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Diverse Schwierigkeiten bei 140-120-100
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am 16.08.2022 10:26:49 | IP (Hash): 547873854
Jürgen, Du beschreibst hier das tägliche Ergebnis einer Anstrengung, die Du aber weitestgehend nicht so ausführlich darlegst...
Sprich, wie ernährst Du Dich denn so, wenn Du von HbA1c 7 und 140 - 160 IE über so viele Jahre (...gute Werte sollen ja mit der Zeit eher schlechter zu halten sein) nun bei HbA1c von 5 und 40 IE angekommen bist?
Das kann keinen Spaß mehr machen, befürchte ich? Aber ich lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen und diese perfekten Werte seien Dir natürlich von Herzen gegönnt!
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Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?! -
am 16.08.2022 11:32:14 | IP (Hash): 1174178505
ThomaS1968 schrieb:
wie ernährst Du Dich denn so, wenn Du von HbA1c 7 und 140 - 160 IE über so viele Jahre (...gute Werte sollen ja mit der Zeit eher schlechter zu halten sein) nun bei HbA1c von 5 und 40 IE angekommen bist?
DAS würde mich auch interessieren!
Was ißt denn der Jürgen so?
Wieviel KH nimmt den der Jürgen so am Tag zu sich?
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Typ 2 - Medikation: Siofor 1x1000 - HbA1c: zZ 6,0; NW: 104,5 (Stand 07/22)
Bearbeitet von User am 16.08.2022 11:32:52. Grund: . -
am 16.08.2022 16:19:40 | IP (Hash): 2134917599
ThomaS1968 schrieb:
Jürgen, Du beschreibst hier das tägliche Ergebnis einer Anstrengung, die Du aber weitestgehend nicht so ausführlich darlegst...
Sprich, wie ernährst Du Dich denn so, wenn Du von HbA1c 7 und 140 - 160 IE über so viele Jahre (...gute Werte sollen ja mit der Zeit eher schlechter zu halten sein) nun bei HbA1c von 5 und 40 IE angekommen bist?
Für den HbA1c von gut 7 und den von 5,5 und besser hab ich damals auf ärztliches Anraten 4+4+4 BEs gegessen, die BE zu 12 g KH. Die niedrigere BZ-Führung wurde "einfach" damit möglich, dass ich mich nicht mehr wie gelernt an dem jeweiligen Wert vor dem Essen orientiert hab, sondern am Verlauf nach dem Essen.
Dabei ist aufgefallen, dass manche BE bei mir wie ne halbe wirkt und manch andere wie anderthalb, und dass z.B. 20-30 Minuten Bewegung direkt nach dem Essen bei mir die Wirkung der BEs halbieren bzw. die der IEs verdoppeln. Wo diese Auffälligkeiten beim Steuern nach dem BZ vor dem Essen nicht sichtbar sind, aber sich z.B. mit der Bewegung oder der geringen BZ-Wirkung bei der standardmäßigen Insulindosierung hypomäßig auswirken, muss man den BZ halt hoch genug dafür halten, dass alle Täler weit genug über der Hypogrenze bleiben.
Mit der Orientierung am Verlauf nach dem Essen hab ich mit etwas Übung jedes Tal voraussehen und den BZ ohne großen Sicherheitspuffer sehr viel niedriger halten können, eben bei HbA1c 5,5 und besser. Ich hab den postprandialen BZ auch über Jahre gerne ein bisschen knapp geschätzt und so um anderthalb bis 2 Stunden nach dem Essen gegen zu tiefes weiteres Sinken einen von meinen Lieblingsbömsen eingeschoben, also tatsächlich mehr KHs als vorher gegessen.
Eben mit den 80-90 IEs gesamt am Tag, aber die Erfahrung, dass mit insgesamt weniger BZ für gleiches Essen weniger Insulin aus dem Pen notwendig ist, gab es wenigstens zu Wirkzeiten von Dok Teupe häufiger.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 16.08.2022 20:29:48 | IP (Hash): 1918819133
Jürgen, Du erzielst doch Deine Werte nur durch das Spritzen. Du nimmst passend zu Deinen jeweiligen Mahlzeiten entsprechende Einheiten. Und das muss Thomas nicht und darum kann man das gar nicht vergleichen.
Gruß,
Biggi -
am 16.08.2022 20:52:41 | IP (Hash): 547873854
Hallo Biggi.
Ich glaube, da hast Du ein Denkfehler drin, unabhängig davon hab' ich auch eher auf Chris Eingangspost geantwortet...?. Mag sein, dass Du deine 5,5 leichter zustande bekommst, bei ihm klingt das für mich persönlich halt ziemlich krampfig...
Mit 7,0 HbA1c wird NIEMANDEM ein Fuß amputiert und NIEMAND muß damit an die Dialyse! Da verwette ich Haus und Hof drauf!
Ich weiß nicht, wer Dir eingeredet hat, dass man unbedingt unter 6 sein muss? Bei extremem Ausreizen der unteren BZ-Bereiche droht hingegen Demenzgefahr!
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Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
Bearbeitet von User am 16.08.2022 21:00:28. Grund: Ergänzung -
am 16.08.2022 21:31:16 | IP (Hash): 1918819133
Da irrst du Dich Thomas, weil Du musst doch bedenken, dass im Laufe der Zeit die körpereigene Insulinproduktion rückläufig ist und man immer mehr Medikamente oder Insulin braucht. Mein Diab. ist seit gut 1 1/2 Jahren bekannt und ich bin froh, dass mit geringer Dosis Metformin ich zur Zeit diesen Wert ernährungsmäßig gut halten kann. Aber dieser Wert wird wahrscheinlich mit dem Jahren nur mit höheren dosen zu halten sein, so dass ich vielleicht irgendwann auch mal Werte von 6,5 oder so haben werde. Aber ich werde alles tun, um eben nicht nach 7 zu kommen und insulinpflichtig zu werden (ob mir das gelingt, steht in den Sternen). Je höher der Wert, desto wahrscheinlicher werden Folgeerkrankungen.
Ich bin in einer sehr guten Diabetologenpraxis, hatte dort auch eine Schulung, und da folge ich doch lieber meiner Diabetologin, die engmaschig überwacht (DMP-Propramm).
Gruß,
Biggi -
am 16.08.2022 22:05:31 | IP (Hash): 2134917599
ThomaS1968 schrieb:
Jürgen, Du beschreibst hier das tägliche Ergebnis einer Anstrengung, die Du aber weitestgehend nicht so ausführlich darlegst...
Sprich, wie ernährst Du Dich denn so, wenn Du von HbA1c 7 und 140 - 160 IE über so viele Jahre (...gute Werte sollen ja mit der Zeit eher schlechter zu halten sein) nun bei HbA1c von 5 und 40 IE angekommen bist?
Du hast mich gefragt, wie ich’s mache, und ich hab’s Dir geschrieben. Sorry, aber da ist nix von Krampf.
Ich geh für einen Moment noch mal zurück an meinen Anfang in 91, Start mit HbA1c 15und und morgens nüchtern 400und. Hab dafür Sulfonylharnstoff gekriegt, der die Betas zu konstanter Höchstleistung antreibt. Hab nach ner Woche angefangen, nach dem BZ-Messer zu essen und brauchte im Sommer keine Tabletten mehr für meinen völlig gesunden BZ mit Low Carb. Heute würde man das als komplette Remission bezeichnen und wenigstens in fortschrittlicheren Diabetologie-Kreisen als vollen Erfolg sehen. Damals galt Low Carb als völlig abartiger und gefährlicher Ernährungsansatz, und meine Ärzte - Hausarzt, Diabetologe und Nephrologe - haben ihn mir im Herbst 91 schließlich ausgeredet.
Also hab ich meine komplette Remission bis Weihnachten wieder aufgefressen. Und das hat Mühe gemacht. Denn KH-Portionen, die meinen BZ noch im März locker an 300 gepusht hatten, wollten lange nicht für 160 reichen!
Einen schwachen Abglanz von der Remission habe ich auch heute noch: Da kommt öfter vor, dass ich im Wirkauslauf von Essen und Insulin einen niedrigeren BZ messe, als ich eigentlich erwarte. Und wenn ich mir längere Zeiten mehr BZ leiste, z.B. bei mehrtägigen Ausflügen mit viel Essen, das ich nicht so passend einschätzen kann, sehe ich zuhause bei gewohnten Portionen deutlich mehr BZ, als ich normal erwarte, bis sich das dann nach einigen Tagen mit gezielter Begrenzung auf meinen Rahmen wieder auf den gewohnten Stand einspielt, in dem der BZ ein bisschen vom Hang hat, auch dann in meinem gesunden Rahmen zu bleiben, wenn ich eigentlich einen etwas größeren Ausflug erwarte.
Will sagen: Da ist im gesunden Bereich nix lineares wie mehr KHs machen parallel mehr Insulinbedarf! Sondern da haben wir ne Regelprozess-Struktur, die die Mitspieler zu erhalten versuchen. Und damit können sie einzelne Überlastungen ausgleichen.
Wenn die Überlastungen überhand nehmen, kippt der Prozess um. Und mit etwas Schon-Betrieb kann(!) der dann wieder zurück gekippt werden.
Du schreibst gern bei Veröffentlichkeitungen ab. Dass z.B. gesunder BZ bei Menschen mit Diabetes zu Demenz führen soll.
Da steht auch immer, dass weniger Gewicht weniger BZ=weniger Insulinbedarf macht, wenigstens für Menschen mit Typ 2, wie mich.
Ich hab vor 8 Jahren meine Leber entfettet, hast Du bestimmt hier schon mehrfach gelesen. Nach 8 Tagen mit VLCD hatte ich von einem Tag auf den anderen statt 40 IE nur noch 10 IE an Basal-Bedarf, aber von den 96 gerade mal vielleicht 1 kg abgenommen.
Im Anschluss daran bin ich noch einige Wochen bei VLCD geblieben und hab insgesamt 25 kgs abgeschmolzen, für meinen gesunden BZ ABER KEINE EINHEIT WENIGER INSULIN GEBRAUCHT!
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 16.08.2022 22:05:32 | IP (Hash): 2134917599
verdoppelt
Bearbeitet von User am 16.08.2022 22:06:41. Grund: verdoppelt -
am 16.08.2022 22:20:43 | IP (Hash): 2063346258
Dein Bestreben Biggi, unter 6 zu bleiben ist ja durchaus aller Ehren wert, keine Frage... Es bleibt trotzdem die Frage, wieviel Lebensqualität Du dafür opferst?.
Für mich machts die Balance ...
Das Schreckgespenst, alles über 6 ist/wird einmal totkrank sein und ist dem Siechtum geweiht, sollte man gerade hier nicht weiter streuen!
Aktiv posten hier zumeist Leute, die in ihrer chronischen Krankheit eine Art Hobby sehen und sich permanent um die Einhaltung von extrem gesunden Werten mit ebensolcher extremen Lebensenergie tagtäglich bemühen... Das verfälscht das Diabetikerbild leider sehr.
Mein Bruder, Diabetiker Typ I seit seinem 12 Lebensjahr, kämpft wohl seit 37 Jahren um einen HbA1c von 7 oder weniger, lag oft wesentlich drüber und hat 6,8 erstmals dieser Tage, mit einem Sensor-System geschafft.
Er hat bislang keine diagnostizierten Folgeerkrankungen...
Sehr viele Typ I'ler sind Lichtjahre von einem HbA1c von 6,5 entfernt und die sterben dennoch nicht alle mit 60!
Ein Krankheitsbild wird in unserer heutigen Gesellschaft auch gerne mal nach Gewinnmarschen definiert... Think about it...
Ein anderes Beispiel sind die vorgeschriebenen Werte für Cholesterin. Alles über 160 sei wohl schon "behandlungsbedürftig"..., einfach lachhaft was uns die Pharmaindustrie da aufschwatzen will!!!
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Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
Bearbeitet von User am 16.08.2022 22:27:01. Grund: Ergänzung -
am 16.08.2022 22:53:04 | IP (Hash): 2134917599
Sorry, mir geht’s nicht um Ehre, sondern im Prinzip um Millionen Menschen, die völlig ohne Medis keinen höher als gesunden BZ zu haben und weder für den noch für irgendwelche Folgen Medis zu nehmen brauchten, wenn die Diabetologie sie spätestens im prädiabetischen Bereich zur Rückkehr in den gesunden anleiten würde. Im Prinzip deswegen, weil auch dann immer noch reichlich gern auf dies Möglichkeit verzichten würden. Aber die 10%, die sie nutzen würden, sind aus meiner Sicht jede Anstrengung wert!
Miese Folgekrankheiten mehren sich mit zunehmendem BZ über gesund, keine Frage. Aber wenn gerade bei diabetischen Schäden an Auge und Niere auffällig viele schon aus dem prädiabetischen Bereich kommen, halte ich das auch dann für bedenkenswert, wenn da nur 1 Fall pro 1000 oder pro 10.000 ist.
Und schließlich hat die gute Frau mit dem Glukose-Trick https://read.amazon.com/?asin=B091KJY31B&ref_=kwl_kr_iv_rec_4&language=en-US aktuelle Studien ausgewertet, die nahelegen, dass schon BZ-Schwankungen in der Größenordnung zwischen 30 und 60 mg/dl erheblichen Einfluss auf wichtige Lebensqualitätsparameter wie u.a. Wohlbefinden und Gewicht haben können.
Wer nach 40 Jahren mit Typ 1 und HbA1c 7-8 noch keine diabetischen Folgeschäden hat, kann sich getrost gratulieren. Aber das ist nun mal leider keine Mehrheit.
Anyway, soweit wie jeder seines BZ-Rahmens eigener Schmied ist und damit den hat, den er haben will, finde ich das voll i.O. Daumendrück für Dich mit Deinem :)
Nachtrag: Apropos Krmpf und Chris
Wenn gezielt für den angestrebten BZ Rahmen Essen und Bewegen nicht reicht, bleibt nur, den zu erweitern oder passend Medikation dazu zu nehmen.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Bearbeitet von User am 16.08.2022 22:58:56. Grund: Nachtrag