ich vor einer Ernährungsumstellung.
    Das überfordert mich.
    Zzt. nehme ich Tabletten und hoffe, eine Insulingabe per Spritze noch eine Weile vermeiden zu können.[/quote]

    Ich kann zwar ein bisschen Kochen, aber nicht immer Lust mir großartig was zum Essen für die Arbeit vorzubereiten und dort hat man eben auch nicht ewig Zeit.

    Daher nutze ich dort sehr gerne TK Ware, die ist auch viel besser als ihr Ruf! Da gibt es heutzutage wirklich eine enorme Auswahl an verschiedenen Sorten.
    Meistens einfach in die Pfanne werfen und erhitzen, auch wenn es nicht auf der Packung steht reicht es oft auch das ganze einfach in der Microwelle langsam zu erwärmen.

    Empfehlen kann ich z.b. diverse Gemüsemischungen von Frosta ( am besten auf Angebote achten). Auch Lidl hat seit kurzem 2 vegane Gemüsemischungen (Kürbis Quiona und Zucchini Bulgur) günstig und Lecker da braucht man eigentlich gar nix mehr dazu.

    In der gleichen Pfanne kann man aber auch noch ein Stück TK Fisch braten, höchstens noch ein bisschen Sojasoße oder Zitronensaft drüber fertig.

    Wie gesagt klassische beilagen wie Reis, Nudeln Kartoffeln besser meiden oder nur kleine Portionen und dann am besten Vollkorn (bei Reis und Nudeln)
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    am 21.12.2021 20:08:56 | IP (Hash): 74849238
    10.3
    Metformin zum Einstieg ab heute ½
    Jardiance 1x
    Januvia 1x
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    am 21.12.2021 20:24:08 | IP (Hash): 159170076
    Sour_Rudi schrieb:
    10.3
    Metformin zum Einstieg ab heute ½
    Jardiance 1x
    Januvia 1x


    Willkommen im Club. Mit ner Verbindung wie dem Unterstrich hier in Deinem Namen funzt auch das Quoten. Und für die Medis erstmal "guten Appetit". Hat der Dok zufällig auch ein paar Streifen zum eigenen Blutzuckertesten verordnet?

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Bearbeitet von User am 21.12.2021 20:24:50. Grund: .
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    am 21.12.2021 23:35:44 | IP (Hash): 1510108991
    schrieb:

    10.3
    Metformin zum Einstieg ab heute ½
    Jardiance 1x
    Januvia 1x



    Also Hba1c: 10,3%

    Metformin 500mg ?
    Jardiance 10mg ?
    Januvia 100mg ?

    Misst Du Deinen BZ?
    Wie alt bist Du circa?
    Bearbeitet von User am 21.12.2021 23:39:05. Grund: Struktur
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    am 22.12.2021 15:37:18 | IP (Hash): 74849238
    Also Hba1c: 10,3% Ich weiß nicht, ob dass in % gerechnet wird.

    Metformin 500mg ? 1000mg
    Jardiance 10mg ? ja
    Januvia 100mg ? ja

    Misst Du Deinen BZ? nein.
    Wie alt bist Du circa? 54
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    am 22.12.2021 16:10:37 | IP (Hash): 74849238
    hjt_Jürgen schrieb:
    [quote=Sour Rudi;113765]10.3


    Willkommen im Club. Mit ner Verbindung wie dem Unterstrich hier in Deinem Namen funzt auch das Quoten. Und für die Medis erstmal "guten Appetit". Hat der Dok zufällig auch ein paar Streifen zum eigenen Blutzuckertesten verordnet? Nein.
    Ich brauch' keinen Unterstrich. Nur Hilfe.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. [/quote] ???
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    am 22.12.2021 17:26:30 | IP (Hash): 489572684
    Für was brauchst du denn Hilfe? Was überfordert dich?

    Es gibt am Anfang so viele Themen - die sollte man Stück für Stück abarbeiten.

    Also
    Was beschäftigt dich am meisten?
    Und etwas mehr Text warum es dich beschäftigt wäre ganz gut.

    Ich bin auch fast „nur“ Dosenkoch. Aber es geht alles.

    Zu Anfang:
    Keine Panik!
    Du hast Zeit dich mit Diabetes bekannt zu machen. Du stirbst nicht in den nächsten 14 Tagen.
    Wie schrieb einer hier: „Diabetes ist kein Sprint - es ist ein Marathon“.

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    am 22.12.2021 17:39:58 | IP (Hash): 537989951
    was ich dir empfehlen möchte sind viel Eier und Joghurt.
    Die Diabetiker Docs haben mal geschrieben das man von den Rühreiern so viel am Tage essen kann wie man möchte. Zusammen mit Schinkenwürfel sind die dann recht schmackhaft.
    Als kleine Zutat vielleicht ein Stück Gurke oder Tomaten.
    Auch würde ich Erbsensuppe oder Linsensuppe empfehlen. Davon gibt es auf Youtube auch brauchbare Videos. Manche versuchen mit der Suppe ein umständliches Gericht zu kochen, suche dir da besser ein Video mit einfachen Zutaten.
    Wie geschrieben ist ein Jogurt als erfrischender Nachtisch oder als kleiner Imbiss immer gut.
    Das mache ich ständig und heute habe ich wegen der Feiertage gleich 2 große Becher mit je 1000g gekauft und ich bin sicher das davon am Montag nichts mehr übrig ist.

    In Kürze werde ich noch einen weiteren Versuch starten, am Morgen und am Abend jeweils 3 Spiegeleier zu essen und am Mittag 4 Rühreier.
    Dann kannst du später in meinem Thema nachsehen wie sich der Blutzucker verhalten wird, da du ja kein Messgerät hast.




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    Meine Methode hält auch deinen Blutzucker in Schach:
    https://www.diabetes-forum.de/forum/topic/15591/Fasten-gute-BZ-Werte
    ............................................................................................................................................
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    am 22.12.2021 17:50:28 | IP (Hash): 489572684
    Joghurt aber nicht den fertigen Fruchtjoghurt den es zu kaufen gibt. Die haben KH ohne Ende.
    Naturjoghurt mit ein paar Früchten selber machen hat nur 1/3 an KH. Etwas Süßstoff wenn nötig.

    Erbsen und Linsen haben mit die meisten KH. Der Tipp ist eher suboptimal.

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    Bearbeitet von User am 22.12.2021 17:58:19. Grund: .
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    am 22.12.2021 18:58:25 | IP (Hash): 537989951
    klar, den Naturjoghurt habe ich gemeint und völlig ohne Obst.


    ...................................................................................................................................................
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    am 22.12.2021 19:07:08 | IP (Hash): 1673599466
    Erbsen und Linsen haben zwar sehr viele Kohlenhydrate, die Kohlenhydrate kommen aber nur sehr langsam und teilweise überhaupt nicht im Blut an.

    Vor ewigen Zeiten habe ich mal gelernt "den ersten Teller Linseneintopf berechnen, den zweiten gibt es gratis".
    Wobei zwei Teller Eintopf für mich eindeutig zu viele wäre - es sei denn, ich nehme kleine Teller ;)
    Bearbeitet von User am 22.12.2021 19:08:11. Grund: .
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    am 22.12.2021 19:50:24 | IP (Hash): 1877404409
    HeikeOV schrieb:
    Erbsen und Linsen haben zwar sehr viele Kohlenhydrate, die Kohlenhydrate kommen aber nur sehr langsam und teilweise überhaupt nicht im Blut an.



    Kann ich leider nicht bestätigen.

    Linseneintopf (selbst gekocht) haut rein...
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    am 22.12.2021 20:33:42 | IP (Hash): 74849238
    Wie sieht denn dein bisheriger Speiseplan so aus?

    Als alleinstehender Nichtkoch gern Fertigmahlzeiten, Döner, Asia, Pizza uvm.
    Gern auch Knabbereien und Süßigkeiten. Aber auch schon immer Roggenvollkorn-Brötchen und -Brot.
    Abends habe ich mir schon immer mal Salat gemacht. Fisch esse ich auch gern.
    Zum Frühstück gerne ein Smoothie (nicht größer als eine Tasse) gemacht.
    Ein Vierteljahrhundert mußte man mich zwingen Obst zu essen oder vitaminreiche Säfte zu trinken. Und jetzt fällt das alles plötzlich weg.
    Läppische Grundnahrungsmittel, über die man in Indien oder Afrika froh wäre (Brot, Mehl, Reis, Kartoffeln) darf man nun nicht mehr essen. Das haut mich um. Also es wird schwer. :-(
    Es verursacht ein Wirrwarr in meinem Kopf....
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    am 22.12.2021 20:37:11 | IP (Hash): 1510108991
    Helmuth schrieb:

    In Kürze werde ich noch einen weiteren Versuch starten, am Morgen und am Abend jeweils 3 Spiegeleier zu essen und am Mittag 4 Rühreier.



    Ob 10 Eier am Tag wirklich eine gute Idee ist?
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    am 22.12.2021 21:11:24 | IP (Hash): 489572684
    Hallo Rudi

    Du wirst dich extrem umstellen müssen -
    zumindest am Anfang, bis die Werte wieder im halbwegs grünen Bereich sind.

    Und nicht durch vermeintlich niedrige KH-Angaben täuschen lassen.
    Ein Beispiel:
    Käsekuchen gehört zu den Kuchen mit den wenigsten KH pro 100g.
    1 Stück Käsekuchen kann aber mal gut 250g wiegen.
    Da hast du dann mal locker 70 KH mit 1 Stück Kuchen.
    Diese Menge an KH - oder weniger - essen hier manchen am Ganzen Tag.

    Oder Pommes. Gaaaaanz schlecht.
    Eine KLEINE Portion (100g) bei McD hat 36 KH.

    Laugengebäck, wie Laugenstange oder Brezel - Super schlecht.
    Weißmehl in Verbindung mit Lauge treibt den Blutzucker extrem hoch.
    Vom Speiseplan für den Rest deines Lebens streichen.

    Mache Deine Diabetes - zumindest für die nächste Zeit - zu Deinem Hobby.

    Du noch viel lernen mußt, junger Padawan :-)

    Gruß
    Peter


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    am 23.12.2021 01:16:38 | IP (Hash): 537989951
    Hape schrieb:


    Ob 10 Eier am Tag wirklich eine gute Idee ist?



    ich werde es heraus finden.

    Noch kurz zur Erbsen- und Linsensuppe.
    Ich hatte bei den Suppen den Fehler gemacht noch zusätzlich Kartoffeln in Würfel zu schneiden.
    Da man besser auf Kartoffeln verzichten soll, werde ich bei der nächsten Suppe Sellerie in Würfel schneiden. Das dürfte dann den BZ noch etwas absenken.



    ...................................................................................................................................................
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    am 24.12.2021 09:13:40 | IP (Hash): 1246434971
    Hallo Rudi,

    so eine Diagnose ist erstmal ein Schock. Aber wie Jürgen gern zu schreiben pflegt, kann daraus dein bester Gesundheits-Coach werden.

    In meinem Fall hatte ich panisch und augenblicklich jeden Krümel von meinen ca. 130 Gramm Zucker pro Tag weggelassen. Das hilft ganz unmittelbar, dass sich sofort die BZ-Werte erholen, aber auch der Allgemeinzustand und die verkorksten Geschmacksgewohnheiten.

    Mit der Diagnose hatte ich mir voller Verunsicherung, was ich denn noch essen darf, geschworen dem Diabetes den Kampf anzusagen und mich auf eine radikale Unstellung meiner Lebensgewohnheiten eingestellt. Inzwischen würde ich sagen, das waren kleine hilfreiche Anpassungen, die aus einem neuen Grundverständnis von Ernährung resultieren.

    Und die positiven Ergebnisse kamen sofort. Fitness, Ausdauer, viele andere Gesundheitsbaustellen gleich mitgelölst, Gewichtsreduktion innerhalb 1/4 Jahr Normalgewicht, richtig geiles Körpergefühl, nach 1/2 Jahr vollständige Normalisierung der BZ-Werte.

    Was ich gemacht habe: mich ohne eine 'gefährliche' Übertreibung einfach nur gesund ernährt, wie es auch jede*r nicht Diabetes-Erkrankte tun sollte.
    Ich such gleich mal ältere Posts von mir raus, was mir da wirklich geholfen hat...

    torsten1973 schrieb:
    Was nützt das ganze Mutmachen ohne konkrete Wissensvermittlung.
    Kleiner Service von mir: ich habe aus meinem Thread der vergangenen 3 Jahre die wesentlichen Erkenntnisse rausgezogen.
    Voila, - das sind sie:



    Nichts hat mein Leben so umgekrempelt wie diese Diagnose.
    Hab mir ganz viel Ernährungswissen angeeignet.
    Hab ein paar "Kleinigkeiten" bei der Ernährung geändert und es geht mir so gut wie nie im Leben.


    Mit Ernährung hab ich eine gute Routine gefunden. Die deutlichsten Unterschiede zu früher:
    - viel mehr Gemüse. Zu Beginn jeder Mahlzeit.
    - keine Angst vor Essig und Öl und vor Nüssen.
    - mein liebgewordenes Müsli aus Haferflocken, Mandeln, Zimt, Joghurt und viel Obst.
    - ich kann Vollkornbrot von Körnerbrot unterscheiden.
    - Nie wieder gesüßte Getränke.
    - nach jedem Essen eine kleine Bewegungseinheit (1000 Schritte sind gerade mal 600 Meter)


    Nach monatelangem durchsuchen des Internet bin ich nun auf eine wirklich gute Site gekommen, die viel grundlegende Bildung zum Thema Ernährung vermittelt.
    https://workshopernaehrung.de/ernaehrungskurs/


    Mein Speiseplan seit kurz nach Diagnose, nochmal frisch überarbeitet:

    morgens.
    - kaffee
    - mind. eine handvoll gemüse vorweg
    - müsli aus haferflocken, haferkleie, nüssen, 2 stück obst, zimt, abwechselnd fettarmer oder normaler joghurt
    ich habe keine angst vor rosinen oder bananen, aber höchstens jeden 2. tag

    mittag
    - alles, was ich gern esse, aber mit kleiner oder keiner portion kohlehydrate
    - bei nudeln (sehr gewöhnungsbedürftig) oder reis immer vollkornprodukte
    - hülsenfrüchte (linsensuppe, schwarze oder rote bohnen im salat)
    - auch wenn es gekochtes gemüse gibt:
    dazu noch rohkost, öfter blattgemüse, gerne mit z.B. orangen, nüssen zum süßen, gute öle (raps, olive, leinsamen, walnuss)

    essenspause von mind. 5 stunden

    nachmitrags
    - gar nix, bei bedarf nüsse, ne möhre, apfel
    - irgendwann will ich zum 5-uhr-tee zurückkehren (mit 1 einzigen keks)

    abends
    - 1...2 scheiben vollkornbrot,
    (manchmal selbst gebacken, gepimpt mit buchweizen, haferkleie, leinsamen, kürbiskernen, kurkuma, kreuzkümmel, koriander)
    - vegetarischer aufstrich (gern selbstgemacht), käse, manchmal fisch
    - salat von mittag oder rohes gemüse
    - apfel oder orange als nachtisch

    essenspause von mind. 13 stunden

    den ganzen tag immer genügend wasser in reichweite.


    hätte ich früher auf einen menschen geblickt, der sich verhält und ernährt, wie ich es mir im letzten jahr angewöhnt habe, so hätte ich das als extrem oder gar gefährlich empfunden.
    denn ich meinte ja, mich moderat und ausgeglichen zu ernähren.
    Für mich war das Denken um Ernährung vorrangig von der Frage nach ausreichender Nährstoff- (gemeint war Energie-)Versorgung geprägt. Und ich hielt es für das richtige Maß, dabei auf den Körper zu hören.
    Essen nur um sich satt zu fühlen mit vorwiegend Ballaststoffen war für mich ein wahrscheinlich sehr ungesunder Trick, dass Hungergefühl zu täuschen und sich wichtige Nahrung vorzuenthalten.
    So falsch kann man liegen.


    Die Fehler von früher:
    Von dem Wissen, das ich heute befolge war mir
    1/8
    bis dahin völlig unbekannt
    (Insulinresistenz, dass nicht jedes Körnerbrötchen Vollkorn ist)
    1/4
    sowohl die Regel wie auch die Warnung davor und die gegensätzliche Behauptung begegnet.
    (ob Butter gesünder ist oder Margarine, dass Zimt und Mandel regelmäßig verzehrt nicht giftig sind,
    dass Nüsse nicht viel zu fett sind)
    1/4
    als pseudowissenschaftlicher Unsinn begegnet.
    (Kampfbegriffe wie Industriezucker, leere Kalorien)
    eine Anekdote: die vokabel "vollwertkost" hatte ich so interpretiert, dass damit ideologisch aufgeladen weiß gemacht werden soll, dass dieses zeugs doch den gleichen wert habe wie richtiges essen.
    1/8
    durchaus bekannt, habs aber falsch verstanden und entsprechend falsch umgesetzt.
    (dass selbstzubereitetes möglichst weniger Zucker enthält,
    dass Mittelmeerdiät nix mit großen Portionen Nudeln zu tun hat,
    dass Apfelschorle nicht besser ist als Cola)
    1/8
    wohl gewusst, aber nicht die finanziellen mittel zur Umsetzung gehabt
    (Beerenobst, Vollkornmehl, hab viele Sachen als Schatz gehütet anstatt sie zu futtern)
    was ich heute esse, wäre früher der absolute luxus gewesen.
    1/8
    was ich tatsächlich richtig gemacht habe...
    (no Fast Food, no Alk, beginne Mahlzeiten mit Gemüse, jeden tag etliche kilometer mit dem fahrrad)


    die wenigen erkenntnisse, die übriggeblieben sind:
    - ernährung bringt ca. 80...90%, bewegung 10...20% des erfolges,
    - vollkorn ist zwar absolut richtig, aber die gewohnheit an brot und nudeln an sich ist falsch.
    - die nordamerikanischen ernährungsempfehlungen mit dem bild von 50% gemüse auf dem teller habens gebracht.
    - der mensch braucht bei weitem nicht so viel energiehaltige nahrung, als wie es viele von zu hause aus gelernt haben, weglassen ist nicht gefährlich, sondern gesund.


    Bearbeitet von User am 28.12.2021 18:03:37. Grund: rechtschreipunk