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Blutzucker steigt nach dem Aufstehen ohne Essen?

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    am 27.07.2022 23:11:37 | IP (Hash): 105091383
    fang einfach oben an, Wo ich Was für Dich unverständlich geschrieben hab - Schritt für Schritt?

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 28.07.2022 08:10:32 | IP (Hash): 705993429
    Welche Schlußfolgerunģen kann ich daraus ziehen, dass gesunde Menschen niedrige BZ-Schwankungen, damit wohl auch einen niedrigeren Insulinumsatz haben und bei "uns" beides wohl immer mehr schwankt?
    Diese Erkenntnis hilft mir nicht wirklich...

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    Diagnose: LADA Typ I, noch im Test mit dem Langzeitinsulin Toujeo.
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    am 28.07.2022 10:55:56 | IP (Hash): 1456975011
    Es geht um die Beobachtung, dass sich schon bei gesunden Menschen größere Schwankungen im BZ und damit im Insulinumsatz negativ auswirken und wie sich die mit dem alltäglichen Ess- und Bewegungsverhalten verringern lassén.

    Dieses Verringern kann man als INSULINER selbstverständlich mit ähnlichem Erfolg anwenden.
    Bedeutet mit Blick auf Deinen anderen Thread, ohne Insulin auf den Pfirsich verzichten oder schauen, ob er zu einer anderen Tageszeit oder in der Kombi mit vorher anderem Essen einen weniger BZ-Berg macht.
    Bedeutet mit Bolus-Insulin, dass Du ohne Veränderungen passend vorher spritzen und so weniger BZ-Berg produzieren könntest oder mit den Nichtinsuliner Veränderungen dafür weniger Insulin bräuchtest.


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    am 28.07.2022 15:46:35 | IP (Hash): 705993429
    Ich wende der die "Methode des Verzichts" an.... Sprich, weniger Obst und weniger KH durch Brot etc, um keine Spitzen "zu produzieren".
    Mit dem Sensor (auch wenn er hinterher hinkt) läßt sich das doch recht gut kontrollieren und belass' ich so manches Mal einen niedrigen Wert, ohne gleich was einzuschieben, um meinen Durchschnitt niedrig zu halten, oder ich warte noch etwas mit dem Essen, wenn der BZ höher ist...

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    am 28.07.2022 17:24:00 | IP (Hash): 1456975011
    Super. Aber Du müsstest nicht nur von den Spitzen weg, sondern auch von dem hohen Verlauf runter, wenn Du noch nennenswert eigenes Insulin nutzen wolltest. Deswegen noch mal ein bisschen zum Insulin:

    Die eigene Produkion wirkt am besten mit den meisten von 24 Stunden unter 90 mg/dl und darüber aufsteigend immer weniger und mieser.
    Hintergrund: Höherer BZ treibt die Beta Zellen zu immer mehr Insulinausgabe an, so dass sie immer häufiger vergessen, das Produktions-Molekül Proinsulin in C-Peptid und Insulin zu teilen und einfach so komplett rausschmeißen. Nur braucht es von dem so rausgeschmissenen Proinsulin 5-10 Stück für die BZ-Wirkung von nur einem einzigen ordentlich geteilten.
    Möglich wäre also durchaus, dass Deine Betas noch in ausreichender Zahl mit ordentlich geteiltem Insulin mitmachen und einen Teil vom Insulin aus dem Pen (eher nicht, vielleicht sogar alles) ersetzen würden, wenn Du Ihnen mit dem Pen und dem BZ weit genug entgegenkommen würdest.

    Auf der anderen Seite wird häufig argumentiert, dass das Entgegenkommen in den völlig gesunden Bereich viel zu viel Aufmerksamkeit brauche und eh von begrenzter Dauer sei, weil die Betas ja trotzdem (nach der bisherigen T1-Lada-Lehre) weiter absterben. Deswegen sei einfacher, sie gleich praktisch zu vergessen und den den BZ im HbA1c-Rahmen von 6,5-7 mit völlig normal gesundem Essen und Bewegen und Insulin einzustellen.

    Du weißt, dass ich bei Diabetes für völlig gesunden BZ plädiere, und dafür gerne gute Argumente liefere. Aber Du bist der am Steuer von Deinem, und Du bestimmst, wie Dein BZ verlaufen soll :)

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    am 28.07.2022 18:52:56 | IP (Hash): 705993429
    Ja Danke Jürgen. Das hab' ich mal vollständig verstanden.
    Ich glaube mal gehört zu haben, dass es gesunde BZ-Werte gibt und einen Bereich, ab dem Folgeschäden zu erwarten sind.
    Dazwischen gibt es wohl einen breiteren Grenzstreifen, den ich einmal "besiedeln möchte"...
    Dauerhaft knapp unter 7 wäre da mein Ziel, unter 6 kostet vermutlich einen zu hohen Preis aus den Komponenten Lebensqualität und Insulinzugabe.

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    am 28.07.2022 22:22:33 | IP (Hash): 1456975011
    ThomaS1968 schrieb:
    Dauerhaft knapp unter 7 wäre da mein Ziel, unter 6 kostet vermutlich einen zu hohen Preis aus den Komponenten Lebensqualität und Insulinzugabe.


    Du reizt mich zum Widerspruch:

    Wie eindeutig dargestellt hab ich mit HbA1c um 5,5 sehr viel weniger Insulin als mit HbA1c 7,5 gebraucht. Also nix Insulinzugabe: Meine Erfahrung gegen Deine Vermutung!
    Dabei habe ich das Gewicht beibehalten. Bestätigt mich in der Annahme, dass sich am Essen praktisch nix geändert hat.
    Nachfrage: Wo also an der Lebenswualität?

    Also bis dahin KEINE Insulinzugabe und praktisch KEINE Verringerung der Lebensqualität, oder wie siehst Du das?

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    Bearbeitet von User am 28.07.2022 22:34:01. Grund: Nachfrage
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    am 28.07.2022 23:03:33 | IP (Hash): 705993429
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    Bearbeitet von User am 28.07.2022 23:40:20. Grund: Ergänzung
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    am 28.07.2022 23:05:55 | IP (Hash): 705993429
    Also wenn Du an keinem einzigen Parameter irgend etwas geändert hast und bist trotzdem von 7,5 auf 5,5 gerutscht, dann bist Du wohl ein Glückspilz oder ein Dia-Merlin...?
    Nee Spaß, es sei Dir in jedem Fall vergönnt!
    Vielleicht kannst Du noch verraten, wie Du's hinbekommen hast?
    Aber was frag' ich sowas eigentlich, wo doch Typ II heilbar und Typ I unheilbar ist... Das sind 2 völlig verschiedene Welten.

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    Bearbeitet von User am 28.07.2022 23:42:29. Grund: Ergänzung
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    am 29.07.2022 10:32:46 | IP (Hash): 1860274779
    Dass Typ 2 heilbar sei, sehe ich als geschäfttüchtige Fake News. Denn geheilt würde bedeuten, dass der Mensch dann wieder alles in jeder Menge essen und trinken kann, ohne dass sein BZ wieder munter hochgebirgsartig ansteigt, wie das aber tatsächlich nach solchen Heilungen passiert.
    Aber alles essen behaupten die Heiler deswegen auch gar nicht, sondern nur essen, was aus ihrer Sicht gesund ist und den BZ im gesunden Rahmen lässt. Das nenne ich passendes Behandlungs-Verhalten zum Erreichen und Erhalten der Remission: also nicht geheilt von Diabetes, sondern gesund mit Diabetes.

    Zum Insulin noch einmal grundsätzlich: Bei insgesamt höherem Verlauf brauchen wir zum Ausgleich für das gleiche Essen mehr Insulin als bei einem insgesamt niedrigeren.
    Auf meiner gesunden Talsohle zwischen den Mahlzeiten brauche ich für ne Schreibe Brot 6 IE dafür, dass nach dem Auswirken vom Brot und Insulin der Graph wieder auf 80-90 aus- und weiterläuft. Auf ner Talsohle bei 140-150 hab ich dafür 10 IE gebraucht.

    Verantwortlich dafür ist bei uns allen wohl die Regulierung der Insulinrezeptoren an den Verbraucherzellen. Davon haben die jede Menge, von denen die meisten bei gesund niedrigem BZ eingeschaltet sind und mit zunehmendem BZ und Insulin-Angebot immer mehr abschalten.
    Und dazu kommt dann bei uns mit Restfunktion, also auch bei Dir, dass unsere Betas bei gesund niedrigerem BZ mehr Insulin ordentlich geteilt ausgeben.

    Bei gleichem Futter einen niedrigeren Verlauf mit weniger Insulin machen ist also keine wundersame Hexerei, sondern praktisch völlig normal.

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