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Wenn Metformin allein nicht mehr reicht. Welche Erfahrungen mit Erweiterungen der Therapie habt ihr?

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    am 08.08.2022 21:11:16 | IP (Hash): 299194457
    Natürlich kann ich mir auch Leitlinien durchlesen, welche Möglichkeiten bestehen, wenn Metformin allein aus reicht.
    Aber vielleicht mag ja jemand persönliche Erfahrungen, - oder auch Meinungen -, schildern, was ein sinnvoller nächster Schritt ist.

    VlG
    Hape
    Bearbeitet von User am 08.08.2022 21:56:50. Grund: Tippfehler
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    am 08.08.2022 22:34:49 | IP (Hash): 705993429
    Insulin?!
    ______________________________________________________________________________________________
    Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
    Bearbeitet von User am 08.08.2022 22:35:37. Grund: Ergänzung
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    am 08.08.2022 22:40:08 | IP (Hash): 631117321
    Nach meiner persönlichen Erfahrung würde ich mit Leberentfetten nach Taylor anfangen, also der Magenverkleinerung ohne OP mit 6-8 Wochen 600-800 kcal pro Tag. Ich würde erwarten, ohne Met nach ner Woche morgens nüchtern 70-90 mg/dl zu messen. Und ich würde hoffen, nach 6-8 Wochen mit LC und für mein Gewicht dann normaler Menge auch nach den Mahlzeiten ohne Medi im völlig gesunden Bereich zu bleiben.

    Gute Erfahrungen hab ich auch mit etwas mehr Bewegung nach den Mahlzeiten gemacht. Bestes Beispiel Hunde-Oma. Mit Essen+1 Std Ruhen+20-30 Minuten Hundegang war sie reif für BZ-senkende Medikation. Mit Essen+Hundegang+Ruhen hatte sie für Jahre einen völlig gesunden BZ mit HbA1c unter 6. Die Frau ist tatsächlich vor und nach der Umstellung 3mal täglich praktisch dieselben Wege mit dem Hund gegangen.
    Persönlich brauche ich die Hälfte vom Insulin für ein Essen, wenn ich anschließend statt hier am Moni ne Stunde im Rolli sitze und mich mit Hilfe meiner Arme durch Stadt und Park und Umgebung bewege.

    Ansonsten hab ich nur Erfahrungen mit Euglucon/Sulfonylharnstoff. Damit hab ich als Tabletter gut 7 Jahre bis zum Wechsel zu Insulin gelebt, war zielführend praktisch nur für den möglichst kurzen Weg vom Tabletter zum Penner ;)

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Bearbeitet von User am 08.08.2022 22:48:46. Grund: .
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    am 09.08.2022 07:52:36 | IP (Hash): 389568820
    Hape schrieb:
    Natürlich kann ich mir auch Leitlinien durchlesen, welche Möglichkeiten bestehen, wenn Metformin allein aus reicht.

    Ich sehe folgende Möglichkeiten:
    - Bemühungen mit Ernährung und Bewegung intensivieren und/oder
    - zur weiteren Unterstützung zusätzlich zum Metformin einen SGLT2-Hemmer (Forxiga, Invokana, Jardiance, ...) oder einen DPP-4-Hemmer (Januvia, Xelevia, ...) einnehmen.
    - Wenn du starke zusätzliche Unterstützung benötigst, dann wäre ein GLP1-Rezeptoragonist (Trulicity, Ozempic, ...) geeignet.

    Ich sehe in dem SGLT2-Hemmer, wenn du gut damit zurecht kommst, die bessere Variante. Lass dir von deinem Arzt bloß keinen Sulfonylharnstoff (Glimeperid o.ä.) andrehen. Manche Hausärzte verschreiben aus Kostengründen so etwas noch.

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 09.08.2022 07:54:34. Grund: BBCodes
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    am 09.08.2022 22:30:34 | IP (Hash): 299194457
    Vielen lieben Dank, Rainer

    ich werde mich nochmal über SGLT2-Hemmer, - DPP-4-Hemmer und GLP1-Rezeptorantagonisten sachkundig machen.
    Viele liebe Grüße
    Hape
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    am 09.08.2022 23:03:08 | IP (Hash): 299194457
    Danke auch für Deine Antwort,

    leider gelingen die Gewichtsabnahme und auch das Mehr an Bewegung nicht so, wie gewünscht. Daran bin ich natürlich nur allein selbst Schuld.

    Mit 1200 kcal/Tag und 10.000 Schritten/Tag nehmen viele Menschen wöchentlich 1 kg ab.
    Ich nicht.
    Meinem Körper scheint diese Regel nicht wirklich bekannt zu sein... 🤣
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    am 10.08.2022 16:49:38 | IP (Hash): 346600925
    Allgemein vermittelt wird, dass man mit Typ 2 und Abnehmen gesünderen BZ bekäme, weil weniger Kilos weniger Insulinresistenz machten.

    Die Regel kennt mein Körper nicht. Denn der hat schon nach ner Woche Leberentfetten nach Taylor von einem Tag auf den anderen nur noch 25% von der bis dahin notwendigen Menge an Basal-Insulin gebraucht. Und in der Woche hatte ich praktisch noch nix messbar abgenommen.
    In den Folgewochen ist mir das Abnehmen um Welten leichter gefallen, als irgendwann vorher, und ich hab 25 kg abgeschmolzen. Aber damit hat sich mein Insulinbedarf nicht messbar verringert.

    Systematische Beobachtungen gibt es inzwischen immer mehr, nach denen verringerter Insulinumsatz Grundlage für Abnehmen ist. Mit der Leberentfetttung nach Taylor hatte ich meinen Insulinumsatz gewaltig verringert und mir damit die Möglichkeit zum Abnehmen verschafft.
    Wer seinen Insulinumsatź nicht wie ich wenigstens zu einem Teil am Pen ablesen kann, richtet sich dafür nach dem Blutzucker. Denn der Insulinumsatz wird vom Blutzucker getriggert und verläuft recht parallel dazu.
    Kann man schön im Bild gleich zu Anfang auf dieser Seite sehen https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.