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Warum zu Insulin noch Tabletten?
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am 29.01.2022 07:26:44 | IP (Hash): 2143475598
Hallo, guten Tag,
Ich verstehe nicht so richtig warum Insulin offenbar nicht ausreicht und man Metformin oder Jardiance nehmen muss.
Metformin vertrage ich nicht und Jardiance hat mir jetzt auch Schwierigkeiten gemacht.
Mit beidem habe ich Durchfall bekommen. Durchfall, das kann ich jetzt wirklich nicht brauchen.
Jetzt spritze ich einfach am Morgen und Abend Ryzodeg da bin ich 11 Einheiten. Wieviel das ist, keine Ahnung und wie hoch ich gehen könnte weiss ich auch nicht.
Habe keinen Durchfall mehr. Ich habe aber keine Lust einfach Pillen auszuprobieren.
Bei Planzlichen Mittel wäre ich einverstanden, aber was?
Wie weiter? -
am 29.01.2022 10:19:00 | IP (Hash): 1515891051
Hallo Tassaro,
leider schreibst du nicht, wie hoch Dein BZ ist bzw. war. Ich selbst nehme Metformin und Jardiance und vertrage es nach anfänglichem Durchfall (wurde mir aber ärztlicherseits gesagt) sehr gut. Insulin konnte ich daraufhin recht schnell absetzen. Beide Tabletten lindern die BZ-Spitzen nach den Mahlzeiten (Jardiance sorgt dafür, dass die Nieren ausgefilterte Glucose mit dem Urin ausscheiden und nicht wieder in den Kreislauf schütten). Im Laufe der Jahre kann es passieren, dass die Tabletten nicht mehr ausreichen und erst dann kommt Insulin zum Einsatz. Ansonsten kann man mit Ernährungsumstellung sehr viel erreichen.
Gruß,
Biggi -
am 29.01.2022 10:33:53 | IP (Hash): 34289242
praktisch wie biggi:
Typ 2 gilt mit der normalen Behandlung als progredient, braucht also für den selben Blutzucker-Verlauf mit den Jahren immer mehr/stärkere und gezieltere Medikation. Da wird mit Metformin angefangen, das die zu große Glukoseausgabe der Leber bremst. Mittel wie Jardiance kommen dann dazu, mit denen ein Teil der zu vielen Glukose ins Klo entsorgt wird. Und das sind nur 2 aus einer immer breiteren Palette von Medis, die man regelmäßig täglich bis wöchentlich nehmen kann, ohne den Blutzucker selbst messen zu müssen. Schließlich das Mischinsulin, das Du jetzt morgens und abends spritzt.
Wenn Du damit nicht mehr im Zielrahmen Deiner Behandlung bleibst, bleibt nur noch die Aufteilung Deiner Mischung in Langzeit-Insulin für die Grundversorgung und Kurzzeit-Insulin für jeweils passend zum Essen und den jeweiligen Messwerten.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Bearbeitet von User am 29.01.2022 10:34:48. Grund: . -
am 29.01.2022 18:55:35 | IP (Hash): 1243581351
Metformin gibt man um den Insulin-Bedarf zu reduzieren. Je höher die gespritzte Insulin-Dosis um so größer das Risiko einer Unterzuckerung. Daher werden zunächst die medikamentösen Möglichkeiten (mit Tabletten) ausgeschöpft um dieses Risiko zu minimieren.
"Pflanzliche Mittel" gegen Diabetes mit nachgewiesener Wirksamkeit gibt es nicht. -
am 30.01.2022 09:10:07 | IP (Hash): 2143475598
Guten Morgen,
danke für die Antworten.
Ich werde jetzt als Zwischenmahlzeit mit Bananen versuchen.
Luteolin und Apigenin beeinflussen offenbar den Zucker positiv. Ist ja in vielen Gemüsen vorhanden.
Nur soviel Gemüse esse ich ja nicht und Früchte (ausser jetzt Banane) esse ich gar nicht.
Mit dem Durchfall habe ich den Zucker gar nicht mehr im Griff, sogar ohne Essen ging er hoch bis 9,3
Jetzt ohne Tabl. um 8,8 normalerweise ist der 3Monate bei 7,5, laut mein Arzt sei das mein Zucker und akzeptiert es.
Angeblich darf man nicht Zuviel Insulin nehmen, weil sonst der Appetit steigt und man mehr isst, was das Gewicht rauf stellt. Bin gute 80 Kg.
Nur wieviel ist viel?
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am 30.01.2022 09:28:19 | IP (Hash): 1874582439
Tassaro schrieb:
Ich werde jetzt als Zwischenmahlzeit mit Bananen versuchen.
... normalerweise ist der 3Monate bei 7,5, laut mein Arzt sei das mein Zucker und akzeptiert es.
Hallo Tassaro,
wenn dein Arzt einen HbA1c-Wert von 7,5% akzeptiert, macht dich das kein bisschen gesünder. Du solltest dir Gedanken machen, welchen Wert du erreichen willst und was du dafür zu tun bereit bist. Mit den 7,5% musst du dir tatsächlich Gedanken darüber machen, wie es weiter geht - damit wird sich dein Diabetes relativ schnell weiter verschärfen. Bei 6,5% würde das wesentlich langsamer passieren und bei 6,0% eventuell überhaupt nicht.
Dass du nur so viel Insulin wie nötig spritzen sollst, ist richtig. Zuerst solltest du alle Möglichkeiten ausschöpfen, den BZ mit einer geeigneten Ernährung und regelmäßiger Bewegung im Griff zu behalten. Das Insulin bzw. die Medikamente kommen dann als Ergänzung und zur Unterstützung dazu. Hier im Forum findest du etliche Erfahrungsberichte, die dir mögliche Wege aufzeigen können (Biggi, Turbotobi, Cebuaner ...).
Beobachte mal die Auswirkung von Bananen auf den BZ genau. Für die meisten von uns gehen die nämlich überhaupt nicht.
Alles Gute, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 30.01.2022 10:28:04. Grund: BBCodes1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 30.01.2022 09:35:56 | IP (Hash): 961817816
Was wie beeinflussen soll, liest man viel. Und bei manchen wirkt es so und bei anderen wieder anders. Was an Essen Deinen Zucker wie beeinflusst, kannst Du in den meisten Fällen einfach sehen, wenn Du direkt vor dem Essen und dann ne Stunde danach misst. Ausschließlich damit kannst Du herausfinden, was für Dich am besten funktioniert.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 30.01.2022 09:48:11 | IP (Hash): 2143475598
Das mit dem vor und nach dem Essen ist eine gute Idee. Leider sind die Messstreifen recht teuer.
Zum Messen habe ich den Accu-Chek Guide.
Noch eine Frage, das Fusssyndrom, der Name fällt mir grad nicht ein, kann man das auch nur an einem Fuss haben? -
am 30.01.2022 10:13:47 | IP (Hash): 961817816
Wenn Du nicht wie noch vor gut 30 Jahren allgemein üblich 2mal am Tag Mischinsulin spritzen würdest, sondern wie seit 20 Jahren normale ICT beide getrennt und das schnell wirkende eben direkt zum Essen, würdest Du dafür auch sehr selbstverständlich ausreichend Teststreifen für 4-5mal Messen am Tag und ggf. sogar öfter rezeptiert bekommen. Vielleicht sprichst Du darüber noch mal mit Deinem Arzt?
Und wie Rainer schon geschrieben hat, hast Du mit HbA1c 7,5 gute Chancen, immer mehr Insulin zu brauchen. Ich kenne viele Typ 2 INSULINER mit 200 und mehr Einheiten pro Tag. Es ist Dein Diabetes!
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Bearbeitet von User am 30.01.2022 10:14:43. Grund: . -
am 30.01.2022 10:13:54 | IP (Hash): 1515891051
Hallo Tassaro,
die Messstreifen bekommst Du vom Arzt verordnet, da Du Insulin spritzt.
Banane geht überhaupt nicht, hat viel zu viel Fruchtzucker. Desgleichen Trauben, Rosinen usw., gut geht bis mittags ein mittelgroßer Apfel, Mandarinen.
Dein HbA1c-Wert ist viel zu hoch. Du musst Deine Ernährung umstellen auf viel Gemüse, weißes Fleisch und Wurst, fettarmen Käse und als Beilagen 1 - 2 Kartoffeln oder Vollkornnudeln und -reis. Als Brot oder Brötchen nur Vollkorn.
Schau, dass Du vom Insulin wegkommst.
Nachdem Dir Dein Arzt keine Teststreifen verordnet hat, gehe ich davon aus, dass Du bei Deinem Hausarzt bist und nicht bei einem Diabetologen. Und schaue, dass Du an einer Schulung teilnimmst. Da lernst Du alles.
Gruß,
Biggi -
am 30.01.2022 11:25:07 | IP (Hash): 961817816
@biggi, natürlich auch Tas...
Bitte nicht immer vom Insulin wech! Du magst nicht spritzen, aber es ist die wirksamste und an Nebenwirkungen ärmste Medikation für gegen zu hohen Blutzucker.
UND so lange wir mit unserem Typ 2 nicht deutlich unter HbA1c 6 sind und die meiste Zeit am Tag unter um 100 mg/dl = 5,6 mmol/l, haben wir eine Menge zuviel vom eigenen Insulin in Umlauf, ABER viel davon BZ-unwirksam als intaktes Proinsulin. Das ist das Produktions- und Speicher-Insulin. Normal wird es bei der Ausgabe in Insulin und C-Peptid geteilt, und so geteilt hat das Insulin seine volle Zuckerwirkung. Aber unter Druck durch höheren BZ und dazu noch Typ 2 gestört gibt unser Pankreas immer mehr ungeteiltes eben Proinsulin raus. 5-10 Moleküle Proinsulin braucht es für die Zuckerwirkung von 1 Molekül ordentlich abgetrenntem Insulin. Gemein daran: Proinsulin hat zwar sehr viel weniger Zuckerwirkung, aber die selbe Fettwirkung wie das ordentlich abgetrennte Insulin.
Also ist gar nicht so unvernünftig, erst den BZ in den gesunden Bereich zu senken. Dann wird auch nicht mehr so viel vom eigenen ungeteilt als Proinsulin ausgegeben. Und dabei kann man schauen, wie man im immer gesünderen mit immer weniger Insulin aus dem Pen auskommt, mit der passenden Essenauswahl und Portionierung und dem passenden Einsatz von Bewegung.
Dabei hilft einmal die super Dosierbarkeit vom Insulin und dann auch die Tatsache, dass wir nur mit ICT so viele Teststreifen verschrieben bekommen, wie wir für die Erkundung unseres Diabetes und unser Einleben damit meistens wirklich brauchen.
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am 30.01.2022 11:32:11 | IP (Hash): 1515891051
Jürgen, das ist klar, erst senken, aber die Tabletten zum jetzigen Zeitpunkt abzusetzen, ist nicht gut, dann erreichst Du bessere Werte kaum, im Gegenteil, die Medikamente helfen doch dabei. Nur, gleich voll auf Insulin zu gehen, verringert Deine Chance, irgendwann ganz ohne Insulin auszukommen. Aber ich habe auch nichts anderes gesagt. Siehe Absatz mit Ernährung. Damit kommt man in den Bereich, ohne Insulin auszukommen.
Im übrigen, wenn man gleich nur Insulin nimmt, ist die Gefahr groß, dass man zu früh immer mehr Insulin braucht.
Gruß,
Biggi -
am 30.01.2022 11:55:00 | IP (Hash): 961817816
biggi119 schrieb:
Im übrigen, wenn man gleich nur Insulin nimmt, ist die Gefahr groß, dass man zu früh immer mehr Insulin braucht.
Definitiv NEIN. Wer mit Insulin in den gesunden Bereich kommt, kriegt sogar super mit, wenn die eigene Regelnng mit weniger und manchmal sogar dann wieder völlig ohne funktioniert :)
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Bearbeitet von User am 30.01.2022 11:56:02. Grund: . -
am 30.01.2022 12:02:05 | IP (Hash): 1515891051
Jürgen, genau das habe ich doch geschrieben. Erst senken und dann ohne Insulin probieren. Voraussetzung ist aber, dass man von vorneherein auch tabletten nimmt. Du irritierst nur die neuen User. Lass mal so, wie ich es anfangs geschrieben habe.
Gruß,
Biggi -
am 30.01.2022 15:02:06 | IP (Hash): 1626281313
biggi119 schrieb:
Hallo Tassaro,
die Messstreifen bekommst Du vom Arzt verordnet, da Du Insulin spritzt.
Banane geht überhaupt nicht, hat viel zu viel Fruchtzucker. Desgleichen Trauben, Rosinen usw., gut geht bis mittags ein mittelgroßer Apfel, Mandarinen.
Dein HbA1c-Wert ist viel zu hoch. Du musst Deine Ernährung umstellen auf viel Gemüse, weißes Fleisch und Wurst, fettarmen Käse und als Beilagen 1 - 2 Kartoffeln oder Vollkornnudeln und -reis. Als Brot oder Brötchen nur Vollkorn.
Schau, dass Du vom Insulin wegkommst.
Nachdem Dir Dein Arzt keine Teststreifen verordnet hat, gehe ich davon aus, dass Du bei Deinem Hausarzt bist und nicht bei einem Diabetologen. Und schaue, dass Du an einer Schulung teilnimmst. Da lernst Du alles.
Gruß,
Biggi
Hallo zusammen
Aber warum muss denn der Käse fettarm sein??? Ich dachte fette und Öle verlangsamen den BZ Anstieg!???
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am 30.01.2022 15:43:56 | IP (Hash): 1874582439
Wowan83 schrieb:
Aber warum muss denn der Käse fettarm sein??? Ich dachte fette und Öle verlangsamen den BZ Anstieg!???
Hallo Wowan,
das muss nicht sein, das kann jeder für sich entscheiden.
Öle, Fette und auch Eiweiß verlangsamen nicht nur den Anstieg, sie lassen auch den BZ viel weniger ansteigen. Manche Leute schwören nach wie vor auf fettarme und andere auf KH-arme Ernährung. Letzteres ist besonders für Diabetiker sinnvoll. Wer abnehmen muss, kann das mit beidem erreichen. Nicht sinnvoll ist lediglich die Kombination von vielen KH und viel Fett.
Die brandneuen Ernährungsempfehlungen für Typ2-Diabetiker der DDG kannst du dir übrigens hier herunterladen und ansehen:
https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/behandlung/leitlinien?tx_wwt3list_recordlist%5Baction%5D=index&tx_wwt3list_recordlist%5Bcontroller%5D=Recordlist&tx_wwt3list_recordlist%5Bpage%5D=8&cHash=051e6aa32515873246d24ada2c917231#filtersSubmitted
Die Empfehlungen lassen eine breite Palette von Ernährungsmöglichkeiten zu, auch Low Carb und Intervallfasten. Sogar die gute Butter wird auf Grundlage der aktuellen Studienlage rehabilitiert und darf durchaus als mögliches Fett in der Ernährung vorkommen. Und den uralten Zopf, dass viel Eiweiß die Nieren schädigen könnte, haben sie in ihren Ernährungsempfehlungen auf Grundlage einer guten Studienlage auch gleich komplett abgeschnitten.
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 30.01.2022 18:06:57. Grund: BBCodes -
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am 30.01.2022 18:21:57 | IP (Hash): 961817816
biggi119 schrieb:
Voraussetzung ist aber, dass man von vorneherein auch tabletten nimmt.
Wir missverstehen einander immer noch ein bisschen.
Für alle Typen von Diabetes Mellitus gilt fachoffiziell HbA1c 6,5-7,5 als anzustrebender und zu erhaltender Zielrahmen. 7,5 ist die sogenannte Interventionsschwelle.
Wenn sich die mit Typ 1 nicht mehr halten lässt, der ja schon mit Insulin angefangen hat, bedeutet das mehr Insulin.
Wenn sich die mit Typ 2 nicht mehr halten lässt, der normal mit Metformin angefangen hat, muss ein Medikament dazu genommen werden. Und wenn das nach einiger Zeit nicht mehr reicht, noch eins und wenn… oder durch ein stärker wirkendes ersetzt oder die Dosierung erhöht werden.
Angefangen wird mit den billigsten Tabletten und da vor allem mit solchen Mitteln, die den Blutzucker nicht senken, sondern nur das Ansteigen bremsen. Und wenn schließlich alles nichts mehr zu unter HbA1c 7,5 hilft, dann kommt an der Spitze dieser Medikamenten-Pyramide auch für Typ 2 das Insulin. Gern zuerst Basal plus Tabletten oder auch CT mit Mischinsulin und schließlich auch ICT mit Langzeitinsulin und zu den Mahlzeiten Kurzzeitinsulin.
NICHTS außer rein wirtschaftlichen Gründen spricht für diese Reihenfolge. Tabletten sind entgegen Deiner Schreibe keine sachlich begründbare Voraussetzung für das Erreichen irgendeines Behandlungsziels. Und fachoffiziell ordentliches Behandlungsziel ist nach wie vor HbA1c 6,5-7,5.
In Rainers Link wird zwar die Remission auch genannt, also das Erreichen und vor allem Halten von HbA1c 6 und besser ohne Medis, ABER nicht als erstes Ziel, und dazu gibt es bislang KEINE EINZIGE fachoffiziell gesegnete Anleitung.
Weil Teststreifen ne Menge Geld kosten, aber in größerer Zahl notwendig sind, wenn man seinen BZ mit Typ 2 an den möglichst gesunden Bereich absenken und gewöhnen will, ist das halt ein sehr teurer Spaß.
Nicht so, wenn man einen Arzt hat, der einem schon sehr frühzeitig die ICT mit beiden Insulinen mit jeder Menge Teststreifen auf Rezept verschreibt. Und einen, der die völlig veraltete CT schon verschrieben hat, dazu zu bewegen, dass er dem zeitgemäßen Upgrade zur ICT zustimmt, ist da mit Sicherheit die Mühe wert. Also für Tassaro glatt sowas wie 6 Richtige im Lotto :)
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 30.01.2022 20:27:18 | IP (Hash): 1515891051
Fettarm deshalb, weil die meisten Diabetiker auch adipös sind. Außerdem greift man gerne durch die kohlenhydratarme Ernährung mal zu einem Stückchen Wurst, ein Stückchen Käse usw., Milch, Joghurt und was es alles noch gibt. Da ist die Gefahr groß, dass der Cholesterinspiegel zu hoch steigt. Nicht umsonst sollte man auch nur weißes Fleisch (also Geflügel) und Geflügelwurst essen. Das ist aber für jeden eine Sache zum Ausprobieren.
Gruß,
Biggi -
am 30.01.2022 20:28:30 | IP (Hash): 1515891051
Jürgen, das ist schon alles klar. Aber Du kannst einen Diabetes-Neuling mit einer einfachen Frage nicht gleich mit Deinen speziellen Fachinfos zuwerfen. Dann kapiert er nämlich gar nix. Lass es jetzt einfach so stehen.
Gruß,
Biggi -
am 31.01.2022 10:05:24 | IP (Hash): 2143475598
Guten Morgen,
bin am Überlegen wieviel noch normal ist, den Wert vor dem Essen und eine Stunde später.
Vor dem Essen 7,4 nach drei Scheiben Knäckebrot mit Butter und Honig 15,0
Honig wird doch schnell abgebaut? -
am 31.01.2022 10:18:27 | IP (Hash): 699695789
https://www.bloodsugar101.com/_files/ugd/32a606_b02597c39b5c4f6e9b6f2291ca6c9d08.pdf beantwortet Deine Frage nach normal, wenn Du gesund meinst. Behandlungsmäßig gilt vor jedem Essen um 6 bis um 8 als ok, ohne Rücksicht darauf, wie hoch zwischendurch.
WICHTIG: Jetzt nicht einfach mal mehr spritzen, damit Du auf die gesunden Werte kommst!
Gesund schwankt der BZ von vor dem Essen bis in der Spitze ne Stunde nach dem Essen um max 3 mmol/l. Größere Schwankungen gelten über die Jahre als eigenständiges KHK-Risiko.
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am 31.01.2022 11:42:33 | IP (Hash): 77128888
Tassaro schrieb:
Guten Morgen,
bin am Überlegen wieviel noch normal ist, den Wert vor dem Essen und eine Stunde später.
Vor dem Essen 7,4 nach drei Scheiben Knäckebrot mit Butter und Honig 15,0
Honig wird doch schnell abgebaut?
Hallo Tassaro,
warum misst du eine Stunde nach dem Essen? Möchte das Der Diabetologe so?
Normalerweise misst man 1,5 bis 2 Stunden nach dem Essen - also nach dem ersten Bissen. Nur dieser Wert is maßgeblich, der Ein-Stunden-Wert hat keinerlei Bewandtnis.
Wie schnell Honig abgebaut wird, weiß ich nicht, aber er wird genau so verstoffwechselt wie Zucker. -
am 31.01.2022 12:49:07 | IP (Hash): 699695789
https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar zeigt eine durchschnittliche gesunde BZ-Kurve. Nach dem Essen erreicht diese Kurve ihre Spitze irgendwann zwischen um 40 bis um 90 Minuten nach dem Essen. Wer also wissen will, wie hoch eine Einverleibung den BZ antreibt, findert um ne Stunde danach seine Antwort.
In der normalen Behandlung hat diese Spitze keinerlei Bedeutung. Die hat sie nur, wenn jemand seinen Nüchtern-BZ begrenzen oder/und senken will, denn der richtet sich zu einem guten Teil danach.
In der normalen Behandlung ist praktisch nur das Einhalten des Zielbereichs vor den Mahlzeiten wichtig. Und in der CT mit dem Mischinsulin wie bei Tassaro nicht mal der, sondern praktisch nur der HbA1c-Wert.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 01.02.2022 18:41:07 | IP (Hash): 1218449792
Tassaro schrieb:
Hallo, guten Tag,
Ich verstehe nicht so richtig warum Insulin offenbar nicht ausreicht und man Metformin oder Jardiance nehmen muss.
Metformin vertrage ich nicht und Jardiance hat mir jetzt auch Schwierigkeiten gemacht.
Mit beidem habe ich Durchfall bekommen. Durchfall, das kann ich jetzt wirklich nicht brauchen.
Jetzt spritze ich einfach am Morgen und Abend Ryzodeg da bin ich 11 Einheiten. Wieviel das ist, keine Ahnung und wie hoch ich gehen könnte weiss ich auch nicht.
Habe keinen Durchfall mehr. Ich habe aber keine Lust einfach Pillen auszuprobieren.
Bei Planzlichen Mittel wäre ich einverstanden, aber was?
Wie weiter?
Tabletten zusätzlich zum Insulin sollen gegen die Insulinresistenz wirken und helfen, die Insulindosis gering zu halten. Aus diesem Grund werden auch Menschen mit Typ1 Diabetes und Insulinresistenz (Doppeldiabetes) gerne zusätzliche Typ2 Tabletten verordnet.
Große benötigte Insulindosen haben nämlich Nachteile, das gespritzte Insulin sieht wie ein Schneeball aus. Nur an den Rändern kann das Insulin vom Körper aufgenommen werden. Je kleiner die Insulinmenge, je kleiner der Schneeball, umso schneller kann das Insulin aufgenommen werden. Je größer die Insulinmenge, je größer der Schneeball, je länger die Insulinaufnahme. Mit mehr Insulin wird auch die Insulindosierung schwieriger, das Hyporisiko steigt, etc. Deshalb macht es Sinn, die Insulinmenge so gering wie möglich zu halten.
Dafür wäre bspw. Metformin zusätzlich super.
Hier gab es erst vor kurzem einen Beitrag über ein neues Metformin, was besser verträglich ist. Vielleicht wäre das noch einen Versuch wert
https://www.diabetes-forum.de/forum/topic/15674/Metformin-Siofor-XR