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Gestern Diabetes typ 2 festgestellt

  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 01.02.2022
    am 01.02.2022 14:06:16 | IP (Hash): 1814551361
    Hallo zusammen,
    bei mir wurde gestern Diabetes Typ 2 festgestellt und mein Hausarzt war mir keine große Hilfe.

    Er meinte ich soll 10 Kilo abnehmen und dann geht das wieder weg. Dann kam die Aussage ich soll Mmich doch bei weight watchers anmelden und da bekäme ich genügend Rezepte zum abnehmen. Als ich fragte worauf ich noch achten soll, kam:keine Kohlenhydrate, kein Zucker.

    Ich bin völlig überfordert, ich liebe Brot und weiß jetzt nicht mal womit ich den Tag über starten soll und habe mir heute joghurt pur mit Heidelbeeren gemacht. Ich bin aber jetzt total depressiv weil ich mir denke, so ein Leben lang?

    Ich esse gerne und auch gesund und es ist ein riesen Einschnitt für mich.

    Kann mir jemand Tipps geben zu Büchern vielleicht, wo ich Rezepte finde und hat jemand ein Tipp für ein Brot, welches ich essen kann?

    Über jede Hilfe bin ich dankbar.

    Viele Grüße
    Sonja
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    am 01.02.2022 14:10:50 | IP (Hash): 1515891051
    Hallo Sonja,

    wie hoch soll denn Dein Blutzucker sein? Suche Dir einen Diabetologen und lasse Dich dort behandeln. Steige von normalem Brot auf Vollkorn um. Es gibt viele Möglichkeiten, den Blutzucker zu senken. Aber zuerst müsste man, damit wir Dir Infos geben können, wissen, wie hoch der gemessene Wert war und ob nüchtern oder nach einer Mahlzeit gemessen wurde. Selbst wenn Du tatsächlich Diabetes hättest, man kann sehr gut mit entsprechender Behandlung und Umgang damit leben. Also teile erst mal Deine Werte mit.

    Gruß,
    Biggi
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    Mitglied seit: 21.10.2014
    am 01.02.2022 15:26:05 | IP (Hash): 77128888
    Hallo Sonja,

    die Situation kennen hier wohl alle. Auch ich war bei der Diagnose total überfordert und habe mich gefragt, ob ich so ein Leben lang leben möchte. Heute kenne ich die Antwort: Ja, ich möchte und es ist nicht so schlimm wie ich es mir damals vorgestellt habe.

    Natürlich musst du hier deine Werte nicht posten, um dir Tipps zu geben, müssen wir das nicht wissen. Und ja, wenn der Arzt Diabetes festgestellt hat, dann wirst du ihn auch haben.

    Ein bestimmtes Buch kann ich dir nicht empfehlen, aber du kannst hier im Forum allerhand gute Infos finden, aber auch viele, die du schnell vergessen solltest, was natürlich für einen Anfänger schwierig zu unterscheiden ist. Gute Infos bietet auch das Diabetikerheftchen, das man in den Apotheken bekommt. Davon kannst du auch den "Diabetes-Ratgeber-Newsletter" abonnieren, auch da sind immer mal wieder gute Informationen dabei.

    Keine Panik, du darfst deinen Tag nach wie vor mit Brot oder Brötchen starten. Allerdings wäre es gut, wenn du (wie Biggi ja schon schrieb) dich mit Vollkornprodukten anfreunden könntest. Honig, Marmelade, Nutella usw. solltest du möglichst reduzieren oder ganz darauf verzichten. Weißmehlprodukte und Zucker sind das größte Gift für uns. Auch du wirst eine Weile brauchen, bis du dafür jeweils den Ersatz gefunden hast, der deinem Geschmack entspricht...aber das wird schon. Gut ist, wenn du in deine Ernährung viiieeel Gemüse und Salat einbaust. Das mit wenig Fett bzw. nur hochwertigem Pflanzenöl und ohne Mehl und dergleichen zubereitest.

    Ansonsten wäre natürlich eine Diabetiker-Schulung gut. Coronabedingt fanden solche Schulungen lange Zeit nicht statt. Soweit ich mitbekomme beginnt es so langsam wieder. Da kann dir deine Krankenkasse weiterhelfen, die wissen in der Regel, wo in deiner Stadt eine Schulung stattfindet. Auch haben die sicher ein paar Infoblätter, die sie dir schicken können.

    Lass den Kopf nicht hängen, auch du wirst dich daran gewöhnen und eine Ernährung finden die dir schmeckt und Spaß macht.

    Alles Gute!

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    am 01.02.2022 16:02:08 | IP (Hash): 81480552
    Hi Sonja, ich war vor genau 2 Monaten in dieser Situation der totalen Überforderung. Und das obwohl ich eine sehr gute empathische Hausärztin habe. Hast du ein Blutzuckermessgerät bekommen? Wenn nicht, würde ich dir empfehlen eins zu besorgen. Ich habe einen Monat jeweils 4 mal gemessen am Tag. Das wurde mir so von meiner Ärztin gesagt zu machen: 1. Nüchtern 2.-4. jeweils eine Stunde nach den Mahlzeiten. So bekam ich recht schnell einen Überblick nach welche Kohlenhydrate mein Blutzucker hoch geht und was ihn schneller herunter bringt.
    Das Messen kann auch stressig sein weil man ständig an die Krankheit denkt, aber ohne genaues Messen fehlt es an Ansatzpunkte. Bei mir ist es vor allem Industrielles Brot, erstaunlicherweise Kuchen aber nicht so schlimm und Abendessen (wir kochen abends) geht auch etwas besser für mich. Natürlich musst du nicht für immer auf bestimmte Sachen verzichten. Ich erzähle dir mal was sich bei mir am Essen geändert hat.
    Morgens esse ich eine Schüssel Joghurt mit Quark gemischt mit Haferflocken, Leinsamen, Heidelbeeren, Walnüsse, Zimt und dazu ein Milchkaffee. Da habe ich nie das Gefühl mir fehlt etwas. An die Arbeit nehme ich einen Salat mit, mit dazu ein kleines Brötchen (50 Gramm, das backe ich selber (volkorn Dinkel) Den Salat bereite ich meist abends vor, aus verschiedenen Gemüsen (rote Beete, Gurke, Tomate) und zur Sättigung Sinnenblumenkerne, Nüsse, Avocado, manchmal Quinoa. Abends esse ich ganz normal mit der Familie. Nur bei Nudeln ersetze ich sie durch Vollkornnudeln, Wenn es Kartoffeln mit Quark gibt koche ich die Kartoffeln für mich vor und lasse sie abkühlen und wenn die Familie Pommes isst oder Pizza mache ich mir Gemüsepfanne. Wobei meine Familie erstaunlicherweise seitdem auch immer seltener Pizza machen möchte :-)
    Zwischendurch esse ich mal selbstgemachte Gemüseaufstriche, Nüsse oder ein Stückchen Zartbitterschokolade eine Tasse Hühnersuppe (ohne Nudeln)
    Insgesamt sind es für mich eher kleinere Umstellungen die sich organisieren lassen. Schwierig war hauptsächlich das Essen zum Mitnehmen. da ist ein Brot schnell gemacht, einen Salat-to-go braucht etwas mehr Planung.
    Zur Ernährung gehört bei der Diabetes natürlich Bewegung! Ich war schon immer sehr bewegungsfreudig, und stelle auch fest dass der Zuckerwert schneller herunter geht wenn nach der Mahlzeit Bewegung ist. Ich weiß nicht ob du schon Sport machst? 10 Kilo übergewicht sind nicht so viel, aber wie sich die bzw. eine Gewichtsreduktion bei dir auswirkt kann ich nicht sagen da ich Normalgewicht habe und eher aufpassen musste am Anfang nicht an Gewicht zu verlieren.
    Mittlerweile habe ich absolut selten mal das Gefühl etwas zu vermissen, das legt sich aber gleich schnell wieder weil gesundes Essen (und es zu zu bereiten) mir täglich soviel Freude bringt. Noch dazu merke ich dass der Verzicht auf industrielles Brot meine Rheumatischen Beschwerden auch lindert also fühle ich mich insgesamt einfach viel fitter und vitaler als zuvor. Daher halte die Ohren steif und viel Erfolg und Spaß beim ausprobieren!
    LG, Momi

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    am 01.02.2022 18:26:32 | IP (Hash): 1218449792
    Hallo Sonja,

    dass die Diagnose erstmal ein Schock war, können hier sehr viele nachvollziehen.
    Es gibt unterschiedliche Arten, wie du jetzt mit deinen Diabetes umgehen kannst. Hier im Forum haben viele von uns, unseren persönlichen Umgang mit dem Diabetes herausgefunden. Ob das allerdings für dich passt, musst du dann selbst herausfinden. Und manche Vorschläge hier sind auch sehr merkwürdig, also nicht alles stimmt.

    Was stimmt, Kohlenhydrate erhöhen den Blutzucker. Allerdings gibt es unterschiedliche Arten von Kohlenhydrate, die unterschiedlich schnell ins Blut gehen. Mit Diabetes sollte man ganz besonders die schnell ins Blut gehenden Kohlenhydrate meiden, das wären insb. Fruchtsäfte und gezuckerte Getränke wie Cola, Limo, Apfelschorle,..., purer Zucker und Gummibärchen. Was auch schnell ins Blut geht, sind helle Kohlenhydrate in hellen Weißbrot, heller Reis und Kuchen.

    Vollkornprodukte gehen hingegen weniger schnell in das Blut, auch helfen Ballaststoffe (bspw. in Gemüse), Eiweiß und Fett, dass die Kohlenhydrate langsamer aufgenommen werden.

    Es gibt etliche mögliche Ernährungsweisen. Bspw. hier im Forum vertreten ist LowCarb, Logi, LCHF, Weight Watchers hat dein Arzt ja schon angesprochen. Ich persönlich mache die Tellermethode. Wenn du dir einen Teller vorstellst, dann sollte pro Mahlzeit ca. 50% des Tellers mit Gemüse gedeckt sein, 25% Eiweiß wie mageren Fisch, mageres Fleisch, Quark, Eier, Frischkäse, ... und 25% Kohlenhydratbeilage.

    Was dein Körper gut verträgt, kann dir hier natürlich niemand hundertprozentig vorhersagen. Das könntest du tatsächlich nur mit selbst Blutzuckermessen herausfinden. Ein kostenloses Blutzuckermessgerät gibt es bei vielen Herstellern, das erste Rezept für Teststreifen kann der Arzt i.d.R bei Diagnose ausstellen, jedoch alle weiteren Teststreifen musst du dann ohne Insulin selbst bezahlen. Oftmals sind diese Onlineapotheken oder manchmal auch Ebay deutlich günstiger als die örtliche Apotheke.
    Messen solltest du dann nach 1 oder 2 Stunden nach der Mahlzeit um herauszufinden, wie gut das Lebensmittel bzw. das Gericht für dich verträglich ist. Passende Gerichte brauchst du dann erstmal nicht mehr messen und Gerichte, wo dein Blutzucker viel zu hoch war, solltest du meiden, die Menge einschränken oder mit Bewegung kombinieren.

    Bei Broten könntest du mal Vollkornbrot oder Eiweißbrot ausprobieren.
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    am 01.02.2022 20:21:07 | IP (Hash): 1515891051
    Hallo Sonja,

    ich habe mein Blutzuckermessgerät in der Apotheke geschenkt bekommen. Frage mal nach und sage, dass Du 4 x am Tag messen müsstest, weil Dein blutzucker zu hoch wäre. Dann bekommst Du sicher eines, weil jede Apotheke gleich ein Geschäft wittert bezüglich Teststreifen. Bei dem Gerät sind nur 10 Teststreifen dabei und dann kannst Du Dir übers Internet sehr viel günstiger bestellen.

    Gruß,
    Biggi
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    am 01.02.2022 22:02:38 | IP (Hash): 1814551361
    Hallo zusammen. Vielen lieben Dank für die vielen Tipps. Ich habe beim Bäcker einfach gefragt welches Brot für Diabetiker geeignet ist und die Dame hat mir ein Dinkel Brot empfohlen.

    Aufstrich habe ich mir Frischkäse geholt. Gefrühstückt hab ich mit Naturjoghurt mit Heidelbeeren ohne Zucker. Welche Zucker Ersatz Stoffe kann ich denn bedenkenlos nehmen?

    Das Messgerät werd ich in der Apotheke mal anfragen morgen und ich frage den Arzt mal wegen den genauen Werten.

    Ich habe eine Email an die Krankenkasse geschickt, mit der Frage ob es Seminare gibt für Diabetiker.

    Ich trinke meinen Kaffee gern mit Kondensmilch. Wird ja jetzt besser weg gelassen. Geht denn fettarme Milch aufgeschäumt?

    Vielen Dank das ich so herzlich angenommen wurde hier im Forum. Das macht mir Mut.

    Liebe Grüße
    Sonja
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    am 01.02.2022 22:18:00 | IP (Hash): 1741770630
    https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar zeigt sehr schön den Verlaufsbereich von gesundem BZ

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 01.02.2022 23:08:56 | IP (Hash): 1218449792
    Hallo Sonja,

    du brauchst nicht in die Apotheke zwecks Blutzuckermessgerät, die bekommst du auch kostenlos online. Die Apotheke kann dir auch das Gerät mit den teuersten Teststreifen geben, deshalb lieber beim Hersteller ein Gerät mit billigeren Teststreifen holen.

    Im Folgenden einige Links zu möglichen Blutzuckermessgeräten mit billigeren Teststreifen, die häufig verwendet werden:
    https://www.onetouch.de/angebote

    https://www.mylife-diabetescare.com/de-DE/dienstleistungen/produktmuster-und-broschueren.html
    Hier das mylife Pura X

    https://www.accu-chek.de/guide-testen

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    am 02.02.2022 00:36:33 | IP (Hash): 1243581351
    Bei dem bekannten Internetversender (Name beginnt wie ein südamerikanischer Fluss) gibt es Messgeräte, deren Teststreifen 22 Cent kosten (bei Abnahme von 250 Stück).
    Man sollte primär auf die Kosten für die Teststreifen achten, und sich nicht mit einem Umsonstgerät ködern lassen, das hohe Teststreifenkosten hat.
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    am 02.02.2022 00:53:19 | IP (Hash): 1243581351
    Snoopy schrieb:
    bei mir wurde gestern Diabetes Typ 2 festgestellt und mein Hausarzt war mir keine große Hilfe.
    Kann mir jemand Tipps geben zu Büchern vielleicht, wo ich Rezepte finde und hat jemand ein Tipp für ein Brot, welches ich essen kann?



    Darf ich noch ein paar Fragen stellen?
    Wie war Dein HbA1c?
    Wie war Dein Nüchternblutzucker?
    Wie alt bist Du circa.?
    Wie hoch ist Dein BMI in etwa?

    Das vom Kohlenhydratanteil unproblematischste Brot ist "Eiweißbrot", das ist aber geschmacklich nicht jedermans Sache.
    Der "Bestseller" unter den Ratgeberbücher für Diabetiker Typ 2 ist wohl
    Volker Schmiedel: Typ-2-Diabetes - Heilung ist doch möglich!: Blutzucker ohne Medikamente wirksam senken. Da steht zwar auch alternativmedizinisches Zeugs drin, - aber insgesamt ist das Buch schon auf dem Boden der Schulmedizin, wie aus den Kapitelüberschriften klar hervorgeht.

    Besser erscheint mir das Buch: Mit Diabetes Typ 2 leben für Dummies: Altersdiabetes verständlich erklärt. Die Behandlungsmöglichkeiten von Diabetes Typ 2. Unterstützung für den Alltag und das Leben mit Zucker
    Bearbeitet von User am 02.02.2022 00:58:52. Grund: Ergänzung
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    am 02.02.2022 09:56:01 | IP (Hash): 1515891051
    Hi Hape,

    ich bin inzwischen auf Wasa-Knäckebrot Vollkorn umgestiegen, ansonsten habe ich Eiweißbrötchen von Bofrost. Und die sind sehr lecker. Das Eiweißbrot aus den Supermärkten schmeckt furchtbar.

    Gruß,
    Biggi
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    am 02.02.2022 21:11:51 | IP (Hash): 1243581351
    biggi119 schrieb:
    Hi Hape,
    Das Eiweißbrot aus den Supermärkten schmeckt furchtbar.



    Ich toaste eigentlich fast jedes Brot vor dem Essen. Ich finde, dass es den Geschmack verbessert. Auch von Eiweißbrot, das ich dann erträglich finde.
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    am 02.02.2022 23:26:46 | IP (Hash): 277645003
    Hallo Sonja.
    Bei mir machte sich genauso mit dem Schock erstmal die Ratlosigkeit breit.
    Die Diagnose war auch deshalb ein Schlag ins Gesicht, weil ich bis dato meinte, mich gesund zu ernähren.
    Da lag ich aber in eingen Fragen falsch.

    Was dann begann, war kein tristes, genussloses Leben, sondern eins mit ganz neuen Kräften dank der nun wirklich gesunden Ernährung.

    Mein Ärztin riet mir, einfach weniger Kartoffeln und Nudeln aufschaufeln, gerne was vom Brot weglassen und bei Getreideerzeugnissen auf Vollkorn setzen. Dafür deutlich mehr Gemüse.

    Die Suche nach Zuckerersatz war nach einigen Tagen vorbei, als ich mir das übersüßte abgewöhnt hatte.

    Manche sagen, sie kommen mit Hafer nicht gut zurecht. Also erstmal ausprobieren:
    Bei mir ist das selbstgemachte Müsli, wie es Momi weiter oben beschreibt die gründlichste und schmackhafteste Umgewöhnung.
    Bearbeitet von User am 02.02.2022 23:28:24. Grund: .
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    am 03.02.2022 12:39:30 | IP (Hash): 1185154740
    Hallo nochmal,

    ich habe mir nun ein Blutzucker Messgerät besorgt und habe gerade den nüchtern Wert gemessen 131 mg/dl. Ich bin jetzt total verunsichert, ob und was ich jetzt frühstücken darf.

    Denn der Wert ist ja jetzt schon zu hoch her habe morgen einen Termin bei meinem Hausarzt und werde ihn da mit Fragen durch löchern. Ich hoffe nur, es wird nicht wie beim letzten Mal.

    Ich lasse mir die Blutergebnisse mitgeben und kann sie euch mitteilen.

    Viele Grüße
    Sonja
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    am 03.02.2022 13:16:19 | IP (Hash): 4155150
    Hi,

    Also ein Nüchtern Wert von 130 ist zwar so allein für sich gesehen erst mal höher als erwünscht, aber nicht sooo viel. Außerdem sollte man den Nüchtern Wert wirklich früh messen, der BZ steigt nämlich nach dem aufstehen auch gerne mal an ganz ohne das man was isst.

    Aber dein Wert ist eh weit weit weg von Werten über die du dir akut sorgen machen musst. Ich hatte bei Diagnose nüchtern Werte über 300 und habe auch nix davon gewusst.

    Also keine Panik, du bist scheinbar in einer frühen Phase der Erkrankung. Das heißt du kannst dich erst mal in Ruhe informieren. Du musst jetzt nix übers Knie brechen.

    Außerdem kannst du jetzt wahrscheinlich mit relativ leichten Veränderungen ganz viel erreichen.

    Auch wenn es schwer fällt konzentriere dich auf die positiven Punkte und nicht auf die negativen.

    Gruß Tobias
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    Mitglied seit: 01.02.2022
    am 03.02.2022 13:57:22 | IP (Hash): 1185154740
    Lieben Dank für die beruhigenden Zeilen.
    Ich werd nun erstmal zu mittag etwas essen. Hähnchen Brust und Salat mit Tomaten, paprika, Mais.

    Zu der Frage wie alt ich bin. Ich bin 37 Jahre alt und wiege 92 Kilo und bin 1,65 groß.

    Ich war in der Reha und da hieß es, ich muss abnehmen. Dann habe ich 2 Kilo in 8 Wochen geschafft und dann kam der hohe Zucker. Er wurde nur entdeckt weil ich eine Blasenentzündung hatte und bereits Zucker im Urin war. Daraufhin wurde weiter geforscht.

    Ich habe seit 8 Jahren eine Schilddrüse unterfunktion die gut medikamentös eingestellt ist.

    Gibt es denn Lebensmittel die den Blutzucker senken? So wie bei Unterzuckerung das Traubenzucker?

    Liebe Grüße
    Sonja
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    am 03.02.2022 14:10:02 | IP (Hash): 77128888
    Hallo Sonja,

    Verunsicherung ist am Anfang ganz normal. 131 ist zwar nicht optimal, aber noch nicht besorgniserregend hoch. Versuche fürs Frühstück einfach, die Kohlenhydrate, besonders die aus Zucker und Weißmehl, einzuschränken, dann wird das schon.

    Dein Hausarzt ist der, der deine Werte und die daraus folgende Therapie mit dir besprechen muss. Wenn du da nicht mit ihm klarkommst, bitte ihn um eine Überweisung zu einem Diabetologen.

    Ich persönlich empfinde es als übergriffig, dass du hier bedrängt wirst, deine Wert zu posten. Deine Werte spielen für uns überhaupt keine Rolle, wir sind keine Ärzte, die anhand deiner Werte ein Therapiekonzept erstellen. Das obliegt einzig dem Arzt.
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    am 03.02.2022 14:57:10 | IP (Hash): 1027123047
    Zuckerle schrieb:
    Ich persönlich empfinde es als übergriffig, dass du hier bedrängt wirst, deine Wert zu posten. Deine Werte spielen für uns überhaupt keine Rolle, wir sind keine Ärzte, die anhand deiner Werte ein Therapiekonzept erstellen. Das obliegt einzig dem Arzt.


    Widerspruch, Euer Ehren:
    Der Diabetes ist nicht die Krankheit des Arztes, sondern der betroffenen Person. Die sollte in Foren wie diesem wenigstens die Möglichkeiten aufgezeigt bekommen, die sie nutzen kann. Dazu informieren Ärzte aus welchen Gründen auch immer nicht umfassend. Und eine Therapieansage ohne Info zu möglichen Alternativen finde ich übergriffig, auch von einem approbierten Arzt.

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 03.02.2022 16:37:18 | IP (Hash): 77128888
    hjt_Jürgen schrieb:
    Und eine Therapieansage ohne Info zu möglichen Alternativen finde ich übergriffig, auch von einem approbierten Arzt



    sorry....da verstehe ich nicht, was du meinst...
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    am 03.02.2022 17:35:29 | IP (Hash): 1027123047
    Einfaches Beispiel:
    Seit mehr als 10 Jahren weiß die Diabetologie weltweit (Banting Lecture von Prof. Taylor, Newcastle), dass die Leber nach etwa einer Woche systematischer Entfettung wieder ohne Medis im völlig gesunden Rahmen nur noch so viel Glukose ausgibt, wie verbraucht wird. Und wenige Wochen weiter in der systematischen Entfettung arbeitet auch der Pankreas wieder völlig unauffällig.
    Zuverlässig funktioniert das mit Prädiabetes und mit Typ 2 bis zu 4 Jahren nach seiner Diagnosereife. Darüber hinaus dann immer weniger zuverlässig.
    Das Ergebnis heißt Typ 2 Remission ab dem ersten vollständig so erlebten Jahr.

    Die Remission gehört zwar seit um einem Jahr (nicht 10!) zu den Möglichkeiten, die die DDG in ihren Praxisleitlinien nennt, aber es gibt noch immer keine Anleitung dazu, wie Ärzte und Beratungen sie als Alternative zur Standardbehandlung zur Wahl stellen und wenigstens auf Wunsch dazu anleiten.

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    am 03.02.2022 17:52:45 | IP (Hash): 81480552
    Hallo Sonja,
    Viel Bewegung hilft um den Zucker nach der Mahlzeit weniger stark ansteigen zu lassen. Besser ein Verdauungsspaziergang einplanen als ein Verdauungsschläfchen!
    Und mir geht es so wie Torsten sagte: durch das komplette weglassen von Zucker, weniger Kohlenhydrate, mehr Gemüse und auch mehr achten auf was ich esse, geht es mir besser. Ich habe deutlich mehr Energie und sogar mein Mittagstief (begleitet mich schon so lange ich denken kann) ist nicht mehr da!
    Der Schock ist zwar erstmal da, aber sehe es auch als eine Chance aktiv etwas für dein Wohnbefinden zu tun!
    LG, Momi
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    am 03.02.2022 18:12:46 | IP (Hash): 1243581351
    Snoopy schrieb:

    Gibt es denn Lebensmittel die den Blutzucker senken? So wie bei Unterzuckerung das Traubenzucker?



    Nein, das gibt es nicht.
    Der Blutzucker steigt aber von Kohlenhydratfreien- oder armen Lebensmitteln kaum an.
    Leider enthalten nicht nur Süßigkeiten Kohlenhydrate, sondern auch die vier menschlichen "Hauptnahrungsmittel": Nudeln, Reis, Kartoffeln und auch Brot.
    Quasi keine Kohlenhydrate enthalten ausgerechnet Nahrungsmittel, die gemeinhin als eher "ungesund" gelten, also Fleisch, Fisch, Wurst, Käse, Eier. Die alermeisten Gemüse enthalten wenig Kohlenhydrate.

    Ich rate unbedingt dazu beim Hausarzt den Hba1c zu bestimmen zu lassen.
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    am 03.02.2022 18:19:23 | IP (Hash): 1027123047
    Hape schrieb:
    Ich rate unbedingt dazu beim Hausarzt den Hba1c zu bestimmen zu lassen.


    Wofür wäre das hilfreich?

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    am 03.02.2022 18:20:32 | IP (Hash): 1243581351
    Zuckerle schrieb:

    Ich persönlich empfinde es als übergriffig, dass du hier bedrängt wirst, deine Wert zu posten.



    Hier werden Ratschläge gegeben.
    Und es ist natürlich nicht dasselbe, wenn hier ein Neuling mit einem Hba1c von 6% oder von über 10% aufschlägt.
    Da sind unterschiedliche Ratschläge erforderlich.
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    am 03.02.2022 18:22:19 | IP (Hash): 276593013
    Der Hba1c-Wert bringt doch die dame nicht weiter..es gibt bz werte
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    am 03.02.2022 18:25:30 | IP (Hash): 1243581351
    Es hilft unbehandelt zur Einschätzung der Krankheitsschwere und bei Behandlung zur Einschätzung des Verlaufes.
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    am 03.02.2022 18:31:01 | IP (Hash): 276593013
    Hape schrieb:
    Es hilft unbehandelt zur Einschätzung der Krankheitsschwere und bei Behandlung zur Einschätzung des Verlaufes.




    Bei unbehandelten hat er leider keinen Sinn und wird da nicht mehr genutzt. Auch mit nem wert von 5,0 ist diabetes möglich
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    am 03.02.2022 18:58:01 | IP (Hash): 1243581351
    DanielaW schrieb:
    Hape schrieb:
    Es hilft unbehandelt zur Einschätzung der Krankheitsschwere und bei Behandlung zur Einschätzung des Verlaufes.



    Bei unbehandelten hat er leider keinen Sinn und wird da nicht mehr genutzt. Auch mit nem wert von 5,0 ist diabetes möglich



    Du hältst also Menschen, bei denen beim Hausarzt ein Hba1c von 5,0% gemessen wird für gleich schwer erkrankt wie Menschen, bei denen bei einer Routinekontrolle ein Hba1c von 10,0%. auffällt.
    Diese Ansicht teile ich nicht.
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    am 03.02.2022 19:02:02 | IP (Hash): 276593013
    Was zählt sind glukosewerte und nicht ratewerte die von der ddg reklassifiziert wurden
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    am 03.02.2022 19:20:56 | IP (Hash): 1027123047
    Hape schrieb:
    Du hältst also Menschen, bei denen beim Hausarzt ein Hba1c von 5,0% gemessen wird für gleich schwer erkrankt wie Menschen, bei denen bei einer Routinekontrolle ein Hba1c von 10,0%. auffällt.


    Meine Diagnose hatte ich mit HbA1c 15,5 oder ,6 oder ,7. Die Ansage vom Dok war, zunächst mal unter 10. Aber da war nix greifbar für mich für den normalen Alltag dran.
    Nüchtern-BZ war 430 mg/dl, mal 420 und dann wieder 450. Nüchtern unter 200 war als erstes Ziel genannt, aber kein Zeitrahmen. Zu den Mahlzeiten war die Ansage 3mal je 4 BEs.
    Geändert habe ich das erst damit, dass ich nicht nur wie zu Anfang zu den Standardzeiten selbst gemessen hab, sondern geschaut hab, was welcher Input mit meinem BZ macht.
    Bin intuitiv mit viel mehr Löchern zu diesem Rezept gekommen https://www.bloodsugar101.com/_files/ugd/32a606_db20057cf9b5496ea94c7d7d2d6f0cde.pdf und damit nach nem halben Jahr bei HbA1c um 6. Einen guten Teil des Wegs dahin mit Euglukon und den Rest völlig ohne Medis, nur mit 1 statt 4 BEs zu den Mahlzeiten. Ohne das eigene Messen und nach dem Messen Richten hätte ich das nie geschafft. Ganz bestimmt nicht mit der Ausrichtung am HbA1c.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 03.02.2022 20:16:03 | IP (Hash): 77128888
    Hape schrieb:
    Zuckerle schrieb:

    Ich persönlich empfinde es als übergriffig, dass du hier bedrängt wirst, deine Wert zu posten.



    Hier werden Ratschläge gegeben.
    Und es ist natürlich nicht dasselbe, wenn hier ein Neuling mit einem Hba1c von 6% oder von über 10% aufschlägt.
    Da sind unterschiedliche Ratschläge erforderlich.



    Naja Hape, ich finde fast alles, was hier seit vorgestern geschrieben wird reichlich übertrieben.

    Sonja hat vor ein paar Tagen die Diagnose bekommen, mit der Maßgabe, sie solle 10 kg abnehmen und auf Zucker und Kohlenhydrate verzichen. Also war es offenbar kein exorbitant hoher Wert. Hier fragt sie nach, weil sie unsicher ist. Daraufhin werden hier alle Geschütze aufgefahren, sie wird nach ihren Werten und ihrem Gewicht gefragt, sogar nach ihrem BMI. Das alles geht uns gar nichts an. Sie wird bedrängt, sich ein Messgerät zuzulegen usw. Wie bitte soll den ein Neuling, der noch keine Schulung und keine Beratung hatte mit alle dem klarkommen? Es gibt hier Abhandlungen mit ellenlangen Schatelsätzen zu lesen...sorry, die versteht kaum jemand, schon gar kein Neuling.

    Wir sind lediglich Laien, die von Diabetes betroffen sind. Wir können Ratschläge zur Lebensführung (Ernährung, Bewegung) geben, sonst gar nichts.

    Alle weiteren Ratschläge und die Therapie obliegen dem Arzt. Es sollte langsam mal aufhören, dass sich hier einige Leute als Diabetes-Spezialisten aufspielen und therapeutische Ratschläge geben. Das steht uns nicht zu.
    Bearbeitet von User am 03.02.2022 20:17:20. Grund: Tippfehler
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    am 03.02.2022 20:21:40 | IP (Hash): 2033421176
    Oh, das sehen hier aber einige ganz anders, die stellen sich über die Ärzte

    Zuckerle schrieb:
    Hape schrieb:
    Zuckerle schrieb:

    Ich persönlich empfinde es als übergriffig, dass du hier bedrängt wirst, deine Wert zu posten.



    Hier werden Ratschläge gegeben.
    Und es ist natürlich nicht dasselbe, wenn hier ein Neuling mit einem Hba1c von 6% oder von über 10% aufschlägt.
    Da sind unterschiedliche Ratschläge erforderlich.



    Naja Hape, ich finde fast alles, was hier seit vorgestern geschrieben wird reichlich übertrieben.

    Sonja hat vor ein paar Tagen die Diagnose bekommen, mit der Maßgabe, sie solle 10 kg abnehmen und auf Zucker und Kohlenhydrate verzichen. Also war es offenbar kein exorbitant hoher Wert. Hier fragt sie nach, weil sie unsicher ist. Daraufhin werden hier alle Geschütze aufgefahren, sie wird nach ihren Werten und ihrem Gewicht gefragt, sogar nach ihrem BMI. Das alles geht uns gar nichts an. Sie wird bedrängt, sich ein Messgerät zuzulegen usw. Wie bitte soll den ein Neuling, der noch keine Schulung und keine Beratung hatte mit alle dem klarkommen? Es gibt hier Abhandlungen mit ellenlangen Schatelsätzen zu lesen...sorry, die versteht kaum jemand, schon gar kein Neuling.

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    am 03.02.2022 20:37:26 | IP (Hash): 247123332
    Hape schrieb:


    Nein, das gibt es nicht.
    Der Blutzucker steigt aber von Kohlenhydratfreien- oder armen Lebensmitteln kaum an.
    Leider enthalten nicht nur Süßigkeiten Kohlenhydrate, sondern auch die vier menschlichen "Hauptnahrungsmittel": Nudeln, Reis, Kartoffeln und auch Brot.
    Quasi keine Kohlenhydrate enthalten ausgerechnet Nahrungsmittel, die gemeinhin als eher "ungesund" gelten, also Fleisch, Fisch, Wurst, Käse, Eier. Die alermeisten Gemüse enthalten wenig Kohlenhydrate.

    Ich rate unbedingt dazu beim Hausarzt den Hba1c zu bestimmen zu lassen.



    Nicht nur die vier Haupt-Kohlenhydratlieferanten, die Du genannt hast, sondern auch Obst enthält (in Form von natürlichem Fruchtzucker) so einige Grämmchen Kohlenhydrate. An der Spitze: Besonders süße Früchte wie Bananen, Weintrauben oder Kirschen.

    Seit wann gilt Fisch - auch Eier und Käse - (wieder) als ungesund? ;-)
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    am 03.02.2022 20:38:47 | IP (Hash): 1027123047
    Zuckerle schrieb:
    Wir sind lediglich Laien, die von Diabetes betroffen sind. Wir können Ratschläge zur Lebensführung (Ernährung, Bewegung) geben, sonst gar nichts.

    Alle weiteren Ratschläge und die Therapie obliegen dem Arzt. Es sollte langsam mal aufhören, dass sich hier einige Leute als Diabetes-Spezialisten aufspielen und therapeutische Ratschläge geben. Das steht uns nicht zu.


    Wenn Du bis heute mit gesundem BZ völlig ohne Zuckermedikation hättest leben können, wäre das nicht mal im Rückblick eine interessante Alternative für Dich?

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    Bearbeitet von User am 03.02.2022 20:40:42. Grund: .
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    am 03.02.2022 21:09:27 | IP (Hash): 1515891051
    Liebes Zuckerle,

    das war doch ich, die als erstes nach den Werten fragte. Und deshalb, weil ich merkte, dass Snoopy durch ihre Diagnose total verunsichert ist. Und genau so ist es mir vor einem Jahr auch gegangen. Null Durchblick. Aber um beruhigen oder einen Tip für den Anfang geben zu können, wäre es meines Erachtens doch gut gewesen, die ersten Messwerte zu hören. Dann kann man beruhigen oder eben kleine Tips geben.

    Gruß,
    Biggi
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    am 03.02.2022 22:15:14 | IP (Hash): 77128888
    Liebe Biggi,

    ich weiß, dass du es warst. Diese Fragerei häuft sich in letzter Zeit immer mehr...der Abschuss war die Frage nach dem BMI. Sorry, aber das sind ganz private Dinge und ich empfinde es einfach nur als übergriffig.

    Auch ohne die Messwerte zu kennen, kann man beruhigen und kleine Tipps geben. Mehr steht uns einfach nicht zu.
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    am 03.02.2022 22:20:41 | IP (Hash): 77128888
    hjt_Jürgen schrieb:

    Wenn Du bis heute mit gesundem BZ völlig ohne Zuckermedikation hättest leben können, wäre das nicht mal im Rückblick eine interessante Alternative für Dich?



    Äääähm Jürgen...deinen Schachtelsatz habe ich jetzt mehrfach gelesen, bis ich verstand, was du wahrscheinlich meinst. Das was du vermutlich meinst, hat Karl Valentin "die ungelegten Eier" genannt...du kannst sie in München im Karl-Valentin-Museum bewundern.

    Könnte ich bis heute mit gesundem Blutzucker und ohne Medikation leben, würde ich mich dafür überhaupt nicht interessieren. Denn ich hätte keinen Diabetes.
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    am 03.02.2022 22:26:54 | IP (Hash): 77128888
    Ich stelle euch allen nochmal die Frage:

    Was bitte soll ein frisch diagnostizierter Diabetiker mit all dem hochtrabenden und unverständlichem Geschreibe anfangen?

    Verlegt euch doch bitte mal auf das Wesentliche und versucht das in klarem verständlichem Deutsch zu schreiben - danke...
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    am 03.02.2022 22:32:41 | IP (Hash): 1027123047
    Snoopy schrieb:
    Er meinte ich soll 10 Kilo abnehmen und dann geht das wieder weg.


    Extrem dicken Menschen mit Typ 2 wird seit Jahren immer häufiger der Magen verkleinert oder sogar völlig umgangen. Anschließend können sie natürlich nur immer sehr wenig Futter aufnehmen, 3mal am Tag in der Größe vom kleinen Joghurtbecher so ein Fitnessdrink. Und dann stellt sich nach einer Woche von einem auf den anderen Tag regelmäßig ein nahezu bis völlig gesunder Blutzucker ein, völlig ohne blutzuckersenkende Medikamente.

    Warum schreib ich Dir das?
    1. Weil nach ner Woche noch niemand 10 kg abgenommen hat und damit klar ist, dass der zu hohe Blutzucker nicht vom Gewicht kommt!
    2. Weil schon vor mehr als 10 Jahren Prof. Taylor, Newcastle, nachgewiesen hat, dass sich der gesunde Blutzucker auch völlig ohne Operation einfach nur mit der starken Verringerung der täglichen Nahrungsaufnahme schon nach einer Woche erreichen lässt.

    Nach 6 Wochen in der Art ist der Erfolg so weit gefestigt, dass nach und nach zur normalen Ernährung übergegangen werden kann, sagen mehrere Jahre Erfahrungen aus der DiRECT-Studie in GB.
    Wo die Teilnehmer_innen in der Studie ihren Blutzucker selbst nicht messen, zeigt die Statistik, dass der gesunde Blutzucker über Jahre erhalten bleibt, wenn mit dem Auslaufen der Joghurtbecher-Phase weiter Kilos verloren werden. Wenigstens um die 15 und dann eben so lange, wie die Dich nicht wiederfinden ;)

    Klar, nur für den Fall, dass Du noch mitliest. Die skizzierte Möglichkeit war bei meiner Diagnose vor 31 Jahren noch nicht entdeckt. Ich hab also den normalen Weg nach ärztlichen Anweisungen genommen und brauche seit gut 20 Jahren Insulin. Und auch damit kann Opa Jürgen gesund und munter leben. Also Kopf hoch und Daumendrück für was immer Du machst :)

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    am 03.02.2022 23:27:49 | IP (Hash): 1243581351
    Zuckerle schrieb:

    ...der Abschuss war die Frage nach dem BMI. Sorry, aber das sind ganz private Dinge und ich empfinde es einfach nur als übergriffig.



    Selbstverständlich sollten die Empfehlungen hinsichtlich Gewichtsabnahme und Sport bei einem BMI von 25, 30 und 40 unterschiedlich sein.
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    am 04.02.2022 08:34:00 | IP (Hash): 1515891051
    Ich habe die letzten Antworten hier eben nochmals durchgelesen und muss sagen, dass vieles tatsächlich nicht sehr hilfreich ist und eher eine heillose Verwirrung sorgen könnte. Als ich zu Anfang hier geschrieben habe, hatte ich auch solch sicher gutgemeinte weitschweifige Ratschläge bekommen, die mich dann total verwirrt hatten.

    Zuckerle, in dem Punkt muss ich Dir aber widersprechen. Wenn jemand vom Arzt gesagt bekommt, dass Diabetes droht und die Betroffene sich ans Forum wendet, ist es bezüglich Ratschlag schon wichtig, einen Anfangswert zu haben, sonst kann man nicht helfen. Es ist ein Unterschied, ob jemandem nur Diabetes droht oder es sich evtl. um einen Prädiabetes handelt, den man mit kleiner Ernährungsumstellung in den Griff bekommt, oder bereits ein höherer Wert gemessen wurde, so dass man empfiehlt, einen Diabetologen aufzusuchen.

    Man kann nicht beruhigen und mit Rat helfen, wenn man so gar nichts weiß. Dann läuft jedes geschriebene Wort ins Leere.

    Gruß,
    Biggi
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    am 04.02.2022 09:47:36 | IP (Hash): 77128888
    Hape schrieb:
    Zuckerle schrieb:

    ...der Abschuss war die Frage nach dem BMI. Sorry, aber das sind ganz private Dinge und ich empfinde es einfach nur als übergriffig.



    Selbstverständlich sollten die Empfehlungen hinsichtlich Gewichtsabnahme und Sport bei einem BMI von 25, 30 und 40 unterschiedlich sein.



    Was sollte denn an den Empfehlungen anders sein? Es sind genau die gleichen Ratschläge...nur...je höher der BMI, desto länger muss man sie einhalten.

    Ich bleibe dabei, die Frage ist und bleibt übergriffig...
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    am 04.02.2022 10:02:34 | IP (Hash): 77128888
    biggi119 schrieb:
    Ich habe die letzten Antworten hier eben nochmals durchgelesen und muss sagen, dass vieles tatsächlich nicht sehr hilfreich ist und eher eine heillose Verwirrung sorgen könnte. Als ich zu Anfang hier geschrieben habe, hatte ich auch solch sicher gutgemeinte weitschweifige Ratschläge bekommen, die mich dann total verwirrt hatten.

    Zuckerle, in dem Punkt muss ich Dir aber widersprechen. Wenn jemand vom Arzt gesagt bekommt, dass Diabetes droht und die Betroffene sich ans Forum wendet, ist es bezüglich Ratschlag schon wichtig, einen Anfangswert zu haben, sonst kann man nicht helfen. Es ist ein Unterschied, ob jemandem nur Diabetes droht oder es sich evtl. um einen Prädiabetes handelt, den man mit kleiner Ernährungsumstellung in den Griff bekommt, oder bereits ein höherer Wert gemessen wurde, so dass man empfiehlt, einen Diabetologen aufzusuchen.

    Man kann nicht beruhigen und mit Rat helfen, wenn man so gar nichts weiß. Dann läuft jedes geschriebene Wort ins Leere.

    Gruß,
    Biggi



    Ja Biggi, das Geschreibe und die Wichtigtuerei sorgen einfach nur für Verwirrung pur.

    Bitte lies doch nochmal den Anfangspost nach, Sonja wurde nicht gesagt, es drohe Diabetes. Es wurde Diabetes Typ 2 festgestellt und sie solle 10 kg abnehmen, um ihn zurückzudrehen. Anscheinend wurden ihr keine Medikamente verschrieben, woraus ich schließe, dass sie keinen sehr hohen Wert hatte. Aber sie ist verunsichert bezüglich Brot und Ernährung überhaupt. Deshalb fragt sie hier nach.

    Wofür braucht man da in einem Forum ihre Werte? Die sie ja offensichtlich gar nicht kennt. Da kann man doch nicht einen solchen Aufriss machen, wie das hier seit drei Tagen geschieht. Das hilft Sonja keinen Schritt weiter.

    Deshalb nochmal meine Bitte an alle: Bitte hört auf, euch als Diabetes-Spezialisten aufzuspielen und gebt einfach nur Ratschläge, die Menschen ohne Fachwissen verstehen und unkompliziert in ihr Leben einbauen können.
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    am 06.02.2022 20:27:14 | IP (Hash): 669070181
    Ganz ehrlich, hier werden Diskussionen weit weg von Sonjas Fragestellung geführt.
    Ein Neuling ist da sehr wohl total überfordert und es führt nur zur Verunsicherung.

    Und zur Diskussion, nach den ersten Werten fragen finde ich persönlich nicht als übergriffig, sondern es hilft uns, besser die Werte einzuschätzen und bessere Tipps geben zu können. Bei Gewicht, BMI, etc. kann man es sehen wie man möchte. Fakt ist, hier ist ja niemand gezwungen seine Werte preiszugeben, wenn er es nicht möchte.

    Und jetzt @Sonja ich hoffe, du hast beim Hausarzt ein gutes informatives Gespräch gehabt und dich haben hier die vielen zum Teil total unnötigen Diskussionen nicht noch mehr verwirrt.
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