Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Blutzucker steigt nach dem Aufstehen ohne Essen?

  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 26.07.2022 11:09:19 | IP (Hash): 705993429
    Hallo zusammen.

    Bei mir läufts soweit ganz gut mit den derzeit 20 IE Langzeit-Insulin Toujeo, morgens gg. 08.00 Uhr gespritzt.
    Ich habe derzeit einen Glukose-Durchschnittswert von 135 mg/dl, was gemäß einer Tabelle aus dem Netz einem HbA1c von unter 6,5 % entsprechen würde und das klingt schon erstmal anders, als 11,1...

    Mein kleines Sorgenkind ist aber die Werteentwicklung kurz nach dem Aufstehen. Ein erster Blick auf Handy beschert mir zumeist einen NBZ von 120 - 135, allerdings steigt mein BZ sobald ich aufstehe und erste Verrichtungen mache sofort und auch vergleichsweise steil an.
    Da kommen dann ganz rasch Werte von 140, 160 und heute sogar knapp 200 zusammen, ohne das ich was zu mir genommen habe. Es fällt dann zwar auch wieder bis gg. Mittag, aber diese Spitze bzw. manchmal auch dieses Hoch-Platteau müsste doch vielleicht eigentlich nicht unbedingt sein?.

    Hat jemand 'ne Idee, was man da machen kann, oder kann ich's auch so belassen, weil... is halt so?
    (Ich möchte meinen Umgang mit dem BZ auch nicht zu krampfig machen...)

    Gedankenansatz zu dem Problem von mir... Meine Leber will mich für den morgendlichen Start in den Tag erstversorgen und meinem Toujeo geht aber da so langsam die Puste aus?.

    ______________________________________________________________________________________________
    Diagnose: LADA Typ I, noch im Test mit dem Langzeitinsulin Toujeo.
    Bearbeitet von User am 26.07.2022 11:16:35. Grund: Ergänzung
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 26.07.2022 14:26:39 | IP (Hash): 109098196
    da hilft einigen von uns ein kleiner Happen praktisch mit dem Aufstehen. wobei dei einen auf KH schwören und andere auf Eiweiß - also ausprobieren :)

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 26.07.2022 19:20:35 | IP (Hash): 705993429
    Ah ja, Danke Jürgen.
    Könnte ich mit einem NBZ von +/- 120 langfristig leben, oder MUSS der unter 100 oder gar 90 in Bezug auf Folgeschäden?

    ______________________________________________________________________________________________
    Diagnose: LADA Typ I, noch im Test mit dem Langzeitinsulin Toujeo.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 41
    Mitglied seit: 01.07.2022
    am 26.07.2022 20:18:50 | IP (Hash): 1844708005
    Ist bei mir genauso, ich muss praktisch frühstücken wenn ich nicht mit meinem Pen "manuelle Pumpe" für die ersten 3 Stunden nach dem Aufstehen spielen möchte.
    Wenn morgens nichts reinkommt setzt meine Leber wohl als "Frühstücksersatz" den gespeicherten Zucker frei.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 26.07.2022 20:41:10 | IP (Hash): 109098196
    Für’s sogenannte Einstellen würde ich’s erstmal so lassen, wenn der BZ vor Mittag- und Abendessen unter 100 ist und im tiefsten Tal in der Nacht um 70. Und dann würde ich als super Grundlage für Deine eigene weitere Entscheidungsfindung dringend empfehlen, “Tassaros Buch” zu lesen empehlen.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 27.07.2022 10:36:15 | IP (Hash): 705993429
    Lieber Jürgen, könntest Du mir nicht bitte die "groben Eckpunkte" dieser Tassaro-Methodik hier benennen?!
    Mit dem Bücherlesen hab' ich's nicht so...
    Und ja, ich belaß' es grundsätzlich erstmal so, werde aber doch noch alle 3 Tage (gemäß em ursprünglichen Programm auch noch möglich...) um 1 Einheit Toujeo erhöhen, weil ich ja auch "erst" bei 20 IE's bin und meine mit 2-4 Einheiten mehr beim NBZ noch stetig unter 120 und vor den Mahlzeiten in den Bereich 80-100 kommen zu können.
    Das würde mir erstmal ausreichen, ohne gleich Mahlzeiten-Insulin hinzuzunehmen. Das wäre dann vermutlich ein HbA1c von 6-6,5%, damit könnte ich reinen Gewissens auch langfristig leben.
    Eine Jagd auf 5% tu' ich mir nicht an!

    ______________________________________________________________________________________________
    Diagnose: LADA Typ I, noch im Test mit dem Langzeitinsulin Toujeo.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 69
    Mitglied seit: 17.07.2019
    am 27.07.2022 11:10:12 | IP (Hash): 592156173
    Hallo Thomas,

    hier eine längere Leseprobe von dem Buch:

    https://www.penguinrandomhouse.de/leseprobe/Der-Glukose-Trick/leseprobe_9783453605992.pdf

    Viele Grüße


    Chris
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 608
    Mitglied seit: 01.08.2021
    am 27.07.2022 16:46:25 | IP (Hash): 316432998
    ich habe die Leseprobe angesehen und gelesen.
    Tatsächlich werden dort mehr über die eigenen Beschwerden berichtet wie der Unfall mit der Wirbelsäule und wie das geheilt wurde. Direkte Einblicke in den Glukose-Trick, oder Hinweise was man machen sollte konnte ich nicht finden. Das wird wohl erst im Buch erklärt.
    Mir hat das nicht weiter geholfen.
    Aber danke für den Link.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 27.07.2022 21:15:02 | IP (Hash): 105091383
    ThomaS1968 schrieb:
    Lieber Jürgen, könntest Du mir nicht bitte die "groben Eckpunkte" dieser Tassaro-Methodik hier benennen?!
    Mit dem Bücherlesen hab' ich's nicht so...


    Dann direkt zum "Eckpunkt".
    In dem Buch geht’s wesentlich um den alltäglichen Insulinverlauf und dessen Schwankungen bei diabetologisch völlig gesunden Menschen.
    Der Blutzuckerverlauf am Libre & Co (kriegen die dafür natürlich angepappt) ist hier nur der für uns einfach messbare Indikator für den recht parallelen Insulinverlauf, der nur im Labor gemessen werden kann.

    Zudem können wir den Insulinverlauf in dem Maße steuern, in dem wir auch unseren Blutzucker steuern können.
    Und hier geht es darum, wie Nichtdiabetiker:innen dafür ihren BZverlauf optimal so steuern, dass die allermeisten aller Schwankungen zwischen Tief vor und Hoch nach dem Essen 24/7 im Bereich von ganzen 30 mg/dl liegen. Das ist der Bereich mit dem geringsten Insulinumsatz.
    Der steigt mit größeren Schwankungen zunehmend, und damit nimmt z.B. die Zahl der Probanden zunehmend zu, die Heißhunger-Attacken beklagen.
    Und wenn dann wieder niedrigere Spitzen eingehalten werden, nehmen auch die Heißhunger-Attacken wieder ab.

    Im Gegensatz zu Heißhunger haben wir keine Chance, auffällige Fettwerte im Blut zu merken. Einfach wie BZ messen geht das ja nicht. Und Insulin hat nun mal eine zentrale Rolle in der Fettanlage und vor allem in der Umwandlung von Glukose in Triglyzeride (BZ-Senkung!) in der Leber und deren Speicherung (z.T. auch als Leberfett!). Und je mehr Insulin in Umlauf ist, desto sicherer werden diese Speicher selbst dann eher zögerlich angegriffen, wenn Energiebedarf besteht und die Futterluke gerade mal nicht liefert.
    Für das Abnehmen und schon für das Nichtansetzen sind also niedrige und flache Insulinverläufe wichtig.

    Bei diesen systematischen Beobachtungen gelten Schwankungshöhen von 60 mg/dl schon als sehr hoch und praktisch allgemein schon sehr ungesund. Und manche der Probanden hatten auch auf die eine oder andere Testeinverleibung mit einem BZ von 200 oder sogar darüber reagiert, also mit ner Spitze weit über 100 mg/dl - aus der Sicht also extrem ungesund.
    Aus der Sicht von Menschen mit Diabetes, die gern möglichst hohe BZ-Werte noch als gesund sehen wollen, sind das dagegen die Beweise, dass auch so hohe BZs völlig unproblematisch seien, weil ja auch gesunde Menschen nach extremem Input so hohe BZ- und damit auch Insulinspitzen liefern.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 27.07.2022 23:04:51 | IP (Hash): 705993429

    Vielen Dank Jürgen für den ausführlichen Beitrag, aber ich hab' nicht ansatzweise verstanden, worum es geht.
    ______________________________________________________________________________________________
    Diagnose: LADA Typ I, noch im Test mit dem Langzeitinsulin Toujeo.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 27.07.2022 23:11:37 | IP (Hash): 105091383
    fang einfach oben an, Wo ich Was für Dich unverständlich geschrieben hab - Schritt für Schritt?

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 28.07.2022 08:10:32 | IP (Hash): 705993429
    Welche Schlußfolgerunģen kann ich daraus ziehen, dass gesunde Menschen niedrige BZ-Schwankungen, damit wohl auch einen niedrigeren Insulinumsatz haben und bei "uns" beides wohl immer mehr schwankt?
    Diese Erkenntnis hilft mir nicht wirklich...

    ______________________________________________________________________________________________
    Diagnose: LADA Typ I, noch im Test mit dem Langzeitinsulin Toujeo.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 28.07.2022 10:55:56 | IP (Hash): 1456975011
    Es geht um die Beobachtung, dass sich schon bei gesunden Menschen größere Schwankungen im BZ und damit im Insulinumsatz negativ auswirken und wie sich die mit dem alltäglichen Ess- und Bewegungsverhalten verringern lassén.

    Dieses Verringern kann man als INSULINER selbstverständlich mit ähnlichem Erfolg anwenden.
    Bedeutet mit Blick auf Deinen anderen Thread, ohne Insulin auf den Pfirsich verzichten oder schauen, ob er zu einer anderen Tageszeit oder in der Kombi mit vorher anderem Essen einen weniger BZ-Berg macht.
    Bedeutet mit Bolus-Insulin, dass Du ohne Veränderungen passend vorher spritzen und so weniger BZ-Berg produzieren könntest oder mit den Nichtinsuliner Veränderungen dafür weniger Insulin bräuchtest.


    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 28.07.2022 15:46:35 | IP (Hash): 705993429
    Ich wende der die "Methode des Verzichts" an.... Sprich, weniger Obst und weniger KH durch Brot etc, um keine Spitzen "zu produzieren".
    Mit dem Sensor (auch wenn er hinterher hinkt) läßt sich das doch recht gut kontrollieren und belass' ich so manches Mal einen niedrigen Wert, ohne gleich was einzuschieben, um meinen Durchschnitt niedrig zu halten, oder ich warte noch etwas mit dem Essen, wenn der BZ höher ist...

    ______________________________________________________________________________________________
    Diagnose: LADA Typ I, noch im Test mit dem Langzeitinsulin Toujeo.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 28.07.2022 17:24:00 | IP (Hash): 1456975011
    Super. Aber Du müsstest nicht nur von den Spitzen weg, sondern auch von dem hohen Verlauf runter, wenn Du noch nennenswert eigenes Insulin nutzen wolltest. Deswegen noch mal ein bisschen zum Insulin:

    Die eigene Produkion wirkt am besten mit den meisten von 24 Stunden unter 90 mg/dl und darüber aufsteigend immer weniger und mieser.
    Hintergrund: Höherer BZ treibt die Beta Zellen zu immer mehr Insulinausgabe an, so dass sie immer häufiger vergessen, das Produktions-Molekül Proinsulin in C-Peptid und Insulin zu teilen und einfach so komplett rausschmeißen. Nur braucht es von dem so rausgeschmissenen Proinsulin 5-10 Stück für die BZ-Wirkung von nur einem einzigen ordentlich geteilten.
    Möglich wäre also durchaus, dass Deine Betas noch in ausreichender Zahl mit ordentlich geteiltem Insulin mitmachen und einen Teil vom Insulin aus dem Pen (eher nicht, vielleicht sogar alles) ersetzen würden, wenn Du Ihnen mit dem Pen und dem BZ weit genug entgegenkommen würdest.

    Auf der anderen Seite wird häufig argumentiert, dass das Entgegenkommen in den völlig gesunden Bereich viel zu viel Aufmerksamkeit brauche und eh von begrenzter Dauer sei, weil die Betas ja trotzdem (nach der bisherigen T1-Lada-Lehre) weiter absterben. Deswegen sei einfacher, sie gleich praktisch zu vergessen und den den BZ im HbA1c-Rahmen von 6,5-7 mit völlig normal gesundem Essen und Bewegen und Insulin einzustellen.

    Du weißt, dass ich bei Diabetes für völlig gesunden BZ plädiere, und dafür gerne gute Argumente liefere. Aber Du bist der am Steuer von Deinem, und Du bestimmst, wie Dein BZ verlaufen soll :)

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 28.07.2022 18:52:56 | IP (Hash): 705993429
    Ja Danke Jürgen. Das hab' ich mal vollständig verstanden.
    Ich glaube mal gehört zu haben, dass es gesunde BZ-Werte gibt und einen Bereich, ab dem Folgeschäden zu erwarten sind.
    Dazwischen gibt es wohl einen breiteren Grenzstreifen, den ich einmal "besiedeln möchte"...
    Dauerhaft knapp unter 7 wäre da mein Ziel, unter 6 kostet vermutlich einen zu hohen Preis aus den Komponenten Lebensqualität und Insulinzugabe.

    ______________________________________________________________________________________________
    Diagnose: LADA Typ I, noch im Test mit dem Langzeitinsulin Toujeo.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 28.07.2022 22:22:33 | IP (Hash): 1456975011
    ThomaS1968 schrieb:
    Dauerhaft knapp unter 7 wäre da mein Ziel, unter 6 kostet vermutlich einen zu hohen Preis aus den Komponenten Lebensqualität und Insulinzugabe.


    Du reizt mich zum Widerspruch:

    Wie eindeutig dargestellt hab ich mit HbA1c um 5,5 sehr viel weniger Insulin als mit HbA1c 7,5 gebraucht. Also nix Insulinzugabe: Meine Erfahrung gegen Deine Vermutung!
    Dabei habe ich das Gewicht beibehalten. Bestätigt mich in der Annahme, dass sich am Essen praktisch nix geändert hat.
    Nachfrage: Wo also an der Lebenswualität?

    Also bis dahin KEINE Insulinzugabe und praktisch KEINE Verringerung der Lebensqualität, oder wie siehst Du das?

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Bearbeitet von User am 28.07.2022 22:34:01. Grund: Nachfrage
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 28.07.2022 23:03:33 | IP (Hash): 705993429
    .

    ______________________________________________________________________________________________
    Diagnose: LADA Typ I, noch im Test mit dem Langzeitinsulin Toujeo.
    Bearbeitet von User am 28.07.2022 23:40:20. Grund: Ergänzung
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 28.07.2022 23:05:55 | IP (Hash): 705993429
    Also wenn Du an keinem einzigen Parameter irgend etwas geändert hast und bist trotzdem von 7,5 auf 5,5 gerutscht, dann bist Du wohl ein Glückspilz oder ein Dia-Merlin...?
    Nee Spaß, es sei Dir in jedem Fall vergönnt!
    Vielleicht kannst Du noch verraten, wie Du's hinbekommen hast?
    Aber was frag' ich sowas eigentlich, wo doch Typ II heilbar und Typ I unheilbar ist... Das sind 2 völlig verschiedene Welten.

    ______________________________________________________________________________________________
    Diagnose: LADA Typ I, noch im Test mit dem Langzeitinsulin Toujeo.
    Bearbeitet von User am 28.07.2022 23:42:29. Grund: Ergänzung
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 29.07.2022 10:32:46 | IP (Hash): 1860274779
    Dass Typ 2 heilbar sei, sehe ich als geschäfttüchtige Fake News. Denn geheilt würde bedeuten, dass der Mensch dann wieder alles in jeder Menge essen und trinken kann, ohne dass sein BZ wieder munter hochgebirgsartig ansteigt, wie das aber tatsächlich nach solchen Heilungen passiert.
    Aber alles essen behaupten die Heiler deswegen auch gar nicht, sondern nur essen, was aus ihrer Sicht gesund ist und den BZ im gesunden Rahmen lässt. Das nenne ich passendes Behandlungs-Verhalten zum Erreichen und Erhalten der Remission: also nicht geheilt von Diabetes, sondern gesund mit Diabetes.

    Zum Insulin noch einmal grundsätzlich: Bei insgesamt höherem Verlauf brauchen wir zum Ausgleich für das gleiche Essen mehr Insulin als bei einem insgesamt niedrigeren.
    Auf meiner gesunden Talsohle zwischen den Mahlzeiten brauche ich für ne Schreibe Brot 6 IE dafür, dass nach dem Auswirken vom Brot und Insulin der Graph wieder auf 80-90 aus- und weiterläuft. Auf ner Talsohle bei 140-150 hab ich dafür 10 IE gebraucht.

    Verantwortlich dafür ist bei uns allen wohl die Regulierung der Insulinrezeptoren an den Verbraucherzellen. Davon haben die jede Menge, von denen die meisten bei gesund niedrigem BZ eingeschaltet sind und mit zunehmendem BZ und Insulin-Angebot immer mehr abschalten.
    Und dazu kommt dann bei uns mit Restfunktion, also auch bei Dir, dass unsere Betas bei gesund niedrigerem BZ mehr Insulin ordentlich geteilt ausgeben.

    Bei gleichem Futter einen niedrigeren Verlauf mit weniger Insulin machen ist also keine wundersame Hexerei, sondern praktisch völlig normal.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 29.07.2022 15:50:09 | IP (Hash): 705993429
    Ah ja, versteh' ich, nur da hinkommen muss man halt auch erstmal...
    Das hört sich für mich einwenig so an, wie der andere Spruch aus einem engagierten Lebenslauf: "Die erste Million ist die schwerste..."
    ABER..., dank meiner eh schon vergleichsweise gesunden Ernährung vor der Diagnose, fällt es mir derzeit gar nicht schwer eine 95'er oder 100'er Line (Graph auf meinem Libre) zu "eressen".
    Ich weiß jetzt bereits ziemlich genau, wann was wie hoch steigt, oder eben, was meinen BZ relativ weit unten hält...
    Vielleicht sind nach erster Entlastung durch das Insulin doch wieder ein paar Beta-Zellen aufgewacht und wollen bissel mitspielen und vielleicht sind auch gleichzeitig die Rezeptoren in den Organzellen wieder in Schwung gekommen?.
    Soll jetzt nicht hochnäsig klingen, aber bis jetzt läuft es besser, als am Anfang befürchtet und an meiner Lebensführung habe ich auch nur Dinge zum Besseren hin verändert: Weniger Süßkram, weniger Rotwein, weniger KH (low carb...), weitmehr Bewegung durch konsequente Fahrradbenutzung statt Auto und das Gewicht halt ich auch noch da, wo es hingehört (79 kg bei 185 cm).
    Ich könnte nun also fast zu dem Schluß kommen, Diabetes ist gesund... :)))


    ______________________________________________________________________________________________
    Diagnose: LADA Typ I, noch im Test mit dem Langzeitinsulin Toujeo.
    Bearbeitet von User am 29.07.2022 15:51:42. Grund: Ergänzung
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5074
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 29.07.2022 15:57:06 | IP (Hash): 1552368243
    ThomaS1968 schrieb:
    Ich könnte nun also fast zu dem Schluß kommen, Diabetes ist gesund... :)))

    Das kann ich voll und ganz bestätigen. 😊

    Ohne meinen Diabetes (Diagnose 2002) würde ich gesundheitlich heute bestimmt viel schlechter da stehen.

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 29.07.2022 15:58:10. Grund: BBCodes
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 29.07.2022 16:21:56 | IP (Hash): 705993429
    Gell..., stimmt doch schon, so irgendwie...
    Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
    (Das wird meine neue Signatur... Is so schön positiv :))

    ______________________________________________________________________________________________
    Diagnose: LADA Typ I, noch im Test mit dem Langzeitinsulin Toujeo.
    Bearbeitet von User am 29.07.2022 16:26:02. Grund: Ergänzung
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 29.07.2022 17:40:57 | IP (Hash): 1860274779
    https://www.diabetes-forum.de/forum/topic/15607/Typ-2-Seuche-als-Gesundheits-Coach ;)

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 307
    Mitglied seit: 19.10.2020
    am 29.07.2022 19:30:54 | IP (Hash): 1449497123
    ThomaS1968 schrieb:
    Gell..., stimmt doch schon, so irgendwie...
    Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
    (Das wird meine neue Signatur... Is so schön positiv :))

    ______________________________________________________________________________________________
    Diagnose: LADA Typ I, noch im Test mit dem Langzeitinsulin Toujeo.



    „Diabetes keeps me fit“ - Jean Reno, Typ-2-Diagnose im Alter von 16 (!) Jahren