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Diverse Schwierigkeiten bei 140-120-100
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am 17.08.2022 11:28:14 | IP (Hash): 1511357530
ThomaS1968 schrieb:
Ich leg' mich mal fest, mit HbA1c von um die 7 ist man auf einer ziemlich sicheren Seite….
Leider stimmt das eher nicht. Denn es gibt diverse Studien die zeigen, dass bereits prädiabetische Werte ( also HBA1c kleiner!!!6,5%) schon hohes Potential für diabetische Folgeerkrankungen haben.
https://ddz.de/praediabetes-gefaehrlicher-als-angenommen/
oder hier:
https://www.diabinfo.de/vorbeugen/was-wird-geforscht/nachrichten/nachrichten/article/praediabetes-risikofaktor-fuer-weitere-folgeerkrankungen.html
wer die Links nicht öffnen mag hier das Zitat:
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Prädiabetes – weitreichende Folgen für die Gesundheit
Die Auswertung ergab für Menschen mit Prädiabetes sowohl eine höhere Sterblichkeitsrate als auch ein höheres Risiko für viele weitere Erkrankungen. Personen mit Prädiabetes haben demnach im Vergleich zu Personen ohne Prädiabetes ein höheres Risiko für:
Erkrankungen, die das Herz-Kreislauf-System betreffen
Erkrankung der Herzkranzgefäße
Schlaganfall
Herzversagen
Herzflimmern
Chronische Nierenerkrankungen
Krebs (insgesamt sowie Leber- und Brustkrebs)
Demenz
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Auch mein DiaDoc hat mir gerade letzte Woche beim Quartalstermin erzählt, dass er leider die Erfahrung gemacht hat, dass einige seiner Leitliniengerecht sehr gut eingestellte Patienten dann leider doch oft Neuropathien bekommen haben.
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am 17.08.2022 12:25:22 | IP (Hash): 2063346258
"Einigen wir uns" auf ein erhöhtes Risiko?.
Ich denke, die Statistiken, die da wohl sicherlich existieren, beziehen alle Diabetiker mit ein, auch die vermutlichen 85%, die sich weniger gut an die Vorgaben dieser Krankheit halten wollen oder können.
Dementsprechend wird auch das statistische Bild von Diabetes ausfallen...
Die gleichen Studien wird es auch für Bluthochdruck-Erkrankte geben.
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Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
Bearbeitet von User am 17.08.2022 12:30:41. Grund: Ergänzung -
am 17.08.2022 13:06:15 | IP (Hash): 879050120
Es gibt so viele Studien, dass einem fast schlecht werden könnte. Egal was man googlet, irgendwo hat immer jemand herausgefunden, dass es ein höheres Risiko für irgendwas gibt. Mein Arbeitszimmer ist beispielsweise im Keller. Er ist sehr schön, luftig, Neubau, relativ hell, hohe Decken, riecht nicht nach Keller, ich bin da ganz gerne. Googlet man jedoch Keller und Lebenserwartung kommen auch gleich wieder alarmierende Studien über Radon, Lungenkrebs, was auch immer und ich setze mich gelegentlich auch mal auf die Terrasse oder in's Wohnzimmer.
Das Problem ist bei vielen Studien die fehlende Quantifizierung, d.h. wie hoch ist bei uns etwa das Risiko für Folgeerkrankung xy bei welchem Diagnosealter mit welchem dauerhaft eingestelltem HbA1C. Das habe ich so noch nicht besonders konkret gesehen. Oftmals scheinen die Studien auch nur der Schaffung einer Doktorarbeit zu dienen, die für Mediziner jetzt nicht unbedingt dieselben Voraussetzungen hat, wie z.B. für Ingenieure oder Physiker. D.h. sie erschöpfen sich manchmal in der Aussage, dass ein irgendwie höheres Risiko besteht. Ob es nun 0,1%, 1%, 50% usw. höher ist, bleibt manchmal offen. Wenn da ein Wert steht, hat der persönlich kaum Aussagekraft, was kann man sich auch konkret darunter vorstellen?
Eine für mich eher plausible Studie aus Großbritannien (https://journals.lww.com/cardiovascularendocrinology/Fulltext/2020/12000/Estimating_life_years_lost_to_diabetes__outcomes.9.aspx) sagt vereinfacht aus, dass jedes Jahr, dass man mit einem HbA1C über 58 mmol/mol (ca. 7,46%) verbringt, durchschnittlich zu einem Verlust von 100 Lebenstagen führen kann, sowohl für Typ 1 als auch für Typ 2. Mit dieser Zahl kann ich beispielsweise etwas anfangen und habe für mich die Notwendigkeit gesehen, mich möglichst weit von diesem Wert zu entfernen. Krampfig mag das vielleicht aussehen, aber mir fallen der Verzicht und die Regelmäßigkeit nicht schwer. Ich versuche eher, die Zusammenhänge zu verstehen, wundere mich dann aber gelegentlich darüber, dass es nicht so funktioniert wie ich will. Daher auch meine Eingangsfrage zu dieser Diskussion.
Es ist aber sehr schön zu sehen, wie lebhaft die Diskussionen in diesem Forum sind. In meinem Bekanntenkreis habe ich niemanden, der sich dazu mit mir austauschen kann. -
am 17.08.2022 14:15:22 | IP (Hash): 1918819133
Lieber Thomas und Chris,
Ihr versucht, Euch Eure Diab.Erkrankung schön zu reden. Und, Thomas, ich habe nicht das Gefühl, großartig auf etwas verzichten zu müssen und vor allem hungere ich nicht.
Folgeerkrankungen, durch Diabetes bedingt, kommen erst nach Jahren und dann ist es leider zu spät, weil da ist dann nichts mehr rückgängig zu machen.
Gute HbA1c-Werte schützen davor, da könnt Ihr noch so unmögliche Statistiken aufführen und Euch alles schönreden.
Gruß,
Biggi
Bearbeitet von User am 17.08.2022 15:08:29. Grund: Schreibfehler -
am 17.08.2022 14:36:17 | IP (Hash): 879050120
Moin Biggi,
also mit schönreden fühle ich mich gerade nicht angesprochen ;) Meine Zielwerte gehen eher in die Richtung von Jürgen. Ich gehe gelegentlich sehr akademisch an die Sache ran und wollte mit meinem letzten Beitrag ausdrücken, dass es für mich zu wenig brauchbares Zahlenmaterial gibt, bis auf diese eine Ausnahme. Ich möchte persönlich auch den prädiabetischen Bereich unterschreiten und das war Basis meiner Ausgangsfrage, da ich momentan knapp davor stehe.
Viele Grüße,
Christian -
am 17.08.2022 17:54:08 | IP (Hash): 2063346258
Über gute HbA1c-Werte läßt sich trefflich streiten!
In diesem Fall ist durchaus auch der Weg das Ziel, aber biggi ich merk' schon, da kommen wir nicht zusammen...
Jeder wie er mag, wir sind ein freies Land! ;)
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Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?! -
am 17.08.2022 19:54:58 | IP (Hash): 1590470573
Wo es vor nicht mal 100 Jahren noch darum gegangen ist, mit Diabetes überhaupt 10 Jahre weiter zu leben, werden inzwischen längst Blutzuckerbewegungen untersucht und als schädlich nachgewiesen, die aus praktischer Diabetologie-Sicht noch immer absolute Peanuts sind: z.B. Schwankungen um 100 und mehr mg/dl.
Schon alltäglich mehrfache deutlich kleinere wirken schon bei völlig gesunden Menschen schädlicher auf die Blutgefäße, als eindeutig diabetischer BZ ohne solche Schwankungen https://diabetesjournals.org/diabetes/article/57/5/1349/13528/Oscillating-Glucose-Is-More-Deleterious-to
Nach Berücksichtigung einer Reihe solch wissenschaftlicher Beispiele kommt die Autorin vom Glukose-Trick zu dem Schluss, dass schon völlig gesunde Menschen aus einer Reihe von guten Gründen gut daran tun, ihre Schwankungen wesentlich im Rahmen von 30 mg/dl zu halten.
Wenn ich mal übern Tag ne Schwankungsweite von 60 einhalten kann, werte ich den für mich als TOP.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 17.08.2022 21:36:49 | IP (Hash): 2063346258
Wollte ich auch grad noch sagen... Wenn Gesunde 5 Kugel Eis mit einglegten Früchten drauf verdrücken und danach noch 'ne Cola wegem Durscht, werden die sicherlich auch über 200 schießen?!
Da würd' ich auch wieder Haus und Hof drauf verwetten...
So mancher wird deshalb früher gehen, ohne dass da jemals Diabetes diagnostiziert wurde....
Es soll wohl auch bei Nichtdiabetikern ab und zu eine suboptimale Lebensweise vorherrschen...
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Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
Bearbeitet von User am 17.08.2022 21:40:40. Grund: Ergänzung -
am 17.08.2022 22:00:03 | IP (Hash): 879050120
Es gab mal einen lustigen Beitrag von Strg-F vom NDR. Da sind zwei Reporter auf einer Süßigkeitenmesse, essen alles durcheinander und messen immer mal den Blutzucker. Siehe hier z.B. ab Minute 7:10:
https://youtu.be/Yy5-rQ1qXjM -
am 17.08.2022 22:08:04 | IP (Hash): 2063346258
Könntest Du bitte deren Spitzenwert mal kurz hier benennen?.
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Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!