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Neue Diagnose
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am 18.10.2022 22:58:14 | IP (Hash): 1865454491
Hallo zusammen,
bei meinem Mann (61) wurde letzte Woche wegen einer OP ein Blutbild gemacht. Da der Glucose Wert bei 239 war, wurde noch der Langzeitwert gemessen. Dieser lag bei 9,5 % HbA1c. Ich war sehr entsetzt darüber.
Mein Mann meint aber, er hat noch kein Diabetes und das wäre noch wegzukriegen, da der Arzt ihn erst wieder in 3 Monaten kontrollieren will und keine Medikamente verschrieben hat. Er will jetzt erst mal auf paar Sachen verzichten bzw. diese reduzieren. ( z.B. Süßigkeiten, Kuchen) und mehr Gemüse und Vollkorn essen und dann in 3 Monaten wieder zum Arzt gehen. Ich frage mich, ob das nicht zu leichtsinnig ist, bei diesem hohen Wert, oder wird da anfangs, also bei der ersten Feststellung immer erst mal abgewartet? -
am 18.10.2022 23:44:27 | IP (Hash): 1907306888
Meine Einschätzung:
Dein Mann hat einen erheblichen Altersdiabetes.
Meines Erachtens hätte der Hausarzt mit Metformin einsteigen sollen.
Allerdings, wenn Dein Mann es in drei Monaten schafft
* (bei Übergewicht) in drei Monaten mindestens! 6 kg abzunehmen
* konsequent kohlenhydratarm zu essen (nicht nur Süßigkeiten und Kuchen weglassen, sondern auch Nudeln, Reis, Brot und Kartoffeln zu reduzieren, - und auch
* täglich 10.000 Schritte zu gehen, davon 2 x täglich 30 Minuten flotter Spaziergang
ist es möglich ein HbA1c unter 6,5% und weniger zu erreichen.
Es ist aber schwierig dieses Dreifachprogramm
* Abnehmen
* kohlenhydratarme Ernährung und
* Bewegung
konsequent durchzuziehen.
Lg
Hape
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am 19.10.2022 05:46:00 | IP (Hash): 389568830
Magdalena0705 schrieb:
Ich frage mich, ob das nicht zu leichtsinnig ist, bei diesem hohen Wert, oder wird da anfangs, also bei der ersten Feststellung immer erst mal abgewartet?
Hallo Magdalena,
deine Frage ist nicht ganz unberechtigt, aber nach den Leitlinien kann der Arzt so handeln. In der Tat treten bei neu diagnostizierten Typ2-Diabetikern ziemlich häufig starke Verbesserungen ein, wenn sie auf eine geeignete Ernährung und regelmäßige Bewegung achten.
Ich drücke deienem Mann die Daumen, dass sich sein BZ stark verbessert, wenn er gut auf Ernährung und Bewegung achtet.Etwas verbessern wird er sich ganz bestimmt. Deshalb kann nicht viel schlimmes passieren, wenn er noch 3 Monate ohne Diabetesmedikamente auskommen muss. Schließlich hat er seinen Diabetes nicht erst seit gestern, sondern wahrscheinlich schon seit vielen Monaten bzw. mehreren Jahren.
Alles Gute für deinen Mann, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 19.10.2022 05:46:31. Grund: BBCodes -
am 19.10.2022 08:55:20 | IP (Hash): 310349090
Diabetes ist schlicht höher als gesunder Blutzucker, wenn er wenigstens einen der dafür definierten Schwellenenwerte deutlich und nicht nur kurzfristig überschrittten hat. Bei Deinem Mann hat er.
Klar kann Mann den wieder zurückdrehen, auch bis in den völlig gesunden Bereich. Dann ist er praktisch wieder gesund, solange er sich so verhält, dass sein BZ nicht wieder zu steigen beginnt. D.h. das fortlaufend zielgerichtete Handeln ist dann praktisch die Behandlung.
"Der Glukose-Trick" ist die beste Anleitung, die ich dafür kenne und nur wärmstens empfehlen kann. Sollte nach meiner Einschätzung eigentlich ganz oben auf der Leseliste bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und bei der Deutschen Diabetes Gesellschaft stehen.
Euch beiden Gutes Gelingen!
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Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 19.10.2022 09:45:28 | IP (Hash): 1445212662
hjt_Jürgen schrieb:
"Der Glukose-Trick" ist die beste Anleitung, die ich dafür kenne und nur wärmstens empfehlen kann. Sollte nach meiner Einschätzung eigentlich ganz oben auf der Leseliste bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und bei der Deutschen Diabetes Gesellschaft stehen.
Ich habe schon mehrere der "Tricks" erfolglos angewendet... Entweder klappt das nur bei "gesunden" oder nicht bei allen Diabetikern. So hat z.B. das Essen eines Salates vor der eigentlichen Hauptmalzeit gar nix gebracht. Auch vorher Balaststoffe bringen bei mir keine Änderung im BZ verhalten - leider. Aber soll jeder selber testen. -
am 19.10.2022 10:13:59 | IP (Hash): 310349090
Du hast also Deinen BZ-Verlauf mit der gleichen Mahlzeit ohne Salat beobachtet und dann mit Salat und dabei keinen Unterschied sehen können?
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Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
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am 19.10.2022 10:27:54 | IP (Hash): 1278027980
Gut ist schonmal dass Hape eine Diagnose stellen, sowie die Medikation einstellen konnte. Dadurch könnte der Hausarzt sich danach richten. Trau schau wem 😉
Hape schrieb:
Meine Einschätzung:
Dein Mann hat einen erheblichen Altersdiabetes.
Meines Erachtens hätte der Hausarzt mit Metformin einsteigen sollen.
Allerdings, wenn Dein Mann es in drei Monaten schafft
* (bei Übergewicht) in drei Monaten mindestens! 6 kg abzunehmen
* konsequent kohlenhydratarm zu essen (nicht nur Süßigkeiten und Kuchen weglassen, sondern auch Nudeln, Reis, Brot und Kartoffeln zu reduzieren, - und auch
* täglich 10.000 Schritte zu gehen, davon 2 x täglich 30 Minuten flotter Spaziergang
ist es möglich ein HbA1c unter 6,5% und weniger zu erreichen.
Es ist aber schwierig dieses Dreifachprogramm
* Abnehmen
* kohlenhydratarme Ernährung und
* Bewegung
konsequent durchzuziehen.
Lg
Hape
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am 19.10.2022 10:34:57 | IP (Hash): 310349090
Dann isses wohl auch individuell verschieden. Denn ich kann bei meinem alten Diabetes deutliche Unterschiede zwischen mit und ohne sehen. Allerdings ist mir der Salat vor den Mahlzeiten zu aufwändig. Mein Ding sind daher seit einigen Wochen jeweils 2-3 Gewürzgurken.
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Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 19.10.2022 21:10:24 | IP (Hash): 1865454491
Hallo, danke für deine Einschätzung. Abnehmen steht jetzt an vorderster Stelle. Er wiegt 100 kg bei einer Größe von 1,80 m, wobei die Problemzone der Bauch ist. Da ich auch gerade beim Abnehmen bin, können wir das jetzt gemeinsam durchziehen. Vor der Diagnose hatte er keine Lust dazu und zusammen geht es auf alle Fälle leichter. Und mehr Bewegung gehört da natürlich dazu. -
am 19.10.2022 21:23:40 | IP (Hash): 310349090
r2d2 schrieb:
so ist es
hier mal ne Untersuchung dazu https://diabetesjournals.org/care/article/38/7/e98/30914/Food-Order-Has-a-Significant-Impact-on
und noch eine extra mit T2 https://www.nature.com/articles/nutd201633
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Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Bearbeitet von User am 19.10.2022 21:31:54. Grund: Nachtrag -
am 19.10.2022 21:23:40 | IP (Hash): 310349090
wieder mal verdoppelt
Bearbeitet von User am 19.10.2022 21:24:51. Grund: verdoppelt -
am 19.10.2022 21:44:24 | IP (Hash): 389568830
Magdalena0705 schrieb:
Abnehmen steht jetzt an vorderster Stelle. Er wiegt 100 kg bei einer Größe von 1,80 m, wobei die Problemzone der Bauch ist. Da ich auch gerade beim Abnehmen bin, können wir das jetzt gemeinsam durchziehen. Vor der Diagnose hatte er keine Lust dazu und zusammen geht es auf alle Fälle leichter. Und mehr Bewegung gehört da natürlich dazu.
Hallo Magdalena,
ja, das hilft bestimmt schon ein ganzes Stück weiter.
Gemeinsam geht es auf jeden Fall viel besser mit dem Abnehmen - viel Erfolg euch beiden.
Beste Grüße, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 19.10.2022 21:45:20. Grund: BBCodes -
am 20.10.2022 15:33:29 | IP (Hash): 160582365
Kann mich anschließen. Der Diabetes ist bei den gemessenen Werten klar. Therapeutisch ist auch alles erstmal korrekt - an erster Stelle stehen Lifestyle-/ Ernährungsumstellung + Sport / Abnehmen. Wenn dadurch allein keine / nicht genug Besserung eintritt folgt Metformin.