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GMI = HbA1c?
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am 16.09.2022 10:23:57 | IP (Hash): 705993429
Hallo zusammen.
Mal eine Frage an die Sensor-Nutzer, vorzugsweise Libre3 oder auch 2...
Wie verhält sich der anhand der Sensordaten errechnete GMI des libre-Systems gegenüber dem herkömmlich ermittelten HbA1c?
Könnte man sagen GMI = HbA1c, oder gibt es da gravierende Differenzen zwischen beiden Werten?
Habe mittlerweile einen 14-Tage-GMI, nach Teilung der Basalrate (...schöne Grüße an Jürgen und Danke nochmal für den super Tipp!), von 6,1 und es würde mich nun natürlich riesig freuen, sollte ich einen solchen Wert weitere 3 Monate halten können, dann auch einen HbA1c von 6,1 präsentiert zu bekommen?.
Danke vorab für diesbezügliche Erfahrungsberichte.
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Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?! -
am 16.09.2022 10:29:14 | IP (Hash): 248714804
Hallo Thomas,
das hängt natürlich ganz stark von der Genauigkeit deiner Sensoren ab und vom Labor (da gibt es auch nicht unerhebliche Schwankungen).
Bei mir (allerdings Dexcom G6) liegt das Labor meistens 0,2% drunter. -
am 16.09.2022 10:30:55 | IP (Hash): 705993429
Genau das ist auch bissel Hintergrund der Frage..., wie genau sind die Sensoren? Wenn da nun mehr als 1-2 Mitbetroffene ihre Erfahrungen niederschreiben würden, könnte man bissel was ableiten...
Mit "Labor 0,2 % drunter..." könnte ich allerdings gut leben... ;) Danke.
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Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
Bearbeitet von User am 16.09.2022 10:49:21. Grund: Ergänzung -
am 16.09.2022 10:50:11 | IP (Hash): 1842527177
ThomaS1968 schrieb:
Habe mittlerweile einen 14-Tage-GMI, nach Teilung der Basalrate (...schöne Grüße an Jürgen und Danke nochmal für den super Tipp!)
da nich für :) Gratuliere zum guten Gelingen
Oberlehrer-Modus:
Du hast die Tagesdosis Basal geteilt, keine Basalrate. Das sind zwei völlig verschiedene "Dinge" !
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Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 16.09.2022 10:55:21 | IP (Hash): 705993429
Ah ja, okay danke. Ist aber echt der Wahnsinn, wie das funktioniert!
Dachte erst, wenn ich nur 11 IE spritze, dann fehlen mir die anderen 11 IE vielleicht irgendwie/irgendwo?. Das scheint aber nicht so zu sein, die beiden Teile Tagesdosis Basal scheinen sich (fast) perfekt zu ergänzen...
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am 16.09.2022 11:10:44 | IP (Hash): 773230585
Hallo Thomas,
die Übereinstimmung hängt nicht nur von der Genauigkeit der Messung ab.
Der GMI berücksichtigt alle gemessenen BZ-Werte, während das HbA1c BZ-Spitzen von mehreren Stunden nicht enthält, was bei der GMI-Berechnung pauschal geschätzt wird. Daraus lässt sich schließen, dass GMI und HbA1c bei großen BZ-Schwankungen nach den Mahlzeiten nicht mehr mit dem GMI übereinstimmt. Wenn du einen guten GV-Wert hast, dann kannst du optimistisch sein. Falls nicht, dann wirst du wohl die nächste HbA1c-Messung abwarten müssen.
Vielleicht ist dieser Artikel interessant für dich:
https://www.universimed.com/at/article/diabetologie-endokrinologie/glukosemesssysteme-hba-101426
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 16.09.2022 14:28:14. Grund: BBCodes -
am 16.09.2022 11:51:56 | IP (Hash): 705993429
Danke für den interessanten Artikel, der genau meine Fragestellung beleuchtet hat.
Ich nehme ja den GMI auch nur als Grobindikator und werde natürlich regelmäßig einen HbA1c-Test durchführen.
Allerdings steht mein erster HbA1c-Test nach dem Beginn der Insulintherapie jetzt an und da bin ich natürlich besonders neugierig...
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am 16.09.2022 12:14:47 | IP (Hash): 1950146329
Bei mir hat damals Libre (1&2) GMI immer niedriger angezeigt, als das Labor. Bspw. 5,4% Libre 2 bzw. 5,7% xdrip, 6,0% Labor. Die meisten Libre 2 Sensoren hatten damals aber auch 20mg/dl zu niedrig gemessen.
Irgendwann haben die Libre Sensoren nur noch Schrott angezeigt, 40-60mg/dl zu niedrig. Da war dann der HbA1C eine böse Überraschung.
Mit Dexcom war bisher der HbA1C immer um 0,2% niedriger als der GMI vom Dexcom.
Einmalig passte auch dort HbA1C und GMI-Vorausrechnung gar nicht zusammen. Der Labor-HbA1C war deutlich niedriger. Ich habe allerdings den starken Verdacht, dass es an einer Eiseninfusion lag. Dadurch stieg auch mein Hb von 12,0 auf 14,0 an. Meine Diabetespraxis verneint es zwar, aber ich könnte mir schon vorstellen, dass es die Ursache war. Der HbA1C war halt auffällig niedrig. -
am 16.09.2022 21:56:09 | IP (Hash): 1720082284
Scheint im niedrigen Bereichen eher zu hoch anzuzeigen. Bei mir zeigt es 6,2 an, obwohl Glukose Durschnitt lt. App bei 121 ist, was 5,75 Hb1ac entsprechen würde. Außerdem scheinen die Spitzen nach Mahlzeiten dort mit reinzuzählen, obwohl die " Verzuckerung" erst nach 2 Stunden dauerhaft ist.
Bearbeitet von User am 16.09.2022 21:58:46. Grund: . -
am 16.09.2022 22:18:13 | IP (Hash): 1842527177
Martin115 schrieb:
...obwohl die " Verzuckerung" erst nach 2 Stunden dauerhaft ist.
Vielleicht auch erst nach 3 oder 4 Stunden. Aber die positive Wirkung machen doch nicht die Indikatoren, sondern die möglichst kleinen Schwankungen bei BZ und Insulin.
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Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 16.09.2022 22:29:22 | IP (Hash): 1720082284
hjt_Jürgen schrieb:
Martin115 schrieb:
...obwohl die " Verzuckerung" erst nach 2 Stunden dauerhaft ist.
Vielleicht auch erst nach 3 oder 4 Stunden. Aber die positive Wirkung machen doch nicht die Indikatoren, sondern die möglichst kleinen Schwankungen bei BZ und Insulin.
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Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Hallo Jürgen, versuche natürlich (meistens doch einigermaßen erfolgreich), die Schwankungen klein zu halten. Das die Verzuckerung erst nach ein paar Stunden dauerhaft ist, ist für mich kein Freibrief für große Blutzuckerspitzen ;-) -
am 16.09.2022 22:42:31 | IP (Hash): 1842527177
Martin115 schrieb:
versuche natürlich (meistens doch einigermaßen erfolgreich), die Schwankungen klein zu halten. Das die Verzuckerung erst nach ein paar Stunden dauerhaft ist, ist für mich kein Freibrief für große Blutzuckerspitzen ;-)
Die Sicht scheint unzutreffend: Die dauerhafte Verzuckerung macht nix, denn die ist nach um 120 Tagen wech. Nur Anzeiger gleich Indikator.
Die freihen Radikalen gelten inzwischen als die tatsächliche Herausforderung, die wir mehrmals am Tag mit jeder Spitze generieren :(
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Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 16.09.2022 22:42:31 | IP (Hash): 1842527177
Martin115 schrieb:
versuche natürlich (meistens doch einigermaßen erfolgreich), die Schwankungen klein zu halten. Das die Verzuckerung erst nach ein paar Stunden dauerhaft ist, ist für mich kein Freibrief für große Blutzuckerspitzen ;-)
Die Sicht scheint unzutreffend: Die dauerhafte Verzuckerung macht nix, denn die ist nach um 120 Tagen wech. Nur Anzeiger gleich Indikator.
Die freihen Radikalen gelten inzwischen als die tatsächliche Herausforderung, die wir mehrmals am Tag mit jeder Spitze generieren :(
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am 17.09.2022 08:37:40 | IP (Hash): 1250642622
Martin115 schrieb:
Versuche natürlich (meistens doch einigermaßen erfolgreich), die Schwankungen klein zu halten. Das die Verzuckerung erst nach ein paar Stunden dauerhaft ist, ist für mich kein Freibrief für große Blutzuckerspitzen ;-)
Hallo Martin,
das machst du goldrichtig. Mit deinem HbA1c von 5,8% und den Bemühungen um geringe Schwankungen bist du sehr gut unterwegs. 😊
Weiter so und alles Gute, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 17.09.2022 08:37:56. Grund: BBCodes -
am 19.09.2022 11:28:18 | IP (Hash): 160582365
In meinen Augen stimmt die GMI Berechnung beim Libre 3 nicht wirklich. Hier gibt es eine Umrechnungstabelle (übrigens auch auf anderen Websiten gefunden): https://de.wikipedia.org/wiki/HbA1c.
Laut der müsste bei mir bei einer durchschnittlichen Blutglukose von 107 der HbA1c bei ungefähr 5.4-5.5 sein, der von Libre 3 angezeigte GMI ist aber 5.9-6.0. Ein HbA1c von 6.0 entspräche aber einer mittleren Blutglukose von 126, das sind schon große Unterschiede... -
am 19.09.2022 13:40:00 | IP (Hash): 705993429
Gemäß der wiki-Tabelle liege ich mit dem 7-Tage-Durchschnitt von 124 auch knapp unter 6, also sagen wir mal 5,9, in der libre-App wird für die letzten 7 Tage aber 6,3 angezeigt...?.
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Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?! -
am 19.09.2022 13:54:41 | IP (Hash): 160582365
Genau, 0,4 Differenz hatte ich auch beobachtet. Bin gespannt auf das nächste Labor. -
am 19.09.2022 16:35:40 | IP (Hash): 705993429
Ich erfahr' es nächste Woche Donnerstag... Bin auch schon gespannt, was mein erster HbA1c nach der Insulinpflichtigkeit sein wird?.
Von 11,2 auf 6,5 nach meinen ersten 3 Monaten mit dieser Diagnose wäre für mich schon mal ein kleiner Erfolg...
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Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?! -
am 20.09.2022 22:21:00 | IP (Hash): 1883590211
Wie wird bei euch eigentlich der Hb1ac ermittelt? Meine Diabetologin hat so eine "Maschine". Erst wird mir Blut aus dem Finger abgenommen (ca. 5 mal so viel wie beim Blutig essen). Den aktuellen Blutzucker hat die Maschine nach ein paar Sekunden, dann "rödelt" sie noch ca. 5 Minuten und hat dann den Hb1ac. Also nichts mit auf Labor warten.
Was ist das genau für eine Maschine?
Bin am Freitag wieder zur vierteljährlichen Kontrolle... -
am 21.09.2022 15:11:08 | IP (Hash): 863580464
ThomaS1968 schrieb:
Ich nehme ja den GMI auch nur als Grobindikator und werde natürlich regelmäßig einen HbA1c-Test durchführen.
Allerdings steht mein erster HbA1c-Test nach dem Beginn der Insulintherapie jetzt an und da bin ich natürlich besonders neugierig...
Ich mache ehrlicherweise den HbA1C nur fürs DMP alle 6 Monate. Sondern ich orientiere mich an meinen Sensordaten. Neben dem GMI ist mir jedoch die TIR viel wichtiger. Zudem ist nicht so sehr die 90 Tage Übersicht, sondern die tägliche Statistik und 7 Tage Übersicht für mich interessant. -
am 21.09.2022 15:33:45 | IP (Hash): 507348091
Übrigens gibt es zwei Formeln, die zur Berechnung von HbA1C und GMI verwendet werden. Beim Dexcom werden beide Werte angezeigt. Wie es mittlerweile beim Libre ist, weiß ich nicht.
Hier wurde mal sehr anschaulich die Unterschiede von beiden Formeln erklärt.
https://insulinclub.de/index.php?thread/26053-FreeStyle-libre-erfahrungen-mit-messgenauigkeit/&postID=595748#post595748 -
am 22.09.2022 09:19:42 | IP (Hash): 346895093
Martin115 schrieb:
Wie wird bei euch eigentlich der Hb1ac ermittelt? Meine Diabetologin hat so eine "Maschine". Erst wird mir Blut aus dem Finger abgenommen (ca. 5 mal so viel wie beim Blutig essen). Den aktuellen Blutzucker hat die Maschine nach ein paar Sekunden, dann "rödelt" sie noch ca. 5 Minuten und hat dann den Hb1ac. Also nichts mit auf Labor warten.
Was ist das genau für eine Maschine?
Leider kann ich diese Frage nicht beantworten. Ich vermute mal, dass es so ein Analysegerät wie im Labor ist.
Bei mir wird der Hba1c genauso ermittelt, wie vermutlich bei 99% der Diabetiker. Erst Blutabnahme in der Hausarztpraxis und anschließende Untersuchung im Labor, was dann zu dem einen Tag Differenz führt.
Mein Diabetologe hat aber auch ein eigenes Labor, wo es nicht zu den Zeit-Verschiebungen kommt. Aber den Hba1c muß ich über den Allgemeinmediziner ermitteln lassen. Der Diabetologe lehnt es ab. Genauso bei den routinemäßigen Untersuchungen, wie Urin + Füße.
Da aber die Praxis meiner Allgemeinmedizinerin völlig überlaufen ist, wurden diese Untersuchungen schon seit 3 Jahren nicht mehr durchgeführt, dafür aber nach dem Ansprechen des Themas jetzt beim Diabetologen. Die Praxis der Allgemeinmedizinerin wollte mir dafür Termine jenseits von gut und böse geben(Wartezeit 6 Monate) und immer innerhalb meiner Arbeitszeit, obwohl die Praxis an 3 Tagen der Woche bis 18 Uhr geöffnet ist...
Zum GMI beim Libre 3 kann ich nichts sagen, da noch zu wenig Sensordaten. Da es aber in der App an der gleiche Position steht, wo vorher der geschätzte Hba1c stand, vermute ich mal, dass die Werte identisch ermittelt werden, nur anders heißen. Ein Unterschied zum gemessenen Hba1c bestand beim Libre2 bei mir von ungefähr + 0,2%. Heißt das Gerät hat höher angezeigt, als tatsächlich dann im Labor ermittelt.
Liebe Grüße
Laurana -
am 22.09.2022 17:31:46 | IP (Hash): 789358984
Die heute gängige Formel für die Umrechnung von GMI in HBA1c und umgekehrt stammt aus einer Studie von Dr. Nathan aus dem Jahr 2008 mit 2700 Probanden. 3 Monate lang wurden GMI und HBA1c miteinander verglichen. Die Formel führt uns aber nur zu einem Durchschnittswert, die ermittelten Abweichungen von +/- 15% scheinen in der Formel nicht auf.
Eine Person mit einem HBA1c von 6% hat im Schnitt einen GMI von 126, sie kann aber auch einen GMI von 110 oder 140 haben ohne dass das aus der Norm fällt. Umgekehrt: Jemand hat einen GMI von 126, die App berechnet 6% HBA1c. Auch das ist nur ein durchschnittlich zu erwartender Wert, derjenige kann auch 5,2% oder 6,7% haben, ohne dass das abnormal wäre.
Nicht nur der Blutzucker wirkt auf den HBA1c ein, es sind mehrere Faktoren, manche dürften noch gar nicht bekannt sein. Erstaunlich ist, dass Ausdauersportler in der Regel einen höheren HBA1c aufweisen, als aufgrund ihres GMI zu erwarten wäre. Der Grund dafür ist unbekannt. Etwa 0,5%-0,8% dürfte diese Differenz betragen, auch bei den Gesunden.
Was ist nun wichtig? HBA1c oder GMI? Natürlich der GMI, der HBA1c ist nur ein ungefähres Diagnose-Hilfsmittel. Wenn sich ein und dieselbe Person von 7% HBA1c auf 6% verbessert, nimmt man an, dass ihr GMI gesunken ist. Das wird auch meist der Fall sein. Es könnte aber auch sein, dass derjenige bei gleichem GMI zuerst auf einer Bergexpedition im Himalaya war, danach wieder im geruhsamen mitteleuropäischen Leben. Auch das kann eine derartige Absenkung des HBA1c verursachen.
Der HBA1c gilt oft als Durchschnittswert der Blutzuckersituation während der letzten 12 Wochen. Das stimmt nur zum Teil. Die letzte Woche vor der Blutabnahme wirkt zu 35% auf den HBA1c, die vorletzte zu 20% und die 10 Wochen davor insgesamt zu 45%
LG Geri -
am 23.09.2022 11:46:01 | IP (Hash): 229739892
So Libre 3 GMI 6,3 heute Hb1ac beim Arzt mit 6,0 (wie beim letzten Mal) bekommen. -
am 29.09.2022 13:54:26 | IP (Hash): 705993429
Berichte meinen ersten HbA1c nach Insulinbehandlung (LADA, Typ 1, nur Langzeit-Insulin derzeit noch... 25 IE Toujeo, morgens 12 IE, abends 13 IE): 6,0 %.
TIR (70 - 180): 97 %, Glukosevariabilität: 20%, GMI war 6,4...
Bin ganz zufrieden.
Fazit bei mir: HbA1c aus dem Labor ist 0,4% besser, als GMI...
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Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
Bearbeitet von User am 29.09.2022 13:56:46. Grund: Ergänzung