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Schwerbehinderung Typ 1

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    am 29.11.2022 20:00:15 | IP (Hash): 551938604
    Hallo zusammen
    Bei mir wurde im Juni 2022 Typ 1 Diabetes festgestellt. Ich war daraufhin in der Reha und habe einen Antrag auf Schwerbehinderung gestellt. Ich habe nur einen GdB von 30 bekommen. Hab darauf über einen Anwalt Widerspruch eingelegt.
    Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht.
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    am 29.11.2022 20:16:58 | IP (Hash): 1898298500
    Hallo, ich habe nur 40% bekommen, ist schon ein paar Jahre her, aber Einspruch hätte keinen Erfolg gehabt. Da muss schon mehr vorliegen.

    das nun erweiterte 3D-Sammel-Forum
    https://3d-forum-grafikworks.forumieren.de
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    am 29.11.2022 20:40:50 | IP (Hash): 825982194
    Der eine Mensch mit Diabetes will aktiver Bundespolizist bleiben und bekommt nach nem Jahr intensiven Trainings und nem halben mit enger Begleitung und Beobachtung im Job von seinem AG bescheinigt, dass der Typ 1 Diabetes ihn in keiner Weise behindert. Und ein anderer mit dem gleichen Defekt will 50% Behinderung anerkannt haben.

    Die Interessen der Betroffenen können geradezu diametral entgegengesetzt liegen, und da muss im Zweifel ganz sicher der Einzelfall möglichst grammgenau abgewogen werden.

    Wo ich zum Diabetes auch noch ein behindertes Fahrgestell habe, war die Zuerkennung von 50% nie mein Problem. Vielmehr der Umgang damit bei der Jobsuche. Denn welcher heute durchaus gut laufende Betrieb mit 10 MA WILL sich einen Neuen leisten, der auch dann noch weiter beschäftigt und bezahlt werden muss, wenn die übrigen 10 infolge mieser wirtschaftlicher Entwicklung schon lange freigestellt sind?

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    Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 30.11.2022 04:46:49 | IP (Hash): 834019309
    Moin Patrick,

    Welcher GdB schwebt Dir denn vor?
    Hattest Du Dich vorher eingelesen, was Du erwarten könntest?

    Einfach mal lesen:

    https://www.aerzteblatt.de/archiv/78615/Schwerbehindertenausweis-Voraussetzungen-fuer-Diabetiker-geaendert

    https://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/recht_und_soziales/schwerbehindertenausweis


    Einen Anwalt einzuschalten halte ich für sehr sinnvoll, zumindest für den Anwalt, der liquidieren kann. Ich schalte den SoVD ein, der mir immer super geholfen hat.

    LG Rolf

    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
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    am 30.11.2022 11:39:23 | IP (Hash): 945216713
    Ich habe 60% und unbefristet. Gibt es so aber seit langer Zeit auch nicht mehr, früher ohne die ganzen technischen Hilfsmittel war dies aber möglich. Habe es ja seit 38,5 Jahren.

    Ein Kollege von mir hat vor 2 Jahren auch nur noch 30% bekommen, mit Befristung.

    Alles unter 50% hat natürlich den gewaltigen Nachteil dass man dadurch nur noch als gleichgestellt gilt und nicht offiziell als schwerbehindert. Was z. B. 5 Tage mehr Urlaub mit sich bringt und kleinere steuerliche Erleichterungen.
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    am 30.11.2022 20:23:58 | IP (Hash): 1964937514
    Mit Gdb 50 wäre ich zufrieden
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    am 30.11.2022 20:43:19 | IP (Hash): 1816340770
    Du bist Beamter auf Lebenszeit, oder?

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    Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 01.12.2022 04:48:46 | IP (Hash): 1284357997
    Moin, Moin,

    Dann mal viel Erfolg bei deinen Bemühungen. So habt
    ihr zwei "Kämpfer" wenigstens etwas davon. Schön wäre es , wenn man bei dem Check vielleicht ein bissel Nierenkrebs finden könnte, dann bekommst Du garantiert 60 %.

    Daumen drück!

    LG Rolf

    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
    Bearbeitet von User am 01.12.2022 11:33:22. Grund: Schreibfehler
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    am 01.12.2022 08:03:42 | IP (Hash): 2093552543
    Patrick_Z. schrieb:
    Hallo zusammen
    Bei mir wurde im Juni 2022 Typ 1 Diabetes festgestellt. Ich war daraufhin in der Reha und habe einen Antrag auf Schwerbehinderung gestellt. Ich habe nur einen GdB von 30 bekommen. Hab darauf über einen Anwalt Widerspruch eingelegt.
    Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht.



    Hallo,
    als Erwachsener, nach nur wenigen Monaten und wahrscheinlich in Remission und noch mit Restfunktion sind deine Chancen auf nen GdB von 50 sehr gering, weil du die Voraussetzungen in den Augen des Versorgungsamtes (noch) nicht erfüllst...

    4-6 Injektionen pro Tag einschließlich Messen und Rechnen erfüllst Du eventuell noch. Aber die "erheblichen Einschränkungen", die nicht direkt mit Messen, Rechnen, Spritzen zu tun haben (da steht ein "UND") sehen die wahrscheinlich ganz anders als Du nach so kurzer Zeit...

    Es wird heute bei Diabetes deutlich seltener ein GdB von 50 zugestanden, weil sich das Leben mit Diabetes schon deutlich vereinfacht hat. Ein Gdb von 40 sollte aber machbar sein...

    Edit: Und Prozente gibt es überhaupt nicht...der GdB ist dimensionslos!
    Bearbeitet von User am 01.12.2022 10:29:53. Grund: Korrektur
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    am 01.12.2022 11:39:52 | IP (Hash): 945216713
    hjt_Jürgen schrieb:
    Du bist Beamter auf Lebenszeit, oder?



    Nein, bin Angestellter und hatte bei den Firmen bei denen ich gearbeitet habe, keine Probleme damit. Die Zeiten sind, wenn man die ganz kleinen Firmen ausschließt, Gott sei Dank vorbei.

    Und einen Schwerbehinderten zu kündigen, ist nicht viel schwieriger als einen normalen Arbeitnehmer, glaub es mir, ich bin auch gleichzeitig Schwerbehindertenvertreter bei uns.

    [quote=Patrick Z.;120839]Mit Gdb 50 wäre ich zufrieden [/quote]

    Wirst du zu einer großen Wahrscheinlichkeit nicht erreichen, zumindest nur mit Diabetes Typ 1.
    Die Zeiten sind vorbei, würde ich mich jetzt neu bewerten lassen (was ich natürlich nicht mache), würde ich auch heruntergesetzt werden.

    Bearbeitet von User am 01.12.2022 11:42:28. Grund: bla2