Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Fiasp wirkt nicht linear?

  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 13
    Mitglied seit: 19.03.2022
    am 07.11.2022 11:00:16 | IP (Hash): 601636002
    Hallo,

    ist es normal, daß die Wirkung von

    -Fiasp (1 E) nach 1-1,5 Std. mild einsetzt und den Blutzucker innerhalb von 30- 45 Min. um ca. 30 mg senkt? (Das was ich erwartet habe)
    -Fiasp (2 E) nach 1,5 Std. drastisch einsetzt und den Blutzucker innerhalb von 30- 45 Min. um über 110 mg senkt und danach die Wirkung nach insgesamt ca. 2 Std. schon verpufft?

    Das kommt mir vor wie ein kurzes, schwer zu kontrollierendes Insulinstrohfeuer bei 2 E.







    Bearbeitet von User am 07.11.2022 11:01:51. Grund: edit
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8855
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 07.11.2022 17:43:08 | IP (Hash): 1007550656
    Sorry, aber bei mir hat noch kein Insulin linear gewirkt. Ich teste halt aus, was wie bei mir wirkt, und richte mich danach. Und je besser das dann mit mehr Zeit und mehr Protokolldaten passt, desto geringer die Abweichungen von den Ergebnissen, die ich dann jeweils erwarte.

    ----------------------------------------------
    Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 13
    Mitglied seit: 19.03.2022
    am 07.11.2022 18:23:15 | IP (Hash): 601636002
    Hallo Jürgen,
    danke für deine Antwort. Ich bin ja noch Newbie und hatte tatsächlich erwartet, dass doppelt so viele Einheiten auch eine doppelt so große Senkung des BZ bewirken sollten.
    Hinzu kommt, dass ich als Lada ja auch noch einiges an Restinsulin habe und wenn dann auch noch Aktivität hinzukommt...
    Naja, anscheinend lässt sich, wie du ja geschrieben hast, das Ganze dann doch nur empirisch bewältigen. ^^
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8855
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 07.11.2022 22:09:18 | IP (Hash): 1007550656
    Du profitierst noch vom eigenen Insulin, vor allem, wenn Du dich ein bisschen drauf einstellst. Größere Mengen davon werden direkt nach dem Essen von KHs ausgeschüttet, wie Du schön in dieser Grafik sehen kannst https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar
    Schön zu sehen, wie da mit der zunehmenden Glukose auch zunehmend Insulin ausgegeben wird. Dafür sorgen die Inkretine. Die bestellen beim Übergang der Glukose durch die Dünndarmwand dafür passend Insulin, so dass die Glukose und ihr Insulin sich Augenblicke weiter in der Pfortader auf dem Weg in die Leber treffen, wo sie beide zum größten Teil verarbeitet und aufbereitet werden.

    Direkt nach dem Essen haben wir so ganz natürlich unseren größten Insulinumsatz. Das ist deswegen wichtig, weil Insulin im Blut gerade mal ne Halbwertzeit von knapp 5 Minuten hat. Und da macht es schon einen Unterschied, mit wie vielen potenziellen Verbraucherzellen so ein Insulinmolekül in seiner kurzen Hauptwirkzeit in Berührung kommen kann. Mit der einfachen Menge in Ruhe am Moni am Schreibtisch, oder wenigstens der doppelten bis dreifachen etwa beim Supermarkt-Jogging o.ä. mit dem entsprechend beschleunigten Kreislauf.

    Klar funktioniert das genauso mit dem Fiasp, wenn es denn erstmal den Weg ins Blut auf dem Rückweg in die Leber gefunden hat :)


    ----------------------------------------------
    Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.