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Diverse Schwierigkeiten bei 140-120-100

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    am 14.08.2022 11:27:49 | IP (Hash): 879050120
    Moin moin,

    bei meiner letzten Kontrolluntersuchung war der HbA1c bei 5,8, mit dem ich schon ganz zufrieden bin. Optimal wohl immer noch nicht, aber ich arbeite dran. Diesen genannten Wert erreiche ich durch sofortiges Frühstück nach dem Aufstehen, anschließend eine Hunde- oder Fahrradrunde, bevor ich z.B. an den Schreibtisch gehe. Ich verkneife mir weitgehend KH und nehme morgens und abends 500mg Metformin. Der Nüchternwert pendelt irgendwo bei knapp über 100, mal 102, mal 107, selten über 110.

    Ich würde das Finetuning meiner Werte noch besser hinbekommen und bin ratlos. Die viel zitierte Regel 140-120-100 kenne ich, aber ich bekomme das um's Verrecken nicht hin. Heute früh etwa war der Nüchternwert 107, ich habe gefrühstückt und habe auf der Terrasse noch einen Kaffee getrunken. Nach einer Stunde Wert bei 118. Dann bin ich die Hunderunde gelaufen und hatte knapp 2h nach dem Frühstück den Wert 115. Leider ist es oft so, dass der Wert dann weitgehend konstant bleibt und bis etwa 12-13 Uhr bei irgendwas um 110 herumpendelt. Größere Radrunden morgens lassen ihn kurz unter 100 sinken, gestern etwa lag er bei 94. Anschließend schnell wieder bei 107 bis zum Mittagessen.

    Hat jemand einen Tipp, was ich noch machen könnte?

    Viele Grüße!
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    am 14.08.2022 14:22:35 | IP (Hash): 85432785
    Chris75 schrieb:
    Hat jemand einen Tipp, was ich noch machen könnte?

    Ja, den habe ich:
    Sei zufrieden mit deinen Werten und freue dich darüber, dass du deinen BZ so schön gleichmäßig mit diesen sehr geringen Schwankungen hinbekommst.

    Weiter viel Erfolg, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 14.08.2022 14:27:38. Grund: BBCodes
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    am 14.08.2022 16:42:45 | IP (Hash): 1088839384
    Die max 140-120-100 waren mal mein Mantra, nachdem mir vorgeworfen worden war, dass ich Leute in schwere Hypos getrieben hätte. Die hatten nämlich blind für max 140 in der Spitze nach dem Essen mehr Insulin gespritzt, meistens wohl die doppelte Menge von dem, was im normalen Auslauf gepasst hätte.
    Noch mal zu Deiner Orientierung hast Du hier gleich zu Anfang die Grafik vom gesunden BZ-Verlauf nach viel KHs https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar

    Wie ich Deine Beiträge lese, hast Du mit Deinem systematisch zielgerichteten Verhalten das normal mögliche Optimum an möglichst gesundem BZ-Verlauf erreicht. Praktisch im oberen Streubereich der Gesund-Kurve. Wo das um Welten besser aussieht, als in der normal guten ärztlichen Behandlung, könntest Du’s getrost so lassen. Da will ich Rainers Beitrag gern unterschreiben.

    Auf der anderen Seite kann ich gut verstehen, dass Dich reizt, da doch noch irgendwie was auf noch ne Nummer besser zu drehen. Und das einzige, was ich an Deiner Stelle noch probieren würde, wäre ne Leberentfettung nach Taylor.
    Dabei geht es in erster Linie nicht um ne Fettleber, sondern darum, dass völlig unabhängig von der Gesamtmenge des darin eingelagerten Fettes viele Lebern wohl eine individuelle Fett-Schwelle haben. Die liegt bei manchen schon um 20% und bei anderen erst um 80, und mit dem Überschreiten geben diese Lebern zunehmend mehr Glukose in den Kreislauf, als tatsächlich gebraucht und abgenommen wird.
    Entsprechend kippt mit dem Unterschreiten dieser Schwellen die Regelung für die Glukoseausgabe wieder zurück in den gesunden Rahmen.

    Ob das bei Dir ne Möglichkeit ist, kannst Du ganz einfach ausprobieren, indem Du dir ne gute Woche täglich nur 600-800 kcal pro Tag leistest. Am einfachsten morgens+mittags+abends 1 Becher Optifast ö.ä.
    Wenn das tatsächlich ne Möglichkeit für Dich ist, müsste nach 6-8 Tagen Dein Nüchternzucker von einem auf den anderen Tag deutlich unter 100 sinken.
    Wenn er’s bis dahin nicht tut, würde ich den Versuch nach spätestens 14 Tagen drangeben. Denn solche Formulas sind nicht nach meinem Geschmack. Und wie oben schon geschrieben hast Du auch so schon für eine Behandlung einen beneidenswert gesunden BZ-Verlauf!

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 14.08.2022 18:01:13 | IP (Hash): 879050120
    Danke, Rainer, für die netten Worte!

    Und Jürgen, auch Dir herzlichen Dank. Du hast Recht, meine Werte sind annähernd noch von der Streuung der Durchschnittswerte gesunder Menschen erfasst. Den Hinweis wg. der Fettleber nehme ich mir mal zu Herzen, vielleicht probiere ich das tatsächlich mal. Ich muss allerdings ein wenig aufpassen, bei 193cm Größe wiege ich momentan nur 78 kg und muss nicht unbedingt abnehmen.

    Schönen Sonntagabend Euch!
    Bearbeitet von User am 14.08.2022 18:03:45. Grund: zu früh auf Senden geklickt.
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    am 14.08.2022 20:25:58 | IP (Hash): 1918819133
    Hallo Chris,

    herzlichen Glückwunsch zu Deinen tollen Werten. Mit denen kannst Du ganz zufrieden sein. 5,8 ist sehr gut, Du musst bedenken, dass ein Gesunder durchaus auch 5,5 haben kann. Der HbA1c-Wert schwankt auch mal ein bischen, bei mir liegt er zwischen 5,5 und 5,7, je nachdem. Meine Diabetologin gratuliert mir immer, weil ich diese Werte durch Ernährungsumstellung erreicht habe (hatte am Anfang 14,5 und musste spritzen). Nun nehme ich 2 x am Tag Metformin a 500 und konnte auch Jardiance (noch ein Medi) absetzen, ohne dass sich die Werte verschlechterten.

    Schau, dass Du Deine guten Werte beibehalten tust. Ich drücke die Daumen!

    Gruß,
    Biggi
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    am 14.08.2022 21:24:11 | IP (Hash): 904154496
    Dazu fällt mir nur der Spruch meiner Diabetisberaterin dazu ein...

    Du lebst mit Diabetis, nicht für Diabetis!

    Deine Anstrengungen, um noch bessere Werte zu erzielen würden mir zu arg die Lebenslust einschränken und erscheinen mir persönlich zu krampfig... Ich würde da mal emotional eher einen Gang rausnehmen, denn gesünder als gesund geht nicht bzw. schlägt dann um ins Ungesunde.

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    Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
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    am 15.08.2022 10:51:35 | IP (Hash): 387382412
    ThomaS1968 schrieb:
    Dazu fällt mir nur der Spruch meiner Diabetisberaterin dazu ein...

    Du lebst mit Diabetis, nicht für Diabetis!

    Deine Anstrengungen, um noch bessere Werte zu erzielen würden mir zu arg die Lebenslust einschränken und erscheinen mir persönlich zu krampfig... Ich würde da mal emotional eher einen Gang rausnehmen, denn gesünder als gesund geht nicht bzw. schlägt dann um ins Ungesunde.



    Aus meiner Sicht gesehen hat Thomas völlig Recht. Wenn die Ärzteschaft davon redet das man bis zu einem Hba-1c Wert von 7,5% in einem guten Bereich liegt, dann belasse ich es bei 7,0-7,2%.
    So kann ich mir ein paar Dinge an Lebensmittel leisten auf die andere verzichten müssen.
    Gerade jetzt im Sommer braucht und verlangt der Körper Vitamine. Da könnte ich jetzt ein paar Obstsorten aufführen die ich trotz allem in Maßen verzehre.
    Die ständige Angeberei von Jürgen mit seinen Hba-1c Wert von 5,0% und seiner täglichen Spritzerei von 40-50 IE sehe ich als ein sehr schlechtes Beispiel für die Lebensqualität an. Und sich morgens und abends nur von Möhren zu ernähren ist auch keine ausgewogene Ernährung. So ein schlimmes Leben möchte ich nicht führen.

    Ich hatte schon mal geschrieben das ich nur noch selten spritze. Nur wenn ich weiß das eine Nahrung den BZ ansteigen lässt ist das erforderlich. Montags habe ich immer Kuchentag, und wenn ich gleich aus Hause gehe werde ich mir ein Stück Torte gönnen. So fühle ich mich dann gut.




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    am 15.08.2022 14:10:16 | IP (Hash): 511480145
    Helmuth schrieb:
    Die ständige Angeberei von Jürgen mit seinen Hba-1c Wert von 5,0% und seiner täglichen Spritzerei von 40-50 IE sehe ich als ein sehr schlechtes Beispiel für die Lebensqualität an.


    Ich bedauere, dass Du meine HbA1c um 5 als Angeberei und als krampfhaft erzwungen mit 40-50 IE Insulin am Tag missverstehst.

    HbA1c 7-7,5 habe ich nach den Empfehlungen der Ärzteschaft auch über 10 Jahre gepflegt, zuerst mit Tabletten, die die Betas ausquetschen, und als die sich nach 8 Jahren nicht weiter quetschen ließen, mit Insulin. Und davon 140-160 IE am Tag für morgens+mittags+abends ausgwogene 4 BE.

    Wenn ich in der Spur geblieben wäre, würde ich heute mit Mühe und über 200 IE Insulin täglich einen HbA1c eher um 8 halten, wie alle, die ich aus der ersten Schulung von damals noch ab und zu sehe. Denn der Typ 2 ist in der Regel eine progrediente Krankheit. D.h. man braucht mit immer mehr Jahren immer mehr/stärkere Medikation, um den Blutzucker im ärztlich empfohlenen Rahmen zu halten. Das ist völlig normal. Und völlig normal ist auch, dass sich mit der Zeit in diesem ärztlich empfohlenen Rahmen Folgen wie höherer Blutdruck und höhere Blutfette usw. einstellen.

    Diesem fachärztlichen Normal hab ich mit meiner Verringerung meines HbA1c und meines Insulinbedarfs aus meiner Sicht eine ganze Menge an Lebensqualität abgeluchst. Denn im Gegensatz zu allen, die ich mit normal HbA1c um 7 nach 30 Jahren mit Typ 2 kenne, brauche ich heute noch keine Medis für gesunde Blutfette und gesunden Blutdruck mit deren Nebenwirkungen.
    Meine Darstellung soll niemanden zum Nachmachen zwingen, sondern nur aufzeigen, was möglich sein kann, wenn man diese Möglichkeit nutzen will.

    Was Du seit Deiner Diagnose geschafft hast, finde ich bemerkenswert. Und ich drücke die Daumen, dass das noch möglichst lange so weiter funktioniert :)

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    am 15.08.2022 20:04:53 | IP (Hash): 1918819133
    Hallo Thomas,

    meine Lebensqualität ist dadurch in keinerWeise eingeschränkt. Ernährungsumstellung heißt nicht, auf alles zu verzichten, sondern anderes zu essen. Und ich fühle mich wohl dabei. Und ich lebe "mit" Diabetes, nicht "für".

    Vielleicht hilft Dir aber auch noch ein anderer Gedanke: Du kannst zwar mit 7,0 dahindümpeln, aber sicher sind Dir die Spätfolgen dann nicht recht, Verlust der Sehkraft, Durchblutungsstörungen in den Füßen und Beinen (und hier auch evtl. Verlust).

    Dies einigermaßen gesund zu halten, ist für mich Lebensqualität.

    Im übrigen esse ich durchaus auch Schokolade und Pudding und ab und zu auch mal ein Stückchen Kuchen.

    Gruß,
    Biggi
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    am 15.08.2022 22:27:05 | IP (Hash): 387382412
    Ernährungstechnisch habe ich mich auch umgestellt, und schon mal beschrieben das ich tagsüber 5 kleine Mahlzeiten zu mir nehme. Davon eine Nachts immer gegen 2-3 Uhr. Das ist für meine Altersdiabetes eine gute Maßnahme.
    Laut Arzt muss ich mir bei einem Hba-1c Wert der um 7% liegt keine sehr großen Gedanken um eventuelle Spätfolgen machen. Das ganze hängt natürlich auch mit dem Alter zusammen.
    Was mich allerdings überrascht hat ist, das die Bauchspeicheldrüse wieder gut mitarbeitet. Das mag damit zusammen hängen das ich außer Montags kaum noch spritze. Dabei kommt mir der Gedanke, der auch falsch sein kann, das mit der Spritzerei die Drüse selber nicht mitarbeiten muss und ein Schattendasein führt, oder verkümmert.
    Altersbedingt ist natürlich eine volle Funktion nicht gegeben, bei 90 ml/dl ist auch Schluss und dann macht sich eine Unterzuckerung bemerkbar.
    Wenn ich einen Wert um 6% erreichen möchte dann bleibt mir nichts anderes übrig als wieder Spritzen zu benutzen. Das möchte ich aber nicht machen und warte ab was mir am Donnerstag für einen Hba-1c Wert mitgeteilt wird.

    @Jürgen, das Wort "Angeberei" mag etwas schroff sein, aber Tatsache ist das du gerade neuen Mitgliedern gegenüber immer wieder deinen Hba-1c Wert nennst, als wenn darin eine Aufforderung liegt dich als Vorbild zu nehmen und es dir gleich zu tun.
    Und wenn ich lese was du hier alles so an Ratschlägen den Usern anbietest, so bleibt doch fest zuhalten da du für die meisten Usern doch keine große Hilfe bist.
    Und das muss mal deutlich gesagt werden.