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Metformineinnahme alle 12 Stunden? oder geht das auch anders.
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am 07.04.2022 10:53:36 | IP (Hash): 1176072832
Guten Tag allerseits.
Ich weiß seit Mitte März, dass ich Diabetes Typ 2 habe (157 statt min. 106 / 8.3 statt min. 5.6 Langzeit)
Ursache sind unterschiedliche Probleme mit dem Pankreas.
Seit gestern nehme ich Metformin.
Die Tabletten soll ich morgens und abends (je 1 à 850mg) zum Essen einnehmen.
Ich frühstücke aber nicht. Zumindest nicht morgens, sondern erst gegen 13 Uhr.
Abendessen dann um ca. 20 Uhr.
Kann ich diese Zeiten so beibehalten oder wozu ratet Ihr mir?
Danke
Jochen -
am 07.04.2022 11:48:30 | IP (Hash): 1242899438
Also, soweit ich weiß, nimmt man das Metformin nach dem Frühstück, wobei 13.00 Uhr schon recht spät ist. Denn bis zum letzten Bissen ist es ja dann schon mindestens 13.30 oder 14.00 Uhr. So lange ist deine Leber damit beschäftigt, Glukose auszuschütten. Vielleicht kannst du da an der Uhrzeit drehen, oder wenigstens eine Kleinigkeit essen, nur um deine Leber zu beruhigen und das Metformin einzunehmen.
Die abendliche Dosis nimmt man direkt beim Schlafengehen, egal welche Uhrzeit das ist. Es wird sogar empfohlen, das erst auf der Bettkante zu tun.
Von 12 Stunden habe ich nocht nichts gehört.
Ich hoffe, ich konnte dir helfen. -
am 07.04.2022 12:11:54 | IP (Hash): 1400621415
Hallo Jochen,
die wichtigste Einnahmeempfehlung aus dem Beipackzettel zu Metformin ist nach meinen Erfahrungen die Einnahme mit oder nach den Mahlzeiten, weil es so für viele am besten verträglich ist. Ich würde bei der Einnahme zu den Mahltzeiten 13.00 und 20.00 Uhr bleiben.
Manche Diabetiker sagen, dass sich aus einer späten Einnahme abends ein besserer BZ ergibt, andere können das nicht beobachten. Wenn du bei dir nur wenig Magen- und Darmprobleme bei der Metformineinnahme feststellst, dann kannst du dich ja mal auf solche Experimente einlassen. Jetzt am Anfang würde ich am meisten auf gute Verträglichkeit achten und die ist mit der Einnahme zu den Mahlzeiten am besten gegeben.
Metformin soll übrigens nach Möglichkeit langsam eingeschlichen werden. Wenn du Probleme hast, dann mache das lieber so. Leider achten manche Ärzte nicht besonders darauf.
Alles Gute, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 07.04.2022 16:03:22. Grund: BBCodes1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 07.04.2022 12:54:56 | IP (Hash): 901085088
Ich kann Rainer nur in allen Punkten zustimmen.
Langsam einschleichen.
Bei mir waren es 4 Tage 500, 4 Tage 1000, weitere 4 Tage 1500 und dann 2000.
Ging 6 Wochen halbwegs gut. Danach wurde ich zu einer wandelnden Fäkalbombe mit Berührungszünder.
War nicht schön.
Also mit 1700 ab dem ersten Tag ist schon sehr ambitioniert.
Ich hoffe für dich das du es verträgst.
Einnahme zu den Mahlzeiten.
Gruß
Peter
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Typ 2 - Medikation: Siofor 1x1000 - HbA1c: zZ 6,1 Stand 04/22 (ich arbeite weiter daran) -
am 07.04.2022 13:36:44 | IP (Hash): 365013022
Da die Wirkung von Metformin erst nach Tagen einsetzt (und abklingt) ist eine stundengenaue Einnahme alle 12 Stunden wohl nicht nötig.
Lg
Hape
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am 07.04.2022 19:17:30 | IP (Hash): 1722833989
Hallo Jochen,
es gibt Metformin als Retardkapsel, Siofor XR.
Da wird der Wirkstoff langsam abgegeben.
Das soll auch etwas verträglicher sein.
Sprech einfach deinen Arzt darauf an.
Viele Grüße
Chris -
am 07.04.2022 20:14:11 | IP (Hash): 1820122333
hallo Spenser,
nach Anleitung im Krankenhaus und dann vom Diabetologen nehme ich morgens direkt nach dem Frühstück und abends nach dem Nachtessen meine Dosis Metformin ( 2 x 500). Am Anfang hatte ich 3 x und die 3. Dosis sollte ich spät abends nehmen. Die brauche ich jetzt nicht mehr. In den Schulungen hieß es, dass es wichtig wäre, die Zeiten morgens und abends einzuhalten.
Gruß,
Biggi -
am 08.04.2022 14:11:26 | IP (Hash): 1761502559
Ich möchte mich zuerst einmal bei allen bedanken, die mir ihre Einschätzung mitgeteilt haben, da ich jetzt viel besser bewerten kann, was für mich gut ist.
Meine Hausärztin, die keine Diabetologin ist, hat mich hierbei ziemlich alleine gelassen. Vlt liegt es aber auch daran, dass sie - genau wie ich - geschockt von der Tatsache war, dass sich meine Pankreas-Probleme als potentiell lebensbedrohlich herausstellen könnten. Am nächsten Mittwoch werde ich mehr wissen.
Bis dahin will ich aber keinen Durchfall nach Einnahme von Metformin mehr haben.
Daher greife ich gerne die Empfehlung auf, Metformin langsam einzuschleichen.
Sollte ich am Mittwoch positive Nachrichten erhalten, werde ich wohl anfangen müssen, mich dem Thema Diabetes ein Stück gründlicher zu nähern. Dann sehen wir uns hier wieder.
Wenn nicht: danke für Ihre Hilfe !
LG
Jochen