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Hilflos
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Melanie Tricoteaux
Rang: Gastam 07.07.2008 03:58:19
Ich bin total verzweifelt und weiss nicht mehr, was ich machen soll: ich bin seit 7 1/2 Jahren mit einem Mann zusammen, der seit seinem 14. Lebensjahr an Diabetes I erkrankt ist. Mir kommt es so vor, als wenn er seine Krankheit einfach versucht zu verdrängen (manche langjährigen Freude wissen nicht, dass er es hat!)... Wir haben einen gemeinsamen Sohn, der (noch) nicht erkrankt ist. Da der Diabetes bei meinem Freund ca. ein Jahr nach seiner Windpocken-Erkrankung auftrat (ein Zusammenhang von ärztlicher Seite nie abschließend bestätigt wurde! mein Freund aber sicher ist, dass es an den Windpocken lag!), weigert er sich nun, unseren Sohn gegen Windpocken impfen zu lassen, da er der Meinung ist, dass er dann aktiv bewirken würde, dass unser Sohn auch Diabetes bekommt. Ich habe mit vielen Ärzten gesprochen, alle meinen, dass sei sehr unwahrscheinlich, aber keiner will es ausschließen. Alle Ärzte sagen aber, dass die Nebenwirkungen/Folgeerscheinungen der Windpocken schlimmer sein könnten als an Diabetes zu erkranken. Wie soll ICH mich als Mutter verhalten? Ich muss doch auch mein Kind schützen, kann aber nicht gegen den Willen des Vaters impfen lassen...???!
Außerdem kommt dazu, dass mein Freund, der über 20 Jahre immer das gleiche Insulin spritzt - so gut wie nie zur Blutabnahme geht (die letzte war vor 1 1/2 Jahren! die Ergebnisse waren katastrophal!) und mir immer klarer wird, dass er immer kränker wird. Das macht sich dadurch bemerkbar, dass er sehr schlecht sieht, er sich aber weigert zum Augenarzt zu gehen. Er trinkt sehr sehr viel und muss sehr sehr oft zur Toilette gehen. Wenn ich sein Pissoir reinige (sorry, wegen den Details), dann finde ich dort seltsam riechende Ablagerungen.... Auch schwitzt er sehr. Wir streiten uns sehr oft, weil ich traurig bin, dass er sich so verantwortungslos verhält - bzw. er macht dicht und spricht gar nicht mit mir. Ich merke aber, wie in mir immer mehr Liebe aus Angst, ihn bald zu verlieren, kaputt geht. Wie soll ich mich verhalten? Es fällt mir sehr schwer, nichts zu sagen. Auch wenn ich ihm sage, dass er an seinen Sohn denken soll, den er wirklich über alles liebt, ändert sich sein Verhalten nicht. Er meint, wenn er ein bißchen Sport macht, kriegt er seine Werte in den Griff, aber er macht nicht regelmäßig Sport. Er isst auch nicht regelmäßig und schläft oft nachts nicht. Mir wirft er vor, dass ich zu viel koche, wobei ich ihn wirklich nicht zum Essen zwinge... Wenn er aber nachts vor dem Kühlschrank steht und die Schokolade und die Chips (nicht aus dem Kühlschrank! ;-) in sich reinstopft, bin ich einfach nur sauer.
Ich habe mit einer Gesprächstherapie angefangen, aber ich glaube, ich komme damit nicht weiter. Wer kann mir helfen, seine Erfahrungen schildern und mir einen Rat geben? Vielen Dank im Voraus.
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Tom
Rang: Gastam 07.07.2008 15:15:24
Schwierig so aus der Ferne, zumal man ja nur die eine Version kennt durch dich. Frage: Machst du die Gesprächstherapie allein? Dann bringt sie wirklich nichts.
Du trägst Verantwortung für dein Kind, auch dafür, unter welchen Bedingungen es aufwächst. Manchmal ist es besser, ein Kind allein groß zu ziehen, als es täglichen Ehestreitereien auszusetzen.
Wenn du merkst, dass du in puncto Beziehung nicht weiter kommst, stelle deinem Partner deine Bedingungen, z.B. ein Ultimatum, das heißt: Entweder er geht MIT DIR zu einer Gesprächs- oder Partnertherapie oder du trennst dich. Gib ihm einige Tage Zeit, seine Entscheidung zu überdenken.
Tut er es als Kinderkram ab und nimmt er dich nicht ernst, würde ich mein Kind nehmen und schnell davonlaufen oder ihm die Koffer packen.
Für mich klingt deine Schilderung danach, dass sein DM nur der Anlass ist, aber nicht der Grund für die derzeitigen Probleme.
Hast du die Notwendigkeit der Windpockenimpfung mit einem Kinderarzt besprochen und auch die Weigerung des Vaters? Wieso muss man die Einwilligung beider Elternteile zur Schutzimpfung gegen Windpocken geben? Ist das neu? Die Erstimpfung wäre doch bereits zwischen dem 11- 14 Monat gewesen? Geht die Diskussion also schon über 7 Jahre?
von Tom -
kaija
Rang: Gastam 07.07.2008 15:27:24
Hallo!
Deine Zeilen sind echt hart. Was Du in erster Linie machen solltest ist, Dich um Deinen Sohn zu kümmern. Dein Mann schafft es ja noch nicht einmal für sich selbst Verantwortung zu übernehmen, wie soll er das dann bei Eurem Sohn? Ich denke, die Impfung gegen Windpocken soltlest Du aufjedenfall bei Deinem Sohn machen lassen. Ich bin kein Arzt, aber kann 1 Jahr nach einer Windpockenerkrankung immer noch davon ausgegangen werden, dass die Erkrankung am Diabetes Deines Mannes Schuld ist? Mir kommt der Zeitraum etwas lang vor. Aber wie gesagt, dass kann ich nicht beurteilen.
Wenn die Werte Deines Mannes vor 1,5 Jhren miserable waren, dann werden sie jetzt nicht anders sein. Ich geh mal davon aus, dass er seinen Blutzucker nicht misst. Der übel riechende Urin sagt doch schon alles aus (Ketoazidose) - auch das er schlecht sieht. Das er schlecht sieht kann an den hohen Werten, die er mit Sicherheit hat ,liegen aber womöglich ist das auch schon eine beginnende Retinopathie. Er sollte schläunigst zum Arzt gehen. Am besten zu einem Diabetologen. Stationärer Aufenthalt wäre wohl hier das Beste. Er spielt mit seinem Leben; ist eine tickende Zeitbombe.
In seinem Fall hilft auch kein Sport. Das kann sogar die ganze Sache nur verschlimmern, wenn er tatsächlich übersäuert ist.
Die Ernährung spielt mit Sicherheit eine große Rolle beim Diabetes. Aber da solltest Du Dich nicht zur Verantwortung ziehen lassen. Er selber stopft sich doch das rein, worauf er gerade Lust zu haben scheint. Du kannst nicht der Prellbock für seine Unzufriedenheit sein. Er selber ist für sich verantwortlich.
Kümmer Dich aum Deinen Sohn, lass ihn impfen. Denke das das sehr wichtig für Dein Kind ist. Hinterher machst du Dir Vorwürfe.
Warum geht Dein Mann nicht zum Arzt? Ich finde das Verhalten von ihm unverantwortlich. Ihm Gegenüber und seiner Familie. Verantwortung zeigt er nicht.
Wie alt ist Dein Mann, wenn ich mal fragen darf?
Gruss
Kaija
von kaija -
Tom
Rang: Gastam 08.07.2008 13:02:07
Hi Kaija,
sich um einen Partner zu kümmern, ist immer löblich, aber alles hat seine Grenzen.
Und so, wie das dargestellt wurde, brennt die Luft hier nicht nur wegen dem DM des Mannes. Ich würde sowas aber abschießen.
Denn, wenn es so stimmt, hat sein verhalten nichts mit Loyalität oder Respekt gegenüber der Familie zu tun. Bloß weg und das schnell. Was meinst du, wie fix der wach wird und ankommt: Ich ändere mich. Viele zögern leider eben zu lange und quälen sich. von Tom -
kaija
Rang: Gastam 09.07.2008 13:17:56
Hi Tom!
Du hast schon recht mit dem was Du geschrieben hast. Hab mich mehr auf den Diabetes ihres Mannes bezogen, den sie ja auch erwähnte.
Ich meinte eigentlich, dass sie sich um sich und ihren Sohn kümmern soll und nicht um ihren Mann der ja nun erwachsen genug sein sollte (wenn auch nur formal wie es aussieht). Koffer packen wäre wohl wirklich das sinnvollste für Mutter und Kind.
Ob der Typ sich dann ändern würde? Wahrscheinlich schiebt er die Trennung dann auch auf den Diabetes.
Gruss Katja von kaija -
Melanie Tricoteaux
Rang: Gastam 09.07.2008 21:19:10
Liebe Katja! Lieber Tom!
Vielen Dank für Eure Antworten und sorry, dass ich mich erst jetzt melde - leider bin ich nicht eher wieder an den Computer gekommen.
Ihr habt recht: das Thema ist ganz schön verzwickt. Man könnte echt denken, dass mein Partner (wir sind übrigens nicht verheiratet) ein totaler Egoist ist, aber so einfach ist es nun auch wieder nicht. Vielleicht solltet Ihr wissen, dass er einer von drei Kindern seiner Eltern ist. Beide Geschwister sind schwer behindert. Ich habe so den Eindruck, dass er das "Glück" seiner Eltern war und als er dann mit 14 Jahren krank wurde, er es einfach nicht akzeptieren konnte, dass er auch einen "Schwachpunkt" hat. Sein Vater verstarb vor 7 1/2 Jahren mit knapp 60 Jahren kurz vor Eintritt in die Rente an einem Herzinfarkt. Auch er hatte Zucker... Manchmal kommt es mir vor, dass mein Partner eine so verquere Einstellung, dass er nun der einzige Mann im Haus ist und die Stellung halten muss, hat, dass er seine eigene Krankheit nicht ernst nimmt, was natürlich absolut fatal ist. Er kann auch ganz schlecht über seinen Diabetes sprechen. Wenn ich ihm die Pistole auf die Brust setze (was ich wirklich ungern tue, aber ich war leider auch schon an dem Punkt, an dem ich am Liebsten gegangen wäre), weint er oft und ist total hilflos. Ich habe mir nun zu meinem Geburtstag gewünscht, dass er ENDLICH wieder zur Blutabnahme und Allround-Check geht - hoffe, er läßt sich auf einen Termin bei einem Diabetologen ein. Drückt mir die Daumen, dass er nicht wieder kneift!
Ich kann nicht einfach weggehen, denn ich liebe ihn und will mit ihm zusammen bleiben. Die Gesprächstherapie mache ich alleine, um mich selber aufbauen zu können. Er wollte nicht mitmachen. Ich denke, er bräuchte für sich selber eine eigene Gesprächstherapie, denn ich denke in ihm brodelt es ziemlich.
Könnt Ihr mich jetzt ein bißchen besser verstehen?
Noch eine andere Frage: könnt Ihr mir Bücher, die nicht so kompliziert geschrieben sind, empfehlen, damit ich mir noch ein paar mehr Infos aneignen kann? Das wäre super.
Ach so: und seinen Sohn liebt er abgöttisch (ich glaube, schon mehr als mich), denn alles dreht sich nur um unseren Kleinen. Umso weniger kann man es verstehen/nachvollziehen, warum er sich so verhält bzw. nicht auf sich achtet.
Soweit erstmal dazu. Noch einmal Danke für Euer Feedback!!! -
MaD
Rang: Gastam 10.07.2008 00:27:14
Liebe anonym,
dein Mann ist ein schwerer Brocken, sein DM ist da eher nur eine Auswirkung seines psychischen Zustandes.
Er klammert sich an alte Verhaltensmuster, die ihn umbringen werden.
Die Zeichen stehen auf ROT!
Verdrängung ist ein mächtiges Werkzeug...
Ich hoffe, du machst diese Therapie wirklich FÜR DICH!
und nicht für deinen Mann.
Was bringt es dir, alles zu verstehen, aber trotzdem nichts an ihm ändern zu können?
Die Frage ist doch, was es mit DIR macht!
Und was dein Sohn vom Fehlverhalten des Vaters mitbekommen (und übernehmen??!!)wird...
Was dich bei deinem Mann hält ist allerdings keine Liebe, sondern Abhängigkeit.
Erörtere das mal in deiner Sitzung.
Das Problem:
"gegen den Willen des Vaters impfen lassen"
könnte sich bei seinem Gesundheitszustand bald erledigt haben.
DU BIST NICHT HILFLOS!
Wäge die Möglichkeiten ab und ziehe Deine Konsequenzen!
Auch zum Wohle deines Sohnes, der noch nicht so viel Verantwortung übernehmen kann wie du!
DU HAST DIE WAHL! von MaD -
Karl
Rang: Gastam 24.11.2008 14:47:06
Hi Anonyma,
nicht dein Partner ist dein Problem, sondern DU selbst. Ich schreib aus Erfahrung, leider!
Ich bin zwar selbst Diabetiker und meine (noch) Frau nicht aber das tut hier wenig zur Sache.
Vielleicht kannst Du eure Rollen erkennen?
Dein Partner folgt seinem roten Faden. Du verstehst und bedauerst ihn und gehst dabei seelisch mehr zu Grunde als er körperlich. Das paßt sehr gut zusammen. Jeder hat seine Aufgabe und seine Stellung.
Es bewegt sich nur was, wenn einer sich bewegt. Aber ihr bewegt euch beide nicht!
Wenn Du gehtst (nicht verbal, sondern in der Tat), muß er sich bewegen. Kehr dann nicht gleich um, sondern gib ihm Aufgaben, wie: 1. Du gehtst zum Arzt. 2. Ich komme (vielleicht) wieder, wenn dein hba1c unter 7 liegt.
3. Bis dahin werden wir uns NICHT sehen!
Zu brutal? Wie brutal gehst Du mit dir selbst um? Welches Leben lebst Du deinem Sohn vor? Wie erfüllt dich diese Situation, bzw. was gibt sie dir? Brauchst Du es, dich für andere aufzuopfern? Haben das deine Mutter/Vater/andere auch so gemacht und dir vorgelebt?
Glaub dran. Wenn Du dich bewegst, wird sich auch deine Umgebung bewegen.
Warum ich so penetrant schreibe?
Weil ich mich 5 lange Jahre für meine Parntnerin aufgeopfert habe. Und für sie, für unsere Beziehung, für ihr Wohlbefinden gekämpft habe und dabei selbst fast vor die Hunde gegangen bin!
Wenn Du weitere Infos und eine gute PT brauchst, dann schau dir mal www.erosundpsyche.de an.
Die hat mir die Augen geöffnet. Das ist keine Werbung, sondern Überzeugung.
Wenn Du magst, sende mir mal ne mail.
Viele Grüße, Kraft und Erfolg für DICH
Karl -
Anonyma
Rang: Gastam 24.11.2008 16:27:25
Hallo Karl!
Danke für Deine Worte und Du hast genau recht.
Seit ich diesen Eintrag geschrieben habe, ist einige Zeit vergangen: und es hat sich bereits etwas bewegt, wenn auch in kleinen Schritten...
Ich habe erkannt, dass er für sich ganz alleine verantwortlich ist. Den Schritt, mich zu trennen, habe ich nicht geschafft, dafür aber mit einer Therapie angefangen, um das Problem, das bei mir liegt zu ergründen und mich so von meinem Partner zu lösen. Retten werde ich ihn nicht können, sondern ihn zu seiner eigenen Verantwortung rufen. Was er daraus macht, ist sein Ding. Klingt ziemich hart, oder? Ist aber auch der einzige Weg. Auch bei meinem Sohn bzw. beziehe ich Stellung und lasse mich nicht mehr so einfach abspeisen.
Wie hast Du es geschafft? Hast Du Dich getrennt? Wie bist Du mit Deinen Gefühlen umgegangen? Man kann sich ja schlecht selber sagen: So ich gehe jetzt und ich liebe Dich auch nicht mehr.
Nochmal DANKE, dass Du mir geschrieben hast.
von Anonyma -
Tom
Rang: Gastam 25.11.2008 13:46:24
Es gibt eine gute Variante, an der man erkennt, ob der Partner an der Rettung einer Beziehung WIRKLICH interessiert ist:
Schlägst du deinem Partner eine gemeinsame Partner-oder Eheberatung vor und er lehnt ab, kannst du ihn mit gutem Gewissen abschießen.
Man sollte dem Partner ein bis zwei Tage zum Überlegen geben für seine Entscheidung.
Glaub mir, ich habe Leute zu Therapeuten gehen sehen, von denen man es NIE erwartet hätte, und das mit Erfolg. von Tom -
Fuchs
Rang: Gastam 27.11.2008 14:14:37
Hallo,
Toms Vorschlag ist gut und wird Dich weiterbringen. Nicht DU brauchst eine Therapie, sondern IHR. Für vernachlässigende und sich selbst schädigende Diabetiker gibte es i.ü. spezielle Coping-Therpien. Einfach mal googlen.
Aber meine Frage ist: kannst Du das wirklich, einen Kerl lieben, der mit sich selbst und dem wohl der Familie so umgeht? Oder ist da nicht auch Gewohntes, eine Abhängigkeit und die Angst alleine mit noch mehr anderen Problemen da zu stehen.
Wie es mit Deinem Partner weitergeht ist klar: Entweder ein früher Herzinfarkt bzw. Schlaganfall oder eine Reihe von Amputationen. Gerne auch beides. Dann kannst Du Ihn auch noch jahrelang pflegen, diesen ****kerl.
Mach das Du da wegkommst, ich weiß wovon ich spreche...
Fuchs -
Tom
Rang: Gastam 27.11.2008 15:53:00
Ich bins noch mal...
Meist glaubt einer der beiden Partner nicht, dass der andere sich WIRKLICH trennt.
Ich sage dir, ich habe vor 2 Jahren 2 Tage lang einen Umzug gefahren für meine junge Nachbarin, der Mann saß während dessen in der Küche und hat geflennt. Mir taten alle Gräten weh. Wir verabschieden uns am 2. Tag und am nächsten Morgen war der ganze Krempel wieder da, der "Olle" hatte sie zum 2. mal weich gekocht und um Mitternacht alles und sie zurückgekarrt. Ich dachte, ich spinne!!"
Die alte Litanei ging von vorn los.....finanzielle Abhängigkeit, die er sie spüren ließ...er diskriminierte ihre beiden Kinder, die NICHT seine eigenen waren..
Nachts wollte er dann jeden Abend Sex...
Beim 3. Mal schaffte sie es....sie zog wirklich aus. Sie MUSSTE, um hre Eltern zu pflegen...jetzt ging es los..er begann, sich einer Couch auszuheulen, die Wäsche brachte er zu seinen Eltern, dort wurde er auch bekocht...MANN musste ja zeigen, dass die ausgezogene Frau entbehrlich ist und sie würde schon in 4 Tgen heulend und reuemütig zurück kommen. Aber er irrte sich, sie kam nicht wieder....er beflennte sie jeden Abend am Handy, ich redete wie auf ein krankes Schaf ein, er soll ihr Zeit und Ruhe geben.....später begann er ganz langsam, den Kindern Hilfe im Alltag anzubieten, kleine Sachen, mal dahin fahren, mal das Fahhrad.. und plötzlich ging dieser Mann zur Therapie. Ih fiel vom Hocker...sie hatte einen termin bei Gericht, ich empfahl ihm, sie zu entlasten, Hilfe anbieten, NICHT aufdrängen.
Nach einem Jahr Trennung leben die beiden jetzt schon 2 Jahre zusammen. Ich habe nicht eine einzige Beschwerde gehört. Was ich dir damit sagen will:
Man kann mal für eine Zit lang Kraft für 2 tragen, aber das hält man nicht lange durch...eine Patnerschaft heißt Arbeit!
Er war das 3. Kind und hatte 2 behinderte Geschwister.
Zeige mir einen einzigen Mnschen, der in seiner Vita KEINE Schicksalsschläge hatte. Was ist mit dir? Rosige Vergangenheit? Glaub ich nicht...Du kannst IHN nicht ändern, aber Du kannst DICH ändern, Dein Verhalten und er wird reagieren. Vielleicht hilft die Therapie dir dabei. Ich drück dir die Daumen...Respekt und Loyalität in einer Beziehung heißt auch, Verantwortung für den Partner zu übernehmen, ihn MÖGLICHST zu entlasten.
Das tut er nicht- deinen Aussagen zufolge.
Und DAS ist Liebe? Er benutzt dich und nutzt deine emotionale Abhängigkeit. Man muss nicht sofort eine endgültige Trennung bewirken, was meinst du, was passiert, wenn du ihm eine zeitliche vorübergehende Trennung von sagen wir 4-6 Wochen vorschlägst......kein Kontakt in der Zeit, kein Telefon, keine Treffen...ich sage dir, er wird so oder so reagieren und du wirst in beiden Varianten sehr geschockt sein. DAS kannich dir versprechen...Lass es drauf ankommen. Sag ihm, du brauchst jetzt mal ein paar Wochen Zeit für dich...) Fahr zu einer Freundin oder deinen Eltern, aber weg. zieh es durch. Und lass dich nicht weichkochen.
Kannst du das nicht, muss ich dir leider sagen, bist du noch nicht ausreichend verletzt worden. Dann brauchst du noch ein paar Einheiten... von Tom -
Karl
Rang: Gastam 28.11.2008 21:03:34
Danke für deine Antwort. Es war ein sehr langer und steiniger Weg, für den ich 2 Anläufe brauchte. Ich möchte dir gerne mehr dazu schreiben. Aber mir ist das hier zu öffentlich. Kannst mir gerne eine mail senden (oben anklicken). Ich melde mich dazu und schreib dir gerne auch einiges über die Therapieerfahrungen, die ich dazu gemacht habe.
Viele Grüße
Karl